Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wirtschaftspolitische Positionen der SPD


hartmut
02.09.2008, 22:30
http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&em_cnt=1587620&em_loc=1231&em_ref=/in_und_ausland/politik/aktuell/&em_ivw=fr_polstart

wachen die so langsam auf?

otix_
02.09.2008, 22:33
http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&em_cnt=1587620&em_loc=1231&em_ref=/in_und_ausland/politik/aktuell/&em_ivw=fr_polstart

wachen die so langsam auf?

wahrscheinlich, der Mitgliederschwund ist anscheinend schwer zu verkraften. Die Parteien unterliegen auch nur ganz simplen Marktgesetze.
Wenn das Angebot nicht stimmt wird eben nach Alternativen auschau gehalten...

Hellmann
02.09.2008, 23:39
Vorsicht!

Die Geisterfahrer der SPD kennen wir doch: links blinken, rechts abbiegen. :mad:

hartmut
03.09.2008, 00:03
Naja, sicher!

Diejenigen in der SPD/Gewerkschaft, die Agenda 2010 absolut nicht mit ihrem Verständnis von Sozialpolitik vereinbaren konnten, sind ja längst weg. Klaus Ernst zB.

Drohsel und Schreiner möchte ich eine gewisse Aufrichtigkeit attestieren.

Ansonsten dürfte es wirklich so sein, dass einigen SPD-berufspolitikern, die ja nichts anderes gelernt haben, der Arsch auf Grundeis geht. Mein Mitleid mit denen ist beschränkt.

otix_
03.09.2008, 08:35
Vorsicht!

Die Geisterfahrer der SPD kennen wir doch: links blinken, rechts abbiegen. :mad:

richtig, ich hatte für einen Moment vergessen dass in dieser derzeitigen Art des Kapitalismus die Show größer ist als das Ergebnis, das "erfolgreiche" Verkaufen die Leistung ist, mit der Eliten und selbsternannte Leistungsträger sich schmücken und das Kleingedruckte so angebracht ist, dass es überlesen werden sollte.
Kapitalprofit um jeden Preis eben.

wafi
03.09.2008, 09:08
naja, ich denke es gibt einfach zwei unvereinbare Grundpositionen, die des "Neolib`s " und die einer solidarischen Gesellschaft. Es gibt keine wirkliche Chance die beiden unter einen Hut zu bekommen. Ging ne zeitlang, als die Neolibs das Gefühl hatten, sich Sozialleistungen "leisten" zu können, nannte sich soziale Marktwirtschaft. Solidargemeinschaft wird dabei abhängig gemacht, was halt Staat meint, wieviel er sich leisten kann ... Der bessere Weg wäre natürlich zu sagen, Solidargemeinschaft ist eben das Ziel des Staates und die möglichen staatlichen Aktivitäten werden eben erstmal am Ziel, was ist gut für die Solidargemeinschaft ausgerichtet. Ist aber nicht der Fall. Für die SPD heißt das, nen halbschwanger gibt`s nicht, deshalb entweder weiter den Neolib. Weg oder ein absoluter Kursschwenk (geht aber nicht bei der Führungspitze) ... Konsequenz ... die SPD trägt sich selber zu Grabe. Auch nicht weiter schlimm.

Gruß
Peter

hartmut
03.09.2008, 10:59
hallo wafi

keine Einwände. Einen vielleicht doch: Was immer man gegen die alte tante SPD sagen mag - eine sich selbst zerstörende Sozialdemokratie ist immer ein unschöner Anblick...Wer weiß, was uns da verloren geht.

Als die SPD das letzte Mal hin und her zappelte zwischen ihrem Anspruch und den machtbegehrlichkeiten des Liberalismus, da...na, Ihr wißt schon.

otix_
03.09.2008, 13:09
http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&em_cnt=1587620&em_loc=1231&em_ref=/in_und_ausland/politik/aktuell/&em_ivw=fr_polstart

wachen die so langsam auf?

Diese "SPD" scheint ihre Macht der Medienbeteiligungen >> (http://www.flegel-g.de/spd-verlagswesen.html) auszuspielen um Stimmung und Propaganda unter das Volk zu streuen.

wenn wundert es bei den Schlagzeilen:

Linkspartei überholt SPD erstmals im Westen >> (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,575969,00.html)

Britta
03.09.2008, 17:46
richtig, ich hatte für einen Moment vergessen dass in dieser derzeitigen Art des Kapitalismus die Show größer ist als das Ergebnis, das "erfolgreiche" Verkaufen die Leistung ist, mit der Eliten und selbsternannte Leistungsträger sich schmücken und das Kleingedruckte so angebracht ist, dass es überlesen werden sollte.
Kapitalprofit um jeden Preis eben.

Genau das ist es: Eine Show!

Glaubt irgendwer im Ernst, dass die unterwanderte SPD tatsächlich wieder 'Sozialpolitik' betreiben wird?

Und erst wenn über 50% der Menschen durch diese Politik pleite gegangen sind, wird die überhaupt keiner mehr wählen.

Was von der tollen Agenda 2010 könnten die überhaupt noch zurücknehmen, ohne mit einer Klagewelle für die bereits entstandenen Schäden rechnen zu müssen?

otix_
03.09.2008, 19:34
Auf in die nächste Runde...aber für alle...

Chemnitzer Wissenschaftler: Hartz-IV-Leistungen sind zu hoch >> (http://www.shortnews.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=3738394&rubrik=Wirtschaft&feedback_archive=0&offset=1)

kein Hartz4 Bezieher? geht einen nichts an? warum sollte bei den Löhnen oder bei den Renten oder sogar bei den Dividenden wesentlich mehr gezahlt werden als das, was einem Hartz4-Bezieher üppig leben lässt?

Die Absenkung ist allgemein. Die Unteren triffts nur härter.

Hellmann
03.09.2008, 19:56
Die sogenannten Wirtschaftswissenschaftler im Kapitalismus sind das Letzte.

Arbeit und Anerkennung sind wichtiger als Geld
Katharina Thehos, Pressestelle
Technische Universität Chemnitz

03.09.2008
Quelle: http://www.shortnews.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=3738394&rubrik=Wirtschaft&feedback_archive=0&offset=1

Dann sollte man doch endlich die Professorengehälter an solchen Ideen orientieren. Ein alleinstehender "Wissenschaftler" könnte doch auch mit 132,- Euro im Monat plus Warmmiete leben und Rauchen und Saufen sind eh ungesund. Zu gesunder Ernährung reichen 132,- Euro je Professor und umsonst gibt es noch ein Kochbuch von Sarrazin bei der Antrittsvorlesung. Das Essen in der Mensa ist natürlich finanziell nicht mehr drin, selber kochen ist auch gesünder.

Hellmann
03.09.2008, 20:08
So schaut der "Professor" des Kapitals übrigens aus, falls jemand den in Chemnitz auf der Straße trifft:

http://idw-online.de/pages/de/image74624

Früher hätten die Studenten dem mal einen Besuch in der Villa abgestattet, um sich eingehender über Thesen wie diese zu unterhalten:

1. Die Leistungen der sozialen Mindestsicherung liegen weit oberhalb des physischen
Existenzminimums.

Vielleicht kommt es endlich mal wieder so weit. Man kann das ja kaum noch fassen, was sich diese vom Kapital für ihre "Forschungsarbeiten" geschmierten Figuren erlauben.

Der kassiert für sowas hohe Drittmittel, um noch mehr solche "Studien" zu betreiben. :mad:

otix_
03.09.2008, 22:55
Steinbrück kritisiert Rezessionswarnungen >> (http://www.rnz.de/zusammen2/00_20080903134643_Steinbrueck_kritisiert_Rezession swarnungen.html)

Ich halte es für vollkommen unverantwortlich, wenn einige Pessimisten auf Basis nur eines einzigen Quartals mit leicht negativem Wachstum das Schreckgespenst der Rezession an die Wand malen», sagte er am Mittwoch in Schanghai.

Steinbrück sieht wahrscheinlich nur keine Rezession weil die Medienbeteiligungen (der SPD und damit die Propaganda) nicht bis zum Verlag einer "Financial Times Deutschland" reichen. Desweiteren wird er sich verzweifelt an das Wörtchen "fast" klammern:

Deutschland fast in der Rezession >> (http://www.ftd.de/politik/euro...:OECD_Prognose_Deutschland_fast_in_der_Reze ssion/ 40855.html)

Deutschlands Wirtschaft steht nun auch nach Auffassung der Experten der Industriestaatenorganisation OECD kurz vor einer Rezession. Deren jüngsten Prognose zufolge wird es hierzulande in den letzten beiden Quartalen dieses Jahres kein Wachstum mehr geben.

Was soll er auch sonst sagen, "Leute wir konnten es nicht", "wir habens versaut, sorry"!? Nächstes Jahr ist "Wahl" und "die Linke" hat die SPD bereits jetzt überholt.

Turandot
04.09.2008, 00:14
Ich halte es für vollkommen unverantwortlich, wenn einige Pessimisten auf Basis nur eines einzigen Quartals mit leicht negativem Wachstum das Schreckgespenst der Rezession an die Wand malen», sagte er am Mittwoch in Schanghai.


Für den Spruch hat er sich extra nach Schanghai verkrochen ... :irre:

hartmut
04.09.2008, 00:59
Steinbrück kritisiert Rezessionswarnungen >> (http://www.rnz.de/zusammen2/00_20080903134643_Steinbrueck_kritisiert_Rezession swarnungen.html)



Steinbrück sieht wahrscheinlich nur keine Rezession weil die Medienbeteiligungen (der SPD und damit die Propaganda) nicht bis zum Verlag einer "Financial Times Deutschland" reichen. Desweiteren wird er sich verzweifelt an das Wörtchen "fast" klammern:

Deutschland fast in der Rezession >> (http://www.ftd.de/politik/euro...:OECD_Prognose_Deutschland_fast_in_der_Reze ssion/ 40855.html)



Was soll er auch sonst sagen, "Leute wir konnten es nicht", "wir habens versaut, sorry"!? Nächstes Jahr ist "Wahl" und "die Linke" hat die SPD bereits jetzt überholt.



unglaublich! Ich befürchte fast:Leute wie Steinbrück glauben sich ihre Lügen selber...

Britta
04.09.2008, 09:04
unglaublich! Ich befürchte fast:Leute wie Steinbrück glauben sich ihre Lügen selber...

Man muß ja wirklich kein Rechengenie sein um sich auszumalen, welche Auswirkungen es auf die Wirtschaft hat wenn die Menschen weniger verdienen, arbeitslos sind und immer mehr Steuern und Abgaben zahlen müssen.

Da kann die Industrie dann noch so billig produzieren, die Menschen kaufen eben nur noch das Lebensnotwendigste.

Wenn die Politiker dann noch lügen obwohl die Dinge offensichtlich sind, dann ist wohl beabsichtigt dass die Leute diese Lügen glauben, denn nur so können sie den Plan der dahinter steht nicht sehen.

wafi
04.09.2008, 09:07
unglaublich! Ich befürchte fast:Leute wie Steinbrück glauben sich ihre Lügen selber...


hartmut, davon kannst du mit ziemlicher Sicherheit ausgehen. Das Problem ist simpel, diese Leute stecken in einem System fest, was einfach von sich aus behauptet, daß es funktionieren muß .... und da die Jungs und Mädelz in dem System stecken und von dem System profitieren, schaffen die es nicht mehr mit nem bißchen Abstand die ganze Sache zu betrachten und nach anderen Wegen und Lösungen zu suchen.
Bestes Beispiel dafür sind die Grünen, assimiliert worden. Selbiges passiert mit den Linken, schau dir die Entwicklung z.B. in Berlin an.

Gruß
Peter

hartmut
04.09.2008, 09:36
hartmut, davon kannst du mit ziemlicher Sicherheit ausgehen. Das Problem ist simpel, diese Leute stecken in einem System fest, was einfach von sich aus behauptet, daß es funktionieren muß .... und da die Jungs und Mädelz in dem System stecken und von dem System profitieren, schaffen die es nicht mehr mit nem bißchen Abstand die ganze Sache zu betrachten und nach anderen Wegen und Lösungen zu suchen.
Bestes Beispiel dafür sind die Grünen, assimiliert worden. Selbiges passiert mit den Linken, schau dir die Entwicklung z.B. in Berlin an.

Gruß
Peter

Trommel ich seit Jahren (das mit der Linken!), das ist etwas, was einige in ihrer Besoffenheit über die LiPa vergessen: Deren Verbürgerlichung hat längst begonnen...

Britta
04.09.2008, 12:42
Trommel ich seit Jahren (das mit der Linken!), das ist etwas, was einige in ihrer Besoffenheit über die LiPa vergessen: Deren Verbürgerlichung hat längst begonnen...

Das ist doch ganz klar. Für so was hat das System die Unterwanderung erfunden.

hartmut
04.09.2008, 13:03
Das ist doch ganz klar. Für so was hat das System die Unterwanderung erfunden.

hmmm, nunja, ob ein "System" etwas erfinden kann?

Nachdenken über verschwörungen sind immer schwierig. Grundproblem: Verschwörungen, das liegt in ihrer Natur, geschehen im geheimen, sie wollen vernebeln. Andererseits darf das nicht dazu führen, auch dort Verschwörungen zu sehen, wo es keine gibt.

Die Anpassung erst der Grünen, jetzt wohl auch der LiPa sind wohl eher der allgemeinen Korrumpierbarkeit der Menschen geschuldet als einem Masterplan.

http://www.politikforen.kilu.de/viewtopic.php?f=4&t=15 gibts schonmal eine Diskussion rund um Verschwörungen...

Britta
06.09.2008, 10:51
hmmm, nunja, ob ein "System" etwas erfinden kann?

Nachdenken über verschwörungen sind immer schwierig. Grundproblem: Verschwörungen, das liegt in ihrer Natur, geschehen im geheimen, sie wollen vernebeln. Andererseits darf das nicht dazu führen, auch dort Verschwörungen zu sehen, wo es keine gibt.

Die Anpassung erst der Grünen, jetzt wohl auch der LiPa sind wohl eher der allgemeinen Korrumpierbarkeit der Menschen geschuldet als einem Masterplan.

http://www.politikforen.kilu.de/viewtopic.php?f=4&t=15 gibts schonmal eine Diskussion rund um Verschwörungen...

Nein, mit Verschwörung hat das nichts zu tun. Es ist reine Logik.

Ich sehe keine Demokratie in unserem Staat. Es ist eine Scheindemokratie. Und wenn diejenigen, die die Fäden im Hintergrund ziehen, eine ernste Bedrohung sehen, werden sie Maßnahmen ergreifen um diese zu kontrollieren.

Da wird zuerst mal in den Medien Rufmord begangen, wie z.B. an Oskar Lafontaine, den man als Kommunisten darstellte und gleichzeitig versucht man, eigene Leute in der Führungsspitze zu platzieren.

Dann sind ja auch alle möglichen Leute in die Linke eingetreten. Und sie haben zum Teil gar nicht genug Leute auf den Kandidatenlisten um alle Posten entsprechend der Stimmanteile zu besetzen, zumindest da wo sie auf Anhieb soviel Stimmen erhielten und nicht damit rechneten.

Ein Bekannter von mir und seine Freunde haben das mal auf kommunaler Ebene gemacht. Die ganze Clique trat in eine bestimmte Partei ein und verhinderte so über Abstimmungen einen ganz bestimmten Beschluß.

Was im kleinen funktioniert, funktioniert auch im Großen. Es ist etwas schwieriger aber nicht unmöglich.

opppa
12.09.2008, 12:47
Könnte das daran liegen, daß die Meinungsmacher in der SPD von der interessierten Wirtschaft "eingekauft werden und daher strengstens darauf achten. daß ihre "Nebeneinnahmen" nicht durch Gefährdung der Abzockmöglichkeiten gefährdet werden?

:toben: