Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Riesenschaden durch Vulkan!?


otix_
17.04.2010, 06:14
Meine Güte, die neoliberale Presse jammert schon wieder herum, wenn die fetten Hinterteile der westlichen Zivilisation mal nicht per Flugzeug nach Malle oder sonst wohin geschaukelt werden können:

Die Vulkanasche am Himmel kostet die Wirtschaft hochgerechnet mehrere Hundert Millionen Dollar. Allein in Europa entstehen den Fluggesellschaften pro Tag Kosten von mehr als 100 Millionen Euro. Auch Reise-Veranstalter greifen tief in die Tasche: Urlauber werden länger in Hotels untergebracht und versorgt.

Island-Vulkan verbrennt täglich Hunderte Millionen (http://www.welt.de/wirtschaft/article7216447/Island-Vulkan-verbrennt-taeglich-Hunderte-Millionen.html)

Dabei wäre das mal die Möglichkeit seinen eigenen Lebensstil zu hinterfragen.

Von mir aus soll der Vulkan soll sich ordentlich austoben, so lange er will. Die Hosenschisser, die ihren dekadenten Lebensstil in Asche aufgehen sehen sollen nicht herumheulen, sondern das Positive aus der ganzen Sache herausziehen. Das hat nämlich alles mindestens 2 Seiten, und nur Loser sehen immer nur das Geld, das sie verlieren könnten.

Britta
17.04.2010, 07:35
Von mir aus soll der Vulkan soll sich ordentlich austoben, so lange er will. Die Hosenschisser, die ihren dekadenten Lebensstil in Asche aufgehen sehen sollen nicht herumheulen, sondern das Positive aus der ganzen Sache herausziehen. Das hat nämlich alles mindestens 2 Seiten, und nur Loser sehen immer nur das Geld, das sie verlieren könnten.

Von mir aus auch. Kann noch wochenlang so weitergehen heißt es in den Nachrichten. :happy:

Mals sehen, wann die den Isländern dafür eine CO2-Steuer auf's Auge drücken wollen. :D

otix_
17.04.2010, 07:43
Von mir aus auch. Kann noch wochenlang so weitergehen heißt es in den Nachrichten. :happy:

Mals sehen, wann die den Isländern dafür eine CO2-Steuer auf's Auge drücken wollen. :D

am geilsten find ich (dann) immer dieses erbärmliche Geschrei von wegen "Arbeitsplätze", "Wachstum" und "Gewinneinbrüchen"...Musik in meinen Ohren... :D...Aber! der Ehrlichkeit halber muss ich auch dazu sagen, dass ich davon auch profitiere/profitiert habe, dass ich mir aber vorstellen kann, mit weniger zufrieden sein zu können.

Beverly
17.04.2010, 09:45
Ein Vulkanausbruch kann dann richtig schlimm werden, wenn er zu einem vulkanischen Winter (http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanischer_Winter) führt, wie es im Jahr ohne Sommer 1816 (http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer) der Fall war. Das Jahr ohne Sommer folgte auf die verheerenden so genannten "Koalitionskriege" von 1792 bis 1815, denen mehrere Millionen Menschen zum Opfer fielen. Da gab es mehr als genug Gründe, einzusehen, dass in der Weltgeschichte der letzten dreißig Jahre alles schief gelaufen ist. Doch die Herrschenden froren und hungerten zweifellos auch 1816 nicht und sie machten in den Masken der "Konservativen" und "Reaktionäre" um Metternich und der "Liberalen" und "Demokraten" mit ihren Verbrechen weiter.

Nun ist seit 1990 auch mal wieder alles schief gelaufen. Dem Zusammenbruch des Stalinismus folgte nicht Freiheit und "Friedensdividende" sondern neue, z. T. schlimmere Repression, größere soziale Gegensätze und mehr Armut. Nationalisten und Neoliberale machten mit der verlogenen Demagogie da weiter, wo die Stalinisten aufhörten.

Nun schlägt die Natur da zu, wo sie die Eliten und die privilegierten Minderheiten am empfindlichsten trifft: beim Flugverkehr, der durch Vulkanstaub lahm gelegt wird. Dabei könnte in Europa ein Netz von Schnellbahnen für kurze und mittlere Strecken Flugzeuge weitgehend überflüssig machen. Nur mit Bahnprivatisierung und Rausmobben einfacher Menschen aus den teuren Zügen geht das nicht. Die kann ich mir nicht mehr leisten und ich wünsche all den jetzt zwangsweise auf die Produkte der DB umgestiegenen Politikern und Geschäftsreisenden viel "Spaß" in vollen und unpünktlichen Zügen der DB.
Ich hatte den Vulkan in Verdacht, auch an der Eiseskälte der letzten Woche schuld zu sein. Aber jetzt scheint draußen die Sonne und ich muss das erste Mal seit etlischen Tagen nicht mehr heizen. So lange der Vulkan also keine Auswirkungen auf das Wetter in Gestalt niedriger Temperaturen hat, kann er ruhig weiter machen.
Die Ökonomen werden dann neben den von den Herrschenden mutwillig oder aus Dummheit erzeugten Wirtschaftskrisen noch die so genannte "vulkanische Wirtschaftskrise" in ihr Repertoire mit aufnehmen.

Beverly
17.04.2010, 09:57
Wie der Vulkan die Politik lahmlegt, zeigt diese Meldung

Eigentlich hätte Angela Merkel nach einem langen Transatlantikflug gestern Nachmittag in Berlin-Tegel landen sollen. Doch die Aschewolke aus Island zwang die Kanzlerin zu einer unfreiwilligen Verlängerung ihrer viertägigen USA-Reise. Nun verbrachte Merkel die Nacht zum Samstag in Lissabon, und zum zweiten Mal fällt heute wohl ein Wahlkampfauftritt der CDU-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen aus.

mehr auf http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2551496_Merkel-muss-zwischenlanden-Adenauer-auf-Abwegen.html

Beverly
17.04.2010, 11:31
Hier ist ein Artikel über den Vulkan:

http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/D-Island-Vulkan-Luftfahrt-2-GZF-Riesige-Aschewolke-verschaerft-Chaos-in-Europas-Flugverkehr%3Bart154776,2267996

mit einer Skizze der Aschewolke über Europa:

http://www.donaukurier.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=1694723

Allerdings ist sie meines Wissens weiter nach Süden gewandert und hat auch die Schweiz erreicht.

Britta
17.04.2010, 11:57
Ein Vulkanausbruch kann dann richtig schlimm werden, wenn er zu einem vulkanischen Winter (http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanischer_Winter) führt, wie es im Jahr ohne Sommer 1816 (http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer) der Fall war. Das Jahr ohne Sommer folgte auf die verheerenden so genannten "Koalitionskriege" von 1792 bis 1815, denen mehrere Millionen Menschen zum Opfer fielen. Da gab es mehr als genug Gründe, einzusehen, dass in der Weltgeschichte der letzten dreißig Jahre alles schief gelaufen ist. Doch die Herrschenden froren und hungerten zweifellos auch 1816 nicht und sie machten in den Masken der "Konservativen" und "Reaktionäre" um Metternich und der "Liberalen" und "Demokraten" mit ihren Verbrechen weiter.

Nun ist seit 1990 auch mal wieder alles schief gelaufen. Dem Zusammenbruch des Stalinismus folgte nicht Freiheit und "Friedensdividende" sondern neue, z. T. schlimmere Repression, größere soziale Gegensätze und mehr Armut. Nationalisten und Neoliberale machten mit der verlogenen Demagogie da weiter, wo die Stalinisten aufhörten.

Nun schlägt die Natur da zu, wo sie die Eliten und die privilegierten Minderheiten am empfindlichsten trifft: beim Flugverkehr, der durch Vulkanstaub lahm gelegt wird. Dabei könnte in Europa ein Netz von Schnellbahnen für kurze und mittlere Strecken Flugzeuge weitgehend überflüssig machen. Nur mit Bahnprivatisierung und Rausmobben einfacher Menschen aus den teuren Zügen geht das nicht. Die kann ich mir nicht mehr leisten und ich wünsche all den jetzt zwangsweise auf die Produkte der DB umgestiegenen Politikern und Geschäftsreisenden viel "Spaß" in vollen und unpünktlichen Zügen der DB.
Ich hatte den Vulkan in Verdacht, auch an der Eiseskälte der letzten Woche schuld zu sein. Aber jetzt scheint draußen die Sonne und ich muss das erste Mal seit etlischen Tagen nicht mehr heizen. So lange der Vulkan also keine Auswirkungen auf das Wetter in Gestalt niedriger Temperaturen hat, kann er ruhig weiter machen.
Die Ökonomen werden dann neben den von den Herrschenden mutwillig oder aus Dummheit erzeugten Wirtschaftskrisen noch die so genannte "vulkanische Wirtschaftskrise" in ihr Repertoire mit aufnehmen.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass es einen Zusammenhang zwischen Naturkatastrophen und Krisen gibt, wenn Menschen Menschen schlecht behandeln, dass die Erde mit ihren Kindern fühlt.

Ich habe schon lange keinen Himmel mehr ohne Kondensstreifen gesehen. Sieht so richtig schön blau aus. :)

Ohne Kondensstreifen soll es auch wärmer werden, denn die Sonne kann ungehinderter auf die Erde strahlen.

Britta
17.04.2010, 11:58
Wie der Vulkan die Politik lahmlegt, zeigt diese Meldung



mehr auf http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2551496_Merkel-muss-zwischenlanden-Adenauer-auf-Abwegen.html
Und einige Regierungsvertreter können nicht zur Beerdigung nach Polen fliegen. Da geht wohl im Moment alles schief.

Beverly
17.04.2010, 14:48
Und einige Regierungsvertreter können nicht zur Beerdigung nach Polen fliegen. Da geht wohl im Moment alles schief.

die können doch mit der Bahn fahren und das sind fast die Einzigen, die sich deren unverschämte Preise noch leisten können :mad:

Beverly
17.04.2010, 15:03
Ich könnte mir schon vorstellen, dass es einen Zusammenhang zwischen Naturkatastrophen und Krisen gibt, wenn Menschen Menschen schlecht behandeln, dass die Erde mit ihren Kindern fühlt.

Ich glaube, auch der Mikroebene sind das alles kausale und vernunftlose Prozesse. Aktion-Reaktion, Ursache-Wirkung, Wahrscheinlichkeitsfunktionen und dergleichen. Vor Ort gibt es auch keinen personalen Gott, der den Vulkan mal so richtig angeheizt hat, weil ihn die Politiker ebenso nerven wie uns.

Aber auf der Ebene der Gesamtheit - "Menschheit", "Kosmos" - mag das vor Ort mechanisch ablaufende Geschehen durchaus in so etwas wie einen "Plan" passen. Ich sehe das daran ganz konkret, dass Europa von dem Vulkan deshalb so heftig getroffen wird, weil es versäumt wurde, auf inländischen und mittleren Strecken ein gutes Bahnnetz zu schaffen.
Für die Mächtigen, Reichen und Wohlhabenden war es ja so bequem, in den Flieger zu steigen und den Rest hat die DB mit ihren Wucherpreisen auch noch von der Schiene gemobbt. Die Quittung dafür bekommen sie jetzt und jaulen können sie allein. In den Vorstandsetagen der Lufthansa können sie auch darüber nachdenken, ob es eine gute Idee war, die Piloten mit "Outsourcen" zu einer Art besseren Tagelöhner herab drücken zu wollen. Jetzt sind sie selbst "outgesourct" :D
Zudem haben sie beim Flugverkehr immer nur die Konzepte von vor sechzig Jahren perfektioniert, ohne etwas wirklich Neues zu schaffen. Ein Freund, der wegen dem Vulkan auch "am Boden" ist, hat mal gefragt, ob Flugzeuge nicht auch ohne Kerosin fliegen können. Ist Antischwerkraft wirklich so utopisch wie es scheint oder waren die Brüder bei Boeing und co. nur zu faul, danach forschen zu lassen? Warum fliegen wir noch mit Kerosin - resp. fliegen gerade nicht mit Kerosin :D - und nicht mit Systemen, für die ein bisschen Asche nicht gleich das Aus bedeutet?

Ich habe schon lange keinen Himmel mehr ohne Kondensstreifen gesehen. Sieht so richtig schön blau aus. :)

Eigentlich müsste nur eine rabiate Preissenkung bei der Deutschen Bahn auf 40 Prozent dessen, was wir jetzt haben, her. Dann könnten zumindest Kerosinjets für immer am Boden bleiben.

Ohne Kondensstreifen soll es auch wärmer werden, denn die Sonne kann ungehinderter auf die Erde strahlen.

Solange sich der gegenteilige Effekt durch den Vulkanstaub in Grenzen hält, kann das gut möglich sein.

Elfer
17.04.2010, 19:39
Betrachten wir es doch ganz nüchtern. Der Schaden lässt sich - Gewinnsucht hin und her - nicht wegreden. Für die Luftfahrt sollen es 100 Mio. €/Tag sein.

Die Situation kann sich Tage, Wochen oder sogar Monate hinziehen. Probleme beim Import und beim Export.

Vielleicht stärkt es ja die heimische oder europäische Binnenwirtschaft. Ich befürchte nun aber, dass es einfach ein weiteres Argument der Landwirte für Preiserhöhungen ist, auf das sie sleber nicht gekommen wären.

Ja, ich weiß, dass unsere Bauern nicht reich werden (manche/viele sind es einfach schon), aber mir gehen die künstlichen Preisschwankungen nicht nur beim Tanken auf die Nerven.

Da gehst Du Montag einkaufen, denkst Dir, dass es besser ist, den Salat am Dienstag frisch zu kaufen (ja ich weiß, das er nicht täglich frisch geliefert wird) und musst dann das 3-fache zahlen. Das erinnert mich an den 02.01.202 als die Produktion von Blumenkohl über Nacht so teuer geworden ist, dass der Kopf nicht mehr 1,50 oder 2,- DM sondern 7.50 DM (umgerechnet) kostete.

Es ist zu kalt, zu warm, zu nass, zu trocken.....und das, wo vielerorts überwiegend in Treibhäusern produziert wird.

Sorry, bin vom Thema abgekommen.

Britta
17.04.2010, 21:26
Ich glaube, auch der Mikroebene sind das alles kausale und vernunftlose Prozesse. Aktion-Reaktion, Ursache-Wirkung, Wahrscheinlichkeitsfunktionen und dergleichen. Vor Ort gibt es auch keinen personalen Gott, der den Vulkan mal so richtig angeheizt hat, weil ihn die Politiker ebenso nerven wie uns.

Aber auf der Ebene der Gesamtheit - "Menschheit", "Kosmos" - mag das vor Ort mechanisch ablaufende Geschehen durchaus in so etwas wie einen "Plan" passen. Ich sehe das daran ganz konkret, dass Europa von dem Vulkan deshalb so heftig getroffen wird, weil es versäumt wurde, auf inländischen und mittleren Strecken ein gutes Bahnnetz zu schaffen.
Es ist ja nicht nur der Vulkanausbruch, es sind auch die um die ganze Erde laufenden Erdbeben und die sind laut Statistik zwar nicht mehr geworden aber in der Stärke um 30% angestiegen.

Für mich passt das irgendwie zusammen.

Für die Mächtigen, Reichen und Wohlhabenden war es ja so bequem, in den Flieger zu steigen und den Rest hat die DB mit ihren Wucherpreisen auch noch von der Schiene gemobbt. Die Quittung dafür bekommen sie jetzt und jaulen können sie allein. In den Vorstandsetagen der Lufthansa können sie auch darüber nachdenken, ob es eine gute Idee war, die Piloten mit "Outsourcen" zu einer Art besseren Tagelöhner herab drücken zu wollen. Jetzt sind sie selbst "outgesourct" :D
Zudem haben sie beim Flugverkehr immer nur die Konzepte von vor sechzig Jahren perfektioniert, ohne etwas wirklich Neues zu schaffen. Ein Freund, der wegen dem Vulkan auch "am Boden" ist, hat mal gefragt, ob Flugzeuge nicht auch ohne Kerosin fliegen können. Ist Antischwerkraft wirklich so utopisch wie es scheint oder waren die Brüder bei Boeing und co. nur zu faul, danach forschen zu lassen? Warum fliegen wir noch mit Kerosin - resp. fliegen gerade nicht mit Kerosin :D - und nicht mit Systemen, für die ein bisschen Asche nicht gleich das Aus bedeutet?



Eigentlich müsste nur eine rabiate Preissenkung bei der Deutschen Bahn auf 40 Prozent dessen, was wir jetzt haben, her. Dann könnten zumindest Kerosinjets für immer am Boden bleiben.
Die wollten die Bahn ja unbedingt privatisieren. Da muß die schon Profite abwerfen, damit auch für das Management genug hängen bleibt.

Die Menschen sind ganz schön bequem geworden. Zeit ist Geld und wir haben keine Zeit mehr. Ich finde, da passt Michael Ende's Buch Momo ganz gut.

Von mir aus könnte es ein Wochenend-Flugverbot geben - jedes Wochenende. Damit kämen wir auch klar. Vielleicht wird vielen dann mal wieder bewußt, dass Reisen doch was besonderes ist.

Und am Kerosin verdient die Ölbranche und die gehört den Bankstern. Die Spritpreise sind ganz schön gefallen heute. Ist wohl wegen der frei gewordenen Kapazitäten beim Flugbenzin. :kopfkratz:

Britta
17.04.2010, 21:33
Betrachten wir es doch ganz nüchtern. Der Schaden lässt sich - Gewinnsucht hin und her - nicht wegreden. Für die Luftfahrt sollen es 100 Mio. €/Tag sein.
Die haben jahrelang gut verdient und jammern auf höchstem Niveau.

Die Situation kann sich Tage, Wochen oder sogar Monate hinziehen. Probleme beim Import und beim Export.
Das können Bahn, LKW und Schiff übernehmen und es gibt höchstens einen kleinen Engpass. Deswegen werden wir nicht verhungern.

Vielleicht stärkt es ja die heimische oder europäische Binnenwirtschaft. Ich befürchte nun aber, dass es einfach ein weiteres Argument der Landwirte für Preiserhöhungen ist, auf das sie sleber nicht gekommen wären.
Ist nicht schlecht, wenn es mal wieder heißt: 'buy local'.

Ja, ich weiß, dass unsere Bauern nicht reich werden (manche/viele sind es einfach schon), aber mir gehen die künstlichen Preisschwankungen nicht nur beim Tanken auf die Nerven.
Die kleinen Bauern bekommen die wenigsten Subventionen. Der größte Anteil geht an die Agrarkonzerne, die es eh nicht nötig hätten.

Und wegen der Preisschwankungen: Wofür haben wir eigentlich ein Kartellamt?

Da gehst Du Montag einkaufen, denkst Dir, dass es besser ist, den Salat am Dienstag frisch zu kaufen (ja ich weiß, das er nicht täglich frisch geliefert wird) und musst dann das 3-fache zahlen. Das erinnert mich an den 02.01.202 als die Produktion von Blumenkohl über Nacht so teuer geworden ist, dass der Kopf nicht mehr 1,50 oder 2,- DM sondern 7.50 DM (umgerechnet) kostete.
Dann hätte ich auf Blumenkohl verzichtet. Und Salat kann man auch selbst anbauen. Spökes hat da bestimmt ein paar Tipps.

Es ist zu kalt, zu warm, zu nass, zu trocken.....und das, wo vielerorts überwiegend in Treibhäusern produziert wird.
Viele Agrarländer hatten Naturkatastrophen in den letzten Jahren. Auch gab es viele Missernten. Letztes Jahr gab es in vielen dritte-Welt-Ländern Hungeraufstände. Die produzieren nicht in Treibhäusern.

Spökes
18.04.2010, 11:30
Zwischen mir und den nächsten internationalen Airports liegen 30 und 50 km Distanz. Auch umgeben mich drei große Europastraßen aber so ein herrliche Ruhe wie heute Morgen hatten wir lange nicht, eben des Letztens bei starkem Schneefall. So darf es gerne bleiben. Wer hätte gedacht, dass der Flugverkehr einen so hohen, beinahe unverantwortlichen Anteil am Grundrauschen der "Zivilisation" tätigt? Der Gewinn wird den Verlust durch Stillstand des Flugverkehres bei Weitem übersteigen. :D

Britta
18.04.2010, 12:05
Könnte das was mit den Erdbeben und dem Vulkanausbruch zu tun habe?
http://www.g-o.de/wissen-aktuell-9296-2009-01-02.html
Riesenloch im Erdmagnetfeld
Geomagnetische Stürme werden in den kommenden Jahren besonders stark
Die Magnetosphäre der Erde hat ein gigantisches Loch, zehnfach größer als bisher für möglich gehalten und dies zu einem Zeitpunkt, als das Magnetfeld eigentlich als „dicht“ galt. Der Sonnenwind kann in diese Lücke hineinfließen und das Magnetfeld durch seine energiereichen geladenen Teilchen aufladen. In den kommenden Jahren drohen dadurch besonders starke geomagnetische Stürme in der Atmosphäre.

Wie ein Oktopus seine Tentakel wickelten die solaren Magnetfeldlinien sich um die irdische Magnetosphäre und „knackten“ sie auf. Innerhalb von Minuten verbanden sich Feldlinien von irdischem und solarem Magnetfeld und erzeugten Felder, die sich von den Polen aus Richtung Äquator überlappten. Genau dort entstand dann die größte Lücke, die jemals registriert worden ist.

Elfer
18.04.2010, 13:01
Die haben jahrelang gut verdient und jammern auf höchstem Niveau.


Und trotzdem haben sie nun erhebliche Einbußen. Egal, wie sonst jammern, des Reale lässt sich nicht leugnen.

Ich unterlasse mal den Hinweis auf Arbeitsplätze, dafür dürfte die Situation noch nicht lang genug andauern.


Das können Bahn, LKW und Schiff übernehmen und es gibt höchstens einen kleinen Engpass. Deswegen werden wir nicht verhungern.


Nein, wrden wir nicht. Aber auch bei den anderen Verkehrsarten sind die Kapazitäten nicht unbegrenzt abrufbar. Vielleicht entwickelt sich ja ein Umdenken, z.B. auf die Schiene.


Ist nicht schlecht, wenn es mal wieder heißt: 'buy local'.


Das war es noch nie.


Die kleinen Bauern bekommen die wenigsten Subventionen. Der größte Anteil geht an die Agrarkonzerne, die es eh nicht nötig hätten.


Ich denke, dass man die Zahlungen natürlich auch mit Rücksicht auf die Betriebsgröße beurteilen muss. Die Zahlen werden veröffentlicht und jeder kann dies in seiner Region überprüfen.

Was viele Bauern angeht, so haben die Alten ihre Kohle wohl eher mit Grund und Boden gemacht. Man muss sich auch die vor augen führen, die sich über Jahre gesund gestoßen haben. Damit will ich den Existenzkampf der Landwirte nicht anzweifeln.


Und wegen der Preisschwankungen: Wofür haben wir eigentlich ein Kartellamt?


Das frage ich mich ebenso, wie ich mir diese Frage beim Verbraucherschutz stelle.


Dann hätte ich auf Blumenkohl verzichtet. Und Salat kann man auch selbst anbauen. Spökes hat da bestimmt ein paar Tipps.


Danke, wir haben einen (Nutz-) Garten. :)

Wir haben auf Blumenkohl verzichtet. Übrigens war der Blumenkohl nur der Spitzenreiter. Der Rest unterlag ja ebenfalls einer wunderlichen produktionsbedingten Teuerungsrate.


Viele Agrarländer hatten Naturkatastrophen in den letzten Jahren. Auch gab es viele Missernten. Letztes Jahr gab es in vielen dritte-Welt-Ländern Hungeraufstände. Die produzieren nicht in Treibhäusern.

Und die haben alle für Deutschland produziert? Wenn Du vor allem in die Niederlande schaust und auch in andere europäische Staaten, dann findest Du dort eine Vielzhal von Treibhausproduktionen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass eine kritische Haltung gegenüber der Landwirtschaft nicht in dem Masse zulässig ist, wie gegenüber den üblichen Verbrechern.

Iczh sag´s mal so, was ich wirklich zum Leben bräuchte, wird im Umkreis von 90-100 km meines Wohnortes produziert. Nur bezahlen könnte ich es kaum. Soviel zu unserer Landwirtschaft.

Spökes
18.04.2010, 14:27
Neben dem Personenverkehr ruht ja auch der Frachtverkehr, abgesehen davon, das Personenflugzeuge wohl auch Fracht befördern. Da fehlen dann auch etlich Tausend Tonnen Nahrungsmittel in unserem Angebot. Schlimm für verderbliche Waren ist dies allemal. Die sich zwangsläufig verlagernde Nachfrage wird für einen entsprechenden Preisschub sorgen. Bin ich froh, noch Steckrüben eingelagert zu haben. :giggle:

Ja, ja, die armen Bauern, die können mir wirklich leid tun. All das verdiente Geld zuzüglich der Subventionen zu verprassen ist nicht leicht.

Elfer
18.04.2010, 15:05
Ja, ja, die armen Bauern, die können mir wirklich leid tun. All das verdiente Geld zuzüglich der Subventionen zu verprassen ist nicht leicht.

Dann schau Dir doch mal einige Altbauern an. Darum kann es nicht um DIE Bauern gehen.

Und das andauernde Genörgel kann man nicht wirklich wegreden. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich zu nass oder zu kalt gewesen sein. Das ist ebenso Fakt, wie die Gier der Konzerne.

Beverly
18.04.2010, 18:01
Betrachten wir es doch ganz nüchtern. Der Schaden lässt sich - Gewinnsucht hin und her - nicht wegreden. Für die Luftfahrt sollen es 100 Mio. €/Tag sein.

Heute hatte ich beim Blick auf eine Programmankündigung über das Reich der Kalifen tatsächlich Fernweh und grüble darüber, in welches nahöstliche Land ich als Transe reisen kann.
Istanbul?
Dubai?
Israel wäre auch eine Möglichkeit.
Iran lehne ich wegen der Kleiderordnung ab - vom Staat schikanieren lassen kann ich mich auch hier.

Nur platzen aus Geldmangel diese Reiseträume wie eine Seifenblase. Nicht nur das, meine letzte größere Reise war 1991 und das, obwohl ich bis 2001 entweder gearbeitet, Arbeit gesucht oder mich weiter gebildet habe.

Heute wären schon die Wuchergebühren für einen Reisepass eine ernste finanzielle Belastung. Von einem Freund abgesehen, der als Wochenend-Heimfahrer auf das Flugzeug angewiesen ist, können mir da alle, die bisher durch die Weltgeschichte gejettet sind, ruhig am Boden Gesellschaft leisten. Ich habe schon 15 Jahre keinen Flieger von innen gesehen, da tun mir die nicht Leid, wenn sie schlimmstenfalls für ein paar Monate aufs Fliegen verzichten müssen.

Die Situation kann sich Tage, Wochen oder sogar Monate hinziehen. Probleme beim Import und beim Export.

Ich habe da doch Sorge, dass die frischen Brötchen aus China nicht rechtzeitig beim Discounter eintreffen :nono:

Elfer
18.04.2010, 20:24
Ach Beverly. wer sonst mit Raumschiffen unterwegs ist, sollte sich nicht über die Reisenden erheben.

Ist es Neid oder Mißgunst, gar ökologische Vernunft? Nein, ich lese da anderes, Du sagst auch anderes.

Ich habe hier kein Klagelied angestimmt, sondern auf die Fakten hingewiesen. Was die Fliegerei angeht, so möchtest Du eine Antwort von mir haben?

Ich bin auf den Flieger nicht angewiesen. Sollte ich aber viel Geld für einen Flug ausgegeben haben, so wäre ich schon verärgert. Was ist so schlimm daran, wenn man auch mal mit dem Flieger in den Urlaub geht? Ist es schlimm, weil Du 15 Jahre nicht die Kohle hattest? Das wäre doch arrogant und das hätte ich bei Dir nciht erwartet.

Es gibt aber auch Menschen, die auf den Flieger angewiesen sind. Möchtest Du ihnen wirklich sagen, dass sie Zombies sind, denen es recht geschieht, dass sie am Boden bleiben müssen?

Warum diese Arroganz, wo Du doch sonst so viel Verständnis und Verstehen forderst?

Elfer
18.04.2010, 20:28
Ich habe da doch Sorge, dass die frischen Brötchen aus China nicht rechtzeitig beim Discounter eintreffen :nono:

Ist es Neid oder bist Du verblendet? Sorry Beverly, aber damit verlierst Du jede Glaubwürdigkeit. Ich dachte, das (und auch Dein) Niveau wäre ein anderes.

otix_
18.04.2010, 20:29
Ich hab da überhaupt keine Bedenken, dass sich die Menschen nach einer gewissen Zeit der Umstellung ein zufriedenes und erfülltes Leben ohne gefrorene China-Backlinge und andalusische Pampelmusen einrichten würden.
Jammern und negativ Denken würde man doch wohl eher, wenn man es ihnen nicht zutrauen würde, und sie dann permanent mit Zinsknechtschaft und Wachstumsgefasel drangsaliert. Oder? Na also! :)
Die Krise ist immer eine Krise nur für die, die Angst vor materiellen Verlusten und dem Verlust von Prestige haben.

otix_
18.04.2010, 20:31
Ist es Neid oder bist Du verblendet? Sorry Beverly, aber damit verlierst Du jede Glaubwürdigkeit. Ich dachte, das (und auch Dein) Niveau wäre ein anderes.

Ist doch ironisch gemeint. :o

Elfer
18.04.2010, 20:37
Ist doch ironisch gemeint. :o

Es gibt auch Grenzen für Ironie, vor allem wenn man vorher sein 15jähriges Leid beklagt. Wenn man den Fuß über die Grenze schiebt, muss man mit Antiironie rechnen. :D Vor allem wenn es um den kommunistischen Fake geht. :D:D:D:D

Britta
18.04.2010, 21:10
Und trotzdem haben sie nun erhebliche Einbußen. Egal, wie sonst jammern, des Reale lässt sich nicht leugnen.
Soll ich die jetzt bemitleiden? Das sind Aktiengesellschaften und die Mehrheitsaktionäre sind Banken.

Ich unterlasse mal den Hinweis auf Arbeitsplätze, dafür dürfte die Situation noch nicht lang genug andauern.
Es wäre lächerlich, deswegen die Leute zu entlassen und wenn sich dann die Aschewolke gelegt hat, wieder einzustellen.

Nein, wrden wir nicht. Aber auch bei den anderen Verkehrsarten sind die Kapazitäten nicht unbegrenzt abrufbar. Vielleicht entwickelt sich ja ein Umdenken, z.B. auf die Schiene.
Wir haben uns daran gewöhnt, mit dem Flugzeug zu fliegen. Früher ging es auch ohne. Es geht immer irgendwie. Von mir aus könnte es ein generelles Wochenendflugverbot geben. Da könnte Deutschland auch wieder was von seinen Emmissionrechten verkaufen. :giggle:

Ich denke, dass man die Zahlungen natürlich auch mit Rücksicht auf die Betriebsgröße beurteilen muss. Die Zahlen werden veröffentlicht und jeder kann dies in seiner Region überprüfen.
Da wurde bereits zugegeben, dass der Löwenanteil an diejenigen fliesst, die es eh nicht brauchen und wirklich nur ein geringer Teil an die Bauern geht. Agrarkonzerne werden hier schon lange bevorzugt, auch um die kleinen Bauern zum Aufgeben zu bringen. Schon Henry Kissinger wollte die Nahrung beherrschen, um die Menschen zu beherrschen. Das wurde seitdem auch angestrebt und nichts anderes ist auch die Gentechnik.

Was viele Bauern angeht, so haben die Alten ihre Kohle wohl eher mit Grund und Boden gemacht. Man muss sich auch die vor augen führen, die sich über Jahre gesund gestoßen haben. Damit will ich den Existenzkampf der Landwirte nicht anzweifeln.
Wir sollen aber von Großkonzernen abhängig gemacht werden. Die Bauern, die ihr Geld mit dem Verkauf ihrer Äcker gemacht haben, bauen schon mal nichts mehr an.

Das frage ich mich ebenso, wie ich mir diese Frage beim Verbraucherschutz stelle.
Das Kartellamt hat die Ausrede, dass ja die Ölkonzerne global sind. Da hat das deutsche Kartellrecht wohl keinen großen Einfluss drauf. Die Tankstellenketten können da nicht so richtig was für die Preisabsprachen. Allerdings könnte man hier EU-weit eine Lösung finden, wenn man denn wollte.

Danke, wir haben einen (Nutz-) Garten. :)
Habt ihr's gut. Ich habe nur einen Biergarten, aber da wächst kein Bier. :giggle:

Wir haben auf Blumenkohl verzichtet. Übrigens war der Blumenkohl nur der Spitzenreiter. Der Rest unterlag ja ebenfalls einer wunderlichen produktionsbedingten Teuerungsrate.
Ich kann auch mal eine zeitlang auf frisches Gemüse, Obst und Salat verzichten. Wenn die Preise wieder normal werden, kaufe ich auch wieder was. Ansonsten gibt es auch gutes Gemüse in Dosen. Früher haben wir noch selber eingekocht. Ist auch nichts schlechtes.

Und die haben alle für Deutschland produziert? Wenn Du vor allem in die Niederlande schaust und auch in andere europäische Staaten, dann findest Du dort eine Vielzhal von Treibhausproduktionen.
Dafür gibt es wohl bald kein neuseeländisches Hokifilet und andere Frischwaren aus Ländern mehr, die weiter weg liegen und wo die Waren per Schiff hier verdorben ankämen.

Vieles was in Afrika angebaut wird, ist für Europa und mit Sicherheit auch für Deutschland. Und wer im Winter frisches Obst haben will, bekommt welches aus Ländern der Südhalbkugel, weil da dann Sommer ist.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass eine kritische Haltung gegenüber der Landwirtschaft nicht in dem Masse zulässig ist, wie gegenüber den üblichen Verbrechern.
Die üblichen Verbrecher findet man auch und gerade in der Landwirtschaft. Da brauche ich nur an Monsanto denken.

Iczh sag´s mal so, was ich wirklich zum Leben bräuchte, wird im Umkreis von 90-100 km meines Wohnortes produziert. Nur bezahlen könnte ich es kaum. Soviel zu unserer Landwirtschaft.
Durch Subentionen werden die Preise halt so manipuliert, dass sie nicht mehr im richtigen Verhältnis zu den anderen Dingen stehen. Wären die Preise real, würden wir für manche Dinge viel mehr und für andere Dinge viel weniger zahlen. Es würde sich wieder ausgleichen.

Ich muß z.B. auch nicht 49 Cent für einen Liter Milch zahlen. Würde der 2 Euro kosten, könnte ich auch damit leben und hätte noch ein gutes Gewissen, weil ich wüßte dass auch die Milchbauern damit leben können, sofern die Bauern den Mehrpreis bekommen und nicht irgendwelche Molkereikonzerne oder der Einzelhandel.

Ich kann mich sogar noch an die Zeit erinnern, als unsere Mutter uns eine Milchkanne in die Hand gab und wir zum Bauern am Ortsende gingen, um einen Liter Milch zu kaufen.

Elfer
18.04.2010, 21:30
Ich muß z.B. auch nicht 49 Cent für einen Liter Milch zahlen. Würde der 2 Euro kosten, könnte ich auch damit leben und hätte noch ein gutes Gewissen, weil ich wüßte dass auch die Milchbauern damit leben können, sofern die Bauern den Mehrpreis bekommen und nicht irgendwelche Molkereikonzerne oder der Einzelhandel.

Ich kann mich sogar noch an die Zeit erinnern, als unsere Mutter uns eine Milchkanne in die Hand gab und wir zum Bauern am Ortsende gingen, um einen Liter Milch zu kaufen.

Ja, und der Bauer nimmt 50 Cent für den Liter. Ich verstehe Deine Großzügigkeit (2 € / Liter Milch) nicht. Eine familie mit KIndern könnte da schon mal locker 4 € am Tag nur für Milch ausgeben müssen. Das macht mal eben 120 € pro Monat.

Bei 1 € pro Liter wäre der Euro-Bonus schon genug verrechnet. 60 € mehr pro Monat und das bei 800 € im Monat, wenn 3% Lohnsteigerung nur 24 € ausmachen würden.

Bleiben wir doch in der realen Welt. Die Bauern sind nicht unantastbar. Ich habe mal nbei ienem Milchbauern Urlaub gemacht. Der wollte den Tagesertrag im Protest verkommen lassen. Oh, hat ihm seine Frau den Kopf gewaschen. Nicht wegen des Ertragsausfalls, sondern wegen der Verschwendung.

Britta
18.04.2010, 21:57
Ja, und der Bauer nimmt 50 Cent für den Liter. Ich verstehe Deine Großzügigkeit (2 € / Liter Milch) nicht. Eine familie mit KIndern könnte da schon mal locker 4 € am Tag nur für Milch ausgeben müssen. Das macht mal eben 120 € pro Monat.


Und für wie viel Euro Sprit tankt die Familie im Monat?

Ausserdem kann man das Kindergeld erhöhen, wenn die Milchpreise steigen. Läßt sich alles regeln, wenn man denn will.

Elfer
18.04.2010, 22:07
Und für wie viel Euro Sprit tankt die Familie im Monat?

Ausserdem kann man das Kindergeld erhöhen, wenn die Milchpreise steigen. Läßt sich alles regeln, wenn man denn will.

Über die Spritpreise bin ich auch nicht erfreut. Vor allem nicht bei der Preiswillkür. Das heisst aber nicht, dass die Milchpreise sich daran orientieren müssen.

Viele müssen aber tanken, damit sie die Kohle für die Milch haben.

Wie gesagt, das eine rechtfertigt nicht das andere. :D

Britta
19.04.2010, 07:41
Über die Spritpreise bin ich auch nicht erfreut. Vor allem nicht bei der Preiswillkür. Das heisst aber nicht, dass die Milchpreise sich daran orientieren müssen.

Viele müssen aber tanken, damit sie die Kohle für die Milch haben.

Wie gesagt, das eine rechtfertigt nicht das andere. :D
Nur braucht der Familienvater um zu seiner Arbeit zu kommen mehr Sprit wie Milch und die Preissteigerungen beim Sprit sind nicht so das Thema, wie es ein Milchpreis von 2 Euro pro Liter wäre. (Wobei 2 Euro ja übertrieben sind)

Die Spritpreise scheinen jetzt zu fallen (10 Cent weniger wie zuvor), weil der Luftraum immer noch gesperrt ist. Da sparen wir richtig Kerosin. Das ist mal wirklich Umweltschutz. :D

Kein Familienvater würde einen Zuschuß wegen steigender Spritpreise bekommen. Bei Milch wäre das eher machbar - über das Kindergeld.

Britta
19.04.2010, 09:13
Heute hatte ich beim Blick auf eine Programmankündigung über das Reich der Kalifen tatsächlich Fernweh und grüble darüber, in welches nahöstliche Land ich als Transe reisen kann.
Istanbul?
Heute morgen waren im TV ein paar Türkei-Urlauber zu sehen. Die kamen über Portugal zurück...

Muß man nicht unbedingt haben, so einen Umweg.

Ausserdem würde ich im Moment auch ohne Vulkanasche nicht fliegen, denn auch das Personal bei der Flugzeugwartung ist demotiviert und unter ständigem Druck - wegen der Kosteneinsparungen. :mad:

Beverly
19.04.2010, 11:02
Heute morgen waren im TV ein paar Türkei-Urlauber zu sehen. Die kamen über Portugal zurück...

Muß man nicht unbedingt haben, so einen Umweg.

Vor hundert Jahren hätten die Türkei-Urlauber mit dem Zug wieder nach Hause gefunden. Wobei die Bahnstrecke bis Bagdad bzw. über den Nahen Osten bis nach Mekka gehen sollte.
Aus politischen Gründen versandeten die Bahnstrecken dann im Wortsinn.

Abgesehen von einem Flug nach St. Petersburg 1986, als es noch Leningrad hieß, habe ich meine Reisen in Europa immer per Auto (Trampen und MfG), Zug oder Reisebus gemacht. Wobei ich ohne Flugzeug bis nach Südspanien gekommen bin. Für eine Fahrt nach Aachen erwies der ICE als geradezu entspannend (leider zu teuer).

Jetzt jammern alle, weil die Bahn sträflich vernachlässigt und alles auf den Flugverkehr mit Kerosinjets ausgerichtet wurde. Im Einzelfall tragisch, aber die Gesamtheit bekommt, was sie sich selbst über 50 bis 100 Jahre eingebrockt hat.

Spökes
19.04.2010, 13:30
Dann schau Dir doch mal einige Altbauern an. Darum kann es nicht um DIE Bauern gehen.Mit "Altbauern" meinst Du sicherlich nicht die Bauern auf dem Altenteil, eher die Bauern, die schon in der x-ten Generation "bauern"? Dass ist hier bei uns standard und selbst der dümmste unter denen leidet keine Not.

Und das andauernde Genörgel kann man nicht wirklich wegreden. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich zu nass oder zu kalt gewesen sein. Das ist ebenso Fakt, wie die Gier der Konzerne.Da ist etwas dran: Mir ist kein Bauer bekannt, der nicht klagt. Allerdings klagen die weniger über das Wetter. Die haben den Vorteil, dass bei magerer Ernte eben der Preis hoch geht und sie einen Preisverfall bei guter oder ungewöhnlich guter Ernte über die Menge kompensieren. Die machen immer ihren Schnitt. Deshalb können die auch über Jahre Milch zu einem Dumpingpreis abgeben.:giggle: Gut, in Gebieten mit kargen Böden sieht es sicherlich nicht so rosig aus, aber dafür haben die davon auch gleich ne ganze Menge.

Dass man die Bauernschaft nicht in einen Topf werfen kann zeigt sich sehr gut auf landlive.de.

Beverly
04.05.2010, 19:49
Heute - Dienstag, 4. Mai - hat Vulkanasche den Flugverkehr in Irland und der Nordspitze Schottlands lahmgelegt. Mehr dazu hier:

http://news.idealo.de/news/29125-vulkanasche-flugverbot-irland-nordirland-schottland/

Ob das Thema Vulkan & Flugverkehr schon ausgestanden ist, kann ich nicht sagen. Bis vor 60 Jahren gab es keine Notwendigkeit, Vulkanausbrüche so ganue zu beobachten, dass man ihre Auswirkungen auf den Flugverkehr hätte feststellen müssen. Weil es damals noch keinen nennenswerten Flugverkehr gab und die Flugzeuge zudem mit Propellern und Kolbenmotoren flogen.
Man kann höchstens frühere Vulkanausbrüche überprüfen und darauf abschätzen, ob sie damals auch Kerosinjets lahm gelegt hätten.
Dabei finde ich es schon merkwürdig, dass bei all den Vulkanen etwa auf Japan oder Ausbrüchen wie dem des Pinatubo erst jetzt die Rede davon ist, dass sie Flugzeugen gefährlich werden können.
Was ist an dem isländischen Vulkan so besonders :kopfkratz: ??

Sebastian Hauk
04.05.2010, 20:14
Hallo Beverly,

die Ausbrüche dort sind nicht so heftig.

Beim Pinatubo war der Ausbruch doch schon recht imposant:

Die Auswirkungen der Eruption waren weltweit spürbar. Sie bewirkte eine größere Freisetzung von Aerosolen in die Stratosphäre als irgendein anderer Vulkanausbruch seit dem Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883. Dies führte in den nächsten Monaten zu einer globalen Schicht aus schwefelsäurehaltigem Nebel. Weiterhin waren ein Temperaturabfall um 0,5 °C und eine erhöhte Ozonreduktion zu verzeichnen.

Insgesamt waren 364 Gemeinden und 2,1 Millionen Menschen durch die Eruption betroffen. Mehr als 8.000 Häuser wurden komplett zerstört. Weitere 73.000 Häuser wurden beschädigt. Zusätzlich zu diesen ernsthaften Schäden wurden Straßen und Kommunikationseinrichtungen überall um den Vulkan durch pyroklastische Ströme oder Lahars beschädigt oder zerstört. Die Gesamtkosten für die Reparatur betrugen 3,8 Milliarden Pesos. Viele Aufforstungsprojekte wurden durch die Eruption zunichte gemacht. Ein Gesamtgebiet von 150 km² im Wert von 125 Millionen Pesos wurde zerstört. Die Landwirtschaft wurde stark gestört. 8.000 km² Reisfläche wurden verwüstet und 800.000 Stück Vieh und Geflügeltiere starben. Der landwirtschaftliche Schaden betrug 1,5 Milliarden Pesos.

Eine andere Auswirkung des Staubs in der Atmosphäre war die Erscheinung der Mondfinsternis. Normalerweise ist der Mond auch im Kernschatten sichtbar. Im Jahr nach der Pinatubo-Eruption jedoch war der Mond während der Finsternis fast gar nicht mehr sichtbar, da durch den Staub in der Atmosphäre zuviel Sonnenlicht absorbiert wurde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pinatubo

Gruß

Sebastian