Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Smolensk


Hellmann
14.04.2010, 23:12
Die neueste Darstellung aus dem Spiegel, angeblich Pilotenfehler:
Erstmals meldete sich am Mittwoch ein Fluglotse zu Wort...

Etwa einen Kilometer vor der Landebahn sei klar gewesen, dass die Präsidentenmaschine zu tief fliege, etwa 20 Meter statt der geforderten 60 Meter über dem Boden, sagte er der russischen Zeitung "Nowaja Gazeta".

"Mein Kollege schrie 'Zieh hoch!', doch das Flugzeug blieb im Sinkflug", berichtete der Lotse, der es vorzog, anonym zu bleiben. Dann sei die Funkverbindung abgebrochen. Die Maschine vom Typ TU-154 M habe mehrere Bäume gestreift und sei dann abgestürzt und auseinandergebrochen....

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,689049,00.html

Nanu, wo ist jetzt plötzlich der Nebel abgeblieben und die nicht vorhandene Instrumenten-Flugkontrolle des Flugplatzes? Der Tower hat also einen Kilometer Sicht und der Pilot sollte dann den Boden und die Rollbahn auch klar vor sich gehabt haben.

Eine Stunde vor der Präsidentenmaschine waren ja schon polnische Journalisten in Smolensk gelandet, ohne Nebel und Probleme. Warum ergibt die Berichterstattung in den Medien mal wieder keinen Sinn?
Dem Moskauer Radiosender Echo Moskvy zufolge sollen die Piloten im letzten Moment versucht haben, das Flugzeug nach rechts zu ziehen und gleichzeitig an Höhe zu gewinnen - ein verhängnisvoller Fehler, der dazu führte, dass die Tragfläche Bäume rammte und die Maschine aus dem Gleichgewicht geriet.
Klar, 20 Meter über Boden fliegt man keine Kurven mehr, das weiß aber ganz sicher auch jeder Pilot.

Hier ein Blick auf die Landebahn in smolensk:

http://maps.google.de/maps?f=q&source=embed&hl=de&geocode=&q=&sll=54.781286,32.049179&sspn=0.096918,0.110035&ie=UTF8&t=h&ll=54.825316,32.023602&spn=0.05162,0.055189&z=12

Wisniewski ist an dem Thema dran:

-> http://info.kopp-verlag.de/news/vom-winde-verweht-neue-widersprueche-in-der-offiziellen-smolensk-version.html

Ich glaube ja schon lange nichts mehr.

Hellmann
14.04.2010, 23:18
Hier wird die Geschichte mit dem gefährlichen Nebel ganz nebulös:
Alle bisher gehörten Augen- und Ohrenzeugen die sich zum Zeitpunkt des Absturzes in der Nähe des Militärflughafens am Rande der Stadt aufhielten, haben nur von einem einzigen Versuch Kenntnis, der in der Katastrophe endete. Hierunter befand sich auch ein Journalist des polnischen Fernsehens, der in einem Hotel gegenüber dem Flughafen zufällig aus dem Fenster schaute und die Tupolew des Präsidenten bei der Landung beobachten konnte. Aufgefallen war ihm hierbei, dass die Maschine in einem ungewöhnlich starkem Neigungswinkel von etwa 40 Grad herunterkam.

http://polskaweb.eu/absturz-kaczynski-tupolew-in-russland-46873638.html

Bin ja gespannt, wann sie sich darauf einigen können, ob nun Nebel oder klare Sicht aus dem Hotelfenster herrschte, wie viele Landeanflüge es gab, was mit dem abgelassenen Flugbenzin war, ob Sturm herrschte, ob der Präsident trotz Nebel auf der Landung bestand, weil er auch aus dem Fenster keinen Nebel sehen konnte...

Hellmann
15.04.2010, 00:14
Bei der ZEIT ist man noch im tiefsten Nebel:
Die Berichterstattung zeichnet mittlerweile ein stimmiges Bild: Drei vergebliche Landeversuche bei praktisch blickdichtem Nebel, der vierte endete in der Katastrophe von Smolensk. Das passt gut zusammen, ist aber vorläufig.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/smolensk-absturzursache

Besonders die Vorbemerkung mit dem "stimmigen Bild" der Berichterstattung finde ich mal wieder erheiternd. Die können ihre Artikel vermutlich alle nur noch im Vollsuff verfassen.

Britta
15.04.2010, 06:48
Wisniewski ist an dem Thema dran:

-> http://info.kopp-verlag.de/news/vom-winde-verweht-neue-widersprueche-in-der-offiziellen-smolensk-version.html


Denn schließlich heißt das Blatt ja Bild und nicht Denk oder Frag oder Überleg. Eigentlich ganz gute Titelvorschläge. Im Axel-Springer-Verlag würde man allerdings wahrscheinlich eher Titel präferieren wie Glaub, Friss oder Stirb – und wir berichten dann drüber.
http://www.smileygarden.de/smilie/Frech/smileymania.at_02706.gif
Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Präsident dem Piloten mit Entlassung gedroht hat, sollte er nicht landen.

Elfer
15.04.2010, 20:55
Die neueste Darstellung aus dem Spiegel, angeblich Pilotenfehler:

Nanu, wo ist jetzt plötzlich der Nebel abgeblieben und die nicht vorhandene Instrumenten-Flugkontrolle des Flugplatzes? Der Tower hat also einen Kilometer Sicht und der Pilot sollte dann den Boden und die Rollbahn auch klar vor sich gehabt haben.

Eine Stunde vor der Präsidentenmaschine waren ja schon polnische Journalisten in Smolensk gelandet, ohne Nebel und Probleme. Warum ergibt die Berichterstattung in den Medien mal wieder keinen Sinn?

Klar, 20 Meter über Boden fliegt man keine Kurven mehr, das weiß aber ganz sicher auch jeder Pilot.

Wisniewski ist an dem Thema dran:

Ich glaube ja schon lange nichts mehr.

Naja, dass Dein zweiter Vorname Thomas ist, ist ja nicht neu. Ist aber auch wirklich verwunderlich und neu, dass man auch ein paar Tage nach einer solchen Katastrophe nicht wirkliche Klarheit über die Ursachen hat. Klar hinterher klagt es sich meist am Besten. Ist so eine Eigenschaft, die ich schon oft erleiden musste.

Allein die ersten drei Absätze entlarven Wisniewski als Schwätzer und die Frage drängt sich auf, ob man sich den Rest noch antun soll.
Er spricht von Sturm und Nebel, wobei aus dem Sturm plötzlich ein heftiger Seitenwind wird.

Also ich meine, wenn man schon alles anzweifelt, sollten einem bei dem offenkundigen Geschwätz Wisniewskis die Ohren klingeln, lauter als die Glocken von Jericho.

Also Nebel und Wind passen nicht. Sollte der Pilot in einem Sturm mit ständig starken Winden fliegen, wird und kann er sich darauf einstellen. Der Sturm dürfte den Nebel weggeweht haben. Starke Seitenwinde haben aber etwas von plötzlich auftretenden Böen, nein sie sind welche. Diese können einen Piloten schon mal in arge Probleme bringen. Ganz nebenbei müssen sie auch nicht gleich Nebelbänke hinwegwehen.

Der Journalist, hat also fachmännisch den falschen Neigungswinkel beim Landeanflug erkannt. Gut geschätzt Löwe. Das sind Aussagen, bei denen ich Zweifel bekomme.

Wie groß war der Täter denn? Na, so ungefähr geschätzte 177 cm.

Hier wird die Geschichte mit dem gefährlichen Nebel ganz nebulös:

Bin ja gespannt, wann sie sich darauf einigen können, ob nun Nebel oder klare Sicht aus dem Hotelfenster herrschte, wie viele Landeanflüge es gab, was mit dem abgelassenen Flugbenzin war, ob Sturm herrschte, ob der Präsident trotz Nebel auf der Landung bestand, weil er auch aus dem Fenster keinen Nebel sehen konnte...

Man könnte diese Verschleierung ja auch Gewohnheit nennen. Hey, die Leute dort haben Jahrzehnte unter einer sozialistisch-marxistisch-kommunistischen Diktatur gelebt. Da war die Vernebelung von Tataschen ein völlig normaler Vorgang.

Bei der ZEIT ist man noch im tiefsten Nebel:

Besonders die Vorbemerkung mit dem "stimmigen Bild" der Berichterstattung finde ich mal wieder erheiternd. Die können ihre Artikel vermutlich alle nur noch im Vollsuff verfassen.

Zumindest hat die Zeit doch bemerkt, was Du hier ebenfalls kritisierst. Die Berichterstattung ergab kein stimmiges Bild. Die Vorbemerkung zeigt doch, dass man kritisch gegenüber der bisherigen Berichterstattung eingestellt war. Sollte Dich freuen.

Wenn die Fakten verschwiegen werden sollen werden sie verschwiegen. Auch wenn der Staatsanwalt die Veröffentlichung der gesamten Tonaufzeichnung verspricht, wenn sie keine geheimhaltungsbedürftigen Inhalte hat, wenn etwas verschwiegen werden soll, dann wird es verschwiegen.

Wo liegt denn wohl die Ursache. Haben die Russen ihn runter geholt? Wollten die Polen ihren Ministerpräsidenten los werden?
Ich bin in ehrlicher Trauer für jeden, der bei dem Unglück ums Leben kam, auch um Kaczynski. Mensch ist Mensch.

Für Polen und Europa ist eher kein Schaden eingetreten.

Britta
15.04.2010, 22:13
Ich kannte zwar den Präsidenten nicht, könnte mir das aber gut vorstellen, dass er drauf bestanden hat, zu landen. Würde zu seinem Charakter wie ich ihn sehe passen.

Und Nebel klingt für mich auch glaubhaft.

Warum hinter allem eine Verschwörung vermuten, wenn Dummheit auch eine Möglichkeit ist? Genauso dumm wie der Einfall mit der Beerdigung. Passt irgendwie.

Elfer
15.04.2010, 22:17
Weil Dummheit so langweilig ist? Dabei ist es die Ursache für die meisten Pleiten und Pannen. ;)

Britta
15.04.2010, 22:21
Weil Dummheit so langweilig ist? Dabei ist es die Ursache für die meisten Pleiten und Pannen. ;)
Ja, denke ich auch. Hier war gleich mehrfach die Dummheit mit von der Partie.

Hellmann
16.04.2010, 06:57
Naja, unsere Medien sind zu dem Hergang so komisch still geworden.
MOSKAU, 15. April (RIA Novosti). Die für die Untersuchung zuständige GUS-Luftfahrtbehörde MAK dementiert Medienberichte, wonach die polnische Präsidentenmaschine vor ihrem Absturz bei Smolensk mehrere Landeversuche unternommen hat.

Diese Berichte entsprächen nicht der Wahrheit. „Ich kann sagen, dass es nur einen Landeversuch gegeben hat“, sagte MAK-Chefin Tatjana Anodina am Donnerstagabend. Einige Medien hatten berichtet, der polnische Pilot der Tupolew-Maschine habe bei dichtem Nebel viermal zur Landung angesetzt.

http://de.rian.ru/society/20100415/125928191.html

Mit unseren modernen Kommunikationsmitteln sollten sich doch wenigstens solche Fragen in wenigen Stunden klären lassen. Man könnte danach vielleicht wieder ruhiger schlafen.

Britta
16.04.2010, 12:33
Naja, unsere Medien sind zu dem Hergang so komisch still geworden.

Die Debatte um die Beisetzung ist ja nur noch peinlich. :(

Hellmann
18.04.2010, 21:12
In der aktuellen Spatzseite wird das Thema auch aufgegriffen:
Jetzt ranken sich um Kaczynskis Absturz in Smolensk allerlei Gerüchte und Befürchtungen. Sinnvoll wäre allenfalls die Frage, warum der polnische Außenminister und US-Bürger Sikorski „zufällig“ nicht an Bord war.

http://www.spatzseite.com./

Der Lebenslauf von Sikorski:
Vom 31. Oktober 2005 bis zum 5. Februar 2007 war er parteiloser Verteidigungsminister der polnischen Regierung. Seit 16. November 2007 ist er polnischer Außenminister und Mitglied der liberal-konservativen Partei Bürgerplattform.

Sikorski besuchte das Gymnasium in seiner Heimatstadt, wo er in der Solidarność-Zeit ein innerschulisches Streikkomitee leitete. Nach dem Abitur verließ er Polen und studierte Philosophie und Politikwissenschaft am Pembroke College der Universität Oxford, u. a. bei Leszek Kołakowski. Von 1986 bis 1989 kämpfte er an der Mudschahedin-Seite gegen die Sowjets[1] und arbeitete als Auslandskorrespondent für den Spectator und den Observer in Afghanistan, Angola und Jugoslawien. Für eine seiner Fotografien wurde ihm 1988 der World Press Photo-Award verliehen. 1990 bis 1991 war er Polen-Korrespondent des Sunday Telegraph sowie zugleich Polen-Berater des Verlegers Rupert Murdoch. 1992 wurde er stellvertretender Verteidigungsminister im Kabinett von Jan Olszewski. Von 1998 bis 2001 war er stellvertretender Außenminister in der Regierung von Jerzy Buzek. Ab 2002 arbeitete er als Direktor der New Atlantic Initiative (NAI) im einflussreichen American Enterprise Institute in Washington D.C. Bei den Wahlen von 2005 wurde er im Wahlkreis Bydgoszcz in den Polnischen Senat gewählt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rados%C5%82aw_Sikorski

Wahnsinn.

Ein anderer Sikorski wurde 1943 Opfer eines Flugzeugabsturzes:
Sikorski starb am 4. Juli 1943 während der Rückreise von einer Inspektion der polnischen Truppen im Nahen Osten bei einem Flugzeugabsturz in Gibraltar. Sein Leichnam wurde auf dem Friedhof der polnischen Flieger in Newark bei Nottingham beerdigt. Am 17. September 1993 wurden die Überreste auf den Krakauer Wawel überführt.

Nicht alle Umstände des Todes von Sikorski wurden vollständig aufgeklärt. Rolf Hochhuth hat in seinem umstrittenen Drama Soldaten (1967) die Auffassung vertreten, Winston Churchill habe Sikorski umbringen lassen...

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C5%82adys%C5%82aw_Sikorski

Weiß jetzt aber nicht, ob die beiden Sikorski verwandt sind.

Elfer
18.04.2010, 21:19
Wieso Wahnsinn? Hast Du die Verschwörung schon enttarnt?

Hellmann
18.04.2010, 22:36
Wieso Wahnsinn? Hast Du die Verschwörung schon enttarnt?
Damit meinte ich den Lebenslauf. Der Typ ist ja ein voller "Atlantiker". :D

Mit dem haben die Angloamerikaner ihren Mann in Polen installiert.

Elfer
19.04.2010, 21:26
Damit meinte ich den Lebenslauf. Der Typ ist ja ein voller "Atlantiker". :D

Mit dem haben die Angloamerikaner ihren Mann in Polen installiert.

Mit so einem nationalistischen A****? Wo sollte er für Unruhe sorgen? Im Westen oder im Osten? Da hat er ja auf ganzer Linie versagt. :irre:

Ich glaube, ihre Mutter hat die Brüder noch mit 25 gesäugt. :D

Britta
19.04.2010, 22:39
Hier diskutieren Piloten den Absturz:

http://www.pprune.org/rumours-news/411701-polish-government-tu154m-crash-27.html

- Es fanden nur 2 Anflüge statt, keine 4. Nach 2 Versuchen wird normal der Ausweichflughafen angeflogen.
- Der Flughafen verfügt nicht über ein Instrumentenlandesystem. Es gibt dort nur ein NDB. http://de.wikipedia.org/wiki/Non_Directional_Beacon

- Die Landebahn kann nicht zu kurz sein, da früher dort ein Transportgeschwader stationiert war. Das sind schon große Flugzeuge.

- Die auf dem Filmmaterial zu hörenden 'Schüsse' können auch andere Ursachen haben und gar keine Schüsse sein.
Those sounds aren't necesarily from "gunshots" or even ammunition going off -- though they could be. There are many other things that can and do explode in the immediate aftermath of an accident, including oxygen canisters and/or other small pressurised containers.

- die Landebahn ist auch nicht gut beleuchtet
According to a pilot, familiar with this airfield, the only lights available were, as he called them, three "spot lights" aiming at the incoming a/c positioned at the threshold.

Als Absturzursache wird einiges diskutiert:
- Fehlerhafte Höhenmessereinstellung, da in Russland QFE statt QNH üblich ist.

- Gleiches gilt für Fuß vs. metrisch, die TU-154 hatte westliche Avionik.

Und hier gibt es auch NASA Fotos von der Zeit des Absturzes: http://www.pprune.org/rumours-news/411701-polish-government-tu154m-crash-40.html

Die Piloten sind sich sicher, dass es ein Unfall war.

Hellmann
20.04.2010, 08:47
Als Absturzursache wird einiges diskutiert:
- Fehlerhafte Höhenmessereinstellung, da in Russland QFE statt QNH üblich ist.

- Gleiches gilt für Fuß vs. metrisch, die TU-154 hatte westliche Avionik.


Der Pilot war ja mit russischen Flugplätzen vertraut und war auch in Smolensk schon gelandet. Da kann ich mir kaum vorstellen, dass man plötzlich die Höhenangaben verwechselt hat wie ein absoluter Anfänger.

Auf dem Google-Luftbild sind auch direkt vor der Landebahn keine Bäume zu sehen (wäre ja auch verrückt). Der Pilot müsste sich also mit der Lage der Landebahn schon völlig getäuscht haben.

Britta
20.04.2010, 09:22
Der Pilot war ja mit russischen Flugplätzen vertraut und war auch in Smolensk schon gelandet. Da kann ich mir kaum vorstellen, dass man plötzlich die Höhenangaben verwechselt hat wie ein absoluter Anfänger.

Auf dem Google-Luftbild sind auch direkt vor der Landebahn keine Bäume zu sehen (wäre ja auch verrückt). Der Pilot müsste sich also mit der Lage der Landebahn schon völlig getäuscht haben.

Auf dem NASA Foto ist Nebel zu sehen. :coffee:

Die Piloten diskutieren auch darüber, dass manche Geräte mal vorhanden waren, als Putin dort landete. Die wurden aber nur zu dem Zweck dort installiert und später wieder abgebaut.

Manche von denen die da im Forum diskutieren, kannten den Piloten. Sie gehen jedenfalls davon aus, dass es sich um ein Unglück handelt. Als Unbeteiligte würde ich sagen, dass die es am Besten wissen müssen.

Hellmann
20.04.2010, 13:02
Manche von denen die da im Forum diskutieren, kannten den Piloten. Sie gehen jedenfalls davon aus, dass es sich um ein Unglück handelt.
Man sollte nicht unterschätzen, was Menschen manchmal alles sagen müssen, um ihren Job nicht zu verlieren und ihr Leben.

Bei unseren Pfarrern zum Beispiel würde ich ja auch annehmen, dass die am besten wissen müssten, dass es ihren Gott nicht gibt. Und was erzählen die jeden Tag? :kopfkratz:

Oder nehmen wird das Beispiel 11.09.2001: Als Pilot der Lufthansa hätte ich da auch nicht behauptet, dass die Geschichte mit den Entführungen auf keinen Fall stimmen kann, sondern mich eilig den öffentlichen Verlautbarungen angeschlossen.

Britta
21.04.2010, 10:35
Man sollte nicht unterschätzen, was Menschen manchmal alles sagen müssen, um ihren Job nicht zu verlieren und ihr Leben.

Das ist ein Forum und warum sollten die Leute da schreiben, weil sie es müssen? Die diskutieren ganz normal und fachlich zu den möglichen Ursachen.

Bei unseren Pfarrern zum Beispiel würde ich ja auch annehmen, dass die am besten wissen müssten, dass es ihren Gott nicht gibt. Und was erzählen die jeden Tag? :kopfkratz:
Wahrscheinlich glauben da schon einige an das, was sie predigen.

Oder nehmen wird das Beispiel 11.09.2001: Als Pilot der Lufthansa hätte ich da auch nicht behauptet, dass die Geschichte mit den Entführungen auf keinen Fall stimmen kann, sondern mich eilig den öffentlichen Verlautbarungen angeschlossen.
Bei 911 gab es auch die Piloten die sagten, für Fluganfänger wären die durchgeführten Flugmanöver nicht durchführbar gewesen und selbst für erfahrene Piloten schwierig.

Auch bei 9/11 kam man an die Aufzeichnungen ran. Die waren in solchen Pilotenforen zu finden, so dass jeder sie auswerten konnte, weswegen die VT inzwischen zur OVT geworden ist, denn die Daten lassen sich nicht leugnen.

Beim Absturz von Smolensk handelt es sich ganz einfach um ein Unglück.

Britta
21.04.2010, 19:33
@Hellmann,

warum sollten die Russen ein Interesse am Absturz der Maschine haben? Der polnische Präsident war meiner Meinung nach nicht besonders helle. Er war für beide Seiten, also für die Amis und die Russen, berechenbar.

Was die Polen jetzt für eine Regierung wählen, kann man noch nicht sagen und auch die Zustimmung zum Raketenabwehrschirm wird die neue Regierung nicht rückgängig machen.

Hellmann
22.04.2010, 07:46
warum sollten die Russen ein Interesse am Absturz der Maschine haben? Der polnische Präsident war meiner Meinung nach nicht besonders helle. Er war für beide Seiten, also für die Amis und die Russen, berechenbar.
Wenn die Russen ein Interesse an seinem Absturz gehabt hätten, dann würden die das so arrangiert haben, dass es vielleicht bei einem USA-Besuch passiert.

Wenn man Polen wirklich in das westliche System integrieren will, dann müssen dort die "Patrioten" ausgeschaltet werden. Zum Beispiel hat Polen im Gegensatz zu Deutschland und der Ukraine bei der Schweinegrippe-Pandemie nicht mitgemacht und die Amileute da ganz auffällig vorgeführt. Bei uns und in der Ukraine waren die Zeitungen jeden Tag voll mit den Schweinegrippe-Toten und in Polen war alles gesund, das geht doch nicht.

Elfer
22.04.2010, 13:00
Wenn man Polen wirklich in das westliche System integrieren will, dann müssen dort die "Patrioten" ausgeschaltet werden.

Nationalisten. Gegen Patrioten hätte ich nicht so viel. ;)

Hellmann
11.06.2010, 23:03
Die Geschichte mit den Kreditkarten, die von russischen Soldaten den Toten im Wald geklaut worden wären, um damit gleich noch Geld abzuheben, ist wieder eine Meisterleistung der Volksverdummung. Haben die Soldaten die PIN-Nummern auch gleich in den Brieftaschen gefunden?

Oder hat man die Kreditkarten den noch nicht Toten abgenommen und die PIN-Nummern per vorgehaltener Kalaschnikow herausbekommen?
Man muss sich nur mal auf der Zunge zergehen lassen, dass da drei junge Soldaten der russischen Luftstreitkräfte, alle angeblich einschlägig vorbestraft, die Absturzstelle in Smolensk sichern sollen, stattdessen aber den zerstückelten Toten die Taschen leeren und nicht einmal zwei Stunden später mit einer so gewonnenen Kreditkarte und ohne Pin- Code Gelder von einem Bankautomaten im mindestens 5 Kilometer entfernten Smolensk abheben. Dann werden sie angeblich gefasst und festgenommen. Dies wird dann dementiert und später dann doch bestätigt. Gestern meldeten russische Medien, schon im leichten Schmunzelton, dass die Täter nun (trotz Geständnis) an einen Lügendetektor angeschlossen werden sollen. Wie dumm muss ein Journalist nur sein so etwas zu verbreiten und wie dumm erst die Leser.
http://polskaweb.eu/polnische-blackbox-nicht-analog-mit-russischen-5786756448.html

Während die Polen und vielleicht auch die Russen gegenüber den Medien misstrauisch sind, wird es der westliche Bürger sicher brühwarm schlucken, was ihm da erzählt wird, um ihn auf ganz andere Gedanken zu bringen.

So stand es in der FTD:
Zwei Monate nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine in Russland hat die Justiz in Moskau wegen Plünderung Anklage gegen vier Soldaten erhoben. Die Angehörigen der Luftwaffe hätten gestanden, vier Kreditkarten der Absturzopfer gestohlen und umgerechnet 1500 Euro abgehoben zu haben.
...
Insgesamt habe es elf illegale Transfers gegeben, hieß es.
http://www.ftd.de/politik/europa/:flugunglueck-bei-katyn-russische-soldaten-fleddern-polnische-absturzopfer/50124146.html

Da glaube ich doch vorher noch an den Weihnachtsmann.

Hellmann
11.06.2010, 23:15
Die Frage, wie russische Soldaten an der Absturzstelle nach zwei Stunden am Bankomat sein können, mit Kreditkarten und von mindestens einem inzwischen Toten noch erpresster PIN-Nummer, könnte sich freilich mit dieser Spekulation von Polskaweb vereinbaren lassen. Danach hätten die Soldaten zu der Truppe "Feuerwehr" gehört, die man nach der "Erledigung" ihrer Aufgabe selbstverständlich sofort von der Unfallstelle abgezogen hat.
"Polskaweb" ist davon überzeugt, dass die Navigationssoftware des Autopiloten der Tu-154M über Meaconing- Signale manipuliert wurde was in der Folge das Flugzeug dann zum Absturz brachte. Dies kann man eigentlich sehr einfach anstellen, indem man z.B. dem Autopiloten kurz vor dem geplanten Aufsetzen eine anderes Ziel eingibt. Optimal läuft es dann aber erst, wenn auch der Lotse mitspielt wie offenbar hier geschehen. Durch die Eingabe eines anderen Flugzieles kam die Tupolew von der Ideallinie zur Landebahn um 37 Grad ab. Gleichzeitig ging sie fast steil herunter. Trotzdem bestätigte der Lotse aber, laut Auslesungen Flugschreiber, dass man sich auf optimalem Wege und richtiger Höhe befinde, was auch die ignorierten Taws- Warnungen erklärt. Den Rest erledigte eine in den Rumpf abgefeuerte Bodenluftrakete, was die enormen Zerstörungen dieses Flugzeugteiles beweisen und ein paar mit Flammenwerfen etc. bewaffnete Agenten in Feuerwehruniform, die sich um die Überlebenden kümmern. Viele könnten es gewesen sein, denn es gab einige kleine Feuerstellen.
http://polskaweb.eu/polnische-blackbox-nicht-analog-mit-russischen-5786756448.html

So könnte es gewesen sein und dann passt auch die Geschichte mit den Kreditkarten.

Hellmann
11.06.2010, 23:30
Ja, das schaut wirklich übel aus, wenn das stimmt:
Die russische Justiz hat eingeräumt, dass vier russische Soldaten mit den Kreditkarten eines der Opfer der abgestürzten polnischen Präsidentenmaschine Geld abgehoben haben. Insgesamt seien 60.345 Rubel (umgerechnet 1735 Euro) mit den Karten entwendet worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Moskau mit.
...
Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW teilte mit, insgesamt habe es elf illegale Geldtransfers gegeben. Der erste Zugriff erfolgte demnach bereits 80 Minuten nach dem Absturz.
http://www.tagesschau.de/ausland/kaczynski206.html

Wenn das so stimmt, ist der Fall geklärt. 5 km zum Bankomat und 80 Minuten nach dem Absturz, da muss man es eilig gehabt haben, die Soldaten von der "Unfallstelle" wegzuschaffen. Dafür gibt es nur eine Erklärung, siehe oben.

Sebastian Hauk
11.06.2010, 23:39
Hallo Hellmann,

Bei 11 Transfers wurden nur 1.735 Euro entwedet. Das finde ich dann doch etwas wenig.

Wobei ich hier gerade gelesen habe, dass es bei Kreditkarten ein recht niedriges Limit gibt.

http://russland-reise.plaudern.de/b.prg?for=2535&btr=800&dow=6

Gruß

Sebastian

Hellmann
12.06.2010, 00:14
Hallo Hellmann,

Bei 11 Transfers wurden nur 1.735 Euro entwedet. Das finde ich dann doch etwas wenig.
Ja, dafür könnte es andere Gründe geben.

Wenn man also vorbestrafte und rangniedrige Rekruten für so einen "Job" nimmt, dann rechnen die vielleicht damit, dass sie bald verschwinden. Sind ja nur unbekannte Rekruten, für die sich niemand interessiert.

Wir müssen die ja nicht für dumm halten. Ihre persönlichen Aussagen über die Vorgänge wären nichts wert, allein schon deshalb, weil man sie vermutlich blitzschnell unter viele Zeugen gebracht hat, die ihre Aussage, überhaupt an der Unfallstelle gewesen zu sein, unglaubwürdig gemacht hätten.

Nur mit dem Bankomat konnten sie die Sache beweisen. Jetzt leben sie mal wenigstens bis zur Gerichtsverhandlung.

Ist eine grobe Spekulation von mir. Wir könnten ja mal Elfer fragen, was er als Fachmann so meint. :D

Elfer
13.06.2010, 19:43
gelöscht, weil überflüssig