Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Multikulti oder Wirtschaftstourismus


Elfer
12.08.2010, 21:45
Ich habe mich schon so oft gefragt, warum man als streng konservativer Moslem in einer Gesellschaft leben will, die so ganz meinem Glauben widerspricht und in der ich mich mit Gleichgläubigen isoliere.

Als Frankreich die Burka verbot, konnte man sie in manchen Teilen "meiner" Stadt vermehrt feststellen. Eigentlich waren es die ersten überhaupt in dieser Stadt, die wirkliche eine klassische Burka trugen.

Nun räumt Frankreich 40 Romalager und schickt die "Bewohner" nach Rumänien und Bulgarien zurück. Natürlich laufen da Menschenrechtler bereits Sturm.
Auch in dieser Stadt gehören die Rumänen und Bulgaren (nie pauschal) zu den größten Problemgruppen, auch im kriminellen Milieu.
Große Gruppen dieser Menschen können nicht in anspruch nehmen, dass sie endlich ein menschenwürdiges Leben führen wollten. Sie kamen her und machten aus Wohnhäusern die größte annehmbare Hölle.

Es fällt mir schon fast schwer, aber es gibt mittlerweile Bereiche, in denen die Menschen aus Gewohnheit kriminell sind. Sie sorgen für sehr große Probleme.
Sie werden nciht menschenunwürdig untergebracht, sie leben menschenunwürdig.

Wie dem auch sei. Mir kam bei dem Artikel der Gedanke, was in Deutschland los wäre, würde man die Leute zurück in die Heimat schicken.

Ich glaube, dass man in diesen Bereich härter vorgehen sollte und Ausländern (auch EU) nur unter ganz engen Bedingungen ein Bleiberecht zubilligen sollten und können.

Wir können nicht grenzenlos Asylanten aufnehmen, nicht grenzenlos Menschen einbürgern, nicht grenzenlos ausländische Menschen aufnehmen.

Ein heikles Thema, aber irgendwann muss man darüber reden dürfen, wie in jedem anderen Land auch darüber geredet wird.

Britta
12.08.2010, 22:01
Vor einer Weile bin ich mal mit der S-Bahn von der Arbeit nach Hause gefahren. Am Bahnhof traf ich 2 sehr nette Kinder, mit denen ich mich unterhielt während wir auf den Zug warteten. Es war wirklich ein nettes Gespräch und die beiden waren gut erzogen. Es waren Zigeunerkinder.

Man sollte es nicht pauschalisieren.

Menschen werden so, wie sie es von ihren Erfahrungen gelehrt werden.

Elfer
12.08.2010, 22:19
Vor einer Weile bin ich mal mit der S-Bahn von der Arbeit nach Hause gefahren. Am Bahnhof traf ich 2 sehr nette Kinder, mit denen ich mich unterhielt während wir auf den Zug warteten. Es war wirklich ein nettes Gespräch und die beiden waren gut erzogen. Es waren Zigeunerkinder.

Man sollte es nicht pauschalisieren.

Menschen werden so, wie sie es von ihren Erfahrungen gelehrt werden.

Damit habe ich doch gleich den Kern des Problems provoziert.

Man darf sie nicht pauschalisieren. Man muss aber auch von der Kuscheldiskussion wegkommen.

Damit meine ich solche Argumente wie, "die Deuschen sind aber", weg kommen, denn das ist nicht die Frage bzw eine ganz andere.

Es ist aber auch schwer den Personenkreis eindeutig zu beschreiben. Daher habe ich Kriminalität als Indikator eingefügt.

otix_
13.08.2010, 03:46
Damit habe ich doch gleich den Kern des Problems provoziert.

Man darf sie nicht pauschalisieren. Man muss aber auch von der Kuscheldiskussion wegkommen.

Damit meine ich solche Argumente wie, "die Deuschen sind aber", weg kommen, denn das ist nicht die Frage bzw eine ganz andere.

Es ist aber auch schwer den Personenkreis eindeutig zu beschreiben. Daher habe ich Kriminalität als Indikator eingefügt.

Pauschalisierungen sind das Brot und Butter des trivialen Journalismus. :mad: Bildzeitung und andere Revolverblätter nutzen diese Schlichtheit um Ressentiments zu schüren und den Leser in eine ganz bestimmt Richtung zu drücken. Wenn WeltOnline z.B. reißerisch schreibt: "Griechen gönnen sich größte Panzerarmee Europas (http://www.welt.de/wirtschaft/article8968100/Griechen-goennen-sich-groesste-Panzerarmee-Europas.html)" ist eigentlich schon klar: ein erneuter Hetzartikel steht an, um einen Keil zwischen die Mitglieder der EU zu treiben und gewünschte Reaktionen beim Leser zu erzeugen. Ein User der sich Seute Deern nennt schreibt so dann auch gleich:

Und für dieses korrupte und größenwahnsinnige Volk sollen wir mit Milliarden von Euros geradestehen?
Das darf doch alles nicht wahr sein!
So strunzdoof können wir doch nicht sein, oder?

:rolleyes2: Differenzierung und Reflektion: Fehlanzeige. Er hat wie gewünscht funktioniert. Leider ist dieses recht weit verbreitet, wenn es auch weniger zu werden scheint, denn so dann folgen auch anders lautende Kommentare. :)


Wir können nicht grenzenlos Asylanten aufnehmen, nicht grenzenlos Menschen einbürgern, nicht grenzenlos ausländische Menschen aufnehmen.


Das denke ich auch. Die Gesellschaft muß sich aber entscheiden ob sie Globalisierung will oder Nationalstaatlichkeit. Beides geht nicht, genau so wenig, wie sich die Rosinen aus beidem Heraus zu picken. In der Politik wird der globale Gedanke der sich aus humanitären Gesichtspunkten zusammensetzt (z.B. Asyl) aber schlicht ausgenutzt um ein Volk zu teilen, um es besser kontrollieren zu können und es wirtschaftlichen Interessen z.b. um Druck auf die Löhne auszuüben, zu opfern. In der Politk möchten sich einige tatsächlich ihr Wunschvolk bauen! :mad:

Britta
13.08.2010, 12:26
Damit habe ich doch gleich den Kern des Problems provoziert.

Man darf sie nicht pauschalisieren. Man muss aber auch von der Kuscheldiskussion wegkommen.

Damit meine ich solche Argumente wie, "die Deuschen sind aber", weg kommen, denn das ist nicht die Frage bzw eine ganz andere.

Es ist aber auch schwer den Personenkreis eindeutig zu beschreiben. Daher habe ich Kriminalität als Indikator eingefügt.

Ich hab kein Problem mit Ausländern oder ihrer Religion. Auch nicht mit innländischen Christen.

Man sollte immer nur den Mensch beurteilen und nicht, woher er stammt oder welche Religionszugehörigkeit er hat. Der Charakter sollte zählen.

Elfer
13.08.2010, 18:06
Pauschalisierungen sind das Brot und Butter des trivialen Journalismus. ...

...Die Gesellschaft muß sich aber entscheiden ob sie Globalisierung will oder Nationalstaatlichkeit. Beides geht nicht, genau so wenig, wie sich die Rosinen aus beidem Heraus zu picken.

In einer Diskussion wieder dieser kann man auch versuchen, sie in Gang zu bringen, wenn auch auf die Gefahr, dass sie vestummt, bevor sie angefangen hat. Diese Diskussion wird aber immer mit soviel political correctness geführt, dass es einem inhaltslosen Singsang gleicht.

Ich denke schon, dass beides geht. Es geht in Kanada, es geht in Australien, es geht in vielen Ländern....Globalisierung kann nicht weltweite Freizügigkeit bedeuten. Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?

Ich hab kein Problem mit Ausländern oder ihrer Religion. Auch nicht mit innländischen Christen.

Man sollte immer nur den Mensch beurteilen und nicht, woher er stammt oder welche Religionszugehörigkeit er hat. Der Charakter sollte zählen.

Na, es geht auch nicht so sehr um den christlichen Glauben in Deutschland. Ich rede weder von DEN Muslimen, DEN Juden oder DEN sonstigen Religionen.

Ich rede von den extremen Formen. Diese kann man in den Ländern ausleben, in denen sie ihre Wurzeln, zumindest aktuell ihren Mittelpunkt haben.

Eine Religionsausübung, die sich grundsätzlich gegen das stellt, was man hier unter Gesellschaft versteht und vor allem, die andere Religionen, die hier ihre Wurzeln, ihren Mittelpunkt haben, nicht einmal akzeptieren kann, hat hier nichts zu suchen.

Ich möchte in diesem Land weder religiöse noch andere Lebensraumnieschen haben, in denen sich tatsächliche Parallelgesellschaften bilden. Das hat nichts mit Multikulti zu tun. Es würde nicht Intergration bedeuten. Es würde die Gesellschaft auseinander reissen.

Kein Land dieser Welt, nicht einmal das Toleranteste, würde dies zulassen wollen und können.

Für wäre es falsch verstandene Globalisierung und falsch verstandener Multikulti.

Sebastian Hauk
13.08.2010, 19:06
Hallo,

Ich denke schon, dass beides geht. Es geht in Kanada, es geht in Australien, es geht in vielen Ländern....Globalisierung kann nicht weltweite Freizügigkeit bedeuten. Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?

natürlich bedeutet Globalisierung weltweite Freizügigkeit. In der EU gibt es übrigens diese Freizügigkeit, bis auf ein paar Ausnahmen, schon.

otix_
13.08.2010, 19:51
Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?


Was spricht dagegen? Der Gleichheitsgrundsatz, Fairness, soziale Komponenten. Dürfen wir Leute ausweisen, oder gar nicht erst rein lassen, die aufgrund ihrer geographischen Herkunft in Armut leben müssen? Das ist fast schon ähnlich wie die DDR-Mauer, nur andersherum.


Ich denke schon, dass beides geht. Es geht in Kanada, es geht in Australien, es geht in vielen Ländern....Globalisierung kann nicht weltweite Freizügigkeit bedeuten.

Was hier los wäre wenn wir es wie Kanada handhaben würde :rolleyes2:. Aus allen Ecken würden die Bünde der verschiedensten Vertriebenen kommen.
Dummerweise könnten wir auf dem richtigen Weg sein, in dem wir die Lebensverhältnisse hier, an die ärmerer Länder anpassen. :|

Elfer
13.08.2010, 19:51
Hallo,



natürlich bedeutet Globalisierung weltweite Freizügigkeit. In der EU gibt es übrigens diese Freizügigkeit, bis auf ein paar Ausnahmen, schon.

Das heisst aber nicht, dass es so sein muss. Die Freizügigkeit in der EU ist mir nicht nur bekannt, ich sehe eben diese sehr kritisch.

Globalisierung ist nicht gleichbedeutend mit Freizügigkeit. Man kann sie an Bedingungen knüpfen.
Darüber hinaus muss man die Möglichkeit haben schon im Bereich der ersten Monate gegen bestimmte Entwicklungen steuern zu können.

Ein Problem mit der Freizügigkeit in Europa ist allerdings auch erst da wirklich entstanden, wo die EU ihre eigenen Beitrittskriterien vergessen hat und das wirtschaftliche Gefälle innerhalb der EU extreme Ausmaße angenommen hat.

otix_
14.08.2010, 09:39
Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?


Aber wahrscheinlich willst du Elfer nur möglichst viel für dich und andere dürfen zu sehen wo sie bleiben. Das außerdem nennt sich Dekadenz und die kommt merkwürdiger Weise oft gerade von Berufsgruppen, die es am allerwenigsten nötig hätten :mad:

Beverly
14.08.2010, 09:42
Ich habe mich schon so oft gefragt, warum man als streng konservativer Moslem in einer Gesellschaft leben will, die so ganz meinem Glauben widerspricht und in der ich mich mit Gleichgläubigen isoliere.

Vor einiger Zeit haben sie sich in New York darüber echauffiert, dass unweit vom "Ground Zero" eine Moschee gebaut wurde. Tut mir Leid, aber ich finde dieses Gebaren der New Yorker heuchlerisch. Was sollen denn da die Indianer sagen, die dort lebten, ehe die Weißen ihnen ihr Land wegnahmen? Verglichen mit dem, was die Europäer in der Neuzeit, als Eroberer, Land klauende, Indianer ermordende und Afrikaner versklavende "Wirtschaftstouristen" angestellt haben, haben sich selbst rabiate islamische Eroberer noch zurückgehalten. Auf dem Balkan waren die Türken so nett, nach 400 Jahren wieder zu gehen und auf dem indischen Subkontinent endete die Herrschaft moslemischer Sultane und Mogul-Kaiser, ohne dass die indische Kultur gänzlich exterminiert wurde.
Die Indianer sind ihre Wirtschaftstouristen nicht losgeworden. Das sich nun moslemische Migranten so aufführen, wie zuvor Generationen von Iren, Briten und auch "Deutschstämmigen", finde ich zwar ***, aber ich sehe auch die vielen nichtmoslemischen "Wirtschaftstouristen" vergangener Epochen und in anderen Kontinenten, denen die Moslems es jetzt nachmachen.

Selbst in ihrer verachtenswerten Dekadenz halten uns die Moslems der Postmoderne noch den Spiegel vor. Denn sie machen das nach, was wir ihnen lange Zeit vorgemacht haben - was kein Plädoyer für "weiche Welle" gegenüber Islamis ist. Aber Jammerstränge und der "K(r)ampf der Kulturen", ein lächerliches Katz-und-Maus-Spiel mit den Taliban, die peinlichen "besonderen Beziehungen" zu einem innerliche immer kaputter werdenden Israel und dergleichen mehr sind gerade jene "weiche Welle", die niemand ernst nimmt.

otix_
14.08.2010, 09:53
Selbst in ihrer verachtenswerten Dekadenz halten uns die Moslems der Postmoderne noch den Spiegel vor. Denn sie machen das nach, was wir ihnen lange Zeit vorgemacht haben - was kein Plädoyer für "weiche Welle" gegenüber Islamis ist. Aber Jammerstränge und der "K(r)ampf der Kulturen", ein lächerliches Katz-und-Maus-Spiel mit den Taliban, die peinlichen "besonderen Beziehungen" zu einem innerliche immer kaputter werdenden Israel und dergleichen mehr sind gerade jene "weiche Welle", die niemand ernst nimmt.


Ich sehe in diesem ganzen "Kampf gegen den Terror", Afghanistan, Iran, Irak und der gesamten Nahostgemengelage ohnehin eher das Aufoktruieren eines westlichen Wertesystem wirtschaftlicher Siegermächte.
Klar lässt sich die Burka verbieten, Kopftuch und von "Freiheiten für die Frauen" schwafeln doch sehen wir das nur aus unserem Wertesystem heraus. Wenn es irgendwo auf der Welt einen Staat gäbe wo sich die Freiheit der Frau darin ausdrückt, dass sie nackich durch die Strassen läuft, werden wir hier, mir nichts dir nichts, zum Unterdrücker "der Freiheiten der Frau". Recht ist immer nur das was eine Siegermacht zu dem erklärt.

Elfer
14.08.2010, 15:05
Aber wahrscheinlich willst du Elfer nur möglichst viel für dich und andere dürfen zu sehen wo sie bleiben. Das außerdem nennt sich Dekadenz und die kommt merkwürdiger Weise oft gerade von Berufsgruppen, die es am allerwenigsten nötig hätten :mad:

Jetzt mal ganz ehrlich? Woher nimmst Du diese Erkenntnis?

Hast Du hier irgendwann einmal von mir gehört, dass ich zuwenig bekomme?

Habe ich hier irgendwie gesagt, dass ich zurück stecken muss, weil andere hier zuziehen?

Gibt es irgendetwas, was Dich veranlassen könnte, ich würde so eine Neidnummer fahren?

Bitte, können wir wieder anfangen und diskutieren? Oder wird hier jeder Beitrag zu einer Provokation?

Ich kann Dir gerne einen Abriss über mein Leben und meine wirtschaftliche Situation geben. Ansosnten könnte es natürlich sein, dass Du mich mit Hellman verwechselst, der im Zusammenhang mit dem Zuzug davon sprach, dass die heimischen Arbeitssklaven darunter zu leiden hätten.

Wie wäre es denn, wenn man einfach nur das hernimmt, was ich auch sage und nicht versucht, mir etwas in den Mund zu legen?!

Komisch ist z.B., dass es sehr viele Menschen in diesem Land gibt, die behaupten, dass Polizisten unterbezahlt sind und ich dem regelmäßig widerspreche. Aber gerade hier gebe ich Anlass dafür, dass ich neidzerfressen bin?

Elfer
14.08.2010, 15:18
Vor einiger Zeit haben sie sich in New York darüber echauffiert, dass unweit vom "Ground Zero" eine Moschee gebaut wurde. ...

Eine Rechtfertigung, die Du "uns" wohl nicht zugestehen würdest. Würde ich mit derartigen Argumenten um die Ecke kommen, wären die üblichen Plattheiten einer dekadenten und überholten Denkweise der Vorwurf.

Es geht nicht um Deutschland den Deutschen. Diese Form ist nicht mehr als ein Todschlagsargument, die eine weitere Diskussion unmöglich und überflüssig macht.

So werden aber keine Probleme diskutiert, geschweige denn gelöst.

Mal ganz unabhägig von Dir werde ich das Gefühl nicht los, dass ich hier mit konservativen und glaubensabhängigen Stammtischpolitikern diskutiere, die nur lesen und hören, was sie wollen und den Rest ignorieren.

Jedes ehrliche Wort ist hier zu viel, da es grundsätzlich an einer vertrauensfähigen und -willigen Basis fehlt. Es wird Dir verkehrt und für die eigene Rechtfertigung verzerrt und verbogen.

Das ist der Grund, warum ich dieser pseudointelektuellen Linken in diesem Land den Rücken gekehrt habe. Dort kannst du dir nie sicher sein, dass du nicht unerwartet einen stechenden Schmerz im Rücken verspürst und beim Umdrehen von einem eigentlich vertrauten Grinsel ins Jenseits befördert wirst.

Sebastian Hauk
14.08.2010, 16:10
Hallo,

So werden aber keine Probleme diskutiert, geschweige denn gelöst.

der Bau von Moscheen sorgt dafür, dass sich die Muslime in Deutschland wohl fühlen können und hier auch bleiben wollen. Und damit werden dann doch schon Probleme gelöst.

Mit deutschen Stammtischen kenne ich mich nicht aus, weil ich nur sehr selten in eine Kneipe gehe.

Elfer
15.08.2010, 04:38
Hallo,



der Bau von Moscheen sorgt dafür, dass sich die Muslime in Deutschland wohl fühlen können und hier auch bleiben wollen. Und damit werden dann doch schon Probleme gelöst.

Mit deutschen Stammtischen kenne ich mich nicht aus, weil ich nur sehr selten in eine Kneipe gehe.

Es gibt unzählige Moscheen in Deutschland. Die Diskussionen entbrennen um vereinzelte und den Bau von Minaretten.

Ich glaube, dass es kaum Grund für Muslime gibt, sich nicht in Deutchland wohl zu fühlen. Es hat über die Jahre eine Annäherung gegeben, die ein gutes Zusammenleben garantieren.

Elfer
15.08.2010, 04:47
Was spricht dagegen? Der Gleichheitsgrundsatz, Fairness, soziale Komponenten. Dürfen wir Leute ausweisen, oder gar nicht erst rein lassen, die aufgrund ihrer geographischen Herkunft in Armut leben müssen? Das ist fast schon ähnlich wie die DDR-Mauer, nur andersherum.

Was hier los wäre wenn wir es wie Kanada handhaben würde :rolleyes2:. Aus allen Ecken würden die Bünde der verschiedensten Vertriebenen kommen.
Dummerweise könnten wir auf dem richtigen Weg sein, in dem wir die Lebensverhältnisse hier, an die ärmerer Länder anpassen. :|

Nein, der Gleichheitsgrundsatz spricht nicht dagegen. Fairness? Sind wir nur dann fair, wenn wir hier alle Menschen aufnehmen, die in ihrer Heimat nicht ernährt werden? Ich kann eine Forderung unterstützen, die ihnen in ihrer Heimat Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Ich kann sie nicht unterstützen, wenn es darum geht, die Welt in diesem Land "durchzufüttern".

Ich bin mir nicht sicher, ob du Dir Gedanken über die Realisierbarkeit gemacht hast. Klingt für mich wie eine gut gemeinte und wenig durchdachte Forderung. Du hast Dir aber auch Gedanken über all die Nebeneffekte gemacht?! Schule, Ausbildung....die Verhältnisse an deutschen Schulen sind nicht nur deswegen so schlecht, weil die Weltbanken es wollen. Sie sind auch schlecht, weil wir hier Kinder unterrichten müssen, deren Eltern keine Notwendigkeit darin sehen, ihre Kinder auf ein Leben in diesem Land einzustellen.

Ich sag´s mal so. Wir stellen die Regeln auf und wer die Anforderungen nicht erfüllt, muss gehen. Wer gegen unsere Gesetze verstößt, muss gehen. Wenn alles reibungslos gewährleistet ist, kann kommen wer will.

Britta
15.08.2010, 10:04
der Bau von Moscheen sorgt dafür, dass sich die Muslime in Deutschland wohl fühlen können und hier auch bleiben wollen. Und damit werden dann doch schon Probleme gelöst.
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso der Bau einer Moschee oder einer Kirche zum Wohlfühlen beitragen soll.

Wohlfühlen tut man sich da, wo man Freunde und genug zum Leben hat. Hat man das nicht, nutzt auch eine Moschee oder Kirche nichts.

Ich sag´s mal so. Wir stellen die Regeln auf und wer die Anforderungen nicht erfüllt, muss gehen. Wer gegen unsere Gesetze verstößt, muss gehen. Wenn alles reibungslos gewährleistet ist, kann kommen wer will.
Dem könnte ich zustimmen. Vorausgesetzt, die Anforderungen sind nicht utopisch und man berücksichtigt die individuellen Umstände.

Sebastian Hauk
15.08.2010, 10:12
Hallo Britta,


Britta hat Folgendes geschrieben:
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso der Bau einer Moschee oder einer Kirche zum Wohlfühlen beitragen soll.

auf diese Weise denken dann die Muslime, dass sie hier willkommen sind. Im Moment ist es doch so, dass durchaus der Eindruck entsteht, dass es Deutschland besser gehen würde, wenn es hier keine Muslime geben würde.

Wir sind künftig eine Stadt der Freiheitspartei. Dann müssen Muslime raus", riefen sie.

In Holland herrschen schon ganz krasse Zustände.

http://www.rp-online.de/politik/ausland/Niederlande-ruecken-nach-rechts_aid_827721.html


Britta hat Folgendes geschrieben:
Dem könnte ich zustimmen. Vorausgesetzt, die Anforderungen sind nicht utopisch und man berücksichtigt die individuellen Umstände.

Auch hier gilt das Gleiche. Deutsche können sich dann einfach mehr erlauben, während Ausländer direkt bestraft werden.

Gruß

Sebastian

Elfer
15.08.2010, 13:26
auf diese Weise denken dann die Muslime, dass sie hier willkommen sind. Im Moment ist es doch so, dass durchaus der Eindruck entsteht, dass es Deutschland besser gehen würde, wenn es hier keine Muslime geben würde.


Auch bei den Muslimen geht es um den „Ismus“. Wer hier radikal eine gegen diese Gesellschaft gerichtete Religion ausübt, muss gehen. Ein Beispiel hierfür sind einige Koranschulen.


Auch hier gilt das Gleiche. Deutsche können sich dann einfach mehr erlauben, während Ausländer direkt bestraft werden.


Nur weil man Deutsche nicht ausweisen kann? OK, dieser kleine und feine Unterschied ist immanent.

Es ist heute schon so, wer hier straffällig wird, muss unter bestimmten Umständen gehen. Ich glaube aber, dass da noch Potential ist.
Oft rede ich aber von den EU-Ausländern, die ja eine gewisse Freizügigkeit genießen. Hier ist die Ausweisung eine ganz andere Sache.

Es gibt so viele Beispiele für Probleme, die auch im Sinne eines vernünftigen Zusammenlebens gelöst werden müssten. Das Thema ist aber so überzüchtet, dass jeder Versuch einer Diskussion darüber in einem Fiasko endet.

In diesem Land ist es in der öffentlich (linksorientierten) Diskussion immer noch ein Tabuthema. Da geht man lieber her und wirft Geld zusammen, damit Straftäter samt Familie im Land bleiben und deren Anwälte bezahlt werden können.

Ein wunderbares Beispiel sind die tausende Mitglieder umfassenden libanesischen Familien, die tatsächlich kurdische Syrer und Türken sind.

Selbst wenn mir mancher hier alles unterstellen würde, außer einem integrativen Wesen, ist Integration (Wille und Möglichkeit) eigentlich die einzige Forderung, die ich aufstelle.

Britta
15.08.2010, 15:28
Hallo Britta,
auf diese Weise denken dann die Muslime, dass sie hier willkommen sind. Im Moment ist es doch so, dass durchaus der Eindruck entsteht, dass es Deutschland besser gehen würde, wenn es hier keine Muslime geben würde.

Der Bau einer Moschee - wie z.B. jetzt auch auf Ground Zero in New York, hat bestenfalls Symbolcharakter. Es ist eine Geste, die zu nichts anderem taugt.

Was nutzt eine solche (heuchlerische) Geste, wenn man die Menschen weiterhin schlecht behandelt und wenn in den Medien die Hetze nicht aufhört?


In Holland herrschen schon ganz krasse Zustände.
Es sind hauptsächlich die Medien, die für solche Zustände verantwortlich sind. Früher waren die Berichte in den Medien anders und Muslime hatten mal einst ein gutes Ansehen. Das ist noch nichtmal lange her. Es gab viele Spielfilme aus 1001 Nacht, interessante Dokumentation, ein ganz anderes Bild von muslemischen Ländern wie heute. Warum hat sich das verändert?

Wenn jetzt von Iran/Irak die Rede ist, denkt man nur an Krieg. Dass das Länder mit einer sehr alten Kultur sind, haben die Menschen schon vergessen.

Auch hier gilt das Gleiche. Deutsche können sich dann einfach mehr erlauben, während Ausländer direkt bestraft werden.

Das kann ich so erstmal nicht glauben.

Wer Gast ist, sollte sich aber schon benehmen.

Britta
15.08.2010, 15:33
Selbst wenn mir mancher hier alles unterstellen würde, außer einem integrativen Wesen, ist Integration (Wille und Möglichkeit) eigentlich die einzige Forderung, die ich aufstelle.

Wenn sich Einheimische für Ausländer einsetzen, die ausgewiesen werden sollen, kann man dann nicht annehmen, sie wären integriert?

Das ist doch der Ursprung des Asyls von vor Urzeiten, jemandem der verfolgt wird im eigenen Haus Unterschlupf und Schutz zu bieten. Wenn sich niemand fand, der das für den Verfolgten tun wollte, dann gab es auch kein Asyl.

Elfer
15.08.2010, 16:19
Wenn sich Einheimische für Ausländer einsetzen, die ausgewiesen werden sollen, kann man dann nicht annehmen, sie wären integriert?


Nein, nicht wenn die „Einheimischen“ sich entweder frei von einer Bewertung des Einzelfalles nur der Sache wegen kümmern. Vor allem aber auch nicht, wenn Anwälte und Einheimische sich darüber profilieren wollen. Letzteres ist in der Art doch nichts anderes als Menschenhandel, oder? Der eine nutzt den Menschen wegen des wirtschaftlichen, der andere wegen des persönlichen und der Anwalt wegen beider Aspekte aus.

Es gibt unzählige Beispiele. Da wird z.B. fast eine Hochschulstiftung gegründet, um einen Pseudolibanesen vor der Ausweisung zu schützen. Darüber hinaus klagt man den menschenunwürdigen Staat und die menschenunwürdigen Verfahren an.

Dabei vergisst man gerne, dass die Kunstfamilie El Zein, Zain, Al Zein, El Zain, Alseen…..mittlerweile mehrere tausend Mitglieder zählt, von denen keiner asylberechtigter Libanese ist.


Das ist doch der Ursprung des Asyls von vor Urzeiten, jemandem der verfolgt wird im eigenen Haus Unterschlupf und Schutz zu bieten. Wenn sich niemand fand, der das für den Verfolgten tun wollte, dann gab es auch kein Asyl.

Nein, Asyl ist keine dauerhafte Lösung. Kann es sein, muss es aber nicht. Ziel muss sein, dass die Bedingungen im Herkunftsland menschenwürdig und in Einklang mit den Menschenrechten gestaltet werden. Allerdings scheint dies wohl nebensächlich zu sein. Denn bedenkt man die staatliche Verachtung der Menschenrechte in diesem Land, können sie gar kein Asylgrund sein.

Die reine Aufnahme der Menschen ist und war noch nie eine Lösung. Kein Land der Welt kann sich eine grenzenlose Aufnahme leisten. Das ist einfach so, wer hat dafür Gegenargumente?

Mich wundert es noch heute, wie die kritik- und grenzenlosen Zugzugsbefürworter die Fakten leugnen konnten.
Da kamen Menschen in dieses Land, die Asyl forderten und da flogen sie mindestens ein Mal im Jahr in das Land ihrer Peiniger.

Nein? Wie, denn sie genossen ja keine Freizügigkeit. Die Ausreise wäre kaum möglich gewesen, geschweige denn die Einreise. Stimmt, nicht unter den Personalien, unter denen sie hier Asyl beanspruchten.

Britta
15.08.2010, 16:42
Vor allem aber auch nicht, wenn Anwälte und Einheimische sich darüber profilieren wollen.
Solche Fälle gibt es und hier stimme ich dir auch zu.

Es gibt aber auch die Fälle, wo man wirklich von Integration sprechen kann, wo die Menschen hier Freunde gefunden haben und sich richtig in die Gemeinschaft eingelebt haben und dann ausgewiesen werden sollen.

Letzteres ist in der Art doch nichts anderes als Menschenhandel, oder? Der eine nutzt den Menschen wegen des wirtschaftlichen, der andere wegen des persönlichen und der Anwalt wegen beider Aspekte aus.
Es ist jedenfalls nicht in Ordnung. Menschenhandel würde ich es aber auch nicht nennen.

Es gibt unzählige Beispiele. Da wird z.B. fast eine Hochschulstiftung gegründet, um einen Pseudolibanesen vor der Ausweisung zu schützen. Darüber hinaus klagt man den menschenunwürdigen Staat und die menschenunwürdigen Verfahren an.

Dabei vergisst man gerne, dass die Kunstfamilie El Zein, Zain, Al Zein, El Zain, Alseen…..mittlerweile mehrere tausend Mitglieder zählt, von denen keiner asylberechtigter Libanese ist.
Kann ich so nichts dazu sagen, ich kenne den Fall nicht. Vorstellen kann ich mir das.

Nein, Asyl ist keine dauerhafte Lösung. Kann es sein, muss es aber nicht. Ziel muss sein, dass die Bedingungen im Herkunftsland menschenwürdig und in Einklang mit den Menschenrechten gestaltet werden. Allerdings scheint dies wohl nebensächlich zu sein.
Also müßte sich die Welt verändern. Das tut sie aber nicht so schnell und wer weiß, ob sie nicht noch schlechter wird.

Menschwürdige Zustände sind immer nebensächlich, wenn es nur ums Geld geht.

Die reine Aufnahme der Menschen ist und war noch nie eine Lösung. Kein Land der Welt kann sich eine grenzenlose Aufnahme leisten. Das ist einfach so, wer hat dafür Gegenargumente?
Ich kann mich an Zeiten unter Kohl erinnern, wo es hieß wir hätten Monate mit 500.000 Asylanträgen gehabt. Städte und Kommunen wußten schon nicht mehr, wo sie die Menschen unterbringen sollten und wie sie das finanzieren sollten.

Mich wundert es noch heute, wie die kritik- und grenzenlosen Zugzugsbefürworter die Fakten leugnen konnten.
Da kamen Menschen in dieses Land, die Asyl forderten und da flogen sie mindestens ein Mal im Jahr in das Land ihrer Peiniger.

Nein? Wie, denn sie genossen ja keine Freizügigkeit. Die Ausreise wäre kaum möglich gewesen, geschweige denn die Einreise. Stimmt, nicht unter den Personalien, unter denen sie hier Asyl beanspruchten.
Dann hätten sie ihr Asylgesuch doch selbst widerlegt?

Elfer
15.08.2010, 18:00
Solche Fälle gibt es und hier stimme ich dir auch zu.

Es gibt aber auch die Fälle, wo man wirklich von Integration sprechen kann, wo die Menschen hier Freunde gefunden haben und sich richtig in die Gemeinschaft eingelebt haben und dann ausgewiesen werden sollen.


Aber es geht nur um die anderen, nicht um die einen. Es geht ja wirklich nur um einen verträglichen Zuzug, da niemandem daran gelegen sein kann, wenn sich aus diesem Grund eine unerträgliche Grundstimmung im Land bildet. Und es geht um die, die sich hier nicht integrieren und die, die hier Straftaten begehen.


Es ist jedenfalls nicht in Ordnung. Menschenhandel würde ich es aber auch nicht nennen.


Warum nicht mal provokant von Menschenhandel sprechen. Nur weil sie vorgeben Gutes zu wollen? Oder weil sich niemand gehandelt fühlt?
OK, ist auch stark überzogen. Allerdings sollte man sich mal Gedanken darüber machen. Ist wie der Samariter, der der alten Frau über die Straße hilft und sie dort stehen lässt, während die alte Frau überlegt, wie sie wieder zurück kommt, dorthin, wo sie eigentlich sein wollte.


Kann ich so nichts dazu sagen, ich kenne den Fall nicht. Vorstellen kann ich mir das.


Sie sind im Netz nachvollziehbar.


Also müßte sich die Welt verändern. Das tut sie aber nicht so schnell und wer weiß, ob sie nicht noch schlechter wird.

Menschwürdige Zustände sind immer nebensächlich, wenn es nur ums Geld geht.


Ich habe aber das Gefühl, dass die Hilfe vor Ort dabei vergessen wird. Wir nehmen Afghanen auf, weil sie vor den Taliban fliehen und müssen uns dafür rechtfertigen, dass wir uns in Afghanistan am Kampf gegen die Taliban beteiligen.
Mal losgelöst von der aktuellen Situation oder Entwicklung. Gab es diese Kritik schon von Anbeginn an. Zu einer Zeit, wo die Bevölkerung den Einsatz noch begrüßte.

Wir stellen uns aber nicht die Frage, warum die Bevölkerung den Einsatz immer weniger unterstützte, warum wir lange nicht zu einer Veränderung der Situation kommen.
Es ist ein anderes Thema, aber es taugt, um die selbst provozierten Hemmnisse darzustellen.
Wir tun etwas, wobei wir uns selber wegen überzogener bedenken im Weg stehen.

Entweder tue ich es in letzter Konsequenz oder lasse es gleich. Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema.


Ich kann mich an Zeiten unter Kohl erinnern, wo es hieß wir hätten Monate mit 500.000 Asylanträgen gehabt. Städte und Kommunen wußten schon nicht mehr, wo sie die Menschen unterbringen sollten und wie sie das finanzieren sollten.


Ja, es gab die Zeiten. Es gibt sie gerade wieder, nur, dass es keine Asylanten sind. Heute sind des die armen Länder Europas. Die Länder, die man zu früh in die EU aufgenommen hat.


Dann hätten sie ihr Asylgesuch doch selbst widerlegt?

Ein guter Deutscher hinterfragt das aber nicht, denn damit setzt er sich der Kritik der Ausländerfeindlichkeit aus. Das gilt und galt übrigens auch für Behörden.
Eben diese Entwicklungen bereitet uns heute erhebliche Probleme. Es ist schwer das rad zurück zu drehen.

Britta
15.08.2010, 23:06
Aber es geht nur um die anderen, nicht um die einen. Es geht ja wirklich nur um einen verträglichen Zuzug, da niemandem daran gelegen sein kann, wenn sich aus diesem Grund eine unerträgliche Grundstimmung im Land bildet.
Die unerträgliche Grundstimmung im Lande bildet sich, weil man die einheimische Bevölkerung verarmt. Da sind dann Ausländer eine Möglichkeit, jemandem die Schuld zu geben. Der Sündenbock sozusagen. Die ganze Diskussion wird von den Medien noch geschürt, geht aber am eigentlichen Problem vorbei - wie auch die Meinung Vieler von den von der Wirtschaftspolitik gemachten Problemen beeinflusst wird.

Wenn man das ausblenden könnte, könnte man ernsthaft darüber:
Und es geht um die, die sich hier nicht integrieren und die, die hier Straftaten begehen.
diskutieren, ohne Vorurteile.

Warum nicht mal provokant von Menschenhandel sprechen. Nur weil sie vorgeben Gutes zu wollen? Oder weil sich niemand gehandelt fühlt?
OK, ist auch stark überzogen. Allerdings sollte man sich mal Gedanken darüber machen. Ist wie der Samariter, der der alten Frau über die Straße hilft und sie dort stehen lässt, während die alte Frau überlegt, wie sie wieder zurück kommt, dorthin, wo sie eigentlich sein wollte.
Es ist nicht in Ordnung so etwas für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen und auf die Tränendrüse zu drücken. Aber Menschenhandel ist nicht das passende Wort. Provozieren würde ich damit auch nicht, denn es wäre nichts anderes wie diejenigen, die das für ihre Stimmungsmache missbrauchen.

Sie sind im Netz nachvollziehbar.
Müßte ich googlen.

Ich habe aber das Gefühl, dass die Hilfe vor Ort dabei vergessen wird. Wir nehmen Afghanen auf, weil sie vor den Taliban fliehen und müssen uns dafür rechtfertigen, dass wir uns in Afghanistan am Kampf gegen die Taliban beteiligen.
Inzwischen denke ich, dass die vor der Bundeswehr fliehen...

Weil die NATO da unten ist und der Westen wie auch der Osten immer mal wieder mitmischt und sich in das Leben der Menschen dort einmischt, gibt es da keinen Frieden.
Mal losgelöst von der aktuellen Situation oder Entwicklung. Gab es diese Kritik schon von Anbeginn an. Zu einer Zeit, wo die Bevölkerung den Einsatz noch begrüßte.
Da wußte die Bevölkerung aber noch nicht, dass es ein Kriegseinsatz war. Uns wurde ja vorgelogen, es wäre eine Hilfsmission. Die Meisten haben das ja auch lange geglaubt. Wäre der wahre Einsatz bekannt gewesen, hätte es keinen BW-Einsatz in Afghanistan gegeben.

Wir stellen uns aber nicht die Frage, warum die Bevölkerung den Einsatz immer weniger unterstützte, warum wir lange nicht zu einer Veränderung der Situation kommen.
Es ist ein anderes Thema, aber es taugt, um die selbst provozierten Hemmnisse darzustellen.
Wir tun etwas, wobei wir uns selber wegen überzogener bedenken im Weg stehen.
ich war immer gegen diesen Einsatz. Es ist alles verlogen.

Entweder tue ich es in letzter Konsequenz oder lasse es gleich. Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema.
Hätten wir es nicht lassen müssen? So wurden wir langsam in kleinen Dosen daran gewöhnt, dass Deutschland wieder Krieg führt, wieder Militärmacht ist. Wir verteidigen Deutschland nicht am Hindukusch, wir unterstützen einen Rohstoffkrieg für westliche Konzerne. Ich finde das einfach furchtbar.

Wir wollen nicht handeln, nicht kaufen - wir stehlen einfach.


Ja, es gab die Zeiten. Es gibt sie gerade wieder, nur, dass es keine Asylanten sind. Heute sind des die armen Länder Europas. Die Länder, die man zu früh in die EU aufgenommen hat.
Hat man doch so gewollt. Die US-Bankster haben ja sogar beim Bücherfälschen den Griechen geholfen, damit die die Kriterien zur Aufnahme erfüllen. Das war Betrug, für den es keine Strafe gibt, weil Gesetze oder bereits die Diskussion dazu erfolgreich verhindert wurden.


Ein guter Deutscher hinterfragt das aber nicht, denn damit setzt er sich der Kritik der Ausländerfeindlichkeit aus. Das gilt und galt übrigens auch für Behörden.
Die Wahrheit darf man oft aus den verschiedensten Gründen nicht sagen. Schwierige Zeiten für aufrichtige, ehrliche Menschen und gute Zeiten für Heuchler.
Eben diese Entwicklungen bereitet uns heute erhebliche Probleme. Es ist schwer das rad zurück zu drehen.

Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.