Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen


Sebastian Hauk
12.11.2010, 21:48
Hallo,

habe einen Artikel über das Buch und dem Mann in der Zeitschrift stern gelesen. Ausgabe 46, bis Mittwoch noch in den Zeitschriftenläden.

Mit seiner provokanten Streitschrift macht Ha-Joon Chang Front gegen die heiligen Kühe des Kapitalismus. In dreiundzwanzig Thesen und Gegenthesen analysiert er die Grundzüge der Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts, sagt, was sie ist und was sie nicht ist, was sie kann und was sie nicht kann. Dabei verbindet er ökonomischen Sachverstand mit gesellschaftlichem Scharfblick und Menschenkenntnis. Knapp, präzise und streitbar bietet Ha-Joon Chang dem Leser das Rüstzeug, die herrschenden Illusionen einer kapitalistischen Ökonomie zu durchschauen, ihre Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und zum Wohle aller zu nutzen.

Stellt elementare Lehrmeinungen der freien Marktwirtschaft in Frage.



http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=335342

Dort findet sich dann folgende Aussage von dem Mann: "Der Kapitalismus sei noch immer das beste je erfundene Wirtschaftsmodell."

Das Buch ist jetzt also nicht antikapitalistisch und sagt eigentlich nur das aus, wovon der Kapitalismus schon immer ausgegangen ist. Also eine Bestätigung wovon man schon immer ausgegangen ist. Wird nur im Buch als eine Neuhigkeit verkauft.

Zum Glück schreiben wir jetzt das Jahr 2010 und nicht z.B. die fünfziger Jahre. Denn sonst hätte ich eine ganze Menge Psychos an der Backe.

Gruß

Sebastian

bejaka
12.11.2010, 22:21
Von einem Südkoreaner....Huaaa...hab ich tatsächlich nichts anderes erwartet.
In ihren gesamten Argumenten vergessen diese Mietmäuler, sich in die Lage
der 95% beschissenen Bürger zu versetzen.
Und damit ist doch das System treffend genug beschrieben.

kh

Sebastian Hauk
12.11.2010, 23:10
Hallo bejaka,

der stern-Artikel beginnt folgendermaßen.

"Lange glaubten fast alle an die Kraft freier Märkte. Doch man kann die Welt auch anders sehen."

Und im Text steht:

"Das Beispiel zeige, dass es keinen freien Markt gebe. Nirgends. Jeder Markt sei reguliert."

Gruß

Sebastian

bejaka
13.11.2010, 00:50
Tja, die zitierte Zeitschrift oder ist es eine Zeitung?:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stern_%28Zeitschrift%29
ist der Stern Bestandteil dieser Gruppe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann
Interessant sind vielleicht die Jahre 1900 - 1945.

Für mich bedeutet das, daß ich in meinem Leben weder so
ein Papier angreife, noch so ein Fernsehen anschaue,
geschweige, irgendein (verlogenes) Geseier lese:-))))
und schon gar nicht glaube.
Ein Auszug aus der Wiki:
""Bertelsmann wurde im Zweiten Weltkrieg mit den sogenannten „Feldausgaben“ zum wichtigsten Buchlieferanten der Soldaten an der Front. Es wurden unter anderem Bücher von nationalsozialistischen Autoren wie Will Vesper oder Hans Grimm verlegt. Mit Titeln wie „Mit Bomben und MGs über Polen“ und „Wir funken für Franco“ oder auch der Heftreihe "Spannende Geschichten" erzielte man Millionenauflagen."""

Und hier steht auch der Grund, warum ich nie, niemals, eine
Wiki bespenden würde: Zitat:
"""zum wichtigsten Buchlieferanten der Soldaten an der Front."""
Er war nicht der Buchlieferant der Soldaten, sondern der Agit - Prop -
Abteilung des Goebbels.
Damit war die Familie Kriegsverbrecher. Sie betrieb, sozusagen, die
Motivationspropaganda ihrer Mörderbanden. Für Geld.

kh

Sebastian Hauk
13.11.2010, 01:02
Hallo bejaka,

Und hier steht auch der Grund, warum ich nie, niemals, eine
Wiki bespenden würde: Zitat:



wikipedia gab es vor 1945 noch nicht. Und ist meines Wissens jetzt auch nicht deutsch.

Gruß

Sebastian

bejaka
13.11.2010, 01:14
Aber, ein Lexikon sollte sich zumindest der Wahrheit verpflichtet fühlen.
Die Lügen und die daraus folgende Gesinnung der Leser und Benutzer,
werden, leider, in so kleinen Portionen und dabei aber so oft publiziert,
daß sich niemand darüber aufregt. Und das ist Programm.

kh

Pommes
13.11.2010, 01:31
@ → Sebastian Hauk

Randomhouse, das ist Bertelsmann, der Urkapitalist schlechthin.
Da kannste ja mal anfragen, ob sie dir „Die Natürliche Wirtschaftsordnung“ von Silvio Gesell drucken.

ZITAT:
"Das Beispiel zeige, dass es keinen freien Markt gebe. Nirgends. Jeder Markt sei reguliert."
---/-

Das ist noch nicht mal falsch, nur wird sich Bertelsmann hüten, den wahren Grund für die Regulierung zu nennen.

Ein Markt, das weiß jeder Depp, ist ein Platz an dem ein Bedarf gedeckt wird, an dem eine Nachfrage gestellt wird und an dem es ein Angebot gibt.
Was aber, zur Hölle, hat der Kapitalismus da verloren?
Kapitalismus ist ein Begriff den die meisten Menschen noch nicht mal richtig übersetzen können, dabei ist es ganz simpel, denn Kapitalismus ist nichts anderes, als der Tanz um das goldene Kalb, die leistungslosen Einkommen, durch das Geld vom Gelde, durch den Zinseszins, hier das hier, ist der Kapitalismus: →Kn=K0(1+p/100)^n← sonst nichts, Aristoteles wußte das schon.

Der Kapitalismus behindert freie Märkte, ja er macht sie sogar unmöglich.
Wer tauscht denn ein Geld, welches wertvoller ist noch als Gold, weil es sich mit jedem Tag wo es liegt, exponentiell vervielfacht, gegen eine Ware, die vom ersten Tag an im Regal, an Wert verliert.

Wie können denn Monopole zu marktwirtschaftlicher Preisbildung führen?

Wo kommt denn der Zins her, das wüßte ich gerne mal von Bertelsmann!

An keiner Stelle wird der Zins ins System gegeben, er ist nämlich nur über Neuverschuldung zu bedienen und Neuverschuldung geht nur wenn es Wachstum gibt und zwar exponentielles und das gibt es eben nicht, auch nicht mit CO² Märchen und Peak-Oil Lüge und deshalb werden heute auch nur noch 2% aller Kapitalbewegungen dem Warentausch zugeschrieben, der Rest ist spekulativ und macht die Menschen zu Sklaven,:peitschen: nur das sagt Bertelsmann nicht.

Pommes
13.11.2010, 01:36
Von einem Südkoreaner....Huaaa...hab ich tatsächlich nichts anderes erwartet.
In ihren gesamten Argumenten vergessen diese Mietmäuler, sich in die Lage
der 95% beschissenen Bürger zu versetzen.
Und damit ist doch das System treffend genug beschrieben.

kh

Das System schon, aber eben die Ursachen nicht!

Sebastian Hauk
13.11.2010, 01:49
Hallo Pommes,

der Stern hat in diese Ausgabe einen Artikel veröffentlicht mit dem Text:

"Mehr Macht für das Volk".

Dort wird direkte Demokratie propagiert.

Gruß

Sebastian

Pommes
13.11.2010, 03:17
Hallo Pommes,

der Stern hat in diese Ausgabe einen Artikel veröffentlicht mit dem Text:

"Mehr Macht für das Volk".

Dort wird direkte Demokratie propagiert.

Gruß

Sebastian

Was die unter direkter Demokratie propagieren, ist eine Seifenblase um das hohle Birne Volk schlafen zu legen.

Was ich unter direkter Demokratie verstehe, ist etwas ganz anderes, nämlich eine permanente Basisdemokratie die sich über ein Rätesystem ausübt.
Ein Rätesystem macht politische Parteien völlig überflüssig, denn das Volk bestimmt selber, es ist ihn kommunalen Räten auf Bezirksebene und in den Betrieben organisiert und entscheidet die anliegenden Fragen.
Über Abgeordnete mit imperativem* Mandat werden Entscheidungen in die Landesebene getragen und dort vermittelt und umgesetzt sofern es sich um Landesangelegenheiten handelt ansonsten geht das imperative Mandat in den Zentralrat der auf Bundesebene vermittelt und umsetzt.
Nur so wird das Volk zum Souverän, frei und selbstbestimmt.
Alles andere ist kalter Kaffee!

*Ein imperatives Mandat ist immer weisungsgebunden, der Träger eines imperativen Mandates darf keine eigenen Entscheidungen weitergeben.

bejaka
13.11.2010, 23:07
Sozialismus ist ein Rätesystem, dem in bürgerlichen Publikationen, damit, das
Ein - Parteien - System vorgehalten wird, @pommes.
Im Sozialismus arbeitet man mit einem Kollektiv-, Betriebs-, Kreis-, Bezirks-
und Staatsrat. Gleiches gilt für einzelne spezielle Bereiche, wie Parteirat,
Sicherheitsrat usw., die sich alle, mit einem Abgeordneten, in die Volkskammer
mit einbringen. China dürfte aktuell das beste Beispiel sein.
Da in einem Rätesystem viele Mitbürger regieren, ist dessen Anfälligkeit gegenüber äußeren Störungen ziemlich hoch. Ein intaktes Rätesystem bedarf
somit einer sehr guten Schutzkraft:-))))

kh

Pommes
13.11.2010, 23:27
@ → bejaka


ZITAT:
Da in einem Rätesystem viele Mitbürger regieren, ist dessen Anfälligkeit gegenüber äußeren Störungen ziemlich hoch.
---/-

Nee, eben nicht, denn einerseits ist das imperative Mandat weisungsgebunden und darüber hinaus dürfte es wohl nicht so einfach sein alle Menschen zu betrügen.
Rätedemokratien sind von den Eliten immer verhindert worden, selbst im Kommunismus, denn wenn das Volk erst einmal die Macht hat, haben die Eliten nichts mehr zu melden.

bejaka
14.11.2010, 01:44
Es geht nicht um die Anfälligkeit nach Innen, @pommes,
sondern um Anfälligkeiten gegenüber äußeren Einflüssen.
Rätedemokratie im Innenverhältnis hat sich bereits bewärt
und kommt auch mit den nächsten sozialistischen Staaten wieder.

Im Kapitalismus ist direkte Demokratie Gift. Warum?
Weil im Kapitalismus, Medien Politik machen (sollen).
Wir nennen das Propaganda, zierlich auch, Werbung.

Kommunismus ist eine entwickelte klassenlose Gesellschaft,
die dem Sozialismus folgt. Kommunismus gab es demnach noch nicht:-)))
Eliten gibt es in der Übergangsgesellschaft des Sozialismus,
der nach der Maxime arbeitet, ´Jeder nach seiner Leistung´.
Die Übergangsgesellschaft ist notwendig, um die gesamte Gesellschaft,
die vorher zwangsläufig ausbeuterisch war, an die Verantwortung
über gemeinschaftliches Eigentum zu gewöhnen. Ausbeutergesellschaften,
alle nach der Urgesellschaft, haben dem Menschen dieses menschliche Denken
verboten. Mit Gewalt. Im Sozialismus hat das Volk die Macht. Macht
erhält man mit Eigentum. Siehe Volkseigentum. Dieses Volk ist sich des Intrumentes - Eliten (im Sozialismus - Intelligenz!!!!) bewußt und bedient sich
ihrer Leistungen. Z.B., indem sie angemessen gefördert und entlohnt werden.
Gleichzeitig überwacht das Volk deren Aktivitäten (Berichtspflicht).
Dieser Hebel ist ungeheuer wirksam und gerecht.
Bekannt muß sein, daß eine Elite (falsches Wort für Intelligenz),
selbst aufgebaut und gefördert wurde, von der gesamten Gesellschaft.
Diese überwachende Gesellschaft betrachtet einen Intelligenzler als Investment. Und zwar, als Investment des gsamten Volkes. Das dokumentiert sich z.b. im Delegationsverfahren. Ein Kollektiv (Rat) muß beschließen, wer geeignet ist, auf dieser Stelle (Intelligenz), die Gesellschaft positiv zu entwickeln. Zudem bezahlt die gesamte Gesellschaft die Ausbildung dieser
Intelligenz. Siehe Delegation. Damit ist der Intelligenzler gezwungen, seine
Laufbahn in die Grenzen der gesellschaftlichen Erfodernisse zu stellen.
Das ist übrigens in kapitalistischen (gesamten ausbeuterischen) Systemen
nicht anders und Tagesgeschäft.
Indem sich der Staat (Gesellschaft) aus der Verantwortung für seine Intelligenzler verabschiedet (Streichung der Bildungskosten), erzeugt er Eliten.
Die Eliten bedienen sich ihres Zirkels (eigene Infrastruktur), um sich zu
bilden und weiterzubilden. Damit lösen sie sich komplett vom gesellschaftlichen Gesamtauftrag und dienen eigentlich nur dem, der bezahlt.
Und im Kapitalismus bezahlt wer? - offiziell?.
Der, der zahlt bestimmt auch, was geforscht wird...und mit ein wenig Gedult,
auch das Ergebnis:-)))

Räte sind somit nicht die Akteure der Gesellschaft, sondern deren Auftraggeber und Verwalter.

kh

Pommes
14.11.2010, 02:09
@ → bejaka



ZITAT:
Rätedemokratie im Innenverhältnis hat sich bereits bewärt
---/-

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir hier aneinander vorbei reden.
Eine Rätedemokratie hat es überhaupt noch nicht gegeben und eine Rätedemokratie muß auch nicht zwangsläufig eine sozialistische Planwirtschaft zur Folge haben.
Das Rätesystem passt eher zu einer anarchistischen Staatsform, denn es würde den Staat abschaffen.
Eine sozialistische Planwirtschaft aber kommt ohne Staat gar nicht aus.

ZITAT:
Im Sozialismus hat das Volk die Macht.
---/-

Das sehe ich aber anders, denn solange politische Parteien gewählt werden, hat das Volk nichts mehr zu sagen.
Wer seine Stimme „abgibt“ wird betrogen.
Im Kapitalismus wird das Volk über das Kapital erpresst und im Sozialismus über das Staatseigentum an den Produktionsmitteln.
In beiden Fällen hat eine winzige Elite das Sagen, weil gewählt.

Beide Systeme sind gescheitert!

bejaka
14.11.2010, 12:25
Staat heißt?....Volk:-))), @pommes.
Wir reden anneinander vorbei?
Der Grund ist ganz einfach.
Als erstes muß man mal die Defintionen einzeln zerlegen
und gegebenen Falls diskutieren.
Rätedemokratie ist, wenn mittels Räten (also nicht in Medien),
Politik gemacht wird. Und das war und ist, in allen sozialistischen
Ländern Gang und Gebe. Eventuell mit Genossenschaften vergleichbar.
Anarchistische Staatsformen hat es schon gegeben/gibt es; man muß sie nicht neu erfinden. Siehe klassenlose Gesellschaft und Kommunismus.
Eine Anarchie wäre heute, nur als Beispiel, völlig wehrlos gegen Attaken
von Gegnern dieser Staatsform. Ureinwohner, die diese Regierungsform leben,
können davon ein Lied singen:-))).
Es ist selbstverständlich, daß in einer Übergangsphase, der neue Machthaber,
im Sozialismus erstmals der Ausgebeutete, eine Interessenvertretung in Anspruch nimmt, der sie gegen ihre Widersacher verteidigt. Der Widersacher
hat immerhin Jahrhunderte die Staatskassen geplündert und damit reichlich
Infrastruktur. Entscheident ist ein ganz anderer Punkt. Der Ausgebeutete muß begreifen, daß er ausgebeutet und versklavt wird. Und das ist eher das Haupthindernis. Ein sozialistischer Staat entsteht aber genau aus dem Grund.
Die Mehrheit dieser Bevölkerung hat genau diesen Weg gewählt, weil sie
das begriffen haben. Selbstverständlich auch nicht ganz werbefrei:-)))
Das heißt, daß mit der Beseitigung der Ausbeutung, eine völlig neue, aber
bereits erprobte (siehe Menschheitsgeschichte) Gesellschaftsform,
ihren Platz zurückhaben möchte. Kapitalismus ist, im Vergleich, eine wirklich kurzlebige Geschichte. Die Opfergaben dieser Gesellschaftsordnung sind aber dafür wirklich nicht zu verleugnen:-)))

kh

Pommes
14.11.2010, 13:50
@ → bejaka


ZITAT:
Eine Anarchie wäre heute, nur als Beispiel, völlig wehrlos gegen Attaken von Gegnern dieser Staatsform.
---/-

Das kann ich nicht nachvollziehen, ich bin sogar der Meinung das eine Anarchie die stabilste Staatsform ist, weil das Volk da geschlossen hinter steht, seine Politik selber macht und so in seiner Gesamtheit wesentlich unangreifbarer wird.

Ein Volk von Gelegenheitswählern, welches alle Jahre wieder einer politischen Partei die Stimme gibt, wird von denen betrogen, die die Parteien nachher kaufen.

Einer Rätedemokratie, muß auch nicht zwangsläufig eine sozialistische Gesellschaftordnung, im Sinne von Marx folgen, denn den hat die Realität bereit wiederlegt.
Eine Freiwirtschaft mit der durch das Freigeld bedingten Konkurrenz, wird den Mehrwert eh auf alle verteilen die arbeiten, da bleibt überhaupt kein Spielraum mehr und so wird der Besitz an den Produktionsmitteln letztlich eher zur Last und man wird sie in Genossenschaften umwandeln.

bejaka
14.11.2010, 19:57
Alle Indianer und Ureinwohner leb(t)en in einer Anarchie.
Konquestatoren hatten den Auftrag, diese Einheit zu zersetzen,
indem sie einzelne Mitglieder der Gruppe bestachen.
Mit dem Prinzip funktionierten alle Kolonisierungen.

Die klassenlose Gesellschaft, bei einem Kommunismus genannt, bei anderen
Anarchie, ist praktisch die höchste Entwicklungsstufe der Gesellschaft.
Die höchste- ist eigentlich eine idealisierte Form, weil die klassenlose
Gesellschaft, am Beginn der menschlichen Entwicklung, die einzige Gesellschaftsform war; und zwar länger, als die gesamte Ausbeutungsgeschichte zusammen.
Marx hat die Realität bewiesen:-))) und keinesfalls widerlegt.
Okay, in der bürgerlichen Diktatur schon. Irgendwie müssen die bösen Ausgebeuten schon verarscht werden. Selbst das sah der Philosoph Marx.
Er schreib in etwa, solange es Ausbeutern gelingt, Ausgebeutete vorzuführen,
werden diese eben ausgebeutet.
Im Grunde bist Du der Konsument bürgerlicher Medien. Ja, und das ist
denen ihr Instrument, um Dich genau da zu halten, wo Du jetzt bist.
Selbst das kleinste Studium, das vom Manifest, wo eigentlich das Kapital
nur grob erklärt wird, ohne die Beweiskette einzeln darzulegen, beweist,
das die logische Betrachtung, 160 Jahre danach, stimmt:-)). Und zwar,
Punkt für Punkt. Es gibt übrigens keinen schlüssigeren Beweis, als das Kapital.
Auch nicht in anarchistischen Werken und Studien.
Der Vergleich, z.b. der ´Rätedemokratie muß nicht sozialistisch sein´, trifft den Rahmen der Defi vom Sozialismus. Der definiert sich lediglich
durch Volkseigentum der wesentlichsten Produktionsbereiche und durch
die demokratische Räteführung. Grundbedingung ist, daß die Mehrheit da, die Macht ausübt. In Form von Freiwirtschaft ist das nicht möglich.
Kapitalismus, in der jetzigen Form, ist Freiwirtschaft. Dazu braucht man nur die Ziele bzw. Maßgaben der wesentlichsten Vertreter dieser politischen Einstellung, mit den aktuellen Gesetzen und dem aktuellen Stand der Politik,
abgleichen. Praktisch ist damit das aktuelle Ergebnis das Produkt, genau dieses Denkansatzes.

kh

Pommes
14.11.2010, 21:07
@ bejaka

ZITAT:
lle Indianer und Ureinwohner leb(t)en in einer Anarchie.
Konquestatoren hatten den Auftrag, diese Einheit zu zersetzen,
indem sie einzelne Mitglieder der Gruppe bestachen.
Mit dem Prinzip funktionierten alle Kolonisierungen.
---/-

Da haste aber bei 65 Millionen Stimmberechtigten was vor, da ist es schon einfacher die CDU zu bestechen.

Die Kommunisten sind doch demselben Bauernfänger auf den Leim gegangen.

Es bleibt dabei, die Anarchie ist das stabilste Gesellschaftssystem, denn in allen anderen, brauchst du nur die Machthaber auf deine Seite kaufen.


ZITAT:
Die klassenlose Gesellschaft, bei einem Kommunismus genannt, bei anderen
Anarchie, ist praktisch die höchste Entwicklungsstufe der Gesellschaft.
---/-

Für die Anarchie trifft das zu, für den Kommunismus nicht, denn das Marxsche Modell, beschneidet die Freiheit des Einzelnen.

Die höchste Entwicklungsstufe menschlichen Zusammenlebens kann also erst dann erreicht werden, wenn der Mensch als „freies Individuum“ erkennt, wo seine Freiheit aufhört und die des Anderen beginnt.
Wo er von sich aus erkennt das Eigentum dann Diebstahl ist, wenn er es nicht selbst erwirtschaftet hat.
Dieses Stadium erreicht er nur in einer selbstbestimmten, basisdemokratischen Gemeinschaft.

Marxistische Gleichmacherei führt ins Chaos, Menschen sind unterschiedlich leistungsfähig und nur freie selbstbestimmte Gesellschaften können sich die Potentiale der Leistungsfähigsten erschließen und deshalb müssen die Märkte frei bleiben und das Geld mit besagter Demurrage versehen werden, um zu verhindern das damit Blödsinn gemacht wird.

Pommes
17.11.2010, 00:53
@ Alle

Hier haben wir noch einen schönen Beitrag der meines Erachtens zum Thema passt, insbesondere zur Freiheit kapitalistischer Systempresse.

Auf der Seite von MMnews ist derzeit ein Beitrag nachzulesen den Die Welt zensiert hat.

Zitat:Quelle: MMnews.
Transferunion: WELT zensiert Artikel
17.11.2010

Nur wenige Stunden war am Dienstag Abend ein Artikel auf welt.de online, in der über die kommende Transferunion innerhalb der EU berichtet wurde. Ein einmaliger Vorgang und gleichzeitig ein Menetekel für das, was uns vielleicht noch in diesem Jahr bevorsteht.

Der "Welt"-Autor Günther Lachman berichtete am Dienstag Abend über eine drohende Transferunion. Der Artikel erschien auf www.welt.de - Titel: "Merkel will den Aufschwung vor den Iren retten". Doch dieser Artikel wurde kurz nach Erscheinen wieder einkassiert, zensiert

Szenario: eigentlich bleibt angesichts der drohenden Staatsbankrotte an der Euro-Peripherie gar nichts mehr übrig, als dass Deutschland für die Schwachen zahlt. – Übrigens ein Szenario, welches von Euro-Kritikern von Anfang an so beschrieben wurde. Jetzt allerdings wird es offenbar ernst! Die Lage scheint so angespannt, dass der entsprechende Welt-Artikel von ganz oben zurück gepfiffen wurde. Nur wenige Stunden war der Bericht online. Jetzt ist er nicht mehr zu finden, noch nicht einmal im Cache von Google.

Den ganzen Beitrag gibt's hier:
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/6802-transferunion-welt-zensiert-artikel

deserd
17.11.2010, 02:52
Die Kommunisten sind doch demselben Bauernfänger auf den Leim gegangen.

Es bleibt dabei, die Anarchie ist das stabilste Gesellschaftssystem, denn in allen anderen, brauchst du nur die Machthaber auf deine Seite kaufen.




Für die Anarchie trifft das zu, für den Kommunismus nicht, denn das Marxsche Modell, beschneidet die Freiheit des Einzelnen.

Die höchste Entwicklungsstufe menschlichen Zusammenlebens kann also erst dann erreicht werden, wenn der Mensch als „freies Individuum“ erkennt, wo seine Freiheit aufhört und die des Anderen beginnt.
Wo er von sich aus erkennt das Eigentum dann Diebstahl ist, wenn er es nicht selbst erwirtschaftet hat.
Dieses Stadium erreicht er nur in einer selbstbestimmten, basisdemokratischen Gemeinschaft.

Marxistische Gleichmacherei führt ins Chaos, Menschen sind unterschiedlich leistungsfähig und nur freie selbstbestimmte Gesellschaften können sich die Potentiale der Leistungsfähigsten erschließen und deshalb müssen die Märkte frei bleiben und das Geld mit besagter Demurrage versehen werden, um zu verhindern das damit Blödsinn gemacht wird.


Kommunisten und die verschiedenen Sorten von "Anarchisten" sind sich in vielen Eigenschaften ähnlich, außer vielleicht die Ultra-Liberal-Anarchos.

Sie sind sich auch in der Stabilität ähnlich, leider auch an vielen üblen Parametern

Ein "freies Individuum" wird überhaupt kaum welche Grenzen akzeptieren; das braucht auch nicht, wenn es wirklich "frei" ist, und das heiß im Kapit. reich bis stinkreich.

Es ist relativ sinnlos, über den gerechtfertigten Status von Eigentum zu schwafeln

"Basisdemokratie" = direkte "Demokratie", kann nur eine Form relativ ähnlich gleichstarker Persönlichkeiten sein, ohne Eliten, und nachdem die Braven und Schwachen "selektiert" worden sind.
Kann in Pöbel ausarten, aber wahrscheinlich nicht so viel Korruption wie in der Parlament. Demokratie. - Denn völlig korruptionsfrei ist selbst die Schweiz nicht, bei weitem nicht.

Freie Märkte -? Du hattest doch geschrieben, du bist gegen Kapitalismus - ???!
Meine klare Aussage dazu: "Freie Märkte" (ist eigentlich auch egal, welche Freien Märkte du meinst, "gute" oder "üble") und 'freie*selbstbestimmte Gemeinschaften*' sind ein derartiges Konstrukt, Wie sie nur in geringer Zahl vorkommen können, wenn überhaupt als irgendein Staat, Schweiz bestimmt nicht, aber vielleicht Kanada, oder Luxembourg, Liechtenstein oder doch eher nur das Börsenparkett ?

Derzeit kann das nur mit der Ausbeutung anderer funktionieren und die oft hochgelobte "Basisdemokratie" der Schweiz ist letztlich auch nur eine Art "Pöbel DeLuxe" (Minarette raus, billiges Öl rein, und ja bitte das Geld aus der ganzen Welt, danke WTO, UNO usw)

bejaka hat recht, wenn er sagt, Freiwirtschaft ist letztlich nur Kapitalismus, und die soziale Tarnung fliegt eben auch bei Freiwirtschaftlern schnell auf, wenn sie eben leichtfertig im argumentieren sind.

bejaka
17.11.2010, 04:37
@ bejaka

Da haste aber bei 65 Millionen Stimmberechtigten was vor, da ist es schon einfacher die CDU zu bestechen.

Die Kommunisten sind doch demselben Bauernfänger auf den Leim gegangen.

Es bleibt dabei, die Anarchie ist das stabilste Gesellschaftssystem, denn in allen anderen, brauchst du nur die Machthaber auf deine Seite kaufen.

Für die Anarchie trifft das zu, für den Kommunismus nicht, denn das Marxsche Modell, beschneidet die Freiheit des Einzelnen.

Die höchste Entwicklungsstufe menschlichen Zusammenlebens kann also erst dann erreicht werden, wenn der Mensch als „freies Individuum“ erkennt, wo seine Freiheit aufhört und die des Anderen beginnt.
Wo er von sich aus erkennt das Eigentum dann Diebstahl ist, wenn er es nicht selbst erwirtschaftet hat.
Dieses Stadium erreicht er nur in einer selbstbestimmten, basisdemokratischen Gemeinschaft.

Marxistische Gleichmacherei führt ins Chaos, Menschen sind unterschiedlich leistungsfähig und nur freie selbstbestimmte Gesellschaften können sich die Potentiale der Leistungsfähigsten erschließen und deshalb müssen die Märkte frei bleiben und das Geld mit besagter Demurrage versehen werden, um zu verhindern das damit Blödsinn gemacht wird.

Insgesamt, @pommes, könnteste Recht haben. Zumindest nach Auslegung der bürgerlichen Ideologie und derer Nachrichten (-mache).
Um mal beim Marxschen Modell (ich geb mal den Eigennamen) anzufangen;
besticht dieses Modell dadurch, daß er die gesamte menschliche Entwicklung analysierte. Daraus folgerte er, daß die Beschneidung individueller Freiheiten,
allein dadurch erfolgt, daß der Mensch, erstens ein gruppenorientiertes Wesen und zweitens, der Mensch von (und das klingt jetzt komisch) menschlicher Solidarität erfüllt ist. Die Gegner dieser menschlichen Eigenschaften (das sind ausnahmslos Ausbeuter aller Coleur) haben damit das Interesse, genau diese natürlichen, menschlichen Interessen zu stören. Keiner der Gemeinschaft würde den Ausbeuter, der zweifelsfrei, immer in der Minderheit sein muß, nur andeutungsweise unterstützen. Schon gar nicht mit der Erkenntnis, daß Teile seiner eigenen Artgenossen, dadurch Schaden oder Nachteile erleiden. Der entsprechende Ausbeuterapparat (gemeint sind alle Mittel, die sich der Ausbeuter zeitgemäß leisten kann und einsetzt) entzweit damit die Gesellschaft, nicht etwa des Land- oder Ruhmgewinnes wegen, sondern nur aus einem ganz simplen Grund; er möchte Leben, ohne dafür selbst sorgen zu müssen. Marx beschrieb diese Lebensform als parasitär.

Deine Anspielung, siehe kommunistische Führer (übrigens, damit schon eine bürgerliche Kreation), bezieht sich sicher auf Stalin, Mao, Kim, Castro und Genossen, die allesamt einen sozialistischen Staat, als Staats- und/oder Parteivorsitzender führten. Ja, ohne jetzt die hunderte Pamphlete und Links,
tausende Argumente, Gegenargumente, Entwicklungen und Fehlentwicklungen ausdiskutieren zu müssen, kann ich sagen, daß jene Behauptungen, denen wir täglich ausgesetzt sind, ausschließlich von unseren (politischen) Gegnern stammen. Betrachten wir die zwei Seiten der Medaille,
kommen die Argumente ausnahmslos von unseren Ausbeutern.
Nehmen wir also die letzten paar Jahre derer Lebensleistung bzw. ihres Lebenslaufes, analysieren ihn und betrachten die Folgen ihres Tuns, können wir, als Erwachsene, nicht wirklich den schriftlichen Pamphleten dieser Leute glauben. Oder siehst Du das anders?
Bei schändlich ausgebeuteten Menschen, angefangen bei Spartakus und beendet
bei Indianern in Südamerika zur aktuellen Zeit, kann keiner sagen, daß sie, im Falle ihrer plötzlich errungenen Freiheiten, fehlerfrei, eine Gesellschaft führten oder führen werden. Diese Freiheiten, und seien sie noch so kurz, sind trotzdem Bestandteil unserer gesellschaftlichen Entwicklung und keinesfalls ergebnislos. Entscheident ist, daß sich ausgebeutete Menschen der Lehren bedienen und aufhören, sich von den Interessen ihrer Ausbeuter anleiten zu lassen. Marxisten bezeichnen das als Klassenbewußtsein.

In nur zwanzig Jahren, hat die deutsche Bevölkerung, sämtliche erfundenen Verleumdungen, die gegenüber den sozialistichen Staaten vorgebracht wurden, im eigenen Land, real erleben dürfen. Selbst in der aktuellen Tagespolitik gibt es noch lebende Beispiele, wie eine ganze Medialpräsenz an einem chinesischen "Freiheitskämpfer" und einer verurteilten iranischen Mörderin hängt und gleichzeitig Demonstranten die Augen "rausgespült" und Tausenden, auch Kindern, die Knochen und Schädel zerschlagen werden.

Spätestens an der Stelle, muß auch ein Anarchist anfangen, Fragen zu stellen.

In Bezug zur Freiwirtschaft, muß sich ein Mann heute fragen, ob sie dazu führen kann, daß von einem, betont, Bankenkonglomerat ein ganzer Erdteil zusammengestohlen (gekauft kann man nicht sagen, wenn das die Völker noch zahlen sollen) wird. In dem Zusammenhang, gilt es diese Art Kapitalismus, der bereits in schweren Imperialismus mündet (Faschismus nicht ausgeschlossen), zu hinterfragen und Korrekturen am Gesellschen Weltbild
vorzunehmen. Das marxsche Weltbild hat diese Entwicklung bereits treffend beschrieben.

kh

Pommes
17.11.2010, 10:49
@ → bejaka


ZITAT:
Die Gegner dieser menschlichen Eigenschaften (das sind ausnahmslos Ausbeuter aller Coleur) haben damit das Interesse, genau diese natürlichen, menschlichen Interessen zu stören.
---/-

Es gibt keine Gegner es gibt nur schwache Naturen, die der Verführung durch Schwachstellen im Regelwerk nicht wiederstehen können.
Ein geregeltes System egal welches macht das möglich, schließlich werden ja keine Regeln gebrochen, sondern nur umgangen.

Ein Anarchismus bietet da deutlich weniger Angriffsfläche, denn die Menschen machen ihre Regeln selber und die würden, denke ich mal, wohl sehr viel individueller gestaltet und sind daher auch leichter einzuhalten.

ZITAT:
Ja, ohne jetzt die hunderte Pamphlete und Links,
tausende Argumente, Gegenargumente, Entwicklungen und Fehlentwicklungen ausdiskutieren zu müssen, kann ich sagen, daß jene Behauptungen, denen wir täglich ausgesetzt sind, ausschließlich von unseren (politischen) Gegnern stammen.
---/-

Das ist sicher nicht von der Hand zu weisen, jedoch sind die politischen Gegner nicht unbedingt im Unrecht, denn es waren Sozialisten die auf das eigene Volk geschossen haben und die Folgen Umwelt zerstörerischer Mangelwirtschaft, lassen sich noch heute besichtigen.
Die Ziele des Kommunismus liegen mir durchaus am Herzen, einzig der Weg dahin ist nach einem Dafürhalten nicht begehbar.
Proudhon hat das seinerzeit schon vorausgesehen und er hat recht behalten.

bejaka
17.11.2010, 12:17
Sozialisten sind mal keine Kommunisten, @pommes.
Das müßte, nach der Ära Schröder und Konsorten, selbst dem jüngsten
Deutschen klar sein:-)))

Aktuell machen ein paar Leute ihre Regeln:-))). Damit bedienen sie
Deine Vorstellung vom menschlichen Leben. Deine Aussage jetzt, etwas weitergesponnen, ist Tagespolitik. Verbrecher geben sich selbst Regeln:-)))
Also, müßte soweit alles Okay sein.

Proudhon,:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre-Joseph_Proudhon
(Ich leg das der Übersicht halber rein)
hab ich selbst, leider, nicht lesen können. Obwohl dessen Werke sicher
zur Verfügung standen. Ich muß mich demnach mit der groben Theorie
und dem Vergleich, bemüsigen.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitswerttheorie
( der Übersicht halber)
Vielleicht ergibt sich, aus dem Grund, eine recht nüchterne Bewertung
des großen Philosophen. Proudhon erscheint mir deshalb groß, weil er
die tatsächliche Sicht der Bevölkerung dokumentiert; völlig frei von intellektuellem "Kram" und Ausdrücken. Zu vergleichen wäre er mit
Trotzki. (das ist nur die eigene Wertung, nachdem ich gerade etwas
drübergelesen habe).
Die Geister scheiden sich somit an der Herangehensweise und an der Bewertung von Ausbeutung und Arbeit. Unumstritten bleibt aber, daß der Entzug von geraubtem Eigentum, den Pseudoeigentümer bemüsigt, sich mit seinen Mitteln dagegen zu wehren. Marx dokumentiert damit die Endkonsequenz; nämlich, daß der Raubbesitz, zwangsenteignet werden muß.
Und das gelingt in den seltensten Fällen friedlich. Man vergleiche einfache Bankeinbrüche oder sonstige Raubdelikte.
Wobei; die Oktoberrevolution, in der direkten Aktion, als relativ friedlich bezeichnet werden kann. Gern wird von bürgerlichen Vertretern behauptet - die "Werke" sind zahlreich - die angefallenen Opfer wären kommunistische oder sozialistische. Dazu bleibt festzustellen, daß eine Mehrheit, und zwar alle Ausgebeuteten (mit mehr oder weniger Enthusiasmus), den Ausbeuter, rechtmäßig, seines Diebesgutes entledig(t)en ( für die erfolgreiche Variante).
Die vergeblichen Versuche und seine Opfer, werden natürlich bedingungslos Kommunisten untergejubelt:-))) - zumindest, seit Marx. In meinen Augen, trifft Marx damit, die wirklich konsequenteste Programmatik. Er leugnet damit nicht, daß der Gang ein opferreicher sein kann, betont. Wir wurden, leider sehr selten, auch schon vom Gegenteil überzeugt. Grundbedingung ist, und da knüpfen wir an die anderen Kommunisten an, siehe Lenin und Stalin u.a., daß der junge sozialistische Staat, sofort, sprich, unmittelbar nach der Revolution, wehrfähig sein muß. Und da ist mit Anarchie wenig zu machen. Eher etwas mit Leistung und Geld.
Zusammenfassend müssen wir demnach feststellen, daß alle, Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten, sowie die Ausgebeuteten, die friedliche Lösung bevorzugten und diese politisch anstrebten:-))). Selbstverständlich gibt es in allen Reihen, sowohl bei den bürgerlichen-, als auch bei Proleten, "Verräter" an ihrer Sache. Das zu bewerten, ist Sache der jeweiligen Vertreter.
Es bleibt festzustellen, daß eine friedliche Revolution möglich ist, aber dessen Verteidigung bzw., die Verteidigung der Ergebnisse, ziemlich opferreich sein kann.

kh

Pommes
17.11.2010, 14:28
@ → bejaka


ZITAT:
Marx dokumentiert damit die Endkonsequenz; nämlich, daß der Raubbesitz, zwangsenteignet werden muß.
Und das gelingt in den seltensten Fällen friedlich.
---/-

Darin besteht eben der Irrtum, denn der Anspruch der Raubritter basiert ausnahmslos auf Abhängigkeiten, aus dem Geldsystem, ursächlich ist hier der nie zu tilgende Zins.
Ohne diese Abhängigkeit sind deren Ansprüche auf Macht u. Herrschaft absolut gegenstandslos.
Da muß man sich einfach mal drüber klar werden!
Beispiel:
Früher hatten wir so eine geflügelten Spruch:

Stellt euch vor es wäre Krieg und keiner ginge hin!

Heute gehen sie hin, weil sie hoch verschuldet in der Zinsenfalle sitzen.
Ohne den Zins wäre die Bundeswehr Guttenbergs, One Man Band!

Mit Gesell’s Freigeld brauchst du niemanden enteignen, denn es wird nur über Arbeit verfügbar und was nicht zum wirtschaften gebraucht wird vernascht die Demurrage.
Das heißt die Raubritter trocknen ganz von selber aus, völlig gewaltfrei löst sich der Verein auf, vorausgesetzt wir wollen das, denn ohne uns bzw. unser Geld stehen die mit der Bux op de Knie im Freien.

ZITAT:
Grundbedingung ist, und da knüpfen wir an die anderen Kommunisten an, siehe Lenin und Stalin u.a., daß der junge sozialistische Staat, sofort, sprich, unmittelbar nach der Revolution, wehrfähig sein muß. Und da ist mit Anarchie wenig zu machen.
---/-

Keinesfalls, man muß nur begreifen, dass das Geld die Waffe ist und nicht die Kanone.
Glaubst du allen Ernstes, dass auch nur einer für dich in den Krieg zieht, wenn der dafür mit Freigeld (Schwundgeld) bezahlt wird? - mit einem Geld das auf Wertschöpfung basiert, willst du in einem Krieg das Sachkapital vernichten?
Das hieße doch den Ast zu sägen auf dem man sitzt!

Mit einem Zinsgeld ist das was anderes, damit kannst du nach dem Kriege Ansprüche stellen.

ZITAT:
Zusammenfassend müssen wir demnach feststellen, daß alle, Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten, sowie die Ausgebeuteten, die friedliche Lösung bevorzugten und diese politisch anstrebten
---/-

Nee, mein Resümee sieht da anders aus, jedenfalls nach dem ich von dir gelesen habe, Zitat: Und das gelingt in den seltensten Fällen friedlich./

Friedlich, geht nur anarchistisch!

Wenn du hergehst und die sozialistische Republik Deutschland ausrufst, hast du noch vor morgen früh
US-Truppen vor der Tür. :giggle:

Wenn du aber hergehst und auf die Guthaben der Geschäftsbanken bei der EZB einen negativen Zins legst, merken die Meisten erst mal nix.

Das ist übrigens schon geschehen, nämlich in Schweden im Juni 2009!

Die schwedische Zentralbank, hat die Guthaben der Geschäftsbanken mit einem negativen Zins belastet.

Im nächsten Akt belastest du die Sichtguthaben der Geschäftsbanken mit einem negativen Zins und zum Schluß ist das Bargeld dran.

Die Folge wird sein, das investiert wird, das Volk vollbeschäftigt ist und zu Wohlstand kommt.

Sag selbst, glaubst du das sich Menschen denen es gut geht und die keine Existenzängste haben, im Kugelhagel den Arsch aufreißen lassen?

Nie und nimmer nicht !

bejaka
17.11.2010, 16:59
Das setzt aber voraus, daß die gesamte Welt, auf einmal, betont,
diese Art der Wirtschaft nutzt, @pommes.

kh

Pommes
17.11.2010, 18:41
Das setzt aber voraus, daß die gesamte Welt, auf einmal, betont,
diese Art der Wirtschaft nutzt, @pommes.

kh


Kannste knicken lochen und abheften!

Deutschland ist neben China der größte Exporteur der Welt.
Glaubst du im Ernst die Bonzen würden ein hoch effizientes 80 Millionen Volk mal eben so, in den Kommunismus entlassen :giggle:

Nein der einzige gangbare Weg führt über das Freigeld und die Weltfinanzkrise ist das Jahrhundertsprungbrett.
Es ist jetzt an uns, das ganz cool auszuloten und umzusetzen.
Hinter irgendwelchen rechten oder linken Ideologen her zu rennen, führt zu nichts, außer zu eingeschlagenen Köpfen.

bejaka
18.11.2010, 20:54
Die "Finanzkrise" ist keine Finanzkrise, im Sinne Finanzen, @pommes.
Es geht um Landbeschlagnahme, um Besetzung von "Kleinviehanlagen"
und das Schlucken von kleinen oder zu kleinen, Firmen.
Die große Musik spielt im indischen Ozean und im Pazifik:-)))
Auf deutsch - die Inselmasse versucht, die Festung der
Landmasse zu stürmen:-)))
Und davon wird eine Krise kommen, die letzte kapitalistische:-)))
Entscheident ist, ob es uns gelingt, das Spiel mit dem
"großen Geschirr" zu vermeiden.

kh

Pommes
19.11.2010, 00:02
Die "Finanzkrise" ist keine Finanzkrise, im Sinne Finanzen, @pommes.
Es geht um Landbeschlagnahme, um Besetzung von "Kleinviehanlagen"
und das Schlucken von kleinen oder zu kleinen, Firmen.
Die große Musik spielt im indischen Ozean und im Pazifik:-)))
Auf deutsch - die Inselmasse versucht, die Festung der
Landmasse zu stürmen:-)))
Und davon wird eine Krise kommen, die letzte kapitalistische:-)))
Entscheident ist, ob es uns gelingt, das Spiel mit dem
"großen Geschirr" zu vermeiden.

kh

Es geht nicht um Geld, davon haben die Akteure mehr als sie je ausgeben könnten, es geht auch nicht um Produktion, denn das kapital produziert nichts.
Es geht um Macht.
Saddam Hussein wollte sich sein Öl in Euro bezahlen lassen, was passiert ist wissen wir, Mahmud Ahmadinedschad wollte eine Ölbörse einrichten die ebenfalls in Euro abrechnen sollte.
Wer glaubt, dass der Iran da mit einem blauen Auge raus kommt, wird sich wundern.

Die Medien belügen die Völker, derzeit werden Deutschland und Frankreich für den Job konditioniert, die Wehrpflicht wird abgeschafft, die Bundeswehr wird Berufsarmee und Köhler versuchte dem Volk die Notwendigkeit von Wirtschaftskriegen zu erklären, er mußte dafür gehen.
Inzwischen stößt zu Guttenberg nach und wenn alle Stricke reißen müssen wir damit rechnen, dass der Staat einen Terrorangriff gegen das deutsche Volk inszeniert, um den Iraneinsatz zu rechtfertigen.
Wir werden unseren 9/11 bekommen, die Frage ist nur wann und wo!

bejaka
21.11.2010, 15:01
Der Saddam war eigentlich noch böser, @pommes.
Der verstaatlichte die Ölindustrie, wie der Iran:-)))
Und dann noch der böse, böse Chavez:-)))
In dem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, daß Ölraffinerien,
ausschließlich amerikanische Technologien nutzen:-)))
D.h., ein Land, welches bereits vorhandene Raffinerien nutzt,
muß diese Herren entweder entschädigen oder den Kram
abkaufen; den "gedanklichen:-)))". Schutzgeld, eben:-)))

kh

agano
21.11.2010, 16:16
Hallo,

habe einen Artikel über das Buch und dem Mann in der Zeitschrift stern gelesen. Ausgabe 46, bis Mittwoch noch in den Zeitschriftenläden.



http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=335342

Dort findet sich dann folgende Aussage von dem Mann: "Der Kapitalismus sei noch immer das beste je erfundene Wirtschaftsmodell."

Das Buch ist jetzt also nicht antikapitalistisch und sagt eigentlich nur das aus, wovon der Kapitalismus schon immer ausgegangen ist. Also eine Bestätigung wovon man schon immer ausgegangen ist. Wird nur im Buch als eine Neuhigkeit verkauft.

Zum Glück schreiben wir jetzt das Jahr 2010 und nicht z.B. die fünfziger Jahre. Denn sonst hätte ich eine ganze Menge Psychos an der Backe.

Gruß

SebastianSolche Bücher lassen diejenigen schreiben, die Kapitalisten sind, um ihren Stand zu verfestigen. Das sollte doch auch dir als logisch erscheinen, oder? richard

Pommes
21.11.2010, 19:49
Der Saddam war eigentlich noch böser, @pommes.
Der verstaatlichte die Ölindustrie, wie der Iran:-)))
Und dann noch der böse, böse Chavez:-)))
In dem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, daß Ölraffinerien,
ausschließlich amerikanische Technologien nutzen:-)))
D.h., ein Land, welches bereits vorhandene Raffinerien nutzt,
muß diese Herren entweder entschädigen oder den Kram
abkaufen; den "gedanklichen:-)))". Schutzgeld, eben:-)))

kh

Verstehe!
Mafia!:D

agano
31.12.2010, 15:16
Mit Gesell’s Freigeld brauchst du niemanden enteignen, denn es wird nur über Arbeit verfügbar und was nicht zum wirtschaften gebraucht wird vernascht die Demurrage.
Das heißt die Raubritter trocknen ganz von selber aus, völlig gewaltfrei löst sich der Verein auf, vorausgesetzt wir wollen das, denn ohne uns bzw. unser Geld stehen die mit der Bux op de Knie im Freien.



Keinesfalls, man muß nur begreifen, dass das Geld die Waffe ist und nicht die Kanone.
Banken sollten dem Staat gehören.

Schon immer mein reden. Und alles, was uns alle betrifft, ebenfalls. Das geht von der Energieversorgung, bis zur banalen Versicherung. Niemand sollte mit uns finanziell spielen, wie es ihm gerade gefällt. Schauen wir nun nach China, erkennen wir, dass diese These einfach … stimmt. Wir sollten uns alle bei der Handhabung der Banken ein Beispiel an China nehmen. Richard

http://info.kopp-verlag.de/news/das-geheimnis-der-chinesischen-wunderwirtschaft-die-banken-gehoeren-der-regierung-nicht-umgekeh.htm

Das Geheimnis der chinesischen Wunderwirtschaft: Die Banken gehören der Regierung – nicht umgekehrt

Ellen Brown
Während die USA Billionen Dollar aufwenden, um dem Bankensystem aus der Patsche zu helfen und dabei die eigene Wirtschaft zugrunde gehen lassen, wird China überall als »Wunderwirtschaft« bezeichnet, die sich vom Rest der Welt abgekoppelt hat. Während die übrige Welt in der schlimmsten Rezession seit den 1930er-Jahren versinkt, verzeichnet China ein geradezu phänomenales jährliches Wirtschaftswachstum von acht Prozent.

Pommes
02.01.2011, 14:18
@ > agano

Ich hab den Aufsatz von Ellen Brown auch gelesen!

Zitat:
Den Kredit mit einer Bank in öffentlichem Besitz wieder errichten: das Modell der Bank of North Dakota

Es gibt noch eine weitere mögliche Lösung für dieses Dilemma. Weder die Mitgliedsstaaten der USA noch die der Eurozone dürfen ihr eigenes Geld drucken, aber sie dürfen sehr wohl eigene Banken nutzen, die in ihren Büchern Bankkredite erzeugen, wie es bei allen Banken geschieht. Fast unser gesamtes Geld wird heute durch Banken in Form von Bankkrediten erzeugt, die mit Zinsen verliehen werden. Regierungen könnten ihren eigenen Kredit vergeben und die Zinsen einbehalten. Das würde für die Öffentlichkeit eine enorme Ersparnis bedeuten. Nachweislich machen Zinsen heute fast die Hälfte des Preises aller Waren aus, die wir kaufen.

Nur ein einziger Bundesstaat der USA – North Dakota – verfügt über eine eigene Bank.
---/-

Das Problem besteht einfach darin private Guthaben zu verzinsen!:D

Wenn der Staat seine Schulden mit den selbst erwirtschafteten Zinsen bezahlt, hört sich das erst mal richtig gut an, aber das Geschäft entgeht den Privatbanken und die können in dem Umfang weniger verdienen und folglich weniger Guthaben erzeugen.
Es würde noch mehr Kapital in die Finanzindustrie und in miese Geschäfte wandern.
Der Zins bleibt also das Problem, denn ohne ihn, ist der Geldbesitzer nicht zum Liquiditätsverzicht zu bewegen und deshalb kommt man auch nicht umhin an der Stelle den Hebel anzusetzen.

Der Geldbesitzer muß mit einer Parkgebühr auf Bargeld u. Sichtguthaben zum Liquiditätsverzicht gebracht werden, alles andere kann nicht funktionieren.

Der Staat ist nur eines von vielen Wirtschaftssubjekten und wenn jeder seine eigene Bank hätte, funktioniert gar nichts mehr.