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Clara
20.03.2009, 05:35
Die Weltwirtschaftskrise

Nach dem Abzug von Kolonialmächten aus vielen Teilen der Welt folgte meiner Meinung nach der sogenannte Postkolonialismus. Die kapitalistisch regierten Industrienationen sicherten sich durch gezieltes Einsetzen von Machthabern in den aufgegebenen Ländern, wie z.B. in Afrika den extrem billigen Zugang zu Rohstoffen, die sie auch weiterhin brauchten um sich zu bereichern und ihre Staaten zu modernisieren.
Wie es den Völkern ging, von deren Grund und Boden sie die Rohstoffe nahmen, interessierte sie kaum.
Die Bevölkerung der Industrienationen fühlte sich davon wenig gestört, profitierte sie doch von sicheren Arbeitsplätzen und erschwinglichen Konsum - und Luxusgütern.

Ab Mitte der 70er Jahre fingen weltweit Konzerne und Unternehmen dann zusätzlich noch eine andere Art der Ausbeutung immer mehr an zu praktizieren.
Sie verlegten ihre Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer. Durch den eigentlich unakzeptablen weil extrem viel geringeren Lebensstandard vor Ort, unterschiedlich starke Währungen und dadurch auch umgerechnet viel geringere Löhne, welche den Menschen in den so genannten Billiglohnländer gezahlt werden muss , lohnte sich mit der Zeit die Produktion vieler Güter in westlichen Ländern nicht mehr. So kam es dann meiner Meinung nach auch zu einem gigantischen Arbeitsplatzabbau des Produzierenden Gewerbes bei uns.Obwohl es zu diesem Zeitpunkt schon hätte jedem klar sein müssen, dass so unser Wirtschaftssystem in sich zusammenbricht.
Darüber hinaus fingen Unternehmen dann noch an die Politik mit eben dieser Möglichkeit der Abwanderung zu erpressen. Dieses führte zu weiterer Arbeitslosigkeit, Lohnsenkungen und Verarmung in den Industrienationen.
Mittlerweile sind wir, nach meiner Auffassung, bei einer weltweiten Spirale des gegenseitigen Unterbieten in Lohn und Produktionskosten angekommen.
Das Problem der Banken ist denke ich, dass sie mit jeden abgebauten Arbeitsplatz weiter in den Abgrund stürzen. Arbeitslose sind meist nicht in der Lage ihre Kredite abzuzahlen, genauso wenig wie Unternehmen, die schließen müssen, weil immer weniger Menschen sich ihre Produkte leisten können.
Jeder Fabrikant, Manager, Banker und Aktionär der an der Verlegung von Produktionsstätten aus Hochlohnländer in Billiglohnländer beteiligt war, trägt Mitverantwortung für die Wirtschafts; und damit auch die Finanzkrise.
Genauso wie Unternehmer die Industriestaaten zur Reduzierung von Lohnkosten erpressen mit der Begründung, man müßte ja sonst auch Abwandern.
Natürlich auch jeder Politiker dem die Gefahr, die in dieser Abwanderung besteht nicht bewusst war und ist. Genauso wie wir alle, die wir diese Politiker wählen.
Seit Jahren sehe ich schon auf fast allem was ich kaufe, außer Lebensmittel, Made in China oder Made in Hongkong. Wenn man über Jahre vielen Menschen in den Industrienationen ihre Arbeitsplätze wegnimmt oder ihre Löhne zu sehr senkt, weil andere noch billiger arbeiten, ist es doch klar das sie am Konsum so gut wie nicht mehr teilnehmen und ihre Kredite und Hypotheken nicht mehr abzahlen können.
Hat man nicht daran gedacht, wer die Industrieprodukte, die von Menschen am anderen Ende der Welt für einen Hungerlohn produziert werden kaufen soll ?
Die hungernden und armen in Afrika, Südamerika oder Asien?
Die Wanderarbeiter in China ?
Die arbeitslosen in Europa oder USA?

Arbeitsplätze und damit Kaufkraft sind der Motor des Kapitalismus, welcher nämlich eigentlich recht simpel funktioniert.
Die Lösung kann meines Erachtens nach nur sein diese Fehler rückgängig zu machen und dafür zu sorgen das sich eine Abwanderung von Arbeitsplätzen nicht mehr lohnt.
Hauptaufgabe eines Wirtschaftssystems sollte es meiner Meinung nach sein die Bevölkerung ausreichend zu versorgen. Danach sollten erst Einzelinteressen kommen.
Deswegen denke ich, damit unser Wirtschaftssystem seine Hauptaufgabe erfüllen kann dürfen Lohn- und Rohstoffkosten auf der ganzen Erde keine Variablen, sondern müßten überall gleich sein, weil sie die Existenz der Menschen sichern und so sich die Produktion von Waren weit entfernt vom Verkaufsort nicht mehr lohnt.
Dieses würde zur Folge haben das viele Industriezweige wie z.B. die Textilindustrie wieder überall! rentabel betrieben werden können und die Wirtschaft sich durch stabilisierte Binnenmärkte erholen könnte .
Wir sollten uns vielleicht klarmachen, dass es gegen das meist ausgeprägte wirtschaftliche Interesse von Arbeitgebern ist, Arbeitsplätze in Hochlohnländern zu schaffen solange es noch Billiglohnländer gibt und in dieser Beziehung nicht auf Wunder hoffen.
Gewinne können mit anständigen Kalkulationen auch gemacht werden, ohne sich so sehr zu bereichern das dadurch Menschen verhungern und unser System in sich zusammenbricht.
Je mehr Kaufkraft die Menschen haben desto mehr Gewinne kann man auch in diesem System machen, eine ganz einfache Regel, wer denkt an Löhnen sparen zu können, denkt extrem kurzsichtig und muss sich nicht über Umsatzrückgang und Insolvenz wundern.
Wichtiger als ein funkionierendes Wirtschaftssystem ist es aber unseren Planeten viel weniger zu belasten als wir es bisher tuen und dieses setzt unserem Gewinnstreben sehr wohl Grenzen.

Ich hoffe der permante Ansturm der Elenden auf die Festungen Europa und USA macht uns bewusst, dass auch in dieser Frage dringender Handlungsbedarf besteht.
Deswegen wünsche ich mir schon seit Jahren die weltweite Einführung von festen fairen Rohstoffpreisen.
Alle Staaten müßten meiner Meinung nach verpflichtet werden vielleicht 50% der Gewinne aus Rohstoffverkäufen auch tatsächlich ihrer Bevölkerung in Form von Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, anderen sozialen Einrichtungen und natürlich falls notwendig auch Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Daneben ist der Aufbau eigener unabhängiger Produktionsstätten von diesen Geldern zu bestreiten. Dieses müßte überprüft werden, so das Menschen, deren Länder reiche Bodenschätze haben, welche gewinnbringend abgebaut werden in Zukunft nicht mehr verhungern...
Die Diskrepanz zwischen Hunger und Reichtum lässt den Reichtum so extrem widerwärtig erscheinen. Schaffen wir den Hunger ab, sollten wir auf jeden Fall die Freiheit haben auch Werte anzusammeln, ich denke seine Existenz in dieser Form scheinbar abzusichern, ist ein Grundbedürfnis des Menschen und darf deswegen nicht außer Acht gelassen werden.

Klingt alles utopisch stimmt.
Aber irgendwann schien die Abschaffung der Sklaverei oder die Gleichberechtigung der Frauen auch in vielen Ländern der Welt utopisch, trotzdem hat sie jemand gefordert und dadurch sind sie heute wenigstens zum Teil verwirklicht. Man muss mit dem nichteinfordern so genannter Utopien deswegen auch manchmal vorsichtig sein denke ich.

Über eine gesetzlich festgelegte Gewinnausschüttung von Konzerngewinnen an die Arbeiter des jeweiligen Unternehmens in Höhe von 10 % und eine Rücklagenverpflichtung der Konzerngewinne in Höhe von 20% zur Sicherung von Arbeitsplätzen müßte meiner Meinung nach ebenfalls nachgedacht werden, sowie über das Konzept der Aktienmärkte.
Vielleicht sollten Unternehmen nur noch 50% vom Wert ihres Unternehmens an die Börse bringen dürfen und müßten den Rest als Existenzsicherung behalten .So würde die von den Aktienmärkten ausgehende Gefahr eingegrenzt werden, dass Konzerne allein durch Gerüchte ihren Wert zum Teil rapide verlieren können.
In meiner Umgangssprache würde ich das so ausdrücken; ihr dürft ruhig zocken, nur ihr dürft dabei nicht immer Tausende von Arbeitsplätze verzocken. Wenn man auf die Rennbahn geht sollte man auch nicht all sein Erspartes mitnehmen. Durch diese Maßnahme würden Aktienkurse bei einem bestimmten Wert nicht mehr so schnell fallen können denke ich. Der Vorschlag für ein Konzept wie dieses zu bewerkstelligen wäre, würde an dieser Stelle zu weit führen.
Mir geht es nicht darum einen neuen Menschen zu schaffen, ich finde dieser Versuch ist immer eine Frechheit, aber je mehr Menschen wir auf diesem Planeten werden desto weniger können wir uns ein Wirtschaftssystem leisten, welches nicht in der Lage ist uns alle ausreichend zu versorgen.
Ich denke eine Systemkorrektur würde den Kapitalismus seine Gefährlichkeit nehmen aber uns allen die Freiheit in einer Demokratie leben zu können lassen. Die es natürlich noch sehr zu verbessern gilt.

Das alles ist sowas wie Fairglobe zu Ende gedacht im Grunde, mir liegt das Wohlergehen der Menschen in Entwicklungsländern auch sehr am Herzen deswegen wie gesagt die festen Rohstoffkosten.

Für mich ist das der nächste logische Schritt beim Zusammenwachsen der Welt und die einzige wirklich fortschrittliche Lösung die mir persönlich für unsere Weltwirtschaftskrise eingefallen ist.
Wie schwierig die Umsetzung meiner Idee sein würde kann ich leider kaum beurteilen, nur wenn es um Profit geht, lassen wir uns auch selten von Schwierigkeiten stoppen.

Außerdem würde die Umsetzung mit Sicherheit etwas dauern, aber schon die Benennung dieses Fernzieles würde die weitere Abwanderung von Produktionsstätten nicht mehr so rentabel erscheinen lassen.

Vielleicht möchte ja nicht nur ich gerne weiter in einem System leben, wo ich meine unangepassten und vielleicht verrückten Gedanken äußern kann, auch deswegen wäre es schön wenn wir nochmal den Dreh bekommen.

Britta
20.03.2009, 09:26
Die Weltwirtschaftskrise

Nach dem Abzug von Kolonialmächten aus vielen Teilen der Welt folgte meiner Meinung nach der sogenannte Postkolonialismus. Die kapitalistisch regierten Industrienationen sicherten sich durch gezieltes Einsetzen von Machthabern in den aufgegebenen Ländern, wie z.B. in Afrika den extrem billigen Zugang zu Rohstoffen, die sie auch weiterhin brauchten um sich zu bereichern und ihre Staaten zu modernisieren.
Wie es den Völkern ging, von deren Grund und Boden sie die Rohstoffe nahmen, interessierte sie kaum.
Die Bevölkerung der Industrienationen fühlte sich davon wenig gestört, profitierte sie doch von sicheren Arbeitsplätzen und erschwinglichen Konsum - und Luxusgütern.

Diese Länder wurden nicht aufgegeben. Sie wurden eher zur Ausbeutung 'gesichert'.

Ab Mitte der 70er Jahre fingen weltweit Konzerne und Unternehmen dann zusätzlich noch eine andere Art der Ausbeutung immer mehr an zu praktizieren.
Sie verlegten ihre Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer. Durch den eigentlich unakzeptablen weil extrem viel geringeren Lebensstandard vor Ort, unterschiedlich starke Währungen und dadurch auch umgerechnet viel geringere Löhne, welche den Menschen in den so genannten Billiglohnländer gezahlt werden muss , lohnte sich mit der Zeit die Produktion vieler Güter in westlichen Ländern nicht mehr. So kam es dann meiner Meinung nach auch zu einem gigantischen Arbeitsplatzabbau des Produzierenden Gewerbes bei uns.Obwohl es zu diesem Zeitpunkt schon hätte jedem klar sein müssen, dass so unser Wirtschaftssystem in sich zusammenbricht..

Das war schon klar, aber bis zum Zusammenbruch wird gut verdient.


Darüber hinaus fingen Unternehmen dann noch an die Politik mit eben dieser Möglichkeit der Abwanderung zu erpressen. Dieses führte zu weiterer Arbeitslosigkeit, Lohnsenkungen und Verarmung in den Industrienationen.

Nein, die Politik wurde nicht erpresst. Die wußten Bescheid und haben schön mitgespielt. War alles so beabsichtigt. Hätten diese Politiker nicht mitgespielt, hätten sie durch einen netten Skandal ihr Amt verloren.


Mittlerweile sind wir, nach meiner Auffassung, bei einer weltweiten Spirale des gegenseitigen Unterbieten in Lohn und Produktionskosten angekommen.

Stimmt, das Ende ist fast erreicht. Es geht aber noch schlimmer, wie uns bald die Hyperinflation zeigen wird, in der die Einkommen gar nicht so schnell angehoben werden können, wie die Preise steigen.

Das Problem der Banken ist denke ich, dass sie mit jeden abgebauten Arbeitsplatz weiter in den Abgrund stürzen. Arbeitslose sind meist nicht in der Lage ihre Kredite abzuzahlen, genauso wenig wie Unternehmen, die schließen müssen, weil immer weniger Menschen sich ihre Produkte leisten können.

Das war von Anfang an den Verantwortlichen ebenfalls bekannt.

Jeder Fabrikant, Manager, Banker und Aktionär der an der Verlegung von Produktionsstätten aus Hochlohnländer in Billiglohnländer beteiligt war, trägt Mitverantwortung für die Wirtschafts; und damit auch die Finanzkrise.
Genauso wie Unternehmer die Industriestaaten zur Reduzierung von Lohnkosten erpressen mit der Begründung, man müßte ja sonst auch Abwandern.

Die mußten dazu gar nicht erpresst werden. Haben nur so getan als ob.
Und die Konkurrenzfähigkeit war ja eine gute Ausrede, die man dem dummen Bürger gut verkaufen konnte.

Natürlich auch jeder Politiker dem die Gefahr, die in dieser Abwanderung besteht nicht bewusst war und ist. Genauso wie wir alle, die wir diese Politiker wählen.

Diese 'Gefahr' war bekannt. Warnende Stimmen wurden aus den Massenmedien fern gehalten. So wurde der Wähler dumm gehalten.

Seit Jahren sehe ich schon auf fast allem was ich kaufe, außer Lebensmittel, Made in China oder Made in Hongkong. Wenn man über Jahre vielen Menschen in den Industrienationen ihre Arbeitsplätze wegnimmt oder ihre Löhne zu sehr senkt, weil andere noch billiger arbeiten, ist es doch klar das sie am Konsum so gut wie nicht mehr teilnehmen und ihre Kredite und Hypotheken nicht mehr abzahlen können.
Hat man nicht daran gedacht, wer die Industrieprodukte, die von Menschen am anderen Ende der Welt für einen Hungerlohn produziert werden kaufen soll ?
Die hungernden und armen in Afrika, Südamerika oder Asien?
Die Wanderarbeiter in China ?
Die arbeitslosen in Europa oder USA?

Solange noch Reserven da sind, gibt es Leute die diese Produkte kaufen und man kann dieses Geld abschöpfen. Irgendwann ist Ende. Bis dahin verdient man ganz gut.

Arbeitsplätze und damit Kaufkraft sind der Motor des Kapitalismus, welcher nämlich eigentlich recht simpel funktioniert.
Die Lösung kann meines Erachtens nach nur sein diese Fehler rückgängig zu machen und dafür zu sorgen das sich eine Abwanderung von Arbeitsplätzen nicht mehr lohnt.
Hauptaufgabe eines Wirtschaftssystems sollte es meiner Meinung nach sein die Bevölkerung ausreichend zu versorgen. Danach sollten erst Einzelinteressen kommen.

Nein, die Bevölkerung ist egal. Es gibt zuviel davon. Was zählt sind die Interessen einer sehr sehr reichen Elite. Der Rest kann vor die Hunde gehen - bis auf das bischen Personal, dass man noch braucht um nicht selber arbeiten zu müssen.

Deswegen denke ich, damit unser Wirtschaftssystem seine Hauptaufgabe erfüllen kann dürfen Lohn- und Rohstoffkosten auf der ganzen Erde keine Variablen, sondern müßten überall gleich sein, weil sie die Existenz der Menschen sichern und so sich die Produktion von Waren weit entfernt vom Verkaufsort nicht mehr lohnt.
Dieses würde zur Folge haben das viele Industriezweige wie z.B. die Textilindustrie wieder überall! rentabel betrieben werden können und die Wirtschaft sich durch stabilisierte Binnenmärkte erholen könnte .
Wir sollten uns vielleicht klarmachen, dass es gegen das meist ausgeprägte wirtschaftliche Interesse von Arbeitgebern ist, Arbeitsplätze in Hochlohnländern zu schaffen solange es noch Billiglohnländer gibt und in dieser Beziehung nicht auf Wunder hoffen.
Gewinne können mit anständigen Kalkulationen auch gemacht werden, ohne sich so sehr zu bereichern das dadurch Menschen verhungern und unser System in sich zusammenbricht.
Je mehr Kaufkraft die Menschen haben desto mehr Gewinne kann man auch in diesem System machen, eine ganz einfache Regel, wer denkt an Löhnen sparen zu können, denkt extrem kurzsichtig und muss sich nicht über Umsatzrückgang und Insolvenz wundern.
Wichtiger als ein funkionierendes Wirtschaftssystem ist es aber unseren Planeten viel weniger zu belasten als wir es bisher tuen und dieses setzt unserem Gewinnstreben sehr wohl Grenzen.

Lösungen gäbe es viele. Doch was wird davon umgesetzt? Die Herrschenden suchen sich den bequemsten Weg. Der heißt wohl: 'Halbierung der Bevölkerung = Halbierung der Umweltbelastung', und dazu kommt, dass dann auch die knappen Rohstoffe doppelt so lange noch verfügbar sind.


Ich hoffe der permante Ansturm der Elenden auf die Festungen Europa und USA macht uns bewusst, dass auch in dieser Frage dringender Handlungsbedarf besteht.
Deswegen wünsche ich mir schon seit Jahren die weltweite Einführung von festen fairen Rohstoffpreisen.

So oder so haben die Elenden nichts davon. An den Rohstoffen verdienen die Konzerne, nicht die Bevölkerung.

Wir als Normalbürger sind die zusehenden Dritten. Wir tun nichts dafür, dass es den Elenden gut geht. 'Geht uns doch nichts an, nicht unser Problem' - das denken Alle, solange bis es sie selbst betrifft. Das wird nicht mehr lange dauern.

Alle Staaten müßten meiner Meinung nach verpflichtet werden vielleicht 50% der Gewinne aus Rohstoffverkäufen auch tatsächlich ihrer Bevölkerung in Form von Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, anderen sozialen Einrichtungen und natürlich falls notwendig auch Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Daneben ist der Aufbau eigener unabhängiger Produktionsstätten von diesen Geldern zu bestreiten. Dieses müßte überprüft werden, so das Menschen, deren Länder reiche Bodenschätze haben, welche gewinnbringend abgebaut werden in Zukunft nicht mehr verhungern...

Und wer soll das durchsetzen? Wer macht die Gesetze und wer bestimmt, wer die Gesetze macht?

'The best Democracy Money can buy'

Die Diskrepanz zwischen Hunger und Reichtum lässt den Reichtum so extrem widerwärtig erscheinen. Schaffen wir den Hunger ab, sollten wir auf jeden Fall die Freiheit haben auch Werte anzusammeln, ich denke seine Existenz in dieser Form scheinbar abzusichern, ist ein Grundbedürfnis des Menschen und darf deswegen nicht außer Acht gelassen werden.

Klingt alles utopisch stimmt.
Aber irgendwann schien die Abschaffung der Sklaverei oder die Gleichberechtigung der Frauen auch in vielen Ländern der Welt utopisch, trotzdem hat sie jemand gefordert und dadurch sind sie heute wenigstens zum Teil verwirklicht. Man muss mit dem nichteinfordern so genannter Utopien deswegen auch manchmal vorsichtig sein denke ich.

Die Abschaffung der Sklaverei war so eigentlich nicht geplant. Da wurden im Krieg Nord gegen Süd Soldaten gebraucht, weil der Süden zu mächtig war. Es waren keine so edlen Motive. Eigentlich war der Plan in Amerika eher, die schwarze Bevölkerung wieder zurück nach Afrika zu schicken.

Über eine gesetzlich festgelegte Gewinnausschüttung von Konzerngewinnen an die Arbeiter des jeweiligen Unternehmens in Höhe von 10 % und eine Rücklagenverpflichtung der Konzerngewinne in Höhe von 20% zur Sicherung von Arbeitsplätzen müßte meiner Meinung nach ebenfalls nachgedacht werden, sowie über das Konzept der Aktienmärkte.
Vielleicht sollten Unternehmen nur noch 50% vom Wert ihres Unternehmens an die Börse bringen dürfen und müßten den Rest als Existenzsicherung behalten .So würde die von den Aktienmärkten ausgehende Gefahr eingegrenzt werden, dass Konzerne allein durch Gerüchte ihren Wert zum Teil rapide verlieren können.
In meiner Umgangssprache würde ich das so ausdrücken; ihr dürft ruhig zocken, nur ihr dürft dabei nicht immer Tausende von Arbeitsplätze verzocken. Wenn man auf die Rennbahn geht sollte man auch nicht all sein Erspartes mitnehmen. Durch diese Maßnahme würden Aktienkurse bei einem bestimmten Wert nicht mehr so schnell fallen können denke ich. Der Vorschlag für ein Konzept wie dieses zu bewerkstelligen wäre, würde an dieser Stelle zu weit führen.

Ich finde, man sollte die Börse ganz abschaffen. Ist nur ein Instrument um einige Wenige richtig reich zu machen.

Mir geht es nicht darum einen neuen Menschen zu schaffen, ich finde dieser Versuch ist immer eine Frechheit, aber je mehr Menschen wir auf diesem Planeten werden desto weniger können wir uns ein Wirtschaftssystem leisten, welches nicht in der Lage ist uns alle ausreichend zu versorgen.
Ich denke eine Systemkorrektur würde den Kapitalismus seine Gefährlichkeit nehmen aber uns allen die Freiheit in einer Demokratie leben zu können lassen. Die es natürlich noch sehr zu verbessern gilt.

Das alles ist sowas wie Fairglobe zu Ende gedacht im Grunde, mir liegt das Wohlergehen der Menschen in Entwicklungsländern auch sehr am Herzen deswegen wie gesagt die festen Rohstoffkosten.

Für mich ist das der nächste logische Schritt beim Zusammenwachsen der Welt und die einzige wirklich fortschrittliche Lösung die mir persönlich für unsere Weltwirtschaftskrise eingefallen ist.
Wie schwierig die Umsetzung meiner Idee sein würde kann ich leider kaum beurteilen, nur wenn es um Profit geht, lassen wir uns auch selten von Schwierigkeiten stoppen.

Außerdem würde die Umsetzung mit Sicherheit etwas dauern, aber schon die Benennung dieses Fernzieles würde die weitere Abwanderung von Produktionsstätten nicht mehr so rentabel erscheinen lassen.

Vielleicht möchte ja nicht nur ich gerne weiter in einem System leben, wo ich meine unangepassten und vielleicht verrückten Gedanken äußern kann, auch deswegen wäre es schön wenn wir nochmal den Dreh bekommen.

Im Endeffekt brauchen wir ein anderes System. Ein neues Wertedenken, dass den Menschen wieder an die oberste Stelle setzt. Zu lange wird das Wertedenken schon vom Geld angeführt.

Clara
21.03.2009, 06:56
@ Britta



Ich sehe unsere Politiker absolut nicht in einem so schlechtem Licht. Ich mag einige sogar wirklich gerne.

Natürlich machen sie auch andauernd Fehler aber das sie gezielt die Menschen in den Abgrund treiben, glaube ich persönlich nicht.

Wenn die Menschen sich dümmer verhalten als sie es müssten, muss man sie deswegen noch lange nicht hassen.

Prinzipiell denke ich, dass man absolut nicht alle Krankhaften Handlungen die Menschen begehen, kennen muss um sich eine Meinung zu bilden.
Tatsächlich sollte die Menge an Informationen die wir aufnehmen sich die Waage halten mit unserem Mitgefühl und unserer Hoffnung.
Falls dieses aus dem Gleichgewicht gerät finde ich das gefährlich für uns.
Wir können sonst nämlich schnell den Glauben an Konfliktlösungen verlieren was meiner Meinung nach dann einem Versagen gleichkommt.
Was auch passiert, wie wir auch denken , wenn irgend etwas uns unsere Hoffnung nehmen kann sind wir schon halbtot.
Und welch grössere Befriedigung für unsere Wiedersacher kann es geben als das wir resignieren ?

Weltweit feste gleiche Löhne und feste faire Rohstoffpreise würde meiner Meinung nach sehr vielen Menschen helfen.
Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem und die haben immer vorranig die Aufgabe uns alle ausreichend zu versorgen, egal was uns anderes erzählt wird. So sehe ich das auf jeden Fall.

Das der Kapitalismus so wie wir mit ihm umgehen schlecht ist, muss nicht heissen das er ein unbrauchbares Wirtschaftssystem ist.Ich finde ihn sehr einfach in seiner Funktionsweise und wenn wir seine Regeln beachten, denke ich kann er sehr wohl seine Aufgabe auch erfüllen.

Die Börsen sind, so wie sie im Moment sind ein grosses Problem, das sehe ich auch so.
Ich würde sie deutlich entmachten, die Aktionäre hätten bei mir kein Mitspracherecht über die Unternehmen aber den Menschen diese Art von Zocken ganz zu verbieten denke ich, muss nicht sein.
Ein Konzept was Unternehmen langfristig sichert reicht da meiner Meinung nach völlig aus.

deserd
21.03.2009, 08:17
Das hat nicht einfach mit "dümmerem Verhalten" zu tun. Da spielen eine ganze Menge von Verhaltensnormen und Verhaltensmöglichkeiten rein, und das ist noch längst nicht alles.

Mensch wird sehen, wenn man von diesen Politikern und Finanzmanagern ernsthaft etwas fordert und öffentlich einklagt, dann haben sie Dutzende Gründe bereit, warum Ihre Lösungen "die Besseren" sind, und es ist relativ egal, in welcher Weise angeblich (wissenschaftlich) richtig verteidigt wird.

Desweiteren frage ich mich doch zunehmend, ob man "den Kapitalismus an sich" einfach so beurteilen kann. Beruhen nicht alle Nationalökonomien auf einer Volkswirtschaftslehre, egal ob in der Nationalökonomie kapitalistisch orientierte oder sonstige andere politische Ökonomien zur Anwendung kommen.

So einfach ist das leider nicht. Der Kapitalismus braucht scheinbar nicht immer eine moderne Demokratie, der kann auch sehr gut mit Diktaturen händeln.

gruss, deserd

Britta
21.03.2009, 08:40
@ Britta

Ich sehe unsere Politiker absolut nicht in einem so schlechtem Licht. Ich mag einige sogar wirklich gerne.

Natürlich machen sie auch andauernd Fehler aber das sie gezielt die Menschen in den Abgrund treiben, glaube ich persönlich nicht.

Ich sehe in Deutschland keinen Politiker, der in der Lage wäre Politik für das Volk zu machen, statt dagegen.

Und Glauben heißt nicht wissen.

Nehmen wir mal Herrn Steinmeyer als Beispiel: Er will Kanzlerkandidat der SPD werden und wird es wahrscheinlich auch.

Nach BND-Affäre und Murat Kurnatz sehe ich in diesem Mann einen Menschenrechtsverletzer, der für mich nicht wählbar ist. Nenne mir einen Politiker, den du magst.

Wenn die Menschen sich dümmer verhalten als sie es müssten, muss man sie deswegen noch lange nicht hassen.

Ich hasse doch gar nicht. :confused:

Prinzipiell denke ich, dass man absolut nicht alle Krankhaften Handlungen die Menschen begehen, kennen muss um sich eine Meinung zu bilden.

Es hilft aber ungemein...

Tatsächlich sollte die Menge an Informationen die wir aufnehmen sich die Waage halten mit unserem Mitgefühl und unserer Hoffnung.

Mitgefühl habe ich im Überfluss - für die Geschädigten wie z.B. Rentner, HartzIV-Empfänger, Kranke, Schulkinder etc.

Und die Hoffnung, dass das Volk endlich begreift und sich diese menschenverachtende Politik nicht mehr gefallen läßt, habe ich noch nicht aufgegeben.

Falls dieses aus dem Gleichgewicht gerät finde ich das gefährlich für uns.
Wir können sonst nämlich schnell den Glauben an Konfliktlösungen verlieren was meiner Meinung nach dann einem Versagen gleichkommt.
Was auch passiert, wie wir auch denken , wenn irgend etwas uns unsere Hoffnung nehmen kann sind wir schon halbtot.
Und welch grössere Befriedigung für unsere Wiedersacher kann es geben als das wir resignieren ?

Zur Konfliktlösung fähig sind wir alle. Nur ist das auch gewollt?

Weltweit feste gleiche Löhne und feste faire Rohstoffpreise würde meiner Meinung nach sehr vielen Menschen helfen.
Der Kapitalismus ist eine Wirtschaftssystem und die haben immer vorranig die Aufgabe uns alle ausreichend zu versorgen, egal was uns anderes erzählt wird. So sehe ich das auf jeden Fall.

Wie werden das wohl die Menschen sehen, die in den USA ihre Häuser verloren haben und bereits in Zeltstädten leben? Oder in Japan - da sieht es genaus aus.

Es sollte so sein, da gebe ich dir Recht. Aber eine Analyse der Fakten sagt aus, dass es nicht so ist.

Das der Kapitalismus so wie wir mit ihm umgehen schlecht ist, muss nicht heissen das er ein unbrauchbares Wirtschaftssystem ist.Ich finde ihn sehr einfach in seiner Funktionsweise und wenn wir seine Regeln beachten, denke ich kann er sehr wohl seine Aufgabe auch erfüllen.

Die Regeln im Kapitalismus werden vom Geld gemacht. Wer das meißte Geld hat, macht die Regeln. Im Kapitalismus ist die Politik käuflich und sie macht die Regeln so, dass Wenige reich und die Mehrheit arm wird.

Zu Beginn sind die Regeln fair aber das Kapital arbeitet unermüdlich daran, die Regeln zu seinem Vorteil ändern. Das buchstabiert man K O R R U P T I O N.

Die Börsen sind, so wie sie im Moment sind ein grosses Problem, das sehe ich auch so.
Ich würde sie deutlich entmachten, die Aktionäre hätten bei mir kein Mitspracherecht über die Unternehmen aber den Menschen diese Art von Zocken ganz zu verbieten denke ich, muss nicht sein.
Ein Konzept was Unternehmen langfristig sichert reicht da meiner Meinung nach völlig aus.

Ich werde niemals in Aktien investieren.

Es gab Regeln, die eine solche Wirtschaftskrise wie wir sie jetzt haben, verhindern sollten. Diese Regeln stammten aus der Zeit nach der letzten großen Krise 29/30. Sie wurden 1999 auf Drängen der Federal Reserve und der Citibank abgeschafft. Bill Clinton unterschrieb die Abschaffung dieses Gesetzes.

Egal wie sehr man versucht, so etwas zu verhindern: Diese Leute werden sich immer wieder in die Lage versetzen, die Börsenregeln zu ändern - so wie sie niemals locker lassen, alle Regeln zu ihren Gunsten zu ändern. Dabei haben sie Zeit und versuchen es immer wieder. Diesmal hat es ca. 70 Jahre gedauert, bis sie ihr Ziel erreicht hatten.

Da siehst du dann: Es gibt kein Konzept dafür. Die Menschen sind zu vergesslich und die Medien sorgen dafür, dass sie das auch ja schön brav vergessen.

Das Spiel heißt Monopoly. Am Ende kann bei der Börse nur einer übrig bleiben. Den darf dann der Rest als Pharao verehren. Wir sind mit dieser Krise nur in die nächste Runde eingetreten. Ein paar Mitspieler hat es jetzt erwischt. Mit weniger Spielern geht es jetzt in die nächste Runde...

Clara
21.03.2009, 09:24
Ich muss doch nicht den gesamten Menschen ablehnen, nur weil ich seine Politische Einstellung nicht teile. Solange diese nicht zutiefst menschenfeindlich ist natürlich.
Wählen tue ich Oskar Lafontaine und er hat auch mein vollstes Vertrauen.
Ein Mensch, der seinen Posten als Finanzminister aufgibt, weil ihm die geplante Politik zu unsozial ist, dem ist, meiner Meinung nach Gerechtigkeit wichtiger als Macht.
Und welch höhere Auszeichnung kann es für einen Politiker geben als diese Einstellung?
Natürlich bin ich nicht mit allen seinen Positionen so wie er sie vertritt einverstanden, manches geht mir zu weit und manches geht mir nicht zu weit, aber das kann man in einer Demokratie glaube ich auch kaum erwarten.
Er kommt meinen Vorstellungen am nächsten das muss mir reichen denke ich.
Und das alle sich auch mal dumpfbackig verhalten ist doch total normal sie sind Menschen...
Ich bin froh das mir meine Fehler nicht so ewig nachgetragen werden.

Ich denke, wenn man versucht alle krankhaften Handlungen die Menschen begehen, kennen zu wollen geht man daran zugrunde, soviel kann man gar nicht ertragen.

Wir haben eine Demokratie, wir können die Regeln unseres Wirtschaftssystems selber bestimmen.
Das wir das nicht zur Genüge ausnutzen, heißt nicht das wir die Möglichkeit nicht haben..
Die Dringlichkeit mit der uns das bewusst werden muss, steigt mit jedem Verhungertem und Arbeitlosen.

Ich persönlich denke prinzipiell darf man keine Werte ansammeln, solange noch Menschen auf diesem Planeten verhungern, und das gilt natürlich auch für Aktienpapiere.
Allerdings ist das eine sehr fundamentalistische Einstellung glaube ich und die dürfen nie jemandem aufgezwungen werden. :)

Clara
21.03.2009, 10:18
@deserd

Ich denke den Politikern und Finanzexperten geht der Ar... auf Grundeis.
Wenn sie jemals Lösungsvorschläge annehmen dann in solchen Situationen.
Was stimmt ist, dass der Kapitalismus keine Demokratie braucht, zur Bereicherung von wenigen kann er noch viel perfekter in diktatorischen Staaten eingesetzt werden.
Das heißt aber nicht zwangsläufig das er für demokratische Systeme nicht geeignet ist, wenn man ihm die Möglichkeit der Ausbeutung effektiv nimmt.

deserd
21.03.2009, 11:36
........................

Wir haben eine Demokratie, wir können die Regeln unseres Wirtschaftssystems selber bestimmen.

..............................




Schön wärs.
Von was träumen Sie nachts?

Ich bin ja schon etwas sprachlos !?!

Die Regeln des Wirtschaftssystems werden eben nicht vom Volk bestimmt.

Da gibt es diverse Konzerne, die die Denkarbeit für unsere lieben Politiker machen, die brauchen das nur noch umzusetzen.

Iphigenie
21.03.2009, 11:56
Hallo deserd,

Schön wärs.
Von was träumen Sie nachts?


Ich würde mich freuen, wenn Du Deine unterschwelligen Beleidigungen wegließest.
Sie heben mit Sicherheit nicht das Niveau Deiner sachlich vorgetragenen Argumentation.


gruß
Iphigenie *mod*

Iphigenie
21.03.2009, 12:40
@deserd

Ich denke den Politikern und Finanzexperten geht der Ar... auf Grundeis.
Wenn sie jemals Lösungsvorschläge annehmen dann in solchen Situationen.
Was stimmt ist, dass der Kapitalismus keine Demokratie braucht, zur Bereicherung von wenigen kann er noch viel perfekter in diktatorischen Staaten eingesetzt werden.
Das heißt aber nicht zwangsläufig das er für demokratische Systeme nicht geeignet ist, wenn man ihm die Möglichkeit der Ausbeutung effektiv nimmt.


hallo clara,

erstmal herzlich willkommen!

Die Geschichte zeigt, daß das Wirtschaftssystem, daß sich Kapitalismus
nennt, prinzipiell mit allen politischen Systemen vernetzbar ist. Ein
politisches System, das dem Kapitalismus die Ausbeutung verböte,
würde damit den Kapitalismus unweigerlich zum Einsturz bringen.
Ausbeutung heißt ja (grob gesprochen), daß ich als Unternehmer
dem Arbeitnehmer gerade so viel für die geleistete Arbeitsstunde zahle,
daß er damit so leben kann, das seine Arbeitskraft erhalten bleibt und
er am nächsten Tag wieder zur Arbeit kommen kann. Alles was
er darüberhinaus pro Arbeitsstunde für mich erwirtschaftet, geht
sozusagen in mein Eigentum über.

Bisher existierte aber noch kein politisches System, das dem Kapitalismus
die Ausbeutung verböte. Alle bisherigen politischen Systeme sind mit
dem Kapiatlismus eng verflochten (auch personell.... das Parlament
der sogenannten Demokratien ist nichts anderes, als der ideelle Vertreter
des kapitalistischen Systems).
Es ist aber unbenommen, daß nur ein wahrhaft
demokratisches Gesellschaftsgefüge fähig ist, die Macht des
Menschen über den Menschen zu beenden, um eine Tür zu
einer Wirtschaftsform aufzustoßen, die so gut wie alle
Menschen zufrieden stellt. Das ist glaube ich auuch das,
was Dir vorschwebt, wenn ich Dich richtig verstehe.


liebe Grüße
Iphi:)

Britta
21.03.2009, 13:33
Ich muss doch nicht den gesamten Menschen ablehnen, nur weil ich seine Politische Einstellung nicht teile. Solange diese nicht zutiefst menschenfeindlich ist natürlich.
Wählen tue ich Oskar Lafontaine und er hat auch mein vollstes Vertrauen.
Ein Mensch, der seinen Posten als Finanzminister aufgibt, weil ihm die geplante Politik zu unsozial ist, dem ist, meiner Meinung nach Gerechtigkeit wichtiger als Macht.
Und welch höhere Auszeichnung kann es für einen Politiker geben als diese Einstellung?
Natürlich bin ich nicht mit allen seinen Positionen so wie er sie vertritt einverstanden, manches geht mir zu weit und manches geht mir nicht zu weit, aber das kann man in einer Demokratie glaube ich auch kaum erwarten.
Er kommt meinen Vorstellungen am nächsten das muss mir reichen denke ich.
Und das alle sich auch mal dumpfbackig verhalten ist doch total normal sie sind Menschen...
Ich bin froh das mir meine Fehler nicht so ewig nachgetragen werden.

Ich denke, wenn man versucht alle krankhaften Handlungen die Menschen begehen, kennen zu wollen geht man daran zugrunde, soviel kann man gar nicht ertragen.

Wir haben eine Demokratie, wir können die Regeln unseres Wirtschaftssystems selber bestimmen.
Das wir das nicht zur Genüge ausnutzen, heißt nicht das wir die Möglichkeit nicht haben..
Die Dringlichkeit mit der uns das bewusst werden muss, steigt mit jedem Verhungertem und Arbeitlosen.

Ich persönlich denke prinzipiell darf man keine Werte ansammeln, solange noch Menschen auf diesem Planeten verhungern, und das gilt natürlich auch für Aktienpapiere.
Allerdings ist das eine sehr fundamentalistische Einstellung glaube ich und die dürfen nie jemandem aufgezwungen werden. :)

Jetzt hast du mich echt überrascht. Mit Oskar als Beispiel hätte ich irgendwie nicht gerechnet. Da kann ich natürlich nichts dagegen sagen. :winken:

Für mich ist er auch der aufrichtigste unter unseren Politikern und so gehört meine Stimme nun auch schon seit ihrer Gründung der Linkspartei. Ob es was nutzt wird sich noch rausstellen.

Vieles was man Oskar nachsagt ist böswillig und dient der Diskreditierung. Meiner Meinung nach hat er den Posten des Finanzministers damals hingeschmissen, weil er für diese Lügenpolitik nicht mitverantwortlich sein wollte und keine Chance sah, etwas zu ändern -und das ist für mich ein edles Motiv.

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Es wäre korrekter zu sagen: 'Wir könnten die Regeln unseres Wirtschafssystemes selbst bestimmen, wenn...'

Solange sich das Volk nicht einig ist - und das Kapital sorgt dafür, dass es sich nicht einig ist (Turmbau zu Babel) - solange können wir das nicht.

deserd
21.03.2009, 14:44
@deserd

......
Was stimmt ist, dass der Kapitalismus keine Demokratie braucht, zur Bereicherung von wenigen kann er noch viel perfekter in diktatorischen Staaten eingesetzt werden.

.....



Entschuldigung, aber das stimmt eben wiederum auch nicht.

Was hatte ich geschrieben? "... der Kapitalismus kann auch mit Diktaturen händeln", was nicht bedeutet, dass der sich in "Demokratien" nicht wohlfühlt (denn genau der Gegensatz ist der Fall, Kapitalismus fühlt sich Demokratien sauwohl) - genau in diesen "Demokratien" kann er sich wunderbar entfalten und sich transformieren, wie er lustig ist - also durchaus in Teilen der Sphären (Gesellschaft - Politik - Wirtschaft) des kapitalistischen Westens Instrumente des offiziell bösen und verhassten Feindbild des z. B. Kommunismus (oder der japanischen Kultur) installieren, die haargenau in die Richtung arbeiten, wie es die kapitalistische Elite haben möchte .... wer einigermaßen genau beobachtet, wird diesem (hängt natürlich auch vom "Standpunkt" ab) zustimmen

Ich bin mir relativ sicher, aber beweisen kann ich es nicht, in der Demokratie ist Kapitalismus wahrscheinlich am erfolgreichsten beheimatet, Kapitalismus nur in Diktaturen und Kommunismus wird er wahrscheinlich nicht so wirksam - meine Vermutung ....

gruss, deserd

Iphigenie
21.03.2009, 16:30
Entschuldigung, aber das stimmt eben wiederum auch nicht.

Was hatte ich geschrieben? "... der Kapitalismus kann auch mit Diktaturen händeln", was nicht bedeutet, dass der sich in "Demokratien" nicht wohlfühlt (denn genau der Gegensatz ist der Fall, Kapitalismus fühlt sich Demokratien sauwohl) - genau in diesen "Demokratien" kann er sich wunderbar entfalten und sich transformieren, wie er lustig ist - also durchaus in Teilen der Sphären (Gesellschaft - Politik - Wirtschaft) des kapitalistischen Westens Instrumente des offiziell bösen und verhassten Feindbild des z. B. Kommunismus (oder der japanischen Kultur) installieren, die haargenau in die Richtung arbeiten, wie es die kapitalistische Elite haben möchte .... wer einigermaßen genau beobachtet, wird diesem (hängt natürlich auch vom "Standpunkt" ab) zustimmen

Ich bin mir relativ sicher, aber beweisen kann ich es nicht, in der Demokratie ist Kapitalismus wahrscheinlich am erfolgreichsten beheimatet, Kapitalismus nur in Diktaturen und Kommunismus wird er wahrscheinlich nicht so wirksam - meine Vermutung ....

gruss, deserd


Ich denke auch, dass sich Kapitalismus am wohlsten in
demokratisch kostituierten Staatsapparaten fühlt. Hier können
die Machthaber von Finanz und Demokratie am idealsten
„beweisen“, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.

Daß die Demokratie in einem größeren Staatswesen noch nie
in der Hand eines Volkes selbst lag, liegt auf der Hand (und
wenn es 100x im Grundgesetz der BRD heißt - Artikel 20, 2 -
: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus ).

Wohl kaum ein Volk würde aus eigenem Ermessen und innerem
Antrieb heraus für solche extremen Unterschiede zwischen arm
und reich sorgen, wie das in demokratisch gelenkten
kapitalistischen Ländern tagtäglich Standart ist („Wenn Sie
sich zu arm fühlen, haben Sie doch das Recht, selbst Kapitalist
zu werden!“)

Nur wenn in großen Revolten oder revolutionären Umbruchsversuchen,
den bürgerlichen Machthabern die Felle immer schneller
wegschwimmen, das heißt immer größere Teile des Volkes
abtrünnig werden, greifen sie in höchster Not vorübergehend
zur brutalst möglichen Herrschaftsform: Dem Faschismus oder
der Militärdiktatur (Faschismus, wenn eine breite
faschistische Massenbewegung geschaffen werden kann,
und Militärdiktatur, wenn das nicht der Fall ist – siehe Chile- )

Im Moment scheinen wir alle auf ein totalitäres System
zuzusteuern…ein System, das so perfekt ist, dass es von den
Massen nicht als totalitär erkannt werden kann, das heißt dass
die Herrscher der Welt nicht mehr auf andere Herrschaftsformen
als die der Demokratie angewiesen sind.


grüße
Iphi:)

Clara
21.03.2009, 17:42
Meine Vorschläge sehen auf den ersten Blick vielleicht nicht so aus, aber ich schlage etwas vor was im Grunde auch im Interesse der Wirtschaft ist.
Und wenn man den Reichen ihren Reichtum nicht wegnehmen möchte kann vielleicht eine Veränderung auch ohne Gewalt herbeigeführt werden.
Ich habe keine Lust auf Krieg und Diktatur und auch nicht auf eine gewaltsame Revulotion.
Mir geht es um eine ausreichende Versorgung aller Menschen und ich würde sehr gerne weiter in einer Demokratie leben.

Mich ekelt der Kapitalismus, wie er jetzt ist auch auf das extremste an.

Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, dass Mr. President Obama genauso empfindet. :)

Aber, wenn Lohn und Rohstoffkosten weltweit festgelegt sind kann das Kapitalistische System nach meiner Logik kaum noch ausbeuten.

Vielleicht habe ich aber auch etwas übersehen das kann natürlich gut sein?

Ich bin eher bequem, mache mir lieber Gedanken als Papiere zu wälzen und deswegen mag ich ein selbstlaufendes System wo ich einmal anständige! Regeln für aufstellen muss lieber als ein System der Planwirtschaft und Kollektivierung.
Es ist noch nicht mal so, dass ich nicht wahrscheinlich Spaß daran hätte in einem Kollektiv zu arbeiten, aber ich denke ich wäre bestimmt die erste die im Gefängnis sitzt, weil sie ihren Mund wieder nicht halten konnte.

Grüße Clara :)

deserd
21.03.2009, 17:55
Ich denke auch, dass sich Kapitalismus am wohlsten in
demokratisch kostituierten Staatsapparaten fühlt. Hier können
die Machthaber von Finanz und Demokratie am idealsten
„beweisen“, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.

Daß die Demokratie in einem größeren Staatswesen noch nie
in der Hand eines Volkes selbst lag, liegt auf der Hand (und
wenn es 100x im Grundgesetz der BRD heißt - Artikel 20, 2 -
: ).

Wohl kaum ein Volk würde aus eigenem Ermessen und innerem
Antrieb heraus für solche extremen Unterschiede zwischen arm
und reich sorgen, wie das in demokratisch gelenkten
kapitalistischen Ländern tagtäglich Standart ist („Wenn Sie
sich zu arm fühlen, haben Sie doch das Recht, selbst Kapitalist
zu werden!“)

Nur wenn in großen Revolten oder revolutionären Umbruchsversuchen,
den bürgerlichen Machthabern die Felle immer schneller
wegschwimmen, das heißt immer größere Teile des Volkes
abtrünnig werden, greifen sie in höchster Not vorübergehend
zur brutalst möglichen Herrschaftsform: Dem Faschismus oder
der Militärdiktatur (Faschismus, wenn eine breite
faschistische Massenbewegung geschaffen werden kann,
und Militärdiktatur, wenn das nicht der Fall ist – siehe Chile- )

Im Moment scheinen wir alle auf ein totalitäres System
zuzusteuern…ein System, das so perfekt ist, dass es von den
Massen nicht als totalitär erkannt werden kann, das heißt dass
die Herrscher der Welt nicht mehr auf andere Herrschaftsformen
als die der Demokratie angewiesen sind.


grüße
Iphi:)

Naja, ist nicht nur das Wohlfühlen und die "Vorzeige-Demokratie", sondern eben alles, was die Gesellschaft-Politik-Wirtschafts-Sphäre an Fortschrittlichem bietet (in Deutschland übrigens auch die Erfahrungen und die (natürlich schrecklichen) Vorteile des NS (und 2. WW), Religiösität, Bildung, "Obrigkeitshörigkeit" (jetzt in der modernisierten neolib. Variante) Erfindergeist etc etc und der Erfolg des Neoliberalismus .... = all das macht die Demokratie zum perfekten Host des Kapitalismus, der aus all diesem alles verwertbare fast zum Nulltarif extrahiert

All diese Elemente, die in anderen Ländern und Systemen fehlen, würden auch einen dort beheimateten Kapitalismus bremsen. Kapitalismus hat z. B. von Diktaturen nur etwas, wenn er sie von außen knackt, nur soweit, dass man da Gewinn rauszieht (was bei auszurangierenden Waffen sogar doppelter Gewinn ist) ... oder auch Diktaturen überhaupt entstehen läßt zwecks Profit (auch das kommt - glaube ich - vor; - jedenfalls kein neues Gerücht). Es ist wirklich für das Kapital viel,viel effektiver, sich in der Demokratie zu bewegen und für die Sachen, wo man "Diktatorisches" einsetzen könnte, die viel intelligenteren Think Tanks präzise einsetzt.

Dass dein vorausgesagter Totalitarismus nicht erkannt wird, da wäre ich mir nicht so sicher ... ich war schließlich doch auch erstaunt, für wie viele scheinbar sehr gewöhnliche Bürger Neoliberalismus keineswegs ein völlig fremdes Wort ist .... mir ist bis jetzt noch keinem_r entgangen, welche Entwicklungen und Prozesse da ablaufen (obwohl die nur Fernsehen und Lokalzeitung haben) .... die können es wahrscheinlich/evtl. nicht so genau beschreiben (sehen schon, aber nicht so gut in Worte fassen) - erkennen es aber schon auch "fuzzy-logic"-mässig, das da was im anrollen ist.

Ich sehe jetzt den Kapitalismus in einem Finale, denn das Gros der leicht auszubeutenden Welt ist schon in Beschlag, viel Wachstum ist da nicht mehr zu finden, da wenden sich die aggressiven Elemente des Kapit. den inneren Ressourcen zu, weil außen so einfach nichts mehr aufzuknacken ist

gruss, deserd

Iphigenie
21.03.2009, 23:08
Hallo Clara,

Du schreibst:
Meine Vorschläge sehen auf den ersten Blick vielleicht nicht so aus, aber ich schlage etwas vor was im Grunde auch im Interesse der Wirtschaft ist.

Das Problem ist glaube ich, daß es einen halben Kapitalismus nicht geben kann, ähnlich der Tatsache, daß man nicht halb schwanger sein kann.

Und wenn man den Reichen ihren Reichtum nicht wegnehmen möchte kann vielleicht eine Veränderung auch ohne Gewalt herbeigeführt werden.
Der ungeheuere Reichtum der wenigen Reichen macht ja erst möglich, jene Macht auszuüben, die nötig ist, an der Macht zu bleiben.

Eine Veränderung durch Gewalt herbeizuführen ist deshalb sinnlos, weil sich in einer Revolution oder einem Bürgerkrieg immer diverse machgeile Menschen an die Spitze der Revolte stellen, um sie nach Einkehr der Ruhe abzubrechen. Die Folge ist immer ein System, in dem wenige über die Mehrheit herrschen - und der Kapitalismus bietet sich auch sofort als Helfer in der Not und Wiederaufbauer an....

Ich habe keine Lust auf Krieg und Diktatur und auch nicht auf eine gewaltsame Revulotion.
Mir geht es um eine ausreichende Versorgung aller Menschen und ich würde sehr gerne weiter in einer Demokratie leben.

Sehe ich nicht anders als Du. Nur wird aber von den Herrschenden definiert, was Demokratie ist und zu sein hat. Und in den Händen der Herrschenden wird Demokratie zur Waffe gegen das Volk.
Nur eine wahrhafte Demokratie des Volkes ist im Prinzip fähig, den Kapitalismus durch ein anderes Wirtschaftssystem zu ersetzen.

Aber, wenn Lohn und Rohstoffkosten weltweit festgelegt sind kann das Kapitalistische System nach meiner Logik kaum noch ausbeuten.

Vielleicht habe ich aber auch etwas übersehen das kann natürlich gut sein?

Hmmm....wie genau definierst Du Ausbeutung? Wäre interessant für mich zu wissen....
Das kapitalistische System kann überhaupt nur durch Ausbeutung existieren. Fällt sie weg, fällt der ganze Kapitalismus weg!

Grüße
Iphi :-)

Clara
22.03.2009, 06:26
@Iphigenie

Ausbeutung ist für mich, wenn man arbeitet und trotzdem kein finanziell sorgenfreies Leben hat.
Das fängt bei Sklavenarbeit an und hört erst auf, wenn Menschen sich von ihrer Arbeit mit der Zeit ein Haus bauen können, ein Solarmobil fahren können und was sie sonst noch so alles gerne machen mit ihrem Geld. Dann ist Ausbeutung für mich aber nicht mehr gegeben, denke ich.
Ich hatte mal eine winzige Firma und habe Grundreinigungen in verwahrlosten Wohnungen angeboten.
In der Zeit habe ich auch, wenn ich mal jemanden mithatte was extrem selten passierte, 7,50 DM vom Stundenlohn der mir gezahlt wurde abgezogen und nur 20,00 DM ausgezahlt.
Mein Gewissen hat dabei nicht Alarm geschlagen, ich hatte jeglichen organisatorischen Stress alleine, wenn was nicht lief war ich verantwortlich und die schmutzigste Arbeit habe ich immer gemacht. Für mich war ich kein Ausbeuter in der Zeit.
Das Unternehmer mehr haben als Arbeiter wird mit meinem Vorschlag so bleiben, das stimmt. Sonst wäre es kein kapitalistisches System, was ich vorschlage.
Aber das kann uns egal sein, wenn es uns auch gut geht, meine ich?
Von seiner Arbeit gut leben können weltweit, finde ich viel wichtiger als das alle den gleichen sozialen Status haben.
Wenn wir hingehen und für einen Staat den Sozialismus einführen wollen helfen wir damit den Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern nur in soweit als das wir wieder Entwicklungshilfeorganisationen unterstützen können. Wenn Rohstoffpreise weltweit festgelegt sind könnten wir so die Entwicklungshilfe mit der Zeit überflüssig machen, denke ich. Nicht die Katastrophenhilfe natürlich.
Wenn weltweit für die selbe Arbeit der selbe Lohn gezahlt wird, schaffen wir damit meiner Meinung nach eine nie da gewesene weltweite Gerechtigkeit.
Die ist mir so viel wichtiger als ein einziger Staat in dem Sozialismus herrscht, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann.

Ich habe in einem taz Leserkommentar mal meine Sichtweise über Kommunismus und Kapitalismus dargestellt, ich kopiere das jetzt einfach mal.
----------
Kommunismus bedeutet für mich die absolute Staatliche Kontrolle über Produktionsstätten und Privatbesitz.
Er bedeutet aber auch, dass der Staat sich Mühe gibt seine Bevölkerung ausreichend zu versorgen und zwar alle Menschen in diesem System nicht nur die Reichen.
Für den Kommunismus braucht man denke ich Menschen, die nicht auch eigennützig und gierig sind, die Interessen der Gemeinschaft über ihren eigenen stellen und die ihre Existenz so gut wie gar nicht durch Ansammlung von Werten sichern wollen.
Ich kenne solche Menschen kaum.
Für mich ist der Versuch ein Wirtschaftssystem zu errichten das sich nicht auch an den Schwächen im Menschlichen Charakter ausrichtet, wieder nur ein erneuter Versuch einen besseren Menschen zu schaffen. Und ich finde dieser Versuch ist immer eine absolute Frechheit.
Heute noch gibt es Menschen die sagen, für sie war die Mauer ein Schutz, genauso wie ich in Foren noch immer absolut Gläubige des freien kapitalistischen Marktes vorfinde.
Beides zeigt mir nur, wie sehr wir auf ein bestimmtes System konditioniert werden können.
Aber ist so eine Konditionierung auch gut und nützlich? Sollte nicht jeder von uns sich selbstständig eine Meinung bilden dürfen, ohne nur an eine einzige Denkweise herangeführt zu werden?
Seit ca 8 Wochen äußere ich meine Meinung in Foren und in den meisten Sozialistischen / Kommunistischen Ländern wäre ich jetzt schon im Gefängnis glaube ich? Ich mag nicht meine Freiheit gegen soziale Sicherheit tauschen und ich denke wir Menschen haben ein Anrecht auf beides.
Wie gesagt, meiner Meinung nach lässt die Diskrepanz zwischen Hunger und Reichtum den Reichtum so extrem widerwärtig erscheinen,
Schaffen wir den Hunger ab, sollten wir auf jeden Fall die Freiheit haben auch Werte anzusammeln, ich denke seine Existenz in dieser Form scheinbar abzusichern, ist ein Grundbedürfnis des Menschen und darf deswegen nicht außer Acht gelassen werden.
Außerdem ist es ein häufig auftretendes Problem von Sozialistischen Regierungen das die Bevölkerung nicht mit dem ihr angebotenen Lebensstandard zufrieden ist und deswegen in Kapitalistische Länder abwandern möchte. So können dann auch rigide Systeme entstehen die eine Gleichschaltung der Menschen betreiben.

Kapitalismus bedeutet für mich, dass Lebensmittelpreise an den Börsen festgelegt werden und Menschen die diese Preise nicht zahlen können dann halt einfach verhungern. Das man Menschen ihrer Würde berauben kann, nur weil man sie bezahlt und sich die Menschen immer mehr in Arm und Reich aufteilen.
Er bedeutet aber auch das jeder sich den Beruf aussuchen kann den er möchte, jeder die Geschäfte betreiben kann die er möchte, die Menschen die Freiheit haben Werte anzusammeln und in den meisten kapitalistischen Ländern auch ein halbwegs demokratisches Mehrparteiensystem herrscht.
Unterm Strich möchte ich die Freiheit eines kapitalistischen Systems gepaart mit den existenzsichernden Regeln für alle Menschen auf diesem Planeten wie es das Ziel eines kommunistischen Systems ist.
------------

Deine kritische Sichtweise, was unsere Demokratie betrifft habe ich auch.
Du hast Recht, solange Burda noch die Hälfte aller Medien besitzen darf, ist es um die Meinungsfreiheit welche der Grundstein der Demokratie ist, nicht gut bestellt.
Wir müssten ein paar Regeln einführen um unser System Demokratischer zu machen, regelmäßige Volksabstimmungen wie in der Schweiz würde ich z.B. zum Teil begrüßen.( machen mir aber auch Angst wenn ich an die Todesstrafe denke) Und Medienimperien würde ich gar nicht erst erlauben.
Demokrates soll wohl gesagt haben eine Demokratie ist nur mit bis zu 10.000 Menschen möglich.
Er wird sich dabei etwas gedacht haben, auch wenn man diese Zahl nicht mehr auf unsere heutige Zeit übertragen kann.
In der Schweiz ist es halt viel einfacher Volksabstimmungen durchzuführen denke ich.

Grüße Clara :).

wafi
22.03.2009, 12:07
hm ... ich finde nicht wirklich eine Definition von Kapitalismus bislang. Die die bislang angeboten wurden, greifen m.E. viel zu kurz. Eigentum an Produktionsmitteln und an Boden ist so die landläufge Definition, bringt. m.E. nicht viel weiter. Clara hat es schon nen bißchen erweitert indem sie die Frage nach der Versorgung einer Gesellschaft stellte.

Für mich bedeutet Kapitalismus: die rein egozentrische Lebensweise, abgekoppelt von sozialen Bedürfnissen.

Klingt vielleicht ein bißchen schräg, wenn man sich die klassische Definition ansieht, will deshalb kurz erläutern, wie ich darauf komme. Das jedes Menschlein erstmal egozentrisch ist, ist ne simple Tatsache. Altruisten dürften wohl in der absoluten Minderheit sein. Der Vorteil des Kapitalismus gegenüber dem was die Protagonisten des marxschen Sozialismus wollten, liegt im ersten Teil dieser Definition, die Marx und Co geflissentlich übersahen bzw. postulierten, das müsse man umerziehen. Geht aber nicht, weil eben menschlich. Deshalb konnte sich der Kapitalismus wesentlich stärker entwickeln. Der zweite Teil dieses Versuchs einer Definition ist eben das Problem des Kapitalismus. Menschlein hat sich während der Evolution gegen diverse Widrigkeiten als soziale Gruppen gewehrt und überlebt. Entscheidend war dabei, daß Menschlein alleine es nicht geschafft hätte, innerhalb einer Gruppe jedoch es schaffen konnte zu überleben. Dieser sozialen Gruppe wird im Kapitalismus eine möglichst negative Eigenschaft zugeordnet (Hartz IV u.ä.)
und das Märchen erzählt, jeder könne, wenn er denn wolle und wer`s nicht schafft hat`s halt nicht gewollt .... Eine Gruppe ansich hat in diesem System keinen wirklichen Wert mehr, selbst nicht die Kleingruppe wie Familie, man schaue sich nur die Scheidungsraten an.
Die komischen Sozialisten meinten den Fokus ausschließlich auf den zweiten Teil des Satzes richten zu müssen und ließen das Kollektiv hochleben unter Negierung des Einzelnen. Genauso falsch.

Was man tun kann ... ich denke das einzige was man tun kann ist, sowohl Menschlein als egozentrisches Wesen zu begreifen, als auch die Wichtigkeit des sozialen Zusammenhangs. Wie dann Produktionsmittel verteilt sind oder Boden usw... ist völlig nebensächlich, denn der Einzelne braucht die Freiheit sich zu entfalten und die soziale Anbindung in seine Umgebung. Muß man halt selber leben. Gegen die komischen Verkürzer, seien es Kapitalisten oder Sozialisten, hilft es nicht zu kämpfen, dadurch kapieren die auch nicht mehr. M.E. ist der einzige Weg denen nen Spiegel vorzuhalten und ihre "Werte" auseinander zu nehmen um die inneren Widersprüche aufzuzeigen. Kann man im Sinne der Zyniker machen (wohl eher mein Ding) kann man aber auch durch besonders stakre Empathie u.ä. hinkriegen. Wesentlich erscheint mir, die "Werte" für sich selbst nicht anzuerkennen und auch nicht zu leben. Natürlich kriegt man damit nicht ein schnelles Umdenken hin ... aber es gibt simpel keine Alternative. Naja und zur parlamentarischen Oligarchie (ähm Dämonkratie ... oder wie heißt das? ) sag ich mal lieber nix.

Gruß
Peter

Britta
22.03.2009, 12:50
Gegen die komischen Verkürzer, seien es Kapitalisten oder Sozialisten, hilft es nicht zu kämpfen, dadurch kapieren die auch nicht mehr. M.E. ist der einzige Weg denen nen Spiegel vorzuhalten und ihre "Werte" auseinander zu nehmen um die inneren Widersprüche aufzuzeigen. Kann man im Sinne der Zyniker machen (wohl eher mein Ding) kann man aber auch durch besonders stakre Empathie u.ä. hinkriegen. Wesentlich erscheint mir, die "Werte" für sich selbst nicht anzuerkennen und auch nicht zu leben. Natürlich kriegt man damit nicht ein schnelles Umdenken hin ...

Das sehe ich genauso.

Deren Werte nicht zu leben ist der einzige Weg. Damit noch ein Beispiel für Andere zu geben, andere Ideen für Werte aufzuzeigen und denen den Spiegel vorhalten, in dem sie so häßlich aussehen wie sie sind.

Einfach zeigen: Es geht auch anders und viel besser.

Der größte Gewinn dabei ist die Weiterentwicklung der Menschheit.

Wer die Krone der Schöpfung sein will, sollte schon etwas mehr zu bieten haben wie Geld.

Clara
22.03.2009, 13:05
Zu einer Erkenntnis kann nur selber kommen, dass sehe ich auch so.
Nur wenn wir darauf warten bis auch der letzte erleuchtet ist, dauert das wahrscheinlich noch 2430000 Jahre.
Ich befürchte, so lange können wir nicht warten.
Deswegen bin ich für Lösungen die keinem etwas wegnehmen, aber jedem die Versorgung sichern.
Ich denke solchen Lösungsvorschlägen von denen im Grunde jeder profitiert, haben eine größere Chance gehört zu werden als die Forderung, den Reichen ihren Reichtum wegzunehmen. Letzteres wird man nur mit Gewalt erreichen befürchte ich.

wafi
22.03.2009, 13:21
Clara

eben aus dem Grund bin ich eher für ein bedingungsloses Grundeinkommen, geht zumindest in die richtige Richtung und hat als Grundlage, daß der Aspekt einer Gruppenzugehörigkeit einfach bedingungslos das Überleben jedes einzelnen sichert.
Man kann einiges dagegen sagen, Hauptargument der "Revolutionäre" ist, daß es das jetzige System zementieren würde, statt den Orkus herunter zu spülen. Sicherlich richtig, ich halte dagegen, daß nur Entwicklung zu entscheidenenden VEränderungen führt und mit ner Revolution eben nicht das Denken der Menschen verändert wird.

Ansonsten zu sog. Reichen ... mir doch egal, wer unter mir Kapitän spielen will :D Soll heißen, es ist belanglos ob jemand nen Porsche oder Ferrari fährt, interessiert mich nicht die Bohne, ansonsten bin ih eh schneller beim Anfahren :D, was die Jungs immer wieder völlig frustriert, daß so ne Klapperkiste, japanischer Reiskocher, kostenmäßig nur nen Bruchteil von derem Schwanzverlängerung ... auch noch denen um die Ohren fährt :D

Suzi rules Gruß
Peter

Hellmann
22.03.2009, 14:59
hm ... ich finde nicht wirklich eine Definition von Kapitalismus bislang. Die die bislang angeboten wurden, greifen m.E. viel zu kurz. Eigentum an Produktionsmitteln und an Boden ist so die landläufge Definition, bringt. m.E. nicht viel weiter.

Das Privateigentum an Produktionsmitteln ist wohl auch nicht der entscheidende Punkt, sondern die Konzentration von Reichtum in ganz wenigen Händen.

Heute sind wir in einer Situation, dass mit ihren Konzernen und ihrem Geld ganz wenige Familien die Erde beherrschen und nicht nur die Erde, sondern auch unsere Köpfe. Mit Hilfe der Massenmedien können die weltweit alle Kinder für Pokemon begeistern oder uns die Geschichte vom menschenverursachten Klimawandel einreden oder was auch immer die wollen.

Es geht also wohl nicht anders, als gegen diese Konzentration von Kapital und damit Macht etwas zu unternehmen. Nur bei dem ganzen Klimakrampf und allem anderen nicht mitmachen wollen, wird nicht reichen.

Auch die inszenierten Wirtschaftskrisen wie damals die von Volcker können jeden brutal treffen. Man rechnet ja nicht mit sowas; die haben aber die Macht dazu.

Iphigenie
22.03.2009, 17:50
Hallo Helli,

Du schreibst:
Das Privateigentum an Produktionsmitteln ist wohl auch nicht der entscheidende Punkt, sondern die Konzentration von Reichtum in ganz wenigen Händen.

Es sollte aber nicht vergessen werden, daß sich der Reichtum in
wenigen Händen nur dadurch (....nicht nur...) konzentrieren
konnte, daß es eben das Privateigentum an den Produktionsmitteln
gibt.

Heute sind wir in einer Situation, dass mit ihren Konzernen und ihrem Geld ganz wenige Familien die Erde beherrschen und nicht nur die Erde, sondern auch unsere Köpfe. Mit Hilfe der Massenmedien können die weltweit alle Kinder für Pokemon begeistern oder uns die Geschichte vom menschenverursachten Klimawandel einreden oder was auch immer die wollen.

Daß ist eigentlich das Übelste, daß sie unser aller Köpfe
beherrschen....Der Macht der Massenmedien können wir absolut
nichts gleichwertiges entgegensetzen.

Im Reflexionströööt habe ich geschrieben:
Es ist ein großer Irrtum vieler Zeitgenossen zu glauben, die
Manipulation durch die herrschenden Machthaber bestünde darin,
dem Untertan etwas glauben zu machen, was dieser nicht glauben
mag. Nein, es ist ganz anders!
Unsere Herren lassen über sämtliche Massenmedien etwas für sie
Wichtiges zwei, drei Tage lang verlautbaren, das mit absoluter
Sicherheit in jedes erwachsene Ohr gelangt. Die Zuhörer entscheiden
sich entsprechend ihrer Gedanken für einen bestimmten
Standpunkt. Nach drei Tagen treten die Meinungsforschungsinstitute
( in Wahrheit die Spitzeldienste der Herrschenden) in Aktion.
In Befragungen stellen sie fest, dass 50 Prozent der Befragten
sich für den Standpunkt der Machthabenden entschieden haben.
Durch Veröffentlichung dieser Zahlen werden abermals
Entscheidungen in den Köpfen der Untertanen gefällt. Reichen den
Herren 50 Prozent nicht aus, steht das Thema in den
Massenmedien weiterhin auf Seite eins. Nach erneuten Umfragen
entscheiden sich 60 Prozent für deren Meinung.
All das bedeutet auch, dass gute brauchbare Gedanken aus dem
Volk niemals auf Seite eins gelangen können, denn niemand hat die
Macht und die finanziellen Mittel dazu.


grüße
Iphi:)

deserd
22.03.2009, 17:50
(...)

Deswegen bin ich für Lösungen die keinem etwas wegnehmen, aber jedem die Versorgung sichern.
Ich denke solchen Lösungsvorschlägen von denen im Grunde jeder profitiert, haben eine größere Chance gehört zu werden als die Forderung, den Reichen ihren Reichtum wegzunehmen.
(.....)


Lösungsvorschläge, von denen "jeder"*) profitiert, sind eben auch nicht einfach politisch durchsetzbar, weil letztlich anderen weniger übrigbleibt (in irgendeiner Form), selbst wenn es direkt oder mittelbar nicht Geld kostet ... --da wird sich für jede Lösung, egal wie billig, ein Gegenargument derjenigen finden lassen, die im Politischen Hierarchiesystem eingebunden sind. Da kann MANN ganz ohne Probleme Massen an Gründen anführen.

Bedenke:
- Du kannst nicht mal mehr einfach umsonst arbeiten, weil auch das anderen was wegnimmst, wenn die (z. B. in deinem Vorschlag ein neues Biz-Modell der Zukunft sehen (aber na klar für andere), oder weil du gut versicherst sein musst ...., du nicht die richtge Ausbildung, oder dein "ehrenamtliches" Engagement gesellschaftsschädigend ist oder nicht nutzbringend ...)
Dabei muss es nicht einmal direkt oder mittelbar nicht mal um Geld gehen .....

Was du machen darfst ist, deine völlig uneigennützigen Ideen und Verbesserungsvorschläge, sofern sich nicht als irgendwie gesetznonkonform erweisen - völlig kostenlos öffentlich machen im Sinne und zum Zwecke der Guten Sache.
Aber bitte nicht zu oft und nicht zu aufdringlich, das würde als Besserwisserei und Penetranz gewertet werden.

____
*) "jeder": es profitiert bereits jetzt jede_r (in der BRD zur Zeit als Deutscher Staatsbürger) Hartz4 reicht für jede_n aus; das einige wenige sehr viel mehr profitieren, steht nicht dazu nicht im Widerspuch.

Mir scheint, du hast diesbezüglich noch etwas zu wenig Erfahrung in "Politischem Engagement" .. ?

gruss, deserd

Iphigenie
22.03.2009, 18:20
Zu einer Erkenntnis kann nur selber kommen, dass sehe ich auch so.
Nur wenn wir darauf warten bis auch der letzte erleuchtet ist, dauert das wahrscheinlich noch 2430000 Jahre.
Ich befürchte, so lange können wir nicht warten.
Deswegen bin ich für Lösungen die keinem etwas wegnehmen, aber jedem die Versorgung sichern.
Ich denke solchen Lösungsvorschlägen von denen im Grunde jeder profitiert, haben eine größere Chance gehört zu werden als die Forderung, den Reichen ihren Reichtum wegzunehmen. Letzteres wird man nur mit Gewalt erreichen befürchte ich.


Wie auch immer: Vergossenes Blut schreit immer nach Rache und
damit nach neuem Blutvergießen. Durch Morden kann kein "neuer"
Mensch entstehen. Dieser kann nur entstehen, wenn es der
Menschheit gelungen sein wird, der Macht des Menschen über
den Menschen ein Ende zu setzen. Alle bisherigen Revolutionen
sind auf Dauer stets nur mit neuen Machthabern gekrönt worden,
die ihr Regime mit einem neuen Namen versahen: Der Inhalt blieb
stets mehr oder weniger der gleiche.

Unser aller Problem ist, daß es unzählige gute Vorschläge für die
Gestaltung einer anderen lebenswerteren Welt gibt, daß aber
niemand die Möglichkeit hat, sie der Weltgemeinschaft vorzustellen,
denn über die Massenmedien bestimmen nur wenige große Familien,
und die werden tunlichst darauf bedacht sein, nicht ihr eigenes
Grab zu schaufeln.
Oder anders gesagt, Clara: Du kannst noch so viele gute Vorschläge
haben, es werden sie nur gaaaaaaaaaanz wenige hören.
..... Und das wissen auch die herrschenden Machthaber. Und das ist
vielleicht auch der Grund, daß sie uns erlauben, so frei reden und
schreiben zu können. Sollten unsere Reden zu gefährlich für sie werden,
werden sie mit Sicherheit Wege finden, uns zur Ruhe zu bringen.

grüße
Iphi:)

Iphigenie
22.03.2009, 18:37
Lösungsvorschläge, von denen "jeder"*) profitiert,

...................

____
*) "jeder": es profitiert bereits jetzt jede_r (in der BRD zur Zeit als Deutscher Staatsbürger) Hartz4 reicht für jede_n aus; das einige wenige sehr viel mehr profitieren, steht nicht dazu nicht im Widerspuch.
gruss, deserd

Hallo deserd,

mir erschließt sich nicht recht der Sinn dieser Worte. Könntest Du mir bitte sagen, wie Du sie verstanden wissen willst?
Danke.

Du schreibst an Clara gerichtet:
Mir scheint, du hast diesbezüglich noch etwas zu wenig Erfahrung in "Politischem Engagement" .. ?"

Was willst Du mit einer derartigen Frage erreichen? Ist Dir nicht bewußt, daß Du damit absolut nichts ändern kannst?

grüße
Iphi:)

wafi
22.03.2009, 19:11
Hellmann

ich empfehle dir ganz dringend eine wunderbare Geschichte zu lesen, Jim Knopf und der Lokomotivführer, Kapitel über den Scheinriesen ... sowas in der Art sind auch die "fürchterlichen" Kapitalisten, die viele Produktionsmittel etc besitzen. Nur ... bei näherer Betrachtung ... aber lies selber.

Gruß
Peter

deserd
22.03.2009, 21:02
Hallo deserd,

mir erschließt sich nicht recht der Sinn dieser Worte. Könntest Du mir bitte sagen, wie Du sie verstanden wissen willst?
Danke.

.......
grüße
Iphi:)

Du hast völlig recht, diese Worte sind natürlich "mehrschneidig"

Da sind drin:
- Das Hartz4 ein Existenzminimum darstellen, wenn auch ein recht dürftiges (nach deutscher Gesetzgebung) = Herrschaftsargumentarik (schreibt man das Wort so?)
- soll aber auch hintergründig aussagen, dass viele Menschen z. B. in USA und auch Dritte/Vierte Welt u. a. Länder wirklich real mit dem Überleben kämpfen
- der Anschlusssatz nach dem Semikolon: eine etwas andere 'saloppe' Art von Herrschaftsargumentatorik)
- beide Satzteile klingen nach einer Mischung aus verhaltenem Zynismus und etwas bitterer Ironie

Zusammen mit der Frage soll es natürlich zu einer Art Reflexionsprozeß bei ihr führen, weil eben gerade auch ihre Text-Passage, auf die sich meine Antwort darauf bezieht (bei mir sozusagen geronnen in vielen langen Jahren praktischer Erfahrung in Politischem Engagement u. ä. Feldern), aus meiner Sicht nach "blauäugiger" Hoffnung klingt - auch wenn es Ihr möglicherweise annähernd vollständig gelingt; stimmt, das soll mensch auch möglichst nie ausschließen, und mir ist klar "blauäugig" klingt eine bestimmte Art negativ, ist aber nicht einfach "böse" gemeint.

Und natürlich würde mich schon auch interessieren, ob Sie schon Erfahrungen gesammelt hat auf Politischen Feldern.

Um es jetzt auch noch zu ergänzen, allein die Erfahrungen zu haben, bringt natürlich nicht einfach Erfolg, denn sie (die Erfahrungen) können sich zu einem oder sogar vielen Nichterfolgen führen, was z. B. in meinem Falle daran liegt, dass man mir anmerkt, dass ich diesbezüglich erfahren bin und ich das auch einfach nicht überschauspielern kann.
Es kann also durchaus Erfolg haben, völlig unbedarft und "guten Willens" an eine Sache zu gehen - und das kann klappen, die "richtige" Dimension gewählt.

gruss, deserd

wafi
22.03.2009, 22:57
deserd

hm .... ich kapiere deinen Einwand nicht. Als alter Sack blick ich so auf ungefähr 30 Jahre politisch irgendwie aktiv zurück ... mal hat was geklappt, mal ist was daneben gegangen ... so what. Spannend fand/finde ich es immer, wenn Leute, die vorher nicht aktiv waren mit neuen Ansätzen kommen, die zumeist bei den ollen gramuseln erstmal Stirnrunzeln hervorrufen ... sich dann aber als äußerst wirksam erweisen. Also ich verstehe nicht, wieso jemand über x-fache Erfahrung verfügen sollte um was zu sagen. Vielleicht solltest du einfach mal drüber nachdenken inwieweit evt. nen geprägtes Denken dich nicht fürchterlich einengt und inwieweit es vielleicht nicht sinnvoll wäre neuem aufgeschlossener entgegen zu treten. Nur mal so als Denkansatz.

Gruß
Peter

Clara
23.03.2009, 06:42
Erst mal muss ich sagen; Euer Forum gefällt mir sehr gut :), keine Kapitalismus verherrlichenden Texte, kein Negieren der Katastrophe und kein Rassismus.

Politisch aktiv war ich vor allem im Alter von 14 bis 20 in der Hausbesetzerzeit. Danach habe ich lange auf einer besetzen Strasse gelebt, und mehr gegrübelt als alles andere. Das ist lange her :)
Seit ca 8 Wochen stelle ich jetzt meine Ideen in Foren vor, im Attac Forum und in Politik.de überall unter dem Namen Clara, und habe schon einigen meine zum Teil unausgegorenen Ideen per Email geschickt, auch einem SPD Politiker.

Immerhin in 8 Wochen ca 1500?? erreicht, für den Anfang kann ich damit zufrieden sein denke ich. Damals wie wir Flugblätter verteilt haben waren es nicht so viele glaube ich.


Im Moment frage ich mich aber wieder, sind meine Ideen eigentlich gut genug um alle damit zu belästigen.
Für mich sind sie die Lösung der Weltwirtschaftskrise und des Elends auf dem Planeten.
Nur wenn man denkt man hat eine Weltrettungsidee, gehört man dann nicht automatisch in die Klapse? :)

Mein naiver Schreibstil liegt einfach daran, das ich so gut wie keine Schulbildung abbekommen habe, und das meiste was ich schreibe dadurch auch aus meinen eigenen Überlegungen stammt.
Trotzdem möchte ich versuchen ein Buch zu schreiben, falls bis dahin keiner den ich moralisch für koscher halte mich davon überzeugt hat das meine Ideen doch dem Planeten mehr schaden können, als den Menschen nützen.
Oder sie ansonsten irgendwie schwachsinnig sind.
Auf Plenen (Plenum ) habe ich so gut wie nie den Mund aufbekommen, deswegen ist diese Form von gemeinsamer politischer Arbeit für mich leider nicht nutzbar gewesen.


Das die Umstände in Deutschland nach dem 2 Weltkrieg nie wirklich Demokratisch waren liegt meiner Meinung nach an der deutschen Geschichte. Ich denke Politische Ausrichtung wird oft aus dem Elternhaus übernommen, dies und die fast vollständige Ausrottung von anders Denkenden bis 1945 in Deutschland, hat dazu geführt das es linke Politik in Westdeutschland seit 1945 sehr schwer hat. Die Nazis haben ihre Aufgabe gründlich erfüllt, wenn man die Zahl demonstrierender Franzosen mit der von demonstrierenden Deutschen vergleicht sieht man das wahrscheinlich sehr deutlich.
Allerdings gab es in Westdeutschland nach dem Krieg bestimmt nicht nur menschenfeindliche Politiker, unser Grundgesetz und auch unser Justizsystem finde ich zwar verbesserungswürdig, aber nicht so schlecht das ich sie ganz abschaffen würde. Oft bin ich froh um unsere Justiz, natürlich nur solange ich nicht an die Abschiebeknäste usw. denke.
Im weltweiten Vergleich kommt sie gut weg, glaube ich.


Eigentlich sind alle Menschen die ich kenne fleißiger wie ich.
Das wird an der Konditionierung liegen der sie während ihrer Erziehung ausgesetzt waren, glaube ich.
Alle die ich kenne, wollen sich ihren eigenen Lebensunterhalt selbstständig Erwirtschaften, der Gemeinschaft nützlich sein, dadurch ein finanziell sorgenfreies Leben führen können und haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie das auf Dauer nicht können.
Die randalierenden Jugendlichen in Frankreich möchten meiner Meinung nach auch nichts anderes als das.

Erst mal würde ein Grundeinkommen wieder nur uns helfen, das reicht mir einfach nicht.
Dann kann ein Wirtschaftssystem ohne Arbeitsplätze nicht funktionieren egal wie man es nennt, denke ich.
Wenn wir eine Zeit lang noch ein Grundeinkommen aus der Arbeitskraft der Chinesischen Wanderarbeiter bekommen können und so sehe ich das, so wird das ganz sicher nicht mehr lange möglich sein.
Weil auch sie haben nur Arbeit wenn die Menschen in den Industrienationen sich ihre Produkte leisten können.
Das ist schon heute kaum noch der Fall.



Grüße Clara :)

wafi
23.03.2009, 08:43
Clara,

denke auch, daß Menschen etwas wert sein wollen ... und nen Wert wird u.a. dadurch definiert, daß Menschen für sich und für ne Gemeinschaft nützlich sind. Wird leider heute auf die Erwerbstätigkeit reduziert. Faktisch ist das falsch, ca. 70% aller Leistungen für die Gemeinschaft wird eben nicht durch Erwerbstätigkeit produziert. Klassischer Fall, Kindererziehung oder aber Pflege usw... Ohne diese nichterwerbsmäßige Arbeit würde das Sozialsystem total zusammenbrechen. M.E. nen Trugschluß der Neo-verstrahlten möglichst alle Leistungen zu monetarisieren.
Deshalb ist für mich nen bedingungsloses Grundeinkommen schon ne wichtige Sache. Würde wahrscheinlich nichtmals den Hartz IV Betrag übersteigen können, aber da bedingungslos an jeden gezahlt wird, fällt der ganze Unsinn wg. Anrechenbarkeit, Zwangsmaßnahmen usw usw von Hartz IV weg und ermöglicht jedem nach seinen Möglichkeiten Kohle dazu zu verdienen. Würde natürlich auch die 70% nichtmonetäre Arbeit aufwerten, damit eben auch die Menschen, die die erbringen.

Gruß
Peter

wafi
23.03.2009, 09:28
nochmal @Clara

im Attac Forum punkst du dich im thread Gold statt Papiergeld mit einigen über das Thema Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer ...

Dazu nen paar Anmerkungen von mir hier.
Gleicher Lohn, wie du ihn forderst, macht nicht wirklich Sinn, denn die Lebenshaltungskosten sind absolut unterschiedlich. Ganz blödes Beispiel ... wieviel Heizkosten hast du? Denke du stimmst überein, daß du Heizkosten in den Tropen vergessen kannst, in den Subtropen vielleicht nen 10tel von dem was du hier brauchst. Gehst du weiter nach Norden, werden die Heizkosten im pivaten Budget erheblich steigen. D.h. Lebenshaltungskosten hängen entscheidend davon ab, wo man lebt. Die Frage ist also nicht gleicher Lohn für gleiche Arbeit, sondern eher ähnliche Lebensbedingungen bei gleicher Arbeit. Nur ... damit hast du trotzdem in verschiedenen Ländern einen Lohnkostenvorteil oder sogar nen Produktionskostenvorteil. Die Abwanderung von Firmen kannst du damit nicht unbedingt stoppen.
Ein anderer Punkt, der bei der VErlagerung von Produktionskapazitäten immer gerne vergessen wird, ist die Nähe zum Kunden. Nimm als Beispiel die Firma Noell ehemals Würzburg, heute Zangzhou in China. Die bauen Hafenkräne, zumeist RTG`s (rubber tiered Gantry cranes) Einsatz sind Containerhäfen. Diese Kräne sind alles andere, nur keine Billigprodukte. Die europäischen Häfen werden kaum noch ausgebaut und stagnieren auf der Ebene, kaputtes Material ersetzen zu müssen, kaum noch Neuanlagen. Schaust du dagegen nach Asien, so werden extrem viele Häfen gebaut, da sitzen die Kunden und die wollen gut betreut werden. Ich denke Noell hat zwar sicherlich Lohnkostenvorteile, aber mußte erheblich investieren um ihre high tec Produktion in China umzusetzen. Wie die Dinger aussehen, kannst du hier sehen :
RTG (http://www.peter-gottwald.de/RTG.html)

Soll heißen ... soooo einfach ist deine Argumentation nicht wirklich, muß erheblich differenzierter betrachtet werden.

Gruß
Peter

Clara
23.03.2009, 09:34
@wafi
Leben ist heilig, egal was uns anderes erzählt wird.
Aber damit ein Wirtschaftssystem funktioniert muss an sich an dessen Regeln halten.
Dann hat ein Staat auch die Möglichkeit, alle solche immens wichtige Arbeiten wie du sie beschreibst unterstützen zu können.
Ich denke auch das z.B. Mütter bis zum 14 Lebensjahr ihres Kindes frei wählen können müssen, ob sie lieber Zuhause bleiben oder arbeiten gehen. Und wenn sie zuhause bleiben wollen müssen sie trotzdem gut versorgt sein.
Nur der Staat bekommt erst durch Steuereinnahmen die Möglichkeit seine Bürger in der Art zu unterstützen.
Deswegen brauchen die Menschen auch dringend ausreichend Arbeitsplätze in Produktionsstätten.
Die Steuereinnahmen der Arbeiter aus den Produktionsbetrieben ermöglicht erst die Unterstützung gemeinnütziger, nicht gewinnträchtiger Arbeit.
Deswegen muss diese auch ausreichend und gut bezahlt zur Verfügung stehen.
Ich denke eine andere Regel in unserem Wirtschaftssystem ist;
Ohne Arbeit keine Kaufkraft, ohne Kaufkraft keinen Umsatz, ohne Umsatz keine Gewinne.
Und ich denke das haben die Herren Unternehmer bei ihrer Gewinnsucht übersehen.
Weil der Einbruch ihrer Werte wie sie ihn momentan erleben, ist glaube ich nicht in ihrem Sine.


Im Attac forum haben vor allem 2 bestritten das es eine Abwanderung von Arbeitsplätzen gibt.
Mein Vorschlag beinhaltet das überall feste faire Rohstoffpreise gezahlt weden, was dann den Grossteil der unterschiedlichen Lebenshaltungskosten hinfällig machen würden
Ich denke z.B. das wir hier Heizkosten haben wird mit Sicherheit durch Kosten die andere Menschen in wärmeren Ländern haben ausgeglichen. Aber auch in der Wüste ist es nachts kalt.
Zu gigantische Häfen in Hongkong usw würde ich als Industriemahnmal stehen lassen, hatte ich im Attac forum auch so gesagt.


Grüße Clara

wafi
23.03.2009, 09:52
schon richtig Clara

btw. ... et gibt auch Väter die sich um die kids kümmern .... grummel .... ist zumindest nen Teil meines Jobs seit irgendwie 10 Jahren ... :p

nur ... gibt es noch den Unternehmer? Ich denke leider nein. Die Unternehmer, die ich so kenne zeichnen sich eigentlich alle durch die Bank durch nen paar sehr interessante Eingenschaften aus. Die leben in einem sozialen Netz, wenn ich an meinen Hauptauftraggeber denke, dann sind die GF im Shanty Chor, im Schützenverein ... in der Seemannskirche usw usw engagiert. Firmenwagen werden beim örtlichen Händler gekauft, die Metzgerei wird, wenn BEsprechungen sind, mit kalten Platten beauftragt, sonstiges Essen gehen, natürlich in dem örtlichen Restaurant usw ... soll heißen, diese Unternehmer achten extrem stark darauf, daß in ihrem sozialen Umfeld GEld verdient werden kann, die sind eingebunden eben in ihre kleine Welt.
Das größte Problem was ich sehe ist, daß viele Firmen eben keinen Unternehmer mehr haben, sondern als Aktiengesellschaften sich aus dem sozialen Umfeld gelöst haben. Dem Aktionär aus München oder New York ist die soziale Situation im Umfeld einer Produktionsstätte völlig egal, den interessiert nur die Rendite und Dividende. Die Entmenschlichung der Unternehmen ist m.E. dabei das größte Problem, keine "Bodenhaftung" mehr, keine Einbindung in soziale Systeme ... und natürlich auch keine persönlichen Konsequenzen mehr für Entscheidungen. Denke das Leben der GF`s meines Hauptauftraggebers dürfte gelinde gesagt ziemlich ungemütlich werden, wenn die den Firmensitz aus Profitgründen verlagern würden ... dann können die auch sofort den eigenen Wohnsitz verlagern.

Iphigenie
23.03.2009, 20:13
Du hast völlig recht, diese Worte sind natürlich "mehrschneidig"

Da sind drin:
- Das Hartz4 ein Existenzminimum darstellen, wenn auch ein recht dürftiges (nach deutscher Gesetzgebung) = Herrschaftsargumentarik (schreibt man das Wort so?)
- soll aber auch hintergründig aussagen, dass viele Menschen z. B. in USA und auch Dritte/Vierte Welt u. a. Länder wirklich real mit dem Überleben kämpfen
- der Anschlusssatz nach dem Semikolon: eine etwas andere 'saloppe' Art von Herrschaftsargumentatorik)
- beide Satzteile klingen nach einer Mischung aus verhaltenem Zynismus und etwas bitterer Ironie

Zusammen mit der Frage soll es natürlich zu einer Art Reflexionsprozeß bei ihr führen, weil eben gerade auch ihre Text-Passage, auf die sich meine Antwort darauf bezieht (bei mir sozusagen geronnen in vielen langen Jahren praktischer Erfahrung in Politischem Engagement u. ä. Feldern), aus meiner Sicht nach "blauäugiger" Hoffnung klingt - auch wenn es Ihr möglicherweise annähernd vollständig gelingt; stimmt, das soll mensch auch möglichst nie ausschließen, und mir ist klar "blauäugig" klingt eine bestimmte Art negativ, ist aber nicht einfach "böse" gemeint.

Und natürlich würde mich schon auch interessieren, ob Sie schon Erfahrungen gesammelt hat auf Politischen Feldern.

Um es jetzt auch noch zu ergänzen, allein die Erfahrungen zu haben, bringt natürlich nicht einfach Erfolg, denn sie (die Erfahrungen) können sich zu einem oder sogar vielen Nichterfolgen führen, was z. B. in meinem Falle daran liegt, dass man mir anmerkt, dass ich diesbezüglich erfahren bin und ich das auch einfach nicht überschauspielern kann.
Es kann also durchaus Erfolg haben, völlig unbedarft und "guten Willens" an eine Sache zu gehen - und das kann klappen, die "richtige" Dimension gewählt.

gruss, deserd


Hallo deserd,

Herrschaftsargumentarik

hab ich noch nicht gehört...klingt nicht schlecht......Hab' grad ein ähnliches Wort erfunden: Herrschaftsargumentatorik:rolleyes2:

Zum "Thema" Clara kann ich nur sagen....es gibt nur recht wenige Menschen, an denen ich nichts "auszusetzen" habe. Aber da weiß ich, daß dies nur deshalb so ist, weil ich die Vorstellung habe, sie seien mit mir - oder ich mit ihnen- geistesverwandt...
Denk nur mal nach, was Du alles an Deinen Eltern kritisierst - glaubst Du sie ändern sich, wenn Du ihnen irgendwelche unsachlichen Sprüche vor die Schuhe spuckst?

Ich versuche das so zu handhaben: Entweder ich höre einem Menschen zu und s u c h e mir aus dem Gesagten heraus, was ich in meine eigenes Gedankenuniversum einbauen kann, oder ich stelle eine Frage zur Sache und diskutiere entlang dieser Sache, um zu neuen Gedanken zu gelangen. Merke ich, daß es überhaupt keine Diskussionsmöglichkeit gibt....distanziere ich mich so diplomatisch wie möglich von dieser Person.

Was Peter (wafi) Dir sagte, finde ich sehr brauchbar:
hm .... ich kapiere deinen Einwand nicht. Als alter Sack blick ich so auf ungefähr 30 Jahre politisch irgendwie aktiv zurück ... mal hat was geklappt, mal ist was daneben gegangen ... so what. Spannend fand/finde ich es immer, wenn Leute, die vorher nicht aktiv waren mit neuen Ansätzen kommen, die zumeist bei den ollen gramuseln erstmal Stirnrunzeln hervorrufen ... sich dann aber als äußerst wirksam erweisen. Also ich verstehe nicht, wieso jemand über x-fache Erfahrung verfügen sollte um was zu sagen. Vielleicht solltest du einfach mal drüber nachdenken inwieweit evt. nen geprägtes Denken dich nicht fürchterlich einengt und inwieweit es vielleicht nicht sinnvoll wäre neuem aufgeschlossener entgegen zu treten. Nur mal so als Denkansatz.

Bei manchen Menschen scheint es mir schon so zu sein, daß sie von ihren eigenen Erfahrungen über Jahrzehnte hinweg so eingeengt wurden, daß es ihnen kaum möglich ist, sich absulut unbekannten neuen Gedanken zu stellen, und diese tief einzuatmen. Sie lehnen manchmal neue Gedanken so extrem ab, das man meinen könnte, sie fürchteten um ihr Leben. Manche geraten dann dermaßen in Panik, daß sie glauben, sich nur noch mit Beleidigungen retten zu können, die sie als eine Art Mundschwert benutzen........

grüße
Iphi:)

Cheops
23.03.2009, 21:02
Nachdem die Merkel nun gefühlte 16 Jahre Aufschwung verkündet hat, sollte Deutschland für jede Art Krise eigentlich gerüstet sein... :rolleyes2:http://cheopsnet.de/img/83dab86cecd06d4997620e3b7ae11a5f.jpg

wafi
23.03.2009, 21:40
bah eh Cheops

DER war fies :p:p :D

Gruß
Peter

Cheops
23.03.2009, 21:46
bah eh Cheops

DER war fies :p:p :D

Gruß
Peter Wieso war? Noch ist sie im Amt...:kopfkratz:

wafi
23.03.2009, 21:53
naja ... soll es mir deswegen besser gehen? und die Aussicht, daß diese "Dame" noch weitere Jahre in Amt und Würden bleiben sollte, macht es nicht besser .

Gruß
Peter

btw.... woher kommt eigentlich der Begriff: dämlich? :D :D

Iphigenie
23.03.2009, 22:04
naja ... soll es mir deswegen besser gehen? und die Aussicht, daß diese "Dame" noch weitere Jahre in Amt und Würden bleiben sollte, macht es nicht besser .

Gruß
Peter

btw.... woher kommt eigentlich der Begriff: dämlich? :D :D

Ist doch klar, was Du uns damit sagen willst....

Alle Damen sind dämlich
Alle Herren sind herrlich

Isnt'it?

grüße
Iphi :)

...aber is echt doooof mit das Merkel: Immer wenn ich die sehe, schäm'
ich mich ein wenig, dem weiblichen Geschlecht anzugehören. Hab schon
daran gedacht, mich deshalb in psychologische Behandlung zu begeben.:mad:

@ Cheops
Aber sag ma cheops.....was hat diese Dame eigentlich hier in diesem Tröööt zu suchen?????

Cheops
23.03.2009, 22:06
naja ... soll es mir deswegen besser gehen? und die Aussicht, daß diese "Dame" noch weitere Jahre in Amt und Würden bleiben sollte, macht es nicht besser .

Gruß
Peter

btw.... woher kommt eigentlich der Begriff: dämlich? :D :D Sie verdient auf jeden Fall weder das Amt noch die Würde, denn bei Licht betrachtet ist sie nur ein Bauerntrampel mit dem Drang zur Macht, die sie dann aber nur für sich und ihresgleichen nutzt, wenn ich an die zwei Erhöhungen der Bezüge für Politiker 2005 und 2007 denke. Eine dritte Erhöhung 2008 konnten Proteste aus dem Volk und der Druck der Medien gerade noch abwenden.
1989/90 war viel von den Wendehälsen in der DDR die Rede und da war es ein heftiges Eigentor der beruflichen Christen, so ein Geschöpf zur ersten Kanzlerin Deutschlands zu machen...:rolleyes:

Iphigenie
23.03.2009, 22:15
Sie verdient auf jeden Fall weder das Amt noch die Würde, denn bei Licht betrachtet ist sie nur ein Bauerntrampel mit dem Drang zur Macht, die sie dann aber nur für sich und ihresgleichen nutzt, wenn ich an die zwei Erhöhungen der Bezüge für Politiker 2005 und 2007 denke. Eine dritte Erhöhung 2008 konnten Proteste aus dem Volk und der Druck der Medien gerade noch abwenden.
1989/90 war viel von den Wendehälsen in der DDR die Rede und da war es ein heftiges Eigentor der beruflichen Christen, so ein Geschöpf zur ersten Kanzlerin Deutschlands zu machen...:rolleyes:


hi cheops,

daß Du gern vom Thema abschweifst, ist ja mittlerweile stadt-....ähhh...forumsbekannt, aber wenn Du das schon machst, mußt Du
das dann auf eine so ferklige Art machen?


grummel :toben:

iphi

Cheops
23.03.2009, 22:19
hi cheops,

daß Du gern vom Thema abschweifst, ist ja mittlerweile stadt-....ähhh...forumsbekannt, aber wenn Du das schon machst, mußt Du
das dann auf eine so ferklige Art machen?


grummel :toben:

iphi Was an meinem Kommentar ist denn inhaltlich falsch?
Im Übrigen ist es meine Meinung, die auf einiger Erfahrung mit Leuten beruht, deren Handeln nichts mit ihren Worten zu tun haben...
:confused:

Iphigenie
23.03.2009, 22:27
Was an meinem Kommentar ist denn inhaltlich falsch?
Im Übrigen ist es meine Meinung, die auf einiger Erfahrung mit Leuten beruht, deren Handeln nichts mit ihren Worten zu tun haben...
:confused:

Es ist einfach gräßlich, einen Trööt zu öffnen und plötzlich etwas zu sehen, was man gar nicht erwartet hat !!!! Hättest Du nicht dafür einen neuen Tröööt eröffnen können ?????????!!!!!!!!!!!???????:toben:
Zum Beispiel: Die grauenvollsten Gesichter der Menschheitsgeschichte oder so ähnlich..

grummel...grummel:(

Iphi

Cheops
23.03.2009, 22:30
Es ist einfach gräßlich, einen Trööt zu öffnen und plötzlich etwas zu sehen, was man gar nicht erwartet hat !!!! Hättest Du nicht dafür einen neuen Tröööt eröffnen können ?????????!!!!!!!!!!!???????:toben:
Zum Beispiel: Die grauenvollsten Gesichter der Menschheitsgeschichte oder so ähnlich..

grummel...grummel:(

Iphi Ich kann sicher am Wenigsten für dieses Gesicht, aber das Gefühl, was diese Montage vermittelt, passt doch wunderbar zum Thema.;)
Ich zitiere einen entfernten Bekannten: "Die Ironieresistenz greift um sich!"

Clara
24.03.2009, 06:14
Erst mal möchte ich etwas zu Frau Merkel sagen, auch wenn ich damit ohne Ende anecken werde;/
Zuerst das negative. Ich habe mich total über die Steinbach- Affäre aufgeregt und frage mich was ein demokratischer Politiker bei Vertriebenenverbänden sucht, die meiner Meinung nach extrem rechtslastig sind.
Und dann noch einen Menschen unterstützt, dessen Forderung die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland auf extremste belastet. Das war ein großer Fehler von ihr keine Frage.
Aber, diese Frau ist nicht korrupt, macht keine Bastapolitik und hat damit die Demokratie schon mehr begriffen wie ihre Vorgänger, denke ich. Über ihr Auftreten in der Öffentlichkeit muss ich sagen habe ich mich für Helmut Kohl immer viel mehr geschämt die ganzen 16 Jahre lang;/
Irgend etwas muss doch von der sozialistischen Erziehung bei Frau Merkel hängen geblieben sein, auch wenn man das kaum erkennen kann?
Irgendwann habe ich mal Sokrates gelesen und fand seine Staatsgläubigkeit damals unverständlich. Trotzdem hat sie sich wohl in mein Denken geschlichen und meine heutige Sichtweise mitgebildet.
Ich denke der Staat sind wir alle und wenn wir unsere gewählten Politiker beleidigen, beleidigen wir damit uns selber.
Allerdings gehört die NPD für mich verboten, diese Partei hat menschenfeindlich Positionen, die in einer Demokratie eigentlich keinen Platz haben sollten.

Das heißt nicht das wir zu allem ja und amen sagen sollen, ganz im Gegenteil.
Wir haben die Pflicht diese Welt zu verbessern, jedem gerade verhungerndem Kind gegenüber.
Nur wir sollten uns vielleicht dabei nicht auf eine menschenverachtende Ebene begeben.
Bitte nicht böse sein aber das ist meine Meinung.
Eines meiner Lieblingszitate ist: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden von Rosa Luxenburg.

@wafi

Unternehmer denken mehr an das Wohl ihrer Firma, als das Aktionäre machen, das stimmt denke ich.
Herr Merx hätte sich vielleicht nicht umgebracht wenn seine Aktionäre nicht mehr zu sagen gehabt hätten wie er selber ? Aber ich weiß es nicht genau es ist nur eine Vermutung.
Ein Grund mehr die Börsen umzugestalten.
Wobei ich auch denke das es nur wenige soziale Unternehmer gab und gibt, die allermeisten haben doch mehr an ihre Bereicherung als an die Schulen der Arbeiterkinder gedacht.
Deswegen brauchen wir auch dringend Gesetze die uns vor Ausbeutung schützen, aber wir sollten auch erkennen können, wenn wir mal kein „Ausbeuterschwein“ vor uns haben.

Cheops
24.03.2009, 06:42
Erst mal möchte ich etwas zu Frau Merkel sagen, auch wenn ich damit ohne Ende anecken werde;/
Zuerst das negative. Ich habe mich total über die Steinbach- Affäre aufgeregt und frage mich was ein demokratischer Politiker bei Vertriebenenverbänden sucht, die meiner Meinung nach extrem rechtslastig sind.
Und dann noch einen Menschen unterstützt, dessen Forderung die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland auf extremste belastet. Das war ein großer Fehler von ihr keine Frage.
Aber, diese Frau ist nicht korrupt, macht keine Bastapolitik und hat damit die Demokratie schon mehr begriffen wie ihre Vorgänger, denke ich. Über ihr Auftreten in der Öffentlichkeit muss ich sagen habe ich mich für Helmut Kohl immer viel mehr geschämt die ganzen 16 Jahre lang;/
Irgend etwas muss doch von der sozialistischen Erziehung bei Frau Merkel hängen geblieben sein, auch wenn man das kaum erkennen kann?
Irgendwann habe ich mal Sokrates gelesen und fand seine Staatsgläubigkeit damals unverständlich. Trotzdem hat sie sich wohl in mein Denken geschlichen und meine heutige Sichtweise mitgebildet.
Ich denke der Staat sind wir alle und wenn wir unsere gewählten Politiker beleidigen, beleidigen wir damit uns selber.
Allerdings gehört die NPD für mich verboten, diese Partei hat menschenfeindlich Positionen, die in einer Demokratie eigentlich keinen Platz haben sollten.

Das heißt nicht das wir zu allem ja und amen sagen sollen, ganz im Gegenteil.
Wir haben die Pflicht diese Welt zu verbessern, jedem gerade verhungerndem Kind gegenüber.
Nur wir sollten uns vielleicht dabei nicht auf eine menschenverachtende Ebene begeben.
Bitte nicht böse sein aber das ist meine Meinung.
Eines meiner Lieblingszitate ist: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden von Rosa Luxenburg.

@wafi

Unternehmer denken mehr an das Wohl ihrer Firma, als das Aktionäre machen, das stimmt denke ich.
Herr Merx hätte sich vielleicht nicht umgebracht wenn seine Aktionäre nicht mehr zu sagen gehabt hätten wie er selber ? Aber ich weiß es nicht genau es ist nur eine Vermutung.
Ein Grund mehr die Börsen umzugestalten.
Wobei ich auch denke das es nur wenige soziale Unternehmer gab und gibt, die allermeisten haben doch mehr an ihre Bereicherung als an die Schulen der Arbeiterkinder gedacht.
Deswegen brauchen wir auch dringend Gesetze die uns vor Ausbeutung schützen, aber wir sollten auch erkennen können, wenn wir mal kein „Ausbeuterschwein“ vor uns haben. Wenn es um die Merkel geht, welche Politik soll die denn seit 2005 gemacht haben? Irgendetwas von Substanz, was dem Volk einen spürbaren Nutzen gebracht hat.
Raucherhatz, Preisexplosionen,Verbot von "Killerspiele", EU, Klima, als Hobbys dieser Frau und nichts davon hat die leeren Börsen der Deutschen entlastet. Sie hat sogar einen Meineid geleistet, denn im Amtseid hatte sie auf die Bibel geschworen, "...Schaden vom deutschen Volk abzuwenden..." und nun gibt es einen Krieg in Asien mit deutscher Beteiligung und deutschen Toten.
Sie hat nichts besser gemacht als Schröder, eher noch schlechter, denn mehrere Jahre Antrittsbesuche, EU, Klima eund als letzter Brüller dieser Legislatur das Verbot von Solarien für Jugendliche (http://www.zeit.de/news/artikel/2009/03/11/2749275.xml) ersetzten nun mal keine Innenpolitik und daher wird es Deutschland mit einer Kanzlerin Merkel in der Wirtschaftskrise richtig hart treffen. Ich habe keine Alternative im Hut, aber die Frau muss einfach weg! Merkel ist das, was sie eigentlich immer sein wollte, ein Bonze, der auf Kosten des Volkes lebt...

Clara
24.03.2009, 07:18
Hätten wir jetzt Oskar Lafontaine an der Spitze könnte er auch nicht die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise so effektiv abfedern das wir sie nicht mehr spüren. Vor allem nicht längerfristig. Er würde sich mehr bemühen, keine Frage aber er ist auch nicht den Interessen der Gierigen ausgesetzt, davon hat er sich gelöst.
Das hat Angela Merkel nicht, sonst wäre sie nicht in einer Partei die diese Interessen als oberste Richtlinie ansehen.

Trotzdem sehe ich Frau Merkel als Mensch nicht in einem so schlechten Licht. Es ist ein mittelmäßig guter Artikel in der Zeit heute, der aber doch recht klar aussagt das sie keine erzkonservative ist.
In der heutigen Zeit könnte ich mir gut vorstellen das auch viele Politiker mit dem Kapitalismus wie er heute von uns praktiziert wird große Probleme haben.
Aber Beziehung kommt vor Inhalt und das ist auch in der Politik so.
Deswegen kann ein Amt auch extrem unfrei machen, wenn man in der falschen Partei ist.

Cheops
24.03.2009, 07:36
Hätten wir jetzt Oskar Lafontaine an der Spitze könnte er auch nicht die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise so effektiv abfedern das wir sie nicht mehr spüren. Vor allem nicht längerfristig. Er würde sich mehr bemühen, keine Frage aber er ist auch nicht den Interessen der Gierigen ausgesetzt, davon hat er sich gelöst.
Das hat Angela Merkel nicht, sonst wäre sie nicht in einer Partei die diese Interessen als oberste Richtlinie ansehen.

Trotzdem sehe Frau Merkel als Mensch nicht in einem so schlechten Licht. Es ist ein mittelmäßig guter Artikel in der Zeit heute, der aber doch recht klar aussagt das sie keine erzkonservative ist.
In der heutigen Zeit könnte ich mir gut vorstellen das auch viele Politiker mit dem Kapitalismus wie er heute von uns praktiziert wird große Probleme haben.
Aber Beziehung kommt vor Inhalt und das ist auch in der Politik so.
Deswegen kann ein Amt auch extrem unfrei machen, wenn man in der falschen Partei ist. Es ist ja nicht so, dass Frau Agitprop-Sekretärin mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen worden wäre, sich 1990 in der Westdeutschen CDU einzunisten. Der sind nur 1989 plötzlich die Machtmenschen der SED als Vorbilder für die Lebensplanung abhanden gekommen und da hat sie Ausschau gehalten und sich am neuen Machtmenschen Kohl von der CDU orientiert.
Zu der Zeit hat sich ganz Deutschland über die Wendehälse aufgeregt, die sich der jeweils herrschenden Regierung unterordneten und die CDU ist da mal konsequenter und macht sowas gleich zur ersten Kanzlerin. Dem wohl schlechtesten Regierungschef seit Gründung der Bundesrepublik. Ihre Vorgänger mögen gute und schlechte, richtige und falsche Politik gemacht haben, Frau Merkel macht gleich gar keine Sprechblasen liefert sie ab und ihr "Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden!" hätte bei normalen Menschen viel Geld in die schlechte Wortspielkasse gespült...:irre:

Clara
24.03.2009, 07:51
Kein Mächtiger wurde glaube ich je zur Macht gezwungen, aber viele wurden von ihr verführt.

wafi
24.03.2009, 08:09
hm Clara .... hm

also erstmal glaub ich, daß du Platon gelesen hast und nicht Sokrates, der hat sich wenig über Staatstheorie ausgelassen und Platon, zwar Schüler des Sokrates ... aber egal.

Dat Merkelchen sitzt einer Regierung vor, die es geschafft hat mit wesentlichen Gesetzesvorhaben in schöner Regelmäßigkeit wg. Verstoß gegen das GG in Karlsruhe abgewatscht zu werden. Einer Regierung die maßgeblich die "Freiheiten" des Kapitals weiter ausgebaut hat ... dat Merkelchen hat bewiesen was sie kann, nämlich nichts.

Zum Staat ansich ... bei dir schwingt, z.B. in der Forderung nach Regelung von Rohstoffpreisen oder in deiner NPD VErbotsforderung ziemlich heftig der Glaube mit, mittels staatlicher Eingriffe etwas verändern zu können. Das ist, sorry to say, sozialistisches Denken. Nimm die NPD Verbotsforderung ... was würdest du ändern? Würdest du einen einzigen aus der rechten Szene dazu bringen seine Position zu überdenken? Ich denke nicht, daß du das selber glaubst. Wenn mit einem Verbot nichts an den grundlegenden Positionen verändert wird, erscheint mir so nen Verbot als Beruhigung des eigenen Gewissens, mehr nicht. Letzteres scheint sowieso mittlerweile maßgebliche Ursache für "politische" Aktivitäten der Bundesdödelregierung zu sein. Nur ... die Beruhigung des eigenen Gewissens mag zu nem besseren Schlaf führen, wacher wird man damit kaum.

Aber bleiben wir bei dem Thema Wirtschaftskrise. Daß diese kommen mußte (ob jetzt oder erst in nen paar Jahren ... ist egal) war offensichtlich. Warnende Stimmen gab es viele. Die systemimmanenten Fehler sind offensichtlich, werden von den Kritikern teilweise etwas anders bewertet, aber klar wo die Fehler des Systems liegen, war jedem, der sich nen bißchen damit beschäftigte. Was hat Staat/Regierung getan? Nichts! Wurden Vorbereitungen zur Abfederung getroffen? Fehlanzeige. Wurde versucht die Systemfehler zu beheben? Nö. Wurden die Systemfehler kommuniziert? Hä? wat is denn dat?
Wie stellst du dir denn ne Demokratie vor? In der systematische Probleme totgeschwiegen werden, damit die Leute bloß nicht am System zweifeln und als Stimmvieh die Kreuzchen alle paar Jahre machen. DAS soll Demokratie sein? Volksherrschaft????
Nein. Echte Demokratie bedeutet, daß Volk informiert wird und mitbestimmen kann. Wat dat kostet ... Wieviel Zeit dabei drauf geht ... hör ich die Parteioligarchen flöten ... Na und? Dann kostet das eben Kohle, dann geht eben Zeit dabei drauf. Immer noch besser aktiv mitgestalten zu können, statt jahrzehntelangem rabotti rabotti damit dann alles den Bach runtergeht, weil nicht frühzeitig über neue, andere Wege diskutiert und nachgedacht wurde.

Cheops
24.03.2009, 08:36
Kein Mächtiger wurde glaube ich je zur Macht gezwungen, aber viele wurden von ihr verführt. Jeder halbwegs normale Mensch hat sich in der DDR darum gedrückt, gesellschaftliche Arbeit zu übernehmen, was da nichts anderes hieß, als öffentlich Werbung für den Sozialismus zu machen, nur die Merkel war mit festem Blick auf die Karriere ein Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda (http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel#Arbeit_an_der_Akademie_der_Wissensch aften_.281978.E2.80.931989.29) und hatte sogar Spaß daran gehabt, wie sie 1992 in einem Interview bei Günter Gaus erklärte. Genauso, wie nach dem Krieg Aktive und Mitläufer des dritten Reiches in der CDU unter und auch auf hohe Posten kamen, ist die CDU schon wieder Auffangbecken für die Träger des ehemaligen Systems. Damit wurde auch das System der Leistungsgesellschaft begraben, denn seit Merkel im Amt ist, spielen Leistungen auch ganz offiziell keine Rolle mehr!

Clara
24.03.2009, 09:24
@Cheops
Ich habe eine Freundin die bei irgend einem Ministerium für Agitation war damals als sie noch jung war. Die verurteile ich auch nicht wegen ihrer damaligen Fehler, ich finde das steht mir gar nicht zu.
Stattdessen lasse ich mir lieber von ihr von der DDR erzählen, da habe ich mehr von.
Heute ist sie Mutter von 4 Kindern und hat ein sehr demokratisches Denken.

@wafi
Ich stimme dir in allem ausser bei dem NPD Verbot zu :)

Britta
24.03.2009, 09:31
@Cheops
Ich habe eine Freundin die bei irgend einem Ministerium für Agitation war damals als sie noch jung war. Die verurteile ich auch nicht wegen ihrer damaligen Fehler, ich finde das steht mir gar nicht zu.
Stattdessen lasse ich mir lieber von ihr von der DDR erzählen, da habe ich mehr von. Heute ist sie Mutter von 4 Kindern und hat ein sehr demokratisches Denken.

Deine Freundin hat also keine politische Karriere gemacht?

Und wie viele Kinder hat Frau Merkel, die mal gesagt hat, die Deutschen hätten keinen Anspruch auf ewige Demokratie oder so?

Clara
24.03.2009, 09:34
Zitat Britta:Frau Merkel, die mal gesagt hat, die Deutschen hätten keinen Anspruch auf ewige Demokratie oder so?

Wenn ich das lese wird mir schlecht.
Ich kann nur hoffen das dieses nicht ihre heutige Einstellung ist, ich habe sie immer für eine Demokratin gehalten.
Mir ist die Lust vergangen mich als Verteidigern von Frau Merkel darzustellen, ich wollte nur auf politische Toleranz hinweisen.
Ich habe keine Ahnung was diese Frau alles gesagt hat, ich beschäftige mich lieber mit Dingen die mich nicht ärgern meistens.
Meine Freundin hat keine politische Karriere in der DDR gemacht, sondern ist noch vor Mauerfall aus der SED ausgetreten.
Danach hat sie keine Arbeit mehr bekommen.

Cheops
24.03.2009, 09:35
Ich habe eine Freundin die bei irgend einem Ministerium für Agitation war damals als sie noch jung war. Die verurteile ich auch nicht wegen ihrer damaligen Fehler, ich finde das steht mir gar nicht zu.
Stattdessen lasse ich mir lieber von ihr von der DDR erzählen, da habe ich mehr von. Heute ist sie Mutter von 4 Kindern und hat ein sehr demokratisches Denken. Da genau liegt ja die Heuchelei, denn Anfang der neunziger wurde jede Putzfrau vom Verfassungsschutz genervt, wenn sie nur in einem Ministerium gefegt und gewischt hatten, aber die echten Aktiven, wie die Merkel eine war, die fielen höchstens noch die Leiter rauf und mutierten in kürzester Zeit zu Superkapitalisten, so wie Merkel heute Milliarden an Steuergeldern an marode Banken verschenkt, die sich mit ihrer Gier an der Börse übernommen haben, aber zu selben Zeit dem Gesundheitswesen von der Triebtäterin Ulla Schmidt die Gelder streichen lässt, weil ihr die Gesundheit des Volkes weniger wert ist als jede gierige Bank!

Britta
24.03.2009, 09:51
Da genau liegt ja die Heuchelei, denn Anfang der neunziger wurde jede Putzfrau vom Verfassungsschutz genervt, wenn sie nur in einem Ministerium gefegt und gewischt hatten, aber die echten Aktiven, wie die Merkel eine war, die fielen höchstens noch die Leiter rauf und mutierten in kürzester Zeit zu Superkapitalisten, so wie Merkel heute Milliarden an Steuergeldern an marode Banken verschenkt, die sich mit ihrer Gier an der Börse übernommen haben, aber zu selben Zeit dem Gesundheitswesen von der Triebtäterin Ulla Schmidt die Gelder streichen lässt, weil ihr die Gesundheit des Volkes weniger wert ist als jede gierige Bank!

Es gibt zur Frau Merkel ja eine VT. Danach wurde sie damals von der CIA ausgesucht und Kohl MUSSTE sie protegieren und zu seiner Nachfolgerin aufbauen.

Warum hätte er ausgerechnet diese Frau Merkel für die deutsche Politikszene aufbauen sollen? Was spricht dafür, wo er doch so viele andere Kandidaten hätte nehmen können?

Ihr Mann arbeitet jedenfalls für eine Firma, die für's amerikanische Pentagon tätig ist.

Und dann denke ich an Hellmanns Strang über Sarkozy und seine CIA-Beziehungen und siehe da, schon ist Frankreich wieder auf dem Weg zur Nato.

Und in der Tat sehe ich in Merkel als Kanzlerin eher eine Gouvanöse für die USA und ihre Banker.

Wer die Nichtwähler mit dazuzählt, kommt auf etwas mehr wie 20% der Stimmen, die Merkel zur Kanzlerin haben wollten.

Britta
24.03.2009, 09:53
btw.... woher kommt eigentlich der Begriff: dämlich? :D :D

50 Cent in die Kasse :winken:

By the way: Ich bin schon 1,50 schwach. :D

Iphigenie
24.03.2009, 10:09
Hi Cheops,

Du schreibst:
Ich habe keine Alternative im Hut, aber die Frau muss einfach weg! Merkel ist das, was sie eigentlich immer sein wollte, ein Bonze, der auf Kosten des Volkes lebt...

Aber es ist doch hoffentlich nicht Dein Ernst, als gestandener älterer
Herr, ernsthaft zu glauben, daß sich auch nur ein winzig kleines
Fünkchen am Horizont sehen ließe, wenn diese Frau weg ist?

Es ist immer eine ganz bestimmte Art psychologisch gestrickter
Menschen, die es ihren Neigungen gemäß an die Futtertöpfe
ihrer Völker hinzieht. Sie lieben nichts mehr, als Macht zu haben.
Das Weltbild einer Hebamme ist nun mal ein völlig anderes, als das
eines Soldaten oder Polizeibeamten. Und das Weltbild eines
sogenannten Normalmenschen ein anderes, als das eines
Politikers.
Schau Dir nur mal die Biografien aller Bundestagsabgeordneten an
und dann sage mir welche bemerkenswerten Übereinstimmungen Du
in fast allen Biografien gefunden hast:D


grüße
Iphi:)

Clara
24.03.2009, 10:14
Interessant was ihr schreibt, dass wusste ich nicht.
Durch die Mächtigen an die Macht gebracht und von ihr korrumpiert, das trifft aber auf sehr viele Politiker zu.
Ich habe einfach keine Lust so viele Menschen zu verachten und ich finde das bringt auch überhaupt nix.
Allerdings halte ich mir auch gerne Wissen was mich aggressiv macht vom Hals und ich glaube das geht auch nur so.
Ich denke so etwas ist erst nach einem meinungsbildenden Prozess möglich, in dem zwar noch viele Fragen offen sind aber man sich schon Jahrzehnte lang über alles aufgeregt hat.
Das sich aufregen gehört einfach zur Meinungsbildung dazu.
Nur Hass ist halt dumm finde ich und da sollten wir nicht stehen bleiben.

Cheops
24.03.2009, 10:30
Hi Cheops,

Du schreibst:


Aber es ist doch hoffentlich nicht Dein Ernst, als gestandener älterer
Herr, ernsthaft zu glauben, daß sich auch nur ein winzig kleines
Fünkchen am Horizont sehen ließe, wenn diese Frau weg ist?

Es ist immer eine ganz bestimmte Art psychologisch gestrickter
Menschen, die es ihren Neigungen gemäß an die Futtertöpfe
ihrer Völker hinzieht. Sie lieben nichts mehr, als Macht zu haben.
Das Weltbild einer Hebamme ist nun mal ein völlig anderes, als das
eines Soldaten oder Polizeibeamten. Und das Weltbild eines
sogenannten Normalmenschen ein anderes, als das eines
Politikers.
Schau Dir nur mal die Biografien aller Bundestagsabgeordneten an
und dann sage mir welche bemerkenswerten Übereinstimmungen Du
in fast allen Biografien gefunden hast:D


grüße
Iphi:) Ich hätte mit Reinhard Höppner (http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_H%C3%B6ppner) sogar schon einen Namen, der im Gegensatz zur Merkel zur und vor der Wende aktiv war. Dann war er Volkskammerpräsident für die SPD und dann erster frei gewählter MP von Sachsen-Anhalt. Ein kluger, integerer Mann, der so ähnlich ist wie Matthias Platzeck in Brandenburg. Nur di8e SPD kommt nicht auf die Idee, sondern klammert sich an die verbrauchten Gesichter aus dem Westen, die ihre Chance eigentlich längst verspielt haben. Ich weiß schon, warum ich 1994 aus der SPD wieder raus bin, die ich 1989 in meinem Stadtbezirk mitgegründet hatte. Aus den Idealisten von 89 sind politische Beamte geworden, die sich wie die Kinder um politische Ämter balgen...

Britta
24.03.2009, 10:36
Allerdings halte ich mir auch gerne Wissen was mich aggressiv macht vom Hals und ich glaube das geht auch nur so.


Das heißt also, dass du bei vielen Dingen die Augen zumachst und es gar nicht wissen willst, weil du dich darüber aufregen würdest und viele Menschen verachten würdest wenn du dich damit beschäftigst was sie getan haben?

Du willst also die Wahrheit nicht wissen und in der Einbildung, es sei alles 'heile Welt', leben?

Cheops
24.03.2009, 10:39
Es gibt zur Frau Merkel ja eine VT. Danach wurde sie damals von der CIA ausgesucht und Kohl MUSSTE sie protegieren und zu seiner Nachfolgerin aufbauen.

Warum hätte er ausgerechnet diese Frau Merkel für die deutsche Politikszene aufbauen sollen? Was spricht dafür, wo er doch so viele andere Kandidaten hätte nehmen können?

Ihr Mann arbeitet jedenfalls für eine Firma, die für's amerikanische Pentagon tätig ist.

Und dann denke ich an Hellmanns Strang über Sarkozy und seine CIA-Beziehungen und siehe da, schon ist Frankreich wieder auf dem Weg zur Nato.

Und in der Tat sehe ich in Merkel als Kanzlerin eher eine Gouvanöse für die USA und ihre Banker.

Wer die Nichtwähler mit dazuzählt, kommt auf etwas mehr wie 20% der Stimmen, die Merkel zur Kanzlerin haben wollten. Für diese Theorie, die ich zum ersten Mal höre, spricht auch das Indiz, dass Kohl nicht völlig geschmacklich gestört war, denn seine verstorbene Frau, Hannelore Kohl, sah ja ziemlich weiblich und ansehlich aus:
http://www.hannelore-kohl-stiftung.de/img/db/jv20_ohovenkohlschoser.jpg_463_400_80.jpg

Britta
24.03.2009, 10:51
Für diese Theorie, die ich zum ersten Mal höre, spricht auch das Indiz, dass Kohl nicht völlig geschmacklich gestört war, denn seine verstorbene Frau, Hannelore Kohl, sah ja ziemlich weiblich und ansehlich aus:


Echt, das hörst du zum ersten Mal? Ist schon ziemlich alt, diese Theorie:

http://www.voltairenet.org/article145118.html
"Obwohl der Fall der Berliner Mauer schon lange erwünscht und vorbereitet wird, überrascht er im November 1989 alle Regierungen. Die CIA versucht die neuen Regierungsmitglieder selbst zu bestimmen, indem sie Verantwortliche des alten Regimes rekrutiert, die bereit sind, den USA zu dienen, wie sie früher der UdSSR dienten."

"Ihr Lebenspartner Joachim Sauer ist bei der US-amerikanischen Firma Biosym Technology angestellt. Er verbringt ein Jahr in San Diego (Kalifornien) im Labor dieser Firma, die für das Pentagon arbeitet. Er bleibt in der Folge Experte bei Accelrys, einer anderen für das Pentagon arbeitenden Gesellschaft in San Diego."

Artikel wie der verlinkte finden sich mehrere im Web. Es gab auch im PF vor Jahren eine Diskussion darüber und auch JürgenMeyer hat das mal thematisiert.

Cheops
24.03.2009, 11:00
Echt, das hörst du zum ersten Mal? Ist schon ziemlich alt, diese Theorie:

http://www.voltairenet.org/article145118.html
"Obwohl der Fall der Berliner Mauer schon lange erwünscht und vorbereitet wird, überrascht er im November 1989 alle Regierungen. Die CIA versucht die neuen Regierungsmitglieder selbst zu bestimmen, indem sie Verantwortliche des alten Regimes rekrutiert, die bereit sind, den USA zu dienen, wie sie früher der UdSSR dienten."

"Ihr Lebenspartner Joachim Sauer ist bei der US-amerikanischen Firma Biosym Technology angestellt. Er verbringt ein Jahr in San Diego (Kalifornien) im Labor dieser Firma, die für das Pentagon arbeitet. Er bleibt in der Folge Experte bei Accelrys, einer anderen für das Pentagon arbeitenden Gesellschaft in San Diego."

Artikel wie der verlinkte finden sich mehrere im Web. Es gab auch im PF vor Jahren eine Diskussion darüber und auch Jürgen Meyer hat das mal thematisiert. Dann weiß ich also doch nicht alles. :winken:
Nun ja, zu der Zeit hatte ich auch Besseres zu tun. Ich kannte den Westen als Rentner schon seit 1981, aber 1990 hatte man dann doch damit zu tun, sich auf das neue Leben einzurichten. Ich hab gearbeitet, Geld verdient und davon fast einmal um die Welt gereist und 1994 hatte ich von aktiver Politik dann auch die Nase gestrichen voll, weil ich die Richtung erkannt habe...

Clara
24.03.2009, 11:34
@Britta

Ich bemühe mich überhaupt keinen zu verachten, was mir bei Menschen wie z.B.Eichmann aber nicht gelingt.
Im Grunde bilde ich mir ein soviel um das ganze Elend zu wissen, das ich mir ab und an auch mal auswählen darf ob ich jede Zelle des Haufens Sch... untersuchen möchte oder nicht.
Meistens erkennt man solche schon am Geruch.
Allerdings habe ich auch schon immer von Menschen profitiert die bereit waren mehr aggressiv machende Informationen aufzunehmen als ich das oft bin.

wafi
24.03.2009, 11:40
mal nen bißchen weg von der hiesigen jetzigen Diskussion, hin zu den Medien. Schon erstaunlich, daß die Blödzeitung für Möchtegernintellektülle jetzt mal tatsächlich ein kritisches Interview zuläßt ... was zwar auch nicht ganz tiefsinnig in die Materie einsteigt, aber zumindest halbwegs Knackpunkte des Finanzsystems aufzeigt. Der geneigte Leser und die geneigte Damenwelt lese hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,615094,00.html


@Britta ... wat bin ich erst bei 1,5€ .... wow ... shit ... ich werd alt :D

Britta
24.03.2009, 13:37
@Britta ... wat bin ich erst bei 1,5€ .... wow ... shit ... ich werd alt :D

Ich hab mir überlegt, ab 10 Euronen ne Überweisung zu machen. Wir sollten mal überlegen, was wir dann mit dem gesammelten Geld machen.

Wie wär's mit einem Ausflug: http://www.phaeno.de/

wafi
24.03.2009, 13:52
pah, wenn schon dennschon nen Ausflug in die Villa Löwenherz :D Nehm auch freiwillig Iphi mit hinten drauf :D weil die sind immer so komisch da, wenn jemand mit einer merkwürdigen Anzahl von Rädern ankommt :p

Britta
24.03.2009, 14:12
pah, wenn schon dennschon nen Ausflug in die Villa Löwenherz :D Nehm auch freiwillig Iphi mit hinten drauf :D weil die sind immer so komisch da, wenn jemand mit einer merkwürdigen Anzahl von Rädern ankommt :p

Was ist die Villa Löwenherz?

Und zum Thema:

Habe von einem Freund diesen Link bekommen, über das sogenannte 'Sonderziehungsrecht': http://www.mmnews.de/index.php/200903162526/MM-News/Neue-Weltwahrung.html

D.h., die Weltwährung ist schon lange in Planung. Die Betrogenen sind mal wieder die normalen Bürger, die Gewinner sind die Verursacher der Krise:

"Schon wieder Enteignung?

Der eigentliche Skandal an dieser Berechnung ist allerdings, dass der Dollar in diesem Währungskorb eine sehr hohe Gewichtung hat - obwohl er praktisch wertlos ist. Und wenn (wie offiziell bekundet) Berechnungsgrundlage der Anteil eines Währungsraumes am Weltexport ist, dann müsste der chinesische Yuan (China ist Exportweltmeister) ebenfalls im Korb vertreten sein. Dieser fehlt aber! Statt dessen ist der Dollar vollkommen überbewertet.

So stellt diese neue Kunstwährung de facto eine Enteignung der Starkwährungsländer dar, insbesondere des Euro - in Verbindung mit Deutschland als starke Exportnation. Deutschland hat einen höheren Anteil am Weltexport als die USA!) "

Wir werden jedenfalls dieses neue Wort 'Sonderziehungsrecht' bald immer wieder in den Medien hören. :nono:

wafi
24.03.2009, 14:44
tztztz Rockerlady ... Villa Löwenherz ... guckste hier: http://www.villa-loewenherz.de/

und zu mmnews ... mußt du bloß die Äuglein aufmachen und oben rechts schauen, die sind permanent verlinkt hier :D

Gruß
Peter

Iphigenie
24.03.2009, 18:01
@all

habt ihr heute alle Urlaub gehabt oder nichts anderes zu tun, als hier den
ganzen Tag zu schreiben? Wann soll ich das denn alles lesen?


grüße
Iphi:)

......so jetzt muß ich erstma schon wieder weg....

Cheops
24.03.2009, 19:59
Schreibt hier auch noch einer über das Scheitern der Merkel aka Weltwirtschaftskrise oder plaudern wir unverbindlich über die Bewältigung der Freizeit mittels Montorräder? :rolleyes2:

Iphigenie
24.03.2009, 20:43
Schreibt hier auch noch einer über das Scheitern der Merkel aka Weltwirtschaftskrise oder plaudern wir unverbindlich über die Bewältigung der Freizeit mittels Montorräder? :rolleyes2:

Die ganze Diskussion schweifte nur wegen Dir ab, weil Du dieses fürchterliche
Ferkelbild hier in den Trööt gesetzt hast.
Wenn Du wissen willst, wer hier die größte Plaudertasche ist, dann greif Dich mal selbst an die Nase.
Vielleicht solltest Du öfters mal raus an die frische Luft gehn, anstatt den ganzen Tag vorm PC zu sitzen.....

Also...hier sind wir: Das hier ist Thema: Eröffnet von Clara auf Seite 1:



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Die Weltwirtschaftskrise

Nach dem Abzug von Kolonialmächten aus vielen Teilen der Welt folgte meiner Meinung nach der sogenannte Postkolonialismus. Die kapitalistisch regierten Industrienationen sicherten sich durch gezieltes Einsetzen von Machthabern in den aufgegebenen Ländern, wie z.B. in Afrika den extrem billigen Zugang zu Rohstoffen, die sie auch weiterhin brauchten um sich zu bereichern und ihre Staaten zu modernisieren.
Wie es den Völkern ging, von deren Grund und Boden sie die Rohstoffe nahmen, interessierte sie kaum.
Die Bevölkerung der Industrienationen fühlte sich davon wenig gestört, profitierte sie doch von sicheren Arbeitsplätzen und erschwinglichen Konsum - und Luxusgütern.

Ab Mitte der 70er Jahre fingen weltweit Konzerne und Unternehmen dann zusätzlich noch eine andere Art der Ausbeutung immer mehr an zu praktizieren.
Sie verlegten ihre Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer. Durch den eigentlich unakzeptablen weil extrem viel geringeren Lebensstandard vor Ort, unterschiedlich starke Währungen und dadurch auch umgerechnet viel geringere Löhne, welche den Menschen in den so genannten Billiglohnländer gezahlt werden muss , lohnte sich mit der Zeit die Produktion vieler Güter in westlichen Ländern nicht mehr. So kam es dann meiner Meinung nach auch zu einem gigantischen Arbeitsplatzabbau des Produzierenden Gewerbes bei uns.Obwohl es zu diesem Zeitpunkt schon hätte jedem klar sein müssen, dass so unser Wirtschaftssystem in sich zusammenbricht.
Darüber hinaus fingen Unternehmen dann noch an die Politik mit eben dieser Möglichkeit der Abwanderung zu erpressen. Dieses führte zu weiterer Arbeitslosigkeit, Lohnsenkungen und Verarmung in den Industrienationen.
Mittlerweile sind wir, nach meiner Auffassung, bei einer weltweiten Spirale des gegenseitigen Unterbieten in Lohn und Produktionskosten angekommen.
Das Problem der Banken ist denke ich, dass sie mit jeden abgebauten Arbeitsplatz weiter in den Abgrund stürzen. Arbeitslose sind meist nicht in der Lage ihre Kredite abzuzahlen, genauso wenig wie Unternehmen, die schließen müssen, weil immer weniger Menschen sich ihre Produkte leisten können.
Jeder Fabrikant, Manager, Banker und Aktionär der an der Verlegung von Produktionsstätten aus Hochlohnländer in Billiglohnländer beteiligt war, trägt Mitverantwortung für die Wirtschafts; und damit auch die Finanzkrise.
Genauso wie Unternehmer die Industriestaaten zur Reduzierung von Lohnkosten erpressen mit der Begründung, man müßte ja sonst auch Abwandern.
Natürlich auch jeder Politiker dem die Gefahr, die in dieser Abwanderung besteht nicht bewusst war und ist. Genauso wie wir alle, die wir diese Politiker wählen.
Seit Jahren sehe ich schon auf fast allem was ich kaufe, außer Lebensmittel, Made in China oder Made in Hongkong. Wenn man über Jahre vielen Menschen in den Industrienationen ihre Arbeitsplätze wegnimmt oder ihre Löhne zu sehr senkt, weil andere noch billiger arbeiten, ist es doch klar das sie am Konsum so gut wie nicht mehr teilnehmen und ihre Kredite und Hypotheken nicht mehr abzahlen können.
Hat man nicht daran gedacht, wer die Industrieprodukte, die von Menschen am anderen Ende der Welt für einen Hungerlohn produziert werden kaufen soll ?
Die hungernden und armen in Afrika, Südamerika oder Asien?
Die Wanderarbeiter in China ?
Die arbeitslosen in Europa oder USA?

Arbeitsplätze und damit Kaufkraft sind der Motor des Kapitalismus, welcher nämlich eigentlich recht simpel funktioniert.
Die Lösung kann meines Erachtens nach nur sein diese Fehler rückgängig zu machen und dafür zu sorgen das sich eine Abwanderung von Arbeitsplätzen nicht mehr lohnt.
Hauptaufgabe eines Wirtschaftssystems sollte es meiner Meinung nach sein die Bevölkerung ausreichend zu versorgen. Danach sollten erst Einzelinteressen kommen.
Deswegen denke ich, damit unser Wirtschaftssystem seine Hauptaufgabe erfüllen kann dürfen Lohn- und Rohstoffkosten auf der ganzen Erde keine Variablen, sondern müßten überall gleich sein, weil sie die Existenz der Menschen sichern und so sich die Produktion von Waren weit entfernt vom Verkaufsort nicht mehr lohnt.
Dieses würde zur Folge haben das viele Industriezweige wie z.B. die Textilindustrie wieder überall! rentabel betrieben werden können und die Wirtschaft sich durch stabilisierte Binnenmärkte erholen könnte .
Wir sollten uns vielleicht klarmachen, dass es gegen das meist ausgeprägte wirtschaftliche Interesse von Arbeitgebern ist, Arbeitsplätze in Hochlohnländern zu schaffen solange es noch Billiglohnländer gibt und in dieser Beziehung nicht auf Wunder hoffen.
Gewinne können mit anständigen Kalkulationen auch gemacht werden, ohne sich so sehr zu bereichern das dadurch Menschen verhungern und unser System in sich zusammenbricht.
Je mehr Kaufkraft die Menschen haben desto mehr Gewinne kann man auch in diesem System machen, eine ganz einfache Regel, wer denkt an Löhnen sparen zu können, denkt extrem kurzsichtig und muss sich nicht über Umsatzrückgang und Insolvenz wundern.
Wichtiger als ein funkionierendes Wirtschaftssystem ist es aber unseren Planeten viel weniger zu belasten als wir es bisher tuen und dieses setzt unserem Gewinnstreben sehr wohl Grenzen.

Ich hoffe der permante Ansturm der Elenden auf die Festungen Europa und USA macht uns bewusst, dass auch in dieser Frage dringender Handlungsbedarf besteht.
Deswegen wünsche ich mir schon seit Jahren die weltweite Einführung von festen fairen Rohstoffpreisen.
Alle Staaten müßten meiner Meinung nach verpflichtet werden vielleicht 50% der Gewinne aus Rohstoffverkäufen auch tatsächlich ihrer Bevölkerung in Form von Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, anderen sozialen Einrichtungen und natürlich falls notwendig auch Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Daneben ist der Aufbau eigener unabhängiger Produktionsstätten von diesen Geldern zu bestreiten. Dieses müßte überprüft werden, so das Menschen, deren Länder reiche Bodenschätze haben, welche gewinnbringend abgebaut werden in Zukunft nicht mehr verhungern...
Die Diskrepanz zwischen Hunger und Reichtum lässt den Reichtum so extrem widerwärtig erscheinen. Schaffen wir den Hunger ab, sollten wir auf jeden Fall die Freiheit haben auch Werte anzusammeln, ich denke seine Existenz in dieser Form scheinbar abzusichern, ist ein Grundbedürfnis des Menschen und darf deswegen nicht außer Acht gelassen werden.

Klingt alles utopisch stimmt.
Aber irgendwann schien die Abschaffung der Sklaverei oder die Gleichberechtigung der Frauen auch in vielen Ländern der Welt utopisch, trotzdem hat sie jemand gefordert und dadurch sind sie heute wenigstens zum Teil verwirklicht. Man muss mit dem nichteinfordern so genannter Utopien deswegen auch manchmal vorsichtig sein denke ich.

Über eine gesetzlich festgelegte Gewinnausschüttung von Konzerngewinnen an die Arbeiter des jeweiligen Unternehmens in Höhe von 10 % und eine Rücklagenverpflichtung der Konzerngewinne in Höhe von 20% zur Sicherung von Arbeitsplätzen müßte meiner Meinung nach ebenfalls nachgedacht werden, sowie über das Konzept der Aktienmärkte.
Vielleicht sollten Unternehmen nur noch 50% vom Wert ihres Unternehmens an die Börse bringen dürfen und müßten den Rest als Existenzsicherung behalten .So würde die von den Aktienmärkten ausgehende Gefahr eingegrenzt werden, dass Konzerne allein durch Gerüchte ihren Wert zum Teil rapide verlieren können.
In meiner Umgangssprache würde ich das so ausdrücken; ihr dürft ruhig zocken, nur ihr dürft dabei nicht immer Tausende von Arbeitsplätze verzocken. Wenn man auf die Rennbahn geht sollte man auch nicht all sein Erspartes mitnehmen. Durch diese Maßnahme würden Aktienkurse bei einem bestimmten Wert nicht mehr so schnell fallen können denke ich. Der Vorschlag für ein Konzept wie dieses zu bewerkstelligen wäre, würde an dieser Stelle zu weit führen.
Mir geht es nicht darum einen neuen Menschen zu schaffen, ich finde dieser Versuch ist immer eine Frechheit, aber je mehr Menschen wir auf diesem Planeten werden desto weniger können wir uns ein Wirtschaftssystem leisten, welches nicht in der Lage ist uns alle ausreichend zu versorgen.
Ich denke eine Systemkorrektur würde den Kapitalismus seine Gefährlichkeit nehmen aber uns allen die Freiheit in einer Demokratie leben zu können lassen. Die es natürlich noch sehr zu verbessern gilt.

Das alles ist sowas wie Fairglobe zu Ende gedacht im Grunde, mir liegt das Wohlergehen der Menschen in Entwicklungsländern auch sehr am Herzen deswegen wie gesagt die festen Rohstoffkosten.

Für mich ist das der nächste logische Schritt beim Zusammenwachsen der Welt und die einzige wirklich fortschrittliche Lösung die mir persönlich für unsere Weltwirtschaftskrise eingefallen ist.
Wie schwierig die Umsetzung meiner Idee sein würde kann ich leider kaum beurteilen, nur wenn es um Profit geht, lassen wir uns auch selten von Schwierigkeiten stoppen.

Außerdem würde die Umsetzung mit Sicherheit etwas dauern, aber schon die Benennung dieses Fernzieles würde die weitere Abwanderung von Produktionsstätten nicht mehr so rentabel erscheinen lassen.

Vielleicht möchte ja nicht nur ich gerne weiter in einem System leben, wo ich meine unangepassten und vielleicht verrückten Gedanken äußern kann, auch deswegen wäre es schön wenn wir nochmal den Dreh bekommen.

Cheops
24.03.2009, 21:09
Das verlinkte Foto von Merkel passte durchaus ins Thema, denn es bringt die Gefühle zum Ausdruck, die einen übermannen, wenn man den Namen bald rund um die Uhr hört.:toben:

Britta
24.03.2009, 22:23
tztztz Rockerlady ... Villa Löwenherz ... guckste hier: http://www.villa-loewenherz.de/

und zu mmnews ... mußt du bloß die Äuglein aufmachen und oben rechts schauen, die sind permanent verlinkt hier :D

Gruß
Peter

ups...

für die hatte ich sogar mal einen Geschenkgutschein bekommen, den ich aber nicht einlösen konnte (Zeitmangel). Hab ihn dann an einen Kumpel verschenkt.

Also, da war ich noch nicht.

Iphigenie
25.03.2009, 00:47
ups...

für die hatte ich sogar mal einen Geschenkgutschein bekommen, den ich aber nicht einlösen konnte (Zeitmangel). Hab ihn dann an einen Kumpel verschenkt.

Also, da war ich noch nicht.

hmmmm...also wenn Ausflug, dann schon in die Villa Löwenherz
(Technik und Naturwissenschaften hab ich in gewisser Weise schon
genug, da brauch ich nich nach Wolfsburg in dieses Phänodingsbums).
Nur kommt man da nur mit Moped hin, und das hab ich nicht.
Könnte höchstens mit meinem Autochen da hin fahren (in das Städtchen)
und Peter würde mich vom Hotel abholen oder so. Freiwillig würde er mich
ja hinten mit draufnehmen, meinte er. Hast Du auch ein Moped?

liebe Grüße
Iphi :)

Clara
25.03.2009, 06:41
Die momentane Situation darf keinerlei Einfluss auf das Setzen eines Zieles haben.
Unter den Nazis in Deutschland schien eine Abschaffung der KZ´s als absolut „ unrealistisch „
Trotzdem durfte man diese Forderung stellen, ich denke sogar man war dazu verpflichtet,
genauso wie man jetzt eine weltweite Gerechtigkeit fordern darf und wie ich finde auch dringend muss.

Das Ziel muss absolut frei von momentanen Gegebenheiten gewählt werden und darf sich alleine nach der Vernunft orientieren.
Die Wege zum Ziel müssen sich dagegen natürlich an die momentanen Gegebenheiten anpassen, weil die ja unser Ausgangspunkt sind.

Wir werfen unseren Eltern und Grosseltern vor tatenlos bei dem Abschlachten zugesehen zu haben , während wir gleichzeitig zulassen das Millionen von Menschen im absolutem Elend leben und aus Gründen sterben die in unserer Zeit einfach nur unfassbar sind.
Wir können uns heute wesentlich freier eine Meinung bilden wie es unseren Eltern und Grosseltern möglich war.
Und wir leben in einer Demokratie.
Wir werden meistens nicht verhaftet wenn wir Flugblätter drucken.
Trotzdem lassen wir zu das diese Gräuel tagtäglich passieren.
Vielleicht sollten wir aufhören uns nur für unsere Vorfahren zu schämen, vielleicht ist es ja effektiver, wenn wir anfangen uns auch für uns selber zu schämen.

wafi
25.03.2009, 08:36
Clara

das gehört eher in den Bereich der Philosophie, si`s drum.

Du irrst allerdings.

Ein Ziel ist nur definierbar aus einer Ist-Situation. Nimm nen dusseliges Beispiel, du bist in Schleswig und dein Ziel ist Schleswig ... Ziel und Status sind identisch, Ziel ist damit abgehakt, kannst auch erreicht sagen, aber es gibt keinen Weg das Ziel zu erreichen, weil Status und Ziel identisch sind. Macht also keinen Sinn.
Man sieht, die Ist-Situation ist sehr wohl maßgeblich für ein Ziel und keinesfalls auszuklammern, sondern Fundament der Ziel Definition.

Zum Weg ... bist du in Hamburg und willst nach Schleswig, macht es keinen Sinn den Schildern nach Hannover zu folgen. Der Weg muß das Ziel immer reflektieren. Kannst du natürlich weiterspinnen auf die Frage z.B. du willst ne friedliche Welt als Zieldefinition ... dann ist ganz logisch, daß der Weg eben dieses friedliche Ziel reflektieren muß. Mit Gewalt kannst du keine friedliche Welt machen ... ist so wie wenn du in HH den Straßenschildern nach Hannover folgst und nach Schleswig willst.

Stammt übrigends nicht von mir, sondern von Kropotkin (näheres zu dem in der Philosophie Ecke)

Um den Schwenk zur Weltwirtschaftskrise hin zu bekommen ... die Regierenden wollen den Status erhalten, das ist ihre Zieldefinition. Wunderbar, damit kannst du dich um dich selber drehen, hüpfen, Kniebeugen machen ... wie auch immer ... da das Ziel die Ist-Situation ist, kann kein Weg oder Richtung definiert werden, weil man ist ja da wo man hin will und will da auch nicht weg ... folglich, was ja auch wunderschön zu sehen ist, eiern die Regierenden um sich selbst, hüpfen auf Konjunkturpaketen ... lassen Geldblasen aufsteiegen, alles mit dem Ziel sich nicht bewegen zu müssen, naja, interessiert allerdings das zusammenbrechende Umfeld nicht. Wenn irgend so ein Clown meint das Ziel sei die jetzige Stabilität, wie die merkbefreiten in diversen Wahlkrämpfen von sich gaben, dann zeugt das nur, daß sie das Problem Ziel und Weg nicht verstanden haben ....

Selbiges ist das mit der Demokratie ... hätten wir eine, könnten Ziele definiert werden und Wege gefunden werden, diese zu erreichen. Da das Ziel aber der Stillstand ist (s.o,) kann man natürlich Flugblätter schreiben, seine Meinung sagen usw usw ... nur, ändern tut das nichts, denn geänderte Zielvorgaben werden nicht zugelassen, bzw. im System ansich neutralisiert. So eiert man weiter ... mal um sich selbst drehend, mal auf der Stelle hüpfend, mal in die Hocke gehend ... alles nur um sich nicht fortbewegen zu müssen, weil Ziel und Status eins sind, mithin eben keinerlei Weg oder Richtung erkennbar sind.

Gruß
Peter

Britta
25.03.2009, 10:19
Hast Du auch ein Moped?

liebe Grüße
Iphi :)

Nein, dafür hat mein Mann 3. Allerdings fahre ich die letzten Jahre nicht mehr so oft mit (er fährt mir zu wild...). Jetzt hat er die Harley noch umgebaut und da gibt's keinen Sozius mehr.

Britta
25.03.2009, 10:22
Wir werfen unseren Eltern und Grosseltern vor tatenlos bei dem Abschlachten zugesehen zu haben , während wir gleichzeitig zulassen das Millionen von Menschen im absolutem Elend leben und aus Gründen sterben die in unserer Zeit einfach nur unfassbar sind.
Wir können uns heute wesentlich freier eine Meinung bilden wie es unseren Eltern und Grosseltern möglich war.
Und wir leben in einer Demokratie.
Wir werden meistens nicht verhaftet wenn wir Flugblätter drucken.
Trotzdem lassen wir zu das diese Gräuel tagtäglich passieren.
Vielleicht sollten wir aufhören uns nur für unsere Vorfahren zu schämen, vielleicht ist es ja effektiver, wenn wir anfangen uns auch für uns selber zu schämen.

Was würden wir denn dagegen tun können, wenn unsere Regierung heute beschliessen würde, den Faschismus wieder einzuführen? Wie könnten wir uns dagegen wehren?

Die Regierung würde das natürlich nicht bekanntgeben, sondern heimlich, Stück für Stück was ändern.

Wir wären genauso schnell in der selben Situation wie unsere Eltern und Großeltern und wir könnten genausowenig dagegen unternehmen.

Plötzlich würden wir auch verhaftet für's Flugblätter drucken und Meinung frei äussern.

Clara
25.03.2009, 11:48
@ Wafi

Wenn ich mir überlege wohin ich nächste Jahr in Urlaub fahren möchte kann ich das sehr wohl auch machen wenn ich bei meiner Tante zu Besuch bin.:)

Wollen die Mächtigen eine Veränderung der Verhältnisse?
Nicht solange sie noch von der momentanen Situation profitieren.
Aber das hört gerade jetzt im Moment auf, meiner Meinung nach?
Und das macht die grosse Chance aus in der wir uns befinden, glaube ich?


@ Britta

Du hast recht, solange wir nichts aus dem 3 Reich gelernt haben, kann es jeden Moment wieder passieren.
Deswegen ist es ja auch so wichtig das wir daraus lernen.
Ich glaube aber das hat auf jeden Fall zum Teil schon geklappt.
Die Frage die sich mir bei deinem Post stellt ist, wie bösartig sind die Mächtigen wirklich?
Kann ich natürlich nicht beantworten, gerne würde ich jetzt wieder meine rosarote Brille aufziehen, aber das klappt hier wohl nicht so gut :)

Ich gehe lieber anders an die Frage.
Ausgehend von dem 3 Reich habe ich mir irgendwann mal Gedanken gemacht, wie die Menschen es hätten verhindern können.So bin ich zu meiner Definition von Intelligenz gekommen.

Intelligent ist meiner Meinung nach, sich so zu verhalten das, wenn jeder es tun würde, es gut für das Ganze wäre. Deswegen kann auch Intelligenz für mich nur gut sein.
Kant soll etwas ähnliches gesagt haben, habe ich aber nie gelesen. Aber für ihn konnte sich glaube ich Intelligenz auch zum negativen entwickeln und dem würde ich ganz klar wiedersprechen.
Wieder sehr philosophisch für Wirtschaftsthemen stimmt, sry :)

Nach diesem Prinzip ist es intelligent gegen das ganze Elend anzugehen, weil wenn jeder es tun würde, würde es abgeschafft werden.

Grüße Clara :)

Britta
25.03.2009, 12:10
@ Britta

Du hast recht, solange wir nichts aus dem 3 Reich gelernt haben, kann es jeden Moment wieder passieren.
Deswegen ist es ja auch so wichtig das wir daraus lernen.
Ich glaube aber das hat auf jeden Fall zum Teil schon geklappt.
Die Frage die sich mir bei deinem Post stellt ist, wie bösartig sind die Mächtigen wirklich?
Kann ich natürlich nicht beantworten, gerne würde ich jetzt wieder meine rosarote Brille aufziehen, aber das klappt hier wohl nicht so gut :)

Ich gehe lieber anders an die Frage.
Ausgehend von dem 3 Reich habe ich mir irgendwann mal Gedanken gemacht, wie die Menschen es hätten verhindern können.So bin ich zu meiner Definition von Intelligenz gekommen.

Intelligent ist meiner Meinung nach, sich so zu verhalten das, wenn jeder es tun würde, es gut für das Ganze wäre. Deswegen kann auch Intelligenz für mich nur gut sein.
Kant soll etwas ähnliches gesagt haben, habe ich aber nie gelesen. Aber für ihn konnte sich glaube ich Intelligenz auch zum negativen entwickeln und dem würde ich ganz klar wiedersprechen.
Wieder sehr philosophisch für Wirtschaftsthemen stimmt, sry :)

Nach diesem Prinzip ist es intelligent gegen das ganze Elend anzugehen, weil wenn jeder es tun würde, würde es abgeschafft werden.

Grüße Clara :)

Wir - also die Menschen - haben nichts aus der Geschichte des 3. Reiches gelernt. Wir sollen auch gar nicht in der Lage sein, verhindern zu können dass sowas wieder passiert. Es wird öffentlich geheuchelt dass es einen nur so graust.

Und nicht alle Menschen sind gleich und Streben nach dem Gutem.

Wie bösartig die Mächtigen wirklich sind? Ich könnte dir jetzt ein paar Links geben, zum Durchlesen. Aber da platzt glaube ich das Glas an deiner rosa Brille...

:nono:

Clara
25.03.2009, 12:17
@ Britta

So rosa ist meine Brille nun auch nicht. Ich mag es aber lieber rosa als schwarz.
Das ist wieder eine philosophische Diskussion wie sehr die Menschen nach Gutem streben.
Ein gesunder Mensch strebt für mich nach Gutem.
Aber es gibt die vielfältigsten Gegebenheiten die Menschen krank machen können.

Die Links mag ich nicht lesen, nicht böse sein bitte :)
Ich schaue lieber meinen neuen Hühner bei ihrem ersten Freigang zu :)

wafi
25.03.2009, 12:33
hm Clara

???? was wolltest du sagen????

Aasgeier
25.03.2009, 12:44
[QUOTE=Britta;12560]Wir - also die Menschen - haben nichts aus der Geschichte des 3. Reiches gelernt. Wir sollen auch gar nicht in der Lage sein, verhindern zu können dass sowas wieder passiert. Es wird öffentlich geheuchelt dass es einen nur so graust.

Interessante Argumentation. Natürlich haben die Menschen (nicht alle) etwas aus der Vergangenheit gelernt. Zumindest in Mitteleuropa sind solche Zustände nicht mehr denkbar. Dafür ist die Bildung der Menschen hier zu hoch. Ob unsere politischen "Eliten" seither klüger geworden sind? Schwer vorstellbar. Zustände wie damals werden sich bei uns nicht wiederholen. Dabei bleibe ich.

Clara
25.03.2009, 13:03
@ wafi

Wollen die Mächtigen eine Veränderung der Verhältnisse?
Nicht solange sie noch von der momentanen Situation profitieren.
Aber das hört gerade jetzt im Moment auf, meiner Meinung nach?
Und das macht die grosse Chance aus in der wir uns befinden, glaube ich?

war mehr als Frage an dich gemeint,wie du das siehst, sry wenn das missverständlich war.

@ Britta

Ich habs mir anders überlegt, vielleicht findet man ja Argumentationhilfen in deinen Links, falls du sie einstellen möchtest fände ich das doch gut.

Grüße Clara

wafi
25.03.2009, 13:30
Clara

wieso sollte sich die Situation für die ... nennen wir sie einfach mal mächtigen ändern? Nö, die werden die Krise, so die Leute nicht irgendwann aufstehen und diese Protagonisten wegjagen, natürlich überstehen und auch hinterher selbige Rolle spielen. Ganz banal gesagt, ändern tut sich überhaupt nicht ... solange die es schaffen die Bürgen ruhig zu halten ... ansonsten geht`s ab auf die Bahamas oder ins Tessin, der Teufel weiß am besten wohin :D (Ton Steine Scherben)

Aasgier

welcome erstmal und dann halte ich es für sehr optimistisch. Ex Jugoslawien gehört irgendwie auch zu Europa, damit wäre deine Aussage schon ziemlich entkräftet ... Mahatma Gandhi meinte: "Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt."

Gruß
Peter

Aasgeier
25.03.2009, 14:16
Danke erst mal. Dein Argument schlägt meines. Gebe ich zu. Jugoslawien ist tatsächlich das Gegenbeispiel. Immer wo sich Religion, Politik und Rassismus vermischen, wird es kritisch. Ich hätte auch nicht gedacht, dass sowas mitten in Europa noch mal passiert. Trotz allem: bei uns wird sich die Geschichte nciht wiederholen, davon bin ich überzeugt. Dafür geht es uns letztendlich noch viel zu gut. Ob sich das jetzt ändert - wenn es uns allen ein bischen schlechter gehen wird - ist eine andere Frage. Aber ich glaube, so viel werden unsere Mächtigen schon dazugelernt haben, dass sie sozialen Frieden als einen wichtigen Pluspunkt unserer Demokratie erkannt haben und alles tun werden um diesen zu erhalten. So viel Vertrauen habe ich in unsere Demokratie.

wafi
25.03.2009, 14:27
Aasgier ...

naja, die Mächtigen haben dazu gelernt .... anders ist es nicht zu verstehen, daß gegen die Demonstranten GG widrig die Bundeswehr eingesetzt wurde und die CDU maßgeblich diesen Einsatz im Inneren propagandiert ... dazu gelernt haben die, nämlich, daß wenn`s den Leuten nicht mehr paßt, die Staatsgewalt massiv auffahren muß. Wo das aber was mit Demokratie zu tun hat, das versteh ich nun wiederum nicht :D

Btw. schau dir Japan an, 43% weniger Importe, 50% weniger Exporte ... wenn sich das so hier umsetzt (und dabei ging man davon aus, daß Asien relativ "problemlos" aus der Krise kommt), dann reden wir nicht mehr nur noch von + 300 000 Arbeitslosen, wie vor einem Monat noch verkündet ... oder den + 1 000 000 Arbeitslosen, wie die Bundesregierung jetzt meint, dann kannste von + 2-3 Mill Arbeitslosen ausgehen und was das dann für das Sozialsystem heißt, weiß glaub ich jeder.
Schau dir die letzte Studie zu dem braunen Unrat an ... wächst stetig, gerade bei Jugendlichen, die Chancen denen Alternativen aufzuzeigen nimmt rapide ab, das jetzige Wirtschaftssystem macht sich tagtäglich selber lächerlich.

Ich weiß nicht wohin das führt, aber gute Laune macht das nicht, da schäkere ich lieber mit Britta und Iphi :D das macht wenigstens noch gute Laune und Britta`s Männe Arbeit, wenn er die Harley wieder umbauen muß mit Soziasitz :D :p (dachte immer der fährt Moped???? :D :p)

Clara
25.03.2009, 14:47
@wafi

Meiner Logik nach gibt es kein Ende der Krise, solange nicht ihre Ursachen behoben sind.
Ton Stein und Scherben hat mir damals eigentlich immer Mut gemacht :)

Ich würde sagen die Menschheit geht immer 3 Schritte vor und dann 2 zurück.
Aber ich glaube sie geht vorwärts.
Mir persönlich zwar viel zu langsam aber der Feudalismus ist doch schon fast überall abgeschafft.

Seit Jugoslawien habe ich nicht mehr die Grünen gewählt, zu Glück gibt es die Linken.

Aasgeier
25.03.2009, 14:49
wafi: "naja, die Mächtigen haben dazu gelernt .... anders ist es nicht zu verstehen, daß gegen die Demonstranten GG widrig die Bundeswehr eingesetzt wurde und die CDU maßgeblich diesen Einsatz im Inneren propagandiert ... dazu gelernt haben die, nämlich, daß wenn`s den Leuten nicht mehr paßt, die Staatsgewalt massiv auffahren muß. Wo das aber was mit Demokratie zu tun hat, das versteh ich nun wiederum nicht :D

Btw. schau dir Japan an, 43% weniger Importe, 50% weniger Exporte ... wenn sich das so hier umsetzt (und dabei ging man davon aus, daß Asien relativ "problemlos" aus der Krise kommt), dann reden wir nicht mehr nur noch von + 300 000 Arbeitslosen, wie vor einem Monat noch verkündet ... oder den + 1 000 000 Arbeitslosen, wie die Bundesregierung jetzt meint, dann kannste von + 2-3 Mill Arbeitslosen ausgehen und was das dann für das Sozialsystem heißt, weiß glaub ich jeder.
Schau dir die letzte Studie zu dem braunen Unrat an ... wächst stetig, gerade bei Jugendlichen, die Chancen denen Alternativen aufzuzeigen nimmt rapide ab, das jetzige Wirtschaftssystem macht sich tagtäglich selber lächerlich."


Tut mir leid, dass ich das jetzt so sagen muss, aber der Zulauf den die Braunen haben ist wirklich das letzte was mich zur Zeit beunruhigt.
Die Tatsache, dass uns der Export wegbricht und das die Arbeitslosenzahlen - da stimme ich dir zu - um 2 Mio. steigen werden, schon eher. Das wird uns treffen und das ist jetzt auch nicht mehr zu verhindern. Und nach deiner eigenen Argumentation wird sich das ja - da der Mensch nicht dazulernt - immer wieder wiederholen. Auch das stimmt.

Ich habe in dem Zusammenhang schon öfter gesagt, dass die Wirtschaftspolitik, die ja eingentlich die Wellenbewegungen der Konjunktur ausgleichen soll, in den letzten Jahren immer mehr dazu neigt, diese Zyklen zu verstärken. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen. Das Problem hier sind einfach die Finanzmärkte, denen man in den letzten Jahren freien Lauf gelassen hat. Aber gerade Deutschland hat sich ja für eine stärkere Kontrolle ausgesprochen, was aber von den USA und GB immer wieder blockiert worden ist.

Zum Bundeswehreinsatz im Inneren: Der ist verboten und soll es auch bleiben. Ob man in Heiligendamm (ich nehme an darauf spielst du an) wirklich von einem aktiver Einsatz der Bundeswehr sprechen kann, ist ja bis heute strittig. Es wird ja nur von "technischer Amtshilfe" gesprochen. Ich war nicht da, ich kann es nicht beurteilen.
Grüße

wafi
25.03.2009, 15:44
Aasgier

nimm den Zulauf der Braunen mal vor dem Hintergrund massiver Arbeitslosigkeit und meiner Einschätzung, daß Menschlein aus der Geschichte nichts lernt .... und genau da seh ich das Problem. Ein massiver Zusammenbruch der Wirtschaft wird den Zulauf verstärken und das kann (muß nicht, aber kann) ernsthaft problematisch werden.

Zur staatlichen Kontrolle der Finanzmärkte ... Eigentlich ist es ganz einfach. Geld/Finanzen sind etwas mit dem jeder, jeden Tag umgehen muß. Es kann also eigentlich nicht sein, daß es darum ein hochkompliziertes Spielchen geben sollte, was Normalo nicht durchschauen kann .... dann ist das so gewollt. Gewollt nicht um ein System transparent zu machen, sondern um es zu verschleiern. Warum sollte man was verschleiern? Einziger Grund, man möchte VErschleierung, damit man "Eliten" bilden kann ... die von hastenichtgesehen Gnaden "Boss" spielen dürfen.
Es kann also nicht darum gehen, weiter zu verschleiern und dies zu kontrollieren, sondern das System muß so "einfach" sein, daß es durchschaubar ist.
Wenn Staat kontrollieren soll, macht man nur den Bock zum Gärtner. Erinnere gerne an West LB, HSH, Sachsen LB, Bayern LB, IKB, KfW usw usw ... komplettes Kontrollversagen der Politkomiker in "ihren" Banken. Wie sollen die denn dann noch andere kontrollieren können?
Die Problematik ist einfach, wir brauchen ein anderes Finanzsystem und zwar eins, was sich einigermaßen selber reguliert. Denkbar wäre sowas (ich weiß Hellmann haut mich) wie eine Art Umlaufsicherung, von mir aus auf der Basis Keynes (Bretton Wood) Damit können ohne großartige Kontrollmechanismen Finanzmärkte geregelt werden.

Zur Bundeswehr ... gemeint war natürlich Heiligendamm, wobei eben die CDU diesen Einsatz ausdehnen will, zur Zeit gescheitert an der SPD und an Karlsruhe. Ob das so bleibt? schaun wer mal. Aber Brücken mit Panzern zu bewachen ... ist irgendwie nicht mehr "nur " technische Hilfe oder mit Aufklärungsflugzeugen Demonstranten zu fotografieren ... ne, da hört der Spaß zumindest für mich auf.

Aasgeier
25.03.2009, 16:49
Was die Braunen angeht, da bin ich Optimist...vielleicht weil ich es mir einfach nicht vorstellen will und kann.

Finanzsystem, da stimme ich mit dir überein. Das System ist so kompliziert, dass es die Spieler selbst nicht mehr verstehen. Geld ist zum Selbstzweck verkommen. All diese wilden Spekulationen müssen verboten werden. Dann wäre uns schon sehr viel geholfen. Wir brauchen ein System von dem alle profitieren, d.h. das auf nachhaltige Wertschöpfung aufbaut und nicht auf kurzfristiges Gewinnstreben. Das ist - befürchte ich - aber illusorisch. Ich habe schon mal gesagt, dass das einzige was uns retten kann die Landung der Vulkanier ist (Star Trek - First Contact). Ob Geld mit Verfallsdatum - ich glaube das steckt hinter der Idee der Umlaufsicherung - die Lösung ist? Meiner Meinung nach nicht machbar.

Nochmal zum Bundeswehreinsatz: Das darf, und wird hoffentlich niemals kommen. Die können von mir aus bei Überschwemmungen Sandsäcke schleppen, aber das muss für den Inneneinsatz reichen.

otix_
25.03.2009, 20:11
Die ganze Diskussion schweifte nur wegen Dir ab, weil Du dieses fürchterliche
Ferkelbild hier in den Trööt gesetzt hast.
Wenn Du wissen willst, wer hier die größte Plaudertasche ist, dann greif Dich mal selbst an die Nase.
Vielleicht solltest Du öfters mal raus an die frische Luft gehn, anstatt den ganzen Tag vorm PC zu sitzen.....

Also...hier sind wir: Das hier ist Thema: Eröffnet von Clara auf Seite 1:


Etwas mehr Fingerspitzengefühl Iphigenie in deiner Funktion als Moderatorin sollte doch schon zu erwarten sein.
Wer wie oft jemand schreiben möchte, solltest du den Usern selbst überlassen.
Zukünftig möchte und werde ich dergeleichen von dir nicht mehr lesen in deiner Funktion als Moderatorin.

Iphigenie
25.03.2009, 20:24
Etwas mehr Fingerspitzengefühl Iphigenie in deiner Funktion als Moderatorin sollte doch schon zu erwarten sein.
Wer wie oft jemand schreiben möchte, solltest du den Usern selbst überlassen.
Zukünftig möchte und werde ich dergeleichen von dir nicht mehr lesen in deiner Funktion als Moderatorin.


Hehehe, das war doch ganz lieb gemeint, was ich da cheops schrieb. Ich denke schon, daß er es auch als reinen Spaß verstanden hat.

Wenn ich etwas in meiner Funktion als Moderatorin schreibe, sage ich das immer dazu...

grüße
Iphi:)

Britta
25.03.2009, 20:30
Was die Braunen angeht, da bin ich Optimist...vielleicht weil ich es mir einfach nicht vorstellen will und kann.

Nochmal zum Bundeswehreinsatz: Das darf, und wird hoffentlich niemals kommen. Die können von mir aus bei Überschwemmungen Sandsäcke schleppen, aber das muss für den Inneneinsatz reichen.

Die 'Braunen' machen mir dabei auch die wenigsten Sorgen. Eher schon die Obrigkeit.

Und was heißt: 'Bei uns'?

Bei uns ist für mich die westliche Welt. Und da sind die Maßnahmen, die Bush eingeführt hat (Homeland Security, Patriot Act, etc.) und die Obama nicht beabsichtigt, wieder auszuführen, sehr bedenklich in Richtung Faschismus.

Da stehe ich nicht alleine da mit meinen Befürchtugen.

http://www.doctorhurd.com/index.php/Daily-Dose-of-Reason/Politics-Government/ayn-rand-was-right-america-goes-fascist.html
http://swordattheready.wordpress.com/2008/09/19/america-goes-fascist-as-government-bails-out-the-banks-and-nationalizes-the-economy/
"America Goes Fascist As Government Bails Out The Banks and Nationalizes The Economy"

nur mal eine kleine Auswahl.

Und da wir ja global sind und unsere Politiker mit den USA immer gut Freund waren, hab ich da so meine Befürchtungen...

Britta
25.03.2009, 20:33
@ Britta

Ich habs mir anders überlegt, vielleicht findet man ja Argumentationhilfen in deinen Links, falls du sie einstellen möchtest fände ich das doch gut.

Grüße Clara

Hallo Clara,

wenn's dich wirklich interessiert, dann empfehle ich dir Engdahl. Er ist Spezialist für Globalisierung.

http://de.wikipedia.org/wiki/F._William_Engdahl

Hier seine Homepage, mit Artikeln auf Deutsch: http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Auf_Deutsch/auf_deutsch.html

Britta
25.03.2009, 20:35
, da schäkere ich lieber mit Britta und Iphi :D das macht wenigstens noch gute Laune und Britta`s Männe Arbeit, wenn er die Harley wieder umbauen muß mit Soziasitz :D :p (dachte immer der fährt Moped???? :D :p)

Moped ist doch ein Kosename...

Aber ne, mit der Harley fahre ich nicht mehr mit. Nur noch mit der Honda (900 Bol d'Or auf AME). Ist bequemer und nicht so schnell wie ne Harley mit Dragster-Motor.

Clara
26.03.2009, 06:30
@Britta

Danke dir :)

Ein Freund hatte mir das auch schonmal empfohlen, ich finde diese ganzen Informationen allerdings wirklich extrem fürchterlich.

Ich muss eigentlich nur eine Überschrift davon lesen um wieder ganz genau zu wissen warum ich mir eine Veränderung herbeisehne.

Aasgeier
26.03.2009, 09:11
Natürlich sind bzw. waren in den USA faschistische Tendenzen zu erkennen. Da würde ich niemals widersprechen, aber das wird bei den Tendenzen bleiben. G.W.Bush konnte den ganzen Mist doch nur unter den Eindrücken von 9/11 durchsetzen ansonsten ist den meisten Amerikanern ihre Freiheit doch viel zu viel wert.
Diese Politik wird sich unter Obama nicht fortsetzen. Er hat ja zB die Auflösung von Guantanamo schon in die Wege geleitet. Ansonsten hat der Mann im Moment andere Probleme als die Abschaffung der Homeland-Security-Behörde.

Viele Grüße

Britta
26.03.2009, 12:20
Natürlich sind bzw. waren in den USA faschistische Tendenzen zu erkennen. Da würde ich niemals widersprechen, aber das wird bei den Tendenzen bleiben. G.W.Bush konnte den ganzen Mist doch nur unter den Eindrücken von 9/11 durchsetzen ansonsten ist den meisten Amerikanern ihre Freiheit doch viel zu viel wert.
Diese Politik wird sich unter Obama nicht fortsetzen. Er hat ja zB die Auflösung von Guantanamo schon in die Wege geleitet. Ansonsten hat der Mann im Moment andere Probleme als die Abschaffung der Homeland-Security-Behörde.

Viele Grüße

Guantanamo auflösen ist reine Publicity. Was ist mit den anderen Foltergefängnissen weltweit? Bisher habe ich noch kein Wort dazu von ihm gehört.

Und was ganz wichtig ist - und für Obama auch kein Thema - ist Habeas Corpus.

Die Bush-Politik wird sich unter Obama weiter fortsetzen, da bin ich mir ganz sicher. Es ist die übliche Politik der Hintermänner und auch Obama ist nur ihre Marionette.

Clara
26.03.2009, 15:37
@ Britta

Ich bin was Mr. Präsident Obama betrifft absolut anderer Meinung als du.
Meine Hoffnung das sich mit ihm etwas ändert ist riesig.
Und ich begrüße viele seiner Schritte die er in der letzten Zeit unternommen hat.
Er schafft ein Gesetz was den Bau von Streubomben so gut wie unmöglich macht, verteilt wenigsten einen Teil des Rettungspaket auch an Hausbesitzer, die Raten auf ihre Hypotheken nicht mehr zahlen könne, gibt 200 Millionen Dollar für die Forschung frei geht auf den Iran zu, spricht ganz klar von einer Zweistaatenlösung, usw.
Natürlich bin ich auch bei ihm nicht mit allen zufrieden, aber ich vertraue ihm im Moment auf jeden Fall doch noch sehr.
Ich hätte nie gedacht das ich mal einem amerikanischen Präsidenten vertraue, mir ist ein Feindbild abhanden gekommen sozusagen :)
Natürlich gibt es auch wieder vieles was mir nicht passt, wie z.B. Afghanistan wo ich denke die Afghanen müssten erst mal entscheiden dürfen ob sie überhaupt noch Hilfe wollen oder nicht.
Oder das die unrechtmäßigen Gefängnisse nicht alle zügig geschlossen werden.
Auch seinen Finanzminister finde ich nicht so gut.
Aber unterm Strich denke ich, er gibt sich Mühe bei seinen Entscheidungen an die Menschen zu denken
Und wäre ich Amerikanerin hätte ich wahrscheinlich Wahlkampf für ihn gemacht

Cheops
26.03.2009, 15:49
@ Britta

Ich bin was Mr. Präsident Obama betrifft absolut anderer Meinung als du.
Meine Hoffnung das sich mit ihm etwas ändert ist riesig.
Und ich begrüße viele seiner Schritte die er in der letzten Zeit unternommen hat.
Er schafft ein Gesetz was den Bau von Streubomben so gut wie unmöglich macht, verteilt wenigsten einen Teil des Rettungspaket auch an Hausbesitzer, die Raten auf ihre Hypotheken nicht mehr zahlen könne, gibt 200 Millionen Dollar für die Forschung frei geht auf den Iran zu, spricht ganz klar von einer Zweistaatenlösung, usw.
Natürlich bin ich auch bei ihm nicht mit allen zufrieden, aber ich vertraue ihm im Moment auf jeden Fall doch noch sehr.
Ich hätte nie gedacht das ich mal einem amerikanischen Präsidenten vertraue, mir ist ein Feindbild abhanden gekommen sozusagen J
Natürlich gibt es auch wieder vieles was mir nicht passt, wie z.B. Afghanistan wo ich denke die Afghanen müssten erst mal entscheiden dürfen ob sie überhaupt noch Hilfe wollen oder nicht.
Oder das die unrechtmäßigen Gefängnisse nicht alle zügig geschlossen werden.
Auch seinen Finanzminister finde ich nicht so gut.
Aber unterm Strich denke ich, er gibt sich Mühe bei seinen Entscheidungen an die Menschen zu denken
Und wäre ich Amerikanerin hätte ich wahrscheinlich Wahlkampf für ihn gemacht Was heißt denn hier "Hoffnung"? Obama hat in einer Woche mehr bewegt als Merkel in vier Jahren! selbst im vierten Jahr ihrer Regierung kommt sie über den Konjunktiv ja nicht hinaus. Wir müssen, wollen, werden. Dazu dann ihre Lieblingssprechblase: "...eine gemeinsame Lösung finden." Noch ein paar Jahre mehr und die wird sich in ihrer eigenen Lösung zersetzen...:p

Aasgeier
26.03.2009, 16:12
Hallo Clara,
sehe ich ähnlich. Man kann vor allem nicht erwarten, dass alles von jetzt auf gleich passiert. Außerdem wird es niemals einen Politiker geben, der es allen recht machen kann und will. Alleine das Zeichen, dass er versucht hat auch die Republikaner in die Regierung einzubinden, finde ich toll. Sowas würde es bei uns niemals geben. Man stelle sich mal vor: Merkel schlägt Trittin wieder als Umweltminister vor. Undenkbar.
Er geht auf den Iran zu. Manche mögen sagen, dass macht er nur wegen den Ölreserven. Ich glaube er hat eingesehen, dass man mit Sanktionen allein nicht weiterkommt und versucht wieder zu verhandeln. (wäre übrigens auch für die Israelis ein guter Vorschlag).
Ich finde, das sind gute Zeichen, die Hoffnung machen.

Cheops
26.03.2009, 16:47
Hallo Clara,
sehe ich ähnlich. Man kann vor allem nicht erwarten, dass alles von jetzt auf gleich passiert. Außerdem wird es niemals einen Politiker geben, der es allen recht machen kann und will. Alleine das Zeichen, dass er versucht hat auch die Republikaner in die Regierung einzubinden, finde ich toll. Sowas würde es bei uns niemals geben. Man stelle sich mal vor: Merkel schlägt Trittin wieder als Umweltminister vor. Undenkbar.
Er geht auf den Iran zu. Manche mögen sagen, dass macht er nur wegen den Ölreserven. Ich glaube er hat eingesehen, dass man mit Sanktionen allein nicht weiterkommt und versucht wieder zu verhandeln. (wäre übrigens auch für die Israelis ein guter Vorschlag).
Ich finde, das sind gute Zeichen, die Hoffnung machen. Ja genau, Obama bricht mal eben 30 Jahre Eiszeit mit dem Iran auf, ohne das mit Forderungen zu verknüpfen. Wir erinnern uns, George Wanker Bush hatte den Iran schon als Ziel für den nächsten Krieg vor Augen und hat auch nicht weniger gezickt als die persische Nachtlampe Ahmadinedschad.
Ich fühl mich seit Obama irgendwie beruhigter...:)

oloool
26.03.2009, 21:59
Hallo Helli,



Es sollte aber nicht vergessen werden, daß sich der Reichtum in
wenigen Händen nur dadurch (....nicht nur...) konzentrieren
konnte, daß es eben das Privateigentum an den Produktionsmitteln
gibt.




Das ist eher ein sehr marginaler Aspekt.

Nein, der Grund ist die Gewalthoheit auf der einen und Unwissenheit/Faulheit/Naivität auf der anderen Seite: Stopf sie voll mit Weißbrot und Coca-Cola – ein paar Jahre oder Jahrzehnte, und sie werden dir auf Ewig, auch hungernd und dürstend noch die Füße abknutschen und ihre süßen Kinder für alles überlassen. :mad:

Zur Gewalthoheit gehört aber auch die Finanzhoheit/Abhängigkeit. Denn so fordern sich die Sklaven brav gegenseitig zum Gehorsam, ihre Loyalität wächst über die beauftragten Vasallen nicht selten weit hinaus. Siehe TV-Kultur.

oloool
26.03.2009, 22:07
Die Bush-Politik wird sich unter Obama weiter fortsetzen, da bin ich mir ganz sicher. Es ist die übliche Politik der Hintermänner und auch Obama ist nur ihre Marionette.

Etwas wird/hat sich geändert:
Die Leute lieben jetzt was sie vorher zum Hass brachte.
Mit Obama, dem Disney-Superheld, fühlt sich das alles "richtig" an. Ein Weißbrot gratis und es wird gejubelt...

Es gibt also schon den versprochenen "Change". Keine Frage.

Mehr sollte man von anderen wohl auch nicht erwarten.

Clara
27.03.2009, 05:17
@ oloool

Von dem was wir Menschen so auf diesem Planeten treiben sieht kaum etwas super aus für mich, ich glaube für Mr. Präsident Obama aber auch nicht und genau das macht mir Hoffnung.
Nur weil ich die Hoffnung nicht verloren habe bin ich noch lange nicht grenzdebil.

Grüße Clara

Cheops
27.03.2009, 05:37
Da auch mich Brack Obama ziemlich mitreißt, habe ich über ihn im Februar auch einen Text verfasst:

Hin und wieder werden Menschen geboren, die ganz einfach das Zeug haben, andere Menschen positiv zu bewegen. So wie im August 1961 in Honolulu, Hawaii ein gewisser Barack Obama, der gestern, am 20. Januar 2009 den wohl schlechtesten Präsidenten der USA, George W. Bush, nach langen und für die Welt katastrophalen, acht Jahren im Amt ablöste. Obama war als Farbiger eigentlich nur ein Außenseiter, aber er wusste die Menschen zu gewinnen und musste daher auch die Wahl nicht manipulieren, wie es Bush im Jahr 2000 vorgeworfen wurde und Bush bis heute nicht entkräften konnte. Bush erhielt US-weit insgesamt etwa 500.000 Wählerstimmen weniger als der Demokrat Al Gore, konnte aber mehr Wahlmännerstimmen auf sich vereinigen, was bei der indirekten Präsidentenwahl in den USA ausschlaggebend ist.
Daher gab es auch große Demonstrationen am 20. Januar 2001, der Tag an dem Bush sein Amt übernahm. Das waren quälende acht Jahre später beim Amtsantritt von Obama dann auch entsprechend anders. Der Mann, der den Wählern mit seinem schlichten Slogan „Yes We Can“ eigentlich nur versprochen hat, sie würden es schaffen, wenn sie nur wollte, wurde von Millionen gefeiert als wäre er der Heiland beim Einzug in Jerusalem, hatte die Menschen mit seiner simplen Ansage mehr bewegt als jeder andere Politiker in den letzten Jahrzehnten. Anders als jeder andere Politiker mit schlechten Nachrichten kann Barack Obama die Menschen damit sogar begeistern. Sein Lachen wirkt offen, ehrlich und herzlich.
Wenn Bush oder seindeutscher Kampfhund im Kanzleramt lachen, ist das so falsch, man spürt förmlich die Panzer und Bomber um die nächste Ecke kommen. Wie ehrlich es Obama meinte, sieht man schon an seinen ersten Verfügungen im Amt. Er löste das Lager in Guantanamo auf und verfügte das Einfrieren der Gehälter seiner politischen Beamten und setzte damit ein Zeichen für das Land.
Die deutsche Kanzlerin dagegen hat die Bezüge der Politiker gleich zwei Mal, 2005 und 2007 erhöht und da ist Präsident Obama dann ein sehr angenehmer Kontrast. Wenn er so weiter macht, ist er nicht nur der erste schwarze, sondern seit Jahren auch der erste gute Präsident der Amerikaner.
Man kann nur hoffen, dass ihm das Schicksal seiner Vorbilder John F. Kennedy und Martin Luther King erspart bleibt und er sein Amt auch überlebt. Auf jeden Fall kann man jetzt wieder an die USA denken, ohne schlechte Gefühle im Bauch zu haben. Möge Obama lange leben und weise regieren, der Ansatz ist schon mal ein guter.
Ein guter Zug von ihm ist es, die Konkurrentin aus den Vorwahlen, Hillary Clinton, als Außenministerin aktiv in die Politik einzubinden.Was die Wirtschaftskrise angeht, scheinen die Amerikaner in besseren Händen zu sein als wir Deutschen, denn sie haben einen Regierungschef, der sie und auch den Rest der Welt bewegt.
Die Deutschen haben einen kalten Fisch im Amt, der alles andere als Vertrauen und Kompetenz ausstrahlt!

Britta
27.03.2009, 07:08
Ja genau, Obama bricht mal eben 30 Jahre Eiszeit mit dem Iran auf, ohne das mit Forderungen zu verknüpfen. Wir erinnern uns, George Wanker Bush hatte den Iran schon als Ziel für den nächsten Krieg vor Augen und hat auch nicht weniger gezickt als die persische Nachtlampe Ahmadinedschad.
Ich fühl mich seit Obama irgendwie beruhigter...:)

Das Obama sich mit Brzezinski dem Iran annähern würde, war schon klar als er ihn in seine Regierung berufen hat.

Das hat geostrategische Hintergründe, die in seinem Buch beschrieben sind:

Amazon.com: The Grand Chessboard: American Primacy And Its Geostrategic Imperatives (9780465027262): Zbigniew Brzezinski: Books

Das heißt eigentlich nichts anderes, wie dass Russland und China wieder Hauptfeindbild der USA sind. Brzezinski hatte Bush bereits seit Jahren wegen seiner Iranpolitik gerügt.

Kein Grund zum Freuen oder Aufatmen. :nono:

Cheops
27.03.2009, 07:21
Das Obama sich mit Brzezinski dem Iran annähern würde, war schon klar als er ihn in seine Regierung berufen hat.

Das hat geostrategische Hintergründe, die in seinem Buch beschrieben sind:

http://www.amazon.com/Grand-Chessboard-American-Geostrategic-Imperatives/dp/0465027261

Das heißt eigentlich nichts anderes, wie dass Russland und China wieder Hauptfeindbild der USA sind. Brzezinski hatte Bush bereits seit Jahren wegen seiner Iranpolitik gerügt.

Kein Grund zum Freuen oder Aufatmen. :nono: Alles in allem geht Obama aber neue Wege. Wege, die Bush acht Jahre nicht gegangen ist, geht Obama in wenigen Wochen. Also sind das auch keine Vorschusslorbeeren mehr. Dein Pessimismus in allen Ehren, aber jeder Politiker bekommt auch von seinen größten Feinden 100 Tage Zeit, bis zur ersten Beurteilung und bis jetzt spricht nichts dafür, dass Obama zu größeren Fehlern neigt.
Was regst du dich eigentlich auf, wäre dir ein Sieg der Republikaner mit McCaine und seiner mentalen Fußgängerin aus Alaska denn lieber gewesen? Gib Obama Zeit und eine Chance! :o

Britta
27.03.2009, 09:23
Alles in allem geht Obama aber neue Wege. Wege, die Bush acht Jahre nicht gegangen ist, geht Obama in wenigen Wochen. Also sind das auch keine Vorschusslorbeeren mehr. Dein Pessimismus in allen Ehren, aber jeder Politiker bekommt auch von seinen größten Feinden 100 Tage Zeit, bis zur ersten Beurteilung und bis jetzt spricht nichts dafür, dass Obama zu größeren Fehlern neigt.
Was regst du dich eigentlich auf, wäre dir ein Sieg der Republikaner mit McCaine und seiner mentalen Fußgängerin aus Alaska denn lieber gewesen? Gib Obama Zeit und eine Chance! :o


Klar wäre McCain schlimmer.

Aber seid ihr mal hinterher nicht enttäuscht, wenn Obama auch nicht besser ist wie Bush.

Ich rechne damit.

Cheops
27.03.2009, 10:06
Klar wäre McCain schlimmer.

Aber seid ihr mal hinterher nicht enttäuscht, wenn Obama auch nicht besser ist wie Bush.

Ich rechne damit. Das ist keine Rechnung sondern wilde Spekulation, denn bisher hat er alles in ein paar Wochen besser gemacht als Bush in acht Jahren. Ich wünschte, es gäbe so einen in Deutschland. Nur unser politisches Personal lässt sehr zu wünschen übrig:

http://cheopsnet.de/img/f187974d723b0ded07c795405f6c202c.jpg

http://cheopsnet.de/img/4d6e7f472af214cf55283a9c5b34874e.jpg

http://cheopsnet.de/img/3b7bad843e0b36bf415a54cf90362318.jpg

but not least:

http://cheopsnet.de/img/c35883e65bfd2c935473b441ba39aaf9.jpg
Da nehme ich doch dreimal einen Obama!

Britta
27.03.2009, 12:08
Das ist keine Rechnung sondern wilde Spekulation, denn bisher hat er alles in ein paar Wochen besser gemacht als Bush in acht Jahren. Ich wünschte, es gäbe so einen in Deutschland. Nur unser politisches Personal lässt sehr zu wünschen übrig:


Klar läßt unser Personal zu wünschen übrig.

Aber immerhin wohnen wir noch nicht in Zeltlagern in unseren Parks.

Und ich schaue halt nicht drauf, was über Obama in den Medien hochgepuscht wird über das was er tut, sondern auf das was er nicht tut.

oloool
27.03.2009, 14:09
@ oloool

Von dem was wir Menschen so auf diesem Planeten treiben sieht kaum etwas super aus für mich, ich glaube für Mr. Präsident Obama aber auch nicht und genau das macht mir Hoffnung.
Nur weil ich die Hoffnung nicht verloren habe bin ich noch lange nicht grenzdebil.

Grüße Clara

Hallo Clara,

ich habe das auch nicht behaupten wollen,
dass irgendjemand oder Du "grenzdebil" ist. Keinesfalls.

Eine Hoffnung nicht zu verlieren ist aber etwas völlig anderes als an einen Hoffnungsträger zu "glauben" und ihm die "Rettung der Welt" zuzuschreiben.
Denn zu dieser Welt gehörst auch Du.

Und was passiert, wenn Obama nicht der Retter aller Welten ist?
Gibt es dann noch Hoffnung in Dir?

Ich hoffe doch, schönen Gruß.

oloool
27.03.2009, 14:18
Das Obama sich mit Brzezinski dem Iran annähern würde, war schon klar als er ihn in seine Regierung berufen hat.



Hallo Britta,
das soll angeblich nur ein Gerücht gewesen sein, habe es allerdings nicht weiter verfolgt...

Gruß

Cheops
27.03.2009, 15:38
Klar läßt unser Personal zu wünschen übrig.

Aber immerhin wohnen wir noch nicht in Zeltlagern in unseren Parks.

Und ich schaue halt nicht drauf, was über Obama in den Medien hochgepusht wird über das was er tut, sondern auf das was er nicht tut. Ich weiß, ich werde die Frage bereuen, aber so groß war das Angebot ja nicht und wer hätte denn deiner Meinung nach nun die Wahl gewinnen und die USA regieren sollen?

Clara
27.03.2009, 19:12
@ oloool

Unsere Hoffnung darf sich natürlich nie nur auf einen Menschen beziehen, finde ich eigentlich gar nicht erwähnenswert :)

Aber das Menschen mehr oder weniger Hoffnung auf positive Veränderung wecken stimmt auch, denke ich.
Bush hat z.b. gar keine Hoffnungen darauf in mir geweckt, ich fand Chavez hatte irgendwie Recht als er sagte hier riecht es noch nach Schwefel.
Obama tut das bei mir sehr wohl, mehr wollte ich eigentlich gar nicht sagen.
Mit Sicherheit wird Obama nicht alles so handhaben das ich immer damit zufrieden bin, hat er schon nicht als er sich für die Todesstrafe bei Kindesvergewaltigern ausgesprochen hat.

Grüße Clara

Britta
28.03.2009, 13:15
Ich weiß, ich werde die Frage bereuen, aber so groß war das Angebot ja nicht und wer hätte denn deiner Meinung nach nun die Wahl gewinnen und die USA regieren sollen?

Erstmal alle Kandidaten: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staat en_2008

Der hier z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Nader

Oder, noch besser Ron Paul. Mit ihm würde endlich Ruhe in den Gazastreifen einkehren. http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=11765

Aber beide hatten keine Chance. Die FED-Banker haben ihre Kandidaten großzügig unterstützt und leider haben kleiner Budgets noch keine Chance im Medien-Amerika. Was die Leute im TV sehen bleibt hängen. Selbst nachdenken is nicht.

Britta
28.03.2009, 13:28
Hallo Britta,
das soll angeblich nur ein Gerücht gewesen sein, habe es allerdings nicht weiter verfolgt...

Gruß

Ich verfolge das seit Jahren. Wenn Brzezinski was sagt, kriege ich das mit. Deswegen war ich auch im Wahlkampf schon hellhörig, als es hieß er käme in Obamas Team.

Er ist ein Stratege und Bushs Kriegstrommeln gegen den Iran haben ihn richtig gestört und in Aufregung versetzt. Und eigentlich war der Angriff auf Iran schon beschlossene Sache der Bush Regierung.

In letzter Minute griff man zu dem Mittel, alle Geheimdienste einstimmig erklären zu lassen, dass Bush schon ein Jahr zuvor korrekt darüber unterrichtet war, das Iran keine Atombombe baue und trotzdem weiter gegen Iran hetzte.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,521238,00.html
"Diplomatisches Debakel für Bush: Seit Monaten warnt die US-Regierung mit aggressiver Rhetorik vor der iranischen Bombe. Nun stellen die amerikanischen Geheimdienste fest: Das Atomprogramm der Mullahs liegt seit Jahren auf Eis. Fragt sich nur, seit wann Bush schon von der Neueinschätzung wusste."

Das dürfte aus der Ecke Brzezinskis gekommen sein und beendete die Kriegslust mit Iran.

deserd
28.03.2009, 16:47
Erstmal alle Kandidaten: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staat en_2008

Der hier z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Nader

Oder, noch besser Ron Paul. Mit ihm würde endlich Ruhe in den Gazastreifen einkehren. http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=11765

Aber beide hatten keine Chance. Die FED-Banker haben ihre Kandidaten großzügig unterstützt und leider haben kleiner Budgets noch keine Chance im Medien-Amerika. Was die Leute im TV sehen bleibt hängen. Selbst nachdenken is nicht.

Wie der Wahlkampf in USA funktioniert, ist eigentlich für uns Deutsche relativ uneinsichtig, auch wenn man weis das Brzezinski, AEI, die Fed etc bestimmt auch einen deutlichen Einfluss haben ....
Noch bevor Obama angetraten war, haben einige auf die Wahl von Ron Paul gehofft - bis zu der Zeit hatte ich auch kaum eine Ahnung über die Kandidaten zur Wahl.

Soweit ich das richtig über die Medien erlebt hab, waren Hillary und McCaine die Spitzen-Kandidaten. Das Obama kandidiert, fiel mir erst auf, als die Kampagnen der anderen prominenten schon begonnen hat ... - und mir wurde klar, dass der gewinnen wird .... (ich nehme auch an, dass er massivst unterstützt wurde, im Ggs. zu den anderen)
Die Wahl von Obama ist die beste Wahl für die Interessen der USA überhaupt

1-Durch die Wahl eines Schwarzen ins Präsidentenamt poliere die USA alibi-mässig ihr internationales Ansehen
2-Die beiden stärksten Mitbewerber - Clinton & McCaine - wurden sozusagen schon in Misskredit gebracht. Hillary wurde von einem angesehenen liberalen Konservativen als "Hitlerassy" in einem viel rezensierten Buch (Frühjahr 2008) beschimpft.
Hillary's Schwerpunkt-Thema im Wahlkampf war die Familienpolitik.- Das nützt den USA nun mal gar nix angesichts der Wirtschaftskrise.
McCaine dagegen wurde nachgesagt, er würde eine Kriegsveteranen-Politik machen. - Kriege für Öl, OK, - aber bitte sehr genau dosiert und kalkuliert.
3-Die afrikanische Herkunft Obamas sollen die Trumphkarten im internationalen Ressourcen-Poker ausspielen, da gibt es hauptsächlich 2:

1 Irak-Iran-Öl-Konflikt

2 Überhaupt die Zukunft Afrikas als wichtige Quelle (nicht nur Öl im Sudan und Nigeria, es gibt noch viel mehr strategische Rohstoffe fast NUR in Afrika, z. B. Coltan) für die USA ....
da muss natürlich auch gesehen werden, dass die Chinesen da nicht einfallen, das wäre eine große Gefahr für die USA-Vormacht. Denn wenn die Chinesen z.B. die Häfen in Afrika bauen, werden die USA zu recht befürchten, dass China gleich noch weitergehende Infrastrukturen aufbaut ....

Wie Mensch sieht, vereinbart Obama alle wichtigen Vorteile als US-Präsident für die USA-Interessen in seiner Person. Das wäre doch echt ein Wunder gewesen, wenn der es nicht geworden wäre ..... - eigentlich völlig unvorstellbar ....
Außerdem ist er ein hervorragender Popstar (Yes, we can ...), da isses überhaupt nicht schlimm, wenn er noch nicht so gut Reden halten kann, das kriegt er geübt.

gruss, deserd

Britta
28.03.2009, 18:04
Wie der Wahlkampf in USA funktioniert, ist eigentlich für uns Deutsche relativ uneinsichtig, auch wenn man weis das Brzezinski, AEI, die Fed etc bestimmt auch einen deutlichen Einfluss haben ....
Noch bevor Obama angetraten war, haben einige auf die Wahl von Ron Paul gehofft - bis zu der Zeit hatte ich auch kaum eine Ahnung über die Kandidaten zur Wahl.

Soweit ich das richtig über die Medien erlebt hab, waren Hillary und McCaine die Spitzen-Kandidaten. Das Obama kandidiert, fiel mir erst auf, als die Kampagnen der anderen prominenten schon begonnen hat ... - und mir wurde klar, dass der gewinnen wird .... (ich nehme auch an, dass er massivst unterstützt wurde, im Ggs. zu den anderen)
Die Wahl von Obama ist die beste Wahl für die Interessen der USA überhaupt

1-Durch die Wahl eines Schwarzen ins Präsidentenamt poliere die USA alibi-mässig ihr internationales Ansehen
2-Die beiden stärksten Mitbewerber - Clinton & McCaine - wurden sozusagen schon in Misskredit gebracht. Hillary wurde von einem angesehenen liberalen Konservativen als "Hitlerassy" in einem viel rezensierten Buch (Frühjahr 2008) beschimpft.
Hillary's Schwerpunkt-Thema im Wahlkampf war die Familienpolitik.- Das nützt den USA nun mal gar nix angesichts der Wirtschaftskrise.
McCaine dagegen wurde nachgesagt, er würde eine Kriegsveteranen-Politik machen. - Kriege für Öl, OK, - aber bitte sehr genau dosiert und kalkuliert.
3-Die afrikanische Herkunft Obamas sollen die Trumphkarten im internationalen Ressourcen-Poker ausspielen, da gibt es hauptsächlich 2:

1 Irak-Iran-Öl-Konflikt

2 Überhaupt die Zukunft Afrikas als wichtige Quelle (nicht nur Öl im Sudan und Nigeria, es gibt noch viel mehr strategische Rohstoffe fast NUR in Afrika, z. B. Coltan) für die USA ....
da muss natürlich auch gesehen werden, dass die Chinesen da nicht einfallen, das wäre eine große Gefahr für die USA-Vormacht. Denn wenn die Chinesen z.B. die Häfen in Afrika bauen, werden die USA zu recht befürchten, dass China gleich noch weitergehende Infrastrukturen aufbaut ....

Wie Mensch sieht, vereinbart Obama alle wichtigen Vorteile als US-Präsident für die USA-Interessen in seiner Person. Das wäre doch echt ein Wunder gewesen, wenn der es nicht geworden wäre ..... - eigentlich völlig unvorstellbar ....
Außerdem ist er ein hervorragender Popstar (Yes, we can ...), da isses überhaupt nicht schlimm, wenn er noch nicht so gut Reden halten kann, das kriegt er geübt.

gruss, deserd

Sehe ich auch so.

Dazu kommt noch eine weitere Personalie in Obamas Kabinet, die mir nicht gefällt: Larry Summers.

Einer der großen Verbrecher und Menschenverachter dieser Welt:

http://www.counterpunch.org/summers.html

"'Dirty' Industries: Just between you and me, shouldn't the World Bank be encouraging MORE migration of the dirty industries to the LDCs [Less Developed Countries]? I can think of three reasons:

"1) The measurements of the costs of health impairing pollution depends on the foregone earnings from increased morbidity and mortality. From this point of view a given amount of health impairing pollution should be done in the country with the lowest cost, which will be the country with the lowest wages. I think the economic logic behind dumping a load of toxic waste in the lowest wage country is impeccable and we should face up to that.

"2) The costs of pollution are likely to be non-linear as the initial increments of pollution probably have very low cost. I've always though that under-populated countries in Africa are vastly UNDER-polluted, their air quality is probably vastly inefficiently low compared to Los Angeles or Mexico City. Only the lamentable facts that so much pollution is generated by non-tradable industries (transport, electrical generation) and that the unit transport costs of solid waste are so high prevent world welfare enhancing trade in air pollution and waste.

"3) The demand for a clean environment for aesthetic and health reasons is likely to have very high income elasticity. The concern over an agent that causes a one in a million change in the odds of prostrate cancer is obviously going to be much higher in a country where people survive to get prostrate cancer than in a country where under 5 mortality is is 200 per thousand. Also, much of the concern over industrial atmosphere discharge is about visibility impairing particulates. These discharges may have very little direct health impact. Clearly trade in goods that embody aesthetic pollution concerns could be welfare enhancing. While production is mobile the consumption of pretty air is a non-tradable.
-----------------------------------------------------------

Hier haben wir also den Verantwortlichen für die Verseuchung Afrikas mit allem möglichen Giftmüll. Weils ja billiger ist und die gesundheitlichen Schäden dort ebenfalls billigstmöglich behandelt werden können.

:toben:

Vielleicht versteht Cheops jetzt, warum ich von Obama nichts erwarte. Man muß schon genau schauen, wen er da in seine Regierung berufen hat.

oloool
28.03.2009, 23:32
Ich verfolge das seit Jahren. Wenn Brzezinski was sagt, kriege ich das mit.



Hi Britta,

es war eher eine Frage an Dich, ob Du zu dieser These mehr weißt, weil ich gar nicht mehr so viel Muse habe, danach zu recherchieren.

Aber es ist eigentlich auch nicht wirklich wichtig, weil ein derart engagierter Prof einer (Elite-)Uni mit jeder extrem-ausgereiften Ideologie immer ein beachtliches Kaliber bleiben würde.

Und somit ist er immer, irgendwie, ein aktiver Teil der "gestaltenden Welt".

Sind das eigentlich auch "wir hier"?

Britta
29.03.2009, 12:12
Hi Britta,

es war eher eine Frage an Dich, ob Du zu dieser These mehr weißt, weil ich gar nicht mehr so viel Muse habe, danach zu recherchieren.

Aber es ist eigentlich auch nicht wirklich wichtig, weil ein derart engagierter Prof einer (Elite-)Uni mit jeder extrem-ausgereiften Ideologie immer ein beachtliches Kaliber bleiben würde.

Und somit ist er immer, irgendwie, ein aktiver Teil der "gestaltenden Welt".

Sind das eigentlich auch "wir hier"?

Nein, wir sind keine 'Think Tanks' :winken:

Cheops
01.04.2009, 15:07
Erstmal alle Kandidaten: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staat en_2008

Der hier z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Nader

Oder, noch besser Ron Paul. Mit ihm würde endlich Ruhe in den Gazastreifen einkehren. http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=11765

Aber beide hatten keine Chance. Die FED-Banker haben ihre Kandidaten großzügig unterstützt und leider haben kleiner Budgets noch keine Chance im Medien-Amerika. Was die Leute im TV sehen bleibt hängen. Selbst nachdenken is nicht. Wie kommst du auf die Idee, der Nader wäre als Präsident unabhängiger von der Wirtschaft als Obama, der das Geld für seinen Wahlkampf bei seinen Wählern sammelte? Das Gleiche gilt für Ron Paul, denn auch der wäre von der starken wirtschaftlichen Lobby der Juden in den USA abhängig und die sind eben nicht alle scharf auf Frieden...

Britta
01.04.2009, 15:12
Wie kommst du auf die Idee, der Nader wäre als Präsident unabhängiger von der Wirtschaft als Obama, der das Geld für seinen Wahlkampf bei seinen Wählern sammelte? Das Gleiche gilt für Ron Paul, denn auch der wäre von der starken wirtschaftlichen Lobby der Juden in den USA abhängig und die sind eben nicht alle scharf auf Frieden...

Naja, Nader nicht so ganz. Ron Paul schon eher. Der wollte die FED abschaffen, kann also gar nicht sosehr von denen abhängig sein.

Oder täusche ich mich da? Schließlich kamen von den FED-Bankern die dicksten Wahlkampfspenden für Obama, Hillary und McCain.

Cheops
01.04.2009, 15:34
Naja, Nader nicht so ganz. Ron Paul schon eher. Der wollte die FED abschaffen, kann also gar nicht sosehr von denen abhängig sein.

Oder täusche ich mich da? Schließlich kamen von den FED-Bankern die dicksten Wahlkampfspenden für Obama, Hillary und McCain. Wie lange wäre wohl ein Präsident im Amt, der die Federal Reserve Bank in den USA abschafft und damit der Wirtschaft ans Leder geht? Als würde ein Bundeskanzler die Bundesbank abschaffen wollen. Vor allem zählt nicht der Konjunktiv, sondern dass, was getan wurde und da hat Obama ja schon mehr Positives in ein paar Tagen erledigt, als Bush in acht oder Merkel in vier Jahren getan hat! Worte und Absichtserklärungen sind Schall und Rauch oder Geblubber zum Wahlkampf...

Britta
01.04.2009, 17:46
Wie lange wäre wohl ein Präsident im Amt, der die Federal Reserve Bank in den USA abschafft und damit der Wirtschaft ans Leder geht? Als würde ein Bundeskanzler die Bundesbank abschaffen wollen. Vor allem zählt nicht der Konjunktiv, sondern dass, was getan wurde und da hat Obama ja schon mehr Positives in ein paar Tagen erledigt, als Bush in acht oder Merkel in vier Jahren getan hat! Worte und Absichtserklärungen sind Schall und Rauch oder Geblubber zum Wahlkampf...

Er hat ja sowieso keine Chance zu beweisen, dass er die FED tatsächlich abgeschafft hätte.

Die Reden, die er dazu gehalten hat, waren jedenfalls erste Sahne.

und klar dass so ein Kandidat keine Gelder für große Medienpräsenz bekommt.

Cheops
01.04.2009, 18:44
Er hat ja sowieso keine Chance zu beweisen, dass er die FED tatsächlich abgeschafft hätte.

Die Reden, die er dazu gehalten hat, waren jedenfalls erste Sahne.

und klar dass so ein Kandidat keine Gelder für große Medienpräsenz bekommt. Ich mag nicht im Konjunktiv reden, denn nun ist Obama Präsident und meiner Meinung nach wird der das Beste draus machen, denn schlechter als Bush kann ja keiner werden!:p

Iphigenie
03.04.2009, 11:21
hallo cheops,

wirklich sehr romatisch. Ich mußte gerade echt meine Tränen zurückhalten....


grüße
Iphi;)

Cheops
03.04.2009, 11:26
hallo cheops,

wirklich sehr romatisch. Ich mußte gerade echt meine Tränen zurückhalten....


grüße
Iphi;) Also romantisch sollte das gar nicht sein, ich meinte das ernst...

Iphigenie
03.04.2009, 11:31
Also romantisch sollte das gar nicht sein, ich meinte das ernst...



....weiß ich doch! Kam aber halt so zu mir rüber.

grüße
Iphi:)

Cheops
03.04.2009, 18:56
Man beachte, wie locker und ungezwungen Obama mit den Menschen in Europa umgeht. Bei Bush war alles in heller Aufregung und sogar die Gullideckel waren verschweißt! Als Krönung will er die Welt von der Seuche der Atomwaffen befreien und ihm kaufe ich das sogar ab! :)

deserd
03.04.2009, 19:53
Man beachte, wie locker und ungezwungen Obama mit den Menschen in Europa umgeht. Bei Bush war alles in heller Aufregung und sogar die Gullideckel waren verschweißt! Als Krönung will er die Welt von der Seuche der Atomwaffen befreien und ihm kaufe ich das sogar ab! :)


nanana,

dass Obama den geborenen Popstar spielen kann, haben alle schon festgestellt.

Aber leider nicht alle steigen dahinter, dass das einfach nur Polit-Strategie ist.

Obama wird für Europa möglicherweise oder bzw wahrscheinlich ein größeres Problem für Deutschland/Europa, weil man den miesen Bush sowieso abschreiben konnte - und das wird mit Obama anders. Der möchte nämlich endlich die Deutschen wesentlich stärker in die Pläne der USA einschliessen, mittels Militär oder wenigstens großzügiger Finanzieller Ausstattung - tja, und sowas kann natürlich nicht diskutiert werden ....

Ich frage mich aber schon, ist das nötig? ist das berechtigt? sind es auch deutsche Interessen?

gruss, deserd

Cheops
03.04.2009, 20:01
nanana,

dass Obama den geborenen Popstar spielen kann, haben alle schon festgestellt.

Aber leider nicht alle steigen dahinter, dass das einfach nur Polit-Strategie ist.

Obama wird für Europa möglicherweise oder bzw wahrscheinlich ein größeres Problem für Deutschland/Europa, weil man den miesen Bush sowieso abschreiben konnte - und das wird mit Obama anders. Der möchte nämlich endlich die Deutschen wesentlich stärker in die Pläne der USA einschliessen, mittels Militär oder wenigstens großzügiger Finanzieller Ausstattung - tja, und sowas kann natürlich nicht diskutiert werden ....

Ich frage mich aber schon, ist das nötig? ist das berechtigt? sind es auch deutsche Interessen?

gruss, deserd In die Pläne der USA hat sich eine gewisse Frau Merkel noch unter Bush eingebracht, weil sie wichtiger werden wollte und auf einen Sitz im Sicherheitsrat scharf war.
Obama ist zuerst mal der Chef seines Landes und als solcher will er die Kriege vom Hals haben. Da bietet es sich doch geradezu an, der NATO und der vorlauten Merkel diesen Krieg zu überlassen.
Obama muss auch nichts spielen, er ist so, denn sonst hätte er die Wahl nicht gewonnen...

Cheops
03.04.2009, 20:19
Ich finde es auch gut und positiv, dass die Merkel neben Obama aussieht wie sie eigentlich ist, klein, kastenförmig und so richtig unwichtig und unsympathisch...:winken:

deserd
03.04.2009, 20:36
In die Pläne der USA hat sich eine gewisse Frau Merkel noch unter Bush eingebracht, weil sie wichtiger werden wollte und auf einen Sitz im Sicherheitsrat scharf war.
Obama ist zuerst mal der Chef seines Landes und als solcher will er die Kriege vom Hals haben. Da bietet es sich doch geradezu an, der NATO und der vorlauten Merkel diesen Krieg zu überlassen.
Obama muss auch nichts spielen, er ist so, denn sonst hätte er die Wahl nicht gewonnen...

Na, so wahnsinnig vorlaut ist die Merkel nu auch nicht ..., was nicht heißt, dass man die nicht einfach unterschätzen sollte .... .

Das mit der Nato ist man nun auch ein etwas seltsames Argument ..., wer hat denn in der NATO am meisten zu sagen .... ? - Was willst du eigentlich damit sagen ????

gruss, deserd

Cheops
03.04.2009, 20:47
Na, so wahnsinnig vorlaut ist die Merkel nu auch nicht ..., was nicht heißt, dass man die nicht einfach unterschätzen sollte .... .

Das mit der Nato ist man nun auch ein etwas seltsames Argument ..., wer hat denn in der NATO am meisten zu sagen .... ? - Was willst du eigentlich damit sagen ????

gruss, deserd Doch, so wahnsinnig ist diese machtgeile FDJ-Sekretärin. Sie ist ja auch 2003 nach der Absage von Schröder zum Krieg im Irak ins weiße Haus gejettet, um Bush zu gratulieren und sich von ihm die Brust rasieren zu lassen und seitdem war Bush auch heiß auf sie...:p
tUTwaSPcGno

Britta
04.04.2009, 14:09
In die Pläne der USA hat sich eine gewisse Frau Merkel noch unter Bush eingebracht, weil sie wichtiger werden wollte und auf einen Sitz im Sicherheitsrat scharf war.
Obama ist zuerst mal der Chef seines Landes und als solcher will er die Kriege vom Hals haben. Da bietet es sich doch geradezu an, der NATO und der vorlauten Merkel diesen Krieg zu überlassen.
Obama muss auch nichts spielen, er ist so, denn sonst hätte er die Wahl nicht gewonnen...

Ist doch alles nur Theater. Die USA und die westliche Welt sind Pleite. Groß im Kommen sind die Asiaten, als nächste Weltmacht. Da muß man dann zusammenhalten.

Demnächst darf Europa die Kriege der Kapitalelite ausfechten, mit der NATO also imperiale Truppe. Wie immer an den Menschen vorbei die eigentlich, ohne diese machtgeilen Typen, in Frieden miteinander auskämen.

Obama spielt seine Rolle - als Marionette der Elite.

Cheops
04.04.2009, 14:40
Ist doch alles nur Theater. Die USA und die westliche Welt sind Pleite. Groß im Kommen sind die Asiaten, als nächste Weltmacht. Da muß man dann zusammenhalten.

Demnächst darf Europa die Kriege der Kapitalelite ausfechten, mit der NATO also imperiale Truppe. Wie immer an den Menschen vorbei die eigentlich, ohne diese machtgeilen Typen, in Frieden miteinander auskämen.

Obama spielt seine Rolle - als Marionette der Elite. Genau deshalb hat Bush ja Kriege geführt und so mit der Rüstungsindustrie zumindest etwas am Laufen hielt. Nur hat Obama ja keine Aktien an Rüstungsfirmen, denn wenn es so wäre, hätten das die Republikaner längst schon in der Wahl ausgeschlachtet, um ihm Unredlichkeit anzuhängen. Dass die NATO eigentlich nur ein nutzloses Kriegsinstrument aus dem Kalten Krieg ist, war mir schon 1990 nach dessen Ende klar. Daher wollten ja Schröder und Merkel deren Auftrag neu definieren. Nur unter Merkel wird es mit der NATO als Serviceanbieter für Kriege ernst, denn da sie keine Innenpolitik machen will, gibt die FDJ-Sekretärin nun die willige Magd aller Kriegsgeilen und wir Deutschen gleich mit. Und komm von deinem Hasstrip auf Obama runter, der Mann hat bisher nur Gutes getan!

Clara
04.04.2009, 15:43
Er musste genau 3 Minuten sprechen, um mich erst einmal in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen.
Zum Glück war ich alleine und konnte den Fernseher so in Ruhe bejubeln ohne jemanden zu stören. :)

Mir schien es am Anfang so als hätte er seine Rede nach Prioritäten sortiert.
Und begonnen hat er demnach dann auch mit der Atomaren Bedrohung die wir Menschen uns selber geschaffen haben.
Prinzipiell denke ich sind Atomwaffen eine Unverschämtheit der Schöpfung gegenüber und kein Staat hat für mich das Recht sie zu besitzen. Sie sollten weltweit abgebaut werden.
Es scheint mir fast, als wenn das Mr President Obama ähnlich sieht, wenn er sagt das er sich weltweit für eine Abschaffung von Atomwaffen einsetzt und darüber freue ich mich wirklich sehr.
Er sprach von der Bedrohung der atomaren Terorrismus und ich glaube nicht das er den Zugang zu Atomwaffen manchen Ländern so bereitwillig ebnet wie es andere vor ihm getan haben.
Natürlich kann er die Fehler seiner Vorgänger nicht ungeschehen machen und so sind wir jetzt in der Situation das wir Angst haben müssen, dass Atomwaffen in die Hände von Extremisten gelangen.
Wobei ich, seit ich denken kann, Angst vor Atomwaffen habe und das unabhängig davon wer sie besitzt.

Ich habe große Probleme damit, wenn Barak Obama sagt das er militärisch gegen muslimische Extremisten vorgehen wird.
Dabei sterben mit Sicherheit Menschen und Mord ist ganz simpel immer Unrecht.
Meiner Meinung nach beruht die Radikalisierung vieler muslimischen Menschen hauptsächlich auf dem permanenten Fehlverhalten des Westen.
Nach dieser Theorie nimmt sie wieder ab, wenn man die Fehler sein lässt und stattdessen den Menschen hilft.

Natürlich festigen sich unter Menschen immer sehr schnell Machtstrukturen und die so erstarkten muslimischen Prediger wollen mit Sicherheit die Macht nicht freiwillig wieder hergeben.
Man muss sich, denke ich, genau anschauen wer von ihnen welche Positionen vertritt, ich kann mir sehr gut vorstellen das diese zum Teil sehr unterschiedlich sind.
Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es unter ihnen auch Menschen gibt, deren Positionen menschenfreundlich sind.
Mit denen würde ich auf jeden Fall verhandeln und diese auch stützen.
Die Menschen dort sind gläubig und hören auf ihre Prediger, deswegen fände ich es unklug die moderaten unter ihnen nicht mit einzubeziehen.
Ich glaube gegen al-Qaida vorzugehen schürt nur den Hass und schafft so noch mehr Radikale.

Obama hat auch von den Lebensbedingungen der Chinesen und Inder gesprochen und mich hat das sehr gefreut.
Ich denke die Ursache für die Weltwirtschaftskrise ist die weltweite Ausbeutung der Menschen und ich würde mich sehr freuen, wenn Regeln erlassen werden, die dieses so nicht mehr möglich machen.

Damit hat er für mich zwar noch nicht gründlich genug den Grund für die Weltwirtschaftskrise benannt, aber er sieht das wir dringend mehr Weltgerechtigkeit brauchen und das ist schon mal sehr gut.

Ich hoffe es ist ihm bewusst, dass er, wenn er keine Gelder an Entwicklungsländer zahlt, weil dort Korruption herrscht, diese nicht besiegt. Wenn den Menschen allerdings menschenwürdige Lebensbedingungen zugestanden werden würden, würde die Korruption auch zurückgehen.
Menschen wollen sich eigentlich rechtschaffen verhalten, der Gesellschaft nützlich sein und ohne Betrug ihr Überleben sichern können.
Ein Schweizer Polizist kann sich wesentlich eher leisten nicht korrupt zu sein, wie ein Afrikanischer Polizist das kann. Bei dem Schweizer hungert nämlich nicht die Großfamilie, wenn er Bestechung ablehnt bei dem Afrikaner kann das allerdings sehr gut sein.
Natürlich soll überprüft werden ob Entwicklungshilfegelder auch bei den Bedürftigen ankommt, nur wir alle sollten auch wissen das Afrikaner nicht prinzipiell krimineller sind wie wir, sondern viele Taten aus der Not der Menschen resultieren. Aber im Grunde vermute ich, dass Barak Obama das auch selber so sieht.


Jetzt möchte ich zu dem Punkt kommen, mit dem ich am wenigsten einverstanden bin.
Nämlich das sich Barak Obama leider 100% hinter die Nato stellt.

Für mich ist die Nato ein Interessensverband der die Interessen nur einzelner und nicht die Interessen aller Staaten dieses Planeten vertritt.
Wenn nur an bestimmte Gruppen gedacht wird, werden automatisch andere ausgeschlossen.
Mir persönlich sind die Interessen aller Menschen auf diesen Planeten wichtig und ich finde auch das nur Organisationen die das genauso sehen wie z.B. die UN sich wirklich für uns alle einsetzen können.

Nord Atlantisches Verteidigungs- Bündnis

Nur gegen wen Verteidigen?
Wer ist das Feindbild?
Russland, China, Länder in Afrika, Südamerika, oder Asien?

Für mich ist keines dieses Länder eine Bedrohung sondern ganz im Gegenteil.
Wir und damit meine ich Amerika und Europa haben den Irak und Afghanistan besetzt und Jugoslawien bombardiert.
Bei dem Irak haben meiner Meinung nach Lügen dazu geführt, das die Amerikanische Bevölkerung eine Zeit lang hinter dieser Besetzung stand.
In Afghanistan wurden die Taliban gezielt von Amerika unterstützt um die Russen so aus dem Land zu treiben.
Damals hießen die heutigen Taliban noch Mujahedin.
Heute begründet man den Aufenthalt in Afghanistan mit genau diesem Extremismus den man im Grunde erst selber erzeugt hat.
Während man ihn mit jedem Afghanischen Toten noch weiter schürt.
Im Grunde hat das Festhalten an dem Feindbild Russland erst dazu geführt diese Afghanistan Strategie so durchzuführen.
Man wollte nicht tatenlos zusehen wie Russland Afghanistan besetzt, sondern man wollte seine globalen Machtansprüche lieber selber ausleben.
Ich kann mir sehr gut vorstellen das durch die Nato Bomben wesentlich mehr Zivilisten gestorben sind als in der Zeit der Russischen Besetzung. Zahlen darüber liegen mir aber nicht vor, dass ist eine reine Vermutung von mir.

Auf die Ausdehnung der Nato in Richtung Russland muss man bei diesem Thema natürlich auch dringend eingehen.
Für mich war die Bombardierung Jugoslawiens ein absolutes Unrecht, wenn man etwas gegen Diktatoren unternehmen möchte, dann ist es das feigste was man tun kann Krankenhäuser und Schulen aus der Luft zu bombardieren.
Ich denke man hätte dort dringend mit Russland gemeinsam handeln müssen und eine Ausdehnung der Nato in ehemalige Ostblockstaaten sehe ich immer als eine Provokation gegenüber Russland an.

Wie kann man zu einer Welt zusammenwachsen, wenn man andere Staaten brüskiert und sie weiterhin als Feindbild betrachtet?

Ich finde die UN eine wirklich gute Organisation.
Ich würde eine Abschaffung der Nato sehr begrüßen und denke das wir so einen Schritt weiter in Richtung Weltfrieden gehen könnten.

Natürlich kann Barak Obama nicht nach 2 Monaten Amtszeit die Abschaffung der Nato fordern, er würde sich damit politisch umbringen und könnte alle seine Ziele dann auch nicht mehr erreichen. Deswegen habe ich das auch nicht von ihm erwartet.
Nur die Nato auch in Zukunft noch als Schutzschirm gegen die Bedrohung durch Russland und China anzusehen ist meiner Meinung nach veraltet und überflüssig. Wir werden heute von globalen Risiken bedroht, und eine Zusammenarbeit aller unserer Länder ist immens wichtig. Deswegen sehe ich die Nato und den Warschauer Pakt auch eher als Hindernis an, diese gemeinsamen Probleme auch gemeinsam angehen zu können.

Cheops
04.04.2009, 16:46
Auch das ist eine Leistung, die ich ihm hoch anrechne. Obama ist seit 1945 der erste amerikanische Präsident, der nicht von notwendiger atomarer Aufrüstung redet, sondern die Atomwaffen loswerden will!

Britta
04.04.2009, 19:09
Und komm von deinem Hasstrip auf Obama runter, der Mann hat bisher nur Gutes getan!

Och Cheops, ich hasse den Mann doch gar nicht. Ich lese nur abseits des Mainstreams:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13050
"Barack Obama has always been an utterly ruthless politician. He has been a compromiser who has danced with the darkest forces of political and criminal power, while winning over common people; a consensus-abiding chameleon and a “pragmatist”. Obama is the true model of what George W. Bush only claimed to be: “a uniter, not a divider”.

The signs were clear from the early days of the presidential contest that Obama was, like every presidential candidate, a handpicked puppet.
His cadre of national security and foreign policy advisors included the most notorious war criminals, intelligence/security “advisors” and corrupt think tank assets in the world. His campaign was bankrolled by Wall Street, and big corporations. His policy agenda was taken from the playbook of the Bilderberg Group, the Council on Foreign Relations and the Trilateral Commission. Both neoliberal (and neocon) elite power and money coalesced behind Obama, as his political rivals dropped off.

The naïve, the hopeful and the ignorant have continued to harbor fantasies about “change”, even as Obama promptly destroyed every single hope, starting with the composition of his administration. He hand picked a transition team, and then a cabinet consisting entirely of legendary war criminals and corrupt elites, each more malodorous and corrupt than the next. From Iran-Contra participant Robert Gates and war criminal Richard Holbrooke, to Hillary Clinton and an economic advisory team comprised of the architects of Wall Street destruction, including Paul Volcker, Robert Rubin, Larry Summers, and new Treasury Secretary Timothy Geithner."


Und da hat der Autor dieses Artikels leider in jedem Punkt Recht. Aber du kannst gerne weiter die Augen zumachen und auf 'Change' hoffen.

Über Larry Summers hatte ich auch schon berichtet...
Der Rest der kriminellen Truppe, die Obama um sich versammelt hat, spricht für sich selbst.

In dem Artikel ist übrigens auch mal wieder die Rolle der AIG-Versicherung als CIA-Firma erwähnt...

Britta
04.04.2009, 19:13
Auch das ist eine Leistung, ....

, sondern die Atomwaffen loswerden will!

Ja, besonders gerne die russischen...

Cheops
04.04.2009, 19:21
........


In dem Artikel ist übrigens auch mal wieder die Rolle der AIG-Versicherung als CIA-Firma erwähnt... Es würde Sinn machen, wenn du hier auf Deutsch argumentierst, denn als ich in der Schule Englisch hatte, sprachen die da noch keltisch. Mich interessiert auch nicht, was da wer auf Internetseiten verbreitet, denn auf die Weise wird auch Michael Moore angegriffen, aber eben nicht widerlegt. Obama ist nun mal der erste Präsident, der sich für eine Welt ganz ohne Atomwaffen ausspricht, völlig egal, wo die Dinger stehen. Allein das ist schon eine Kehrtwende und ein Fortschritt, der in den USA Kräfte auf den Plan rufen, die ihre Probleme damit mit einem Attentat regeln werden.
Ich hoffe, dann bist sogar du zufrieden. Barack Obama steht zumindest für Hoffnung und das von vorneherein schlecht zu machen, ist keine konstruktive Leistung!

Britta
04.04.2009, 19:52
Es würde Sinn machen, wenn du hier auf Deutsch argumentierst, denn als ich in der Schule Englisch hatte, sprachen die da noch keltisch. Mich interessiert auch nicht, was da wer auf Internetseiten verbreitet, denn auf die Weise wird auch Michael Moore angegriffen, aber eben nicht widerlegt. Obama ist nun mal der erste Präsident, der sich für eine Welt ganz ohne Atomwaffen ausspricht, völlig egal, wo die Dinger stehen. Allein das ist schon eine Kehrtwende und ein Fortschritt, der in den USA Kräfte auf den Plan rufen, die ihre Probleme damit mit einem Attentat regeln werden.
Ich hoffe, dann bist sogar du zufrieden. Barack Obama steht zumindest für Hoffnung und das von vorneherein schlecht zu machen, ist keine konstruktive Leistung!

Du brauchst nur mit der Maus auf die Wörte gehen, die du nicht verstehst. Dann wird die Übersetzung unterhalb der Maus angezeigt.

Und die Zusammensetzung seiner Regierung aus skrupellosen, kriminellen und Kriegsverbrechern spricht für sich selbst.

Cheops
04.04.2009, 19:58
Du brauchst nur mit der Maus auf die Wörte gehen, die du nicht verstehst. Dann wird die Übersetzung unterhalb der Maus angezeigt.

Und die Zusammensetzung seiner Regierung aus skrupellosen, kriminellen und Kriegsverbrechern spricht für sich selbst. Er hat Nobelpreisträger in der Regierung, wahrlich eine Bedrohung für die Welt der Dummen. :)
Ein Tipp dazu: Beurteile den Mann, nach dem was er tut und nicht danach, was auf irgendwelchen Internetseiten über ihn verbreitet wird. Das soll sich bewährt haben Wir redemn ja nicht von der Merkel, die einfach nur geil auf Macht ist!

Cheops
04.04.2009, 20:29
Die Liste von Obamas Feindseligkeiten ist schon beeindruckend:


Obama: "Die Muslime sind nicht Amerikas Feinde" (http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/28/1026928.html)

Obama geht auf alte Gegner zu (http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Obama-geht-auf-alte-Gegner-zu/34947)

Die Last der Macht (http://www.zeit.de/2009/05/01-Obama)

Noch blutiger hat kaum ein anderer Präsident sein Amt angetreten...:)

Iphigenie
04.04.2009, 23:24
@ all

hmm ich denke, daß man einen Menschen nicht gleich von Anfang
an verteufeln sollte, sondern ihm erstmal ein wenig Zeit lassen sollte.
Jeder, der eine neue Stelle im Berufsleben antritt, muß sich
erstmal eingewöhnen.

Daß er eine Marionette des amerikanischen Herrschaftsapparates ist,
ist unbenommen, dennoch darf man nie vergessen, daß ein Mensch über
sich selbst hinauswachsen, und der Weltgeschichte eine nicht
vorhersehbare Wendung geben kann.

grüße
Iphi:)

Cheops
04.04.2009, 23:33
@ all

hmm ich denke, daß man einen Menschen nicht gleich von Anfang
an verteufeln sollte, sondern ihm erstmal ein wenig Zeit lassen sollte.
Jeder, der eine neue Stelle im Berufsleben antritt, muß sich
erstmal eingewöhnen.

Daß er eine Marionette des amerikanischen Herrschaftsapparates ist,
ist unbenommen, dennoch darf man nie vergessen, daß ein Mensch über
sich selbst hinauswachsen, und der Weltgeschichte eine nicht
vorhersehbare Wendung geben kann.

grüße
Iphi:) Man nehmen einfach alles, was der Mann seit seinem Amtsantritt getan und verfügt hat. Hätte auch nur einer damit gerechnet, einen so vernünftigen amerikanischen Präsidenten zu erleben?
Ich hätte zu meinen Lebzeiten nicht damit gerechnet.
Das zählt mehr als jede Internetseite, auf der die Wahlverlierer jetzt nachtreten und schwarze Flecken in der Vita von Obama suchen...

Britta
05.04.2009, 09:58
Er hat Nobelpreisträger in der Regierung, wahrlich eine Bedrohung für die Welt der Dummen. :)
Ein Tipp dazu: Beurteile den Mann, nach dem was er tut und nicht danach, was auf irgendwelchen Internetseiten über ihn verbreitet wird. Das soll sich bewährt haben Wir redemn ja nicht von der Merkel, die einfach nur geil auf Macht ist!

Und was sagt der Nobelpreis aus?

Inzwischen sind solche Preise dazu verkommen, dass das System seine Diener für treue Dienste damit ehrt.

Ich beurteile diesen Mann nach dem, was er bisher nicht getan hat und was ein Skandal ist: Die Wiederherstellung von Habeas Corpus!

http://www.opednews.com/populum/link.php?id=85208
"Obama Continues Bush Policy on Habeas Corpus" =

"Obama setzt die Bush-Politik bezüglich Habeas Corpus fort"

"The Obama Administration today changed the rationale for indefinite detention without trial, but supported the same policy by a different name. A Justice Dept filing signaled that the new administration would aggressively defend the right to keep prisoners locked up at Guantanamo without access to a court hearing, on the President's word alone."

"Die Obama Regierung änderte heute die Bezeichnung für die unbegrenzte Festsetzung ohne Gerichtsverfahren aber unterstützt dieselbe Politik unter einem anderen Namen. Ein Gerichtsbeschluß signalisiert dass die neue Administration das Recht, Gefangene in Guantanamo einzusperren ohne das eine Anhörung vor Gericht stattfinden wird, agressiv verteidigen wird und zwar auf Anordnung des Präsidenten alleine."

Also hat er das Gesetz zwar abgeschafft und ein neues, etwas abgeändertes Gesetz zu Habea Corpus wieder eingeführt. 'Bush light' würde ich dazu sagen.

Cheops
05.04.2009, 14:10
Und was sagt der Nobelpreis aus?

Inzwischen sind solche Preise dazu verkommen, dass das System seine Diener für treue Dienste damit ehrt.

Ich beurteile diesen Mann nach dem, was er bisher nicht getan hat und was ein Skandal ist: Die Wiederherstellung von Habeas Corpus!

http://www.opednews.com/populum/link.php?id=85208
"Obama Continues Bush Policy on Habeas Corpus" =

"Obama setzt die Bush-Politik bezüglich Habeas Corpus fort"

"The Obama Administration today changed the rationale for indefinite detention without trial, but supported the same policy by a different name. A Justice Dept filing signaled that the new administration would aggressively defend the right to keep prisoners locked up at Guantanamo without access to a court hearing, on the President's word alone."

"Die Obama Regierung änderte heute die Bezeichnung für die unbegrenzte Festsetzung ohne Gerichtsverfahren aber unterstützt dieselbe Politik unter einem anderen Namen. Ein Gerichtsbeschluß signalisiert dass die neue Administration das Recht, Gefangene in Guantanamo einzusperren ohne das eine Anhörung vor Gericht stattfinden wird, agressiv verteidigen wird und zwar auf Anordnung des Präsidenten alleine."

Also hat er das Gesetz zwar abgeschafft und ein neues, etwas abgeändertes Gesetz zu Habea Corpus wieder eingeführt. 'Bush light' würde ich dazu sagen. Hatte ich mich nicht eindeutig zu Texten in fremder Zunge geäußert? Außerdem sind Internetseiten genauso geduldig wie Papier und können von jedem mit Text gefüllt werden und in jeder Absicht.
Fakt ist, der Mann hat eine Menge anders und auch sehr viel schneller gemacht als alle seine Vorgänger, die ich in 40 Jahren recht bewusst erlebt habe!

Britta
05.04.2009, 14:24
Hatte ich mich nicht eindeutig zu Texten in fremder Zunge geäußert?

Och Cheops, dafür habe ich dir das doch extra übersetzt. :(

Cheops
05.04.2009, 14:43
Och Cheops, dafür habe ich dir das doch extra übersetzt. :( Wie soll der denn in Guantanamo wen inhaftieren, wenn er das Lager aufgelöst hat? War eine seiner ersten Amtshandlungen (http://www.stern.de/politik/ausland/:Anordnung-Obama-US-Lager-Guant%E1namo/652414.html)und wie wir wissen, sind die Republikaner schlechte Wahlverlierer und streuen gerne Gerüchte. Das war schon bei Clinton so!

Britta
05.04.2009, 20:30
Wie soll der denn in Guantanamo wen inhaftieren, wenn er das Lager aufgelöst hat? War eine seiner ersten Amtshandlungen (http://www.stern.de/politik/ausland/:Anordnung-Obama-US-Lager-Guant%E1namo/652414.html)und wie wir wissen, sind die Republikaner schlechte Wahlverlierer und streuen gerne Gerüchte. Das war schon bei Clinton so!

Und was ist mit dem Rest der Geheimgefängnisse (Black Sites) rund um den Globus?

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/obama16.html
"Gefangen, ausgeflogen, gefoltert
Kontinuität der Gesetzlosigkeit: US-Regierung verteidigt auch unter Präsident Obama Mißhandlungen"

»Dies war eine Gelegenheit für die neue Regierung, ihre Verurteilung von Folter und Überstellungen glaubhaft zu machen, aber statt dessen hat sie sich entschieden, den alten Kurs beizubehalten.«

Cheops
05.04.2009, 20:36
Und was ist mit dem Rest der Geheimgefängnisse (Black Sites) rund um den Globus?

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/obama16.html
"Gefangen, ausgeflogen, gefoltert
Kontinuität der Gesetzlosigkeit: US-Regierung verteidigt auch unter Präsident Obama Mißhandlungen"

»Dies war eine Gelegenheit für die neue Regierung, ihre Verurteilung von Folter und Überstellungen glaubhaft zu machen, aber statt dessen hat sie sich entschieden, den alten Kurs beizubehalten.« Der Mann ist gerade mal seit 19. Januar 2009 im Amt und da er sicher nicht Gottes Sohn ist, fehlt es ihm dann doch an der nötigen Magie, um alle Probleme der USA auf einmal zu lösen.
Ein Tipp von mir, wer sich vom Haar in der Suppe ernährt, der wird auf Dauer geistig verhungern! ;)

Britta
05.04.2009, 20:55
Der Mann ist gerade mal seit 19. Januar 2009 im Amt und da er sicher nicht Gottes Sohn ist, fehlt es ihm dann doch an der nötigen Magie, um alle Probleme der USA auf einmal zu lösen.
Ein Tipp von mir, wer sich vom Haar in der Suppe ernährt, der wird auf Dauer geistig verhungern! ;)

WEN er in seine Regierung berufen hat, sagt leider schon aus wohin die Reise geht.

Aber nicht, dass du dann hinterher überrascht bist. :winken:

Cheops
05.04.2009, 21:02
WEN er in seine Regierung berufen hat, sagt leider schon aus wohin die Reise geht.

Aber nicht, dass du dann hinterher überrascht bist. :winken: Soweit ich weiß, hat er, im Gegensatz zu Bush, die Zahl der Massenmörder und Kriegsgewinnler in seinem Kabinett zahlenmäßig ziemlich begrenzt. Wenn du ernsthaft Feinde suchst, wirf ein Blick ins deutsche Bundeskanzleramt und du findest vielleicht sogar Verbündete, denn die FDJ-Kanzlerin war vom Sieg Obamas genauso verhalten begeistert wie du...;)
Ansonsten gelten die 100 Tage Schonfrist, die jeder Politiker bisher bekommen hat. Dann kannst du dich über Obamas Verbrechen aufregen...

wafi
06.04.2009, 11:46
Grad in der FTD eine endlich mal einigermaßen vernünftige Analyse des Problems gelesen. Stammt von Jean-Paul Fitoussi und kann hier gelesen werden: http://www.ftd.de/politik/international/:FTD-Interview-Das-Problem-sind-nicht-die-Finanzm%E4rkte/497183.html?p=1

Britta
06.04.2009, 12:06
Grad in der FTD eine endlich mal einigermaßen vernünftige Analyse des Problems gelesen. Stammt von Jean-Paul Fitoussi und kann hier gelesen werden: http://www.ftd.de/politik/international/:FTD-Interview-Das-Problem-sind-nicht-die-Finanzm%E4rkte/497183.html?p=1

Sorry, aber das was der Artikel aussagt, ist nicht war. Er beschreibt nur, wie das Problem noch verschlimmert wird und ist Propaganda.

Ich hab zwar nur 2 english-sprachige Artikel anzubieten, aber da kann es einem richtig schlecht werden.

Hier geht es zwar um Island, aber am Beispiel Island ist sehr gut beschrieben, wie es allen anderen Nationen dieser Erde bald ergehen wird, wenn den Bankstern ganze Länder bald gehören:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13055

und Prof Michael Hudson wird schon wissen von was er redet/schreibt:
"Before you dismiss my candor, I should offer a short personal résumé so that you understand that my conclusions are based mainly on having been an insider to the game of imperial-style plundering of nations for forty years. In the mid-1960s I was the balance-of-payments economist for the Chase Manhattan Bank and then for Arthur Anderson, and later for the United Nations Institute for Training and Research (UNITAR). I have taught international economics at the graduate level since 1969, and now head an international group on economic and financial history based at Harvard. In 1990 at Scudder Stevens and Clark, I organized the world’s first sovereign-debt fund."

Und auch nicht lustig ist, was James Petras zur Krise zu sagen hat.

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=12955
Obwohl der noch ein kleines bischen Hoffnung läßt.

Die Finanzmafia hat die Erde voll im Griff und wer glaubt, der IWF sei die Lösung, der hat noch nicht erkannt dass der IWF ein Großteil des Problems darstellt.

wafi
06.04.2009, 12:17
Britta

ganz ehrlich ... mir gehen deine VT`s langsam auf den Zeiger, denn die laufen immer auf`s selbe hinaus, ein böses etwas im Hintergrund, nicht zu benennen nur mit Vermutungen gespeist, keine klaren logischen Schlußfolgerungen, das alles steuert das. Es gibt wirklich keinen Winkel in den das nicht reinkriecht ... was immer es auch sein möge. Daß Rockefeller zeitgleich zu Mao gelebt hat ... muß ja schon als Beweis genug sein, daß Mao gekauft war ... Wahnsinn ... logisch nebst völliger Ignorierung historischer Tatsachen. Nervt langsam.

Britta
06.04.2009, 12:38
Britta

ganz ehrlich ... mir gehen deine VT`s langsam auf den Zeiger, denn die laufen immer auf`s selbe hinaus, ein böses etwas im Hintergrund, nicht zu benennen nur mit Vermutungen gespeist, keine klaren logischen Schlußfolgerungen, das alles steuert das. Es gibt wirklich keinen Winkel in den das nicht reinkriecht ... was immer es auch sein möge. Daß Rockefeller zeitgleich zu Mao gelebt hat ... muß ja schon als Beweis genug sein, daß Mao gekauft war ... Wahnsinn ... logisch nebst völliger Ignorierung historischer Tatsachen. Nervt langsam.

VT???

Das mit Mao weiß ich, weil ich mich mit den Rockefellers mal sehr lange beschäftigt habe. Ich hatte monatelang dazu recherchiert. Somit ist es mir nicht 'Beweis' genug, dass beide zeitgleich gelebt haben.

Und was ist an Prof. Michael Hudson auszusetzen? Ist sein Fachwissen, dass er im Laufe seines Lebens bei der Chase Manhatten Bank, bei Arthur Anderson und Co erworben hat VT, wenn er über seine Sicht der Dinge berichtet und beschreibt, wie die Finanzmafia alles einfädelt?

Wer hier die historischen Tatsachen ignoriert, ist noch die Frage. :kopfkratz:

Iphigenie
06.04.2009, 12:39
hmmm, verehrter Peter:winken:

was Du auf Britta münzt, trifft für mich im gleichen Maße
auf Helli zu. Mir ist bis heute noch nicht klar geworden,
worin sich für Dich die beiden in ihrer Ideenausbildung
(...Ideologisierung) unterscheiden.

Würde mich freuen, wenn Du's mir mal erklären könntest...:rolleyes2:


grüße
Iphi :)

Britta
06.04.2009, 12:48
Mir schon klar:

Was sind denn die Ursachen für die derzeitige Krise? Für mich eindeutig die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich.

Mit dem Wachstum der Weltmärkte wurden die Arbeiter immer mehr als 'Produktionskosten' angesehen und nicht als Endverbraucher. Lohndumping und Sozialabbau wurde betrieben, um 'Kosten' einzusparen.

Wenn ich darauf hinweise, dass Obama statt in Produktion/Industrie zu investieren um Arbeitsplätze zu schaffen lieber hunderte von Milliarden den Bankern zugute kommen läßt, 1 Billion alleine um wertlose Papiere aufzukaufen, 40% des US-Haushaltes ins Militär fließen, weitere 800 Milliarden für den Krieg im Irak und Afghanistan zur Verfügung gestellt werden und sich die Arbeitslosen Massen (600.000 mehr jeden Monat) bald alle wegen Geldmangel bei der Army als Soldaten verpflichten werden, weil ja keine neuen Jobs geschaffen werden,

dann bin ich ein Obama-Hasser und Verschwörungstheoretiker...

:nono:

wafi
06.04.2009, 13:03
Iphi

ganz einfach. Hellmann macht ein logisch nachvollziehbares Konstrukt, das man richtig/falsch finden kann, aber eine erklärte Logik hat. Britta setzt Geschichten von Geschichten über Geschichten ein ... die einer nachvollziehbaren Logik jedoch entbehren. Damit entzieht sie sich einer logischen Auseinandersetzung.

Lies doch letztes posting von Britta ... erst sagt sie der Artikel in der FTD wäre nicht wahr ... begründet dies mit links die ganz schön viel schwafeln, aber eigentlich nicht zu nem Resüme kommen ... und sagt dann im letzten posting, daß die Ursache der Krise die zunehmende Schere arm-reich wäre ... wobei Fituossi in seinem statement sagt:

"Der wahre Krisenauslöser sei die ungleiche Verteilung der Einkommen. Sie sei verantwortlich für die Entstehung von Blasen in der Finanzwelt."

... Aha ... hat da wer den link nicht gelesen oder nicht kapiert? Aber was soll man eigentlich diskutieren, wenn es nur darum geht irgendwelche Positionen zu posten ohne auch nur irgendeinen logischen Zusammenhang zu bilden??????
Sorry, das passiert bei Hellmann garantiert nicht, egal wie man zu seinen Positionen steht.

Clara
06.04.2009, 13:41
Ich möchte ja hier keinen provozieren, aber....:)
Also erst mal denke ich, viel von dem Geld was die Banken bekommen haben wird notwendig gewesen sein um einen Zusammenbruch unseres Finanzsystems zu verhindern. Natürlich möchte ich mein Geld irgendwann einmal wiederhaben, wenn die Menschen den Banken wieder die Kredite und Hypotheken abzahlen können.
Falls wir es schaffen die Weltwirtschaftskrise zu besiegen wird das auch möglich sein denke ich.

Natürlich ist vieles von dem was z.B. Britta an Links postet wahrscheinlich Fakt.

Nur, wir können uns doch nicht all diesen grauseligen Informationen aussetzen ohne zu steuern was diese in uns bewirken.
Wenn dadurch eine Hoffnungslosigkeit entsteht die an ein schwarzes Loch erinnert, kann das doch der Weltverbesserung nicht dienlich sein.

Wenn du auf eine Ebene eingehst, bestätigst du sie.
Habe ich mal irgendwo in einem New Age Buch gelesen. Ich finde da ist etwas wahres dran.
Natürlich ist diese Formel vorsichtig anzuwenden.
Wir müssen nicht jede Zelle des Haufens Sch..... untersuchen um zu wissen das es welche ist.
Ich denke es ist oft effektiver sich eigenständig oder mit anderen zu überlegen, wie es besser laufen könnte und diese Vorschläge dann auch an die Öffentlichkeit zu bringen.

Wenn wir von einer besseren Welt träumen, ist das einfach für uns selber besser, als wenn wir in Hoffnungslosigkeit versinken, weil wir den Kopf zu tief in den Sch.......- Kübel gesteckt haben.

Entschuldigt bitte die ordinäre Ausdrucksweise, eigentlich gebe ich mir Mühe so etwas zu unterlassen aber in diesem Fall macht das einfach am besten deutlich was ich meine hoffe ich.

Allerdings ist mir Britta trotzdem sehr nahe in der Beurteilung was alles so schief läuft auf diesem Planeten und ich empfinde eine klare Systemkritik oft auch als sehr wohltuend.
Ich habe beim Lesen in diesem Forum noch keinen Aggressionsschub bekommen.
Und zwar, weil ich hier noch keinen Menschenfeindlichen Mist gelesen habe, der unterprivilegierte Menschen betrifft.
Das ist in anderen Foren regelmäßig anders.

Grüße Clara

deserd
06.04.2009, 19:18
......

und wer glaubt, der IWF sei die Lösung, der hat noch nicht erkannt dass der IWF ein Großteil des Problems darstellt.

Ich finde den von wafi verlinkten Artikel aus der FTD sehr gut und spreche dem weitgehend zu.

Ich muss allerdings Britta mindestens in der Einschätzung des IWF recht geben, dass der Artikel diesbezüglich daneben legt.

Denn zumindest in der Vergangenheit (so. ca 1975 - 1995, so weit ungefähr reicht mein Einblick in die IWF-Politik aus der Sicht der 3.Welt-Solidarität) war die Finanzpolitik des IWF als allerübelste Sorte angeklagt, und berüchtigt waren die SAPs (Strukturanpassungsmaßnahmen), die der IWF als Auflage gegenüber Kreditnehmenden Ländern gefordert hat - im Prinzip ein Weg in die vollständige Abhängigkeit, nachdem man sie schon vorher in solche Situationen gebracht hatte.

Ich weis ehrlich gesagt nicht, ob es das noch aktuell mit den SAPs gibt, weil ich bin 1994 aus 3. Welt -Arbeit raus. ... bestimmt hat der IWF noch genügend Klammern, die er ansetzen, auch wenn sich die Verhältnisse in der 3. Welt wieder etwas geändert haben (Schwellenländer wieder etwas erfolgreicher; mehr Süd-Süd-Handel; etc etc) .....

Da es ja auch keine "richtige" 3. Welt-Soli-Arbeit mehr gibt:mad: (sondern hauptsächlich eine, die sogenannte "faire" Produkte in speziellen Läden vertickt, damit sich die Verkäufer und die (deren) Kunden das Gewissen frei kaufen, weil sie eben noch mehr Geld im Portemonnaie haben .... ("Wie, es verhungern immer noch Menschen in der 3. Welt, obwohl wir soviel "Fair-Kaffee" verkauft haben ... ?" :traurig:) .... .... auch deshalb kommt weniger diesbezüglich an die Öffentlichkeit .... ganz klar, warum soll man schlimme Nachrichten über die Politik des IWFs in die Medien bringen, wenn es gar keine 3. Welt-Bewegung mehr gibt, das war schon mal ganz anders ....


zu den VTs:
das kommt so derart in Mode wie das einst die Jahre letztens mit der Fascho-Keule, die ich selber gern angewandt hatte und das bis heute nicht wirklich bereue ....
Leute, die VT's beklagen, da sind vor allem im Hardcore-Kern die Antideutsch-Sektierer die schlimmsten, da sollte man vielleicht nicht drauf rumreiten ... es sei denn, man findet die Bild-Zeitung gut .... .... also eigentlich Leute, die normalerweise in einem Forum wie diesem nicht verkehren - also eine ganz andere politische Ecke.

gruss, deserd

Cheops
06.04.2009, 19:21
Ist es denn wirklich so unmöglich die 100 Tage Schonfrist zu geben, die jeder Politiker bekommt, der neu im Amt ist?:nono:

wafi
06.04.2009, 20:03
desered

stimme der Kritik zum IWF zu ... mir ging es eher um die Analyse woher eigentlich das Problem kommt. Das ist der erste Artikel in der FTD der tatsächlich an das Grundproblem ran geht und das ist nun mal ein systemimmanentes Problem und eben nicht das Problem einer wie auch immer gearteten Clique die daraus Profit zieht. Klar zieht eine Gruppe daraus Profit ... aber nicht weil sie das System so steuert, sondern weil das System garnicht anders funktionieren kann.

Britta
06.04.2009, 21:01
desered

stimme der Kritik zum IWF zu ... mir ging es eher um die Analyse woher eigentlich das Problem kommt. Das ist der erste Artikel in der FTD der tatsächlich an das Grundproblem ran geht und das ist nun mal ein systemimmanentes Problem und eben nicht das Problem einer wie auch immer gearteten Clique die daraus Profit zieht. Klar zieht eine Gruppe daraus Profit ... aber nicht weil sie das System so steuert, sondern weil das System garnicht anders funktionieren kann.

Woher das eigentliche Problem kommt....

Ich gehe mal davon aus, dass du den von mir verlinkten Artikel nicht gelesen hast. Gut, er ist auch ziemlich lang. Er handelt nicht nur von Island sondern bietet auch einen kleinen Ausflug in die Geschichte, angefangen ca. 2.400 v.Chr. und er bietet auch Einblicke in das, was in Schulen und Universitäten absichtlich nicht gelehrt wird.



Kleine Zusammenfassung der Geschichte:

2400 v.Chr. im alten Sumer. Mit jedem neuen Regenten gab es einen Schuldenerlaß. Dies war notwendig, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Diese Sitte wurde später auch von den Babyloniern übernommen, ihr Wort dafür war andurarum. Auch die Juden übernahmen diese Sitte. Bei ihnen war das Wort dafür deror.

Im ersten Jahrtausend v.Chr. machten die Könige diese Sitte zum Mittelpunkt der Religion. Von da an hieß es 'Jubeljahr'. Die Schulden wurden regelmäßig gestrichen.

Aber die damalige Oligarchie der Geldverleiher arbeitete über die Jahrtausende hinweg immer an einer Änderung dieses wichtigen Gesetzes und erreichten im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Zugeständnisse. Zur Zeit von Jesus Christus waren sie schon ziemlich weit vorangekommen. Die Menschen waren tief verschuldet und die Schuldzinsen ließen ihnen keine Möglichkeit mehr, zu Leben.

Der Ruf nach dem 'Erlöser' wurde immer lauter und mit 'Erlöser' war immer der Erlöser von Schulden gemeint. 'Und erlöse uns von unserer Schuld...' so wird heute noch gebetet, nur hat man die Menschen vergessen gemacht, was genau damit gemeint ist. Man hat die Aussage des christlichen Glaubens einfach verdreht.


Das Einzige, was uns davon im Religionsunterricht noch überliefert werden durfte, war die Szene wo Jesus die Tische der Geldwechsler umwarf. Die Christen wurden nicht wegen ihres Glaubens verfolgt, sondern weil Jesus ihnen beigebracht hatte, eine Gemeinschaft zu gründen die sich gegenseitig unterstützt und hilft und die sie unabhängig machte, von den Geldverleihern.

Deswegen verlangten die jüdischen Oligarchen von den Römern, Jesus zu kreuzigen.

Trotzdem wuchs die christliche Gemeinschaft aufgrund der gegenseitigen Hilfe zu einer politischen Macht und ihre größte Errungenschaft war das Verbot von Zinsen. Antike Sprachen kannten keinen Unterschied zwischen den Worten 'Zins' und 'Wucher'.

Bis zu den Tagen der Kreuzzüge konnte das Zinsverbot aufrecht erhalten werden. Für's Geldverleihen oder Tauschen anderer Währungen durfte lediglich eine kleine Gebühr verlangt werden.

Thomas von Aquin and Martin Luther warnten zu ihrer Zeit vor dem Zins. Er würde die Städte zerstören wie ein Wurm einen Apfel. Zinsen galten noch 1565 als Diebstahl.

Und im Laufe der Zeit sorgten die Oligarchen dafür, dass ihnen immer mehr Rechte eingeräumt und immer mehr Verbote aus dem Wege geräumt wurden.

Oh, da hätte ich fast die alten Griechen vergessen: 300 v.Chr. gab es in Sparta den König Agis IV. Er und sein Nachfolger Cleomenes III planten einen Schuldenerlass. Die Gläubiger ermordeten Agis und Cleomenes beging angeblich Selbstmord im Exil. Und der nächste König, Nabis wurde ebenfalls umgebracht. Nach dem Mord an Nabis wandten sich die Gläubiger an Rom und forderten von den Römern, Länder in denen die Gesetze die Schuldner begünstigten statt die Gläubiger, zu bekriegen. Und 133 v.Chr. wurden bei den Römern demokratische Senatoren die Klippen hinuntergestürzt als sie eine Schuld- und Landreform durchsetzen wollten.

Und zu der Zeit, als New York den Vereinigten Staaten von Amerika beitrat, gab es auch noch ein interessantes Gesetz: Wenn ein Banker einem Farmer mehr Geld leiht, wie dieser unter normalen Bedingungen zurückzahlen kann, dann ist die Schuld null und nichtig.

Diese Gesetze bezüglich Schulden und Zinsen haben eine Jahrtausende alte Tradition. Sie waren unseren Vorfahren sehr wichtig. Die Regeln, so wie sie jetzt sind, sind ein Verbrechen an der Menschheit und diese Krise ist wohl die größte, die die Menschheit jemals gesehen hat.

Und ich würde schon von tatsächlicher Verschwörung sprechen, wenn ich sehe wie die Geldverleiher Stück für Stück die Politik bestochen haben um die Gesetze gegen die Menschen zu machen.

Ein in der Geschichte der Menschen einmaliges Verbrechen, dessen Endphase 1910 auf der kleinen Insel Jekyll Island seinen Anfang nahm, als die Verschwörer die Federal Reserve ins Leben riefen. Und IWF, Weltbank und WTO sind auf demselben Mist gewachsen. Sie dienten nie den Menschen und sie werden nie den Menschen dienen. Sie sind Machtinstrumente der Geldverleiher für noch mehr Profit auf unser aller Kosten.

Ein Link der den IWF als Retter aus der Krise hochjubelt, ist Propagandamaterial der 'Meister der Insel', dass sollte eigentlich jedem klar sein. :winken:

Britta
06.04.2009, 21:07
Die Immobilienkrise in den USA wurde mit 13 Billionen Dollar von der Bush-Regierung 'bekämpft'. Eine geeignete Maßnahme, wenn man bedenkt, dass die gesamten Hypothekenschulden aller US-Bürger nur 11 Billionen Dollar hoch waren.

Die 13 Billionen erhielten die Banken. Hätte man das Geld den Bürgern gegeben um damit ihre Hypotheken abzulösen, dann hätte keiner aus seinem Haus ausziehen müssen, alle wären ihre Hypotheken los und 2 Billionen wären noch übrig geblieben, um die Kreditkartenschulden ein bischen abzuzahlen.

Die Banken verwendeten aber dieses Geld um andere Banken aufzukaufen und um ihren Managern noch fette Boni zahlen zu können.

Dafür entstehen jetzt mehr und mehr Zeltstädte in den USA.

wafi
06.04.2009, 21:31
ich habe den Artikel gelesen und die Zusammenfassung hättest du garnicht liefern müssen. Es ist simpel der Satzteil ... und da geht mir die Hutschnur hoch ... "und er bietet auch Einblicke in das, was in Schulen und Universitäten absichtlich nicht gelehrt wird." .... Es ist einfach nur bekloppt was du da schreibst. Zinseszinsrechnung macht jeder in der Schule und nen Kopf zum Denken hat auch jeder, ergo ist es überhaupt nicht schwer ... aber in deinem Satz stecken wieder die Illuminaten ... oder die Aliens die absichtlich etwas verschweigen was jeder mal eben so rechnen kann ... und sich selber fragen kann ob das funktioniert oder nicht.
Das nervt einfach. Vielleicht formulierst du mal deine eigenen Gedanken und Schlußfolgerungen, statt permanent irgend einen link als Weltenerklärung zu nehmen. Weiß, die Kritik ist unpassend, insofern, als daß ich auch nen link gebracht hab ... über den wollte ich aber diskutieren und nicht mit Gegenlinks beantwortet werden, dann kann ich mir das auch sparen überhaupt was zu schreiben.

Britta
06.04.2009, 22:07
ich habe den Artikel gelesen und die Zusammenfassung hättest du garnicht liefern müssen. Es ist simpel der Satzteil ... und da geht mir die Hutschnur hoch ... "und er bietet auch Einblicke in das, was in Schulen und Universitäten absichtlich nicht gelehrt wird." .... Es ist einfach nur bekloppt was du da schreibst. Zinseszinsrechnung macht jeder in der Schule und nen Kopf zum Denken hat auch jeder, ergo ist es überhaupt nicht schwer ... aber in deinem Satz stecken wieder die Illuminaten ... oder die Aliens die absichtlich etwas verschweigen was jeder mal eben so rechnen kann ... und sich selber fragen kann ob das funktioniert oder nicht.
Das nervt einfach. Vielleicht formulierst du mal deine eigenen Gedanken und Schlußfolgerungen, statt permanent irgend einen link als Weltenerklärung zu nehmen. Weiß, die Kritik ist unpassend, insofern, als daß ich auch nen link gebracht hab ... über den wollte ich aber diskutieren und nicht mit Gegenlinks beantwortet werden, dann kann ich mir das auch sparen überhaupt was zu schreiben.


Warum willst du mich eigentlich permanent als Verschwörungstheoretiker hinstellen? Ich habe niemals etwas von Illuminaten oder Aliens erwähnt. Ist gar nicht mein Thema.

Meine Aussage ist eigentlich kar und deutlich: Der IWF bringt nichts, er ist eine Institution der Verursacher der Krise. Daher ist für mich ein Link, indem der IWF als Lösung des Problems gepriesen wird, indiskutabel.

Wenn ich schon die Nachrichten im TV sehe und mir anhören muß, dass der IWF mit mehr Macht und Geld ausgestattet werden soll, geht mir die Hutschnur hoch.

Und was das betrifft, was an Universitäten gelehrt wird, da stand in dem Link auch was drüber. Und wer finanziert die Universitäten weltweit? Allerdings werden nur die Universitäten unterstützt, die das lehren was die Finanzelite gelehrt haben will.

Hast du dich mal gefragt, warum gewisse Dinge nicht gelehrt werden oder sogar tabu sind?

wafi
06.04.2009, 22:49
Britta

was ist tabu? was wird nicht gelehrt???? und vor allem, wer hindert wen daran weiter zu denken????? Es ist nicht möglich Tabu`s total zu machen. Ergo ist es Unsinn zu glauben, daß es möglich wäre Denken zu verhindern. Du argumentierst aber in vielen Bereichen so, als gäbe es diese Blockaden.

Hellmann
06.04.2009, 23:04
Hier ganz interessant, von den Japanern, zur vermutlichen Auswirkung der Finanzkrise im Licht der japanischen Erfahrungen.

Mit vielen Charts und gut gemacht:

-> http://www.csis.org/media/csis/events/090326_koo_presentation.pdf

Richard Koo, The Holy Grail of Macroeconomics: Lessons from Japan’s Great Recession, John Wiley & Sons, Singapore, 2008

Britta
07.04.2009, 06:29
Britta

was ist tabu? was wird nicht gelehrt???? und vor allem, wer hindert wen daran weiter zu denken????? Es ist nicht möglich Tabu`s total zu machen. Ergo ist es Unsinn zu glauben, daß es möglich wäre Denken zu verhindern. Du argumentierst aber in vielen Bereichen so, als gäbe es diese Blockaden.

Wie sieht es z.B. beim Medizinstudium mit alternativen Heilpraktiken/Heilmethoden aus? Kein Tabuthema?

Oder was Hudson schreibt:

"Matters are not much different in other countries. At a post-Keynesian economics conference in Berlin on “financialization” last November, I heard many complaints that alternative views to Chicago School orthodoxy were unable to get a hearing in the leading European academic journals. And just this March at the Eastern Economic Association’s annual meeting in New York City, I heard similar complaints that alternative economic ideas were excluded from the major refereed journals in which aspiring academics must gain entry in order to be promoted to tenure track jobs at most U.S. universities. An intellectual Iron Curtain has been lowered by dysfunctional “free market” orthodoxy. Evidently a free market in ideas is anathema to financial free marketers. With such strong intellectual control, of course, overt violence is unnecessary."

Iphigenie
07.04.2009, 07:28
Wie sieht es z.B. beim Medizinstudium mit alternativen Heilpraktiken/Heilmethoden aus? Kein Tabuthema?



Hi Britta,

sei mir nicht bös, aber was Du da sagst ist schlichtweg Unsinn.

Niemand verwehrt es Dir, Heilpraktiker zu werden oder es zu lernen.

Selbstverständlich hat es jede Neuerung...jedes neue Wissensgebiet
schwer, sich gegen Althergebrachtes, durchzusetzen. Überhaupt
erst recht, wenn es Althergebrachtes, "Altbewährtes" in Frage stellt.
Ich möchte mal auf die Schnelle behaupten, daß es keine große
Neuerung, Erfindung, auf Anhieb geschafft hat, sofort von der Gesellschaft
voll anerkannt zu werden; es hat immer großer Geburtsschmerzen
und Kämpfe bedurft, ob in natur-oder geisteswissenschaftlicher Hinsicht,
endlich das Licht der Welt zu erblicken.


grüße
Iphi:)

Britta
07.04.2009, 09:11
Hi Britta,

sei mir nicht bös, aber was Du da sagst ist schlichtweg Unsinn.

Niemand verwehrt es Dir, Heilpraktiker zu werden oder es zu lernen.

Selbstverständlich hat es jede Neuerung...jedes neue Wissensgebiet
schwer, sich gegen Althergebrachtes, durchzusetzen. Überhaupt
erst recht, wenn es Althergebrachtes, "Altbewährtes" in Frage stellt.
Ich möchte mal auf die Schnelle behaupten, daß es keine große
Neuerung, Erfindung, auf Anhieb geschafft hat, sofort von der Gesellschaft
voll anerkannt zu werden; es hat immer großer Geburtsschmerzen
und Kämpfe bedurft, ob in natur-oder geisteswissenschaftlicher Hinsicht,
endlich das Licht der Welt zu erblicken.


grüße
Iphi:)

Iphi, wo ist die Neuerung?

Die heutige Schulmedizin mit ihrer chemischen Keule, an der die Pharmakonzerne Jahr für Jahr mehr verdienen, dass ist doch 'das Neue', dass Altbewährtes verdrängt.

Immer mehr altbekannte Heilkräuter werden sogar verboten.

http://www.zeitenschrift.com/magazin/48-naturkosmetik.ihtml
"Die EU plant auf Ende 2005 ein Verbot wichtiger heimischer Kräuter. So will man seit Menschengedenken verwendete Kräuter wie Ringelblume, Arnika, Schafgarbe und Johanniskraut auf die rote Liste setzen - sogar ein Rosenöl-Verbot droht."

Und dann denke ich an die Wahnsinnigen von Esowatch, die sogar die Akkupunktur in den Bereich der Esotherik rücken wollen. Da wird richtig Front gemacht gegen alles, woran Pharmakonzerne nichts verdienen.

Und eines der wirksamsten Heilmittel, die liebevolle Pflege, die ist in unseren Krankenhäusern auch schon lange abgeschafft. :traurig:

Britta
07.04.2009, 09:13
Hier ganz interessant, von den Japanern, zur vermutlichen Auswirkung der Finanzkrise im Licht der japanischen Erfahrungen.

Mit vielen Charts und gut gemacht:

-> http://www.csis.org/media/csis/events/090326_koo_presentation.pdf

Richard Koo, The Holy Grail of Macroeconomics: Lessons from Japan’s Great Recession, John Wiley & Sons, Singapore, 2008

Die Asienkrise ist wenig vergleichbar mit dem, was uns jetzt gerade passiert.
Wenn tatsächlich die Weltwährung kommt und sie in die Hände von IWF und Weltbank gelegt wird, dann ist dass der endgültige und absolute Griff nach der Weltmacht. :traurig:

Clara
07.04.2009, 12:49
Den Internationalen Währungsfond abschaffen zu wollen ist nicht durchsetzbar und ich glaube auch nicht notwendig.
Damit negiere ich nicht die Fehler die im Namen des IWf in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden.
Mit durch die Politik des IWF, werden wir alle auf den Lebenstandart eines Chinesischen Wanderarbeiters runter gezogen, wenn es so weiter geht.
Aber das muss es nicht und sobald die Gierigen erkannt haben, dass sie so keine Geschäfte mehr mit uns machen können, halte ich es für möglich das auch sie sich mehr für eine Gleichsetzung des Lebensstandards auf diesem Planeten einsetzten.
Das passiert dann natürlich leider wieder nur aus Gründen der Gier und nicht der Menschlichkeit, für die im Moment noch zu gierigen wäre es besser wenn es aus Menschlichkeit passieren würde.
Hauptsache es passiert würde ich aber sagen.

Ich sehe Bildung auch sehr kritisch, obwohl ich sie natürlich auch als wichtig erachte.
Für mich hat Britta absolut Recht, wenn sie sagt das genau geschaut wird, was wir lernen sollen und was nicht.
Wir hier in Westeuropa haben eine sehr Pro Kapitalistische Bildung, während Menschen in Russland z.b. lange eine sehr Pro Kommunistische Bildung erhalten haben.
Wenn ich mit meiner Freundin aus der DDR über den westlichen Imperialismus rede, sagt sie mir, das weiß ich doch alles, das haben wir schon im 5 Schuljahr in der DDR gelernt.
Während meines Schulbesuches in Westdeutschland habe ich nie etwas über die Ausbeutung der sogenannten 3 Welt gelernt.
Aber sie sagt mir halt auch, dass sie die Mauer lange als Schutz empfunden hat, weil sie das in der Schule so beigebracht bekommen hat.
Natürlich werden wir durch Bildung geprägt und nicht jeder macht sich hinterher die Mühe genau zu schauen was man ihm alles beigebracht hat.

Britta hat meiner Meinung nach auch absolut Recht, wenn sie sagt das die Medizin sich noch immer viel zu engstirnig an die sogenannte Schulmedizin hält. Und deswegen auch engstirnig an den Universitäten Medizin studiert wird. Sehe ich genauso.
Ich möchte Ärzte die ein breites Spektrum an Heilungsmethoden kennen, die sich während des Studiums auch mit Chinesischer Medizin und Naturheilkunde usw. befassen können, wenn sie es möchten, ohne das sie deswegen extra Heilpraktiker werden müssen.
Das alles ist Medizin und nicht nur die sogenannte Schulmedizin.

Und das hinter dieser engstirnigen Sichtweise von Medizin die Interessen der Pharmakonzerne stehen, sehe ich auch genauso. Für mich gehören Pharmakonzerne genauso wie die Bahn und die Post, die Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen nicht in Hände von Menschen die sich daran bereichern wollen. Gesundheit und Bildung darf nichts mit Gewinnstreben zu tun haben meiner Meinung nach. Bahn und Post sollen ihren Job für uns alle machen und wir sehen an dem Rückbau des Schienenverkehrs in nicht gewinnträchtigen Gebieten wie schädlich die Privatisierung der Bahn z.b. ist.

Mit dem Geld für die Banken sehe ich das wie gesagt ein wenig anders aber das die gigantischen Summen auch viel mehr bei den Kleinkreditnehmern hätten landen sollen, darin stimme ich wieder absolut überein.

Ich würde mich wundern wenn eine Weltwährung eingeführt wird, ich persönlich denke mittlerweile auch das dieses überflüssig ist, eine Umrechungswährung die nur dafür genutzt wird Löhne und Rohstoffpreise korrekt in die entsprechenden Landeswährungen umzurechnen finde ich absolut ausreichend.


Grüße Clara

Britta
08.04.2009, 08:51
Ja, so wäre das vernünftig. Alle wichtigen Bereiche wie eben Energie, Wasser, Bildung, Bahn und Gesundheitsversorgung sollten in staatlicher Hand sein.

Leider ist da viel Geld zu machen und deshalb sind dieselben Charaktere an unseren Politikern dran, die an Abschaffung des Schuldenerlasses seit 4500 Jahren gearbeitet haben.

Nach der Globalisierung des Marktes steht uns jetzt eine Globalisierung der Währung bevor. Diese ist schon lange beschlossenen Sache. Die USA, Canada und Mexiko werden eine Währungsunion bilden, die asiatischen Länder werden es genauso tun und in Afrika wird ebenso daran gearbeitet wie in den arabischen Ländern.

In Südamerika hat man die Bank des Südens gegründet und arbeitet ebenfalls an einer eigenen Währung. Chavez hat dafür gesorgt. Sonst wäre wohl Südamerika auch Teil des Amero gerworden.

Der nächste Schritt ist eine globale Währung und sobald diese erreicht ist, bekommen wir eine globale Regierung. Das kann man aus den Reden entnehmen, die die 'Offiziere' der Meister der Insel, wie etwa IWF- und Weltbankpräsidenten schon seit Jahren halten.

Diese Regierung wird keine demokratische Regierung sein, sondern eine totalitäre.

Wenn man sich diesen Plan betrachtet, so greift eins ins andere - von der schlechter (und teurer) werdenden Gesundheitsversorgung über schlechte Bildung, Politik, Lügen in der Religion und sogar das Bestrahlen unserer Nahrungsmittel, dass Nährstoffe abtötet und Genfood. So langsam ergibt sich für mich ein Bild dieses Planes, das mir überhaupt nicht gefällt und wo ich froh bin, keine Kinder zu haben die in der Welt, die auf uns zukommt, leben müssen.

So langsam ergeben die alten Geschichten aus dem alten Sumer und die Bibel einen Sinn.

Wenn ich diesen Plan weiter spinne, dann erhalte ich eine ungebildete Masse, deren Lebenserwartung aufgrund schlechten Essens und schlechter Versorgung immer weiter absinken wird und die bald gar nichts mehr weiß, ausser dass sie arbeiten muß und dafür versorgt wird, während eine Superelite, die jetzt schon die Kontrolle über alle Zentralbanken und alle Regierungen hat, immer älter werden wird und Zugang zu bester Nahrung und hochentwickelter Technologie hat.

Es ist das alte Spiel: Götter und Menschen.

Und erst nach einer sehr langen Zeit kommt dann die Vertreibung aus dem Paradies, wenn einer Generation in weit entfernter Zukunft bewußt wird, dass man die Menschen betrogen hat und sie nicht weiter für die Götter arbeiten wollen. Dann erst beginnt die Geschichte der Bibel neu und sie wird wieder genauso enden, wie wir in ein paar Jahren.

Die Bibel war eine Warnung. Aber selbst diese Warnung konnten wir aufgrund von Falschinformation nicht mehr verstehen.

Cheops
08.04.2009, 09:03
..... ich glaube nicht, dass die Sumerer bei der aktuellen Finanzkrise eine Lösung bieten. Genauso wenig, wie die reaktionäre Bande von Angela der Nutzlosen...:toben:

Britta
08.04.2009, 09:21
ich glaube nicht, dass die Sumerer bei der aktuellen Finanzkrise eine Lösung bieten. Genauso wenig, wie die reaktionäre Bande von Angela der Nutzlosen...:toben:


Es geht nicht darum, ob die Sumerer eine Lösung in der Finanzkrise bieten. Es geht um die Geschichte, die aus dem alten Sumer überliefert wurde und die in der Bibel übernommen wurde.

Kennst du die Geschichte? Gut beschrieben wird sie in den Büchern von Zacharia Sitchin. Nur sind bei ihm Merkel und Co. die 'Engel' und die Banker beschreibt er mit Ausserirdischen. (Ja, der UFO-Glaube ist über 5.000 Jahre alt). Da existiert dann auch die Geschichte, dass die Götter Gefallen an den Menschenfrauen fanden und mit ihnen Beziehungen eingingen, was anderen Göttern nicht gefiel und das ein Kampf entstand. in der Bibel überliefert als Krieg der Engel...

Sumerer und ENKI / Theorie von Zecharia Sitchin
Kurzfilm, ca. 5 Min)
Sitchin hat wohl einige Metapher falsch gedeutet und seine Ausserirdischen waren wohl eher die reiche Oberschicht. Technisch voll ausgerüstet müssen sie den über Generationen verdummten Menschen wie Götter erschienen sein.

Der brennende Busch mit dem Moses redet und der dabei nicht verbrennt, ist heute mit ein bischen Technik machbar. Für die Menschen damals muß es wie ein Wunder erschienen sein.

wafi
08.04.2009, 09:53
Britta

mit VErlaub, wie kommst du auf die Idee, daß Staat irgend etwas besser kann?????? Also die letzten Jahrzehnte haben bewiesen, daß dem nicht so ist. Die Dinge die in staatlicher Hand sind/waren, sind aber auch alle den Bach runter gegangen.
Pivatwirtschaftlich organisiert funktionier vieles besser. Der Knackpunkt ist allerdings wie bekommt man Privatwirtschaft so organisiert, daß sich keine eklatanten Machtstrukturen entwickeln ... damit eben keine unglaublich unterschiedlichen Gehaltsgefälle. M.E. geht dies nur indem man "simpel" ein bedingungsloses Grundeinkommen schafft, damit den existentiellen Druck weg nimmt ... im Endeffekt damit die Macht über Arbeitsplätze und damit Einkommen weg nimmt. Zweite Geschichte ist, ein Geldsystem zu etablieren, was eben nur Mehrwert schafft, wenn es in der Realwirtschaft geschaffen wird, also z.B. einen Ansatz eines umlaufgesicherten Geldes schafft. Beide Punkte führen nahezu automatisch zu flachen ... mit nem bißchen Glück, zu horizontalen Strukturen. Das Problem ist ganz einfach, schaffst du hierachische Strukturen versagt die ganze Geschichte, wenn irgendwas in den oberen Etagen versagt. Schaffst du horizontale Netzwerke, dann mag irgendwo etwas versagen, aber eben nicht einen kompletten Systemabsturz mit sich bringen. Wer nach dem Staat ruft, denkt in hierachischen Strukturen, die, wie man in der gesamten Geschichte sieht, immer zu desaströsen Zusammenbrüchen des Gesamtsystems geführt haben. Der autoritäre Ansatz ist schlicht falsch.

Cheops
08.04.2009, 10:06
Dieses Theoretisieren und Wunschdenken ist doch Stochern im Nebel. Man kann im Internet alles fordern, die Abschaffung des IWF, die Abwahl der Merkel und die Einführung des Kommunismus weltweit am nächsten Donnerstag, aber fordern tun die aktuellen Politiker auch, obwohl sie mehr könnten.
Also sollten wir uns doch auf konstruktive Ideen beschränken, mit denen der Verarmung des Volkes vorgebeugt werden könnte. Meine Idee wäre die Senkung der Mehrwertsteuer um mindestens fünf Prozent. Davon hätten alle etwas, die konsumieren und ein Land, was mal eben 480 Milliarden für Banken bereitstellen würde, sollte auch etwas für das Volk übrig haben! Also ich warte auf eure Ideen.
:giggle:

Clara
08.04.2009, 10:27
@ Britta

Wie gesagt teile ich viele deiner Sichtweisen was alles so falsch läuft auf diesem Planeten.

Nur wem hilfst du damit, wenn du ein absolut horrorhaftes Zukunftsszenario aufstellst?
Natürlich kann so etwas wie du es beschreibst uns bevorstehen, aber anstatt uns den Horror im Einzelnen auszumalen, sollten wir effektive Wege wie wir diesem entgehen können aufzeigen.
Also ich halte das auf jeden Fall für effektiver.

Auch denke ich das du den Fehler machst den Mächtigen ihre Menschlichkeit gänzlich abzusprechen.
Als Kind habe ich irgendwann einmal einen Aufsatz geschrieben, der davon handelte das eigentlich jeder Mensch gut sein möchte und wenn er das nicht ist, krank darüber wird.
Das sehe ich noch heute so.
Ich denke z. B. auch Oskar Lafontaine hätte gerne die Macht die Verhältnisse zu verbessern und wenn er sie bekommt, ist er dann nicht direkt auf der Seite des ausgemachten Bösen.
So sehe ich auch Mr. President Obama und noch viele andere. Kofi Annan mochte ich auch immer sehr gerne usw., usw.
Ich denke das die wenigsten Menschen sich bewusst entscheiden bösartig und gierig zu sein.
Es ist eher eine Folge von obrigkeitsgläubiger Bildung gepaart mit der Konditionierung während der Kindheit die Menschen so perfekt in dieser Maschinerie der Bereicherung funktionieren lässt.

Und im Grunde ist es unser Job sie aufzuwecken. Das kann nicht geschehen wenn wir sie als das ausgemachte Böse darstellen, keiner von ihnen wird das für sich so akzeptieren.
Die besten Chancen die Menschen zu überzeugen sehe ich, wenn man sie bei ihrer Menschlichkeit, die wie gesagt meiner Überzeugung nach noch in jedem vorhanden ist, zu fassen bekommt.

Deswegen halte ich es auch für falsch Mächtige generell als Schweine zu bezeichnen, das kann zwar bei uns zu einem kurzfristigen Aggressionsabbau führen, aber keinem Hungerndem ist damit geholfen.
Und ich finde unser Job ist es den Hunger und das Elend auf diesem Planeten abzuschaffen, ich hacke deswegen mit meinem 2 Finger System auf meine Tastatur ein.
Dabei müssen wir auch die Mächtigen überzeugen sich für mehr Menschlichkeit einzusetzen.
Wir haben eine Demokratie, sie sind unsere gewählten Vertreter es führt kein Weg an ihnen vorbei.
Außer mit Gewalt aber das ist für mich unmoralisch, abstoßend und indiskutabel.

@ Wafi

Für mich sind wir alle der Staat und eigentlich ist eine Demokratie dafür da uns gleichberechtigter zu machen.
Wenn das nicht gut läuft, muss das System da wo es nicht gut läuft verbessert werden, aber die Grundidee der Demokratie ist für mich schon sehr gut, mir persönlich ist nichts besseres eingefallen und ich habe auch nie von etwas gehört was den Demokratischen Gedanken für mich ersetzen könnte.

Ich bin ja nicht mehr die Jüngste und habe es noch erlebt wie Post und Bahn in Staatlicher Hand waren.
Hätte ich zu sagen gehabt wären sie nie privatisiert worden, ich fand das eine Unverschämtheit einfach den Besitz des Volkes zu verkaufen.
Heute muss ich Briefe an eine Freundin oft mehrmals schicken, weil sie regelmäßig unterwegs verloren gehen und die Bahn legt Schienenstränge die nicht extrem rentabel sind still.

Busfahrer verdienen nur noch die Hälfte weil der Öffentliche Nahverkehr zum Teil privatisiert ist, usw. usw.

Uns muss klar sein, wie wichtig gut bezahlte Arbeit für unser Wirtschaftssystem ist.
Und zwar weltweit.
Ich würde die Wirtschaft in Bereiche unterteilen die gewinnorientiert Arbeiten dürfen, wie z.B. die meisten Produktionsbetriebe und in Bereiche die dem Allgemeinwohl dienen wie z.B. Krankenhäuser die nicht gezwungen werden dürfen gewinnorientiert arbeiten zu müssen, weil das ganz simpel sonst zum Nachteil von uns allen ist.

@ Cheops

Die Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland führt meiner Meinung nach nicht im geringstem dazu das wir in der Lage sind den Hunger und die Weltwirtschaftskrise zu besiegen.
Mir persönlich geht es absolut nicht nur darum unsere Lebensverhältnisse zu verbessern, ich habe im Attac Forum geschrieben wenn ich die Wahl hätte ob ich unsere Lebensverhältnisse oder die der Afrikanerinnen verbessern dürfte, ich würde die der Afrikanerinnen nehmen, weil es da einfach noch viel mehr nötig ist.

Grüße Clara

Iphigenie
08.04.2009, 11:07
Dieses Theoretisieren und Wunschdenken ist doch Stochern im Nebel. Man kann im Internet alles fordern, die Abschaffung des IWF, die Abwahl der Merkel und die Einführung des Kommunismus weltweit am nächsten Donnerstag, aber fordern tun die aktuellen Politiker auch, obwohl sie mehr könnten.
Also sollten wir uns doch auf konstruktive Ideen beschränken, mit denen der Verarmung des Volkes vorgebeugt werden könnte. Meine Idee wäre die Senkung der Mehrwertsteuer um mindestens fünf Prozent. Davon hätten alle etwas, die konsumieren und ein Land, was mal eben 480 Milliarden für Banken bereitstellen würde, sollte auch etwas für das Volk übrig haben! Also ich warte auf eure Ideen.
:giggle:


Hallo Cheops,

es ist absolut gleichgültig was wir hier der Welt erzählen oder
vorschlagen; es ist ja klar, daß es gute brauchbare Vorschläge
gibt. -Die Frage ist nur, welchen einzigen Grund könnte es für
die herrschenden Machthaber der Welt geben, unseren
Wünschen ein Ohr zu schenken? Sie wissen doch genau, daß
sich die Völker der Welt alles gefallen lassen. Und wenn das mal
nicht der Fall ist, werden sie von Polizei und Militär
niedergeschlagen....oder sie kommen sich gegenseitig zu Hilfe
und nennen das dann militärische Friedensmission oder
humanitäre Friedensbemühungen .

Wir können uns unsere brauchbaren Ideen stundenlang vorbeten
und uns der Illussion hingeben, sie könnten etwas in den Köpfen
unserer Herren ändern...das ist alles, was wir tun können. Ein
sehr schwacher Trost, wie Du selbst weißt.

Was mich nur persönlich stets ein wenig erschüttert ist, daß in
dem von mir eröffneten Tröööt Schwärmt aus in die Welt, um
eine neue zu schaffen kein einziger beschrieben hat, was er
ganz persönlich unternimmt, um etwas in der Welt zu ändern,
bzw. es im Rahmen seiner Möglichkeiten wenigstens zu versuchen
(zum Beispiel Geldscheine mit Parolen zu beschriften...womit ich
zum Beispiel oft gute Gespräche in Gang setzen kann).

Es kommen da nur tiefe Resignationen zu Tage...

tscha Iphi

eigentlich völlig richtig was du schreibst. Bin allerdings eher dermaßen desillosioniert, daß ich kaum glaube, daß es irgendeinen Sinn im Moment macht. Die Leute sind alle völlig vernagelt. Allein was Wirtschaft anbetrifft ... seh ich heute im Rindernetz, daß 7% Zinsen für Tagesgeld angeboten wird, da fragt man sich, wer da wem ins Hirn scheißt ... oder ob solches überhaut vorhanden ist. Kann man nur fragen, wenn Realwirtschaft schrumpft, wie soll es denn dann möglich sein solche Zinssätze in Realita irgendwo zu verdienen? Aber da kommen dann die Neunmalklugen und meinen, der Markt regelt das schon und die Linke ... tztztz siehe mein Altersheimbericht im thread Berlin hat was zu feiern ...

Ich befürchte die Verblödetheit ist dermaßen fortgeschritten, daß die Leute tatsächlich erst realen Mangel spüren müssen, bis sie was merken ... aber ob daraus dann die richtigen Konsequenzen gezogen werden???? Ich weiß es nicht.

Gruß
Peter

oder.......

Hellmann:

Die Massen beeinflussen und überzeugen zu wollen, ist ohne die dazu nötigen Massenmedien völlig aussichtslos. Was richtest Du in der U-Bahn oder in einem Wirtshaussaal schon aus, gegen das tägliche Fernsehen, Radio und die Lügenpresse. Dazu kommen dann noch die Zwänge im Beruf und die berechtigten Ängste der Leute vor Repressionen.

Es wäre aber schon ein Fortschritt, wenn sich kritische Intellektuelle besser vernetzen könnten. Also verzettelt Euch nicht mit dem Versuch, die Massen zu erreichen.


Mein einziger Trost ist, daß ich von mir sagen kann, ganz konkret
etwas zu tun, selbst wenn alle meinen, es würde nichts nützen.

........Dann gibt es ja auch noch ganz geschickte Leute - fällt mir ein -
die hier im Forum erzählen sie würden schon was tun, könnten das
aber nicht verraten, weil es ungesetzlich wäre. Heilige Einfalt! kann
ich dazu nur sagen. Als ob man solche Dinge nicht sprachlich so
formulieren kann, daß man sie selbst niemals tun würde.

Naja...wie dem auch sei...

Grüße
Iphi:)

Britta
08.04.2009, 11:07
Britta

mit VErlaub, wie kommst du auf die Idee, daß Staat irgend etwas besser kann?????? Also die letzten Jahrzehnte haben bewiesen, daß dem nicht so ist. Die Dinge die in staatlicher Hand sind/waren, sind aber auch alle den Bach runter gegangen.
Pivatwirtschaftlich organisiert funktionier vieles besser. Der Knackpunkt ist allerdings wie bekommt man Privatwirtschaft so organisiert, daß sich keine eklatanten Machtstrukturen entwickeln ... damit eben keine unglaublich unterschiedlichen Gehaltsgefälle. M.E. geht dies nur indem man "simpel" ein bedingungsloses Grundeinkommen schafft, damit den existentiellen Druck weg nimmt ... im Endeffekt damit die Macht über Arbeitsplätze und damit Einkommen weg nimmt. Zweite Geschichte ist, ein Geldsystem zu etablieren, was eben nur Mehrwert schafft, wenn es in der Realwirtschaft geschaffen wird, also z.B. einen Ansatz eines umlaufgesicherten Geldes schafft. Beide Punkte führen nahezu automatisch zu flachen ... mit nem bißchen Glück, zu horizontalen Strukturen. Das Problem ist ganz einfach, schaffst du hierachische Strukturen versagt die ganze Geschichte, wenn irgendwas in den oberen Etagen versagt. Schaffst du horizontale Netzwerke, dann mag irgendwo etwas versagen, aber eben nicht einen kompletten Systemabsturz mit sich bringen. Wer nach dem Staat ruft, denkt in hierachischen Strukturen, die, wie man in der gesamten Geschichte sieht, immer zu desaströsen Zusammenbrüchen des Gesamtsystems geführt haben. Der autoritäre Ansatz ist schlicht falsch.

Ich komme nicht auf die Idee, dass der Staat alles besser kann. Und die Betriebe zu reverstaatlichen würde auch nur einen Aufschub um ein paar Jahrzehnte bringen. Dann wäre alles wieder in privater Hand.

Was etwas bringen würde wäre, den Menschen vor Augen zu führen wie sich das entwickelt, wenn wir so weiter machen - und zwar nicht auf 1-3 Jahre und auch nicht auf 20-30 Jahre gesehen, sondern auf mindestens 100 Jahre. So lange müßte vorausgedacht werden.

Eine Maßnahme um zu verhindern, dass es immer und immer wieder so abläuft wäre das Zinsverbot, dass ja bis ins 13. Jahrhundert galt. Erst mit der Wiedereinführung des Zinses konnte so viel Reichtum in Händen einiger Weniger konzentriert werden.

Aber wir sind in der Wiederholungsgeschichte zu weit fortgeschritten und die Superreichen haben bereits zuviel Einfluß, als das wir noch irgendetwas daran ändern könnte. Die Dinge werden ihren Lauf nehmen und die Menschheit wird mal wieder scheitern.

Immerhin war das letzte Scheitern so eindrucksvoll, dass man sich 13 Jahrhunderte daran erinnerte, bevor die Gierigen wieder ihr Ziel erreichten.

wafi
08.04.2009, 11:13
Clara

hab ich was gegen ne Demokratie gesagt? Nur ... ich weiß nicht wo eine besteht.

Mit Privatwirtschaft ... das ist anders gemeint. Staatliche Eingriffe haben noch nie dazu geführt, daß etwas vernünftig läuft. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Postmonopol als Bleistift. Je nachdem wo man lebte mind. 6 Wochen Wartezeit bis man nen Telefonanschluß bekam ... teilweise durchaus 8-10 Wochen. Das lag übrigends nicht an den Beschäftigten, sondern am Wasserkopf. Wenn es nach mir ginge, würden die Betriebe in die HAnd derjenigen übergehen, die dort arbeiten, aber bitte nicht in die Hand einer übergeordneten Instanz, die sich durch Nichtwissen, dafür aber ganz viel, auszeichnet.
Ein Staat ist ein Konstrukt was eigentlich niemand braucht. Das was hier als Demokratie verkauft wird, ist keine, denn wählen kannst du nur alle paar Jahre und ausschließlich Parteien mit der Konsequenz, daß du eben keine Wahl hast. Du kannst ausschließlich das kleinere Übel wählen, ich habe zumindest noch niemanden kennengelernt, der, egal welche Partei, diese wählt, weil er 100% dahinter steht. Ist es nicht bescheuert ne Partei zu wählen, weil man für sich feststellt, daß die gestateten Ziele zu nem geringen Prozentsatz besser mit eigener Überzeugung übereinstimmt, als bei ner anderen Partei? Abgesehen von der Tatsache, daß nach ner Wahl die gewählte Partei in der Regel sich auch noch genau umgekehrt verhält, wie vorher gesagt ....
Eine Demokratie ... von mir aus auch eine repräsentative ... wäre ein Gebilde, wo man als Wahlkreis einen Repräsentanten schickt, diesem aber auf die Fingers hauen kann, wenn er die Pfötchen für etwas hebt, was die Mehrheit innerhalb des Wahlkreises völlig anders sieht ... dann ist er eben nicht mehr nen Repräsentant. Wir leisten uns Repräsentanten für Parteien ... nicht jedoch für die Bevölkerung.

Gruß von nem alten Sack

Peter

Iphigenie
08.04.2009, 11:30
Für Clara
aus unsrem Reflexionströööt Nr. 939




Das nächste ist dann die Angst....
Das nächste ist dann die Angst, die Angst, entdeckt zu werden.
Wer einen anderen um seine Position, sein Auto, sein Geld, seine
Frau beneidet, hat meist Angst - wenn auch oft unbewußt -, der
andere könne dies merken und sich dagegen wehren. Und der
andere hat Angst, weil er die Schwingung des Neides spüren kann,
und weil er merkt, daß irgend etwas Bedrohliches auf ihn zukommt.
So hat dann jeder Angst vor dem anderen, und Angst ist das
zerstörendste Gefühl, das es überhaupt gibt. Wie der Haß den
anderen zerstören kann, so zerstört Angst dich selber. Für viele
Erkrankungen ist Angst die Ursache. Auch Herzinfarkt und Krebs
wurzeln meist in der Angst. Diese sitzt jedoch oft so tief und ist
schon so ' selbstverständlich' , daß sie nicht mehr als solche
erkannt wird.

Alles andere, auch Streß, Umweltbelastungen usw., sind nur
zusätzliche Faktoren. Sie vergrößern das Risiko, sind aber nie der
Auslöser. Warum sind Manager so oft vom Herzinfarkt betroffen?
Sicher, sie arbeiten viel, sind ständig in Hektik, stehen unter Druck.
Aber das sind viele andere auch. Nur - sie haben Angst, dem Druck
nicht gewachsen zu sein, zu versagen und entlassen zu werden.

Warum haben Zahnärzte die höchste Herzinfarktquote überhaupt
und nahezu die geringste Lebenserwartung? Sie arbeiten auch nicht
mehr als viele andere. Sicher, sie stehen unter der psychischen
Belastung, es jedem recht machen zu müssen, aber das geht vielen
anderen auch so. Nein, sie arbeiten ganz dicht am Patienten - und
dieser hat Angst! Und diese Angst überträgt sich auf sie, da die
wenigsten wissen, wie man sich wirksam dagegen schützen kann.

Wieso bekommen so viele Krebs? Sie haben Angst! Angst vor Strahlen,
Angst vor Schadstoffen, Angst vor dem Alter, vor dem Alleinsein,
Angst vor den anderen, Angst vor sich selber, Angst vor allem.
Sie haben Angst, Krebs zu bekommen, und das ist die sicherste
Methode, wirklich daran zu erkranken. " Was sorgt ihr euch ängstlich
um morgen. Habt ihr denn kein Vertrauen mehr? Sehet die Vögel, die
Tiere, die Natur!" Wäre die Gazelle ein Mensch, sie könnte dem Löwen
sicher nicht entkommen. Angst würde ihr die Beine lähmen. Wäre der
Vogel ein Mensch, er müßte verhungern. Vor lauter Sorge, wovon er
sich morgen ernähren soll, könnte er heute nicht ausfliegen, um
Insekten zu fangen. "Angst verleiht Flügel!", heißt ein bekanntes
Sprichwort.

Das ist keine Angst, sondern das Gegenteil davon: der Wille zu
überleben. Angst hemmt nur, sie beflügelt nie. Und die Angst löst dann
alle anderen negativen Gefühle aus. Wenn ich vor jemandem Angst
habe, werde ich mit der Zeit wütend auf ihn, beginne ihn zu hassen.
Und was die Angst mir antut, das tue ich mit meinem Haß ihm an.
Und der andere schlägt zurück! Er wehrt sich. Er weiß ja nicht, daß
er mit seiner Angst schon den ersten Angriff gestartet hat, daß der
Haß nur die Reaktion darauf war. Er fühlt sich im Recht.

" Und wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, halte ihm auch
die linke hin." Darauf bezieht sich dieser Satz. Nicht totschlagen
lassen soll man sich, wie viele spötteln, den geistigen Schlagabtausch
soll man beenden. Den Haß nicht erwidern, sondern ihn
aufnehmen, umwandeln und als Liebe zurückschicken. Dann kannst
du ruhig die andere Backe hinhalten. Es kommt nichts mehr zurück.

Benjamin Klein (* ? ) deutscher Schriftsteller
Kennst Du Deinen Engel? Regiatrex-Verlag Ravensburg 12.Auflage 1999
ISBN 3-9280 80-008 S.104 ff

Britta
08.04.2009, 11:34
@ Britta

Wie gesagt teile ich viele deiner Sichtweisen was alles so falsch läuft auf diesem Planeten.

Nur wem hilfst du damit, wenn du ein absolut horrorhaftes Zukunftsszenario aufstellst?
Natürlich kann so etwas wie du es beschreibst uns bevorstehen, aber anstatt uns den Horror im Einzelnen auszumalen, sollten wir effektive Wege wie wir diesem entgehen können aufzeigen.
Also ich halte das auf jeden Fall für effektiver.

Clara, der einzige Weg, wie wir dem entgehen können ist Aufklärung und den Leuten vor Augen zu halten, welches Schicksal der Menschheit bevorsteht, wenn wir den Bankern unser Schicksal überlassen. Und dabei können wir das Szenario gar nicht so schrecklich aufzeigen, wie es am Ende sein wird.

Wir werden davon nicht betroffen sein, aber unsere Nachkommen. Und wir werden dabei zusehen, wie unsere Lebensumstände immer schlechter werden und wie uns eine Freiheit nach der anderen genommen wird und wir immer mehr überwacht werden und für kleinste 'Vergehen gegen das System' - und da ist schon anders Denken ein Vergehen - eingesperrt werden.

Also frage am Besten jeden, mit dem du dich unterhälst: 'Wohin führt uns das?' Rege jeden zum Denken an.

Auch denke ich das du den Fehler machst den Mächtigen ihre Menschlichkeit gänzlich abzusprechen.
Als Kind habe ich irgendwann einmal einen Aufsatz geschrieben, der davon handelte das eigentlich jeder Mensch gut sein möchte und wenn er das nicht ist, krank darüber wird.
Das sehe ich noch heute so.

Nun, nachdem ich 'Bekanntschaft' mit einigen Herren gemacht habe, die ich als Unteroffiziere dieses Systems bezeichnen würde, denke ich nicht mehr so.

Deren Menschlichkeit beschränkt sich auf ihre eigenen Kreise, also ihre Verwandten und Freunde. Alle anderen gehören nicht dazu und da fehlt ihnen jede Menschlichkeit. Es gibt so menschenverachtende und böswillige Menschen Clara, das würdest du nicht glauben.


Ich denke z. B. auch Oskar Lafontaine hätte gerne die Macht die Verhältnisse zu verbessern und wenn er sie bekommt, ist er dann nicht direkt auf der Seite des ausgemachten Bösen.
So sehe ich auch Mr. President Obama und noch viele andere. Kofi Annan mochte ich auch immer sehr gerne usw., usw.

Bei Lafontaine kann ich dir zustimmen. Über Obama hatten wir das Thema schon und Kofi Annan, da kann ich dir nicht zustimmen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich denke das die wenigsten Menschen sich bewusst entscheiden bösartig und gierig zu sein.
Es ist eher eine Folge von obrigkeitsgläubiger Bildung gepaart mit der Konditionierung während der Kindheit die Menschen so perfekt in dieser Maschinerie der Bereicherung funktionieren lässt.

Es ist auch die eigene Geltungssucht und der Fehler, die Gesamtauswirkungen auf längere Zeit nicht sehen zu können, da immer persönliche Dinge für diese Menschen wichtiger sind.

So sehe ich das z.B. bei Frau Merkel: Geltungssucht, Machtstreben und ein kleiner Horizont. Das heischen nach Lob und Anerkennung durch die Meister der Insel, zu wenig Selbstvertrauen in Kindheit und Jugend und jetzt der Rausch der Macht. Diese Frau weiß gar nicht, wem sie da zu Diensten ist und welche Verbrechen sie an der Menschheit begeht, dadurch dass sie sich zum nützlichen Werkzeug dieser Leute macht.

Und im Grunde ist es unser Job sie aufzuwecken. Das kann nicht geschehen wenn wir sie als das ausgemachte Böse darstellen, keiner von ihnen wird das für sich so akzeptieren.
Die besten Chancen die Menschen zu überzeugen sehe ich, wenn man sie bei ihrer Menschlichkeit, die wie gesagt meiner Überzeugung nach noch in jedem vorhanden ist, zu fassen bekommt.

Diese Leute kannst du nicht aufwecken. Die sind um einiges wacher wie wir und vor allen Dingen kennen sie die Geschichte, die sie uns vergessen gemacht haben.

Sie planen auch sehr lange voraus und wenn etwas mal nicht so klappt wie geplant, dann versuchen sie es immer wieder. Ein Beispiel ist die EU-Verfassung. Abgelehnt wird halt eine Zeitlang später wieder darüber abgestimmt, ohne die Verfassung auch nur ein bischen zu ändern. Wozu auch, weiß ja eh fast keiner was drinsteht.

Deswegen halte ich es auch für falsch Mächtige generell als Schweine zu bezeichnen, das kann zwar bei uns zu einem kurzfristigen Aggressionsabbau führen, aber keinem Hungerndem ist damit geholfen.

Nein, helfen tut es nichts und die Hungernden werden mehr. Sie wachsen wie die Zeltstädte um die amerikanischen Städte und wie die Slums auf dem ganzen Planeten.

Man sollte diese endlich beim Namen nennen, damit jeder weiß wer die Kriminellen sind. Aber dann wird man wohl wieder als 'Verschwörungstheoretiker' bezeichnet.

Und ich finde unser Job ist es den Hunger und das Elend auf diesem Planeten abzuschaffen, ich hacke deswegen mit meinem 2 Finger System auf meine Tastatur ein.

Deswegen tue ich das auch.

Und jedem der meint, er müsse an Organisationen spenden, die den Hunger in der Welt bekämpfen, versuche ich darüber aufzuklären, dass er damit noch mehr Hunger schafft, denn diese Organisationen sind auch in den Händen dieser Leute.

Dabei müssen wir auch die Mächtigen überzeugen sich für mehr Menschlichkeit einzusetzen.

Das wirst du nicht schaffen. Die wissen ganz genau was sie wollen.

Wir haben eine Demokratie, sie sind unsere gewählten Vertreter es führt kein Weg an ihnen vorbei.

Wir haben einen Tag alle 4 Jahre Demokratie und zur Wahl stehen nur die Offiziere der Mächtigen. Denen gehören auch die Medien und die erzählen dir schon alles so, dass du einen der ihren wählen wirst. Ein Kandidat, der nicht aus deren Reihen stammt und eine Mehrheit erreichen könnte, wird die Wahl nicht überleben und vielleicht einen kleinen Unfall haben.

Wir dürfen sagen was wir wollen, auf uns hört eh keiner...

Clara
08.04.2009, 12:03
@ Iphigenie


Lösungsvorschläge machen, die an die Öffentlichkeit bringen, wie wir das hier in diesem Forum machen finde ich schon sehr wertvoll.
Ich habe ein paar Politikern meine Ideen zur Weltwirtschaftskrise und zu Palästina Israel geschickt, schreibe regelmäßig Kommentare in der Taz und finde diese Art von politischer Aktivität auf jeden Fall erst mal befreiend. So kann man sich mal alles von der Seele schreiben. Wie viel es bringt kann ich nicht beurteilen, aber nur etwas zu lassen, was man als richtig erachtet, weil es vielleicht nicht zügig genug zu Veränderungen führt, finde ich falsch.
Ich denke, wenn die Menschen den Glauben und die Hoffnung an die Möglichkeit, dass ein Idealzustand in dem ein gerechtes Zusammenleben Realität werden kann, verlieren, hören sie auf nach Wegen zu suchen diesen Zustand zu realisieren.
Meiner Meinung wären wir ohne diese Hoffnung noch im Feudalismus und deswegen ist sie mir auch so wichtig.
Mit der gemeinsamen Definition wie dieser Zustand aussehen könnte, sollte sich die Menschheit allerdings wirklich vielleicht einmal beschäftigen.



@ Wafi

Für mich hören sich deine Ideen so an, als wenn du ein Herrschaftsloses System mit eigenständig geführten Betrieben möchtest.
Ich denke bis die Menschen soweit sind das z.B. ein herschafftsloses System möglich ist vergehen noch ca. 28450000 Jahre. Im Attac Forum habe ich zu dieser Idee geschrieben; sag mir Bescheid, wenn es losgeht, ich mache dann auch gerne mit, du hast mich mit deinen Ansichten noch nicht aggressiv gemacht, die zynische Aussage war für jemanden anderen bestimmt, aber genauso sehe ich das.
Eine Verbesserung unserer Demokratie finde ich auch wichtig.
Nur alle 4 Jahre wählen zu dürfen ist auch mir viel zu wenig. Aber wie gesagt, wenn ich an die Todesstrafe denke machen mir Volksentscheide auch Angst.
Ich hab mir vorgenommen mal ein wenig über Demokratie und deren Geschichte zu lesen vielleicht kommt man ja dabei noch auf Ideen.
Aber natürlich wird es nie eine Partei geben die 100% das vertritt was ich möchte, dafür habe ich mir schon viel zu viele eigenständige Gedanken gemacht, wie könnte ich das verlangen?
Eine Gemeinschaft muss immer durch Abstriche der einzelnen zum Konsens finden, wenn sie halbwegs gleichberechtigt sein soll. Wir denken nun mal alle recht unterschiedlich.
Auch der Repräsentant des Wahlkreises kann nur diesen gemeinsam gefundenen Konsens nach außen tragen, weil auch in der Stadt oder dem Dorf, wo er herkommt nie alle einer Meinung sind.


Wir sind ein Land mit sehr bescheidener Geschichte, habe ich ja schon was zu geschrieben und ich denke die Folgen hängen uns auch noch länger nach. Wenn unsere Großeltern aufmüpfig waren wurden sie umgebracht und sie haben unsere Eltern erzogen.

Linke in Deutschland können sich so schnell ohnmächtig fühlen, weil ihnen ein Heer von konservativ Denkenden gegenübersteht. Deswegen finde ich es hilfreich die Geschichte zu betrachten um wenigsten zu wissen, wo dieses Ungleichgewicht herkommt.
Aber es hat sich auch schon viel getan in unserem Lande und ich sehe Deutschland heute auch sehr wohl mit einem positiven Blick, was Teile seiner Entwicklung betrifft.

Grüße Clara

Britta
08.04.2009, 12:05
Wichtig sind auch nebenbei-Informationen, wie etwa diese hier:

http://www.rotwang.de/ph/tote.htm

Nur um mal aufzuzeigen, welcher Altersunterschied sich durch gute Nahrung ergibt und was wir uns so weismachen lassen.

Demnächst geh ich wohl zum Tierarzt, wenn ich was hab.

wafi
08.04.2009, 12:16
Clara

wo habe ich etwas gegen einen Konsens????????????? Nie und nimmer. Nur, Fakt ist einfach, diese "Demokratie" fragt nicht nach Konsens, sondern nach Mehrheiten .... und zwar nach Parteimehrheiten.

Das Thema Todesstrafe ist nen "nettes" Thema wenn es um Volksentscheide geht .... Ich frag mich, welche Todesstrafe du damit meinst? Die an Verbrechern? oder die der Menschen in Afghanistan oder Jugoslawien, denen man Bomben auf den Kopf schmeißt? Wie du siehst ... selbst ohne Volksentscheide hat die Parteiendemokratur zur Todesstrafe für Menschen geführt, die nichtmals eines Verbrechens beschuldigt wurden ... Wie du siehst, vor Volksentscheidungen braucht man sich nicht wirklich zu fürchten.

Gruß
Peter

Clara
08.04.2009, 13:00
@ Britta
Aufklärung ist wichtig und das Elend dieser Welt klar aufzuzeigen gehört da absolut zu, sehe ich genauso.
Ich versuche zum Denken anzuregen und mein eigenes Denken zu bereichern, deswegen schreibe ich hier auch gerne J
Betroffen von der Wirtschaftskrise bin ich persönlich, wie viele andere schon, aber Verhungern ist schlimmer als Arbeitslosigkeit und deswegen regt mich unser Schicksal hier auch nur wenig auf, im Vergleich wie sehr ich angeeckelt bin von dem Sterben an Hunger und Seuchen.
Ich habe auch schon extrem viel unschönes mit Menschen erlebt, aber das ist wie mit der Hoffnung, ich mag auch den Glauben an das Gute im Menschen nicht aufgeben. Und denke auch, dass wäre nicht gut für mich.

Ich habe immer mehr auf Herz statt auf Hirn gesetzt und ich mag auch Menschen deren Politische Positionen ich zum Teil haarsträubend finde.
Natürlich nur wenn diese Positionen nicht rassistisch, frauenfeindlich oder faschistisch sind.

Angela Merkel sehe ich auch nicht so negativ wie die meisten hier, habe ich ja schon gesagt, auch wenn du bestimmt Recht hast, das sie schon Meinungen geäußert hat, die nicht nett sind.
Die Frage ist, wie sie sich zum Irakeinsatz verhalten hätte, ansonsten würde ich sagen sie hat mich bis jetzt weniger geärgert als Helmut Kohl und Gerhard Schröder.
Erst mal ist sie für mich ein Mensch und bei mir entsteht fast immer ein automatischer Beschützerinstinkt, wenn ich sehe wie jemand eimerweise mit Unrat überschüttet wird.
Mir ist dann auch egal das der Mensch aus einer Partei ist, die ich in meinen Leben nie wählen würde und deren Positionen ich in Teilen für menschenfeindlich halte.

In einer besseren Welt sollten wir doch auch alle Achtung voreinander haben, dann kann man auch jetzt schon damit anfangen. Muss ja keiner auch so sehen, aber so sehe ich das.

Meine Sichtweise was ich für wirklich intelligent halte, habe ich ja schon geäußert. Nach dieser verhalten sich die Mächtigen und Gierigen oft sehr dumm und genauso sehe ich das auch.
Nur an Geld und Macht zu hängen und vielleicht noch an 3 Menschen aus seiner näheren Umgebung halte ich für extrem verkümmert und ich möchte mit keinem von ihnen tauschen. ;/

Die Eu Verfassung muss meiner Meinung nach dringend noch mal überarbeitet werden, sie enthält Passagen die, die Krise in Europa nur noch verschlimmern würden und ich finde es gut das sie abgelehnt wurde.


Zitat Britta

die Hungernden werden mehr. Sie wachsen wie die Zeltstädte um die amerikanischen Städte und wie die Slums auf dem ganzen Planeten.

Dazu kann ich nur sagen, wenigstens ein Mensch der auch deutlich benennt, wie schlimm die Lage ist. Sehr gut.


Ärzte ohne Grenzen sind aber für mich fast Heilige, ich kann an ihnen nichts schlechtes sehen.
Die Entwicklungshilfeorganisationen können nichts für die Ausbeutung der Welt, sie versuchen nur ein paar Tropfen auf den Stein zu bekommen.
An uns ist es diese Ausbeutung zu benennen und Lösungsvorschläge zu machen wie diese beendet werden kann.
Jeder Entwicklungshelfer wäre froh und glücklich, wenn seine Arbeit nicht mehr von Verhungernden begleitet ist und er sich endlich auch dem Aufbau von Infrastruktur widmen könnte glaube ich.
Ich finde du tust vielen Menschen Unrecht mit deiner Sichtweise über Entwicklungshilfe.

Ich habe aber letztlich ein Zitat gelesen was besagte; ich verteilte Essen an das Volk und sie nannten mich einen Heiligen. Dann fragte ich warum das Volk hungert und sie nannten mich einen Kommunisten. Keine Ahnung wo ich das gelesen habe und wer es gesagt hat aber es hat einen sehr wahren Kern.

Ich sehe aber trotzdem nicht hinter jedem etwas böses und das wäre wie gesagt auch schlecht für mich selber, da bin ich mir sicher.

Ich werde wieder Oskar wählen und hoffe das die Linke eine zuverlässige Antikriegspartei bleibt.

@ Wafi

Richtig was du sagst ich war so angeeckelt von der Bombadierung Jugoslaviens, den Aufklärungsflügen unserer Bundeswehr in Afghanistan usw. das kann ich gar nicht in Worte fassen.
Und wenn man das bedenkt und es wahrscheinlich ist das das Volk dagegen gestimmt hätte, muss ich meine Angst vor der Todesstrafe vielleicht überdenken.
Aber die Vorstellung in einem Land zu leben wo die Todesstrafe legal ist, macht mir nach wie vor Panik, da kann ich nichts gegen machen.

Grüße Clara

Iphigenie
08.04.2009, 14:02
Liebe Clara,

Du schreibst:

Ich werde wieder Oskar wählen und hoffe das die Linke eine zuverlässige Antikriegspartei bleibt.

Ein übler Populist, dem Du da Deine Stimme geben willst.

In dem Augenblick, indem eine Partei Morgenluft wittert, sie könnte
durch Mitregieren an die Futtertröge eines Volkes gelangen,
wird sie Kompromissse eingehen und die Ideale ihrer Sturm- und
Drangzeit schnell vergessen. Das war bisher bei allen Parteien der
Fall.

Merke:
Würden Wahlen unsere Lebensgrundlagen verbessern,
hätten die Machthaber sie längst verboten.

grüße
Iphi:happy:

Clara
08.04.2009, 14:49
@Iphigenie


Ein Mensch, der seinen Posten als Finanzminister aufgibt, weil ihm die geplante Politik zu unsozial ist, dem ist, meiner Meinung nach Gerechtigkeit wichtiger als Macht.
Deswegen vertraue ich ihm auch.
Natürlich hat er auch schon Fehler gemacht und wird es wieder tun, aber ich leider auch.
Aber er hat nicht nur Morgenluft gewittert, nein er hatte auch eines der mächtigsten Ämter unseres Staates in Aussicht und er hat für seine Ideale darauf verzichtet. So habe ich das immer gesehen und mich hat er damit absolut überzeugt. Das hätten die Grünen damals besser auch getan, anstatt jeden Mist inklusive die Bombardierung Jugoslawiens mitzumachen.

Sich ohnmächtig fühlen kann sehr schädlich für uns und die zu verändernde Welt sein, entweder weil wir dann resignieren oder gewalttätig werden. Beides kommt für mich einem Versagen gleich.

Grüße Clara

Britta
08.04.2009, 15:03
Ärzte ohne Grenzen sind aber für mich fast Heilige, ich kann an ihnen nichts schlechtes sehen.
Die Entwicklungshilfeorganisationen können nichts für die Ausbeutung der Welt, sie versuchen nur ein paar Tropfen auf den Stein zu bekommen.


Clara, was weißt du über 'Ärzte ohne Grenzen'?

Hast du gewußt, dass Bernard Kouchner Mitbegründer von Ärzte ohne Grenzen ist?

Im Falle Myanmar wollte er, dass die 'humantiäre Hilfe' notfalls auch militärisch durchgesetzt wird.

Komisch dass er sich so für die Menschen in Myanmar einsetzte aber für die Menschen in Haiti, die von Dreckkeksen leben, kein bischen Mitleid hatte, wo doch Haiti einst französische Kolonie war und die Franzosen hier historisch eine Verpflichtung zur Hilfe gehabt hätten. In Haiti gibt's halt keine Resourcen zu holen, in Myanmar schon.

Noch netter ist allerdings der Geheimdienst ihrer Majestät, der WWF:
http://freenet-homepage.de/Der-Maulwurf/index.htm

Britta
08.04.2009, 15:06
@Iphigenie


Ein Mensch, der seinen Posten als Finanzminister aufgibt, weil ihm die geplante Politik zu unsozial ist, dem ist, meiner Meinung nach Gerechtigkeit wichtiger als Macht.
Deswegen vertraue ich ihm auch.
Natürlich hat er auch schon Fehler gemacht und wird es wieder tun, aber ich leider auch.
Aber er hat nicht nur Morgenluft gewittert, nein er hatte auch eines der mächtigsten Ämter unseres Staates in Aussicht und er hat für seine Ideale darauf verzichtet. So habe ich das immer gesehen und mich hat er damit absolut überzeugt. Das hätten die Grünen damals besser auch getan, anstatt jeden Mist inklusive die Bombardierung Jugoslawiens mitzumachen.

Sich ohnmächtig fühlen kann sehr schädlich für uns und die zu verändernde Welt sein, entweder weil wir dann resignieren oder gewalttätig werden. Beides kommt für mich einem Versagen gleich.

Grüße Clara


Es gab da eine Unterschriftenliste mit allen Unterschriften derjenigen Personen, die in der deutschen Wirtschaft Rang und Namen haben und die die SPD erpressten, wenn Lafontaine Finanzminister werden sollte, so würden sie massive Arbeitsplatzverlagerung betreiben.

Der Link dazu fand sich im PF in einer Diskussion. Ich war baff als ich das laß. Leider habe ich ihn nicht gespeichert.

scanners
08.04.2009, 17:25
Würden Wahlen unsere Lebensgrundlagen verbessern,
hätten die Machthaber sie längst verboten.
grüße
Iphi:happy:

Darauf bin ich auch schon gekommen.

Nur, wenn wählen nichts ändert und die Mehrheit nichts von Politik und Wirtschaft wissen will, wie sollen wir dann etwas verändern?

Wie entkommen wir der Kapitalsklaverei ?

Clara
08.04.2009, 18:55
@ Britta
Auch bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten nur Menschen die manchmal die Lage vielleicht falsch einschätzen.
Trotzdem bewundere ich die Tätigkeit dieser Organisation.
Um Myanmar helfen zu können hätte man die Chinesen respektvoller behandeln müssen,dann hätte das vielleicht auch eher geklappt.
Aber selber Folterlager betreiben und dann die Chinesen für ihre Menschenrechtsverletzungen anklagen schafft keine Grundlage für Diplomatie. Und so bewirkt man auch absolut nicht, dass die Chinesen ihr Verhalten überdenken. Oder bereit sind auf die Militärs in Myanmar Einfluss zu nehmen.

Über Haiti weiß ich leider so gut wie nichts, eine reiche Familie die das Land aussaugt habe ich dazu im Kopf. Mich würde nicht wundern, wenn auch sie gezielt vom Westen eingesetzt wurden, Fakten fehlen mir dazu aber gänzlich. Wenn das stimmt, hätten die USA auch Einfluss nehmen können. Das war wahrscheinlich nicht gewollt.
Ich hoffe das die USA jetzt solche Verhaltensweisen überdenken, aber ich bin da auch wieder erst mal zuversichtlich.

Lafontaine hatte den Posten aber schon sicher in der Tasche. Er hätte zu dem Druck der ihm gemacht wurde nur ja und amen sagen müssen, wie es fast jeder andere getan hätte. Hat er aber halt nicht, sondern ist lieber gegangen.

Grüße Clara

wafi
08.04.2009, 18:58
@Scanners

gibt`s nur einen Weg, sich dem entziehen und einfach sein eigenes Ding machen. Je mehr das machen, desto weniger Macht gibt es.

Gruß
Peter

scanners
08.04.2009, 19:01
@Scanners

gibt`s nur einen Weg, sich dem entziehen und einfach sein eigenes Ding machen. Je mehr das machen, desto weniger Macht gibt es.

Gruß
Peter

Du meinst Harz4 und sich drauf ausruhen ? :confused:

wafi
08.04.2009, 19:24
wie kommst du darauf? Hartz IV und ausruhen ist blöd. Such Leute mit denen du was zusammen machen kannst. Zu warten das Politik (egal wer) etwas ändert ... bringt leider absolut keinen einzigen Schritt weiter.

Gruß
Peter

Britta
08.04.2009, 19:41
@ Britta
Auch bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten nur Menschen die manchmal die Lage vielleicht falsch einschätzen.
Trotzdem bewundere ich die Tätigkeit dieser Organisation.
Um Myanmar helfen zu können hätte man die Chinesen respektvoller behandeln müssen,dann hätte das vielleicht auch eher geklappt.
Aber selber Folterlager betreiben und dann die Chinesen für ihre Menschenrechtsverletzungen anklagen schafft keine Grundlage für Diplomatie. Und so bewirkt man auch absolut nicht, dass die Chinesen ihr Verhalten überdenken. Oder bereit sind auf die Militärs in Myanmar Einfluss zu nehmen.

Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass Hilfsorganisationen auch gerne von Geheimdiensten missbraucht werden oder gar getarnte Geheimdienste sind, wie im Fall des WWF. Damit will ich die Arbeit, die ehrliche Menschen in gutem Glauben dort tun nicht abwerten.

Aber lieber mal einen Blick auf die Verantwortlichen werfen, bevor du spendest, denn deine Spende könnte dazu verwendet werden Menschen zu töten statt ihnen zu helfen.

Ich jedenfalls spende nichts mehr und schon gar nicht an Amnesty International, Human Rights Watch, Greenpeace oder den WWF.

Über Haiti weiß ich leider so gut wie nichts, eine reiche Familie die das Land aussaugt habe ich dazu im Kopf. Mich würde nicht wundern, wenn auch sie gezielt vom Westen eingesetzt wurden, Fakten fehlen mir dazu aber gänzlich. Wenn das stimmt, hätten die USA auch Einfluss nehmen können. Das war wahrscheinlich nicht gewollt.
Ich hoffe das die USA jetzt solche Verhaltensweisen überdenken, aber ich bin da auch wieder erst mal zuversichtlich.

Die USA haben Haiti ruiniert. Sie haben den demokratisch gewählten Präsidenten Aristide als Menschenrechtsverbrecher und Diktator in den Medien dargestellt und ihn mit Gewalt ausser Landes geschafft.

Vorher wurde Aristide von Präsident Clinton gezwungen, Sozialkürzungen und Lohndumping vorzunehmen. Einer der vielen US-Arbeitgeber ist z.B. Wallmart.

Am Schlimmsten war allerdings, dass Senken der Importzölle auf Grundnahrungsmittel, wie z.B. Reis. Das hat Haiti das Genick gebrochen. Importierter Reis wurde so billig, dass es sich nicht mehr lohnte selber Reis anzubauen. Die Bauern konnten ihr selbst Angebautes nicht mehr verkaufen, hatten kein Einkommen mehr und verloren ihr Land. Dann kam die Krise. Haiti hatte kein Geld mehr um Nahrungsmittel zu importieren, Bauern gab es auch nicht mehr. Die Menschen ernähren sich von Keksen, die mit Lehm gebacken sind, um wenigstens was im Bauch zu haben.

Schuld sind die USA und die Finanzelite.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,531816,00.html

Lafontaine hatte den Posten aber schon sicher in der Tasche. Er hätte zu dem Druck der ihm gemacht wurde nur ja und amen sagen müssen, wie es fast jeder andere getan hätte. Hat er aber halt nicht, sondern ist lieber gegangen.

Grüße Clara

Er hätte keine Chance gehabt, seine Vorstellungen als Finanzminister durchzusetzen. Die Medienkonzerne hat er sowieso gegen sich.

@Iphi: Mich würde mal interessieren, warum du Lafontaine nicht magst. Hat er irgendwas gesagt, was dich stört (wenn ja, was?) oder magst du ihn nicht, weil die Presse kein gutes Haar an ihm läßt?

Britta
08.04.2009, 19:44
Nur, wenn wählen nichts ändert und die Mehrheit nichts von Politik und Wirtschaft wissen will, wie sollen wir dann etwas verändern?


Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wenn nicht wir, wer sonst?

Clara
09.04.2009, 11:38
@ Britta

Ich war eigentlich mein Lebens lang viel zu arm um spenden zu können, meistens war ich froh wenn ich selber einkaufen konnte. Wenn ich mal Geld hatte, waren überall um mich herum genauso Arme die sich gefreut haben, wenn ich ihnen was gegeben habe. Es gibt halt auch eine Unterschicht in Deutschland und finanziell habe ich immer dazugehört. Bin ich aber auch sehr froh drum, muss ich ehrlich sagen, auch wenn es manchmal, aber eher selten nervt.
Ich möchte das es der Afrikanerin besser geht, mir geht es im Grunde sehr gut.

Aber vielen Menschen in Deutschland geht es anders und wenn sie spenden finde ich das begrüssenswert.
Das ändert nur leider nichts an den Verhältnissen auf diesem Planeten, sondern lindert gerade manchmal punktuell die allerschlimmste Not.
Genauso viel kann sich dann auch unser Gewissen befreit fühlen, wenn wir spenden.
Darum sollte es uns nicht gehen, das klappt so nicht.

Was du über Haiti schreibst, bestätigt mich nur darin, mir weltweit feste faire Rohstoffpreise zu wünschen und das die Staaten verpflichtet werden, die Menschen vor Ort an den Gewinnen aus ihren Bodenschätzen zu beteiligen.
.
Somit wären Subversionen überflüssig und Reiche könnten Armen nicht mehr die Nahrung wegkaufen.
Ich könnte keine Bohnen aus Äthiopien mehr beim Gemüsehändler kaufen, während dort gerade Hungersnot herrscht.

Güsse Clara

Britta
09.04.2009, 13:00
@ Britta

Ich war eigentlich mein Lebens lang viel zu arm um spenden zu können, meistens war ich froh wenn ich selber einkaufen konnte. Wenn ich mal Geld hatte, waren überall um mich herum genauso Arme die sich gefreut haben, wenn ich ihnen was gegeben habe. Es gibt halt auch eine Unterschicht in Deutschland und finanziell habe ich immer dazugehört. Bin ich aber auch sehr froh drum, muss ich ehrlich sagen, auch wenn es manchmal, aber eher selten nervt.
Ich möchte das es der Afrikanerin besser geht, mir geht es im Grunde sehr gut.

Aber vielen Menschen in Deutschland geht es anders und wenn sie spenden finde ich das begrüssenswert.
Das ändert nur leider nichts an den Verhältnissen auf diesem Planeten, sondern lindert gerade manchmal punktuell die allerschlimmste Not.
Genauso viel kann sich dann auch unser Gewissen befreit fühlen, wenn wir spenden.
Darum sollte es uns nicht gehen, das klappt so nicht.

Was du über Haiti schreibst, bestätigt mich nur darin, mir weltweit feste faire Rohstoffpreise zu wünschen und das die Staaten verpflichtet werden, die Menschen vor Ort an den Gewinnen aus ihren Bodenschätzen zu beteiligen.
.
Somit wären Subversionen überflüssig und Reiche könnten Armen nicht mehr die Nahrung wegkaufen.
Ich könnte keine Bohnen aus Äthiopien mehr beim Gemüsehändler kaufen, während dort gerade Hungersnot herrscht.

Güsse Clara

Es hilft aber gar nichts, wenn man die Rohstoffpreise weltweit festschreibt. Der Handel ist in globalen Händen und zwar in denen der Hochfinanz. D.h. die Menschen bekommen nichts davon.

Diese global Player müßten verboten werden und Fair Trade Gesetze beschlossen werden. Wird es aber nicht, denn diejenigen, die diese Gesetze machen müßten, arbeiten für die Hochfinanz.

Schau dir Konzerne wie z.B. Nestle an. Sie kaufen den Bauern ihre Ernte ab. Es gibt 3-4 Großkonzerne die das tun und sie sprechen sich untereinander über die Preise die sie zahlen werden ab. Und was soll der Bauer mit seiner Ernte machen? Er muß zu dem Preis verkaufen, den er geboten bekommt oder seine Ernte vergammelt.

Der Endverbraucher kann da gar nicht viel machen. Wir zahlen doppelt bis dreifach soviel beim Einkauf, wie wenn wir den Bauern in Südamerika direkt ihre Ware abnehmen würden. Aber das können wir nicht, denn wir bekämen gar keine Importlizenz.

Clara
09.04.2009, 13:22
@Britta

Alle Staaten und Unternehmen müssten meiner Meinung nach verpflichtet werden vielleicht 50%? der Gewinne aus Rohstoffverkäufen auch tatsächlich der Bevölkerung vor Ort in Form von Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, anderen sozialen Einrichtungen und natürlich falls notwendig auch Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Daneben ist der Aufbau eigener unabhängiger Produktionsstätten von diesen Geldern zu bestreiten.
So steht es in meinem Eingangstext.
Natürlich ist eine Beteiligung der Bevölkerung an den Gewinnen die mit ihren Bodenschätzen und landwirtschaftslichen Produkten gemacht werden unerlasslich.
Ohne diese Regelung bringt auch die Einführung fester fairer Rohstoffpreise nichts. Daran hatte ich aber gedacht. :)

Grüße Clara

Britta
09.04.2009, 16:22
@Britta

Alle Staaten und Unternehmen müssten meiner Meinung nach verpflichtet werden vielleicht 50%? der Gewinne aus Rohstoffverkäufen auch tatsächlich der Bevölkerung vor Ort in Form von Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, anderen sozialen Einrichtungen und natürlich falls notwendig auch Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Daneben ist der Aufbau eigener unabhängiger Produktionsstätten von diesen Geldern zu bestreiten.
So steht es in meinem Eingangstext.
Natürlich ist eine Beteiligung der Bevölkerung an den Gewinnen die mit ihren Bodenschätzen und landwirtschaftslichen Produkten gemacht werden unerlasslich.
Ohne diese Regelung bringt auch die Einführung fester fairer Rohstoffpreise nichts. Daran hatte ich aber gedacht. :)

Grüße Clara

Das hat z.B. die WestLB damals versprochen, als sie in Equador den Bau einer Pipeline finanzierte, die Öl aus dem Dschungel zum Hafen bringen sollte. Es wurden den Indios Schulen, Krankenhäuser und Straßen versprochen - und nichts davon gehalten.

http://gruppen.greenpeace.de/aachen/westlb.html

Wie willst du deine Forderungen durchsetzen, wenn die Hochfinanz es in den USA sogar erreicht hat, dass Tierschützer als Terroristen zu bezeichnen sind?

http://www.vegetarismus.ch/heft/2007-1/terroristen.htm
"Jegliche Aktionen, welche die Umsätze der Tierindustrie schmälern könnten, werden von diesem neuen Gesetz geahndet: Animal Enterprise Terrorism Act (AETA). Künftig muss man in den USA also aufpassen, wenn man eine erfolgreiche Informationskampagne gegen Tierausbeutung lanciert: Hat sie Erfolg, droht Gefängnis. Wer etwas unternimmt, was eine Firma, die mit Tieren arbeitet, um weniger als 10000 Dollar schädigt, wird mit Busse und/oder bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft, darüber mit 5 Jahren. Bei einem wirtschaftlichen Schaden über 100000 Dollar mit bis zu 10 Jahren, bei einem Schaden über einer Million Dollar mit bis zu 20 Jahren Gefängnis. Je erfolgreicher also eine Informationskampagne gegen Tierversuchslabors und andere Tierausbeutung ist, desto länger muss man dafür ins Gefängnis. Dies gilt auch, ohne dass irgendetwas Illegales getan wurde und ausschliesslich in Bezug auf die «Tierindustrie». Deren Umsätze sind offenbar sogar in den USA wichtiger als die Meinungs- und Redefreiheit. Zu den Hauptunterstützern dieses Gesetzes gehörten: GlaxoSmithKline, Pfizer, Roche und Wyeth. Also hauptsächlich Pharmaunternehmen, welche unzählige Tiere in Tierversuchen foltern lassen. Doch das Gesetz beschränkt sich nicht nur auf die Tierversuche. Auch wenn jemand eine erfolgreiche Kampagne gegen den überhöhten Fleischkonsum durchführt, kann er wegen Wirtschaftsschädigung angeklagt werden."

Diese Welt ist einfach nur noch bekloppt. :nono:

Clara
10.04.2009, 11:01
@ Britta

Ein wichtiges Werkzeug der Demokratie ist die Aufklärung, denke ich.
Wo diese verboten wird, wird im Grunde die Demokratie verboten.
So sehe ich auch das von dir beschriebene amerikanische Gesetz.
Unrecht in ein Gesetz zementieren, unglaublich, dass erinnert mich an Deutschland ab 1933.

Das schlimmste was wir Tieren antun, geschieht meiner Meinung nach weltweit in Schlachthöfen.
Ich befürchte das wir dieses Unrecht noch sehr lange weiterbetreiben werden.

Aber in dieser Frage hilft auch keine verbesserte Demokratie, es kann nur jeder selber für sich entscheiden, ob er Fleisch isst oder nicht. Aufklärung ist in dieser Frage auch kaum noch vonnöten, wenn man in einen Punkt nicht weiterdenken möchte, helfen auch noch so viele Informationen nicht.

Allerdings mein Mann isst auch viel Fleisch, ich bin aber viel bösartiger als er und Hitler war auch Vegetarier, also ist ein Vegetarier nicht automatisch der bessere Mensch.
Das hast du auch nicht gesagt, ich weiß, ich möchte nur meine tiefgreifende Erkenntnis zu dem Thema loswerden. :)

Grüße Clara

deserd
10.04.2009, 12:51
@ Britta

Ein wichtiges Werkzeug der Demokratie ist die Aufklärung, denke ich.
Wo diese verboten wird, wird im Grunde die Demokratie verboten.

......

Allerdings mein Mann isst auch viel Fleisch, ich bin aber viel bösartiger als er und Hitler war auch Vegetarier, also ist ein Vegetarier nicht automatisch der bessere Mensch.
Das hast du auch nicht gesagt, ich weiß, ich möchte nur meine tiefgreifende Erkenntnis zu dem Thema loswerden. :)

Grüße Clara

1- Eigentlich beweist doch die Geschichte mindestens 2 mal, dass die Aufklärung überbewertet ist und ziemlich bösartig geendet hat .... ..... ich finde auch, dass mensch das heutzutage tagtäglich erkennen kann

Das Ergebnis ist aus meiner Sicht relativ eindeutig


2- Ich stimme völlig zu, dass Vegetarier keine "besseren" Menschen sind. Im Prinzip traue ich Vegetariern genauso bösartige Sachen zu wie Fleischessern - mal abgesehen davon, dass es sowieso keine besseren Menschen gibt.


gruss, deserd

wafi
10.04.2009, 13:07
Vegetarier klauen meinem Essen das Essen ... also bösartiger geht`s nicht mehr :p :D

Clara
10.04.2009, 13:08
@ desserd

Würde Aufklärung nichts bringen, wären wir noch im Feudalismus.
Für mich sind Informationen immens wichtig und die Menschen müssen das Recht haben, dass diese auch für sie frei und ohne Repressalien zugänglich sind.

Ich kann keinen Beweis in der Geschichte der Menschen finden, der mein Denken wiederlegt.


Menschen die sich moralisch besser verhalten als andere gibt es zwar für mich sehr wohl, aber ich bin mit meinem Denken was die Wertigkeit des Lebens anbetrifft extrem fundamentalistisch.
Ich denke jedes Leben ist gleich viel wert.
Das des Bonzen ist genauso wertvoll wie das unsere, oder das des Regenwurms.
Damit ist auch die Frage wer besser ist direkt für mich beantwortet, das bessere ist der Feind des Guten. :)


Außerdem lebe ich auch in einem Land wo ich auf Fleisch essen verzichten kann, ohne dadurch Hungern zu müssen.
Als Nomadin in der Wüste würde ich mit Sicherheit auch meine geliebten Tiere schlachten und essen.

Grüße Clara

deserd
10.04.2009, 13:34
@ desserd

Würde Aufklärung nichts bringen, wären wir noch im Feudalismus.
Für mich sind Informationen immens wichtig und die Menschen müssen das Recht haben, dass diese auch für sie frei und ohne Repressalien zugänglich sind.

Ich kann keinen Beweis in der Geschichte der Menschen finden, der mein Denken wiederlegt.


Menschen die sich moralisch besser verhalten als andere gibt es zwar für mich sehr wohl, aber ich bin mit meinem Denken was die Wertigkeit des Lebens anbetrifft extrem fundamentalistisch.
Ich denke jedes Leben ist gleich viel wert.
Das des Bonzen ist genauso wertvoll wie das unsere, oder das des Regenwurms.
Damit ist auch die Frage wer besser ist direkt für mich beantwortet, das bessere ist der Feind des Guten. :)


Außerdem lebe ich auch in einem Land wo ich auf Fleisch essen verzichten kann, ohne dadurch Hungern zu müssen.
Als Nomadin in der Wüste würde ich mit Sicherheit auch meine geliebten Tiere schlachten und essen.

Grüße Clara

Manche sagen auch, die Aufklärung hat sich selbst ermordet ... ich bin da leider nicht ganz fit drin, deshalb kann ich das nicht 100pro bestätigen ....

Aber allerspätestens mit dem deutschen Nationalsozialismus, dem 2.Weltkrieg und der Erfindung des Holocausts ist für mich sicher, dass die Aufklärung gescheitert ist. - Oder möchte mensch dies etwa auch noch schönreden?

Desweiteren die vielen Fehler heutzutage, die schlimmsten Vergehen von vor fast 100 Jahren noch einmal nachzumachen. Trotz ach so vieler unglaublich aufgeklärter, schlauer, intelligenter, wissender Menschen.

Das sind genug Beweise.

------
Genauso sollte mensch den Vegetarismus nicht überbewerten. Stimmt schon, es ist ökologisch besser, auf Fleisch- und Tierprodukte zu verzichten, und wenn es so etwas wie eine gerechte Verteilung gäbe, wäre es auch noch gerecht für die jetzt Hungernden in der 3. Welt.

Ich bin übrigens seit 1990 Vegetarier (gewesen, weil seit 2-3 Monaten esse ich ab und an Fisch).
Trotzdem sind Vegetarier keine besseren Menschen, siehe nicht nur AH, da gibts noch mehr ....


gruss, deserd

oloool
10.04.2009, 13:44
Diese Welt ist einfach nur noch bekloppt. :nono:



Und auf den zweiten Blick könnte man denken:
Nö, das hat System.

Hat es auch.
Wahnsinn ist mit Vernunft nicht zu besiegen;
Nur Wahnsinn zerstört sich selbst.

So ist es was Gutes,
wenn der Wahnsinn die Möglichkeit hat,
sich selbst auszulöschen.

Derweil sollte man aufpassen,
sich nicht in dessen Fallstricken zu verlieren,
entspannte Grüße.

;-)

Britta
10.04.2009, 13:57
@Britta

Alle Staaten und Unternehmen müssten meiner Meinung nach verpflichtet werden vielleicht 50%? der Gewinne aus Rohstoffverkäufen auch tatsächlich der Bevölkerung vor Ort in Form von Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, anderen sozialen Einrichtungen und natürlich falls notwendig auch Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Daneben ist der Aufbau eigener unabhängiger Produktionsstätten von diesen Geldern zu bestreiten.
So steht es in meinem Eingangstext.
Natürlich ist eine Beteiligung der Bevölkerung an den Gewinnen die mit ihren Bodenschätzen und landwirtschaftslichen Produkten gemacht werden unerlasslich.
Ohne diese Regelung bringt auch die Einführung fester fairer Rohstoffpreise nichts. Daran hatte ich aber gedacht. :)

Grüße Clara


Clara, wie willst du das durchsetzen?

Britta
10.04.2009, 14:03
Manche sagen auch, die Aufklärung hat sich selbst ermordet ... ich bin da leider nicht ganz fit drin, deshalb kann ich das nicht 100pro bestätigen ....

Aber allerspätestens mit dem deutschen Nationalsozialismus, dem 2.Weltkrieg und der Erfindung des Holocausts ist für mich sicher, dass die Aufklärung gescheitert ist. - Oder möchte mensch dies etwa auch noch schönreden?


Ich würde sagen, Aufklärung hat noch gar nicht stattgefunden. Alles was ich sehe, ist Desinformation.

Es gibt ein so reichhaltiges Informationsangebot und fast Alles besteht nur aus Lügen und Halbwahrheiten, gepaart mit Geschichtsfälschung.

Die Aufklärung findet in kleinen Nischen im Internet statt und sogar diese Nischen sind bedroht.

deserd
10.04.2009, 14:16
Ich würde sagen, Aufklärung hat noch gar nicht stattgefunden. Alles was ich sehe, ist Desinformation.

Es gibt ein so reichhaltiges Informationsangebot und fast Alles besteht nur aus Lügen und Halbwahrheiten, gepaart mit Geschichtsfälschung.

Die Aufklärung findet in kleinen Nischen im Internet statt und sogar diese Nischen sind bedroht.

Ja. Kann ich zumindest in Teilen zustimmen.


gruss, deserd

Clara
10.04.2009, 15:08
@ desserd

Für mich gehen die Menschen immer 3 Schritte vor und dann wieder 2 zurück.
Das 3 Reich war aber viel mehr als nur 2 Schritte zurück, für mich war es das ungeheuerlichste Verbrechen was die Menschen je begangen haben.
Daran gibt es meiner Meinung nach überhaupt gar nichts schönzureden, jeder der dies versucht ist für mich milde ausgedrückt eine totale Dumpfbacke.
Und so dumpfbackig bin selbst ich nicht.

Aber mit dem 3 Reich kann man doch nicht die gesamte menschliche Entwicklung negieren.
Viele Teile von dieser Entwicklung sind doch auch sehr Positiv, für mich sind die Folgen der Französischen Revolution noch heute zu erkennen. Ohne sie hätten wir vielleicht noch heute keine Bürgerrechte und nur der Adel und die Kirchen hätten noch immer zu sagen.
Mit der Ausarbeitung der Demokratischen Idee wurde meiner Meinung nach auch uns allen ein Dienst erwiesen, auch wenn wir die Regeln der Demokratie nicht genügend beachten, wie das Beispiel von Britta mit diesem Amerikanischen Gesetz sehr gut zeigt.

Vielleicht ist ja auch oft eine Art von Beziehungslosigkeit daran schuld, das wir aufgenommene Informationen nicht genügend an uns heranlassen.
Mir war es deswegen auch mein Leben lang wichtiger auf Herz statt auf Hirn zu setzen, wie ich das immer so gerne ausdrücke. Ich finde das Herz sieht irgendwie gründlicher, da kann ich mich viel mehr drauf verlassen.
Und wenn sich Mitgefühl regt oder Wut über Ungerechtigkeit war und ist das für mich immer ein sehr zuverlässiges Merkmal dafür, dass ich mir darüber Gedanken machen muss.
Wie gesagt das bessere ist der Feind des Guten für mich, wenn wir irgendwie versuchen besser und wertvoller als andere zu sein, fängt bei mir direkt das Herrenmenschentum an und das ist dann sofort ekelerregend.

@wafi

Meinem Mann gefällt auf jeden Fall was du schreibst. :)

@ Britta

Erst mal möchte ich nur meine Vorschläge vorstellen.
Dann finde ich es wichtig, sich einer Diskussion zu stellen, vielleicht merke ich ja im Laufe derer, dass meine Ideen unzureichend sind.
Hat mich aber nach 2,5 Monaten noch keiner von überzeugen können.

Das ist der momentane Stand.
Ich bin ein naiver Mensch mit einer riesigen rosaroten Brille vor den Augen.
Und ich habe aber auch ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein.
So denke ich wirklich, dass gleiche Lohnkosten überall nicht nur die Lösung für die Weltwirtschaftskrise sind.
Und das, wenn die Gierigen merken wie viel gute Geschäfte sie durch diese Art der globalen Gerechtigkeit machen können, man sie eigentlich gar nicht mehr lange überzeugen muss.
Wenn sie denn so schlau sind und das auch begreifen, was aber nicht schwierig ist wie ich meine.

Ganz anders sieht es da bei der, meiner Meinung nach, noch viel größeren Katastrophe, nämlich dem Sterben von gigantisch vielen Menschen, weil sie nicht an dem Reichtum ihres Landes beteiligt werden, aus.

Es ist nicht im unmoralischen Interesse der Gierigen das zu ändern befürchte ich.
Diese Forderung müsste von den Armen erhoben werden und am besten von vielen.
Die UN würde ich am liebsten von meinen Ideen überzeugen, ich mag die UN und würde sie wieder gründen, wenn es sie nicht schon gäbe.
Und ich denke, dass dort sehr wohl Menschen sitzen, die auch an der Schaffung einer Weltgerechtigkeit interessiert sind.
Aber das ist mal wieder nur Träumerei von mir ich weiß.
Wie soll jemand ungebildetes wie ich, der keinen Stand in der Gesellschaft hat die UN erreichen.

Ich dachte im Attac Forum wären mein Vorschlag weltweit feste Faire Rohstoffpreise einzuführen gut aufgehoben gewesen, aber irgendwie habe ich jetzt leider manchmal gar nicht mehr so das Gefühl.

Im Grunde denke ich kann ich nur meinen kleinen Teil, wie wir alle dazu beitragen, das sich das Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten verbessert.
Und das versuche ich indem ich meine Ideen in Foren, in Briefen und im Taz Kommentar darstelle.

Mir fällt im Moment nichts anderes ein, wie ich mich äußern kann und auch wenn das kaum etwas bringt vielleicht, tue ich so wenigstens meine Pflicht.

Grüße Clara

deserd
10.04.2009, 20:45
@ desserd

Für mich gehen die Menschen immer 3 Schritte vor und dann wieder 2 zurück.
Das 3 Reich war aber viel mehr als nur 2 Schritte zurück, für mich war es das ungeheuerlichste Verbrechen was die Menschen je begangen haben.
Daran gibt es meiner Meinung nach überhaupt gar nichts schönzureden, jeder der dies versucht ist für mich milde ausgedrückt eine totale Dumpfbacke.
Und so dumpfbackig bin selbst ich nicht.

Aber mit dem 3 Reich kann man doch nicht die gesamte menschliche Entwicklung negieren.
Viele Teile von dieser Entwicklung sind doch auch sehr Positiv, für mich sind die Folgen der Französischen Revolution noch heute zu erkennen. Ohne sie hätten wir vielleicht noch heute keine Bürgerrechte und nur der Adel und die Kirchen hätten noch immer zu sagen.
Mit der Ausarbeitung der Demokratischen Idee wurde meiner Meinung nach auch uns allen ein Dienst erwiesen, auch wenn wir die Regeln der Demokratie nicht genügend beachten, wie das Beispiel von Britta mit diesem Amerikanischen Gesetz sehr gut zeigt.

Vielleicht ist ja auch oft eine Art von Beziehungslosigkeit daran schuld, das wir aufgenommene Informationen nicht genügend an uns heranlassen.
Mir war es deswegen auch mein Leben lang wichtiger auf Herz statt auf Hirn zu setzen, wie ich das immer so gerne ausdrücke. Ich finde das Herz sieht irgendwie gründlicher, da kann ich mich viel mehr drauf verlassen.
Und wenn sich Mitgefühl regt oder Wut über Ungerechtigkeit war und ist das für mich immer ein sehr zuverlässiges Merkmal dafür, dass ich mir darüber Gedanken machen muss.
Wie gesagt das bessere ist der Feind des Guten für mich, wenn wir irgendwie versuchen besser und wertvoller als andere zu sein, fängt bei mir direkt das Herrenmenschentum an und das ist dann sofort ekelerregend.
.........
Grüße Clara

Stimmt, wir hatten Luxus, viele jedenfalls, aber nicht alle, und auf wessen Rechnung?

Also die Idee der Demokratie ist entstanden, aber nicht die Demokratie, die paar Jahre 1955-1975 rechne ich nicht als Demokratie, - echt gelebte Demokratie hatten wir niemals .... offiziell haben wir eine repräsentative (für Linke: parlamentarische) Demokratie

Auf die Entwicklung der Bürgerrechte und des Bürgertums scheiße ich jetzt mal ganz offiziell ... was alles Schlechte und Üble hat uns das gebracht ... das Bürgertum, die Bourgeosie, in dem viele Übel und Machtränke entstanden sind, auch ein großer Teil des NS, WW2, des Holocausts sind auch dort zu verorten ... darüber ist auch ziemlich viel geschrieben worden. Mich wundert, dass du als ehemalige Hausbesetzerin so auf das positive von Bürgerrechten und Bürgertum hältst.

Herz statt Hirn (und/oder Bauch)? Das klingt nach naiver christlicher Nächstenliebe ..... denk (mal) nach ...

Mitgefühl ... Mitleid ist eine Erfindung Neuzeit, wahrscheinlich entstanden in den nicht so ganz schlecht situierten Bohemians, auch eine Art "Gabe des Luxus", und soll erst ab frühestens 1850 Anerkennung gefunden haben in der Philosophie

Gefühle sind noch mal ein ganz anderer heftiger Brocken - und der ist ziemlich krass ...., das fangen wir lieber in einem extra Buch an ..... (ja, und wichtig wär das auch)

Wut über Ungerechtigkeit gibt es auch kaum noch, wahrscheinlich auch sinnvoll, weil es nie nachhaltig was gebracht hat .... und die Täter sind längst über alles legitimiert - im Ggs zu den Opfern.

Nochmal zu deiner so schön formulierten "Ausarbeitung der Demokratischen Idee wurde meiner Meinung nach auch uns allen ein Dienst erwiesen"
Ich sehe es so: Luxus kam uns (den meisten in Deutschland) zuteil, aber auch das war nicht uneignennützig, und dieser Luxus ist schon auch immer verbunden mit einer Art von Entmündigung, das war der herrschenden Kaste sicherlich auch dienlich .... ... Demokratie war nie das Ziel der herrschenden Schicht ...., hatten wir nie, und wenn nur als Tarnbegriff, oder als nett gemeintes Versprechen ....

Wenn also das Bürgertum entstanden ist aus den Folgen der Französischen Revolution, dann muss man sich die genauer ansehen, sowie die Französische Revolution auch .... , aber das Geschichtsbewußtsein, sofern es überhaupt mal vorhanden war, unterliegt einem brachialen Zerfall ... was für ein Glück für die Regimes ... klar ist aber, vieles Zentral Geschichtliches liegt im Bürgertum, und weniger in der Arbeiterbewegung, der Industrialisierung etc

Und wenn du Merkel, Obama und die UNO weiterhin so schön sprichst, das ist sehr nützlich für die Regierenden. - Alles wird so bleiben werden und kommen, wie sie (they) es haben möchten.

Schöne Ostern

deserd

wafi
10.04.2009, 22:53
hm ....

wenn man sich über Bürgerrechte unterhält sollte man sich zunächst mal das Wort Bürger anschauen ... gemeint ist Bürge, der für etwas bürgt. Zur Zeit für die Banken ... um auf den Titel des threads zurück zu kommen. Das ist gelinde gesagt zum kotzen ... mir fallen aber durchaus treffendere Begriffe ein ....

Das Problem ist tatsächlich die Pervertierung des Begriffs Bürgerrechte. Gemeint, gemäß GG sind elementare Besitzstandswahrungen wobei das Eigentum scheinbar am vordringlichsten zu schützen ist. Mit Proudhon könnte man sagen Eigentum ist Diebstahl ... aber selbst Proudhon meinte diesen Satz eher sarkastisch. Dennoch ... nen wahrer Kern ist dran. Wenn man sich vorstellt, daß juristische Personen ... also irgendwelche Gebilde wie GmbH, AG, KG oder wie auch immer selbigen "Schutz" der "Person" hat wie ein ordinärer Zweibeiner ... in manchen Fällen sogar ein Mehr an Schutz, so ist das genau das Problem der Wirtschaftskrise ... aber auch der Staatskrise oder Gesellschaftskrise. In den Vordergrund gerückt ist eigentlich nur die Besitzstandswahrung bzw. der Eigentumsbegriff. Werte wie Meinungsfreiheit, die Freiheit über persönliche Daten etc zu bestimmen, treten in den Hintergrund der "Eigentumsrechte" von nicht natürlichen Personen (ich verwende absichtlich das Juristenkauderwelsch). Selbiges gilt natürlich auch für Verantwortung. Wird mittels Hartz IV die Eigenverantwortung "gefordert und gefördert" hört die "natürlich" bei Kunstpersonen wie GmbH`s AG`s etc auf ... deshalb werden auch Milliarden grad in diese Unpersonen oder nicht natürliche Personen oder ... hm könnte es sein? Vampiere? gesteckt um deren Hunger nach Kohle zu stillen, völlig bar jeglicher Verantwortung, bar jeglichen fördern und fordern .... Alles nur, weil irgendwelche Schwachmaaten "Eigentum" als höherwertig dem gemeinen Zweibeiner definierten. In diesem Sinne meinte Proudhon das Eigentum Diebstahl ist ... und er hat durchaus recht gehabt.

Gruß
Peter

Clara
11.04.2009, 09:33
@ desserd

Auch ehemalige Hausbesetzer entwickeln sich weiter. :)
Für mich unterteilen sich die Menschen nicht mehr in Bürger und Arbeiter, ich sehe sie alle immer als Bürger ihres Staates an.
Mir sind meine Bürgerrechte wichtig, ich denke in manchen Länder wäre ich nach 2 Monaten schreiben im Internet schon verhaftet.
Christliche Nächstenliebe ist für mich das beste am Christentum, darüber habe ich schon gründlich nachgedacht.
Eine Hauptaufgabe von uns Menschen ist es Mitgefühl zu haben, so sehe ich das.
Sobald wir unser Gefühl abschalten ähneln wir Zombies.
Alles nur meine persönliche Sichtweise, aber ich glaube die wird sich kaum noch ändern.

Demokratie gehört effektiver gestaltet, sehe ich auch so, aber sie abzulehnen, weil wir Menschen sie nicht gründlich praktizieren, halte ich für falsch.
Mir ist wie gesagt nichts besseres als Regierungsform eingefallen.
Falls doch jemanden etwas besseres einfällt hoffe ich, dass er oder sie diese Idee auch in die Öffentlichkeit bringt.

Mir z.b. ist der Kragen geplatzt, wie ich Bilder auf You Tube von einem Israelischen Angriff gesehen habe.
Das ist 2 Monate her, seitdem belästige ich die Menschen mit meinen Sichtweisen.
Wut kann, wie bei mir der Auslöser sein zu handeln, seine Handlungen selber darf man natürlich nicht von ihr leiten lassen.

Mir geht es bei der Demokratie absolut nicht um Luxus, sondern um Freiheit.
Luxus ist nur dann erstrebenswert, wenn er gleichmäßig verteilt wird, sonst sollten wir uns eher für ihn schämen.

Das die Reichen mehr Macht und Einfluss haben wie die Armen ist schon ewig so, da gebe ich dir Recht.
Erhaltenswert finde ich diesen Zustand auch nicht, sonst würde ich nicht die Foren so zuspawnen.

Irgendwann vor 20 Jahren habe ich begriffen das die allermeisten Menschen stinksauer sind, wenn wir ihre Fabriken und Konsumtempel niederreißen. Seitdem habe ich da keine Lust mehr zu.

Wenn ich mir eine Welt wünsche, die konträr zu den Wünschen fast aller anderen Menschen ist, muss ich mich nicht wundern, wenn meine Ideen kein Gehör finden.

Die Entwicklung der Menschheit braucht Zeit, ich sehe aber sehr wohl einen deutlichen Fortschritt.

Nur zu sagen alles ist Mist und dann noch einen Haufen daneben zu machen, halte ich nicht für effektiv.

Das Obama gegen fundamentalistische Moslems mit Gewalt vorgehen möchte gefällt mir absolut nicht, ich rede ihn nicht nur schön, sondern kritisiere ihn eigentlich auch regelmäßig. Aber ich kann nicht leugnen, ich finde ihn noch immer richtig gut oft und ich hoffe das bleibt auch so.

Die UN ist doch super ich verstehe nicht was man dagegen sagen kann.
Auch dort werden natürlich viele Fehler gemacht, mir kommt auch einiges verlogen vor, aber These Antithese Synthese, auch bei der UN denke ich, sie kann sich noch positiv entwickeln.
Ein Zusammenschluss aller Staaten auf diesem Planeten ist doch gut und auch wichtig.

Angela Merkel verteidige ich eher aus Reflex, dass sie z.B. gegen den Mindestlohn in Deutschland ist, damit schadet sie den Menschen, daran gibt es auch wieder absolut nichts schönzureden.
Ich habe in meinem Leben nie CDU gewählt, und nur ein einziges mal SPD bei einer Stichwahl.

Aber ich wäre wahrscheinlich der perfekte Kandidat dafür, um als Konterrevolutionär geköpft zu werden. :)

Mir geht es doch auch wieder nur um Toleranz und Menschlichkeit, wenn ich sie verteidige ihre politischen Positionen finde ich mit Sicherheit fast alle haarsträubend.


@ wafi

Die Besitzverhältnisse auf diesem Planeten sind absolut ekelerregend ungerecht verteilt.
Vielleicht kann man ja an meinen Vorschlägen erkennen, dass ich das ändern möchte.
Mit Bürger meine ich nicht Menschen die für die Banken bürgen. :)

Nur, ich glaube , hätte man die Banken pleite gehen lassen, könnte es sein das jetzt schon der Bürgerkrieg beginnen würde.
Wenn eine Bank pleite geht, bekommen die Menschen Panik, wollen ihr Geld abheben und ihre Aktien verkaufen. Das dann Milliardenfach hätte zu einer gigantischen Geldentwertung geführt, darauf würden Unruhen folgen, weil die Menschen sich keine Nahrung mehr kaufen können.
Durch das gigantische Sponsoring der Banken ist unser sozialer Frieden wenigsten halbwegs und auch nur auf bestimmte Zeit erhalten worden.
Genau diese Zeit haben die Mächtigen jetzt um zu handeln.
Handeln sie vernünftig, können sie es schaffen die Weltwirtschaft wieder in Gang zu setzen.
Handeln sie dann noch menschlich, schaffen sie weltweit Gesetze die eine Ausbeutung der sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer nicht mehr zulässt.

Das hätte zur Folge das die Menschen wieder Kaufkraft haben und ihre Kredite und Hypotheken zahlen können.
Dieses Geld sollte dann nicht den Banken zufließen, dieses Geld müsste dringend der Staat bekommen, der es dann sofort an China und Saudi Arabien zurückzahlen könnte, um so unsere Staatsverschuldung wieder zu senken.
So sehe ich das mit dem Geld für die Banken.

Grüße Clara

wafi
11.04.2009, 10:43
Clara

du schreibst Demokratie muß effektiv gestaltet werden ...

sicherlich richtig, nur hat die ganze Sache nen Haken. Je größer das System ist, desto unüberschaubarer für den einzelnen. Je unüberschaubarer für den einzelnen, desto weniger kann er bewußt mitentscheiden, denn ne Entscheidung hängt davon ab, ob man das Problem überblickt.

Konsequenz kann daher nur sein, demokratische Systeme so klein/groß zu halten, wie eben eine Überschaubarkeit realisierbar ist. Führt zwangsläufig zu kleineren, dezentralen Systemen.
Helfen tun da übrigends keine wie auch immer geartete, evt. per I-Net konstruierte Volksbefragungen oder Volksentscheide, denn die Überschaubarkeit ist wesentliches Moment an demokratischen Entscheidungen.

Bei den Banken liegst du m.E. voll daneben. Die Geldentwertung ist schon längst da, hat sich nur noch nicht auf dem Markt durchgesetzt. Wird dies aber tun ... selbst nen Steinbrück warnt heute vor Inflation, die er unumgänglich sieht, aber er sieht keine Alternative zu den "Rettungspaketen" ... Diese Alternative gab es natürlich! und eigentlich fürchterlich einfach durchzuführen.
Schau dir an, was die gemacht haben bislang ... Bank kriegt Probleme, weil ihr Eigenkapital nicht ausreicht um Kredite abzudecken. Staat pumpt Eigenkapital in die Bank rein ... fördert sogar den Verkauf der Bank an eine andere Bank (Beispiel Dresdner/Commerz) Fördert also größere Strukturen, die natürlich dann so groß werden, daß im crash Fall alles den Bach runter geht....
Wg. geringer Eigenkapitalquote vergeben Banken, selbst die, die staatlich aufgestockt wurden, ungerne Kredite und wenn nur zu Konditionen in denen es keinen Sinn macht. Beispiel, zur Rettung der "Hauswerft" (immerhin 1200 Arbeitsplätze direkt) war nen Freund bereit 4 Schiffsneubauten auflegen zu lassen, aber Zins, Eigenkapital nebst persönlich zu erbringenden Sicherheiten ... waren dermaßen schlecht, daß man völlig bescheuert sein müßte, darauf einzugehen. Also geht die Werft halt kaputt ...

So die Ist Situation.

Die Situation hätte mit einem anderen Ansatz wesentlich besser aussehen können. Der Ansatz wäre gewesen, den Kredit für die Neubauten staatlicherseits zumindest als Bürgschaft zu garantieren, statt in die Bank direkt Geld zur Erhöhung der Eigenkapitalquote zu pumpen. Der Effekt wäre gewesen, daß die Bank das Geschäft mit Zinsen usw. hätte machen können, entweder der Reeder zahlt den Kredit ab, oder im worst case bürgt Staat. Damit würde sich durch Finanzierung die Eigenkapitalquote der Bank langsam verbessern ... aber der Kreditfluß wäre am laufen geblieben. Damit hätte Staat Bank gefördert und zwar in dem Kernbereich, wo Bank Sinn macht, nämlich der Verteilung von Geldmitteln zur Produktion in der Wirtschaft.
Ein nächster Schritt hätte sein müssen, Banken dezentraler aufzustellen. Also eher eine Zerschlagung von Banken, weg von einer Zentralisierung, hin zu kleineren Gebilden, analog etwa zu Spaßkassen oder VR Banken. Wenn da mal eine koppheister geht, so what, kann aufgefangen werden. Stattdessen wird Zentralisierung gefördert mit dem Hintergrund daß Banken to big to die werden....

Also ... kurz gesagt ... es ist erstaunlich, daß es nicht einen einzigen Fehler gibt, den die Politclowns nicht gemacht haben. Die werden alle ausgekostet.

Gruß
Peter

Clara
11.04.2009, 11:31
@ wafi

Irgendwer soll einmal gesagt haben Demokratie ist nur bis zu 10.000 Menschen möglich.
Leider bin ich mir nicht sicher wer das gesagt hat. ;/
Da ist etwas wahres dran, auch wenn diese Zahl nicht mehr mit der heutigen Zeit vereinbar ist.
Ich teile deswegen deine Einschätzung, das es besser ist demokratische Systeme klein zu halten.
Haben wir aber nicht und ich befürchte auch, dass wir kaum Chancen haben diese Ideen zu verwirklichen.

Trotzdem gibt es für mich keine Alternative zur Demokratie.

Bei den Banken stützt sich mein Denken wie bei so vielem, alleine auf meine Logik.
Es kann sehr gut sein, dass meine Einschätzung falsch ist.

Meines Erachtens haben die Banken Probleme bekommen, weil sehr viele Menschen ihre Kredite und Hypotheken nicht mehr abbezahlen konnten.
Darauf stützt sich dann meine weitere These.

Dein Freund soll doch bitte in Solartechnik investieren, sag ihm das doch bitte von mir.
Damit ist wahrscheinlich ganz gut Geld zu machen.
Während, nach meiner Theorie, die aufgeplusterten Häfen in den Schwellenländern Industriemahnmale werden sollten.
Und die Reeder, die es dann noch gibt, werden es schwer haben sich auf dem im Moment schon verkleinernden Markt zu behaupten.

Aber im Grunde teile ich deine Einstellung was die Verkleinerung der Staaten und die Verkleinerung von Konzernen angeht. Mir ist auch jeder Zusammenschluss immer ein Dorn im Auge.

Leider befürchte ich aber das wir mit diesen Ideen nicht unbedingt offene Türen einrennen.
Aber richtig sind sie für mich allemal, keine Frage.

Grüße Clara

wafi
11.04.2009, 11:38
Clara

nö ... Schuster bleib bei deinen Leisten ... und für nen Reeder macht es mehr Sinn sich mit Schiffen zu beschäftigen, die der Markt braucht, als mit Solarindustrie, davon hat der keine Ahnung und ich denke, hat er auch keine Lust sich Ahnung zu verschaffen.
Auch so nen generelles Problem ... statt in einer arbeitsteiligen Welt wirklich in dem Sektor etwas zu machen, von dem man Ahnung hat, wird Kohle in Sektoren "investiert" von denen man Null Ahnung hat. Denke da z.B. an die Schiffsfonds in die etwas betuchtere Mittelschicht Kohle investierte, weil Steuerspar- und angeblich Renditemodelle ... mit dem Effekt, daß die Welthandelsflotte im Containersektor in den letzten Jahren um 100% gestiegen ist ... dummerweise allerdings nicht die Frachtmenge ... weshalb, auch ohne Wirtschaftskrise, diverse Schiffsfonds pleite gehen würden, mit Krise ist es ein nettes Schlachten.... Alles nur weil die Leute zu blöd waren zu glauben, man könne ohne Marktkenntniß irgendwo Kohle machen ... Dumm gelaufen halt.

Clara
11.04.2009, 11:53
@wafi

Das war ja nur ein Vorschlag, ich denke halt es gibt ein Überangebot von Handelsschiffen, und in einem Sektor mit Überangebot zu investieren ist auf jeden Fall gefährlich.

Jeder Mensch ist ein Künstler find ich besser, wie Schuster bleib bei deinem Leisten, letzteres negiert die Vielfältigkeit der menschlichen Fähigkeiten finde ich. :)

Für mich ist Wirtschaft aber auch nur eine logische Spielerei die mir Spaß macht, meine Existenz hängt nur peripher davon ab.
Und ich habe null technisches Verständnis, Neuerungen auf dem Schiffmarkt hört sich für mich schon marsianisch an. :)

Grüße Clara

wafi
11.04.2009, 12:09
Clara

es gibt zuviele Containerschiffe, in anderen Bereichen sieht es eher so aus, daß Investitionen nötig sind, z.B. im Bereich Projektladung oder offshore Installationsschiffe. Gibt kaum Möglichkeiten heute bei größeren Wassertiefen Windmühlenparks zu erstellen, weil es eben nur extrem wenig Spezialschiffe gibt, die sowas können ... und weil so wenig, extremst teuer sind. So nen jack-up rig kostet dann mal schlappe 200.000 pro Tag als Beispiel. Der Überhang bei den Containerschiffen liegt schlicht daran, daß die Leute die darein investiert haben, keine Ahnung von dem Markt haben. So what.

deserd
11.04.2009, 12:21
Clara

nö ... Schuster bleib bei deinen Leisten ... und für nen Reeder macht es mehr Sinn sich mit Schiffen zu beschäftigen, die der Markt braucht, als mit Solarindustrie, davon hat der keine Ahnung und ich denke, hat er auch keine Lust sich Ahnung zu verschaffen.
Auch so nen generelles Problem ... statt in einer arbeitsteiligen Welt wirklich in dem Sektor etwas zu machen, von dem man Ahnung hat, wird Kohle in Sektoren "investiert" von denen man Null Ahnung hat. Denke da z.B. an die Schiffsfonds in die etwas betuchtere Mittelschicht Kohle investierte, weil Steuerspar- und angeblich Renditemodelle ... mit dem Effekt, daß die Welthandelsflotte im Containersektor in den letzten Jahren um 100% gestiegen ist ... dummerweise allerdings nicht die Frachtmenge ... weshalb, auch ohne Wirtschaftskrise, diverse Schiffsfonds pleite gehen würden, mit Krise ist es ein nettes Schlachten.... Alles nur weil die Leute zu blöd waren zu glauben, man könne ohne Marktkenntniß irgendwo Kohle machen ... Dumm gelaufen halt.

Das passiert auch Fach-Leuten mit Marktkenntnissen, dass die daneben hauen.

Besser sind immer dieenigen, die billiger anbieten, weil sie genügend Rücklagen haben.

Aber auch das ist irgendwann Ende.

gruss, deserd

deserd
11.04.2009, 12:32
@ desserd

####

Sobald wir unser Gefühl abschalten ähneln wir Zombies.


######

Grüße Clara

@ Clara,

das ist schlichtweg einseitig verkürzt falsch.

Gerade echt wirksame Zombies holen ihre gewaltsame Motivation aus Gefühlen. - Auch Nazis verstanden es hervorragend, damit umzugehen - deshalb waren die so erfolgreich .... :nono:

Gefühle waren oft genug eine Motivationsquelle für Gewalttaten.

Gewalttaten entstehen auch aus Gefühlen.

Es gibt keine Gefühlslosigkeit. Pass auf, dass dich deine Gefühle nicht verarschen. Diese Gefahr ist groß, selbst bei Leuten wie mir, dem sich dessen bewusst sind.

gruss, deserd

wafi
11.04.2009, 12:57
Richtig deserd

auch Fachleute können mal daneben liegen, ist aber nicht ganz so wahrscheinlich wie Nichtfachleute und wenn dann sichern sich Fachleute durchaus noch ein bißchen mehr ab.

Aber gerade zu den Schiffsfonds ... unser Steuerberater in Berlin wollte uns so nen Ding aufschnacken ... hab ihn erstmal brabbeln lassen und ihn lauthals ausgelacht, als es zu unsinnig wurde. Der Typ hatte absolut keine Ahnung (ich hoffe wenigstens von Steuern hat er Ahnung) ... und keinen blassen Dunst wievielen mit ebensowenig Ahnung, er solche Fonds aufgeschnackt hat. Ein typisches Beispiel für so nen Blödsinn.

Clara
11.04.2009, 15:56
@ desserd

Ich lasse eigentlich mein Gehirn selten irgendwo rumliegen, sondern habe es eigentlich immer bei mir. :)
Das hat zur Folge das ich es auch permanent nutzen kann, wenn ich will.
Auch wenn ich mit einem Mitgeschöpf Mitgefühl habe, das geht paralell.
Super Sache eigentlich. :)


@wafi

Alles interessant was du schreibst und manches wie aus einer anderen Welt für mich.
Vor 15 Jahren wurde mir von der Möglichkeit Steuern zu sparen ,wenn man in Containerschiffe investiert erzählt. Alleine wegen der Möglichkeit der Steuerflucht auf diesem Weg, fand ich es schon verwerflich das so etwas erlaubt ist. Heute von dir zu hören welche Folgen das für Reederein hatt ist aufschlussreich.

Grüße Clara

Clara
15.04.2009, 12:01
YouTube- The Dead Kennedys - Forward To Death

wafi
15.04.2009, 16:33
also ich hab wg. Finanzamt nachgeschaut ... Im Jan. -17%, Feb -42%, März -49% und April, soweit bislang absehbar -62% gegenüber den Vohrjahreszahlen .... ich glaub, langsam krieg ich nen Problem.

Britta
15.04.2009, 16:42
also ich hab wg. Finanzamt nachgeschaut ... Im Jan. -17%, Feb -42%, März -49% und April, soweit bislang absehbar -62% gegenüber den Vohrjahreszahlen .... ich glaub, langsam krieg ich nen Problem.

Wenn du das auf Arbeitslosigkeit beziehst, so rechne ich schon lange damit, dass es ab Sommer losgeht mit den Massenentlassungen.

wafi
15.04.2009, 16:57
naja, sind eben meine Zahlen ... und ich geh mal davon aus, daß die nicht so außergewöhnlich sind, ergo geht`s munter bergab. Denke auch, daß Massenentlassungen ab Sommer drohen, allerdings bin ich durch meine Zahlen etwas geschockt ... denn da ich den Transport von hochwertigen Gütern, z.B. Schiffsmaschinen ex Korea nach irgendwo plane, dachte ich, die Auftragslage würde noch bis Sommer halten, denn so ne Schiffsmaschine wird nicht eben in 3 Wochen zusammengebastelt, die Vorlaufzeit ist erheblich, also Bestellung-Auslieferung ca. 1,5 Jahre. Nur ... um bei den Schiffsmaschinen zu bleiben, 87% sind storniert worden, bei HDW liegen z.B. zwei Containerschiffe halb fertig im Baudock, die Arbeiten sind eingestellt. DAS hatte ich so nicht erwartet. Denke es wird spätestens im Juni zu erheblichen Entlassungswellen kommen und zur Bundestagswahl werden die Sozialsysteme ernsthaft sichtbare Risse haben.

Britta
15.04.2009, 17:04
In eurer Branche haben die Banken die Kreditzusagen zurückgezogen. Gerade wegen der langen Bauzeit.

Leider schlafen die meißten Bürger in Deutschland immer noch. Fürchte das gibt ein böses Erwachen.

wafi
15.04.2009, 21:02
Ne Britta

Schiffsmaschinen sind nur ne "Kleinigkeit", wir transportieren zumeist irgendwelche Reaktoren für Petrochemie, Biogasanlagen usw also alles was groß und schwer ist, derzeit bis 1400 ton schwere Teile. Das "spannende" ist eben, daß solche Teile nicht von heute auf morgen gebraucht, bestellt und geliefert werden sondern immer mit einem erheblichen Vorlauf und derzeit schlicht und ergreifend vom Markt verschwinden. Heißt ... Bau von nem Stahlwerk, ner pertochemischen Fabrik usw. relativ kurzfristig storniert, das weltweit (die wenigsten Sachen gehen nach Europa, zumeist Asien und perversen Golf). Die Schiffsmotoren sind da nur nen Beispiel und der geschilderte Einbruch ist nen Einbruch von Ladung bzw. Einbruch von Großprojekten weltweit. Gibt nicht viele die ähnliches machen, aber auch von unseren werten Mitbewerbern, sei es Jumbo oder Big Lift höre ich ähnliche Entwicklung.

Clara
16.04.2009, 10:26
@wafi

Nach meiner Logik hört sich das alle nicht gut an.
So als wenn ihr mit eurer Reederei noch sehr große Probleme bekommt.
Der internationale Schiffsverkehr bricht jetzt schon zusammen, wird es weiter tun und dann drängen sich auf den Sektoren die ihre heute schon erobern wollt bald auch fast alle anderen Reederein.
Das wird sehr eng für euch werden.
Ich hab mir in meinen Leben noch nie soviel Sorgen um Unternehmen gemacht wie heutzutage.

Grüße Clara

wafi
16.04.2009, 11:20
naja Clara

kommt drauf an, wie lange der Markt unten ist. Ein "Mitbewerber" auf dem Markt hatte vor 13 Jahren kein einziges Schiff, hat heute 47 Schiffe ... da braucht man nicht lange drüber nachzudenken, wie die wohl finenziert worden sind, der Kapitaldienst muß unerträglich sein. Konsequenterweise macht der jetzt absolute dumping Preise, hat jetzt nen Auftrag bekommen bei dem er mit 32 U$ pro Kubikmeter rangegangen ist. Nur zum Vergleich, vor nem Jahr waren 120 U$ normal, bei der Destination kann man eigentlich nicht unter 75U$ pro cbm anbieten, sonst deckt man nichtmals die Kosten. Heißt der Gutste ist dermaßen unter Druck, daß der nur noch versucht cash zu generieren, wahrscheinlich um irgendwie liquide Mittel zu bekommen. Macht natürlich derzeit die Preise kaputt, aber schätze mal, der macht noch zwei drei Monate, dann ist der insolvent. Klar verschwinden deshalb nicht die Schiffe, aber um in unserer Liga mitzuspielen bedarf es nicht nur Schiffe, sondern erhebliches know how, das wird auch niemand so schnell aufbauen können, egal wer die Dampfer ersteigert.
Das gesagte kannst du locker auf die gesamte Wirtschaft übertragen.

Es wird simpel dazu führen, daß es mehr Konzentrationen auf die übriggebliebenen geben wird, derzeit ist daher eher standing gefragt, als Gewinne machen. Wird aber, wenn diese Krise nicht zu nem totalen Zusammenbruch des Kapitalismus jetziger Prägung führt, eben nach der Krise zu nahezu Monopolstellungen einzelner Marktteilnehmer führen.
Am Ende wird die Konzentration noch weniger Markt zulassen und gleichzeitig werden Sozialsysteme weltweit zusammengebrochen sein. Egal wie man es betrachtet, wir stehen an einer Zeitenwende.

Gruß
Peter

Clara
20.04.2009, 14:47
@ wafi

Das Elend der sogenannten Entwicklungsländer, ich finde Geberländer eigentlich treffender,müsste uns schon sehr lange zum Handeln zwingen.
Aber erst jetzt, wo diese Verelendung immer mehr bei uns ankommt, viele Aktienkurse ihren Wert immens verlieren und wir auf weltweite soziale Unruhen hinsteuern, haben Ideen die eine Verbesserung der Lebensverhältnisse aller Menschen auf diesem Planeten zum Ziel haben, leider erst eine geringe Chance gehört zu werden.
Das lässt uns Menschen aus den Industrienation, aber vor allem auch viele unserer Politiker nicht gerade wie mitfühlende Menschen aussehen.

Monopolisierungen sind schädlich für unser Witschaftssystem, auch weil sie den Menschen so wieder Kaufkraft entziehen.
Ich habe im Moment keine Vorschläge im Kopf wie Gesetze aussehen könnten die bewirken das sich Monopolstellungen nicht mehr rentieren könnten.
Notwendig finde ich sie aber allemal.

Grüße Clara

Clara
03.05.2009, 13:01
Ein Auszug aus einem Text den ich heute für das Attac Forum geschrieben habe, weil ich denke er ist auch ab und an hier gut aufgehoben :)


Eigentlich ist es doch unser Wunsch diese Welt zu verbessern, der uns bewegt zum Beispiel an der Diskussion in diesem Forum teilzunehmen und hier gemeinsam Lösungsvorschläge auszuarbeiten.

In der Demokratie ist Aufklärung extrem wichtig.
Nur wenn wir um Missstände überhaupt wissen, können wir uns auch erst für deren Abschaffung einsetzen.
Die, die wir um diese Missstände wissen, wir haben doch somit auch automatisch die Pflicht unsere Mitmenschen darüber aufzuklären.
Wir leben zum Glück in einer Demokratie.
Diese gilt es noch sehr zu verbessern, Medienimperien stehen für mich zum Beispiel im totalen Kontrast zum demokratischen Gedanken.
Im Auftrag der Gierigen versuchen sie uns permanent eine heile Welt vorzugaukeln.
Verschleiern die Missstände, anstatt ihre aufklärerische Pflicht zu tun.
Wir Menschen sind leider sehr geprägt von diesen Medienimperien.

Durch die absolut geringe Bildung die ich erhalten habe kenne ich so gut wie kein Fremdwort.
Die Leitsätze Religion ist Opium des Volkes und Eigentum ist Diebstahl haben mich immer davon abgehalten mich mit Marx und Engels auseinander zusetzen.
Außer Hesse habe ich so gut wie nichts gelesen, Hesse konnte auf einer Seite eine ganze Welt errichten, so präzise und lebendig sollen wir uns ausdrücken, denke ich.
Oder es zumindest versuchen. Schafft sowieso kein anderer. :)

Also, ich bin ein ganz normaler Durchschnittstrottel.
Kommen wir noch einmal zur Aufklärung die für die Weltverbesserung unerlässlich ist.
Genau so eine Dumpfbacke wie mich gibt es sehr viele.
Nur ein Bruchteil der Menschheit ist gebildet.
Wir sind zwar alle fähig uns unsere eigenen Gedanken zu machen und zu unseren eigenen Schlüssen zu kommen.
Aber wir kennen die Sprache und das Denken der Gebildeteten nicht.
Weder ihre Fremdwörter noch die Basis woraus sie ihr Denken schöpfen.

Uns muss man alles ganz langsam und in sehr leicht verständlichen Worten erklären.
Und man darf dabei auch nicht zu viele Worte machen, weil uns das nur verwirrt.
Wenn man uns wirklich aufklären möchte muss man sich dabei auch Mühe geben.

Wir werden uns danach dann bestenfalls noch immer eine eigenständige Meinung bilden, auch wenn die von der des Aufklärers abweicht, aber wir haben wenigstens die Möglichkeit uns über bestimmte Probleme überhaupt eine Meinung bilden zu können, weil wir endlich um sie wissen.

Deswegen finde ich es ganz wichtig das wir alle uns Mühe geben uns ganz leicht verständlich auszudrücken.
Aus absolut egoistischen Motiven heraus sozusagen.

Welch größeren Gefallen können wir unseren Widersachern tun, als das wir uns so unverständlich ausdrücken, das kein Schwein uns versteht?


Grüße Clara :)

Britta
03.05.2009, 13:57
Deswegen finde ich es ganz wichtig das wir alle uns Mühe geben uns ganz leicht verständlich auszudrücken.
Aus absolut egoistischen Motiven heraus sozusagen.

Welch größeren Gefallen können wir unseren Widersachern tun, als das wir uns so unverständlich ausdrücken, das kein Schwein uns versteht?


Grüße Clara :)

Genau dieser Meinung bin ich auch. :happy:

Clara
03.05.2009, 17:41
@britta

Wieso willst du eigentlich kein Thinktank sein???
Ich könnte regelmässig einen gebrauchen. :)

Grüße Clara

Britta
03.05.2009, 20:42
@britta

Wieso willst du eigentlich kein Thinktank sein???
Ich könnte regelmässig einen gebrauchen. :)

Grüße Clara

Bei was? :kopfkratz:

Clara
04.05.2009, 08:37
@Britta

Wenn ich aufzähle bei was allem, dauert das zu lange. :)

Gestern z.b. habe ich mich mit meinen Mann gefragt:

Die Tamilischen Tiger gehören doch zu den Guten oder?
Sie wollen eine Befreiung des Tamilischen Volkes, eine eigenständige Regierung?
Und das wird ihnen von der Regierung in Siri Lanka verwehrt?

Ist aber nur eine von 450000 Fragen die ich habe. :)


Grüße Clara :)

Britta
04.05.2009, 09:10
@Britta

Wenn ich aufzähle bei was allem, dauert das zu lange. :)

Gestern z.b. habe ich mich mit meinen Mann gefragt:

Die Tamilischen Tiger gehören doch zu den Guten oder?
Sie wollen eine Befreiung des Tamilischen Volkes, eine eigenständige Regierung?
Und das wird ihnen von der Regierung in Siri Lanka verwehrt?

Ist aber nur eine von 450000 Fragen die ich habe. :)


Grüße Clara :)
Clara,

des einen Freiheitskämpfer ist des anderen Terrorist.

Überall werden Menschen unterdrückt und wehren sich. Wenn man sich Berichte in den Medien ansieht, sollte man sich daran erinnern dass es die Konzernmedien der wahren Machthaber sind, die berichten und immer die Meinung derer wiedergeben, die einen Vorteil darin sehen eine Seite als gut und die andere als böse darzustellen.

Es ist niemals die ganze Wahrheit. Du mußt filtern lernen, dann kannst du dir die meißten deiner Fragen selbst beantworten.

Clara
04.05.2009, 09:36
@Britta

Leider sind die Scheininformationen aus vielen Medien nicht dazu geeignet wirkliche Informationen über die Lage vor Ort zu liefern.
Gestern Abend habe ich zum Beispiel dem General aus Siri Lanka kein einziges Wort geglaubt.
Das alleine sagt mir aber nicht, was die tamilischen Tiger wirklich wollen.
Ich lese übrigens die Taz und schaue Arte info, so das ich nicht alleine von den Medienkonzernen abhängig bin.

Ich werd gleich mal Wikipedia befragen, Internet ist die beste Erfindung seit der Schrift finde ich. :)

Grüße Clara

Clara
04.05.2009, 11:43
Man kommt sofort auf die Grundfrage, haben Völker ein Recht auf Selbstständigkeit?
Nach meinem Rechtsverständnis haben sie es.
Und zwar prinzipiell.
Ich weiß nicht, wie die UN sich in dieser Frage geeinigt hat.

Grundsätzliche Regeln für alle Völker müssten gelten, die Kurden die schon seit Uhrzeiten einen eigenen Staat wollen haben ihn nicht, die Palästinenser nicht, die Tamilen nicht, usw. usw..

Andere Völker wie z.b. die Kroaten haben ihn innerhalb kürzerster Zeit bekommen und zwar meiner Meinung nach nur weil dieses im Interesses des Westens war.
Nicht das ich den Kroaten ihre Unabhängigkeit nicht gönne, ich wünsche sie mir für jedes Volk welches sich diese wünscht.

Aber mir macht das ganz einfach deutlich wie sehr Völkerrecht ein Spielball der Interessen ist und das darf es eigentlich überhaupt nicht sein.

Guerillakrieg wird heutzutage auch gerne mal Terrorismus genannt.
Hört sich auch viel bösartiger an und hat nichts mehr von dem Pathos den der Begriff Guerillakrieg hat.

An der Verzweifelung der Menschen über ihre Lebensbedingungen ändern solche Begriffsänderungen nichts.
Diese Verzweifelung wird Menschen auch weiterhin dazu bringen Bombenattentate und Selbstmordanschläge auszuführen.