Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 28. März 2009: Demonstrationen zur Wirtschaftskrise:
Hellmann 19.03.2009, 10:54 Demo in Frankfurt:
Termin: 28. März 2009
Beginn: 12 Uhr, Hauptbahnhof & Bockenheimer Warte
Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Römerberg
Demo in Berlin:
Termin: 28. März 2009
Beginn: 12 Uhr, Rotes Rathaus
Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Gendarmenmarkt
http://www.28maerz.de/startseite/
Von der Frankfurter Demo erhoffe ich uns eine tiefschürfende Berichterstattung unserer Iphigenie. :D
Selber werde ich wegen der Entfernung wohl nicht hinfahren. In einem Sommermonat bei schönem Wetter vielleicht einmal, wenn man das dann mit einem Kurzurlaub verbinden kann.
Der Hartmut Finkeldey hat auf seinem Blog einen sehr lesenswerten Demoaufruf verfasst:
Ich wende mich an Sie und an Sie, an die Mehrheit, an die, die dem Treiben in Berlin, den fast schon unglaubwürdigen Zahlen, die da derzeit im Raum stehen, fassungslos und vielleicht auch etwas gelähmt zusehen.
An den 53jährigen Werkzeugmeister, der über 30 Jahre die Bordrunden geschmissen hat und der jetzt knallhart auf die soziale Endmülldeponie Hartz IV verklappt zu werden droht. Auch an die one-woman-show Rechtsanwältin und andere ´kleine´ Selbständige, die bis dato aus Versehen FDP gewählt haben und jetzt im Zuge der Krise auf einmal merken, dass man sie abservieren wird, dass sie ja gar nicht zur sog. "Elite" gehören, dass sie überflüssig sind. An die studierte Personalentwicklerin mit gut dotiertem Job, die ratlos zur Kenntnis nehmen muss, dass man bei den "soft skills " zu allererst spart. An die Krankenschwester, den Altenpfleger, die im Rahmen der "Privatisierung und "Flexibilisierung" des Gesundheitswesens immer wieder nur in die Reform-Kasse eingezahlt haben, nie rausbekamen, und die jetzt so langsam Schwierigkeiten mit ihrer Miete bekommen (vielleicht, weil ihre Mietwohnung privatisiert wurde). An den wissenschaftlichen Mitarbeiter, dessen Zeitvertrag trotz mündlicher Zusage nicht verlängert wird, weil "wir" ja "alle den Gürtel enger schnallen müssen". Ja, ich wende mich sogar an den Bänker, der jetzt seinen Job verlieren wird - vielleicht, weil seine Zahlen in den letzten Jahren nicht stimmten, vielleicht, weil er den Betrug nicht restlos mitmachen wollte. An die TZ-Lehrerin, die keine VZ bekommen wird, obwohl sowohl sie als auch der Bildungsbereich es bräuchte. An den kurzgehaltenen Büroangestellten einer 3-Mann-Klitsche mit außertariflichem Vertrag, der seit 5 Jahren keinerlei Lohnerhöhung mehr bekommen hat. An den Arbeit"nehmer", der in eine ZAF gedrängt wurde, VZ arbeitet, dennoch ergänzendes ALG2 beantragen muss und sich dafür auch noch verhöhnen lassen darf als jemand, dessen Marktwert (haha) eben so gering sei, dass ihn andere alimentieren müssten - als sei es nicht in Wahrheit Hartz IV, das den "Markt" hier verzerrt (die Neoliberals waren nie für einen schwachen Staat. Sie waren immer für einen starken Staat - sofern der auf ihrer Seite ist...).
Ich wende mich, kurz gesagt, an alle, die bis dato vielleicht wirklich irgendwie glaubten, Hartz IV sei etwas für schnapssaufende Fauljaks, sie selber als Mittelstand beträfe das ja gar nicht, an die, denen es bis jetzt noch gut ging und die ihre Interessen bis vor kurzem bei Markwort, Aust, Diekmann, di Lorenzo formuliert fanden - und die nun auf einmal merken, dass sie in den Augen unserer neoliberalen Macht- und Funktionselite in der Tat nichts anderes sind als "Kostenfaktoren auf zwei Beinen".
Quelle: http://kritik-und-kunst.blog.de/2009/03/18/bitte-mehrheit-unserer-bevoelkerung-5784631/
Mir persönlich geht natürlich der Klimaquatsch noch auf die Nerven, den sich die Leute von Attac da haben ans Bein binden lassen.
Die "Umweltschützer" waren die gefährlichsten Gegner einer monetären Konjunkturbelebung. Ja: das "Wirtschaftswachstum" gefährdet auch das "Klima", wir werden die Typen auf der Gegenseite wiederfinden, entweder um die Krise zu verschärfen, oder um das Geld für die Konjunkturbelebung stattdessen möglichst sinnlos etwa zum CO2-Sparen zu verwenden, statt für die Opfer der Krise.
also da mein Töchterchen jetzt meinte, daß wir ihren Geburtstag mit ner zünftigen Demo feiern könnte ... werden wir in Berlin zur Demo gehen. Kommt noch jemand? und wenn ... könnte man sich ja treffen.
Demo in Frankfurt:
Termin: 28. März 2009
Beginn: 12 Uhr, Hauptbahnhof & Bockenheimer Warte
Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Römerberg
Demo in Berlin:
Termin: 28. März 2009
Beginn: 12 Uhr, Rotes Rathaus
Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Gendarmenmarkt
http://www.28maerz.de/startseite/
Von der Frankfurter Demo erhoffe ich uns eine tiefschürfende Berichterstattung unserer Iphigenie. :D
Selber werde ich wegen der Entfernung wohl nicht hinfahren. In einem Sommermonat bei schönem Wetter vielleicht einmal, wenn man das dann mit einem Kurzurlaub verbinden kann.
Der Hartmut Finkeldey hat auf seinem Blog einen sehr lesenswerten Demoaufruf verfasst:
Quelle: http://kritik-und-kunst.blog.de/2009/03/18/bitte-mehrheit-unserer-bevoelkerung-5784631/
Berlin mobilisiert! – „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ -
Nun hat Köhler mit seiner Rede am gestrigen Tag mit dem Satz: "Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt" bereits prophylaktisch einen jeden in diesem Land in Haftung genommen, um ihm das Gefühl der Schuld aufzubürden.
Wer demonstriert schon gerne wenn er mitschuldig wäre.
Nein, nur die üblichen Verdächtigen waren dabei anwesend klatschend, was in anbetracht Köhlers weiterer Aussage: „Die kommenden Monate werden sehr hart“ einen recht bitteren Beigeschmack erhält, wenn wir daran denken, das die Abgeordnetendiäten auch im diesem Jahr nach anfänglichen Scheingefechten und allerlei Zierereien steigen werden.
Die kommenden Monate werden also nicht für jeden hart, genauso wenig wie jeder über seine Verhältnisse gelebt hat.
nochmal zur Erinnerung:
aus der taz:
"Insgesamt 40.000 Menschen werden am Samstag zu Demonstrationen in Frankfurt am Main und Berlin erwartet. Unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise!" wollen sie gegen die Auswirkungen der Finanzkrise und den Kapitalismus demonstrieren."
http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/gemeinsam-gegen-das-kapital/
naja, also in Berlin waren zwischen 15.000 - 30.000 (erste Angabe Polizei, zweite Angabe Veranstalter) also wahrscheinlich irgendwas um die 22.000.
Es soll Kravalle gegeben haben ... muß allerdings sagen, daß wir davon nichts gesehen haben. Ca. 3 Böller gehört, das war`s aber. Ansonsten, sehr viele rote Fahnen, selbst die längst vergessen geglaubte DKPutt war vorhanden ... whatever.
Was eher interessant war, war der Altersschnitt der Leute. Ziemlich gemischt. Da meine Eltern auch mitgelatscht sind, waren wir eben auch 3 Generationen, das zog sich quer durch die Demonstranten, youngsters, Mittelalter und wirklich alte Leute. Fand ich spannend.
Gut ... das Geblubber besonders der Sozialisten kennt man, nicht weiter erwähnenswert.
Tscha ... schaun wer mal ob sich tatsächlich langsam ne Bewegung abzeichnet.
Gruß
Peter
Ich hab die Berichterstattung in den Medien verfolgt.
Die wollten die Teilnehmerzahl mal wieder herunterspielen. Von 'ein paar tausend' war die Rede.
Die Bilder zeigten immer nur die Spitze der Demonstrationszüge und obwohl es Luftaufnahmen gab, gab es keinen Überblick sodaß man sich selbst ein Bild hätte machen können, ob diese Angaben stimmen.
Heute dann wurde nach oben korrigiert.
naja Britta,
das ist eben immer so bei Demos. Who care? Aber zumindest in Berlin sehr schwer abzuschätzen wieviel tatsächlich da waren.
Was mich wirklich eher nervt ist, daß es halt nen Zwischenfall gegeben hat, wie gesagt, hab ich nicht gesehen und der mal wieder maßgeblich die Diskussion beeinflußt.
Übrigends spannend war, daß am Straßenrand Autos geparkt waren, u.a. Mercedes und nen Porsche ... die Autos aber nicht angerührt worden sind. Auch lustig, daß an drei Stellen scheunste Pflastersteine am Straßenrand gelagert waren ... nicht die dicken, unhandlichen für Straßenpflasterung, sondern die ca. 5x5cm großen für Pflasterung auf Gehwegen. Komischerweise stand überall Polizei ... nur nicht in der Straße mit den Autos nebst Pflastersteinen. In der hab ich nicht einen einzigen Polizisten gesehen. Man sehe mir altersmäßige Paranoia nach, aber irgendwie hatte ich eher das Gefühl, daß ganz bewußt drauf gewartet wurde, daß dort eine Eskalation passiert. Btw. interessant fand ich, daß aus diversen Wohnungen Solidaritätsplakate u. Fahnen gezeigt wurden, bei einem Haus sogar ein Riesenplakat, ca. 4 Stockwerke hoch.
Den genialsten Spruch, den ich gelesen hab kam von Greenpeace:
Wenn die Welt eine Bank wäre, hättet ihr sie längst gerettet.
Gruß
Peter
Also ick war gestern auch bei der Krisendemo. War erst am Lauti der interventionistischen Linken (IL) und dann im antikapitalistischen Block recht weit vorn. War recht kraftvol, lautl und energisch mit vielen, mal mehr mal weniger lustigen Parolen und Transpis.
Gleich am Anfang ist mir das "Cop & Dog" Spalier fast am Anfang wo das gebelle der Hunde schon recht aggressiv rüber kam. Nett war auch die Dach-Transpi-Aktion in der Torstr.
Bis zum Alex verlief dann auch alles, von ein paar Böllern abgesehen, friedlich, erst am Roten Rathaus kam es dann zu einigen Rangeleien mit der 23. (berüchtigte BFE in Berlin) die wie immer sehr aggressiv rüber kamen, mit Greiftrupps in die Demo gerannt sind und das nicht gerade deeskalierend wirkte. Randale ist aber doch noch was anderes, siehe Griechenland und Frankreich.
Generell ist es den Bullen und der bürgerlichen Presse mal wieder gelungen die Proteste zu diskreditieren.
Ich bin für eine intensive und offene Diskussion wie und in welcher Form protestiert wird und angesichts der sich zuspitzenden Verhältnisse protestiert werden darf. In oben erwähnten Ländern ist die Sympathie mit Menschen die sich offensiv gegen die herrschenden Verhältnisse (wozu auch die Polizei gehört) stellen weit aus höher, gerade in der sich links positionierenden Bewegung.
später mehr, meine Rosa will Raus spielen
Iphigenie 29.03.2009, 13:50 Wir zahlen nicht für eure Krise
Wenn es nach mir ginge, gäbe es überhaupt keine Demonstrationen
mehr, sondern nur noch Einzelkämpfer, also Menschen, die etwas in
der Umgebung tun, in der sie eingebettet sind; in der sie, um ein
Beispiel zu nennen, Flugblätter erstellen und diese in Hausbriefkästen
werfen, oder an Orten, an denen man es nicht erwartet
(Lebensmittelregale). Es wird dem System nicht möglich sein, hinter
jedem Bürger einen schwerbewaffneten Polizeibüttel in Position zu
bringen. Auch wird es schwer sein, hinter jedem Bürger einen
Reporter zu stellen.
So eine Massendemonstration erfordert viel zu hohe Energien,
die schlussendlich in keinem Verhältnis zum Aufwand stehen -
zumindest nicht vom Blickwinkel eines Demonstranten her gesehen.
Am meisten nützt sie dem herrschenden Regime, das mal wieder
zeigen kann, wie dumm Demonstranten sind und wie wichtig es ist,
die Polizei-und Militärkräfte weiter auszubauen.
Andererseits kann das Regime damit stets seine ungeheuere
Stärke demonstrieren, kann zeigen, dass das Volk absolut keine
Chance hat, wie auch immer an ihrer Macht zu rütteln. – Und es kann
auch zeigen, wie verschwindend gering die Anzahl seiner Gegner ist….
Denn was sind schon Zwanzigtausend, Vierzigtausend
oder Vierhunderttausend Demonstranten gegen ein 82 Millionen-Volk?
Dieses Zahlenmythos habe ich eh noch nie so richtig kapiert...es ist
doch aus der Sicht des Regimes normal, daß es Teilnehmerzahlen
runterspielt, würde ich auch machen, wenn ich das Regime wäre.
Wer wäre auch so naiv, von den Herrschenden Aufrichtigkeit zu erwarten?
Die meisten Demonstranten tun übrigens wenig oder fast gar
nichts Politisches in ihrem tagtäglichen Lebenskreis, sind von allen
anderen politisch-Nichtstuenden mithin kaum zu unterscheiden. Sie
glauben, wenn sie auf Demonstrationen gehen oder eine
politische Veranstaltung besuchen, oder im Internet schreiben, hätten
sie das Wichtigste getan. Das Wichtigste aber ist und bleibt das
persönliche Gespräch mit Leuten seines sozialen Umfeldes.
Als ich kurz vor 11Uhr an der Bockenheimer Warte, der alten Frankfurter
Uni, eintrudele, regnet es.
Viele Leute sind zu sehn, viel Gewerkschaftsvolk, viele Fahnen aller
möglichen Organisationen. Sehr viele haben die 50 Jahre Lebensstufe
schon überschritten. Zwischen 28 und 38 scheint es kaum Leute zu
geben. Alle wuseln durcheinander und warten auf was auch
immer. Passanten oder Zuschauer gibt es nicht, alle Demonstranten
sind unter sich. Aus einem Lautsprecherwagen erklingen schrille Rocktöne.
Um 12 Uhr, als eigentlich schon die Kundgebung auf dem Römer-
berg stattfinden soll, laufen die Leute hier immer noch ziellos herum.
In der Bockenheimer Landstraße aber hat sich schon seit seit
etlichen Minuten ein schwarzer Zug formiert (Die Autonomen).
Eng stehen alle dort zusammen. Überall sind uniformierte Polizeibüttel
in ihren martialischen Uniformen zu sehen. Dann auf einmal entscheidet
sich der schwarze Zug, loszumarschieren. Und er wird nicht von
den Polizeikräften aufgehalten, von denen es unter den Demonstranten
hieß, dass sie den Befehl zum Abmarsch geben würden. Dieser
schwarze Zug wird die Demonstration bis zum Römerberg anführen.
Die Bockenheimer Landstraße geht es hinunter bis zum
Opernplatz. Nirgendwo auf dem ganzen Weg, kann ich
irgendwelche Beifallskundgebungen aus Wohnhäusern erkennen
(die aber im Stadtinneren eh nicht zahlreich gesät sind) Dort sind
starke Polizeikräfte in Stellung gebracht, die den Zugang zur
Fressgasse abschirmen ebenso den Zugang zum Bankenviertel.
Überhaupt schirmen diese Staatsbüttel auf dem gesamten Weg
alle Straßenzugänge hermetisch ab, die nicht betreten werden
sollen. Bestimmt dreißig Staatsbüttel sind mit Videokameras
beschäftigt, die sie auf jedes erreichbare Gesicht richten. Auf der
Strecke sind nur wenige Passanten zu sehen, - die kaufen alle auf
der Zeil ein.
Kurz vor dem Eingang zum Römerberg erklärt
ein Polizeilautsprecherwagen, dass der Römerberg nicht betreten
werden dürfe, da er bereits von dem ersten Demonstrationszug, der
aus Richtung Hauptbahnhof kam, zu überfüllt sei (dass hätte
übrigens bedeutet, dass sich 20.000 Menschen darauf befunden hätten
---wo doch später die Polizei behauptete, es wären nur 15 000
Teilnehmer insgesamt gewesen), alle Teilnehmer sollten nach links
auf den Paulsplatz ausweichen. Das kann man aber mit Autonomen
nicht machen.
Ganz eng zusammenstehend gehen sie langsam gegen die
abschirmende Polizeikette vor, die sich zwischen schwarzem Block und
den bereits auf dem Römerberg stehenden Teilnehmern befindet.
Die Polizeiführung erkennt sogleich diesen taktischen Fehler und zieht
die Kette schnell zurück. Der schwarze Block und alle weiteren
Anhängsel strömen auf den Römergerg….
Der Regen hörte übrigens bald nach dem Abmarsch auf und setzte erst
wieder gegen 16 Uhr ein.
Es gab eine sehr gute Rednerin, die die augenblickliche Lage und auch
die Funktion des herrschenden Staatsapparates gut auf den Punkt
brachte; hab aber ihren Namen und Organisationszugehörigkeit
vergessen (vielleicht „Interventionistische Linke“?...oder so ähnlich).
La Fontaine, den ich zum ersten mal sah und hörte, ist ein ganz übler
Demagoge und Populist. Vorsicht vor diesem Mann, kann ich nur sagen….
grüße
Iphi:)
Also ick denke das auf die Strasse gehen und für seine Ziele und Utopien zu kämpfen ist durchaus ein geeignetes politisches Mittel, nur sollte es gelingen dieses wieder für uns zu vereinnahmen.
Die von iphie genannte Einzelkämpferstrategie hat durchaus interessante und charmante Ansätze und ick unterstütze generell fast jede Aktion die zur Überwindung der Herrschenden und der von ihnen verursachten und/oder verteidigten Verhältnisse beitragen will.
Naja Redeath
ich bin nen bißchen anderer Meinung als du. Klar traten die Polizisten vor den Hakeschen Markt extrem provozierend auf, besonderes high light die schon von dir erwähnten Köter ...
Aber provozierend auftreten und sich provozieren zu lassen, sind immer zwei paar Schuhe. Ich denke nicht, daß es sinnvoll ist Böller zu schmeißen, ganz egal ob die jemanden verletzen können oder nicht, denn diese Aktion war ja auch nur ne Provokation ... nur, die andere Seite ließ sich gerne provozieren.
Der Witz ist doch folgender, statt über die Demo zu berichten wurde eigentlich nur der Krawall in den Vordergrund gestellt (siehe Sueddeutsche Tagesschau, ntv oder Spiegel). Über die Demo in London wurde völlig anders berichtet.
Die Frage ist eigentlich, was willste mit ner Demo. Daß z.B. meine Eltern oder meine Frau mitgekommen sind, lag simpel daran, daß die sehr wohl auch die Schnauze voll haben aber du kannst Gift drauf nehmen, von Typen die sich provozieren lassen oder die selbst provozieren, genauso die Schnauze voll haben. Mir gehen die Idioten des black blocks erheblich auf die Nüsse, sollen die doch gefälligst ihre eigene Demo mit anschließender Prügelorgie machen. Hindert sie niemand dran, aber wenn nen paar jämmerliche Gestalten (ich schätze mal es waren 150 ungefähr, meinen ne Demo ob nun 15.000 oder 30.000 ist egal, dazu nutzen müssen um ihr kleines persönliches Ding zu machen, dann find ich das gelinde gesagt armselig. Nur drauf ausgerichtet andere, die nen anderen Weg gehen wollen, mit rein zu ziehen und sich in der Menge möglichst zu verstecken (siehe Rostock G8) ist dermaßen feige, mir fehlen die Worte. Wenn ich Berlin 1.Mai nehme, dann war schon im letzten Jahr es so, daß die friedlichen Demonstranten so dermaßen die Schnauze voll hatten von den Chaoten, daß sogar in einem Fall die Polizei dazwischen gehen mußte, weil es einigen nicht paßte, daß jemand mit Pflastersteinen schmeißt und die sich den zur Brust genommen haben. Die Rückzugsräume innerhalb von Demonstrationen werden knapp für die Chaoten, die noch nicht trocken hinter den Ohren, ihren pupertären Größenwahn ausleben wollen, statt politisch etwas erreichen zu wollen.
Mir ist es lieber auf 150 Spinner zu verzichten und dafür aus einer breiten Bevölkerungsschicht Leute zu bekommen, die etwas verändern wollen, weil sie eingesehen haben, daß es so nicht weiter geht.
ebenfalls naja
Also erstens war der "schwarze Block" wesentlich größer, ick würde so 2000 bis 2500 schätzen... zweitens finde ich es zu einfach und zu desinformiert autonomen politische Ziele abzusprechen, ganz im Gegenteil sogar, sie vertreten die radikalsten Ansätze. Das passt natürlich nicht jedem, also werden sie kriminalisiert und ihnen die politische motivation abgesprochen.
Das die Herrschenden die Verhältnisse um jeden Preis und vor allem mit Gewalt erhalten wird immer deutlicher, fällt aber noch nich jedem auf. (Siehe der Einsatz der Bundeswehr im inneren, einsatz von privaten Sicherheitskräften in Problembezirken usw.)
Um mal den Quetschman zu zitieren "...den wer mit Gewalt beherrscht wird, wird sich auch gewaltig wehren! Dankeschön"
In Berlin hatte ich den Eindruck das auch ältere Menschen sehr angepisst waren von der Brutalität der Cops und diese angeschrien haben, als diese bis zum Neptunbrunnen vorgestossen sind. Vielleicht muss sich die Lage erst zuspitzen das die Akzeptanz für Widerstand gegen die Kapitalbüttel in jeglicher Form, also zuallererst der ausführende Staatsapparat, wächst.
Iphigenie 29.03.2009, 20:52 Peter @ all
Du schreibst:
Der Witz ist doch folgender, statt über die Demo zu berichten wurde eigentlich nur der Krawall in den Vordergrund gestellt (siehe Sueddeutsche Tagesschau, ntv oder Spiegel). Über die Demo in London wurde völlig anders berichtet.
Es liegt doch wohl klar auf der Hand, daß die Herrschenden Demon-
strationen gegen sich nicht gerade lieben, oder? Welchen Grund
hätten sie denn, positiv darüber zu berichten? Ich weiß nicht, inwieweit
Du Dich schon mit Publizistik und Massenkommunikation befasst
hast. Jedenfalls wird der eigene Standpunkt dadurch relativiert
(objetiviert), wenn ich über die gleiche Sache, die in einem anderen
Land geschieht, positiv schreibe. Würde ich darüber ebenso
negativ schreiben, könnte man mich der Parteinahme verdächtigen.
Was mich an dem Black block rein äußerlich ein wenig faszinierte, war
die Gruppendisziplin. Von Anbeginn stellten sich diese Leute in
einer geschlossenen Formation auf und sicherten sich nach allen vier
Seiten mit bauchnabelhohen reißfesten Transparenten ab. Ich lief oft
neben dem Zug her (es mögen in Frankfurt auch um die 150 bis 200
Personen gewesen sein). Ein paar Feuerwerkskörper explodierten nur
am Opernplatz. Sie verteilten auch eine Zeitung mit Namen DA,
Direkte Aktion…anarchosyndikalistische Zeitung (gelesen hab ich sie
noch nicht). Kurze Rangeleien gab es nur vor dem Römerberg in
der Braubachstraße (siehe meinen Bericht). Später im U-Bahnhof
Hauptwache wurden übrigens einige Anarchos von etlichen Polizeibütteln
bis zur S-Bahn begleitet. Jämmerlich sahen diese Jungs und Mädels
(so ab Jahrgang 1985 ) in Frankfurt aber nicht aus, Peter. Ihre
schwarzen Klamotten machten einen sehr ordentlichen Eindruck.
Aber wie dem auch sei. Ich halte solche Massendemonstrationen
für kontraproduktiv. In über 100 Bussen wurden Demonstranten aus
der Umgebung und Süddeutschland herangekarrt. Welch ein Aufwand für
ein kurzes Aufflackern, das von den herrschenden Medien immer
ein gefundenes Fressen ist. Verlaufen Demonstrationen zu friedlich,
macht man sich über sie lustig („ Ob es vielleicht deshalb so ruhig zuging,
weil das Themometer die 24 Grad Celsius Marke überschritt?“), gibt es
Randale, dann spielen die Demonstranten den Rechten in die
Hände.
Im übrigen glaube ich, dass sich viele nur in der Menge wohlfühlen.
Mir fiel auf, dass etliche ihre Fahnen einrollten, als sie einzeln
den Kundgebungsplatz verließen. Hätten sie doch weiterhin offen
tragen können, oder? Politische Schriften und Flugbätter konnten
an Passanten nicht verteilt werden, weil es kaum Passanten gab,
oder die Polizeihorden alle Zugangsstraßen in dem Augenblick, in
dem der Demonstrationszug diese passierte, perfekt abriegelten.
Würde jeder der 55 Tausend Demonstranten (mir eigentlich egal,
wie viel es waren) einmal in der Woche eine Stunde lang etwas
Konkretes für eine andere Welt tun, könnten beispielsweise jetzt an
165 000 Stellen in der Republik an irgendwelchen Stellen A4 Blätter
hängen oder kleben, auf denen in großen Buchstaben stünde:
Wenn die Welt eine Bank wäre,
hättet ihr sie längst gerettet.
Genau solche drei Blätter habe ich gestern an drei Orten mit
Klarsichthüllen befestigt – und ich bin sicher, dass sie morgen dort
noch hängen werden.
Im übrigen, Peter, dieser Spruch hing in der letzten Woche bei uns
an der Deutschen Bank. Greenpeace hatte dort ein riesiges
Transparent befestigt, das die Geschäftsleitung nicht sofort entfernen
ließ.
grüße
Iphi:)
also wenn du den Antifa schwarzen Block meinst, dann kann ich nur sagen unter nem Kasten Jever komm ich nicht auf deine 2000-2500 Nasen ... nach nem ganzen Kasten werd ich wohl mehr als doppelt sehen ... vielleicht kommt man so in den Bereich.
Diese hirnlosen Pappnasen politisch????? Weia ... parolengröhlende Idioten die nichtmals kapieren was sie da gröhlen, im übrigen feige Arschlöcher, können ja gerne ihr eigenes Ding machen. Es ist nicht nur unpolitisch sich feige unter anderen zu verstecken um hinten herum Randale zu machen, es schadet auch noch ungemein. Denke nen Teil von diesen Idioten wird auch noch für die Randale bezahlt, damit politische Bewegungen von "innen" heraus torpediert werden. Ob nun 20% oder 50% bezahlte Kollaborateure sind, weiß ich nicht, aber sorry to say, die haben nichts, aber auch rein garnichts mit politischen Bewegungen zu tun und daß diese Penner auch noch die schwarze oder schwarz-rote Flagge mißbrauchen zeugt von wenig bis keinem Verständnis für diese Ziele.
Iphi
ich kenne genügend von diesen Jungspunten, die im black block "marschieren" ... im übrigen der Punkt, weshalb ich mich von der FAU fernhalte (DA wird von der FAU herausgegeben). Habe mal versucht mit denen ins Gespräch zu kommen ... aber vergiß es einfach.
Politisch sinnvoll ist für mich nur eine Art, die mögliche Perspektiven aufzeigt. Perspektivlos gegen etwas zu sein, weil man muß ja dagegen sein .... gleichzeitig nach außen hin (du hast das ja schön beobachtet mit dem disziplinierten Auftreten) als "Elite" aufzutreten, ist eben nichts anderes als ein "elitärer" Gedanke den auch die "lieben" Sozialisten so drauf haben. Schau dir die Leute von der DKPutt oder Spartakus oder MLP uä an, wirste selbiges feststellen. Dennoch, statt an Visionen zu arbeiten die weiterführen, muggeln die ausschließlich nur in ihrem Haß rum. Was soll das bringen? Nichts. Abgesehen davon diskreditieren die die anderen und sind extremst feige, weil "Nur" in der Gruppe treten sie als die Machos auf ... ansonsten zu feige sich offen zu zeigen. Möglichst vermummt, bloß nicht erkannt zu werden um dann Montags evt. mit Schlips und Kragen nach ihrer "Wochenendrevolution" als angepaßte Mäuschen genau wieder im "normalen" zu sein.
Ich würde dazu gerne noch viel mehr schreiben, wird hier allerdings zu privat, wenn`s dich interessiert gerne per PN. Ansonsten bleib ich dabei, nicht trockene pupertierende Pappnasen, teilweise bezahlt.
Gruß
Peter
also wenn du den Antifa schwarzen Block meinst, dann kann ich nur sagen unter nem Kasten Jever komm ich nicht auf deine 2000-2500 Nasen ... nach nem ganzen Kasten werd ich wohl mehr als doppelt sehen ... vielleicht kommt man so in den Bereich.
Recht sinnlos sich jetzt über Zahlen zu streiten, aber wir können uns wohl drauf einigen das es deutlich mehr als 150 waren.
Diese hirnlosen Pappnasen politisch????? Weia ... parolengröhlende Idioten die nichtmals kapieren was sie da gröhlen, im übrigen feige Arschlöcher, können ja gerne ihr eigenes Ding machen. Es ist nicht nur unpolitisch sich feige unter anderen zu verstecken um hinten herum Randale zu machen, es schadet auch noch ungemein.
Schonmal was vom Antiberliner, vom Aranca oder von Analyse und Kritik gehört oder sogar mal gelesen, alles andere als hirnlos. Die Antikapitalisten und Autonomen haben sich auch nicht versteckt, sondern hatten sogar ihren eigenen Block, eingebettet in die Demo und auch in die Vorbereitung.
Denke nen Teil von diesen Idioten wird auch noch für die Randale bezahlt, damit politische Bewegungen von "innen" heraus torpediert werden. Ob nun 20% oder 50% bezahlte Kollaborateure sind, weiß ich nicht, aber sorry to say, die haben nichts, aber auch rein garnichts mit politischen Bewegungen zu tun und daß diese Penner auch noch die schwarze oder schwarz-rote Flagge mißbrauchen zeugt von wenig bis keinem Verständnis für diese Ziele.
Die schwarze und schwarz-rote Fahne ist schon immer mit Gewalt bekämpft worden und in früherer Zeit wurde sie auch mit Gewalt verteidigt. Siehe die Revolutionen in Europa Anfang der 20iger Jahre oder auch der spanische Bürgerkrieg in dem Anarchisten einen nicht unerheblichen Teil der republikanischen Armee gestellt haben. Wichtig ist nur das wir nicht so Skrupellos werden wie die Nazis und die die uns regieren.
hm ... die schwarze Flagge wurde "immer" mit Gewalt verteidigt .... ähm ja.... Vielleicht solltest du dir einfach mal die Diskussionen der letzten Jahrzehnte mal reinziehen, dann würdest du locker feststellen, daß bei den Anarchisten sich als Grundgedanke Kropotkins Überlegung durchgesetzt hat, daß wenn man auf ein Ziel zugehen will, der Weg das Ziel beinhalten muß. Willst du ne friedliche Welt, kannste das nicht mit Gewalt durchsetzen, willst du ne Welt in der Menschen mitbestimmen, na dann mußt du die eben mitbestimmen lassen und sorry to say, sich provozieren zu lassen und Gewalt anzuwenden führt eben nicht zu einer friedlichen Welt ... als black block Gewalt anzuwenden ohne das der Rest der Demonstranten darüber informiert ist, geschweige denn ein Einverständnis gegeben hat oder das auch nur ansatzweise gut findet ... führt eben auch nicht zu einer Welt in der Menschen mitbestimmen können.
Ganz einfach, diese Idioten ziehen die schwarze Flagge in den Schmutz, weil denen absolut nicht klar ist wofür die steht. Anarchie brüllen ohne jegliches Verständnis, was Anarchisten wollen ist eben nicht eine Unterstützung anarchistischer Ideale, es ist ne Persiflage auf eben jene. Es ist weder politisch weiterführend noch in irgendwie anarchistisch. Sucht euch doch ne eigene Flagge aus, wie immer die auch aussehen möge, aber verkauft nicht den Anarchismus auf Basis pupertierendem Schwachsinn.
hm ... die schwarze Flagge wurde "immer" mit Gewalt verteidigt
Hab ich so nie behauptet, vielleicht nochmal lesen was ick geschrieben habe.
Vielleicht solltest du dir einfach mal die Diskussionen der letzten Jahrzehnte mal reinziehen, dann würdest du locker feststellen, daß bei den Anarchisten sich als Grundgedanke Kropotkins Überlegung durchgesetzt hat, daß wenn man auf ein Ziel zugehen will, der Weg das Ziel beinhalten muß. Willst du ne friedliche Welt, kannste das nicht mit Gewalt durchsetzen, willst du ne Welt in der Menschen mitbestimmen, na dann mußt du die eben mitbestimmen lassen und sorry to say, sich provozieren zu lassen und Gewalt anzuwenden führt eben nicht zu einer friedlichen Welt ... als black block Gewalt anzuwenden ohne das der Rest der Demonstranten darüber informiert ist, geschweige denn ein Einverständnis gegeben hat oder das auch nur ansatzweise gut findet ... führt eben auch nicht zu einer Welt in der Menschen mitbestimmen können.
Proudhon und Bakunin haben eine etwas andere Auffassung von Anarchismus die mir wesentlich besser zusagt als der weichgespülte Kropotkinsche Mist. Die beiden sahen im Anarchismus die völlige Desorganisation der bürgerlichen Gesellschaft um dann aus ihren Trümmern eine auf Freiheit, Solidarität und Rationalität beruhende Gesellschaft wachsen zu lassen.
Dieser Reformismusquark, zu dem auch der ältere Kropotkin zählt, geht mir ehrlich gesagt tierisch auf die Nerven.
Ganz einfach, diese Idioten ziehen die schwarze Flagge in den Schmutz, weil denen absolut nicht klar ist wofür die steht. Anarchie brüllen ohne jegliches Verständnis, was Anarchisten wollen ist eben nicht eine Unterstützung anarchistischer Ideale, es ist ne Persiflage auf eben jene. Es ist weder politisch weiterführend noch in irgendwie anarchistisch. Sucht euch doch ne eigene Flagge aus, wie immer die auch aussehen möge, aber verkauft nicht den Anarchismus auf Basis pupertierendem Schwachsinn.
Vermutungen, Vermutungen und nochmals Vermutungen... Mit wievielen Autonomen und Anarchisten hast Du (Ick bin ma so frei) denn am Samstag gesprochen um zu sagen das die alle keine Ahnung von Anarchismus haben? Was sind anarchistische Ideale? Zeichnet sich Anarchismus nicht unter anderem dadurch aus das es kein Ideal gibt?
In Frankreich, Griechenland und Italien zum Bleistift wird in der Linken ganz anders über militante Aktionsformen diskutiert. Die Bankenerstürmung in Island haben wohl auch autonome Horden zu verantworten.
Nur hier in Deutschland ist die gemässigte Linke dermaßen damit beschäftigt der bürgerlichen Presse in den Arsch zu kriechen das für Solidarität und Aktionismus wenig Zeit bleibt.
Iphigenie 30.03.2009, 02:46 hmmmmmm...
*Iphigaaaaanzverwirrtjetztist*
...............:kopfkratz::kopfkratz::(
hmmmmmm...
*Iphigaaaaanzverwirrtjetztist*
...............:kopfkratz::kopfkratz::(
Schließe mich dem an....
Wenn ich auf Demo war - gegen HartzIV oder vom DGB, dann hatte ich immer den Eindruck dass der schwarze Block sich aus Rechten und professionellen Krawallmachern zusammensetzt.
Das es da politische Ziele geben soll, davon habe ich noch nichts gehört. Mag aber an der Presse liegen?
Politische Ziele ausser Krawallmachen konnte ich nicht erkennen.
Hellmann 30.03.2009, 08:24 Schonmal was vom Antiberliner, vom Aranca oder von Analyse und Kritik gehört oder sogar mal gelesen, alles andere als hirnlos.
Naja, da schauen wir mal den "Antiberliner" näher an:
Nach Elsässer ist die derzeitige Finanzkrise kein systemimmanenter Fehler des Kapitalismus, vielmehr handele es sich um einen »bewussten Angriff des anglo-amerikanischen Finanzkapitals«.
Quelle: http://www.antiberliner.de/artikel/artikel2005.htm
Ein "systemimmanenter Fehler des Kapitalismus" ist etwas, wogegen man halt nichts machen kann, außer den Kapitalismus ganz abzuschaffen, wozu es eine Weltrevolution bräuchte, für die aber leider die politische Unterstützung fehlt.
Nun hat aber Elsässer das angloamerikanische Finanzkapital nicht geträumt, sondern das ist mit seinen neoliberalen Ideologen sehr lebendig und dürfte die Kreise sogar finanzieren, die von ihm nichts wissen und stattdessen die Weltrevolution erträumen wollen.
In der Form allerdings, wie Elsässer diese Inhalte präsentiert, bietet er Neonazis eine offene Flanke für ihre antisemitische Propaganda.
Was man gleich daran erkennen könne, dass die (V-Leute vom Verfassungsschutz in der) NPD gleich für die Elsässer-Veranstaltung geworben hätte(n). Da wäscht nämlich eine Hand die andere (die V-Leute und die Drahtzieher der Antifa).
Dass nämlich auch Nazis die Weltwirtschaft seit jeher als gesteuerten Prozess zu erkennen glauben, der Krisen bewusst herbei führt und zudem die charakteristische Trennung von raffendem Bank- und schaffendem Industriekapital vornehmen, sollte Elsässer aufgrund seiner »antideutschen« Vergangenheit wissen.
Gerade deswegen verwundert es, dass Elsässer etwa den Terminus »anglo-amerikanische Finanzaristokratie« benutzt, der bei Neonazis als Synonym für »jüdische Weltfinanz« gilt.
Wirtschaftskrisen wurden und werden durch die Geldpolitik verursacht, was jeder Kenner der Materie auch weiß, womit er nicht zum Nazi wird. Will jemand die geldpolitische Verursachung von Wirtschaftskrisen im Interesse der Opfer derselben verhindern, dann ist es ein Linker. Will er stattdessen die Wertform analysieren, die Wertkritik fördern und alles, was nicht gleich die Weltrevolution ist, als Systemstabilisierung oder gleich als Nazipolitik diskreditieren, dann handelt es sich um einen, der verdeckt für das System arbeitet. Das kostet das System nicht viel, meist Trinkgeld, und ist sehr wirkungsvoll.
Die "antideutsche Vergangenheit" von Elsässer lässt mich natürlich auch an seinem Gesinnungswandel zweifeln. Man muss bei den herrschenden Verhältnissen immer damit rechnen, dass so eine Idee wie ein breites Bündnis gegen das Finanzkapital und dessen nächste inszenierte Krise auch ganz gezielt diskreditiert werden könnte.
Also mal schauen, wie geschickt oder tolpatschig sich Elsässer gegen die Kampagne zu verteidigen weiß, die natürlich nicht seiner Person, sondern der Sache gilt, etwas gegen die Krise und deren Urheber, das Finanzkapital, zu unternehmen.
Und mal schauen, ob Attac mit seiner Forderung "Casino schließen" auf seinem Kurs gegen das Finanzkapital bleibt, oder ob die Bewegung in Richtung Klimakatastrophe manipuliert wird und zum Schluss noch die Wirtschaftskrise zwecks Umweltschutz und CO2-Vermeidung zwar bedauerlich, aber doch ganz positiv findet, wie wir es von den Ökos in den 80er Jahren schon erlebt haben.
Für die war Keynes einfach scheiße, weil der doch die Konjunktur und das Wachstum ankurbeln wollte, um die Massenarbeitslosigkeit zu überwinden. Und das ist doch furchtbar für die Umwelt...
HartzIV fanden die Grünen dann positiv für die Umwelt.
aha Redeath
Bakunin und Proudhon. Abgesehen davon, daß ich die beiden klasse finde, sehe ich nicht wo auch nur einer von beiden primitive und unproduktive Gewalt als Mittel gefordert oder gar eingesetzt hat. Wenn du bei Bakunin die Büchlein "Katechismus des Revolutionärs" oder "Prinzipien der Revolution" meinst um Bakunin in die gewaltbereite Ecke zu stellen, muß ich dich enttäuschen, beide stammen eben nicht von Bakunin sondern von Netschajew, der geschickt versuchte Bakunin als Urheber dieser widerlichen Traktate zu suggerieren und bis heute damit "Glück" hat ... Tatsächlich schrieb Bakunin zu Netschajew und seinen Traktaten: " Die Gedanken des furchtbaren Ehrgeizlings (Anm. gemeint Netschajew) sind für den Leib einzig und allein Gewalt, für die Seele die Lüge"
und ... Anarchie hat keine Ideale????? Aha ... Richtig ist, daß Anarchie keine Dogmen kennt, aber sehrwohl Ideale. Wenn du das noch nicht begriffen hast, dann sorry to say, fehlt dir jegliches Verständnis für Anarchie. Ob Bakunin, Proudhon, Godwin, Kropotkin, Gandhi usw ... alle hatten eine ganz große Gemeinsamkeit, die Ablehnung von Herrschaft ... und was ist denn GEwalt? GEwalt bedeutet doch nichts anderes, als dem anderen etwas aufzuzwingen, ihn zu beherrschen. Da Herrschaft aber abgelehnt wird, kann es innerhalb des Anarchismus keine Gewalt als "Lösung" von Konflikten ein adäquates Mittel sein. Umstritten innerhalb der Anarchisten ist das Thema Notwehrrecht, der pazifistische Teil der Anarchisten bestreitet dies.
Octave Mirbeau schrieb als Anarchist nach den Bombenanschlägen der "Propaganda der Tat" Anfang 1890 : "Ein Todfeind des Anarchismus hätte diesem keinen größeren Schaden zufügen können als Emile Henry mit seinen unerklärlichen Bombenanschlägen auf friedliche Bürger, die in ein Cafe gekommen waren, um vor dem Zubettgehen noch ein Bier zu trinken ... Emile Henry versichert, er sei Anarchist. Das ist möglich. Aber der Anarchismus hat einen breiten Rücken, er ist geduldig wie Papier. Heute pflegen sich Kriminelle auf ihn zu berufen, wenn sie ein "gutes" Verbrechen begangen haben .... Jede Partei hat ihre Kriminellen und Wahnsinnigen, weil jede Partei sich aus Menschen zusammen setzt"
Zu deiner Frage ob ich mit den Jungs des black blocks am Sa. geschnackt habe. Nein, kenne dazu zu viele persönlich und gehe auf eine solche Demo wg. der Demo, nicht um als Sozialarbeiter street work zu betreiben. Im übrigen, die meisten der Chaoten von früher (ja ich war auch mal jünger) die damals meinten Steine schmeißen zu müssen und von der großen Revolution träumten, kenn ich heute kaum noch. Grund ist nen ganz einfacher, Schlips und Nadelstreifenträger sind mir zuwider und wenn ich sehe mit welch großer Fresse die damals rumgelaufen sind um sich heute in ihrer kleinbürgerlichen heilen Welt zu sonnen ... sorry, da muß ich nicht mich um die Nachfolgegeneration dieser Loser kümmern.
Das es da politische Ziele geben soll, davon habe ich noch nichts gehört. Mag aber an der Presse liegen?
Politische Ziele ausser Krawallmachen konnte ich nicht erkennen.
Bürgerliche Presse lese ick schon lange nicht mehr (das Geschmiere des Springerverlages grenzt an Volksverhetzung) und selbst die taz ist kaum noch zu lesen. "make capitalism history" is eine der klarsten politischen Forderungen der Demo gewesen. Und Krawall war da auch keiner.
Nun hat aber Elsässer das angloamerikanische Finanzkapital nicht geträumt, sondern das ist mit seinen neoliberalen Ideologen sehr lebendig und dürfte die Kreise sogar finanzieren, die von ihm nichts wissen und stattdessen die Weltrevolution erträumen wollen.
Was man gleich daran erkennen könne, dass die (V-Leute vom Verfassungsschutz in der) NPD gleich für die Elsässer-Veranstaltung geworben hätte(n). Da wäscht nämlich eine Hand die andere (die V-Leute und die Drahtzieher der Antifa).
Da sind sie wieder die abstrusen Verschwörungstheorien... Aber Eingeweihte wissen das es "die Antifa" nicht gibt. Es gibt hunderte von kleinstgruppen die dezentral organisiert sind, das heißt es gibt keine Führungsstruktur, sondern jede Antifa ist eine Zelle. Da ist eine manipulation der gesamten antifaschistischen Bewegung eher schwierig. Es gibt einfach keine Drahtzieher...
Wirtschaftskrisen wurden und werden durch die Geldpolitik verursacht, was jeder Kenner der Materie auch weiß, womit er nicht zum Nazi wird. Will jemand die geldpolitische Verursachung von Wirtschaftskrisen im Interesse der Opfer derselben verhindern, dann ist es ein Linker. Will er stattdessen die Wertform analysieren, die Wertkritik fördern und alles, was nicht gleich die Weltrevolution ist, als Systemstabilisierung oder gleich als Nazipolitik diskreditieren, dann handelt es sich um einen, der verdeckt für das System arbeitet. Das kostet das System nicht viel, meist Trinkgeld, und ist sehr wirkungsvoll.
Für die war Keynes einfach scheiße, weil der doch die Konjunktur und das Wachstum ankurbeln wollte, um die Massenarbeitslosigkeit zu überwinden. Und das ist doch furchtbar für die Umwelt...
HartzIV fanden die Grünen dann positiv für die Umwelt.
Kapitalismus ist eine permanente Krise. Es geht darum ausbeuterische Verhältnisse zu überwinden und nicht darum diese zu stabilisieren. Kapitalismus heisst nun mal Ausbeutung; Unterdrückung, Krieg, Vernichtung der Umwelt auch im keyneschen Kapitalismus light.
Es ist Zeit über andere Wege nachzudenken. Kapitalisten enteignen, Produktion vergesellschaften, Nationalstaaten abschaffen...
Iphigenie 30.03.2009, 11:42 Bürgerliche Presse lese ick schon lange nicht
mehr (das Geschmiere des Springerverlages grenzt an Volksverhetzung)
und selbst die taz ist kaum noch zu lesen. "make capitalism history" is
eine der klarsten politischen Forderungen der Demo gewesen. Und Krawall
war da auch keiner.
Also für mich war es die erste bewußte persönliche Erfahrung mit
dem schwarzen Block (ich hatte das ja alles schon hier beschrieben).
Ich habe auch nichts von Krawall entdecken können. Der schwarze
Block hat in Frankfurt den Demonstrationszug von der Bockenheimer
Warte bis zum Römerberg angeführt. Einmal ist am Opernplatz ein
kleiner Kracher abgeknallt (fünf sechs kleine aufgereihte
Schläge hintereinander). Ich hielt mich die ganze Zeit über im
Umfeld des schwarzen Blocks auf. Am Römerberg wollte die Polizei
den Zug nicht auf den Platz lassen, weil angeblich dieser schon zu
voll war. Die Schwarzen hakten sich ganz eng ein und drückten
gegen die Polizeibüttel. Die Polizeiführung sah sofort diesen taktischen
Fehler ein und zog den Kordon zurück (die Polizeibüttel saßen praktisch
in einer Falle...vor ihnen die Schwarzen, und im Rücken die
bereits Römerberganwesenden)
Da sind sie wieder die abstrusen Verschwörungstheorien...
Aber Eingeweihte wissen das es "die Antifa" nicht gibt. Es gibt hunderte
von kleinstgruppen die dezentral organisiert sind, das heißt es gibt
keine Führungsstruktur, sondern jede Antifa ist eine Zelle. Da ist
eine manipulation der gesamten antifaschistischen Bewegung eher
schwierig. Es gibt einfach keine
Drahtzieher...
Mit Leuten aus dem schwarzen Block habe ich mich nicht
unterhalten. Ich hatte aber an der Bockenheimer Warte ein Gespräch
mit einer älteren Frau von attac gehabt. Sie berichtete mir, daß sie
früher bei den Grünen gewesen sei, und diese verlassen habe, als es
sich abzeichnete, daß die Basis nichts mehr zu sagen habe. Bei attac
fand sie eine neue Heimat. Leider hätte sich attac in den letzten
Jahren sehr zentralistisch entwickelt, es gäbe eine Clique von rund
zwanzig Oberbonzen, die darüber bestimmen würden, was
überregional deutschlandweit veröffentlicht würde. Die Basis hätte
keine Chance, sich Gehör zu verschaffen, wäre allerdings auch
immer zersplitteter und es gäbe kaum noch Basisgruppen, die sich
regelmäßig träfen. Es gäbe sehr viele Passivmitglieder, die halt
einen monatlichen Beitrag als Spende abführten. Angeblich soll
attac mittlerweile von den Gewerkschaften finanziell unterstützt
werden. Ich halte es vom Prizip her auf jeden Fall gut, sich
keiner Führungsstruktur unterzuordnen. Entweder als Einzelkämpfer
sein Leben fristen, und ganz allein für das was man tut, selbst
verantwortlich sein, oder Freundesgruppen bilden, nicht größer als
sechs Personen (die können sich immer leicht in jeder Wohnung
treffen), die ebenfalls unabhängig von irgendwelchen
vorgesetzten übergeordneten Stellen arbeiten.
Kapitalismus ist eine permanente Krise. Es geht
darum ausbeuterische Verhältnisse zu überwinden und nicht darum
diese zu stabilisieren. Kapitalismus heisst nun mal
Ausbeutung; Unterdrückung, Krieg, Vernichtung der Umwelt
auch im keyneschen Kapitalismus light.
Es ist Zeit über andere Wege nachzudenken. Kapitalisten
enteignen, Produktion vergesellschaften, Nationalstaaten
abschaffen...
Ich denke auch, daß man sich die Sorgen die der Kapitalismus mit sich
hat, nicht zu seinen eigenen Sorgen machen sollte. Alles ist zu
unterlassen, das den Kapitalismus weiter nährt (ich hab schon Sprüche
gehört wie: " Ja aber so lange wir nichts Neues haben, müssen wir
versuchen, schlecht und recht mit ihm zu leben.").
Allerdings werden wir Kapiatlisten schlecht enteignen können...
aber sie sollten immer spüren, daß wir nicht ihre Freunde sind.
grüße
Iphi:)
Kann es sein, dass in den Onlineausgaben der Zentralmedien rein gar nichts zu diesen Demos zu finden ist? Oder bin ich blind?
Iphigenie 30.03.2009, 11:55 Naja, da schauen wir mal den "Antiberliner" näher an:
Quelle: http://www.antiberliner.de/artikel/artikel2005.htm
Ein "systemimmanenter Fehler des Kapitalismus" ist etwas, wogegen man halt nichts machen kann, außer den Kapitalismus ganz abzuschaffen, wozu es eine Weltrevolution bräuchte, für die aber leider die politische Unterstützung fehlt.
Nun hat aber Elsässer das angloamerikanische Finanzkapital nicht geträumt, sondern das ist mit seinen neoliberalen Ideologen sehr lebendig und dürfte die Kreise sogar finanzieren, die von ihm nichts wissen und stattdessen die Weltrevolution erträumen wollen.
Was man gleich daran erkennen könne, dass die (V-Leute vom Verfassungsschutz in der) NPD gleich für die Elsässer-Veranstaltung geworben hätte(n). Da wäscht nämlich eine Hand die andere (die V-Leute und die Drahtzieher der Antifa).
Wirtschaftskrisen wurden und werden durch die Geldpolitik verursacht, was jeder Kenner der Materie auch weiß, womit er nicht zum Nazi wird. Will jemand die geldpolitische Verursachung von Wirtschaftskrisen im Interesse der Opfer derselben verhindern, dann ist es ein Linker. Will er stattdessen die Wertform analysieren, die Wertkritik fördern und alles, was nicht gleich die Weltrevolution ist, als Systemstabilisierung oder gleich als Nazipolitik diskreditieren, dann handelt es sich um einen, der verdeckt für das System arbeitet. Das kostet das System nicht viel, meist Trinkgeld, und ist sehr wirkungsvoll.
Die "antideutsche Vergangenheit" von Elsässer lässt mich natürlich auch an seinem Gesinnungswandel zweifeln. Man muss bei den herrschenden Verhältnissen immer damit rechnen, dass so eine Idee wie ein breites Bündnis gegen das Finanzkapital und dessen nächste inszenierte Krise auch ganz gezielt diskreditiert werden könnte.
Also mal schauen, wie geschickt oder tolpatschig sich Elsässer gegen die Kampagne zu verteidigen weiß, die natürlich nicht seiner Person, sondern der Sache gilt, etwas gegen die Krise und deren Urheber, das Finanzkapital, zu unternehmen.
Und mal schauen, ob Attac mit seiner Forderung "Casino schließen" auf seinem Kurs gegen das Finanzkapital bleibt, oder ob die Bewegung in Richtung Klimakatastrophe manipuliert wird und zum Schluss noch die Wirtschaftskrise zwecks Umweltschutz und CO2-Vermeidung zwar bedauerlich, aber doch ganz positiv findet, wie wir es von den Ökos in den 80er Jahren schon erlebt haben.
Für die war Keynes einfach scheiße, weil der doch die Konjunktur und das Wachstum ankurbeln wollte, um die Massenarbeitslosigkeit zu überwinden. Und das ist doch furchtbar für die Umwelt...
HartzIV fanden die Grünen dann positiv für die Umwelt.
Hallo Helli,
wenn ich manchmal so einen Beitrag von Dir lese, stellt sich sofort
für mich die Frage: "Gibt es im Leben dieses Mannes irgendeinen
Menschen, den er einfach gut findet?" Also ich meine einen Menschen,
den wir alle zumindest aus der Literatur ....Geschichte her
kennen.
Höchstwahrscheinlich war für Dich selbst ein Mahatma Gandhi ein böser
gekaufter Agent, oder?
grüße
Iphi:)
weia
das tut ja beim lesen schon weh ....
Kapitalismus ist ganz einfach Kapital aus Kapital zu generieren ... und das Kapital hängt ursächlich mit dem Äquivalent, also Geld zusammen. Während du Redeath an der Oberfläche rumkratzen willst, benennt Hellmann das eigentliche Problem, nämlich die Geldpolitik. An das Thema willste nicht ran weil angeblich Verschwörungstheorie und ansatzweise antisemitisch ...
Nascha ist klar, wenn man sich nen geistigen Knoten selbst macht, dann kann ich natürlich die Kommentare zum black block besser verstehen ...
Nun denn. Dann schreibst du "vergesellschaften". Warum nicht verstaatlichen? Ach ja, du mußt ja so tun, als gäbe es nen Unterschied zu den Sozialisten, die meinen daß ne Elite irgendwen führen muß. Schon klar. Unklarer wird jedoch diese Forderung vor dem Hintergrund, daß du den spanischen Bürgerkrieg anführst, bei dem Anarchisten eben NICHT vergesellschaftet haben ... oder Proudhon der mit seinem Bankprojekt selbstverwaltete Betriebe erreichen wollte ... oder ein Bakunin, der die kollektiven Zusammenschlüsse von Uhrenwerken im schweizer Jura als Vorbildfunktionen nahm, in denen tatsächlich verschiedene Betriebe in Selbstverwaltung untereinander kooperierten, aber auch in Konkurrenz zueinander standen und beileibe nicht vergesellschaftet waren. Schon erstaunlich wie wenig solche vergesellschafteten Ideen mit den Ideen von Anarchisten, wieviel sie aber mit den Ideen von Sozialisten zu tun haben. Proudhon war übrigends einer der ersten, die eine Trennung Besitz - Eigentum machten. Eigentum ist Diebstahl ... nach Proudhon, weiter jedoch ist Besitz notwendig um wirtschaftlich zu handeln. Besitz ist aber gebunden an mindestens eine natürliche Person, irgendeine Masse namens Gesellschaft kann natürlich eben keinen Besitz ausüben. Sorry to say, falsche Fraktion.
Wie das kommt fragt man sich verwundert ... und dann liest man arranca mal nen bißchen quer und reibt sich verwundert die Augen. Der Zionismus wird über den grünen Klee gelobt, als wäre irgendeine nationalistische Bewegung auch nur ansatzweise nachvollziehbar, insbesondere vor dem Hintergrund des massenhaften Mordens ... aber ok, kann man unterschiedliche Auffassung sein ... ( Empfehle allerdings tatsächlich Proudhon mal zu lesen und sich mit dem zu beschäftigen. Es gibt ne ganze Reihe von Äußerungen Proudhons von denen ich mich distanziere, da eindeutig antisemitisch. )
Aber es kommt noch doller ... nen Mao, einer der großen Schlächter des letzten Jahrhunderts, erscheint als weiser Übervater, die Kulturrevolution als notwendiger Schritt ... wow ... selten soviel Geschichtsklitterung gelesen. Kommt gut .... zumindest als Realsatire.
Iphi
sei froh, daß die sich ruhig verhalten haben. Denke mit Schaudern noch an Rostock zum G8 Gipfel, wo diese Hirnis es geschafft haben ne ganze Demo zu zerschießen. Mich stört schlicht nur, daß die unter falscher Flagge segeln und damit zumindest der anarchistischen Bewegung mehr schaden als helfen. Whatever ... zum schwarzen Block gab es nen genialen Kommentar in der graswurzelrevolution, guckst du hier : http://www.graswurzel.net/320/block.shtml
aha Redeath
Bakunin und Proudhon. Abgesehen davon, daß ich die beiden klasse finde, sehe ich nicht wo auch nur einer von beiden primitive und unproduktive Gewalt als Mittel gefordert oder gar eingesetzt hat. Wenn du bei Bakunin die Büchlein "Katechismus des Revolutionärs" oder "Prinzipien der Revolution" meinst um Bakunin in die gewaltbereite Ecke zu stellen, muß ich dich enttäuschen, beide stammen eben nicht von Bakunin sondern von Netschajew, der geschickt versuchte Bakunin als Urheber dieser widerlichen Traktate zu suggerieren und bis heute damit "Glück" hat ... Tatsächlich schrieb Bakunin zu Netschajew und seinen Traktaten: " Die Gedanken des furchtbaren Ehrgeizlings (Anm. gemeint Netschajew) sind für den Leib einzig und allein Gewalt, für die Seele die Lüge"
Was ist produktive und was unproduktive Gewalt? Zu deiner Entäuschung beziehe ick mich in keinster Weise auf die von dir genannten Bücher. Bakunin und Proudhon haben beide mit der durch die antinomische Bedeutung des Wortes hervorgerufene Verwirrung gespielt.
und ... Anarchie hat keine Ideale????? Aha ... Richtig ist, daß Anarchie keine Dogmen kennt, aber sehrwohl Ideale. Wenn du das noch nicht begriffen hast, dann sorry to say, fehlt dir jegliches Verständnis für Anarchie. Ob Bakunin, Proudhon, Godwin, Kropotkin, Gandhi usw ... alle hatten eine ganz große Gemeinsamkeit, die Ablehnung von Herrschaft ... und was ist denn GEwalt? GEwalt bedeutet doch nichts anderes, als dem anderen etwas aufzuzwingen, ihn zu beherrschen. Da Herrschaft aber abgelehnt wird, kann es innerhalb des Anarchismus keine Gewalt als "Lösung" von Konflikten ein adäquates Mittel sein. Umstritten innerhalb der Anarchisten ist das Thema Notwehrrecht, der pazifistische Teil der Anarchisten bestreitet dies.
Octave Mirbeau schrieb als Anarchist nach den Bombenanschlägen der "Propaganda der Tat" Anfang 1890 : "Ein Todfeind des Anarchismus hätte diesem keinen größeren Schaden zufügen können als Emile Henry mit seinen unerklärlichen Bombenanschlägen auf friedliche Bürger, die in ein Cafe gekommen waren, um vor dem Zubettgehen noch ein Bier zu trinken ... Emile Henry versichert, er sei Anarchist. Das ist möglich. Aber der Anarchismus hat einen breiten Rücken, er ist geduldig wie Papier. Heute pflegen sich Kriminelle auf ihn zu berufen, wenn sie ein "gutes" Verbrechen begangen haben .... Jede Partei hat ihre Kriminellen und Wahnsinnigen, weil jede Partei sich aus Menschen zusammen setzt"
Ablehnen von Herrschaft ist kein Ideal. Es darf im Anarchismus/Sozialismus kein Ideal geben. Ums mit Trotzki zu sagen, wir müssen uns in einer permaneneten Revolution befinden, die Revulution darf nie still stehen... Es muss immer erlaubt sein Kritik zu üben und ein Ideal ist Kritiklos...
Gewalt gegen friedliche Menschen ist grundsätzlich abzulehnen, aber ist deswegen Gewalt grundsätzlich abzulehnen?
Zu deiner Frage ob ich mit den Jungs des black blocks am Sa. geschnackt habe. Nein, kenne dazu zu viele persönlich und gehe auf eine solche Demo wg. der Demo, nicht um als Sozialarbeiter street work zu betreiben. Im übrigen, die meisten der Chaoten von früher (ja ich war auch mal jünger) die damals meinten Steine schmeißen zu müssen und von der großen Revolution träumten, kenn ich heute kaum noch. Grund ist nen ganz einfacher, Schlips und Nadelstreifenträger sind mir zuwider und wenn ich sehe mit welch großer Fresse die damals rumgelaufen sind um sich heute in ihrer kleinbürgerlichen heilen Welt zu sonnen ... sorry, da muß ich nicht mich um die Nachfolgegeneration dieser Loser kümmern.
Durchaus berechtigte Kritkpunkte, mir aber zu pauschal. Dann sucht sich mensch halt Personen die nicht so verlogen und/oder engstirnig sind.
Einfach mit Beleidigungen um sich schmeissen und alle über einen Kamm scheren ist nich gerade sonderlich konstruktiv. Ausserdem gibt es noch genug Ältere die sich nich ans Kapital verkauft haben. Vielleicht damals einfach die falschen Freunde und Bekannte gehabt?!
Hellmann 30.03.2009, 12:42 Da sind sie wieder die abstrusen Verschwörungstheorien... Aber Eingeweihte wissen das es "die Antifa" nicht gibt. Es gibt hunderte von kleinstgruppen die dezentral organisiert sind, das heißt es gibt keine Führungsstruktur, sondern jede Antifa ist eine Zelle. Da ist eine manipulation der gesamten antifaschistischen Bewegung eher schwierig. Es gibt einfach keine Drahtzieher...
Du meinst doch nicht im Ernst, dass da jemand sich unerkannt bei Demos im Schwarzen Block betätigen könnte, blos weil er sich was über das Gesicht zieht und sein Auto heimlich irgendwo weiter weg geparkt hat. :giggle:
Und was meinst Du, wieviele Leute das System einsetzen kann gegen "hunderte von Kleinstgruppen"? Also locker mindestens zig Mann auf jede einzelne.
Nur habe ich so von den Leuten in der Antifa den Eindruck, dass die wirklich nicht groß überwacht und bekämpft werden, sonst wüssten die nämlich davon und würden einschlägige Geschichten darüber erzählen.
Stattdessen halten die jeden, der sowas erlebt hat, für einen Verschwörungsfuzzi und Spinner.
Erklärt sich natürlich damit, dass Antifa und Schwarzer Block für das System sehr nützlich sind. Daher haben die Mitglieder auch weiter keine Probleme...
Kapitalismus ist eine permanente Krise. Es geht darum ausbeuterische Verhältnisse zu überwinden und nicht darum diese zu stabilisieren. Kapitalismus heisst nun mal Ausbeutung; Unterdrückung, Krieg, Vernichtung der Umwelt auch im keyneschen Kapitalismus light.
Es ist Zeit über andere Wege nachzudenken. Kapitalisten enteignen, Produktion vergesellschaften, Nationalstaaten abschaffen...
Aha, und Ihr macht jetzt die Weltrevolution? :kopfkratz:
Da brauchen wir uns über die Verhinderung und Überwindung der Krisen keine Gedanken mehr zu machen, was? :D
Hallo Iphi,
wenn ich manchmal so einen Beitrag von Dir lese, stellt sich sofort
für mich die Frage: "Gibt es im Leben dieses Mannes irgendeinen
Menschen, den er einfach gut findet?" Also ich meine einen Menschen,
den wir alle zumindest aus der Literatur ....Geschichte her
kennen.
leider kann ich Dir sogar den Keynes nicht als wirklich guten Menschen empfehlen. Er hat als Spekulant damals nach dem Krieg sein Wissen genutzt und auf die Entwertung der Mark gesetzt, was nicht viel Genie erfordert. Seine "Allgemeine Theorie" hat man dann dafür benutzt, dem Publikum einzureden, dass Keynes die Konjunkturpolitik zur Überwindung von Krisen entdeckt hätte und dass es die Große Depression nur deshalb gegeben habe, weil das vor Keynes eben noch niemand wissen konnte...
Nein, ich trau niemandem und habe so meine Erfahrungen gesammelt.
Redeath
Beleidigungen gegen den schwarzen Block????? Entschuldige bitte, es beleidigt mein Selbstverständnis, wenn sich ne kleine Gruppe entblödet mit Gewalt Randale zu veranstalten und dann noch dermaßen feige ist, sich unter die friedlichen Demonstranten zu mischen mit dem ganz einfachen Ziel Gewalt eskalieren zu lassen. Wenn diese feigen Ratten sich mit der Polizei prügeln und die Prügel eben einstecken, bitteschön, soll ja auch Masochismus geben, aber andere reinziehen und das ganz bewußt, ist der Versuch Herrschaft über diejenigen die friedlich demonstrieren wollen zu gewinnen. DAS SIND KEINE ANARCHISTEN, sondern tumbe Idioten, die in keinsterweise satisfaktionsfähig sind.
Nun denn. Dann schreibst du "vergesellschaften". Warum nicht verstaatlichen? Ach ja, du mußt ja so tun, als gäbe es nen Unterschied zu den Sozialisten, die meinen daß ne Elite irgendwen führen muß. Schon klar. Unklarer wird jedoch diese Forderung vor dem Hintergrund, daß du den spanischen Bürgerkrieg anführst, bei dem Anarchisten eben NICHT vergesellschaftet haben ... oder Proudhon der mit seinem Bankprojekt selbstverwaltete Betriebe erreichen wollte ... oder ein Bakunin, der die kollektiven Zusammenschlüsse von Uhrenwerken im schweizer Jura als Vorbildfunktionen nahm, in denen tatsächlich verschiedene Betriebe in Selbstverwaltung untereinander kooperierten, aber auch in Konkurrenz zueinander standen und beileibe nicht vergesellschaftet waren. Schon erstaunlich wie wenig solche vergesellschafteten Ideen mit den Ideen von Anarchisten, wieviel sie aber mit den Ideen von Sozialisten zu tun haben. Proudhon war übrigends einer der ersten, die eine Trennung Besitz - Eigentum machten. Eigentum ist Diebstahl ... nach Proudhon, weiter jedoch ist Besitz notwendig um wirtschaftlich zu handeln. Besitz ist aber gebunden an mindestens eine natürliche Person, irgendeine Masse namens Gesellschaft kann natürlich eben keinen Besitz ausüben. Sorry to say, falsche Fraktion.
Warum ich nicht verstaatlichen schreibe, weil ich eben vergesellschaften meine, also die Überführung der Produktionsmittel in die Gesellschaft, in Selbstverwaltung. Dezentrale Strukturen sag ich da nur...
Wie kommst du nur darauf mir autoritär-sozialistische Positionen zu unterstellen?
Wie das kommt fragt man sich verwundert ... und dann liest man arranca mal nen bißchen quer und reibt sich verwundert die Augen. Der Zionismus wird über den grünen Klee gelobt, als wäre irgendeine nationalistische Bewegung auch nur ansatzweise nachvollziehbar, insbesondere vor dem Hintergrund des massenhaften Mordens ... aber ok, kann man unterschiedliche Auffassung sein ... ( Empfehle allerdings tatsächlich Proudhon mal zu lesen und sich mit dem zu beschäftigen. Es gibt ne ganze Reihe von Äußerungen Proudhons von denen ich mich distanziere, da eindeutig antisemitisch. )
Aber es kommt noch doller ... nen Mao, einer der großen Schlächter des letzten Jahrhunderts, erscheint als weiser Übervater, die Kulturrevolution als notwendiger Schritt ... wow ... selten soviel Geschichtsklitterung gelesen. Kommt gut .... zumindest als Realsatire.
Genauso wie du nicht alle Position die Proudhon oder Bakunin vertreten/vertraten teilst, teile ich nicht jede Position des Arranca, aber ihre grundsätzliche Kritik ist deswegen nicht falsch.
wie ich darauf komme dir autoritär-sozialistische Positionen zu unterstellen??? Sorry, wenn du die Herrschaft weniger über viele verteidigst ... und nichts anderes macht der black block, dann dürfte die Unterstellung autoritärer Positionen wohl nicht weit hergeholt sein.
Im übrigen gibt es sehr wohl einen entscheidenden Unterschied zwischen vergesellschaften und dezentraler autonomer Strukturen, denn die bedingen eben, daß es keine homogene Gesellschaft gibt ... ergo ist vergesellschaften immer etwas was irgendwas homogenes voraussetzt.
wie ich darauf komme dir autoritär-sozialistische Positionen zu unterstellen??? Sorry, wenn du die Herrschaft weniger über viele verteidigst ... und nichts anderes macht der black block, dann dürfte die Unterstellung autoritärer Positionen wohl nicht weit hergeholt sein.
Also ick muss es mal entschieden bestreiten das sich der BB in der Demo versteckt hätte. Es gab einen eigenen Antikap - Block der auch als solcher erkennbar war und es war jedem freigestellt in ihm mitzulaufen oder nicht. Das die Bullen dann mit Greiftrupps in die Demo (bis zum Neptunbrunnen, wo kein Autonomer zu sehen war, die standen alle auf der Spandauer) gestürmt sind nur weil nen paar Böller geflogen kamen ist meiner Meihnung nach in keinster Weise Verhältnismäßig und das sahen auch Ältere und Gemäßigte so. Also vielleicht erstmal die näheren Umstände hinterfragen bevor mensch sich ne Meinung bildet.
Im übrigen gibt es sehr wohl einen entscheidenden Unterschied zwischen vergesellschaften und dezentraler autonomer Strukturen, denn die bedingen eben, daß es keine homogene Gesellschaft gibt ... ergo ist vergesellschaften immer etwas was irgendwas homogenes voraussetzt.
Ich sehe Gesellschaft eben nicht als etwas Homogenes. Deswegen ist dezentrales Vergesellschaften auch kein Widerspruch für mich.
Redeath
siehe mein posting an Iphi, den größten Mist hat der schwarze Block in Rostock veranstaltet, dazu auch der link zur graswurzelrevolution und dort haben die sich absolut feige verhalten, selbiges letztes Jahr zum 1.5 in Berlin, wie gesagt, hab ich die Randale nicht direkt mitbekommen, wir standen auf der Turmseite.
Alles ganz einfach ... macht doch eure eigene Scheiße und eure eigenen Demos, könnt ihr euch wunderbar prügeln, mir völlig egal und die Schuld immer nur bei den Polizisten zu suchen ist mittlerweilen so dermaßen daneben, da fällt einem eh nix mehr zu ein. Einfach nur politisch hohl. Wer auf Demos geht mit dem offensichtlichen Ziel Randale zu machen, wird immer einen Grund finden.
Siehe Horst Stowassers Kommentar, den ich noch für sehr zurückhalten halte.
Zum Rest ... könnte dich weiter trietzen und du würdest in deiner Argumentation weiter einknicken ... macht keinen Sinn, so what, träum weiter.
Stosswassers Artikel enthält viel richtiges. Aber er kritisiert auch wesentlich differenzierter und fundierter als Du. Es geht auch nicht nur um Demorandale sondern generell um militanten Aktionismus wie Sitzblockaden, zerstören von Kriegsgerät und Spekulantenauto´s usw. Den BB auf Randale zu reduzieren und ihnen politische Ziele abzusprechen spielt nur dem Kapitalapparat in die Hände. Besser ist es doch ihren Zorn und ihre Wut zu kanalisieren und eine Richtung zu geben, wie auch Stosswasser meint: "In der Tat scheint mir die Schicksalsfrage des Anarchismus mehr denn je daran gekoppelt, ob es ihm gelingen wird, destruktiven Zorn in kreative Kraft, blinde Wut in subversive Energie, geistreiche Kritik in positive Utopie zu verwandeln"
Die Linke anderer Länder hat das erkannt und dort wird auf einem ganz anderen Niveau über dieses Thema diskutiert, nur die deutsche Linke ist mehr damit beschäftigt dem Kapital und seiner Propaganda in den Arsch zu kriechen bis sie oben wieder raus guckt anstatt sich denen gegenüber solidarisch zu verhalten die eigentlich auf der selben Seite stehen. Und auch in UK gab es militante Aktionen wie die besetzung des convergence - center in London, also war da auch mehr los als in der schland - presse zu lesen war.
Wo bin ick in meiner Argumentation eingeknickt. Du unterstellst mir einfach Positionen die ick nich vertrete und wenn ick die dann richtig stelle knickt meine Argumentation ein, sehr eichelartig!
ganz kurz zu Hellmann:
Ja es geht um die Weltrevolution, denn es gibt eine Welt zu gewinnen jenseits von Krise, Ausbeutung und Krieg.
auweia
wie schräg bist du denn drauf? Den Artikel bitte ganz lesen und nicht auf einen Satz reduzieren ... Ob Horst fundierter argumentiert wage ich zu bezweifeln, sicherlich richtig ist, daß er mit wesentlich weniger Wut argumentiert und ja ... der schwarze Block macht mich wütend, weil er nicht nur destruktiv ist, sondern viele davon abhält sich zu solidarisieren, weil die keinen Bock drauf haben mit Gewalttätern an einem Strang zu ziehen.
und die größte Frechheit ist ja wohl Sitzblokaden als militanten Aktionismus zu bezeichnen. Eine Sitzblokade ist perse nicht militant, kann ja nicht sein, man sitzt ja. Aber ist ja typisch für black blockler pazifistische Varianten des zivilen Ungehorsams zu versuchen sich auch "einzuverleiben". Dazu bedarf es aber mehr Mut, als was die Schläger und Steinewerfer aufbringen. Im übrigen, solche Chaostruppen wie den BB gibt es in der Form europaweit nicht, insofern brauchen sich die Kollegas anderer Länder auch nicht mit so einem Schwachsinn in der Form auseinander zu setzen.
Ach ja und "Weltrevolution" .... :irre: träum weiter und vielleicht kapierst du irgendwann mal, daß eine Revolution natürlich nichts anderes ist, als Herrschaftssysteme auf den Kopf zu stellen, nicht jedoch dazu geeignet Herrschaftssysteme abzuschaffen. Das geht nur per Entwicklung. Eine Revolution ist zwangsläufig immer damit verbunden, daß Mensch über Mensch herrscht und einige Menschen den anderen aufoktruieren können, was denn gut-richtig ist. Wie war das mit dem autoritär-sozialistisch?
Im übrigen, solche Chaostruppen wie den BB gibt es in der Form europaweit nicht, insofern brauchen sich die Kollegas anderer Länder auch nicht mit so einem Schwachsinn in der Form auseinander zu setzen.
Ja, genau Autonome und sowas wie den BB gibts nur in Schland! Und was war in Seattle, Genua, Griechenland. Der BB als neuester Exportschlager Deutschlands, ick glaub et hackt...
Wer die Diskussionen in andern Ländern etwas genauer verfolgt stellt eben fest das dort auf einem anderen Niveau diskutiert wird. Aber was mensch nicht sehen will sieht er auch nicht.
Ach ja und "Weltrevolution" .... :irre: träum weiter und vielleicht kapierst du irgendwann mal, daß eine Revolution natürlich nichts anderes ist, als Herrschaftssysteme auf den Kopf zu stellen, nicht jedoch dazu geeignet Herrschaftssysteme abzuschaffen. Das geht nur per Entwicklung. Eine Revolution ist zwangsläufig immer damit verbunden, daß Mensch über Mensch herrscht und einige Menschen den anderen aufoktruieren können, was denn gut-richtig ist. Wie war das mit dem autoritär-sozialistisch?
Da haben wir wohl unterschiedliche Auffassungen von Revolution. Warum ist eine Revolution zwangsläufig die Herrschaft der einen über die anderen? Wie sollen Herrschaftssysteme denn bitte überwunden werden? Durch gut zureden wird kein Kapitalist sein Eigentum rausrücken und sich auch keinen Mehrheitsbeschlüssen unterordnen. Wer Macht hat wird alles tun um diese zu erhalten und auszubauen. Also wie die Verhältnisse ändern?
Wer wissen will wo Reformismusquark hinführt kann sich ja mal die Geschichte der SPD ansehen.
aha Genua, Seatle usw... als Beweis dafür, daß es auch woanders nen schwarzen Block gibt????
Ah ja ...
dabei vergißt du nur eine Kleinigkeit, in der Regel, egal ob in Frankreich, Griechenland, England usw. halten sich die Leute vom schwarzen Block daran, daß ne Demo, in der mehrheitlich friedliche Demonstranten sind, auch friedlich bleibt. Vielleicht richtet der Herr mal seine Aufmerksamkeit darauf, daß es bei Auseinandersetzungen aus genannten Ländern immer heißt ..."nach der Demonstration ... kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen" ... Diese Jungs achten sehr darauf andere nicht mit rein zu ziehen, deshalb sind dort Demos mit einem wesentlich größeren Bevölkerungsquerschnitt möglich, aber eine solche Differenzierung scheint "unseren" Schwarzblöcklern abzugehen ... wäre ja auch zu blöd, ohne den vermeintlichen Schutz der Masse Prügel zu beziehen. ... In Genua haben sich die Schwarzblöckler nicht dran gehalten, wobei in der Vermummung sowieso nicht auszumachen ist, ob nicht Staatsmacht hinter der Vermummung steckt, aber das mögen die Schwarzblöker ja besonders gerne ... Arm in Arm mit den Zivilbullen zur Randale. Toll!
Whatever. Du träumst also von der großen Revolution in der du den Kapitalisten wegnimmst, was denen deiner Meinung nach nicht zusteht und um denen dann zu sagen, wie sie in der Zukunft zu leben haben ... bist aber nicht autoritär ... und die Erde ist ne Scheibe.
Ob du´s hören willst oder nicht, die so genannten Krawalle am Samstag fanden auch am Ort der Abschlusskundgebung statt. Und dann stell ich mal folgende Fragen: 1. Warum mussten die Bullen unbedingt in die Demo stürmen um die angeblichen Böller- und Flaschenschmeißer einzukassieren? 2. Kann es sein das die Cops in den genannten Ländern anders auf solche Spielerein reagieren, eventuell zurückhaltender? 3. Spricht die Freiraumdemo am 14. 03. in Fhain nich gegen deine Verstecken-These, denn das war ne Autonmen-Demo?
Viele der in Rostock verhafteten waren internationale BBler was auch gegen die verdeutschte Krawalltheorie spricht. Gutes Buch zu Rostock und wat wirklich passierte: "Feindbild Demonstrant" vom republikanischen Anwaltsverein.
Vielleicht solltest Du deine persönlichen Erfahrungen und Entäuschungen nicht auf eine komplette politische Bewegung projezieren sondern das Thema mal konstruktiv angehen...
sag mal du Komiker ... wieso angebliche Böller???? Taub bin ich jedenfalls nicht, weder ich, noch meine Frau, meine Tochter oder meine Eltern.
Feiraumdemo? Kenn ich nicht kann ich nix zu sagen. Rostock kenn ich, hab ich was zu gesagt. 1.Mai letzten Jahres kenn ich, hab ich was zu gesagt. Kann es sein, daß du dein verqueres Weltbild irgendwie graderücken willst?
Wer auf Provokationen eingeht ist mitverantwortlich ... liegt natürlich sowohl bei den Polizisten, als auch bei den Demonstranten. Wobei ... irgendwie doch merkwürdig, daß ich noch nie meinte unbedingt Böller mitnehmen zu müssen auf ne Demo, auch hab ich es nicht nötig gehabt mein Gesicht zu vermummen usw. Komisch ... warum habt "ihr" das nötig?
und wie ist das nu mit deiner angeblichen antiautoritären Haltung?
Redeath
siehe mein posting an Iphi, den größten Mist hat der schwarze Block in Rostock veranstaltet,
Hi Wafi,
damals bei der Diskussion zu G8 im PF hieß es, dass es Polizei in Zivil war, die im schwarzen Block (als schwarzer Block) die Randale veranstaltet hat.
:confused:
Hellmann 30.03.2009, 22:09 @Iphigenie,
warum und von wem ist eigentlich Lafontaine in Frankfurt mit Eiern beworfen worden?
Ich halte ja auch nicht viel von ihm, weil er in den 80er Jahren zur Bundesbankpolitik geschwiegen hat, aber das wird ja nicht der Grund gewesen sein. :D
Britta
das mag vielleicht auf die erste Provokation zutreffen, am Hafen war`s allerdings so wie in der graswurzel beschrieben und es gab kaum ne Möglichkeit der Deeskalation. Der Witz war schlicht, wenn die Jungs/Mädels ihre Steine geworfen hatten, zogen die sich zurück in den friedlichen Block, zur Not flogen auch die schwarzen Klamotten weg. War nen Schlachtfeld.
Iphigenie 30.03.2009, 23:04 Hallo Helli,
die Eier (Äpfel waren glaub ich auch dabei) flogen eindeutig aus den
Reihen des schwarzen Blocks heraus, wobei ich allerdings nicht klar
erkennen konnte, ob es auch schwarz Gekleidete waren. Denn der
Block war durchmischt mit anderen Demonstrationsteilnehmern -zum
Beispiel mit mir:). Lafontaine meinte daraufhin: "Gerade die Linken
müssen in diesen schwierigen Zeiten zusammenstehn." Vorher meinte
er, daß man nicht die Mafia-Bosse rufen solle, wenn man den
Drogenhandel bekämpfen wolle.....Seine ganze Art ist erzpopulistisch.
Nicht ungefährlich der Mann.
grüße
Iphi :winken:
Iphigenie 30.03.2009, 23:17 Britta
das mag vielleicht auf die erste Provokation zutreffen, am Hafen war`s allerdings so wie in der graswurzel beschrieben und es gab kaum ne Möglichkeit der Deeskalation. Der Witz war schlicht, wenn die Jungs/Mädels ihre Steine geworfen hatten, zogen die sich zurück in den friedlichen Block, zur Not flogen auch die schwarzen Klamotten weg. War nen Schlachtfeld.
Mir wurde mal erzählt, daß die Stimmung von vornherein sehr aufgeheizt
war, und zwar, weil man wegen zwei tief fliegenden Hubschraubern gar
nicht mit den Beiträgen beginnen konnte. Weißt Du etwas Genaueres
darüber? Und was die Steine anbelangt, so soll dort eh alles sehr
steinig gewesen sein. So wie Du das sagst, klingt es so, als hätten
die Schwarzen die Steine mitgebracht....
Was hast du damals mit eigenen Augen gesehn, als
die Auseinandersetzungen begannen?
güße
Iphi:happy:
den Beginn garnicht.
Nur das was sich am Hafen abspielte. Das Hubschrauber über Demos kreisen und nerven, gibt`s solange ich auf Demos gehe, also irgendwas seit mindestens 30 Jahren, also nix neues. Nervt halt. ... und zu Steinen ... naja, da gab`s schon früher das Lied, "Unter dem Pflaster ja da liegt der Strand ..." stand damals mal auf dem Index wg. der Assoziation die Pflastersteine zweck zu entfremden.
Zur aggressiven Stimmung ... Vermummte, ob nu in grün oder schwarz, machen aggressiv. Ich schau den Leuten lieber ins Gesicht, dazu kommt dann noch die Gerüchteküche, die gerne am kochen gehalten wird.
Gruß
Peter
Iphigenie 31.03.2009, 02:59 Zur aggressiven Stimmung ... Vermummte, ob nu in grün oder schwarz, machen aggressiv. Ich schau den Leuten lieber ins Gesicht, dazu kommt dann noch die Gerüchteküche, die gerne am kochen gehalten wird.
Schon mal versucht, einem behelmten Polizisten ins Gesicht zu schaun? Machen die Dich auch aggressiv? :D
grüße
Iphi:happy:
Hellmann 31.03.2009, 07:17 Hallo Iphi,
Denn der
Block war durchmischt mit anderen Demonstrationsteilnehmern -zum
Beispiel mit mir:).
danke für Deine informativen und ausführlichen Berichte aus Frankfurt.
Ich hatte auch schon vermutet, dass Du dem SB nahestehen würdest. ;)
Ich persönlich kann gewalttätiges Auftreten nicht leiden. Mir wären die Typen also zuwider, genau so wie gewalttätige Polizei. Ich hasse sogar Fußball.
Dabei bin ich prinzipiell gar kein Pazifist. Empfinde sowas einfach als hirnlos. Wenn die Staatsgewalt möchte, kann sie jeden von denen bis vor die Haustür orten und filmen und am nächsten Tag ist der dann arbeitslos oder hat sonstwie plötzlich viel Pech im Leben, bei der nächsten Demo eine Autopanne und dergleichen mehr. Das läuft hier auch nicht anders, als in den Geschichten von der Stasi in der DDR.
Der Schwarze Block lebt davon, dass die Staatsgewalt ihn gut für ihre Zwecke findet.
Sonst wären die Typen in wenigen Wochen aufgerieben.
Iphi
ich schrieb grün oder schwarz ... wobei mit grün die Polizei gemeint ist.
Iphigenie 31.03.2009, 11:50 Hallo Iphi,
danke für Deine informativen und ausführlichen Berichte aus Frankfurt..
Büdde :)
Ich hatte auch schon vermutet, dass Du dem SB nahestehen würdest. ;)
Verrätst Du mir was SB bedeutet?
Ich glaub ich stehe Gandhi -wenn schon-recht nah. Und jetzt werde
ich mich noch auf Kropotkin stürzen.
Ich persönlich kann gewalttätiges Auftreten nicht leiden. Mir wären die Typen also zuwider, genau so wie gewalttätige Polizei. Ich hasse sogar Fußball.
Geht mir nicht anders. Ähnlich gehts mir auch mit wüsten Beschimpfungen. Warum sollte ich jemanden ein Arschloch nennen, wenn ich auch ganz anders sagen kann, was mir nicht an ihm gefällt?
Der Schwarze Block lebt davon, dass die Staatsgewalt ihn gut für ihre Zwecke findet.
Sonst wären die Typen in wenigen Wochen aufgerieben.
Was mir übrigens am Samstag auffiel, war, daß die Klamotten der
Schwarzen alle in einem sehr gepflegten Zustand waren. Es scheint
also nicht eine Art Alltagskleidung zu sein, die da getragen wurde.
Vielleicht kann ja Peter von ähnlichen Erfahrungen berichten als
alter erfahrener Demonstrant.
grüße
Iphi:happy:
Iphi
???????????????????????????????
bei den schwatten laufen kaum Mädelz mit, insofern geht mein Interesse gegen Null mir die Figuren anzuschauen und Klamotten interessieren mich sowieso nicht :p
Ne, kann ich nix zu sagen.
Hellmann 31.03.2009, 13:37 Verrätst Du mir was SB bedeutet?
Ich glaub ich stehe Gandhi -wenn schon-recht nah. Und jetzt werde
ich mich noch auf Kropotkin stürzen.
War nur ein Scherz, weil Du geschrieben hattest, dass Du zwischen den Leuten vom Schwarzen Block gestanden hast. :)
Pass blos auf: womöglich steht da ein zukünftiger Außenminister und Bilderberger gleich neben Dir, oder, wenn er eher etwas schwabbelig ist, ein zukünftiger Europaabgeordneter und großer Fernsehstar. :rolleyes2:
Hat Dir in Frankfurt eigentlich jemand mal so alte Geschichten von Joschka und Dany erzählt? :winken:
du meinst doch nicht DEN Joschka und DEN Dany ... die beiden die als 16 jährige von Außerirdischen entführt, durch Klone ersetzt und dann erst wieder Mitte 30 ausgetauscht wurden??? :kopfkratz: :p :D
Hellmann 31.03.2009, 14:08 Klar, genau die beiden meine ich. Wie ich damals in Frankfurt war, hat Dany ja noch den Pflasterstrand herausgegeben und irgendwoher die 160.000 DM für das Defizit gehabt, so dass es halt sein Blatt war.
Joschka wurde noch als Turnschuhminister in der FR gefeiert. Aber es war schon offensichtlich, wie häufig die beiden sogar in der Bild erwähnt wurden, wenn auch negativ, weil Dany wieder irgendeinen Blödsinn gemacht hat.
Die anderen kamen halt nie in die Presse, weder positiv noch negativ; daran erkennt man die Typen, die gerade aufgebaut werden.
moinsen...
Also in Berlin waren die Klamotten der Anwesenden im BB eher abgtragen, auch liefen sehr wenige Leute vermummt rum oder haben sich bei der Rangeleie zugemacht. Der Frauenanteil lag bei 30-40% kam drauf an wo mensch gelaufen ist. Vielleicht doch ma wieder nen Blick riskieren wafi, waren nen paar wirklich schicke dabei. Vielleicht hat sich in den Jahren deiner Abwesenheit ja was geändert.
Iphi, kann mir den hohen Bekleidungsstandart in Frankfurt auch nich erklären, will auch nich spekulieren, kann mich aber mal umhörn. Also ick kann dir zur Einführung in die Grundmaterie Anarchismus "Daniel Guerin - Anarchismus, Begriff und Praxis" sehr empfehlen, wobei sich Praxis auf die Geschichte bezieht und diese beleuchtet.
Wafi, mir sind im übrigen generell aggressive Menschen zuwider. Aber wenn ich den BB meine dann meine ich eben keine Polit-Hooligans, die eine verschwindende minderheit in der heutigen Bewegung sind, sondern politisch informierte, engagierte, bewusst handelnde Menschen, die sich für eine andere politische Aktionform entschieden haben als du, jedoch eigentlich auf der selben Seite stehen falls mensch wirklich was verändern will.
Ich hab auch schon erlebt das Ältere zu Jüngeren gegangen sind und ihnen sagten sie sollen aufhören so rumzuprollen und die Cops zu provozieren, ihnen dann auch erklärten warum sie das nicht machen sollen, das sehr ruhig, sachlich und ohne großes Aufsehen. Und schwupps die Jungspunde haben sich zurück gehalten. Es geht halt auch anders...
Iphigenie 01.04.2009, 01:37 Hat Dir in Frankfurt eigentlich jemand mal so alte Geschichten von Joschka und Dany erzählt? :winken:
Nein, hat mir noch niemand. Hab' nur mal auf dem Flohmarkt am Mainufer
eine Ausgabe des Pflasterstrandes gefunden (das war eine linksradikale
Stadtzeitung; heißt heute Frankfurt-Journal und ist voll neoliberal ausgerichtet),
in der Dany von der Weltrevolution schwärmte.
grüße
Iphi:traurig:
miss dschei 01.04.2009, 09:42 Nein, hat mir noch niemand. Hab' nur mal auf dem Flohmarkt am Mainufer
eine Ausgabe des Pflasterstrandes gefunden (das war eine linksradikale
Stadtzeitung; heißt heute Frankfurt-Journal und ist voll neoliberal ausgerichtet),
in der Dany von der Weltrevolution schwärmte.
grüße
Iphi:traurig:
ich darf das buch von jutta ditfurth "das waren die grünen" empfehlen, gibts sicher günstig bei amazon oder www.booklooker.de (www.findmybook.de).
in einer nacht hatte ich das vor jahren in händen, habs ausgelesen in einem ruck, sehr spannend. das hätte man bzw. ich früher wissen sollen.
dany schwärmte nicht nur von der weltrevolution, manchesmal war er schon mit der höhe bis zu seinem hohenlatz zufrieden, auch darüber findet sich allerhand u. a. auf der seite von bettina röhl.
Iphigenie 03.04.2009, 11:24 ich darf das buch von jutta ditfurth "das waren die grünen" empfehlen, gibts sicher günstig bei amazon oder www.booklooker.de (www.findmybook.de).
in einer nacht hatte ich das vor jahren in händen, habs ausgelesen in einem ruck, sehr spannend. das hätte man bzw. ich früher wissen sollen.
dany schwärmte nicht nur von der weltrevolution, manchesmal war er schon mit der höhe bis zu seinem hohenlatz zufrieden, auch darüber findet sich allerhand u. a. auf der seite von bettina röhl.
.........sorry, glaubst Du wirklich, so ein Schrott würde mich interessieren? *liebfrag*
grüße
Iphi:)
Iphigenie 03.04.2009, 13:51 (weiß jetzt plötzlich nicht mehr, wo ich das rauskopiert hab:mad::o )
grüße
Iphi:)
Probleme mit der Basis
Dossier Krise stürzt Linke in Krise
von Maike Rademaker
Die Linken in Deutschland versuchen bislang vergeblich, die Krise für sich zu nutzen. Die Lafontaine-Partei verliert in Umfragen, Protestveranstaltungen von Attac und Gewerkschaften finden nur wenig Zu lauf.
Der Jubel kommt prompt. Keine zwei Stunden nach der Demonstration gegen die Finanzkrise am 28. März verkündet Attac einen vermeintlichen Erfolg: Allein in Berlin hätten 30.000 Menschen mitgemacht. Damit sei klar, dass "ein großer Teil der Bevölkerung für eine soziale Form der Krisenpolitik" eintrete.
ZUM THEMA DOKUMENTE, AUDIO/VIDEO RESSOURCEN
Wahlprogramm der Linken: Maulkorb für Marx (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Wahlprogramm-der-Linken-Maulkorb-f%FCr-Marx/492505.html)
Proteste in London: "Stürmt die Bank" (http://www.ftd.de/politik/europa/:Proteste-in-London-St%FCrmt-die-Bank/495215.html)
Millionenstrafe für Rechtsextreme: NPD steht vor dem finanziellen Ruin (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Millionenstrafe-f%FCr-Rechtsextreme-NPD-steht-vor-dem-finanziellen-Ruin/495583.html)
Kommentar: Was bleibt von Scholz? (http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Was-bleibt-von-Scholz/493962.html)
Angriff auf Gesundheitsfonds: Seehofer rächt sich an Merkel (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Angriff-auf-Gesundheitsfonds-Seehofer-r%E4cht-sich-an-Merkel/493890.html)
Ermittlungen wegen Kinderpornos: SPD will Tauss loswerden (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Ermittlungen-wegen-Kinderpornos-SPD-will-Tauss-loswerden/491580.html)
Verzicht auf Koalitionsaussage: Grüne ohne Absicht eine Ampel zu bauen (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Verzicht-auf-Koalitionsaussage-Gr%FCne-ohne-Absicht-eine-Ampel-zu-bauen/491144.html)
Hypo Real Estate: Linke stimmen gegen Enteignung (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Hypo-Real-Estate-Linke-stimmen-gegen-Enteignung/490067.html)
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Streit um Lex HRE: FDP sieht Steinbrück in Chávez' Fußstapfen (http://www.ftd.de/politik/deutschland/ :Streit-um-Lex-HRE-FDP-sieht-Steinbr%FCck-in-Ch%E1vez-Fu%DFstapfen/483606.html)
Schwieriger Spagat: Schmusen mit dem EU-Wähler (http://www.ftd.de/politik/europa/:Schwieriger-Spagat-Schmusen-mit-dem-EU-W%E4hler/481398.html)
Auch ohne Ypsilanti: Hessen-SPD auf Linkskurs (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Auch-ohne-Ypsilanti-Hessen-SPD-auf-Linkskurs/481380.html)
Hessen: Linke verbaut sich besseres Ergebnis (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Hessen-Linke-verbaut-sich-besseres-Ergebnis/462632.html)
Leitartikel: Der Lafontaine-Flügel (Audio) (http://www.ftd.de/premium/audio/leitartikel/408947.mp3)
Leitartikel: Hessen - Trippelschritte zur Macht (Audio) (http://www.ftd.de/premium/audio/leitartikel/407968.mp3)
KAS: "Die Linke" - Politische Konzeptionen der Partei (http://www.ftd.de/div/link/495927.html)
Cicero: Das große Jahr der Kleinen (http://www.ftd.de/div/link/495926.html)
KAS: Die neue "Linke": Partei zwischen Kontinuität und Kurswechsel (http://www.ftd.de/div/link/495925.html)
Cicero: Die Linke - Geschichte einer Oppositionspartei (http://www.ftd.de/div/link/495924.html)
Election: Umfragen zur Bundestagswahl (http://www.ftd.de/div/link/495923.html)
Cicero: Das Superwahljahr (http://www.ftd.de/div/link/495922.html)
Die Linke: Mitgliederzahlen September 2008 (http://www.ftd.de/div/link/495921.html)
Die Linke: Pr ogramm der Partei (http://www.ftd.de/div/link/495920.html)
Universität Jena: Wahlbeteiligung und Nichtwahl - Faktoren, Theorien und Konsequenzen (http://www.ftd.de/div/link/495919.html)
CAP: Parteien und Wahlen - Stabilität und Wandel des Parteiensystems und der Wahlen in Deutschland (http://www.ftd.de/div/link/495918.html)
Cicero: Talkshow-König Oskar Lafontaine (http://www.ftd.de/div/link/495917.html)
Fachhochschule Göttingen: Das deutsche Parteiensystem (http://www.ftd.de/div/link/495916.html)
BPB: Theorien des Wählerverhaltens (http://www.ftd.de/div/link/495915.html)
Intern bewerten Attac-Mitglieder das Ergebnis ganz anders - nämlich als krassen Misserfolg. Nicht nur, dass die Zahlen weit übertrieben seien, schimpft Attac-Mitbegründer Peter Wahl in einem Schreiben. Er habe gerade mal 15.000 gezählt. Zudem sei die von Attac gesuchte parteipolitische Nähe zur Linkspartei eine "strategische Dummheit erster Güte". Sie habe wenig Effekt gehabt, da die Partei nur 3000 Demoteilnehmer auf die Beine brachte. Es sei "nirgendwo gelungen", über die engere Szene hinaus zu mobilisieren. Wahl empfiehlt: "Auf alle Fälle ist eine gründliche Diskussion über die weitere Strategie notwendig."
Ob es diese Debatte geben wird, ist indes fraglich. Denn die linke Basis will mit ihren Organisationen, ob Partei oder Bewegung, die Krise und ihre Folgen lieber nutzen und protestieren - und wundert sich, dass die alten Demokonzepte nicht mehr zünden. Gerade mal 35.000 Demonstranten liefen am Mittwoch gegen den G20-Gipfel durch London. 2002 kamen am gleichen Ort 400.000 Befürworter der Fuchsjagd zusammen - die Briten scheint deren Abschaffung mehr zu erschüttern als die Folgen der Finanzkrise. Ob man zum Nato-Treffen erfolgreicher sein wird, ist offen.
Die Ratlosigkeit wächst: Kein Massenprotest treibt die Lafontaine-Partei nach oben
"Mangelnde Bündnisbreite" attestiert Wahl als eine Ursache für den demonstrativen Fehlschlag, ein "antikapitalistisches Profil" der Proteste, mit dem der gemeine Opel-Arbeiter nun mal nichts anfangen könne. Es fehlten auch Differenzierungen bei der Beschreibung "der da oben - als ob es zwischen Obama und Bush keine Unterschiede gäbe". Und Alternativen würden auch nicht benannt. Zum Teil geben ihm Attac-Mitglieder recht: Man suche die Kooperation mit den Gewerkschaften, sagt Attac-Sprecher Pedram Shahyar. Und dass eine Bewegung nicht mit einer Partei identifiziert werden dürfe, denn das schrecke Mitläufer ab, gibt er zu. Trotzdem, findet Shahyar, war man erfolgreich - und hofft auf die nächsten Demoevents.
Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund, der für den 16. Mai mobilisiert, glaubt, dass die von ihm organisierten Proteste mehr Zulauf haben. Bewusst hatten die Gewerkschaften die Attac-Linken-Demo nicht gefördert, man wollte die eigene Klientel schonen. Immerhin müssen sie schon entscheiden, ob sie vorher auch zu den Ostermärschen und auf die 1. Mai-Demo gehen. Und für den im Mai anstehenden Kapitalismuskongress hat man auch nicht Gysi, sondern den prominenten US-Soziologen Richard Sennett eingeladen.
Auf Parteiebene sieht es nicht besser aus. Auff ällig sprachlos geht die Linke über den 28. März hinweg, obwohl man dafür mobilisiert hat und obwohl Parteichef Oskar Lafontaine in jeder seiner Reden die Kooperation mit den sozialen Bewegungen beschwört. Die Ratlosigkeit wächst: Kein Massenprotest treibt die Partei nach oben, statt Aufschwung attestieren die Umfragen eine Stagnation bei elf Prozent der Stimmen für die Wahl - oder auch mal weniger. Wahlkampfleiter Dietmar Bartsch gibt sich kühl: Auch zehn Prozent seien noch mehr als 2005, sagt er. Aber da war auch keine Krise.
Ich würde die Attac-interne Einschätzung so ergänzen: Attack ist ganz einfach unglaubwürdig. - Das braucht man doch nicht erklären, oder ?
gruss, deserd
Hellmann 03.04.2009, 22:45 Probleme mit der Basis
Dossier
Krise stürzt Linke in Krise
von Maike Rademaker
Die Linken in Deutschland versuchen bislang vergeblich, die Krise für sich zu nutzen. Die Lafontaine-Partei verliert in Umfragen, Protestveranstaltungen von Attac und Gewerkschaften finden nur wenig Zu lauf.
Die Krise ist vermutlich bei den Leuten noch nicht angekommen und es ist zu früh, die Massen mal wieder mobilisieren zu wollen.
Da sollte man sich halt überlegen, die Aktionen wenigstens für die wenigen Teilnehmer wertvoll zu machen.
.... Gerade mal 35.000 Demonstranten liefen am Mittwoch gegen den G20-Gipfel durch London. 2002 kamen am gleichen Ort 400.000 Befürworter der Fuchsjagd zusammen - die Briten scheint deren Abschaffung mehr zu erschüttern als die Folgen der Finanzkrise. Ob man zum Nato-Treffen erfolgreicher sein wird, ist offen.
Fuchsjagd ist für die 400.000 Leute offenbar eine tolle Sache. Mit G20, Klima, NATO kann man sie weniger locken.
Eigentlich ist das ganz normal.
Das Grundproblem solcher Demonstration ist, dass politisierte Spezialisten eine Veranstaltung für unpolitische Massen machen wollen.
Das geht, wenn es dafür Medienunterstützung gibt. Wenn also in der Glotze dafür mobilisiert wird, wie vermutlich bei der Fuchsjagd-Demo, es ist aber aussichtslos bei einer Anti-G20-Demo gegen die Massenmedien.
Ich wiederhole das noch einmal: politisierte Spezialisten wollen eine Veranstaltung für unpolitische Massen machen, das interessiert dann weder die politisierten Spezialisten, noch die Massen.
Die Massen kommen nicht und die politischen Aktivisten sind frustriert und haben ihre Zeit mit dem Versuch vergeudet, die Massen zu mobilisieren.
Das ist das Problem, für das ich auch keine richtige Lösung weiß, außer die Anzahl der Teilnehmer auf solchen Demos nicht so wichtig zu nehmen und sich eben nicht auf die Mobilisierung der Massen verlegen zu wollen.
Stattdessen vielleicht eine Demo in Uninähe mit anschließenden Diskussionen in den Uni-Räumen, Bücherständen und Kontaktangeboten für die wirklich politisch Interessierten. Oder noch besser bei wirklich schönem Wetter mit Musik und Kultur und Bratwürsten und Bücherständen im Park...
Und nicht immer wieder die sinnlosen Versuche, die Massen mobilisieren zu wollen, die sich halt für Fussball interessieren, solange der Kapitalismus bestimmt, was in der Glotze läuft.
Genauso seh ich das auch Hellmann
wesentlich sinnvoller wäre ein happening, mit viel Musik, quasi ein Demo Fest. Die Großdemos damals zum Nato Doppelbeschluß hatten eher einen solchen Charakter und entsprechend waren eben Massen da.
Im übrigen ... woodstock war ne Antwort auf den Kapitalismus :D
Gruß
Peter
Iphigenie 04.04.2009, 22:48 Genauso seh ich das auch Hellmann
wesentlich sinnvoller wäre ein happening, mit viel Musik, quasi ein Demo Fest. Die Großdemos damals zum Nato Doppelbeschluß hatten eher einen solchen Charakter und entsprechend waren eben Massen da.
Im übrigen ... woodstock war ne Antwort auf den Kapitalismus :D
Gruß
Peter
Es zeigt sich mir immer deutlicher (auch jetzt in Straßburg wieder)
daß Demonstrationen absolut sinnlos und kontraproduktiv sind. Sie
dienen dem Regime einzig und allein dazu, sich selbst als die Guten,
die Friedvollen darzustellen, die aber leider von gewalttätigen
Krawallmachern gezwungen werden, zurückzuschlagen und die
Polizei besser auszurüsten.
Deine Happening-Geschichte, Peter, erinnert mich an die
Entstehungszeit der Straßenfeste in Frankfurt nach 1968. Die
ersten Straßenfeste waren verboten und wurden von der Polizei
verfolgt und bekämpft (hab ich mal von einem alten Mann erzählt
bekommen). Heute sind hier Straßenfeste, die Feste der Brauereien
und des Kommerz mit bis zu 1Million Besuchern innerhalb der
Tage Fr/Sa/So.
Woodstock wurde letztlich auch kommerzialisiert und einige
verdienten sich eine goldene Nase (aus einer Antwort an den
Kapitalismus, wie Du so schön sagst, wurde eine Liebeserklärung
an den Kapitalismus).
Ein Demo-Fest wie Du es vorschlägst, würde in der Tat Hundert-
tausende oder gar Millionen auf die Straße treiben (gehen die
Wurzeln des Faschings nicht auch auf Proteste gegen die
Herrschaft des Feudaladels zurück? Durfte irgendwo ((?)) an
einem Tag im Jahr nicht ein Narr König spielen?). Diese Demo-Feste
würden über kurz oder lang voll kommerzialisiert werden, ja selbst
die Bundesregierung würde zur Teilnahme aufrufen, um damit zu
zeigen, wie freiheitlich liberal sie ist.
Also mir wäre die Verwirklichung Deiner Idee nur recht, denn dann
müßten sich die Regimegegner tatsächlich was anderes als Demos
einfallen lassen; denn Demos hätten dann keinen Protestanstrich
mehr. Genauso wie das Bildnis von Checkewara nichts mehr mit
Protest zu tun hat, sondern zum guten Modeton gehört.
grüße
Iphi:happy:
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