Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Grüße vom Shogun" - soll das Christentum verboten werden?


Beverly
13.05.2010, 11:11
Die Japaner machten nach 1600 einen Schritt, der in der Weltgeschichte wohl einmalig war: sie verboten das Christentum und töteten oder vertrieben alle Missionare.
Nicht nur an diesem Schritt, sondern auch am sonstigen Gebaren der Shogune in der so genannten "Edo-Zeit" ist viel Problematisches. Nur gibt ihnen die Geschichte leider Recht. So repressiv das System in Japan auch war, so blieb dem Land die mit dem Kreuz einhergehende koloniale Ausbeutung und Unterdrückung erspart. Man braucht nur Japan mit den Philippinen zu vergleichen, die "das katholischte Land Asiens" und zugleich ein Armenhaus sind.
Grausamkeit und Brutalität der Japaner erreichten aber in der Zeit zwischen 1900 und 1945 einen traurigen Höhepunkt. Das japanische Kaiserreich war das Gegenstück zu Nazi-Deutschland in Asien. Nur waren Nazi-Deutschland und die anderen faschistischen Staaten in Europa seit über tausend Jahren christlich geprägt. Evangelische und katholische Geistliche spielten als Kader der Faschisten eine nicht unwesentliche Rolle. Die Verbrechen der Japaner werfen die Frage auf, was denn z. B. von einem Zen-Buddhismus zu halten ist, der Massaker wie in Nanking nicht verhindert. Die Verbrechen von Nazis und anderen Faschisten in Europa werden aber die Frage auf, was denn vom Christentum zu halten ist, das deren Verbrechen auch nicht verhindert hat.

Wobei für mich aber klar ist, dass bei einem Verbot des Christentums auch seine Schwesterreligionen Islam und Judentum nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Denn deren Kader führen weltanschauliche Schaukämpfe auf, hetzen die Menschen auf der ganzen Welt gegeneinander auf und sind doch Fleisch von gleichen - verfaultem - Fleisch! Ich kenne da Diskurse in der Art: "Wenn ihr nicht brav in die Kirche geht, holen euch die Moslems." Bei so netter "Überzeugungsarbeit" sind mir die Argumente der Shogune fast lieber: "Wir nageln sie alle ans Kreuz und a rua is!"

Die Frage ist auch, wie weit ein Verbot von Christentum Judentum und Islam gehen muss. Die Shogune habe es mit Terror durchgesetzt, was sein kann aber nicht muss. Mein Gedanke ist eher, Religionsausübung grundsätzlich auf das Private und den Verein zu beschränken. Wobei ein strenges Vereinsrecht her muss, damit Vereine - egal ob für Religion oder Kaninchenzucht - nicht heimlich Macht und Einfluss akkumulieren.
Für den Anfang würde ich alles "auf 0 zurück drehen". Die Kultstätten verstaatlichen und öffentlich nutzen. "Gemeinde" als sozialer Ort ließe sich IMHO sogar besser organisieren, wenn es nicht mit diesem oder jenem Kult verbunden ist. D. h. das Soziale vom Religiösen trennen.

Das Argument "Jeder Mensch braucht doch ein Wertefundament" ist meines Erachtens ein Argument für[(/b] ein Verbot der monotheistische Kulte und die Verbannung aller Religion ins Private und Vereinsmäßige. Denn gehätschelt vom Staat und fett geworden durch Besitz haben von Christen bis Zen-Buddhismus [b]alle Kulte als Wertefundament versagt. Der Pfaffe verortete sich als Teil des christlich-abendländischen Unterdrückungssystems und sein buddhistischer Kollege war zu Zeiten der Shogunge halt deren Stichwortgeber.
Religion wird von den Herrschenden gezielt dazu benutzt, die dumme Masse zu manipulieren. Ab einem gewissen Grad der Erkenntnis vermittelt sie eben keine Werte, sondern macht die Menschen orientierungslos und zynisch. Man durchschaut den Mummenschanz und mancht dabei allenfalls noch aus Berechnung mit. Oder Leute, bei denen die Einschüchterung mit dem lieben Gott nicht mehr funktioniert, werden dadurch bösartig, weil ihnen nie Werte vermnittelt wurden, die auch ohne die Knute des Irren aus der Bronzezeit gelten.

Obwohl ich weder die Shogune noch ihre Methoden mag, verleitet mich das Gesülze der Religions-Apologeten dann sogar dazu, für Christentum, Judentum und Islam deren Methoden 1 zu 1 zu fordern. Weil auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört und ich das Geschwafel von Leuten leid bin, die selbst nicht einmal an den Gott glauben, als dessen Diener sie sich aufspielen.

Beverly
13.05.2010, 11:17
Ich habe mich in der Umfrage für die Beschränkung aller Kulte auf das Private entschieden. Als "Körperschaften des öffentlichen Rechts" in Deutschland, Träger politischen und gesellschaftlichen Einflusses und Teil den politischen und wirtschaftlichen Systems haben die Religionen gnadenlos versagt.

Britta
13.05.2010, 16:11
Ich habe mich in der Umfrage für die Beschränkung aller Kulte auf das Private entschieden. Als "Körperschaften des öffentlichen Rechts" in Deutschland, Träger politischen und gesellschaftlichen Einflusses und Teil den politischen und wirtschaftlichen Systems haben die Religionen gnadenlos versagt.

Ich habe mich für ein vollständiges Verbot entschieden.

Die Verbrechen der Kirche summieren sich ganz schön über die Jahrhunderte. Sie hat den Menschen viel Leid und Tod gebracht und an jedem ihrer Verbrechen gut verdient. Seien es Hexenverfolgung oder Nazi-Rattenpfade, Raketenlieferungen an Argentinien, Kindesmissbrauch oder das Mitmischen in der Hochfinanz.

Sie haben nicht gnadenlos versagt, sie sind ein einziger, krimineller Haufen der sich hinter der Wohltätigkeit seiner Basis versteckt.

Die Menschen kommen auch ohne diese scheinheiligen Verbrecher aus.

Hellmann
13.05.2010, 17:56
Bin auch für ein Verbot derartiger Religionen, die sich schon zu allem Anfang an als mordende Missionare betätigt haben.

Wobei es allerdings noch wichtiger wäre, endlich den wahren historischen Ursprung dieser komischen drei Kulte zu entlarven. Dass da irgendein Moses, Jesus oder Mohammed seine Anhänger missioniert habe, kann ich mir nicht vorstellen.

Mein Instinkt sagt mir, das stimmt was nicht, so wie einst bei Marx und seinen Anhängern. Da liegt noch ein historisches Rätsel verborgen. Der Quatsch, den die gepredigt haben, ist ja ungefähr so mitreißend wie die Wertformanalyse. Da muss noch irgendein ganz anderes faules Ei verborgen sein.

Beverly
14.05.2010, 08:52
Das Verbot von Judentum, Islam und Christentum lässt sich IMHO sowohl von außen wie aus der immanenten Logik der drei Kulte selbst rechtfertigen.

Von Außen: auf alle Nichtgläubigen wartet der Orthodoxie zufolge die Hölle und sie können sich darauf "freuen", auf die eine oder andere Art "missioniert", unterwandert, diffamiert, drangsaliert oder gar umgebracht zu werden. Der Logike des Politischen ist dieser totalitäre Monotheismus der "Feind", vor dem man nicht kapitulieren kann, weil er mit dem "anderen" - Nicht-Gläubigen - keine Gnade kennt. Es sind Wölfe im Schafspelz, die nur aus taktischen Gründen Kreide fressen und bei ihren Gegnern auf Beißhemmungen setzen, die ihnen selbst fremd sind.
Würde man z. B. in Niedersachsen die Ausübung des Christentums unter Todesstrafe stellen, wäre das nichts Anderes als das, was die Christen nach 800 mit den Anhängern des Alten Kultes (Odin und Konsorten) gemacht haben.

Von Innen: Juden, Christen und Moslems rechtfertigen ihre Intoleranz gegenüber den "Heiden" u. a. damit, dass deren Glaube falsch ist. Das Falsche muss notfalls mit Gewalt bekämpft werden, um dem Richtigen zu weichen. Gut denn, in den letzten 1000 Jahren hat sich erwiesen, dass aus Judentum, Christentum und Islam auch nichts Gutes kommt. Es sind ebenso "Irrlehren" wie der Glaube an Odin, Wotan und Thor. Das beweisen ihre Anhänger auch selbst an der bigotten Art, wie sie sich gegenseitig verfolgen, wenn ihnen "Heiden" und "Atheisten" zum Ausrotten ausgegangen sind. Ich verweise explizit auf eine Schlüsselszene aus einem Film über Mohammeds Leben: Mohammed hat über die Mekkaner gesiegt und betritt die Kaaba, die für ihn ebenso wie für seine Feinde ein Heiligtum ist. Nur stehen in der Kaaba Standbilder der altarabischen Götter und die zerschmettert er. Dies ist zu verstehen als Reinigung des Heiligen vom Unheiligen. Sorry, aber wenn ich mir den Mummenschanz von Juden, Christen & Moslems so ansehe, wo sich Karneval mit Schlachthaus paart, dann finde ich, es ist Zeit nicht die Kaaba, sondern die Welt zu reinigen.

Beverly
14.05.2010, 09:00
(...)Der Quatsch, den die gepredigt haben(...)

Wenn sich der Staub gelegt hat, wäre ich eigentlich für ein unverkrampftes Verhältnis zu allen Religionen, egal ob es der Glaube an Odin, Wotan und Thor, Buddhismus, Christentum oder Islam ist. "Religionsunterricht" bestände für mich darin, den Schülern ein Überblick über Inhalte und Geschichte dieser Kulte zu geben und sie sich selbst ein Urteil darüber bilden zu lassen.
IMHO ist es der Absolutheitsanspruch der Kulte selbst und die Machenschaften der sich um sie organisierenden Bürokratien, Netzwerke und Verbrecherbanden, die das jetzt unmöglich machen. Da ihre Orthodoxie allen Ernstes darauf beharrt, dass Thora, Evangelium und Koran in jedem Wort der absolute und göttliche Gipfel der Erkenntnis und des Wissens darstellen, geben sie sich damit selbst der Lächerlichkeit preis.

Britta
14.05.2010, 10:09
Die kath. Kirche hat schon vor Langem erkannt, dass sie die Menschen mit diesem Glauben nicht mehr lange beherrschen kann und das Geld der neue Gott ist. Also hat sie angefangen, an der Börse mitzumischen. Bei dem Reichtum haben die sich auch die Geldmacht gesichert und sind auf den Glauben nicht mehr angewiesen.

Spökes
14.05.2010, 10:37
Ja, was die Religionen so predigen muss ja nicht unbedingt dass sein, was die Religionsführer so wissen. Diese Organisationen sammeln nach meiner Einschätzung mystisches Wissen, was es natürlich unter aufgeklärten Gesichtspunkten nicht geben kann. Dummer Weise habe ich allerdings mit der hier dominierenden katholischen Kirche schon in wenigen Fällen die Erfahrung gemacht, dass die irgendwie zaubern können, dank Zugang zur "Zwischenwelt", den es zu verschleiern gilt. Nun, meine Erfahrungen sind sicherlich kein Maßstab.

Beverly
14.05.2010, 12:54
Ja, was die Religionen so predigen muss ja nicht unbedingt dass sein, was die Religionsführer so wissen. Diese Organisationen sammeln nach meiner Einschätzung mystisches Wissen, was es natürlich unter aufgeklärten Gesichtspunkten nicht geben kann. Dummer Weise habe ich allerdings mit der hier dominierenden katholischen Kirche schon in wenigen Fällen die Erfahrung gemacht, dass die irgendwie zaubern können, dank Zugang zur "Zwischenwelt", den es zu verschleiern gilt. Nun, meine Erfahrungen sind sicherlich kein Maßstab.

Die "heiligen Schriften" aller Religionen sind sicherlich eine Mischung aus Geschichtsbuch, Philosophie, Welterklärung und Normensetzung mit viel frei erfundener Belletristik der Subgrenres Sex and Crime, Fantasy, Abenteuer und ein bisschen SF. Bei den Kulten der Germanen und antiken Griechen, Römer und Ägypter stellt das auch niemand in Abrede. Nur gilt für Thora, Bibel und Koran dasselbe wie für die Edda oder griechische Sagen. Sie gehören zum geistigen Erbe der Menschheit, sind aber weder ihr Abschluss noch ihre vollendung.
Aber das ist IMHO der Wahn aller großen Religionen: sie beanspruchen für sich, die ultimate und endgültige und in jeder Zeile alter Bücher wahre Welterklärung gefunden zu haben. Das postmoderne "Ende der Geschichte" nehmen sie in ihren jeweiligen Offenbarungen schon vorweg. Wobei dann die Geschichte mit ihnen im Nichts endet - oder die Geschichte über die längst obsolet gewordenen Kulte von Heute ebenso hinweggeht, wie sie es mit Odin, Wotan und Thor gemacht hat. In der Abstellkammer für Kulte mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum ist noch viel Platz ;)

Hellmann
14.05.2010, 17:21
Ja, was die Religionen so predigen muss ja nicht unbedingt dass sein, was die Religionsführer so wissen. Diese Organisationen sammeln nach meiner Einschätzung mystisches Wissen, was es natürlich unter aufgeklärten Gesichtspunkten nicht geben kann.
Da harrt noch ein großes Gebiet seiner Erforschung. Es beginnt sogar im ganz realen und rationalen Bereich damit, dass man sich fragen muss, was das Christentum mit seinen grässlichen Martergeschichten in den Köpfen von Kindern schon anrichtet, hauptsächlich mit dem Jesus am Kreuz.

Dabei könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die grandiosen gotischen Kirchen für ein ganz anderes Denken standen. Irgendwie wirken die Kreuze und Märtyrerbildchen ja auch fremd in den Kirchen. Selbst der Altar hat keinen richtigen Platz im Dom im Gegensatz zur Orgel. Der Altar würde nicht fehlen.

Dann geht es selbstverständlich weiter. Gibt es mystisches Wissen? Hat man mit dieser gräuslichen Religion den Menschen dieses Wissen genommen? Statt in sich hineinzuhorchen, in die Natur und in den Himmel hat man den Leuten das credo quia absurdum gepredigt und jeden vernünftigen Menschen zu einem rasenden Feind jeder Religion gemacht...

Spökes
14.05.2010, 18:58
Dann geht es selbstverständlich weiter. Gibt es mystisches Wissen? Hat man mit dieser gräuslichen Religion den Menschen dieses Wissen genommen? Statt in sich hineinzuhorchen, in die Natur und in den Himmel hat man den Leuten das credo quia absurdum gepredigt und jeden vernünftigen Menschen zu einem rasenden Feind jeder Religion gemacht...Da gibt es einen Wirtschaftsjournalisten der nun zum mindestens dritten Mal darauf hinwies, dass wer Sorge um eine Hyperinflation hat am besten in einen Schrebergarten investiert. Beim ersten Vortrag hatte ich das Gefühl, dass er dies selber noch nicht glaubte. Beim dritten Mal wirkte er ziemlich sicher. Ahmadinedschad sagte in seiner Davoser Rede, dass dieses uns bekannte "System" nicht mehr existiert. Demnach erleben wir bereits die versuchte Abwicklung in der Hoffnung noch etwas retten zu können. Dies ist eine trügerische Hoffnung oder Ahmadinedschad hat nicht Recht.

Aber zum mystischen Wissen. Ja, vier mir bekannte Merkwürdigkeiten wurden zelebriert, eine von mir, allerdings ohne zu ahnen, was ich da tat. Von mir war es nicht ganz ernst gemeint. Ich kam eher über den von mir geführten Gedanken in diese Situation. Dann kommen noch etliche förmliche undefinierte Naturereignisse, z. B. das "Schwarze Loch", eine Hilfserklärung für ein wahnsinns Unwetter zum WJT 2002 in Toronto. Die Indianer-Insel wo der Papst damals Abbitte tat lag nicht weit vor meiner Türe. Wir sind gerne mit dem Boot dahin. Und, und, und...die beste Freundin meiner Gastgeberin, eine ziemlich emanzipierte, durchaus kräftige Indianerin, hatte einen picko-bello alten Ford-Mustang V8. Die war schon ne kleine "Hexe", aber liebenswert.

Was die Zweifelhaftigkeit von Religion angeht müsste aber doch zu bedenken geben, dass es solch einen "Spökes" scheinbar überall gibt, gab und vermutlich geben wird, jeweils mit regionalen Ausprägungen. Vielleicht ist ja nur der Erfassungsbereich einer Religion zu groß, sodass regionale Besonderheiten keine Berücksichtigung mehr finden können. Das wäre dann Mißbrauch der Religion durch Konzentration/Zentralisation.

Beverly
16.05.2010, 19:08
Statt in sich hineinzuhorchen, in die Natur und in den Himmel hat man den Leuten das credo quia absurdum gepredigt und jeden vernünftigen Menschen zu einem rasenden Feind jeder Religion gemacht...

Damit sind wir wieder bei dem Satz "Religion ist Opium für das dumme und dumm zu haltende Volk". Weil intelligente Menschen so oder so an die religiöse Orthodoxie nicht glauben können. Da gibt es in jeder Religion einfach zu viel Blödsinn - ich denken nur an das Konzept der Wiedergeburt bei Hindus und Buddhisten. Ist nicht weniger Unfug und nicht weniger repressiv als das, was die monotheistischen Kulte verantstalten.

Meines Erachtens wird da ausgerechnet der Gläubige, Ehrliche und Intelligente zum erbitterten Gegner dieser Kulte. Denn wer intelligent und ehrlich ist, kann den Schmu nicht glauben. Wer intelligent und in einem der akuten Kulte ist, belügt sich selbst und / oder seine Mitmenschen, im Zweifelsfall sogar den lieben Gott.
Wer gläubig und ehrlich ist, hat nicht nachgedacht bzw. macht sich was vor.
Das sind dann immer die Argumente nach dem Motto: "Irgendein Wertefundament müssen die Menschen doch haben." Wobei man dann, ohne nachzudenken, auf das Alte und Schlechte zurück greift.

Hellmann
16.05.2010, 21:12
ich denken nur an das Konzept der Wiedergeburt bei Hindus und Buddhisten. Ist nicht weniger Unfug und nicht weniger repressiv als das, was die monotheistischen Kulte verantstalten.
Da steckt aber schon etwas mehr dahinter.

Nicht dass ich es mir wünschen würde, aber leider muss man doch damit rechnen, dieses Erdenleben oder etwas ähnliches noch öfter bewältigen zu dürfen, weil der Mensch halt doch nicht nur aus Materie besteht, sondern das Bewusstsein eine andere Qualität hat.

Anders wärs mir lieber, aber leider bin ich ein Mensch, der logisch denkt. Was einmal passiert, dass man hier auf Erden landet, muss sich in ewigen Zeiten wiederholen. Womöglich endlos. :(

Britta
17.05.2010, 06:32
Da steckt aber schon etwas mehr dahinter.

Nicht dass ich es mir wünschen würde, aber leider muss man doch damit rechnen, dieses Erdenleben oder etwas ähnliches noch öfter bewältigen zu dürfen, weil der Mensch halt doch nicht nur aus Materie besteht, sondern das Bewusstsein eine andere Qualität hat.

Anders wärs mir lieber, aber leider bin ich ein Mensch, der logisch denkt. Was einmal passiert, dass man hier auf Erden landet, muss sich in ewigen Zeiten wiederholen. Womöglich endlos. :(

Ich denke auch, dass mehr dahinter steckt und es sich endlos wiederholt. Aber ich würde das nicht so negativ sehen. Eher so, dass jedes neue Leben auf der Erde ein neues Abenteuer ist.

Beverly
18.05.2010, 08:37
Nicht dass ich es mir wünschen würde, aber leider muss man doch damit rechnen, dieses Erdenleben oder etwas ähnliches noch öfter bewältigen zu dürfen, weil der Mensch halt doch nicht nur aus Materie besteht, sondern das Bewusstsein eine andere Qualität hat.

Anders wärs mir lieber, aber leider bin ich ein Mensch, der logisch denkt. Was einmal passiert, dass man hier auf Erden landet, muss sich in ewigen Zeiten wiederholen. Womöglich endlos. :(

Ewige Wiedergeburten in einer Scheißwelt sind nur das nahöstliche Pendant zur Hölle im Monotheismus. Christen und Moslems haben die Hölle in einem "Jenseits", Hindus und Buddhisten holen sie qua Wiedergeburt in zumeist elenden Lebensverhältnissen ins Diesseits.

Was sind das eigentlich alles für Scheißer, die hinter salbadernden Sprüchen ihren Mitmenschen Angst einjagen und sie terrorisieren :mad: ?

Beverly
18.05.2010, 08:40
Ich denke auch, dass mehr dahinter steckt und es sich endlos wiederholt. Aber ich würde das nicht so negativ sehen. Eher so, dass jedes neue Leben auf der Erde ein neues Abenteuer ist.

Das Konzept von der Wiedergeburt macht wenig Sinn, wenn man sich an vorherige Leben nicht erinnern kann. Identität ohne Erinnerung gibt es nicht und es ist sinnlos, die heute lebenden Menschen mit Verstorbenen in eine Beziehung zu bringen, wenn es da weder gemeinsame Erinnerungen noch sonstige Gemeinsamkeiten gibt.

Britta
18.05.2010, 09:12
Das Konzept von der Wiedergeburt macht wenig Sinn, wenn man sich an vorherige Leben nicht erinnern kann. Identität ohne Erinnerung gibt es nicht und es ist sinnlos, die heute lebenden Menschen mit Verstorbenen in eine Beziehung zu bringen, wenn es da weder gemeinsame Erinnerungen noch sonstige Gemeinsamkeiten gibt.
Wir wissen es halt nicht.

Was, wenn wir uns bevor die Seele durch die Geburt materialisiert dazu entscheiden, alle vorherigen Leben zu vergessen und uns erst nach dem, was man Tod nennt, wieder daran erinnern können?

Da wir nicht wissen, was nach dem Leben in der materiellen Welt ist, können wir auch nicht sagen, zu welchem Zweck wir die vorherigen Leben vergessen haben und ob das Sinn macht oder nicht.

Wenn wir uns aber an alles vorher erinnern könnten, würde das wohl auch schnell wieder langweilig werden. Manche Erfahrungen wären dann keine Überraschung mehr und würden weniger intensiv erlebt, weil man sich durch die vorherigen Leben schon daran gewöhnt hat.

Ausserdem stelle ich mir das richtig lustig oder peinlich vor, wenn man dann nach dem Leben die Seelen wiedertrifft, die man im letzten Leben getroffen hat und aus den vorherigen Leben schon kennt und mit denen man dieses Mal ganz andere Erfahrungen gemacht hat. :giggle:

Okay, das war jetzt aber ganz böse. :rolleyes:

Elfer
18.05.2010, 12:43
Das Christentum abschaffen oder die Religion oder gar den Glauben?

Mit der Begründung, das Christentum habe viel Leid und gar Tod im Mittelalter gebracht?

Mit der Begründung, die Kirche verdumme das Volk? Warum beschleicht mich hier die Vermutung, das die Meisten schon lange oder noch nie in einer Gemeinde waren und sich das Leben dort angeschaut haben.
Kirche ist schon lange auch politisch kritisch aktiv. Zumindest aus der Gemeindearbeit heraus.

Aber wie leicht geht dabei verloren, dass Kirche auch viel Gutes getan hat und tut?

Wer aber will behaupten, dass es niemanden in der Welt und deren Geschichte gibt, der nicht auch Schlechtes (viel Schlechtes) getan hat, als er die Macht dazu hatte?

Kirche und das Christentum muss immer weiter dem Leben der Menschen angepasst werden und muss kritisch beobachtet werden.

Die Kirche und ihre Rolle im Faschismus? Viele Widerständler und öffentliche Nazikritiker kamen aus der Kirche, den Gemeinden.
Hitler musste vorsichtig mit der Kirche umgehen. Er hat ihre Menschen in den Krieg geschickt. Wie wohl wäre Hitler mit der Kirche umgegangen, nachdem er den Krieg gewonnen hätte?

Britta
18.05.2010, 13:41
Aber wie leicht geht dabei verloren, dass Kirche auch viel Gutes getan hat und tut?
Das ist die seit Ewigkeiten gleiche Ausrede.

Würde es die Kirche nicht geben, würden die dort engagierten Menschen trotzdem Gutes tun. Sie würden sich eben in anderen Gemeinschaften organisieren.

Zumal die Basis sich auch die Gelder für ihre Arbeit selber zusammen suchen muß. Da kommt vom Vatikan nicht viel bis gar nichts rüber.

Elfer
18.05.2010, 13:48
Das ist die seit Ewigkeiten gleiche Ausrede.

Würde es die Kirche nicht geben, würden die dort engagierten Menschen trotzdem Gutes tun. Sie würden sich eben in anderen Gemeinschaften organisieren.

Zumal die Basis sich auch die Gelder für ihre Arbeit selber zusammen suchen muß. Da kommt vom Vatikan nicht viel bis gar nichts rüber.

Ne, nicht Ausrede sondern Fakt. Ich behaupte, die Kirche hat kaum mehr Leid angerichtet, als jeder andere Machthaber in der Geschichte dieser Welt.

Es ist auch nicht die Entschuldigung oder Leugnung des Leids, welches durch die Kirche entstanden ist. Es ist nur ihre andere Seite.

Warum will man auf Kirche verzichten oder gar verbieten? Entweder macht Kirche sich selbst übrflüssig oder sie hat ihre Berechtigung, weil es Menschen gibt, die sie in ihrem Leben brauchen oder haben wollen.

Britta
18.05.2010, 16:31
Ne, nicht Ausrede sondern Fakt. Ich behaupte, die Kirche hat kaum mehr Leid angerichtet, als jeder andere Machthaber in der Geschichte dieser Welt.

Die anderen Machthaber waren aber nicht so lange an der Macht und keiner verfügte über solchen Reichtung.

Das einzig Gute, was ich an der Kirche finden könnte wäre, dass wir deswegen die Bibel haben.

Elfer
18.05.2010, 16:35
Die anderen Machthaber waren aber nicht so lange an der Macht und keiner verfügte über solchen Reichtung.


Um so erschreckender, dass viele in kurzer Zeit geschaft haben, für die Kirche Jahrhunderte brauchte. :)

Britta
18.05.2010, 20:45
Um so erschreckender, dass viele in kurzer Zeit geschaft haben, für die Kirche Jahrhunderte brauchte. :)

Dafür war die Kirche fast 2000 Jahre an der Macht und ist heute beim erlauchten Kreis der wenigen Billionäre dieser Welt dabei. Mit dem Vermögen des Vatikan ist es möglich, alle Börsen dieser Welt zu manipulieren und soviel Macht sollte keiner haben dürfen.

Dann fällt mir noch ein, dass die trotz ihres Reichtums staatliche Gelder erhalten und auch fast überall steuerfrei bis steuerbegünstigt sind. Muß auch nicht sein, bei so viel Reichtum.

Elfer
18.05.2010, 20:49
Dafür war die Kirche fast 2000 Jahre an der Macht und ist heute beim erlauchten Kreis der wenigen Billionäre dieser Welt dabei. Mit dem Vermögen des Vatikan ist es möglich, alle Börsen dieser Welt zu manipulieren und soviel Macht sollte keiner haben dürfen.

Na, ob das so ist?! Dann müsste ja der Vatikan die Politik bestimmen und nicht wie behaupten die Bankster.

Ist mir zu dünn. 2000 Jahre und ein paar Billionen. Du sagst, im erlauchten Kreis. Damit ist die Kirche nicht allein. Da habe ich aber lieber eine Kirche als ein Rüstungsunternehmen.

Es belibt das Gute, was die Kirche auch getan hat.

Britta
18.05.2010, 20:56
Na, ob das so ist?! Dann müsste ja der Vatikan die Politik bestimmen und nicht wie behaupten die Bankster.

Ist mir zu dünn. 2000 Jahre und ein paar Billionen. Du sagst, im erlauchten Kreis. Damit ist die Kirche nicht allein. Da habe ich aber lieber eine Kirche als ein Rüstungsunternehmen.

Es belibt das Gute, was die Kirche auch getan hat.

Die Kirche besitzt schon immer Rüstungsunternehmen und hat schon im ersten Weltkrieg alle Parteien beliefert.

Und was die Bankster betrifft, so sagt man den größten von ihnen nach, Mitglieder des Malteser-Ordens zu sein. Wenn das so wäre, würden Rockefeller & Co für den Vatikan arbeiten. :kopfkratz:

otix_
18.05.2010, 20:58
Wenn das mit Wirtschaft, Finanzen und Gesellschaft so weitergeht wird die christliche Kirche trotz oder gerade wegen ihrer starren Regeln und hoher moralischer Ansprüche ihr Comeback erwarten können.

Elfer
18.05.2010, 21:07
Wenn das mit Wirtschaft, Finanzen und Gesellschaft so weitergeht wird die christliche Kirche trotz oder gerade wegen ihrer starren Regeln und hoher moralischer Ansprüche ihr Comeback erwarten können.

Na, es gibt nicht DIE Kirche. Ansonsten magst Du recht haben.
Wäre vielleicht mal der richtige Weg, wenn moralische Ansprüche zum Weltbild gehören würden. :)

otix_
18.05.2010, 21:19
Na, es gibt nicht DIE Kirche. Ansonsten magst Du recht haben.
Wäre vielleicht mal der richtige Weg, wenn moralische Ansprüche zum Weltbild gehören würden. :)

Obwohl ich überhaupt nicht gläubig bin halte ich sie schon für wichtig. Sie geben so eine Art Verhaltenskodex, wie sich in einer Gesellschaft bewegt werden sollte um Rücksicht und Nachsicht zu üben. So eine Art Wegweiser durchs Leben halt, Anweisung zum Glücklicjjsein, Demut und soetwas eben alles...

deserd
18.05.2010, 22:56
Obwohl ich überhaupt nicht gläubig bin halte ich sie schon für wichtig. Sie geben so eine Art Verhaltenskodex, wie sich in einer Gesellschaft bewegt werden sollte um Rücksicht und Nachsicht zu üben. So eine Art Wegweiser durchs Leben halt, Anweisung zum Glücklicjjsein, Demut und soetwas eben alles...

Otix hat es gut formuliert, was auch ungefähr meinen Standpunkt beschreibt:
Mir ist voll bewusst, dass die Kirchen und auch die Religionen an vielen schlimmen Sachen beteiligt waren.
Das Problem wird sich allerdings nicht einfach lösen, wenn das alles einfach abschafft, sondern wird irgendwie kaschiert und die scheiß Sachen gehen weiter.

Britta
19.05.2010, 09:02
Otix hat es gut formuliert, was auch ungefähr meinen Standpunkt beschreibt:
Mir ist voll bewusst, dass die Kirchen und auch die Religionen an vielen schlimmen Sachen beteiligt waren.
Das Problem wird sich allerdings nicht einfach lösen, wenn das alles einfach abschafft, sondern wird irgendwie kaschiert und die scheiß Sachen gehen weiter.

Viele Verbrechen wurden erst durch die Kirche ermöglicht.

Und nur für einen 'Verhaltenskodex' braucht es die Kirche nicht. Den hatten die Menschen auch schon bevor es die Kirche gab.

Ausserdem zeigt dieser Verhaltenskodex doch eine ganz schöne Doppelmoral vom Wasser predigen und Wein trinken.

deserd
19.05.2010, 10:47
Viele Verbrechen wurden erst durch die Kirche ermöglicht.

Und nur für einen 'Verhaltenskodex' braucht es die Kirche nicht. Den hatten die Menschen auch schon bevor es die Kirche gab.

Ausserdem zeigt dieser Verhaltenskodex doch eine ganz schöne Doppelmoral vom Wasser predigen und Wein trinken.

Gut, den Kodex brauchen wir nicht, da gebe ich dir völlig recht, -- aber, ich meinte doch auch einen ganzen anderen Punkt, nämlich den, wohin wandern die bösen dunklen Kräfte, wenn man die Kirche abschafft (und was passiert mit jenen, die wirklich gute Arbeit machen in d. Kirche ?)

Ein wenig könnte man diese Diskussion mit der Verbotsdiskussion der NPD vergleichen - und da geben auch echte Faschismus-Bekämpfer zu Bedenken, ein Verbot der NPD würde eben dessen Bekämpfung erschweren.

Britta
19.05.2010, 12:00
Gut, den Kodex brauchen wir nicht, da gebe ich dir völlig recht, -- aber, ich meinte doch auch einen ganzen anderen Punkt, nämlich den, wohin wandern die bösen dunklen Kräfte, wenn man die Kirche abschafft (und was passiert mit jenen, die wirklich gute Arbeit machen in d. Kirche ?)

Ein wenig könnte man diese Diskussion mit der Verbotsdiskussion der NPD vergleichen - und da geben auch echte Faschismus-Bekämpfer zu Bedenken, ein Verbot der NPD würde eben dessen Bekämpfung erschweren.

Gut, verbieten ist vielleicht nicht die Lösung, aber zumindest könnte man die finanziellen und steuerlichen Vorteile für die Kirche schon mal abschaffen. Keine staatlichen Zuschüsse mehr, keine Kirchensteuer, die einem bereits vom Lohn abgezogen wird und Kirchenvermögen wie jedes andere Vermögen versteuern würde schon mal was bringen. Wer meint, der reichen Kirche was spenden zu müssen, kann das ja tun.

Wer Gutes tun will und sich sozial engagieren will, der tut das auch ohne die Kirche.

Hellmann
24.05.2010, 22:05
Ewige Wiedergeburten in einer Scheißwelt sind nur das nahöstliche Pendant zur Hölle im Monotheismus. Christen und Moslems haben die Hölle in einem "Jenseits", Hindus und Buddhisten holen sie qua Wiedergeburt in zumeist elenden Lebensverhältnissen ins Diesseits.

Was sind das eigentlich alles für Scheißer, die hinter salbadernden Sprüchen ihren Mitmenschen Angst einjagen und sie terrorisieren :mad: ?
Da gibt es moralisch auch ganz interessante Konzepte. Dass man also für moralisch richtiges Verhalten auf einer höheren Ebene in den Kreislauf zurück kommt oder gar das Ziel erreicht.

Der Michael Winkler hat das thematisiert:
Die spirituelle Welt

Sie sterben, weil Ihr Körper ausgedient hat, ob nun schwer krank und satt an Jahren, oder jung, unverhofft, bei einem Unfall, scheinbar viel zu früh. Das eine Dasein ist beendet, jetzt gehen Sie hinüber, in das Jenseits. Und eines Tages kommen Sie zurück, als ein anderer Mensch, mit neuen Möglichkeiten und einem neuen, unverbrauchten Leben.

Das lehren uns dicke, alte Bücher. Oder Sie lesen es hier. Dieses Buch ist deutlich dünner, lebendiger geschrieben und viel besser zu verstehen.

http://www.michaelwinkler.de/Beschreibung5.html

Diese Theorien finde ich ganz interessant; und ja, sie sind alt.

Britta
24.05.2010, 23:13
Der Michael Winkler hat das thematisiert:

http://www.michaelwinkler.de/Beschreibung5.html

Diese Theorien finde ich ganz interessant; und ja, sie sind alt.

Wer solche Bücher braucht, der hat wohl noch viele Reisen vor sich...

Hellmann
25.05.2010, 07:49
Wer solche Bücher braucht, der hat wohl noch viele Reisen vor sich...
Kannst Du andere Bücher empfehlen oder meinst Du, man sollt gar nichts darüber lesen?

Ich finde das Thema spannend, obwohl ich gerade ein alter Agnostiker bin. Das menschliche Bewusstsein kann man aber nicht leugnen. Wenn es existiert, spricht viel dafür, dass es unabhängig von der Materie existiert. Dann ist es aber auch ohne Anfang und Ende mit allen Konsequenzen. Ist man so weit, sollte man das Thema doch nicht einfach ausklammern.

Britta
25.05.2010, 09:02
Kannst Du andere Bücher empfehlen oder meinst Du, man sollt gar nichts darüber lesen?

Ich finde das Thema spannend, obwohl ich gerade ein alter Agnostiker bin. Das menschliche Bewusstsein kann man aber nicht leugnen. Wenn es existiert, spricht viel dafür, dass es unabhängig von der Materie existiert. Dann ist es aber auch ohne Anfang und Ende mit allen Konsequenzen. Ist man so weit, sollte man das Thema doch nicht einfach ausklammern.

Nein, ich kann da keine anderen Bücher empfehlen. Darüber zu lesen schadet wahrscheinlich nicht, aber diese Wahrheit muß jeder für sich selber finden.

Jeder Mensch ist ein kleines Puzzelstückchen zu dieser Wahrheit.

Spökes
25.05.2010, 10:13
Dieses Tor zum Jenseits, dieses alles aufsaugende Leuchten, welches ein inneres Wohlbefinden erster Güte erzeugt, glaube ich auch mal erlebt zu haben. Nur frage ich mich, warum ich mich in dem Augenblick nicht darauf eingelassen habe? Ja, ab einem bestimmten Punkt machte sich Angst breit. Angst, diesem Sog nicht mehr entrinnen zu können. Da mich diese Begegnung gänzlich überraschte, zog ich es vor, das Ganze nochmals zu überdenken. Nun, da bin ich noch zu keinen weiteren Schlüssen gekommen. Diese "Reincarnation of Souls" halte ich nicht für gegeben, eher gibt es das "ewige Leben", eine stetige Verbindung von Körper und Geist.

Hellmann
25.05.2010, 11:10
... eher gibt es das "ewige Leben", eine stetige Verbindung von Körper und Geist.
Dein Körper ist heute schon nicht mehr derselbe. Die meisten Zellen sterben nach 7 Jahren ab und werden ersetzt. Kann sein, dass Gehirnzellen länger existieren, weiß ich jetzt nicht mehr genau. Aber nicht das, was man als seinen Körper empfindet.

Warum sollte der Geist nicht an einem anderen Körper andocken können in einem anderen Leben? :)

Spökes
25.05.2010, 20:42
Warum sollte der Geist nicht an einem anderen Körper andocken können in einem anderen Leben? :)
Versteh mich bitte nicht falsch. Sollte dein Geist dazu fähig und willig sein, bitte, bitte , warum nicht irgenwo anders "andocken". Hoffentlich ist der Körper dann nicht schon bewohnt.


Vom ewigen Leben, nach dem man ja keinesfalls streben soll, erwarte ich mir eigentlich ob der dauerhaften Übung zwischen Geist und Körper mehr Ergebnis. Wenn Du dich erinnerst war ich einmal erstaunt darüber, wie eine vor vielen Jahren angegangene Idee, hier im Spektrum Weltherrschaft, über viele Generationen zum Ziel kommt. Am einfachsten ist dass doch damit erklärt, dass der, der den Gedanken verfolgt ihn nicht nur in die Welt setzt sondern auch bis zum Ende durchzieht, da er ja über lange Jahre nicht unter geistigem wie körperlichem Verfall leidet. Es bleibt allerdings offen, wie lange "eine Ewigkeit" dauert. Begrenzt wird sie sein und Epochenwechsel erkläre ich mir mit dem Ende einer dieser Ewigkeiten, wo der eine dann doch ablebt und irgendwo ein neuer heranwächst, der von seinem "ewigen Leben" nichts wissen kann, auch weil es soetwas nicht unbedingt geben soll bzw. kann. :dance: Entsprechend ist seine Sozialisierung, seine Prägung und Perspektive, die sich vermutlich in der unerwartet eintretenden "Alters-Macht" dann fortsetzt. Nun frag jetzt bitte nicht, wie man in diesen Genuss kommt. Wir können es ja als Ausnahme von der Regel auffassen.:)

Britta
25.05.2010, 21:42
Dieses Tor zum Jenseits, dieses alles aufsaugende Leuchten, welches ein inneres Wohlbefinden erster Güte erzeugt, glaube ich auch mal erlebt zu haben. Nur frage ich mich, warum ich mich in dem Augenblick nicht darauf eingelassen habe? Ja, ab einem bestimmten Punkt machte sich Angst breit. Angst, diesem Sog nicht mehr entrinnen zu können. Da mich diese Begegnung gänzlich überraschte, zog ich es vor, das Ganze nochmals zu überdenken. Nun, da bin ich noch zu keinen weiteren Schlüssen gekommen. Diese "Reincarnation of Souls" halte ich nicht für gegeben, eher gibt es das "ewige Leben", eine stetige Verbindung von Körper und Geist.
Mir ging es mal ähnlich. So als würde ich vor der Wahl stehen, eines der vergangenen Leben nochmal leben zu können. Aber das kannte ich alles schon, also dachte ich mir, mach lieber was Neues (in dem Sinn von weiter).

Bei den Hindus muß eine Menschenseele ja vorher schon alles gewesen sein. Viele Insektenseelen ergeben da eine Vogelseele, viele Vogelseelen ergeben eine Hundeseele und mehrere Hundeseelen ergeben die Seele einer Kuh, bevor diese Seele dann als Mensch existiert. Da frag ich mich dann, was mehrere Menschenseelen denn für ein Wesen ergeben würden oder ob beim Menschen schon die Spitze erreicht ist. :kopfkratz:

Für mich ist die Welt alles ein Organismus und wir sind uns dessen nicht bewußt. Einige Naturvölker kennen gar kein Wort für 'ich' sondern nur 'wir'.

oloool
25.05.2010, 21:48
...oder ob beim Menschen schon die Spitze erreicht ist.

Das müssen sich die Könige, ihrer Herrschaft bedrängt, ihrerzeit auch gefragt haben, und so haben sie den Kathosozialismus sich und Euch erdacht:
Sprich: "Logisch, s'gibt mehr: Und das bin ich der Herr!"

Was natürlich nicht ganz falsch, aber schon gar nicht wahr ist/sein muss.

Britta
25.05.2010, 22:44
Das müssen sich die Könige, ihrer Herrschaft bedrängt, ihrerzeit auch gefragt haben, und so haben sie den Kathosozialismus sich und Euch erdacht:
Sprich: "Logisch, s'gibt mehr: Und das bin ich der Herr!"

Was natürlich nicht ganz falsch, aber schon gar nicht wahr ist/sein muss.

Wenn aber alles eins ist und eins ist alles?

Spökes
25.05.2010, 23:15
Für mich ist die Welt alles ein Organismus und wir sind uns dessen nicht bewußt. Einige Naturvölker kennen gar kein Wort für 'ich' sondern nur 'wir'.So? Wir haben es im Rücken!:rolleyes2: Nee, das muss doch nicht sein obwohl, da Du es auch im Rücken hast könnten wir jetzt ein Reha-Gruppe gründen.;)

Tja, wie mag die Erde als ungestörter Organismus funktionieren, gingen wir nicht davon aus, dass besser hinzubekommen?

oloool
25.05.2010, 23:16
Wenn aber alles eins ist und eins ist alles?


Wenn alle eins sind, dann ist die Mathematik endlich widerlegt!
Dann müssten wir gar nicht erst "heiraten" wir wären gleich "hi".

MfG, olgo hool.

Spökes
25.05.2010, 23:27
Wenn alle eins sind, dann ist die Mathematik endlich widerlegt!
Dann müssten wir gar nicht erst "heiraten" wir wären gleich "hi".

MfG, olgo hool.
Ja nee, und das dann ständig. Mein Gott! Dabei kann ich z. B. nicht essen.

Britta
26.05.2010, 09:18
So? Wir haben es im Rücken!:rolleyes2: Nee, das muss doch nicht sein obwohl, da Du es auch im Rücken hast könnten wir jetzt ein Reha-Gruppe gründen.;)

Tja, wie mag die Erde als ungestörter Organismus funktionieren, gingen wir nicht davon aus, dass besser hinzubekommen?

Nein, so darfst du das nicht sehen.

Wenn alles ein einziges Wesen ist und wir alle Rückenschmerzen hätten, dann wären Rückenschmerzen für uns normal und wir wüßten nicht, wie das Leben ohne Rückenschmerzen ist. Das Leben in verschiedenen Formen mit getrenntem Bewußtsein erleben um einen Unterschied zu haben und überhaupt etwas wahrzunehmen und zu erleben, wäre doch logisch?

Es ist eins und es ist verschieden - nur so kann man weiter entwickeln.

oloool
26.05.2010, 23:24
Nein, so darfst du das nicht sehen.

Wenn alles ein einziges Wesen ist und wir alle Rückenschmerzen hätten, dann wären Rückenschmerzen für uns normal und wir wüßten nicht, wie das Leben ohne Rückenschmerzen ist. Das Leben in verschiedenen Formen mit getrenntem Bewußtsein erleben um einen Unterschied zu haben und überhaupt etwas wahrzunehmen und zu erleben, wäre doch logisch?

Es ist eins und es ist verschieden - nur so kann man weiter entwickeln.



Mänsch Britta!

Wir haben alle irgendwann einmal nen Problem, und das wollen und braucnen wir ja auch: Im Grunde wünschen wir uns unsere Probleme; Ja so "esoterisch bin ich auch!; Der Rest ist dennoch der Rotz der anderen: Ick liebe ab jetzet nur noch Peppa & Ingwa' n Crack.
:D

Britta
27.05.2010, 07:19
Mänsch Britta!

Wir haben alle irgendwann einmal nen Problem, und das wollen und braucnen wir ja auch: Im Grunde wünschen wir uns unsere Probleme; Ja so "esoterisch bin ich auch!; Der Rest ist dennoch der Rotz der anderen: Ick liebe ab jetzet nur noch Peppa & Ingwa' n Crack.
:D

Ohne Probleme wüßten wir ja gar nicht, dass wie welche haben. Wir könnten nicht unterscheiden. Wahrscheinlich wüßten wir auch nicht, was Glücklichsein ist.

Wir wären nicht gefordert und würden uns nicht großartig entwickeln. Dazu braucht es immer eine Herausforderung und wo wäre die, wenn es nur ein Wesen gäbe?

Beverly
28.06.2010, 08:34
Alle Welt kennt die Pogrome, welche die Nazis November 1938 an den Juden in Deutschland veranstaltet haben. Stichwort "brennende Synagogen". Allerdings hat das Anzünden von Gotteshäusern eine Vorgeschichte und einen Wegbereiter, angesichts dessen naiven Zeitgenossen erst einmal die Spucke wegbleibt.
Weil die Nazis ihre Verrohung nur notdürftig bis gar nicht kaschierten und die Welt daher bei ihnen weiß, um was für Abschaum es sich handelt. Zudem waren sie eher schlechte Kirchgänger. Ganz im Gegensatz zu den folgenden Herrschaften, die 1600 Jahre vor den Nazis die "Reichspogromnacht" geprobt haben:

388 verhinderte Ambrosius die von Kaiser Theodosius I. verfügte rechtmäßige Bestrafung eines mesopotamischen Bischofs, der eine Menge in Kallinikon zum Niederbrennen der dortigen Synagoge aufgehetzt hatte. Ambrosius verlangte brieflich, dass alle Plünderer und Beteiligten straffrei ausgehen sollten und die Synagoge nicht wiederaufgebaut wurde, obwohl das Gesetz dies vorschrieb:

Der Comes Orientes berichtet vom Brand einer Synagoge auf die Anstiftung des Ortbischofs hin. Du hast angeordnet, dass die andern bestraft werden sollten und der Bischof persönlich für die Wiederherstellung der Synagoge Sorge zu tragen habe. Ich bestehe nicht darauf, dass der Bericht des betroffenen Bischofs hätte abgewartet werden sollen. Sind es doch die Bischöfe, die aufgebrachte Massen in Schach halten und um den Frieden besorgt sind, es sei denn, sie würden selbst gereizt durch eine Gotteslästerung oder einer Kirche angetanen Schimpf ... Soll [aber allen Ernstes} dem Unglauben der Juden ein Platz geschaffen werden auf Kosten der Kirche ...? Soll das dank der Gnade Christi für Christen erworbene Erbe den Schatz der Ungläubigen vermehren ...? Sollen die Juden diese Inschrift auf die Stirnseite ihrer Synagoge anbringen: ’Der Tempel der Ungerechtigkeit, errichtet aus der den Christen abgenommenen Beute’?

Der Brief blieb zwar ohne Erfolg, doch zwang der angesehene Bischof den Kaiser zum diplomatischen Einlenken, indem er ihn öffentlich im Gottesdienst kritisierte und sich weigerte, das Messopfer zu vollziehen, bevor der Kaiser nicht eingelenkt hätte[2]. Der Vorgang zeigt, wie Ambrosius sein Bischofsamt gezielt dazu nutzen konnte, um in seinem Sinne auf den getauften Kaiser Einfluss zu nehmen. Zwar stellte der Kaiser nicht die Rechtmäßigkeit des Urteils in Frage, sondern ließ im Sinne des antiken Herrscherideals Milde und Gnade walten, und der Schutz der Juden wurde im Codex Theodosianus ausdrücklich bekräftigt.[3] Dennoch war wirkungsgeschichtlich ein Präzedenzfall geschaffen, der im Zweifelsfall Interessen der Religion vor das Recht stellte und der den bis dahin selbstverständlichen kaiserlichen Rechtsschutz für die Juden auszuhöhlen drohte.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ambrosius_von_Mailand#Einflussnahme_auf_Kaiser_The odosius_I._zugunsten_der_Kirche

Objektiv betrachtet entsteht da der Eindruck, dass Ambrosius und Konsorten den in im roten oder braunen Einparteienstaat der Moderne verorteten Totalitarismus um 1600 Jahre vorweggenommen haben. Nur ist das System "Kirche" ungleich flexibler und damit potenziell bösartiger als NSDAP und KPdSU. Im modernen totalitären Einparteinenstaat sind Partei und Staat aneinander gebunden. Bricht der Staat zusammen, geht auch die Staatspartei unter - so verbrecherisch diese Systeme auch sind, so leben sie wenigstens zum bösen Ende einen ordentlichen Bankrott hin. Die NSDAP wurde nach 1945 verboten, die KPdSU als Staatspartei existiert auch nicht mehr.
Die Kirche dagegen löste sich im Laufe der Jahrhunderte vom Staat und unterwarf ihn sich zugleich. Brach ein von der Kirche beherrschter Staat zusammen, löste sich die Kirche von ihm, gab ihn zum Ende sogar noch einen Tritt und schmiss sich den neuen Herrschen an den Hals, um sie in einer Mischung aus Parasitismus und Symbiose zu benutzen. Symbiose, weil die Kirche für die Herrschenden die Menschen gebückt hielt, Parasitismus, weil es ein lästerlicher Verein war und ist, für den das Fortbestehen der einen Organisation über allem anderen steht. Weil sie mit Bigotterie und Geistlosigkeit, Wissenschaftsfeindlichkeit und Dogmatismus die von ihr beherrschten Gemeinwesen schwächt, trägt sie zu ihrem Niedergang bei.
So bekam im Laufe des 4. Jahrhunderts die Kirche im römischen Reich immer mehr Einfluss. 150 Jahre später ging es unter und meines Wissens hat Kirchenvater Augustinus auch noch gesagt, dass das ganz richtig sei. Selbst wenn die Zustände auch in der "Blütezeit" des römischen Reiches den Gedanken nahe legen, dass die Nächstenliebe bitter nötig gehabt hätten, so haben sie sich mit der Kirche jemanden rangezüchtet, dessen Kader von wirklicher Nächstenliebe ebensowenig hielten wie sie selbst. Dass die Kirche mit dem Kreuz das Terrorzeichen des Imperium Romanorum übernahm, spricht für sich selbst. Denn der Terror ging weiter, vervieltätigte sich und entwickelte subtile Formen der Suggestion und Beeinflussung der Massen, angesichts derer rote und braune Systeme mehr als blutige Niedergangsformen denn neue Höhepunkte des Totalitarismus erscheinen. Denn einen SA-Schläger traut jeder zu, eine Synagoge anzuzünden. Bei einem St. Ambrosius kommt keiner auf den Gedanken, dass sich hinter all der heiligmäßigen Fassade ein mieser Antisemit verbirgt.

HappyRentner
19.10.2010, 13:37
Ich habe mich für ein vollständiges Verbot entschieden.

Die Verbrechen der Kirche summieren sich ganz schön über die Jahrhunderte. Sie hat den Menschen viel Leid und Tod gebracht und an jedem ihrer Verbrechen gut verdient. Seien es Hexenverfolgung oder Nazi-Rattenpfade, Raketenlieferungen an Argentinien, Kindesmissbrauch oder das Mitmischen in der Hochfinanz.

Sie haben nicht gnadenlos versagt, sie sind ein einziger, krimineller Haufen der sich hinter der Wohltätigkeit seiner Basis versteckt.

Die Menschen kommen auch ohne diese scheinheiligen Verbrecher aus.

gefällt mir !!!
http://www.theologe.de/kirchensubventionen_stopp.htm