Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blicke in die Ukraine


Timirjasevez
07.11.2011, 18:31
In der vergangenen Woche ist es in der Ukraine teilweise zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, den sogenannten Tschernobylzy und ukrainischen Veteranen des sowjetischen Afghanistan-Krieges, mit der Polizei, vor allem den BERKUN-Sondereinheiten gekommen.
Da die innenpolitischen Spannungen offenbar zunehmen, Präsident Janukowitsch Mitte der Woche gar vor bewaffneten Auseinandersetzungen warnte und andererseits immer noch das Thema EU - Ukraine schwelt, scheint ein entsprechender Thread als Mischung aus Informationen und Diskussionen vielleicht interessant zu sein.

Timirjasevez
07.11.2011, 18:33
Ist Janukowitsch zurecht beunruhigt? So titelt heute die UKRAINSKAYA PRAVDA.

Nach Angaben von Georgij Utschajkin, Chef des Beirates der Ukrainischen Waffenbesitzer-Assoziation, gibt es im Land ca. zwei Millionen legale Schusswaffen.
Darunter befänden sich auch die sogenannten "Ehrenwaffen", die verliehen oder verschenkt, aber nicht verkauft werden. Nicht teurer als 30 USD sind dies vor allem Pistolen der Marken TT und Makarow. Über sie verfügen praktisch alle Abgeordnete, Minister, Gouverneure, Bürgermeister und andere Beamte.

Gleichzeitig könne jeder Volljährige beliebig Schusswaffen erwerben. Zumeist geschehe dies mit dem als "Jagdwaffe" deklarierten automatischen Karabiner "Vulkan", vergleichbar mit dem bekannten Sturmgewehr "Kalaschnikow".

Der Leiter des Waffenerlaubniswesens des ukrainischen Innenministeriums Walentin Medwed' hat dazu erklärt, seine Behörde habe etwa 800.000 Hieb- und Stichwaffen, 169.000 Schusswaffen für Gummigeschosse und 107.000 Luftdruckwaffen Kalib. 5,5 mm+ registriert. Weitere Angaben machte er nicht.

Small Arms Survey (Genf) nennt andere Zahlen.
Dort geht man von im Durchschnitt 6,6 Schusswaffen auf 100 Einwohner aus, also im Mittel 3,1 Millonen insgesamt, wobei die tatsächliche Zahl zwischen 2,3 und 6,3 Millionen Schußwaffen schwanken könnte.
Die Schweizer kategorisieren diese als "illegal", da keinerlei Angaben zu legalem Waffenbesitz gemacht werden können.
Die ukrainischen Behörden haben hier keinen Überblick.

Timirjasevez
17.11.2011, 21:08
Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat heute am Abend mit seltener Einmütigkeit einem lange erwarteten neuen Wahlgesetz seine Zustimmung gegeben.
Mit 366 "Ja"-Stimmen, darunter auch 98 aus den Reihen der Opposition, wurde das Projekt einer interfraktionellen Arbeitsgruppe bei nur sechs "Nein"-Stimmen und fünf Stimmenthaltungen angenommen.
Es formuliert im Kern eine paritätisches Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht, eine Fünf-Prozent-Hürde und die Nichtzulassung von Listenverbindungen und "Blöcken" zur Wahl.
225 Abgeordnete werden über die Parteilisten im Proporz gewählt, 225 Abgeordnete ziehen über ein Wahlkreis-Direktmandat in das Parlament ein.

Timirjasevez
23.11.2011, 12:11
In Kiew erinnerte man gestern im Stadtzentrum an den "Jahrestag der orangenen Revolution", für den der 22. November angenommen wird.
An diesem Tag war es 2004 zur ersten Großdemonstration auf dem Maidan Nesaleschnosti (Unabhängigkeitsplatz) gekommen, in deren Folge auf dem Kreschtschatik eine Zeltstadt der protestierenden Studentenjugend entstand. Danach kam es immer wieder zu Gewalttätigkeiten, an denen u. a. auch Kohlekumpel aus dem Donbass beteiligt waren.
Auch gestern kam es wieder zu gewalttätigen Konflikten zwischen den "Orangenen" und den "Blauen", die nur durch 1.500 Mann der Spezialeinheit BERKUT getrennt werden konnte.

Am Abend wurde dann der Amtssitz des Staatspräsidenten mit Feuerwerkskörpern beschossen.

Zuvor hatte Janukovitsch auf einer Pressekonferenz mit seiner litauischen Amtskollegin Dalia Grybauskaite erklärt, die Ukraine werde eine Pause im weiteren EU-Integrationsprozess einlegen
Die Unterbrechung sei keine Absage an die EU, aber alle technischen Fragen seien geklärt, die Abkommen liegen auf dem Tisch, aber einige EU-Mitglieder wollten eben momentan nicht.
Das sei nicht tragisch, ähnliches gab es schon bei der Frage, ob man überhaupt einen EU-Beitritt der Ukraine erwägen sollte.
Im übrigen erwarte er auch eine klare Beitrittsperspektive für sein Land. Man habe auch andere Optionen.

Timirjasevez
18.01.2012, 09:03
Die separatistische Bewegung "Volksfront Sewastopol - Krim - Russland" hat eine Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts der Ukraine in Kiew erstiritten, wonach sich das Gebietsverwaltungsgericht der Krim mit der Klage auf Abschaffung der Verfassung der Autonomen Republik von 1998 befassen muss.
Dies hatte bisher alle derartigen Klagen als unzulässig abgewiesen, mit denen die Separatisten die Verfassung der Autonomen Republik der Krim von 1992 wieder in Kraft setzen lassen wollen, welche die Unabhängigkeit der Krim in einer Konföderation mit der Ukraine vorsieht.
In der Verchowna Rada zeigte man sich überrascht und wollte keine Stellungnahme abgeben.

Timirjasevez
02.02.2012, 11:46
In Analogie zum Megaupload-Geschehen haben die zuständigen Behörden der Ukraine vorgestern auf Antrag des Rechteinhabers IMENA.UA die Filesharingplattform EX.UA wegen strafrechtlich relevanter Urheberrechtsverstöße geschlossen, deren Büros durchsucht und PC sowie alle Server beschlagnahmt.
Anonyme Hacker griffen daraufhin gestern die Webauftritte des ukrainischen Staatspräsidenten, des Innenministeriums, der Regierung generell und des Staatssicherheitsdienstes an und legten diese zweitweilig still.
Im Internet und via andere Medien rief die Geschäftsführung von EX.UA ausdrücklich dazu auf, deartiges zu unterlassen.

Timirjasevez
03.02.2012, 20:18
Die drastisch gestiegene Nachfrage infolge der klirrenden Kälte in Europa hat den Konflikt um den Transit von russischem Gas durch die Ukraine wieder aufflammen lassen.
Hauptbetroffener ist wohl Italien, welches momentan bis zu 30 % weniger des "blauen Goldes" via Österreich aus Russland geliefert bekommt.
GAZPROM beschuldigt die Ukraine, statt wie vereinbart täglich 490 Millionen m³ nur 415 Millionen m³ "durchzulassen", offenbar zweige man vertragswidrig für den gestiegenen Eigenbedarf ab.
Ursprünglich wollte die Ukraine anstelle der vereinbarten 52 Mrd. m³/Jahr 2012 nur 27 Mrd. m³ abnehmen, hat aber verhältnismäßig gesehen gegenwärtig einen Verbrauch von 60 Mrd. m³.
Allein innerhalb der letzten drei Tage verbrauchte die Ukraine eine Milliarden m³, so Premier Asarow, die eigenen Reserven drohen bis April um neun auf 6,7 Mrd. m³ zurückzugehen: "Es ist momentan sehr schwer im Land."
Der ukrainische Energieminister Boiko macht für die Lieferausfälle Russland selbst verantwortlich, dort sei man aufgrund der eigenen Kältesituation nicht in der Lage, die vereinbarte Liefermenge förderseitig abzudecken.

Timirjasevez
05.02.2012, 13:36
Das ukrainische Gesundheitsministerium hat heute darüber informiert, dass durch die im ganzen Land seit dem 27. Januar herrschenden Starkfröste 131 Personen ums Leben gekommen sind.
Im gleichen Zeitraum nutzten fast 75.000 Obdachlose 3.261 Wärmezelte und Hilfseinrichtungen.
2.300 Personen mussten wegen Erfrierungen ambulant behandelt werden, für 1.800 war gar eine stationäre Einweisung notwendig.
Der im ganzen Land herrschende Frost von bis zu -30 - -34°C soll noch mindestens eine Woche anhalten, der "Eiskeller" dieses Winter waren bisher die Steppengebiete der krim. Hier sank die Temperatur auf bis zu -36 °C.

Timirjasevez
17.02.2012, 17:03
Die in diesem Jahr anstehenden Wahlen zum ukrainischen Parlament, der Werchovna Rada, werden mehr ausländisches Kapital ins Land locken als die Fußball-EM 2012.
Zu dieser Schlußfolgerung kam ein sogenannter Banking Congress vorgestern in Kiew.
So wird u. a. von Oleg Ustenko, CEO der Bleyzer Foundation in der Ukraine, angenommen, dass ausländische Investoren bis zu zwei Milliarden USD im Land anlegen weren, um im Durchschnitt den oder die Kandidaten ihrer Wahl mit jeweils im Mittel vier Millionen USD zu unterstützen.
Andere Experten sprechen gar von mindestens drei Milliarden USD.
Selbst optimistische Prognosen erwarten von den internationalen Besuchern der Fußball-EM 2012 höchsten Ausgaben in Höhe von einer Milliarde EURO.

agano
17.02.2012, 20:42
... damit das hier ein wenig bunter wird: Wahnsinnige Resonanz. richard

Timirjasevez
30.03.2012, 19:20
Die EU und die NATO weiten wieder ihre faktischen Beziehungen zur Ukraine aus, nachdem man sich zunächst im Blick auf den Fall Timoschenko und die Parlamentswahl Zurückhaltung auferlegt hatte.

Heute wurde in Brüssel, wie bereits im Dezember 2011 angekündigt, ein Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine paraphiert, welches eine weitreichende Freihandelszone mit einschließt.
Dessen Ratifizierung wird noch für 2012 erwartet.

Gleichzeitig meldet ROSBALT in Bezug auf den Leiter des NATO-Verbindungsbüros in Kiew Marchin Koschiel, dass sich die Gespräche mit der Ukraine hinsichtlich der Stationierung von Elementen eines europäischen Raketenschutzschirms von NATO und USA auf dem Territorium des Drittstaates auf einem guten Weg befinden.
Dieses Raketenabwehrsystem ist bekanntlich zwischen der NATO bzw. den USA und Russland strittig.

Experten sehen dies Aktivitäten als Versuch, die Ukraine von einer weiteren Integration in die Freihandelszone der Zollunion Kasachstan-Russland-Weißrussland abzuhalten und das Land im NATO-Interesse gegen Russland zu positionieren, um das russische Konzept einer Eurasischen Sicherheitspartnerschaft zu unterlaufen.

Timirjasevez
27.04.2012, 15:58
Bei vier Bombenexplosionen im Bereich des Karl-Marx-Prospekts sind heute zwischen 11:50 und 13:00 Uhr Ortszeit im ukrainischen Dnepropedrowsk 27 Personen, darunter neun Kinder, verletzt worden, keine davon schwer.
Zu den Anschlägen hat sich niemand bekannt, über die Täter war bisher nichts in Erfahrung zu bringen.
Ein fünfter Sprengsatz wurde entschärft, Meldungen über eine Verhaftung von Schuldigen wieder dementiert.
Die örtliche Parteiorganisation von "Batkiwschtschina", der Partei Julia Timoschenkos, hat die Anschläge als Provokation der Machthaber bezeichnet, um mit Berechtigung gegen öffentliche Pro-Timoschenko-Aktionen vorgehen zu können.

agano
29.04.2012, 21:20
Gauck möchte nicht zur Fußball-Europameisterschaft in die Ukraine

Sport und Politik, Kirche und Politik sollten IMMER getrennt sein. Schade, dass wir primitiven Statisten hier auf der Erde das noch nicht gelernt haben.

Erschreckend dann noch, wenn unsere Staatsoberhäupter diese dümmliche These zwangsmäßig wohl mit vertreten und in den Propagandareigen gewisser Kreise mit einfallen und zusammen singen sie im Canon das Lied der Intriganten: Heil dir der Lüge, Heil dir der neuen Weltordnung.

...oder so ähnlich! . richard



30. April 2012

http://michaelwinkler.de/Kommentar.html

Gauck möchte nicht zur Fußball-Europameisterschaft in die Ukraine, und, man glaubt es kaum, Merkel will es auch nicht. Es geht um die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko, die wegen unvorteilhafter Gasgeschäfte mit Rußland zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden ist.

Inzwischen soll die Dame sich als Jüdin offenbart haben und laut Gerüchten habe sie für die Ukraine Grippeimpfstoffe gekauft und dabei seien ein paar Millionen zufällig auf ihr Privatkonto geflossen.

Aber das braucht uns nicht zu wundern, auch westliche Politiker werden während oder nach ihrer Amtszeit auf wundersame Weise viel reicher, als ihr Gehalt und ihre Pension es zuließen.

Zuständig wäre für Judaschenko eigentlich Israel, als Zuflucht für die bedrängten Juden der Welt ist dieser Staat ja einmal gegründet worden. Da Israel bei der Fußball-Europameisterschaft nicht mitspielt, ist eben das Land der Wiedergutmachungszahler gefordert.

Timirjasevez
29.04.2012, 21:44
Welche gigantische, an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen im zitierten Kommentar!:(
Frau Timoschenko hat zu keinem Zeitpunkt behauptet, Jüdin zu sein, weder im religiösen Sinne noch hinsichtlich ihrer Abstammung.
Der Vater Wladimir Grigjan war Armenier, die Mutter Ludmila Telegina ist Ukrainerin, die Eltern trennten sich, als das Mädchen drei Jahre alt war.
Zur Darstellung des Geschehens:
http://www.politik-sind-wir.de/f66/lady-ju-und-die-heuchelei-der-deutschen-politiker-t32440/
Die offizielle Homepage der Politikerin (auch in englisch):
http://www.tymoshenko.ua/

agano
30.04.2012, 18:51
Der Kalte Krieg um die Gasprinzessin.

Es ergibt - schlichtweg gesagt - gar keinen Sinn, die EM zu boykottieren. Und dies ausgesprochen von unserer Politik zeugt eher von einem vollkommen desolaten politischen Missgriff, denn von einer klugen Entscheidung. Vor kurzem schrieb ich noch: Lasst diese politischen Versager keine Entscheidungen mehr treffen, sie sind fremd gesteuert und nicht mehr Herr ihrer Entscheidungen. Sie haben ihre Ämter nieder zu legen und sich aus der Politik zu entfernen, oder sich dem Staatsanwalt zu stellen. richard




http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/tymoschenko-der-kalte-krieg-um-die-gasprinzessin.html

Tymoschenko: Der Kalte Krieg um die Gasprinzessin
Eva Herman
Wenn Politik und Medien sich einig sind, heißt es: Vorsicht! Ob Sarrazin, Wulff oder Grass, die politisch korrekte Richtung zeigt sich schnell. Derzeit werden wir Zeuge einer neuen gewaltigen Mainstream-Medien-Gehirnwäsche: zu dem Fall der ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidentin Tymoschenko, deren Schicksal von einem Tag auf den anderen zur deutschen Chefsache erklärt wurde. Und alle sind hier plötzlich sehr, sehr empört über die üblen Sanktionen gegen die blonde Politikerin, die man in ihrem Land auch »die Gasprinzessin« nennt. Ein EM-Boykott droht sogar.

Timirjasevez
30.04.2012, 19:49
Nach den Bombenanschläge in Dnepropetrowsk am 27. April sind überall in der Ukraine die öffentlichen Sicherheitsmaßnahmen sichtbar verstärkt worden.
Nach offiziellen Angaben wurde heute im nordukrainischen Tschernigow in unmittelbare Nähe der Stadtverwaltung eine vermutliche Bombe entschärft.
Der in einem Papierkorb abgelegte undefinierte Gegenstand wurde gegen 11:00 Uhr Ortszeit entdeckt und kontrolliert gesprengt.

Offenbar gezielt platzierte Meldungen in ukrainischen Medien, wonach infolge ihrer in Dnepropetrowsk erlittenen Verletzungen acht Personen verstorben seien, wurde umgehend dementiert.

agano
01.05.2012, 21:57
Eurovision Song Contest in Baku.

Was ist mit uns los? Einerseits geht es wegen der EM gegen Tymoschenko: Der Kalte Krieg um die Gasprinzessin,
(http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/tymoschenko-der-kalte-krieg-um-die-gasprinzessin.html)
und andererseits beginnt man Intrigen gegen Aserbaidschan. Das kann doch kein Zufall sein.


Klar ist doch, dass das alles auf Intrigen aufgebaut wurde und dass Deutschland im Ausland wohl diskreditiert werden soll, und das alles über diese mickrige, gleich geschaltete Massenmedienlandschaft, über die wir eh nicht verfügen und auf die wir eh keinen Einfluss haben.

Hier läuft eine widerwärtige Kampagne, die mit uns Deutschen eigentlich nichts zu tun hat und merkwürdiger Weise sind es Länder im Osten, um Russland herum, denen weiß gemacht werden soll, die Deutschen wäre böse. Ja merkt das denn keiner, was hier gespielt wird? Und da in dem einen Fall sogar unsere REGIERUNG mit involviert ist, ist für mich auch klar, von woher dieser schmierige Wind weht, denn unsere Regierungsangehörigen sind nur Vasallen noch größerer Schmierlappen, die in Amerika sitzen.

Ja, das sind klare Worte, oder? richard

Aserbaidschan unterstellt Deutschland Schmutzkampagne


http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,830802,00.html

Das autoritär regierte Aserbaidschan, Gastgeber des Eurovision Song Contest in diesem Jahr, geht in die Offensive gegen seine Kritiker. Die Botschaft in Berlin beklagt, Deutschlands Politiker und Medien wie der SPIEGEL würden eine systematische Kampagne zur Verunglimpfung des Landes führen.

agano
04.05.2012, 11:53
Ukraine droht Deutschland mit wirtschaftlichen Folgen.

Ich weiß ja nicht, wer diesen dummen deutschen Politikern den Floh ins Ohr gesetzt hat, einen Boykott gegen die EM auszusprechen. Ich denke jedoch, alleine sind die nicht darauf gekommen, sondern entweder dazu erpresst, oder gedungen worden zu sein. Und sicher hat dieses System auch seinen Hintergrund, nämlich Europa noch mehr zu destabilisieren, als es eh schon ist. Und wer will Europa destabilisieren? Sind wir wieder beim alten Spiel und kommen auf Amerika und ihre Handlanger, diese ...schrecklichen Briten. die Europa von Anfang an ununterbrochen in den Rücken gefallen sind!

Tut mir Leid, dass ich so denken muss, aber es scheint keinen anderen Grund zu geben, als diesen. Mich bestürzt dieser Kadavergehorsam eines Freundes gegenüber, der alles andere ist, nur nicht ein Freund Deutschlands, oder etwa Europas, und schon gar nicht ein Freund dieser Welt, weil zu gierig und brutal. Und damit meine ich die Amerikaner in Verbindung mit ihren Vasallen, diese ... Briten.

Ratschlag von mit: Distanziert euch von diesen "unechten Freunden" und konzentriert euch auf eure Aufgabe, nämlich anständig Politik für UNS zu machen, anstatt ununterbrochen den Vasallen für diese Räuberbande zu spielen und mit solchen hirnrissigen Maßnahmen, wie den Boykott der WM noch mehr Stress aufzubauen, der gar nicht nötig tut. richard
http://www.welt.de/politik/ausland/article106259227/Ukraine-droht-Deutschland-mit-wirtschaftlichen-Folgen.html

Der Streit um einen möglichen EM-Boykott spitzt sich zu. Die Partei des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch warnt vor Konsequenzen für die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland.

Timirjasevez
04.05.2012, 12:21
Ukraine droht Deutschland mit wirtschaftlichen Folgen.

Ich weiß ja nicht, wer diesen dummen deutschen Politikern den Floh ins Ohr gesetzt hat, einen Boykott gegen die WM auszusprechen. Ich denke jedoch, alleine sind die nicht darauf gekommen, sondern entweder dazu erpresst, oder gedungen worden zu sein. Und sicher hat dieses System auch seinen Hintergrund, nämlich Europa noch mehr zu destabilisieren, als es eh schon ist. Und wer will Europa destabilisieren? Sind wir wieder beim alten Spiel und kommen auf Amerika und ihre Handlanger, diese ...schrecklichen Briten. die Europa von Anfang an ununterbrochen in den Rücken gefallen sind!

Tut mir Leid, dass ich so denken muss, aber es scheint keinen anderen Grund zu geben, als diesen. Mich bestürzt dieser Kadavergehorsam eines Freundes gegenüber, der alles andere ist, nur nicht ein Freund Deutschlands, oder etwa Europas, und schon gar nicht ein Freund dieser Welt, weil zu gierig und brutal. Und damit meine ich die Amerikaner in Verbindung mit ihren Vasallen, diese ... Briten.

Ratschlag von mit: Distanziert euch von diesen "unechten Freunden" und konzentriert euch auf eure Aufgabe, nämlich anständig Politik für UNS zu machen, anstatt ununterbrochen den Vasallen für diese Räuberbande zu spielen und mit solchen hirnrissigen Maßnahmen, wie den Boykott der WM noch mehr Stress aufzubauen, der gar nicht nötig tut. richard
Das sind erneut mutwillig und krampfhaft herbeizerrte Zusammenhänge.
Aber es ist natürlich durchaus verständlich, wenn man mit einer manifestierten USA/GB-Paranoia argumentiert.
Die Kontroverse zwischen der EU und der Ukraine, beständig angeheizt über die Person Timoschenko, ist doch nicht eine plötzliche dieser Tage. Sie war nach dem Oktober 2011 schon wieder etwas "eingeschlafen".
Nun ist sie wieder akut. Aber ob mit Nachhaltigkeit pro Menschenrechte und mehr Rechtsstaatlichkeit in der GUS, nicht nur in der Ukraine, bezweifle ich.

agano
04.05.2012, 13:19
Wichtig ist, nicht so Kleingeistig in eine Richtung zu schauen, sondern das Globale darin zu erkennen. Wer die Macht über Europa hat, hat die Macht über diese Welt. So sehe ich das. Russland wird sich auf irgend eine Weise an diesem Spiel ebenfalls beteiligen und ihre , eher nicht in Erscheinung tretenden Maßnahmen ergreifen, während Amerika und deren Vasallen es immer noch mit Erpressungen und Kriegsgeheule versuchen. Alleine der Versuch der Briten, uns mehr Verantwortung für Kriege zuschanzen zu wollen, zeugt doch von der Skrupellosigkeit dieses Landes.Und natürlich erfolgen solche Forderungen nur mit Zustimmung, oder sogar unter der Anleitung der Amerikaner, wer sollte denn sonst Federführend sein? Etwa die Israelis?

Begreift das doch. Es geht im großen und Ganzen um Europa. In allen Richtungen wird intrigiert und interveniert und das im Guten wie im Bösen und mittels Zuckerbrot und Peitsche. Mittels Plan A und B und dem Spielchen, was wäre wenn usw., usf.! Und das ganz offensichtlich von allen Seiten, also von der Seite Amerika, Briten, Israel und auch von der anderen Seite, der Seite Russlands. Dazu kommt China und Japan, das ja gewaltig abgewatscht wurde, weil sie nicht gehorchen wollten. YouTube hat dazu gute Clips.

Das mit dem von den Amerikanern propagierte Putschtsunami gehört natürlich auch zu dem Plan dieser Bande: Afrika komplett destabilisieren und sich selbst zerfleischen lassen und dann im Nachhinein entweder einen Grund besitzen, militärisch einzugreifen, oder Hilfesuchende natürlich helfen, aber mit dem Deal, doch alle Ressourcen des Landes abzutreten und aus dem jeweiligen Bürger des Landes moderne Sklaven machen zu können. So ähnlich.

Dieser Plan des Destabilisierens passt auf alle Länder dieser Welt. Die, die nicht der neuen Weltordnung beitreten wollen, werden Destabilisiert und damit nieder getrampelt. Passiert doch auch gerade mit Europa und zwar auch mit dem Instrument der Finanzen. Abstreiten kann das doch keiner mehr.

Wir hier in Europa - und angehende Europäer - werden mit widerlichen Intrigen - darunter auch dieser uns aufgezwungene dümmliche Boykott der WM - gegeneinander aufgewiegelt. Auch das müsste jeder Begriffen haben.

Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, hat mehr vom Leben. richard

Timirjasevez
04.05.2012, 13:29
Egal, wie oft es noch wiederholt wird, sportlich gesehen geht es um eine Fußball-EM und keine WM, wie auch immer...
(Aber natürlich darf man gespannt sein, was im Vorfeld der Eishocky-WM 2014 in Belorussland noch geschieht?)
Aber offenen Auges durch die Welt zu gehen und dabei das Verhältnis EU - Ukraine ins Spiel zu bringen bedeutet doch nicht, immer wieder die große Weltverschwörung traktieren zu müssen.

agano
04.05.2012, 15:39
Sportliche Ereignisse waren schon immer ein Instrument der Politiker, da müssen wir noch nicht einmal weit zurück schauen und beginnen mit Hitler, oder schauen auf die ehemalige DDR.

Sieht man doch jetzt schon wieder. Wer behauptet, bei diesem Boykottaufruf der EM durch Amerika gesteuerte, eher hirnlose europäische Länder, würden keine politischen Interessen dahinter stehen, der muss blind sein. Zu bemerken sei noch, alle europäischen Länder, die einen Boykott ausgerufen haben, sind Vasallen und Helfershelfer der schmierigen Amerikaner. Ist eigentlich ganz einfach. richard

Timirjasevez
04.05.2012, 16:02
Wer behauptet, hinter der europäischen politischen Boykottbewegung einer europäischen Fußballmeisterschaften ständen außereuropäische Interessen, bläst nicht nur ins falsche Horn, sondern will vom tatsächlichen Sachverhalt ablenken.

Timirjasevez
05.05.2012, 20:09
Es ist bezeichnend, dass über die jüngsten Entwicklungen in der Angelegenheit Julia Timoschenko hierzulande nicht berichtet wird.


Seit gestern wird Frau Timoschenko auf eigenen Wunsch von einem deutsch-ukrainischen Ärzteteam im Zentralkrankenhaus von Charkiw medizinisch wegen eines chronischen, schweren Bandscheibenvorfalls behandelt.
Aus der Krankenakte Timoschenko wurde jetzt bekannt, dass sie selbst erstmals am 14. August 2011 und danach regelmäßig, Hämatome und andere Hautveränderungen unterschiedlicher Größe angezeigt hat, jedwede Untersuchung und Behandlung sowie ein Blutbild aber ablehnte.
Nach Generalstaatsanwalt Pschonka hat gestern auch Premier Nikolai Asarow erklärt, dass entsprechende Ermittlungen keinerlei Beweise dafür ergeben hätte, dass man Frau Timoschenko Gewalt angetan, sie misshandelt, geschlagen oder gar gefoltert hätte. Pschonka verwies darauf, dass die Staatsanwaltschaft Charkiw entsprechende Ermittlungen inzwischen eingestellt hätte.
Sowohl Timoschenkos Ehemann Alexander, wie auch Tochter Ewgenija und Profi-Boxer Vitalij Klitschko (Vorsitzender der ukrainischen Partei UDAR) sowie die ukrainische Exilgemeinde in der Tschechei haben Frau Timoschenko aufgefordert, im eigenen Interesse und im Interesse der Heimat, den Hungerstreik einzustellen.

agano
05.05.2012, 21:00
Julia Timoschenko

Ihre Vergangenheit und Machenschaften werden gar nicht erwähnt! Warum nicht. Diese Dame hat, schlichtweg gesagt, Dreck am Stecken. Sie ist Korrupt und Machthungrig. Das zu dem. Wieso die westliche Welt nun wegen einer korrupten Landesverräterin solch einen Agawars macht, ist mir Schleierhaft, denn sie wissen ALLE um die Vergangenheit dieser Gasprinzessin.

Sind wir doch mal ehrlich. Folge dessen bin ich der Meinung, dass sie nur ein Instrument ist, um Zwietracht zwischen den europäischen- und angehenden europäischen Ländern zu schüren. Mehr ist das ja nicht. Alle Länder, die diesem Ruf gefolgt sind, sind Vasallenländer, die eigentlich in der europäischen Union nichts mehr zu suchen haben, weil fremdgesteuert oder eben erpressbar. Sie haben sich sozusagen GEOUTET. Danke dafür, nun weiß die halbe Welt Bescheid und das ist doch gut so. Ich schäme mich für diese deutschen Politiker, die sich dahingehend haben korrumpieren oder erpressen lassen. Wir sollten sie ablösen und zwar nicht erst morgen, sondern sofort. richard

agano
05.05.2012, 21:18
Fall Timoschenko und die deutsche Politik

Die Tatsachen liegen auf der Hand, weshalb das Verhalten der deutschen Politiker und all der Länder, die an einen Boykott denken, nicht zu verstehen ist. Deshalb MUSS ... man auf den Gedanken kommen, dass all diejenigen, die boykottieren wollen oder sollen, fremdgesteuert sein müssen, oder erpresst werden, aus welchen politischen Gründen auch immer. Ich sehe dahinter nur Intrigen, die Europa weiter in einen desolaten Zustand verbringen sollen. richard


Timoschenko verbüßt in der Ukraine eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs.

http://www.tagesschau.de/inland/papier118.html

Papier kritisiert "abwegige" Forderung nach EM-Boykott
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat den Umgang der deutschen Politik mit dem Fall der inhaftierten ukrainischen Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko scharf verurteilt. "Deutschland könnte vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg die Ukraine verklagen", sagte Papier der "Welt am Sonntag". Dieser Weg werde aber "wahrscheinlich deshalb nicht beschritten, weil er nicht als medienwirksam genug angesehen wird".

Timirjasevez
07.05.2012, 10:05
In Sachen Timoschenko-Inhaftierung/Hungerstreik/EM-Boykott ist offenbar momentan eine typische Ruhe in der Politik- und Medienkampagne eingetreten.
Wer das u. U. persönlich verfolgen will, dem sei http://www.tymoshenko.ua/, auch in einer englischsprachigen Version verfügbar, empfohlen.
Noch vor Wochenfrist gab es da täglich drei bis vier neue Einträge.

Timirjasevez
15.05.2012, 07:39
In der Ukraine findet heute die Revisionsverhandlung in Fall Julia Timoschenko statt.
Eine Korrektur oder gar Kassation des Urteils wird nicht erwartet, da Frau Timoschenko sich nicht für schuldig erklären will.Gleichzeitig wurde bekannt, dass gegen Frau Timoschenko nun auch noch Anklage wegen Anstiftung und Beihilfe zum Mord an einem ehemaligen Geschäftskonkurrenten erhoben werden soll.
In einem Interview mit EURONEWS am Wochenende hatte Ministerpräsident Nikolai Asarow Deutschland und Bundeskanzlerin Merkel persönlich vorgeworfen, mit unzutreffenden Behauptungen über eine Diktatur und politische Repressalien in dr Ukraine, ja der Gleichsetzung mit belorussischen Verhältnissenn nicht nur das deutsch-ukrainische Verhältnis schwer zu belasten, sondern gegen die Interessen ganz Europas zu handeln.
Er lade Frau Merkel gern ein, sich einmal für längere Zeit im Land aufzuhalten, um sich mit den realen Verhältnissen vor Ort vertraut zu machen.

agano
15.05.2012, 09:30
In der Ukraine findet heute die Revisionsverhandlung in Fall Julia Timoschenko statt.
Eine Korrektur oder gar Kassation des Urteils wird nicht erwartet, da Frau Timoschenko sich nicht für schuldig erklären will.Gleichzeitig wurde bekannt, dass gegen Frau Timoschenko nun auch noch Anklage wegen Anstiftung und Beihilfe zum Mord an einem ehemaligen Geschäftskonkurrenten erhoben werden soll.
In einem Interview mit EURONEWS am Wochenende hatte Ministerpräsident Nikolai Asarow Deutschland und Bundeskanzlerin Merkel persönlich vorgeworfen, mit unzutreffenden Behauptungen über eine Diktatur und politische Repressalien in dr Ukraine, ja der Gleichsetzung mit belorussischen Verhältnissen nicht nur das deutsch-ukrainische Verhältnis schwer zu belasten, sondern gegen die Interessen ganz Europas zu handeln.
Er lade Frau Merkel gern ein, sich einmal für längere Zeit im Land aufzuhalten, um sich mit den realen Verhältnissen vor Ort vertraut zu machen.Auch eine "Diktatur" hat Regeln und Gesetze. Mord, Unterschlagung und sich selbst bereichern ist auch da ein Verbrechen. Diktatur?! Ich denke mal nicht, dass die Ukraine eine Diktatur hat, denn keiner Diktatur wird heutzutage eine EM übergeben. Das dazu.

Und Blondi -Julia Timoschenko - wird jetzt noch mehr Probleme bekommen, denn nun ist sie auch noch wegen Anstiftung und Beihilfe zum Mord angeklagt. richard

Timirjasevez
15.05.2012, 10:08
Bezugnehmend auf die heute und morgen in Brüssel stattfindende Sitzung des Kooperationsrates EU - Ukraine, hat das Mitglied der ukrainischen Abordnung Wadim Kolenikow gestern in Fernsehsender ICTV erklärt, die Ukraine wisse eigentlich nicht mehr, woran man mit der EU sei und was diese eigentlich erwarte.
Lady Cathrine Ashton habe vage "Neuigkeiten" von Nikolai Asarow gefordert, die Ukraine ist aber weder Nachrichtenagentur noch irgendwein billiger Clown, der auf Befehl Späße reiße.
Besonders der gescheiterte Sarkozy und die innenpolitisch unter Druck stehende Merkel hätten versucht, ihr Rating aufzubessern, in dem man von außen und innen versuchte, in der Ukraine einen ideologischen Kleinkrieg zu entfachen.
Man trete heute in Brüssel mit konkreten ökonomischen Vorstellungen, den Vorstellungen eines souveränen Landes.

Timirjasevez
15.05.2012, 23:56
Das Höchste Appellationsgericht der Ukraine in Straf- und Zivilrechtssachen hat heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Berufungsverfahren in Sachen "Gasvertrag-Urteil" gegen Julia Timoschenko auf den 26 Juni vertagt und als Begründung die erzwungene Abwesenheit der Antragsstellerin und ein notwendiges Aktenstudium genannt.
Der Rechtsvertreters Timoschenkos hat ebenso wie deren Partei diesen Verfahrensgang als politisch motiviert bezeichnet, man werde jetzt, ohne das weitere Verfahren in der Ukraine abzuwarten, den EuGH für Menschenrechte anrufen.
Juristen geben der Klage dort keine Chance, bevor nicht die nationalen Rechtsmittel ausgeschöpft wurden.