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Psw - Redaktion 26.04.2009, 07:27 Soziale Unruhen in Deutschland?
mit freundlicher Genehmigung - Author: flatter / Feynsinn (http://feynsinn.org/)
Wie soll ich mir das vorstellen? Nach einem wochenlangen politischen Generalstreik greifen wütende Bürger die Institutionen an? In Deutschland? Wieso überhaupt in Deutschland?
Zwei prägnante Sätze dazu lese ich in der TAZ (http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wirds-in-deutschland-krachen/). Der eine ist von Klaus Dörre, der richtig feststellt:
“Aber auch die Unruhen im Mai 1968 sind von Paris nach Deutschland herübergeschwappt.”
Welch ein Unsinn, in der aktuellen Situation bei “Unruhen” in nationalen Grenzen zu denken! Für die Entwicklung hierzulande muß man mindestens ganz Europa im Auge haben. Sollte es so etwas wie eine relevante Masse Unzufriedener geben, die einen Zusammenhang herstellen zwischen ihrer Lage und dem politischen Ganzen, wird sie nicht national begrenzt sein. Man darf wohl davon ausgehen, daß in Deutschland nicht der Anfang gemacht werden wird. Im Westen wabert noch immer ein bewußtloser Konsens, daß es schon irgendwie gut gehen wird, im Osten wissen sie, was es bringt, das System zu stürzen. Der Frust ist auf Depression gepolt.
Der andere Satz kommt von Hans Olaf Henkel, einem der Chefideologen des Neoliberalismus:
“Es gibt kein Land vergleichbarer Größenordnung, in dem das soziale Netz so engmaschig gespannt ist.”
Er fürchtet nur, daß es böse Hetzer gibt, die die Atmosphäre aufladen könnten. Daß sie längst ihr Werk vollbracht haben, sieht er nicht. Wo diese Leute zu suchen sind, ahnt er nicht. Vor dem Spiegel fällt es ihm jedenfalls ganz sicher nicht auf.
Daß das “soziale Netz” nicht zu einem als menschenwürdig empfundenen Dasein führt, entzieht sich dem Universum, in dem er lebt. Daß es vor allem nicht nur ums Brot geht, von dem allein er selbst nicht würde leben wollen, kann er gar nicht begreifen.
Die Wut, die mehr als nur ein paar Radikale oder gut Informierte packt, ist eine andere. Es ist die Wut auf den großen Wortbruch der selbsternannten “Demokraten”. Die Selbstgerechtigkeit der Eliten, die beinahe alle Instanzen vergiftet hat, ist unerträglich. Menschen, die bespitzelt und ausgebeutet werden, die für ein paar Cent von einem Gericht ihren Arbeitsplatz gestohlen bekommen, andere, die sich schamlos bereichern und dafür belohnt werden. Schon wie in Vorbereitung des Schlimmsten werden mit fadenscheinigen Begründungen Rechte beschnitten und der Generalverdacht installiert.
Der größte Feind der Demokratie, Lobbyismus, überwuchert die zivilisierte Welt und tritt mit grenzenlosem Herrenmenschen-Zynismus auf. Von staatstragenden Medien bejubelt, scheint das Unrecht die Oberhand zu gewinnen, und die Menschen wissen nicht, an wen oder was sich sie sich wenden sollen mit ihrem berechtigten Unmut. Die meisten wissen ja nicht einmal, was sich hinter den Kulissen abspielt.
Ein weiterer Fall skandalösen Unrechts firmiert noch als Kampf gegen die Bösen aus dem Internet, die als Banditen dargestellt werden, welche Porno, Diebstahl und Verwerflichkeit verkörpern. Daß sie von einem Richter zu Gefängnisstrafen und finanziellem Ruin verurteilt wurden, der selbst heimlicher Kläger war, sollte eigentlich niemand wissen. Einzig die Arroganz dieses Eliterichters sorgt nun dafür, daß das Bild wieder schief hängt. Man darf sich allerdings darauf verlassen, daß das Auffliegen dieses Halbgottes nicht zu mehr Gerechtigkeit führt. Im Gegenteil wird man feststellen dürfen, daß die Moral der “Anständigen” einmal mehr die neue Klassengesellschaft kitten wird. Das “Volk” wird sich nicht betroffen fühlen. Es trifft ja nur die “Piraten”, die aus dem Internet sogar. Man gehört ja nicht dazu.
Die “Wirtschaftkrise” ist eine Krise der Demokratie, die vollends vergessen hat, daß die Rechte und das Wohl aller ihr Fundament sein müssen. Ein “Individualismus”, der “Freiheit” sagt und Ungerechtigkeit zementiert, ist antidemokratisch. Diese schlichte Weisheit ist noch lange nicht angekommen im Bewußtsein der “Völker”. Die Eliten setzen sich darüber hinweg, weil sie keine Idee davon haben. Das Resultat ist in allen Varianten brandgefährlich.
Einige flüchten sich in Verschwörungstheorien, andere in einfache Lösungen. Bedient wird beides vom Establishment und tumben Extremisten zur Genüge. Letztere werden die sein, die zündeln, und es werden vor allem Rechtsradikale sein.
Die Etablierten werden sich mehr und mehr in eine Paranoia steigern. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie. Obama mag ein temporärer Glücksfall sein, Bush, Berlusconi und andere gewählte Diktatoren werden unter diesen Umständen mittelfristig die Szene bestimmen. Wer hält dagegen? Die Stimme der Vernunft ist schwach und leise, wo die Arroganz der Macht und das Geschrei der Besserwisser die Bühne erobert haben.
Die Zeit ist günstig für Diktaturen. Soziale Unruhen werden daran nichts ändern.
zum Blog: Feynsinn >> (http://feynsinn.org/)
ich denke die Analyse geht nicht weit genug.
Bislang haben die Lobbyisten und "Eliten" es immer geschafft soziale Unruhen zu unterbinden ... aber das genutzte Mittel war immer ein äußerer Feind. Den zu bekämpfen bedurfte halt "leider" die Unterordnung unter der himmlischen Führung der "Eliten" ....
Die Krise jetzt hat einen völlig anderen Aspekt. Die Eliten sind gescheitert. Es ist auch kein böser Dritter da, dem man die Verantwortung unterjubeln könnte. Der äußere Feind ist nicht darstellbar, viel klarer ist der innere Feind, nämlich die Eliten selber. Von daher sehe ich eine fundamental andere Situation und kaum Chancen für die Eliten an der Macht zu bleiben. Die sozialen Netze sind nachhaltig zerstört worden ... m.E. sind soziale Unruhen die zu einer Machtumverteilung führen, keine Frage mehr, die einzige Frage ist, wann sie kommen. Ich tippe auf September.
Iphigenie 26.04.2009, 14:20 Der äußere Feind ist nicht darstellbar, viel klarer ist der innere Feind, nämlich die Eliten selber. Von daher sehe ich eine fundamental andere Situation und kaum Chancen für die Eliten an der Macht zu bleiben. Die sozialen Netze sind nachhaltig zerstört worden ... m.E. sind soziale Unruhen die zu einer Machtumverteilung führen, keine Frage mehr, die einzige Frage ist, wann sie kommen. Ich tippe auf September.
hmmm....
es wird keine nennenswerten Unruhen geben, zumindest nicht solche,
die sich nicht schnell durch Militär und Polizeieinheiten beseitigen
lassen (Militär und Polizei ist jedenfalls in Deutschland dem
herrschenden Machtapparat treu ergeben). Oberstes Gebot und
Maxime des Regimes wird der Erhalt "unserer" Demokratie sein.
grüße
Iphi:)
Iphigenie 26.04.2009, 14:22 @ PsW-Redaktion
Die “Wirtschaftkrise” ist eine Krise der Demokratie, die vollends vergessen hat, daß die Rechte und das Wohl aller ihr Fundament sein müssen. Ein “Individualismus”, der “Freiheit” sagt und Ungerechtigkeit zementiert, ist antidemokratisch.
Die Demokratie hat also vollends vergessen, daß die Rechte und
das Wohl aller ihr Fundament sein müssen. Mal abgesehen davon,
daß eine Demokratie nichts vergessen kann, weil eine Demokratie
nicht denken kann, will uns der Autor einreden, es hätte
dermaleinst eine Zeit gegeben, in der das Recht und das
Wohl aller, das Fundament der Demokratie gewesen wäre.
Indes gab es noch niemals eine wahrhafte Demokratie; es gab
immer nur Lippenbekenntnisse, die das Papier nicht wert waren, auf
das man sie druckte. Denn so lange die Macht des Menschen über
den Menschen existiert, wird es keine wahrhafte Demokratie geben
können.
Fakt ist, daß das System des Wirtschaftens weltweit auf dem
Fundament des Kapitalismus beruht. Dieses (Fundament) hat
sich im Beginn des 16. Jahrhunderts aus der Weltökonomie
einiger europäischer Regionen herauskristallisiert.
Mit diesen Worten ist sogleich der Beweis erbracht, daß
Kapitalismus nicht an eine bestimmte gesellschaftliche Form
des Zusammenlebens gefesselt ist. Kapitalismus kann überall
existieren, ob in einem Feudalstaatsgebilde oder gar in einem
faschistischen nationalsozialistischen System (Hitlerdeutschland).
In den beiden Jahrhunderten nach der Französischen
Revolution (1789), die die feudalen Sozial- Strukturen immer
mehr ablöste und durch bürgerlich demokratische
Gesellschaftsstrukturen ersetze (parlamentarische Demokratie),
hat es sich herausgestellt, dass die sogenannte Demokratie
(was der Einzelne auch immer darunter verstehjen mag) die
ideale Begleitung des Kapitalismus ist. Wobei das bürgerliche
Parlament als das ideologische Sprachrohr des
Kapitals…Finanzkapitals fungiert.
Das kapitalistische System ist aber jederzeit befähigt, eine
gegebene Sozialstruktur notfalls gegen eine andere auszutauschen.
Das ist immer dann der Fall, wenn das Volk, der „Pöbel“,
die Machtfrage stellt. Könnte es in einer schweren kapitalistischen
Krise einem Volk gelingen, das kapitalistische System zu beseitigen,
werden die Machthaber notfalls zum Äußersten greifen: Sie werden
die Demokratie durch eine (z.B.) Militärdiktatur…Notstandsregierung
ersetzen und die Aufständischen füsilieren und niederkartätschen.
Hat sich nach ein paar Jahren alles beruhigt, werden sie in der Regel
wieder mit der Demokratie die Bettstatt teilen.
Wer sich die Mühe macht (eine die sich wirklich lohnt!) und den
Feudalismus ein wenig studiert, wird feststellen, dass es niemals
Feudalherren gab, die ganz allein regiert haben. Sie hatten stets
sehr umfangreiche Beraterstäbe um sich gehabt, die diese berieten
und lenkten.
Mit dem Mittel der (sogenannten) Demokratie können die
heutigen Machthaber jedoch vortrefflich dem Volk einreden, dass
alle Macht von ihm ausginge, denn allein dem Volk obliege es, durch
freie Wahlen seine Machthaber zu bestimmen. Man kann auch sagen:
Die Sklaven sind stolz darauf, durch freie Wahlen die Farben ihrer
Ketten zu bestimmen.
Mit einem Wort: Es gibt keine Krise der Demokratie, weil sich die
Demokratie nicht in den Händen des Volkes, sondern in denen
seiner Unterdrücker befindet. Es gibt eine leichte Krise des
Kapitalismus; leicht deshalb, weil jederzeit seine Apologeten durch
willfährige Militär- und Polizeieinheiten die Aufständischen
niederkartätschen lassen können.
Nichts weiter……
grüße
Iphi :happy:
Bislang haben die Lobbyisten und "Eliten" es immer geschafft soziale Unruhen zu unterbinden ... aber das genutzte Mittel war immer ein äußerer Feind.
Es wird aber sehr offen, schon lange vor der "Krise", das Bild des inneren Feindes installiert – zum Zwecke innerer Unruhen: "Sozialschmarotzer", "Schläfer", "Wer nicht arbeitet soll...", "Dicke sind Belastung für KraKa und Klima", "Islamofaschisten"...
Du kennst die Schlagzeilen, regelmäßig bei XING/Politik und anderswo.
Aktuell wieder die "Nulltoleranz"-Kampagne und andere subtile Engagements.
Die Eliten sind gescheitert. Es ist auch kein böser Dritter da, dem man die Verantwortung unterjubeln könnte.
Die "Eliten" sind keineswegs gescheitert. :nono:
Ob sie scheitern werden, wird sich erst noch entscheiden.
Wenn sich die Untertanen zum ziellosen Hass aufhetzen lassen,
haben die Initiatoren gewonnen.
:traurig:
Iphigenie 26.04.2009, 16:35 Hallo Peter,
nochmal zum Thema "gescheiterte Eliten" und so....
Prinzipiell wäre jedes herrschende Regime saublöde, dem es
nicht gelänge, einen äußeren oder inneren Feind aufzubauen,
gegen den es sich lohnte zu kämpfen.
Das herrschende demokratisch-kapitalistische System ist
absolut nicht gefährdet, zumindest nicht soweit, daß es um die
Existenz seiner Mitglieder bangen muß (selbst ein untergegangenes
DDR-Regime hat so gut wie all seine elitären Köpfe in das
BRD-Regime hinüberretten können!) Es kann sich absolut auf
die Loyalität eines willfährigen Polizei- und Militärapparates stützen.
Sollte eine Machtverteilung stattfinden, so wird die Macht innerhalb
der Éliten umverteilt.
Nichts weiter........
Grüße
Iphi:happy:
hallo????? Erde an Zentauri oder so????
wer erzählt euch denn, daß die eliten nicht gescheitert wären? Das was gerade passiert war nach Meinung der Eliten (und daran haben die tatsächlich geglaubt) garnicht möglich ... nunja, ist aber Realität.
olool ... nur zu deiner Info, da mir die Realitätsnegierung der xing Gemeinde auf den Sack gegangen ist, war`s das für mich mit xing.
hallo????? Erde an Zentauri oder so????
wer erzählt euch denn, daß die eliten nicht gescheitert wären? Das was gerade passiert war nach Meinung der Eliten (und daran haben die tatsächlich geglaubt) garnicht möglich ... nunja, ist aber Realität.
olool ... nur zu deiner Info, da mir die Realitätsnegierung der xing Gemeinde auf den Sack gegangen ist, war`s das für mich mit xing.
Hier Alpha-Centauri:
Egal, ich nehm mir ein Stück von Deinem Optimismus,
brauche ich nach diesem WE. :winken:
Alpha-Centauri Ende.
grummel ... und ich schrieb eben ganz bewußt Zen tauri ... :D
Gruß
Peter
grummel ... und ich schrieb eben ganz bewußt Zen tauri ... :D
Gruß
Peter
Na sowas, hat ja aber doch geklappt. :)
wer erzählt euch denn, daß die eliten nicht gescheitert wären? Das was gerade passiert war nach Meinung der Eliten (und daran haben die tatsächlich geglaubt) garnicht möglich ... nunja, ist aber Realität.
Wie kommst du darauf, dass die glaubten das sei gar nicht möglich? Ich denke eher genau das Gegenteil.
Wenn jemand der Meinung ist, es gäbe zuviele Menschen auf der Welt und sich in die Position bringt, die Nahrung und die Arbeitsplätze (neben der Politik) zu kontrollieren, so wie es nun geschehen ist, dann hat er doch sein Ziel erreicht?
Wir haben eine noch nie dagewesene Monopolisierung. Kaum jemand kann sich noch selbst ernähren.
"Soziale Unruhen" ist ohnehin eine merkwürdige Wortschöpfung. "Gesellschaftliche Unruhen" find ich da passender.
Diese gesellschftlichen Unruhen spiegeln sich dann aber wohl eher in wachsender Gewaltbereitschaft in wachsenden Slums wider.
In Indien sind die Leut doch auch richtig arm, ohne das es dort zu einer systemumstürtzlerischen Stimmung käme.
Das lässt sich doch hier sicher auch etablieren.
Da es das ist, was auf uns zuzukommen scheint, habe ich auch den Thread
Dokumentationsthread: Weltwirtschaftskrise - politisch/gesellschaftlicher Niedergang >> (http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?t=1914) eröffnet.
Denn es bringt nichts sich etwas vorzumachen, von wegen "Aufschwung, Leistungsgesellschaft, Eliten, Wachstum" etc. pp. wenn am Ende die Realität doch das Gegenteil dieser ehemaligen Worthülsen ist.
Hellmann 27.04.2009, 10:07 Diese gesellschftlichen Unruhen spiegeln sich dann aber wohl eher in wachsender Gewaltbereitschaft in wachsenden Slums wider.
In Indien sind die Leut doch auch richtig arm, ohne das es dort zu einer systemumstürtzlerischen Stimmung käme.
Das lässt sich doch hier sicher auch etablieren.
Je ärmer die Leute sind, um so leichter sind sie erpressbar und um so härter kann man sie unterdrücken.
Das ist ja der wesentliche Unterschied zwischen Keynesianern und Marxisten, dass Keynesianer die Krise fürchten und verhindern wollen, weil das die Gesellschaft gleich wieder elend weit zurückwirft.
Während die Marxisten den Widerstand gegen die Krise sabotieren und die illusionäre Hoffnung schüren, dass die Opfer der Krise dann große Weltrevolutionäre werden, wenn sie erst mal richtig verelendet sind. Wogegen die Marxisten dann nichts unternehmen, weil sie ja meinen, das führe zum Umsturz.
Schau Dir die Entwicklung nach der Volcker-Weltrezession der 80er Jahre an!
Das hätte man noch in den 70ern nie für möglich gehalten. Ein voller Sieg der Neoliberalen und der Repression auf allen gesellschaftlichen Gebieten.
Iphigenie 27.04.2009, 10:11 [QUOTE=wafi;14593]hallo????? Erde an Zentauri oder so????
wer erzählt euch denn, daß die eliten nicht gescheitert wären? Das was gerade passiert war nach Meinung der Eliten (und daran haben die tatsächlich geglaubt) garnicht möglich ... nunja, ist aber Realität.
QUOTE]
Hi Peter,
um diese Frage beantworten zu können, solltest Du vielleicht
mal genau definieren, was Du unter Eliten verstehst. Hat's was
mit dem Monatseinkommen zu tun oder mit der Stellung im
Staats- und Witschaftsapparat?
grüße
Iphi:happy:
Iphigenie 27.04.2009, 10:51 "Soziale Unruhen" ist ohnehin eine merkwürdige Wortschöpfung. "Gesellschaftliche Unruhen" find ich da passender.
Diese gesellschftlichen Unruhen spiegeln sich dann aber wohl eher in wachsender Gewaltbereitschaft in wachsenden Slums wider.
In Indien sind die Leut doch auch richtig arm, ohne das es dort zu einer systemumstürzlerischen Stimmung käme.
Das lässt sich doch hier sicher auch etablieren.
Da es das ist, was auf uns zuzukommen scheint, habe ich auch den Thread
Dokumentationsthread: Weltwirtschaftskrise - politisch/gesellschaftlicher Niedergang >> (http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?t=1914) eröffnet.
Denn es bringt nichts sich etwas vorzumachen, von wegen "Aufschwung, Leistungsgesellschaft, Eliten, Wachstum" etc. pp. wenn am Ende die Realität doch das Gegenteil dieser ehemaligen Worthülsen ist.
Hallo otix,
über dieses komische Wort ("soziale Unruhen") hab ich mir auch
schon Gedanken gemacht. Damit kann man alles und nichts sagen....
Ansonsten vertrete ich seit einiger Zeit die Hypothese, daß
in hochindustriellen Staaten, die polizeimilitärhochgerüstet sind,
eine Beseitigung der herrschenden Regime durch
Volksmassenaufstände, Revolten, Revolutionen (und wie
die Wortschöpfungen alle heißen mögen) prinzipiell
nicht möglich ist (nicht vergessen: Das Regime in der der DDR *)
wurde nur durch ein anderes ersetzt, und die DDR-Regimeler sitzen
heute wieder fest im Sattel des BRD-Regimes).
Weiterhin: Hat die Armut der Menschenmassen in einem Land eine
bestimmte Sättigungsgrenze erreicht (= wenn über 50 Prozent
einer Bevölkerung fast nur ausschließlich mit dem Gedanken beschäftigt
sind, wo sie morgen Essbares erhalten können) ist eine Beseitigung
des herrschenden Regimes ebenso unmöglich. Mit hungerndem
knurrenden Magen kann man kein Regime beseitigen. Man muß schon
über eine gewisse Muskelkraft verfügen, um Barrikaden aufbauen zu
können. Über diese Zusammenhänge (Nichtsattwerden-
Revolutionen/Umsturzversuche) haben die Machthaber der Welt
viel von Indien gelernt....Der Hunger ist der größte Verbündete der
Reichen gegen die Armen. Er hält sie ganz klein, tumb und lethargisch.
Am Ende einer ( vorläufigen ! !) Entwicklung könnte durchaus eine
Welt stehen, die überall ausschaut wie in Indien: Totale
Verarmung, dahinvegitieren an der Hungergrenze und eine kleine
mächtige Regime-Clique, die all ihren "Reichtum" hinter hohen
Schutzmauern ihrer hochsicherheitsgetackerten Wohnburgen hortet.
grüße
Iphi:)
*) zumal es sich bei der DDR auch nicht um ein hochindustrielles Land handelte.
Iphigenie 27.04.2009, 10:57 Hallo Helli,
Du schreibst:
Während die Marxisten den Widerstand gegen die Krise sabotieren und die illusionäre Hoffnung schüren, dass die Opfer der Krise dann große Weltrevolutionäre werden, wenn sie erst mal richtig verelendet sind. Wogegen die Marxisten dann nichts unternehmen, weil sie ja meinen, das führe zum Umsturz.
War Marx echt sooo doof, daß er glaubte, man könne arme
halbhungernde/ hungernde Menschen als Revolutionäre einsetzen?
Könntest Du mir dazu einige Originalzitate aus seinem Werk liefern?
Danke.
gruß
Iphi :)
Ne Iphi
kannst du nicht an irgendwelchen sozialen Stellungen fest machen. Der Witz der "Eliten" ist ja grad der Glaube daran Vorherrschaftsstellungen durch "Fleiß" o.ä. einnehmen zu können, deswegen zieht sich dieses elitäre Denken durch alle Schichten. Der Witz ... der jetzt kommt ... ist aber, daß gerade der Mittelstand fürchterlich abrutschen wird und das eben ohne "eigenes Fehlverhalten" ... mit dem sonst so nen Abrutsch ja begründet wird. Damit bricht eben dieses Elitedenken insich zusammen. Insofern finde ich den Titel "soziale Unruhen" schon ganz passend, denn die Basis der Sozialisation vieler bricht weg. Es ist ne soziale Unruhe, wenn der Glaube vom Tellerwäscher zum Millionär erschüttert wird. Hab ich eh nie kapiert, besonders nach der Einführung von Spülmaschinen :D
Gruß
Peter
Hellmann 27.04.2009, 11:53 Also Iphi,
War Marx echt sooo doof, daß er glaubte, man könne arme
halbhungernde/ hungernde Menschen als Revolutionäre einsetzen?
Könntest Du mir dazu einige Originalzitate aus seinem Werk liefern?
erstens hatte ich nichts von Marx geschrieben, sondern von Marxisten.
Will mich jetzt also nicht auf das dünne Eis begeben, dass es von Marx irgendwo eine Revolutionstheorie geben würde und er da irgendetwas verständlich und brauchbar formuliert habe. :D
Er hat aber, und das setze ich mal als bekannt voraus, in der Krise von 1857 revolutionäre Reaktionen erwartet, später aber natürlich korrigiert, als nichts davon eintraf.
Zweitens war die Revolution 1848 tatsächlich mit einer Krise 1847/48 positiv verbunden, dass also die Kreise des Bürgertums, die hinter der bürgerlichen Revolution aktiv waren, die erwerbslosen Arbeiter, Marxens "Lumpenproletariat", für ihre Zwecke benutzt haben.
Marx schildert ja auch, wie Napoleon III. in Frankreich solche Leute dann für seine Zwecke organisiert hat.
Drittens meinte ich also nicht Marx, sondern die "Marxisten", die ich in den 80er Jahren diesbezüglich gut in Erinnerung habe. Kann das natürlich jetzt nicht belegen, aber Du kennst die Typen vielleicht selber und heute noch.
Sind alle gegen "Systemstabilisierung" durch Keynes und was schließt daraus die weibliche Logik messerscharf?
Ich schreibe es Dir vorsichtshalber gleich hin: :happy:
Wenn Keynes also "Systemstabilisierung" ist, dann müsste die Verschärfung der Krise doch Systemdestabilisierend, also revolutionär sein, oder?
Meinen die Marxisten jedenfalls, wenn diese Figuren die Keynesianer damit angreifen, dass wir doch nur den Kapitalismus retten wollten!
Zufrieden? :)
Hellmann 27.04.2009, 12:04 Ansonsten vertrete ich seit einiger Zeit die Hypothese, daß
in hochindustriellen Staaten, die polizeimilitärhochgerüstet sind,
eine Beseitigung der herrschenden Regime durch
Volksmassenaufstände, Revolten, Revolutionen (und wie
die Wortschöpfungen alle heißen mögen) prinzipiell
nicht möglich ist (nicht vergessen: Das Regime in der der DDR *)
wurde nur durch ein anderes ersetzt, und die DDR-Regimeler sitzen
heute wieder fest im Sattel des BRD-Regimes).
Weiterhin: Hat die Armut der Menschenmassen in einem Land eine
bestimmte Sättigungsgrenze erreicht (= wenn über 50 Prozent
einer Bevölkerung fast nur ausschließlich mit dem Gedanken beschäftigt
sind, wo sie morgen Essbares erhalten können) ist eine Beseitigung
des herrschenden Regimes ebenso unmöglich. Mit hungerndem
knurrenden Magen kann man kein Regime beseitigen. Man muß schon
über eine gewisse Muskelkraft verfügen, um Barrikaden aufbauen zu
können. Über diese Zusammenhänge (Nichtsattwerden-
Revolutionen/Umsturzversuche) haben die Machthaber der Welt
viel von Indien gelernt....Der Hunger ist der größte Verbündete der
Reichen gegen die Armen. Er hält sie ganz klein, tumb und lethargisch.
Das sehe ich ganz genau so und befürchte, unter anderem wegen solcher Kampagnen wie der angeblichen "Klimakatastrophe", dass wir exakt jetzt mit dem Versuch konfrontiert sind, die Verarmung der Massen endgültig global durchzusetzen. Dass es dafür einen ganz bewussten und gezielten Plan gibt...
Das sehe ich ganz genau so und befürchte, unter anderem wegen solcher Kampagnen wie der angeblichen "Klimakatastrophe", dass wir exakt jetzt mit dem Versuch konfrontiert sind, die Verarmung der Massen endgültig global durchzusetzen. Dass es dafür einen ganz bewussten und gezielten Plan gibt...
Ich verstehe nur den Sinn nicht. Was soll das für Vorteile für die Profiteure bringen? Langfristig gesehen ist es ein Rückschritt.
Wenn global die Masse arm ist und es nur noch ein paar reiche Herrscher gibt, gibt es bald auch keine fortschrittlichen Ideen mehr. Projekt Menschheit gescheitert, weil wir zu blöd waren sowas zu verhindern.
Hellmann 27.04.2009, 12:28 Ich verstehe nur den Sinn nicht. Was soll das für Vorteile für die Profiteure bringen? Langfristig gesehen ist es ein Rückschritt.
Wenn global die Masse arm ist und es nur noch ein paar reiche Herrscher gibt, gibt es bald auch keine fortschrittlichen Ideen mehr. Projekt Menschheit gescheitert, weil wir zu blöd waren sowas zu verhindern.
Was willst Du von Leuten erwarten, die Hochkulturen wie Indien und China brutal zerstört haben, letztere mit Drogenhandel?
Logik? Sinn? Fortschritt?
Iphigenie 27.04.2009, 15:30 Was willst Du von Leuten erwarten, die Hochkulturen wie Indien und China brutal zerstört haben, letztere mit Drogenhandel?
Logik? Sinn? Fortschritt?
hmmmm, wenn's nach Dir ginge, könnten wir uns heute schon
alle die Kugel geben, weil all unser Tun sinnlos ist. Ich denke
da anders....Zwar bin ich so gut wie davon überzeugt, daß um
2042/45 herum innerhalb von zehn Jahren rund 5 bis 6 Milliarden
Menschen die Erde von "unten aus sehen" werden, denke aber,
daß wir heute schon versuchen sollten, mit guten Ideen
(vielleicht einem verdammt gut geschriebenem Buch ?), der
danach lebenden Menschheit etwas in die Hand zu geben,
mittels der es ihr gelänge, eine andere bessere Welt auf den
Trümmern der alten aufzubauen.
Auch was Wallerstein geschrieben hat, finde ich recht brauchbar.
Siehe Maximentröööt Seite 2 Nr.17:
Seite 2 Nr.17
Werden die Machthaber ihre Privilegien einfach aufgeben?
Werden die Machthaber ihre Privilegien einfach aufgeben? Natürlich
nicht: sie tun dies nie. Manchmal geben sie einen Teil der Macht auf,
aber nur als taktische Maßnahme, um das meiste zu behalten. Leute
mit Macht sind nie so mächtig und reich gewesen, wie sie es
heutzutage sind. Uns Leuten ohne Macht (oder zumindest den
meisten von ihnen) ist es nie so schlecht gegangen, sicherlich
relativ und zu einem beträchtlichem Maß auch absolut. Die
Polarisierung ist die stärkste , die es jemals gegeben hat, was
bedeutet, daß eine noble Aufgabe der Privilegien das am
wenigsten wahrscheinliche Ergebnis ist. Doch dies ist für meine
These irrelevant. Ich habe argumentiert, daß es strukturelle
Begrenzungen für den Prozeß der endlosen Kapitalakkumulation
gibt, die unsere Welt heute beherrscht, und das diese
Beschränkungen gegenwärtig als Bremse beim Funktionieren
des Systems in Erscheinung treten.
Ich habe argumentiert, daß das, was ich die Asymptoten der
operativen Mechanismen genannt habe, eine strukturell chaotische
Situation schafft, die unangenehm zu erleben sein wird und
deren Verlaufsbahn sich grundsätzlich nicht vorherbestimmen
läßt. Schließlich habe ich die These aufgestellt, daß in einem
Zeitraum von 50 Jahren eine neue Ordnung aus diesem Chaos
entstehen wird und daß diese neue Ordnung als Funktion
dessen geformt werden wird, was jeder in der Zwischenzeit
tut - diejenigen mit Macht im gegenwärtigen System und
diejenigen ohne Macht. Diese Analyse ist weder optimistisch
noch pessimistisch, insofern ich nicht vorhersagen kann, ob
das Ergebnis besser oder schlechter sein wird. Sie ist jedoch
realistisch, da sie versucht, eine Diskussion über die Arten von
Strukturen anzuregen, die uns in eine solche Richtung
bewegen könnten.
~ Immanuel Wallerstein (*1930) amerikanischer Sozialwissenschaftler
Zitiert aus: Utopistik Historische Alternativen des 21. Jahrhunderts.
Promedia-Verlag Wien. 2002 S.102f
grüße
Iphi:)
Was willst Du von Leuten erwarten, die Hochkulturen wie Indien und China brutal zerstört haben, letztere mit Drogenhandel?
Logik? Sinn? Fortschritt?
Da ging's ums Geschäft und ums Geld verdienen, beides um ihre Macht weiter auszubauen. Viel gibt es nicht mehr, was ihnen noch nicht gehört. Wenn ihnen Alles gehört, dürfen wir sie wohl wie Götter anbeten.
Spätestens dann hätte ich keine Lust mehr, diese Welt hier weiter zu bewohnen.
Iphigenie 28.04.2009, 13:39 Da ging's ums Geschäft und ums Geld verdienen, beides um ihre Macht weiter auszubauen. Viel gibt es nicht mehr, was ihnen noch nicht gehört. Wenn ihnen Alles gehört, dürfen wir sie wohl wie Götter anbeten.
Spätestens dann hätte ich keine Lust mehr, diese Welt hier weiter zu bewohnen.
hehe, liebe Britta...
jetzt lass mal nicht gleich Dein Köpfchen so hängen.
Man wird bis zu seinem Tod immer ein kleines Plätzchen
finden, auf dem man sich wohlfühlt.
grüße
Iphi:)
Ich wohne in Berlin und sehe diesen Maifeiern eher gelassen entgegen, denn man gewöhnt sich an alles. Soziale Unruhen würde ich sogar begrüßen, denn es läuft genug falsch in diesem Land. Nur haben die nichts mit dem Mai zu tun, sondern eher mit einer Regierung, die seit 2005 jede anständige Innenpolitik vernachlässigt hat. Eine Regierung, die marode Banken mit Steuergeldern fütterte und für das Volk nur Verbote, Bespitzelung, Gängelung und Bevormundung übrig hat!
Das sehe ich ganz genau so und befürchte, unter anderem wegen solcher Kampagnen wie der angeblichen "Klimakatastrophe", dass wir exakt jetzt mit dem Versuch konfrontiert sind, die Verarmung der Massen endgültig global durchzusetzen. Dass es dafür einen ganz bewussten und gezielten Plan gibt...
Du machst mir Spass....
Die Klimakatastrophe hat längst begonnen, und ist alles andere, aber nicht "angeblich". Sie wird dafür sorgen, dass Endzeitfilme der 70er und 80er zum Teil real werden. Die Änderungen der Notstandsgesetze sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Machthaber sich bereits darauf vorbereiten.
Unruhen wird es hier erst geben, wenn die Lebensmittelversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Aus "sozialen" Gründen wird sich hier kein Wiederstand bilden. Die große Demo in Berlin 2004 konnte auch nicht die Einführung von Hartz IV verhindern. Hat jemand aus der Regierung die Warnungen von ATTAC zur Kenntnis genommen?
Haben Demos die Startbahn West verhindert oder die AKWs gestoppt? Wurde je ein Transport nach Gorleben verhindert?
Selbst das Millionenheer der Arbeitslosen ist nicht bereit sich zu erheben. Warum auch? Solange der Regelsatz mal ebenso ausreicht, um über die Runden zu kommen, gibt es dafür ja auch keine Veranlassung.
Und die Weltwirtschaftskrise? Nun, die ist hier noch nicht wirklich angekommen und schon reden die schlauen Experten in den Medien davon, dass schon nächstes Jahr mit einer Normalisierung zu rechnen ist.
Opium fürs Volk, dass diese Botschaft nur zu gerne glaubt.
Unruhen? Aufstände? Revolution? Nicht in diesem Land, nicht in den nächsten 10 Jahren.
Die Klimakatastrophe hat längst begonnen, und ist alles andere, aber nicht "angeblich". Sie wird dafür sorgen, dass Endzeitfilme der 70er und 80er zum Teil real werden. Die Änderungen der Notstandsgesetze sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Machthaber sich bereits darauf vorbereiten.
Zustimmung. Den Nutzen aus Panikmache und Beschwichtigung/Verschleierung ziehen, egal wie man es dreht und wendet, diejenigen, die ohnehin mit Kapital die Zügel in der Hand halten.
Oder anders gesagt:
Die Vernetzung der Konglomerate ist schon soweit gediehen, dass ihnen, egal was passiert, immer mehr Kapital (Macht) zukommt.
Gaston
sie haben was genutzt, ohne die Demo`s wäre es viel schlimmer gekommen.
Gaston
sie haben was genutzt, ohne die Demo`s wäre es viel schlimmer gekommen.Was zu beweisen wäre....
hm ... nimm nen ganz banales Beispiel, Frankreich hatte vor 12 Atomtests zu machen und durch die massiven Proteste haben sie nach 6 abgebrochen und nen Atomwaffenteststop erklärt.
was ergo bewiesen ist :D
zumindest in dem Beispiel.
Was zu beweisen wäre.... Ohne Demonstrationen würde kein Politiker mehr reagieren. Angefangen vom Vietnamkrieg 1968, dem NATO-Doppelbeschluss 1982, den dem Demos gegen das atomare Endlager in Gorleben in den Achtzigern bis heute, bis hin zu den Friedensdemos gegen den Krieg im Irak und Afghanistan, waren es nie Politiker allein, die das Interesse der Medien und damit auch der Bürger auf diese Themen richteten, sondern immer Demonstrationen!
Das Grünzeug ist in Berlin schon wieder stark aufmaschiert, die setzen doch nicht wieder "Agent provokateure" wie beim G8 Gipfel (http://www.neue-einheit.com/deutsch/is/is2007/is2007-54.htm) ein!
; )
Das Grünzeug ist in Berlin schon wieder stark aufmaschiert, die setzen doch nicht wieder "Agent provokateure" wie beim G8 Gipfel (http://www.neue-einheit.com/deutsch/is/is2007/is2007-54.htm) ein!
; ) Berlin war eben schon immer die Hauptstadt eines Polizeistaates...
Iphigenie 30.04.2009, 14:31 Gaston
sie haben was genutzt, ohne die Demo`s wäre es viel schlimmer gekommen.
Hallo Peter,
das ungeheuer große Problem bei solchen Sätzen besteht darin,
daß sie absolut sinnlos sind; es sei denn, man hätte die Möglichkeit,
die Zeit zurückzudrehen und die Zeit dann ohne -in diesem Falle-
Demonstrationen weiterlaufen zu lassen. So aber läßt sich niemals
nimmer das Gegenteil beweisen.
....Hätte Hitler als erster die Atombombe gehabt, wäre heute
die ganze Welt deutsches Besatzungsgebiet.
......Wären die 68er nicht gewesen, gäbe es heute keinen Mann
mit langen Haaren in Deutschland.
uns so weiter....
Wie heißt es dazu so schön in unserem Reflexionströööt Seite 4 Nr.34 ?
Das vollkommene Beispiel einer sinnlosen Frage
„Henry wurde siebenundachzig“, antwortete er, als er sich wieder gesetzt hatte.
„Aber wäre er ohne die Pillen nicht auch siebenundachtzig geworden?“
„Das“, sagte Rivers, „ist das vollkommene Beispiel einer sinnlosen Frage. Wir
können Henry Maartens nicht auferwecken und ihn sein Leben abermals ohne
Homöopathie leben lassen. Also werden wir nie wissen, ob eine, und welche,
Beziehung zwischen seiner homöopathischen Selbstbehandlung und seiner
Langlebigkeit bestand. Und wo es keine praktisch anwendbare Antwort gibt,
liegt kein erdenklicher Sinn in der Frage. Darum“, fügte er hinzu, „kann es nie
eine Geschichtswissenschaft geben- weil man nie die Probe auf die Richtigkeit
irgendeiner Hypothese machen kann.
~Aldous Huxley (1894-1963) englischer Schriftsteller. Das Genie und die Göttin.
Bertelsmann Lesering 1960, S.28
grüße
Iphi:)
Hallo Peter,
das ungeheuer große Problem bei solchen Sätzen besteht darin,
daß sie absolut sinnlos sind; es sei denn, man hätte die Möglichkeit,
die Zeit zurückzudrehen und die Zeit dann ohne -in diesem Falle-
Demonstrationen weiterlaufen zu lassen. So aber läßt sich niemals
nimmer das Gegenteil beweisen.
....Hätte Hitler als erster die Atombombe gehabt, wäre heute
die ganze Welt deutsches Besatzungsgebiet.
......Wären die 68er nicht gewesen, gäbe es heute keinen Mann
mit langen Haaren in Deutschland.
uns so weiter....
grüße
Iphi:) Wir müssen ja nicht im Konjunktiv reden. Ich hab doch Beispiele gebracht, wo Demonstrationen gut und nützlich waren, um das Volk aufzuklären und die DDR war da nicht mal dabei, wo ein ganzes System nur mit friedlichen Demos gekippt wurde. ;)
hm ... nimm nen ganz banales Beispiel, Frankreich hatte vor 12 Atomtests zu machen und durch die massiven Proteste haben sie nach 6 abgebrochen und nen Atomwaffenteststop erklärt.
was ergo bewiesen ist :D
zumindest in dem Beispiel.
Ich sprach von Deutschland und der deutschen Regierung....
Iphigenie 30.04.2009, 14:51 Wir müssen ja nicht im Konjunktiv reden. Ich hab doch Beispiele gebracht, wo Demonstrationen gut und nützlich waren, um das Volk aufzuklären und die DDR war da nicht mal dabei, wo ein ganzes System nur mit friedlichen Demos gekippt wurde. ;)
hallo cheops,
Du glaubst aber nicht wirklich, daß die paar Hanseln in Leipzig
(gab es damals eigentlich in Ostberlin große Demos?...weiß ich
jetzt nicht) das DDR-System gekippt haben,oder? :giggle: Die
Machthaber haben es selbst gekippt, nachdem ihnen das
sowjetische Regime jede Unterstützung versagte. Heute sitzen
die noch lebenden ehemaligen DDR-Machthaber wieder auf gut
dotierten politischen Posten- damals schon wohl wissend, daß
eine Krähe der anderen kein Auge aushackt....
grüße
Iphi:)
Ich sag mal so. Wer glaubt, Massen können in diesem Staat etwas bewegen, der hat das System noch nicht verstanden.
Hier regiert das Kapital, sonst niemand. Die Demokratie ist nur eine nette Verpackung. Wann immer es dem Kapital an den Geldbeutel geht, werden Gesetze geändert oder Hilfsprogramme gestartet.
Wir leben noch immer im Mittelalter, nur bunter. Das ist schon alles.
Schnurzelchen_B 30.04.2009, 17:53 Ich sag mal so. Wer glaubt, Massen können in diesem Staat etwas bewegen, der hat das System noch nicht verstanden.
Hier regiert das Kapital, sonst niemand. Die Demokratie ist nur eine nette Verpackung. Wann immer es dem Kapital an den Geldbeutel geht, werden Gesetze geändert oder Hilfsprogramme gestartet.
Wir leben noch immer im Mittelalter, nur bunter. Das ist schon alles.
:kopfkratz:
Ja doch... Ich komm nich umhin, da einen gewissen Wahrheitswert in deiner Aussage zu sehen.
Man siehts ja auch gut an der derzeitigen "Krise". Wenn se wollen, dann ist auf einmal Geld da. Aber auch nur, weils hier mal um deren eigenen Arsch geht.
Sobald es um Themen wie Schule, Ausbildung etc. pp. geht, ist auf einmal kein Geld vorhanden... :mad:
hallo cheops,
Du glaubst aber nicht wirklich, daß die paar Hanseln in Leipzig
(gab es damals eigentlich in Ostberlin große Demos?...weiß ich
jetzt nicht) das DDR-System gekippt haben,oder? :giggle: Die
Machthaber haben es selbst gekippt, nachdem ihnen das
sowjetische Regime jede Unterstützung versagte. Heute sitzen
die noch lebenden ehemaligen DDR-Machthaber wieder auf gut
dotierten politischen Posten- damals schon wohl wissend, daß
eine Krähe der anderen kein Auge aushackt....
grüße
Iphi:) Ich glaube es nicht nur, sondern ich weiß es und in Berlin gab es am 4.11. 1989 die größte Demonstration in der Geschichte der DDR (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/1005/none/0191/index.html), die von den Berliner Theatern initiiert worden war. Ich war dabei und vorher, so um den 7. Oktober saß ich, eingekreist von der Stasi in der Ostberliner Gethsemanekirche (http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/4741700.jpg) und habe zum ersten Mal in 30 Jahren fromme Lieder geschmettert..
War eine interessante Zeit voller Bewegung damals und als der Nachfolger von Krenz, Hanz Modrow den Satz verkündete: "Es ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist!" war die DDR für eine kurze Zeit das freieste Land der Welt. So einen Schiss hatte die SED vor ihrem eigenen Volk. Dann kam die CDU in freier Wahl an die Macht, die Runden Tische wurden verfeuert und die bundesdeutsche Ödnis überkam mit ihrem Wahlkrampf auch den Osten Deutschlands. :rolleyes2:
Endlich! Der Staat wurde wieder einmal ein wenig gefordert:
In Berlin stand in der Nacht im Stadtteil Friedrichshain eine teils aggressive und betrunkene Menge von rund 200 Personen der Polizei gegenüber. Es wurden Flaschen und Steine gegen Beamte geschleudert, Müllcontainer in Brand gesteckt. Auch eine Straßenbahn wurde mit Flaschen beworfen. Knapp 30 Polizisten seien verletzt, 84 Randalierer festgenommen worden. In der gesamten Stadt sei zudem rund ein halbes Dutzend Autos in Brand gesteckt worden. An den Feiern und Veranstaltungen am Mauerpark und Boxhagener Platz hätten zuvor insgesamt rund 3000 Menschen teilgenommen.
Krawalle zur Walpurgisnacht in Berlin und Hamburg >> (http://www.welt.de/politik/article3658161/Krawalle-zur-Walpurgisnacht-in-Berlin-und-Hamburg.html)
Das schafft und erhält Lohnarbeitsplätze bei Polizei, Feuerwehr u.a., ihnen wird endlich wieder das Gefühl wird vermittelt gebraucht zu werden.
Die Journallie hat ein Thema, welches sie mit Artikeln z.B. aus den letzten Jahren, kostengünstig an die Leser weitergeben können. usw. usw.....
Kurz, der 1.Mai ist wieder ein voller Erfolg, auch wenn die Aktionen leider etwas nachlassen.
http://www.welt.de/multimedia/archive/00803/Walpurgis_DW_Politi_803025g.jpg
Fordern und Fördern eben. Aber nicht so lustlos meine Herren!
Na wenigstens gibt es ein paar junge Menschen, denen die aktuelle politische Richtung back to the Fiftys nicht passt und die das auch zeigen. Ich dachte schon, es gibt nur noch rechte Mitläufer wie im PF und anderen Foren...:)
Sehe ich etwas anders. In der Regel handelt es sich bei diesen gewaltbereiten "Aktivisten" nur um Leute, die jede Gelegenheit zur Randale nutzen. Sehr wenige davon sind politisch motiviert.
Sehe ich etwas anders. In der Regel handelt es sich bei diesen gewaltbereiten "Aktivisten" nur um Leute, die jede Gelegenheit zur Randale nutzen. Sehr wenige davon sind politisch motiviert. Je mehr Unrecht passiert, umso mehr Randale gibt es und so sind das schon mehr als nur ein paar politische Hooligans...
Je mehr Unrecht passiert, umso mehr Randale gibt es und so sind das schon mehr als nur ein paar politische Hooligans...
Wie gesagt, das sehe ich nicht so. Du findest diese Typen auf jeder Demo, egal gegen was, wenn es nur die Möglichkeit von Gewalt gibt.
Wenn man in Berlin an diversen Demos teilnimmt, merkt man das.
Wie gesagt, das sehe ich nicht so. Du findest diese Typen auf jeder Demo, egal gegen was, wenn es nur die Möglichkeit von Gewalt gibt.
Wenn man in Berlin an diversen Demos teilnimmt, merkt man das. Das ist doch ein genereller Trend, denn ich war in Berlin auf Demos, als es an dem Ort und zu dieser Zeit (http://www.mdr.de/mdr-info/kalenderblatt/4887476.html) noch schwer verboten war und auch damals wurde das Randale genannt, um die Beteiligten zu kriminalisieren und einsperren zu können.
Auf die Art habe ich nach meinem Protest gegen Staat und System mein erstes Lehrjahr riskiert und im Knast gesessen. Die Kanzlerin von der FDJ hat zu der Zeit an ihrer Uni noch brav vom Sieg des Sozialismus gepredigt...
der nächste geniale Streich einer sogenannten "Bundesregierung":
Bundesregierung will Paintball-Spiele verbieten >> (http://www.welt.de/politik/article3690333/Bundesregierung-will-Paintball-Spiele-verbieten.html)
Kampfspiele wie Paintball sollen nach dem Willen der Bundesregierung in Deutschland künftig verboten sein. Das ist eine der Regelungen zur Verschärfung des Waffenrechts, auf die sich die große Koalition geeinigt hat. Außerdem geplant sind schärfere Kontrollen von Waffenbesitzern.
Vorgeschoben ist der Vorfall in Winnenden.
Ich gehe aber davon aus, dass primär die Sorge vor gesellschaftlichen Unruhen dort mithineinspielt.
der nächste geniale Streich einer sogenannten "Bundesregierung":
Bundesregierung will Paintball-Spiele verbieten >> (http://www.welt.de/politik/article3690333/Bundesregierung-will-Paintball-Spiele-verbieten.html)
Vorgeschoben ist der Vorfall in Winnenden.
Ich gehe aber davon aus, dass primär die Sorge vor gesellschaftlichen Unruhen dort mithineinspielt. Seit 2005 ist es Sitte geworden, sich mit Verboten von diesem und jenem durch die Innenpolitik zu hangeln und zu glauben, man mache welche. Wer hat nur die Merkel aus dem Käfig geholt? :toben:
mit Verboten ist das eigentlich generell Käse ...
allerdings, soweit ich kapiert habe, sollen hier Ballerspiele und Spiele, die darauf abzielen Menschen virtuell zu töten, verboten werden. Das halte ich, richtig umgesetzt, natürlich für einen guten Schritt. Konsequenz kann ja nur sein, daß damit diese oliv grünen Männchen endlich abgeschafft werden und die Bundeswehr damit auch rechtlich illegal wird. Hätte nicht erwartet, daß sich die große Koalition endlich mal antimilitaristisch zeigt :D
mit Verboten ist das eigentlich generell Käse ...
allerdings, soweit ich kapiert habe, sollen hier Ballerspiele und Spiele, die darauf abzielen Menschen virtuell zu töten, verboten werden. Das halte ich, richtig umgesetzt, natürlich für einen guten Schritt. Konsequenz kann ja nur sein, daß damit diese oliv grünen Männchen endlich abgeschafft werden und die Bundeswehr damit auch rechtlich illegal wird. Hätte nicht erwartet, daß sich die große Koalition endlich mal antimilitaristisch zeigt :D Keine Angst, den fällt schon irgendein kleiner Krieg ein, den Merkel unbedingt führen muss und wenn sie eine Insel im Pazifik angreifen lässt, um hinter das Geheimnis der schönen Menschen dort zu kommen...:o
mal was zur Polizei ... :kopfkratz::irre:
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/98/467669/text/
besonders spannend dieser Absatz:
"An seiner Dienststelle in Frankfurt am Main sagte ein Mitarbeiter, man glaube nicht, dass der Polizist als sogenannter Agent provocateur eingesetzt gewesen sei, um Autonome zu Straftaten anzustacheln. "Für solche Aufgaben gibt es andere Dienste in der Bundesrepublik", sagte ein Beamter."
meine, wußte man ja eigentlich, aber schon verschärft, daß das nun offiziös zugegeben wird ....
mal was zur Polizei ... :kopfkratz::irre:
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/98/467669/text/
besonders spannend dieser Absatz:
"An seiner Dienststelle in Frankfurt am Main sagte ein Mitarbeiter, man glaube nicht, dass der Polizist als sogenannter Agent provocateur eingesetzt gewesen sei, um Autonome zu Straftaten anzustacheln. "Für solche Aufgaben gibt es andere Dienste in der Bundesrepublik", sagte ein Beamter."
meine, wußte man ja eigentlich, aber schon verschärft, daß das nun offiziös zugegeben wird ....
Hui, na das wird ein neues Post! :)
mit Verboten ist das eigentlich generell Käse ...
allerdings, soweit ich kapiert habe, sollen hier Ballerspiele und Spiele, die darauf abzielen Menschen virtuell zu töten, verboten werden. Das halte ich, richtig umgesetzt, natürlich für einen guten Schritt. Konsequenz kann ja nur sein, daß damit diese oliv grünen Männchen endlich abgeschafft werden und die Bundeswehr damit auch rechtlich illegal wird. Hätte nicht erwartet, daß sich die große Koalition endlich mal antimilitaristisch zeigt :D
So werde ich die Umfrage bei PSW interpretieren und
natürlich mit JA stimmen.
ebent olool :D ... ebent :D
so sei es :giggle:
btw. wer sich über meine orthopädie oder sowat beschweren tut, soll sich an den Orthopäden meines Vetrauens wenden :D und daß wird immer noch mit ß geschreibselt, shit egal wat wer entscheidet, sonst gibt dat soziale orthopädische Unruhen
wobei Unruhe .... hab hier ne Schiffsuhr von 1919 ... da ist die Unruhe leider auch kaputt, was tun sprach Zeus? (der Arme, hatte nichtmals Jever, nur dieses komische Essigzeug, genannt Wein oder so :D, kein Wunder dat der Panteon nicht überlebte )
Gruß
Peter
und daß wird immer noch mit ß geschreibselt
Ich hab die Schweinegrippe durchlebt,
das Daß ist mir jetzt auch egal.
:irre:
Cheers!
Wenn ich das richtig interpretiere, sind soziale Unruhen dann ja sogar gewünscht.
Die Polizei zettelt die an und schlägt die dann nieder und Merkel hat sich wieder erfolgreich um Innenpolitik gedrückt! :mad:
Wenn ich das richtig interpretiere, sind soziale Unruhen dann ja sogar gewünscht.
Die Polizei zettelt die an und schlägt die dann nieder und Merkel hat sich wieder erfolgreich um Innenpolitik gedrückt! :mad:
du sprichst schon aus was ich in einem näheren Thread thematisieren werde. :)
du sprichst schon aus was ich in einem näheren Thread thematisieren werd. :) Du warst ja auf meiner HP und bei mir ist das Thema, seit die beruflichen Christen diese Kreuzung einer Schuppenflechte mit Saddam Hussein und Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda bei der FDJ erst zu ihrer Chefin und dann 2005 sogar zur Kanzlerin machten...:D
Wenn ich das richtig interpretiere, sind soziale Unruhen dann ja sogar gewünscht.
Die Polizei zettelt die an und schlägt die dann nieder und Merkel hat sich wieder erfolgreich um Innenpolitik gedrückt! :mad:
....so untermauern sie damit ihre Daseinsberechtigung. Die Presse hat Futter, welches sie den Bürgern unterjubeln kann. Gleichzeitig wird damit gegen "Links" gewettert, um die Auflagezahlen beizubehalten (oder gar zu steigern) um ihren Staus Quo zu halten, denn die Medienbeteiligungen der Parteien >> (http://www.zeit.de/online/2008/11/parteien-medien-reffken) ist schon bemerkenswert.
Zumindest für eine SPD, was aber nicht heisst, dass die CDU/CSU nicht davon profitieren würde (und ihre Händchen in Unschuld waschen könnten), wissen doch diese und alle anderen etablierten Parteien, dass die stille Duldung beste Sendeplätze zusammen mit dem "politischen Gegener" bringen. Die sie nun gemeinsam an der Macht hält.
Mal der eine mehr, mal der andere mehr, mal beide zusammen, genannt: "große Koalition".
In stiller Übereinkunft, sie spielen sich quasi einfach gegenseitig den Ball zu.
So schliesst sich der Kreis. Durch diese indirekte Wahlpropaganda, wird der Wähler (zu Teilen verunsichert) und wählt, bevor er etwas falsches wählt (NPD oder "Links") das was er kennt.
Dass die "betrunkenen und (nun) unwählbaren Rabauken" eines 1.Mai's nicht die sind, die sie vorgeben zu sein, ist somit instrumentalisiertes, propangdistisches Blendwerk.
-----
Ist das planbar, ist das von langer Hand vorbereitet, ist es ein Teil einer "New World Order", ist es gar eine VT?
Eher nicht, was aber völlig unerheblich ist, weil ab einem bestimmten Punkt der Macht (Kapitalmenge), verschiedenste gesellschaftliche Zustände, zu eignene Zwecken missbraucht - gebraucht werden können, egal, auch wenn sie auf den ersten Blick negativ ausschauen.
"Entwickelbar" ist es, eher als planbar.
....so untermauern sie damit ihre Daseinsberechtigung. Die Presse hat Futter, welches sie den Bürgern unterjubeln kann. Gleichzeitig wird damit gegen "Links" gewettert, um die Auflagezahlen beizubehalten (oder gar zu steigern) um ihren Staus Quo zu halten, denn die Medienbeteiligungen der Parteien ist schon bemerkenswert.
Sie spielen sich quasi einfach den Ball zu.
So schliesst sich der Kreis. Durch diese indirekte Wahlpropaganda, wird der Wähler (zu Teilen verunsichert) und wählt, bevor er etwas falsches wählt (NPD oder "Links") das was er kennt. Da die CDU definitiv rechts ist und sich von der gesellschaftlichen Mitte, die Kohl noch pries, immer mehr entfernt hat, ist dann nicht nur links, sondern gleich linksradikal, weil es einfach keine Mitte mehr gibt, an der man sich orientieren kann.
Schnurzelchen_B 08.05.2009, 10:18 mit Verboten ist das eigentlich generell Käse ...
allerdings, soweit ich kapiert habe, sollen hier Ballerspiele und Spiele, die darauf abzielen Menschen virtuell zu töten, verboten werden. Das halte ich, richtig umgesetzt, natürlich für einen guten Schritt. Konsequenz kann ja nur sein, daß damit diese oliv grünen Männchen endlich abgeschafft werden und die Bundeswehr damit auch rechtlich illegal wird. Hätte nicht erwartet, daß sich die große Koalition endlich mal antimilitaristisch zeigt :D
Na ja, Paintball ist nicht unbedingt ein reines "Ballerspiel". Und es ist auch nicht virtuell.
Bei Paintball geht es im Endeffekt darum, sich eine gute Deckung zu suchen und auf den Gegenspieler im richtigen Augenblick mit Farbkugeln zu schießen, bzw. zu versuchen die Fahne des anderen Teams zu erhaschen. Die Regeln sind klar und fair.
In Amerika werden Meisterschaften ausgetragen und ist soetwas wie Volkssport. Was auch verständlich ist, denn es macht einen Riesengaudi mit Freunden im Wald "Räuber und Gendarm" zu spielen. :D
Hab's selbst schon gespielt und würde es gerne mal wieder spielen :)
Na ja, Paintball ist nicht unbedingt ein reines "Ballerspiel". Und es ist auch nicht virtuell.
Bei Paintball geht es im Endeffekt darum, sich eine gute Deckung zu suchen und auf den Gegenspieler im richtigen Augenblick mit Farbkugeln zu schießen, bzw. zu versuchen die Fahne des anderen Teams zu erhaschen. Die Regeln sind klar und fair.
In Amerika werden Meisterschaften ausgetragen und ist soetwas wie Volkssport. Was auch verständlich ist, denn es macht einen Riesengaudi mit Freunden im Wald "Räuber und Gedarm" zu spielen. :D
Hab's selbst schon gespielt und würde es gerne mal wieder spielen :) Ich habe Paintball nie gebraucht und werde es auch nicht vermissen. Nur das Prinzip stört mich, denn eine Regierung, die sich mit Verboten von Monat zu Monat hangelt, die regiert eben nicht, sondern schreibt vor und verstößt so gegen die Verfassung, das Grundgesetz, was eigentlich Freiheiten garantiert. Also auch die Freiheit, sich beim spielen mit Farbkugeln einzusauen! :toben:
Schnurzelchen
mir ist Paintball ziemlich egal. Wenn ich dran denke, daß die Jungs beim Boxen mit Fäusten aufenander losgehen, Karate, Kickboxen ... Fechten mit Säbeln, Florett oder Degen, Sportschießen, dieses komische Biatlon oder .... kapier ich das nicht, was denn nun an paintball "schlimmer" sein soll ... Wie gesagt, erstmal die Bundeswehr abschaffen, wäre nen richtiger Schritt.
ABER ... ganz generell, diese Verbotsarien gehen mir gepflegt auf den Senkel. Die sollen sich selber verbieten das Maul aufzumachen, das wäre das einzige Verbot was derzeit sinnvoll erscheint. Hirnlose Einschränkungen von persönlicher Freiheit, gleichzeitig als drittgrößter Waffenexporteur der Welt sich dumm und dämlich zu verdienen an dem Elend von ganz vielen Menschen. Mir bleibt einfach nur noch die Spucke weg, wenn ich mir die Realitäten dieser Komiker anschaue.
Schnurzelchen
mir ist Paintball ziemlich egal. Wenn ich dran denke, daß die Jungs beim Boxen mit Fäusten aufenander losgehen, Karate, Kickboxen ... Fechten mit Säbeln, Florett oder Degen, Sportschießen, dieses komische Biatlon oder .... kapier ich das nicht, was denn nun an paintball "schlimmer" sein soll ... Wie gesagt, erstmal die Bundeswehr abschaffen, wäre nen richtiger Schritt.
ABER ... ganz generell, diese Verbotsarien gehen mir gepflegt auf den Senkel. Die sollen sich selber verbieten das Maul aufzumachen, das wäre das einzige Verbot was derzeit sinnvoll erscheint. Hirnlose Einschränkungen von persönlicher Freiheit, gleichzeitig als drittgrößter Waffenexporteur der Welt sich dumm und dämlich zu verdienen an dem Elend von ganz vielen Menschen. Mir bleibt einfach nur noch die Spucke weg, wenn ich mir die Realitäten dieser Komiker anschaue. Die Bundeswehr samt Wehrpflicht braucht Merkel noch, um so ihr Ansehen wenigstens im Ausland zu heben. Deswegen gibt es nun auch Ferien für Deutsche in Afghanistan...
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