Iphigenie
17.02.2009, 13:01
Vor einer Woche hat Haaretz gegen den Willen der israelischen Regierung
eine bisher geheime Datenbank zu jüdischen Siedlungsaktivitäten im
Westjordanland veröffentlicht, die im Auftrag des israelischen
Verteidigungsministeriums erstellt wurde. Aus den Daten geht hervor,
dass in ca. 75% aller jüdischen Siedlungen im Westjordanland illegale
Baumaßnahmen stattgefunden haben. In mehr als 30 Siedlungen wurden auch
umfangreiche Bauarbeiten für Infrastruktur und öffentliche Gebäude wie
Straßen und Polizeistationen auf Land durchgeführt, das eigentlich im
privaten Besitz von Palästinensern ist. Bauherr ist hier niemand anders
als die israelische Regierung selbst. Die Datenbank ist damit ein aus
offiziellen Regierungskreisen stammender eindrucksvoller Beleg dafür,
wie die israelische Regierung immer wieder umfangreich gegen ihre im
Rahmen der Roadmap selbst eingegangen Verpflichtungen bezüglich des
Siedlungsbaus verstößt und straft damit auch alle offiziellen
Verlautbarungen der israelischen Regierung Lügen, die diese Fakten immer
wieder bestreiten.
Interessant an diesen Enthüllungen ist auch der Zeitpunkt der
Veröffentlichung, just zu der Zeit, als sich der neue us-amerikanische
Sondergesandte Mitchell zu seinem ersten Besuch in Israel aufhielt,
nachdem er sein Amt antrat.
Den Artikel dazu findet Ihr in englisch in Haaretz unter
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1060043.html
Haaretz berichtete bereits vor einem Monat über Existenz und Inhalt der
Datenbank: http://www.haaretz.com/hasen/spages/942126.html.
Auch die in Beirut erscheinende englischsprachige Tageszeiutng Daily
Star berichtet heute darüber:
http://www.dailystar.com.lb/article.asp?edition_id=10&categ_id=2&article_id=99190
In die deutschsprachige Presse hat die brisante Veröffentlichung
anscheinend bisher kaum ihren Weg gefunden. Löbliche Ausnahme ist ein
Artikel im Köllner Stadtanzeiger:
http://www.ksta.de/html/artikel/1231945349238.shtml
Auch das ND berichtete, allerdings nur in einem sehr kurzen Artikel:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/143271.sie-verletzen-auch-israelisches-recht.html
Auch der österreichische Standard berichtete relativ ausführlich:
http://derstandard.at/?url=/?id=1233309338562
gruß
Iphi:)
eine bisher geheime Datenbank zu jüdischen Siedlungsaktivitäten im
Westjordanland veröffentlicht, die im Auftrag des israelischen
Verteidigungsministeriums erstellt wurde. Aus den Daten geht hervor,
dass in ca. 75% aller jüdischen Siedlungen im Westjordanland illegale
Baumaßnahmen stattgefunden haben. In mehr als 30 Siedlungen wurden auch
umfangreiche Bauarbeiten für Infrastruktur und öffentliche Gebäude wie
Straßen und Polizeistationen auf Land durchgeführt, das eigentlich im
privaten Besitz von Palästinensern ist. Bauherr ist hier niemand anders
als die israelische Regierung selbst. Die Datenbank ist damit ein aus
offiziellen Regierungskreisen stammender eindrucksvoller Beleg dafür,
wie die israelische Regierung immer wieder umfangreich gegen ihre im
Rahmen der Roadmap selbst eingegangen Verpflichtungen bezüglich des
Siedlungsbaus verstößt und straft damit auch alle offiziellen
Verlautbarungen der israelischen Regierung Lügen, die diese Fakten immer
wieder bestreiten.
Interessant an diesen Enthüllungen ist auch der Zeitpunkt der
Veröffentlichung, just zu der Zeit, als sich der neue us-amerikanische
Sondergesandte Mitchell zu seinem ersten Besuch in Israel aufhielt,
nachdem er sein Amt antrat.
Den Artikel dazu findet Ihr in englisch in Haaretz unter
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1060043.html
Haaretz berichtete bereits vor einem Monat über Existenz und Inhalt der
Datenbank: http://www.haaretz.com/hasen/spages/942126.html.
Auch die in Beirut erscheinende englischsprachige Tageszeiutng Daily
Star berichtet heute darüber:
http://www.dailystar.com.lb/article.asp?edition_id=10&categ_id=2&article_id=99190
In die deutschsprachige Presse hat die brisante Veröffentlichung
anscheinend bisher kaum ihren Weg gefunden. Löbliche Ausnahme ist ein
Artikel im Köllner Stadtanzeiger:
http://www.ksta.de/html/artikel/1231945349238.shtml
Auch das ND berichtete, allerdings nur in einem sehr kurzen Artikel:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/143271.sie-verletzen-auch-israelisches-recht.html
Auch der österreichische Standard berichtete relativ ausführlich:
http://derstandard.at/?url=/?id=1233309338562
gruß
Iphi:)