Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was haltet ihr von den 68ern?


Beverly
25.01.2010, 18:49
Für die Konservativen unserer Tage sind die "68er" die Wurzel allen Übels und die Urheber von Sittenverfall, Dekadenz und Impotenz.

Dieser platten Sichtweise kann ich mich nicht anschließen. Ich denke, dass viele Ziele der 68er richtig waren und die erstarrte Adenauer-Republik sich ihre Dutschkes selbst züchtete. Wenn überhaupt ist die Kommune 1 den Spießern da nicht oft genug mit dem nackten Arsch ins Gesicht gesprungen.

Andererseits graut mir, wenn ich an gewisse Kader denke, aus denen später Außenminister geworden sind. Weil ich glaube, dass diesen Kadern originäre Ziele völlig wurscht waren. Die konnten da die Sau rauslassen und hätten das unter anderen Umständen auch in einer Bewegung getan, die ganz andere Ziele als die 68er verfolgte.

Den Konservativen, die über die 68er schimpften, habe ich immer entgegen gehalten, dass ehrliche 68er es in der BRD nicht weiter brachten als bis zu mittlerweile pensionierten Lehrern.
Die "Zersetzung" von Seiten der 68er ist meines Erachtens dadurch gekommen, dass viele ihrer Kader ihre Ziele gänzlich aufgegeben haben und nun heute die Positionen vertreten, gegen die sie einst demonstriert haben.

deserd
25.01.2010, 19:12
Für die Konservativen unserer Tage sind die "68er" die Wurzel allen Übels und die Urheber von Sittenverfall, Dekadenz und Impotenz.

Dieser platten Sichtweise kann ich mich nicht anschließen. Ich denke, dass viele Ziele der 68er richtig waren und die erstarrte Adenauer-Republik sich ihre Dutschkes selbst züchtete. Wenn überhaupt ist die Kommune 1 den Spießern da nicht oft genug mit dem nackten Arsch ins Gesicht gesprungen.

Andererseits graut mir, wenn ich an gewisse Kader denke, aus denen später Außenminister geworden sind. Weil ich glaube, dass diesen Kadern originäre Ziele völlig wurscht waren. Die konnten da die Sau rauslassen und hätten das unter anderen Umständen auch in einer Bewegung getan, die ganz andere Ziele als die 68er verfolgte.

Den Konservativen, die über die 68er schimpften, habe ich immer entgegen gehalten, dass ehrliche 68er es in der BRD nicht weiter brachten als bis zu mittlerweile pensionierten Lehrern.
Die "Zersetzung" von Seiten der 68er ist meines Erachtens dadurch gekommen, dass viele ihrer Kader ihre Ziele gänzlich aufgegeben haben und nun heute die Positionen vertreten, gegen die sie einst demonstriert haben.

Ich stimme dir weitgehendst zu.

Sittenverfall, Dekadenz und Impotenz und andere Übelkeiten kamen allerdings dann, als sie sich darin übten, das, was sie eigentlich bekämpfen wollten ....

Sozusagen letztlich die Mörder von Links, also diejenigen 68er, die zum Polit-Mainstream aufgeschlossen sind.

Elfer
25.01.2010, 19:38
Die 68er relativieren sich im Laufe der Zeit. Einerseits waren sie Aufbrauch nach dem Aufbau. Andererseits leiteten sie ein weiteres deutsches Terrorkapitel ein.

Dieser latente Staatshass ist leider geblieben, ansonsten haben sich die 68er in Selbstgefälligkeit aufgelöst. Der "Hass" bleibt aber undifferenziert vorhanden und lähmt alles, vor allem Kommunikation.

Ansonsten waren die 68er (trotz Fremdsteuereung) ehrlicher als dieser Widerstand der Verlogenen seit den 90ern.

deserd
25.01.2010, 20:13
Dieser latente Staatshass ist leider geblieben, ansonsten haben sich die 68er in Selbstgefälligkeit aufgelöst. Der "Hass" bleibt aber undifferenziert vorhanden und lähmt alles, vor allem Kommunikation.



Daran hat der zum Polit-Mainstream ausgeschlossene 68er-Ausschuß mit kräftig mitgewirkt. - Ich sehe auch wirklich NICHT viel Spielraum für (eine annähernd 100%ige) Gnade

Die 68er hat ihr Spaß-Ding gemacht, vor allem für sich selbst und der Rollback kommt mit der Liberal-Grinse ....

Sebastian Hauk
25.01.2010, 20:16
Ansonsten waren die 68er (trotz Fremdsteuereung) ehrlicher als dieser Widerstand der Verlogenen seit den 90ern.



Von wem wurden die 68er denn jetzt fremdgesteuert? Doch nicht etwa von der DDR.? Und gibt es da auch Beweise?

deserd
25.01.2010, 20:29
Von wem wurden die 68er denn jetzt fremdgesteuert? Doch nicht etwa von der DDR.? Und gibt es da auch Beweise?

Stimmt! Verbindungen in die Tätärä gab es auch.

Britta
25.01.2010, 20:41
Von wem wurden die 68er denn jetzt fremdgesteuert? Doch nicht etwa von der DDR.? Und gibt es da auch Beweise?

Sie wurden in den selben Terroristen-Trainingscamps ausgebildet, wie die Rechten...

Und wer hat das finanziert?

Elfer
25.01.2010, 20:43
Von wem wurden die 68er denn jetzt fremdgesteuert? Doch nicht etwa von der DDR.? Und gibt es da auch Beweise?

Gibt es Gegenbeweise? Warum sollte die niedergehende DDR ehemaligen RAFlern sonst Unterschlupf bieten?

Wer glaubt denn, dass sich im Kalten Krieg jemand die Chance hätte entgehen lassen dank dieser Truppe dem Klassenfeind "Unruhe" zu bringen.

Dabei würde ich niemals behaupten, dass die einzelnen Terrorakte von dort und aus Moskau gesteuert gewesen wären.

Ansonsten zitiere ich hilfsweise Wiki
"Mitglieder der zweiten Generation erfuhren in dieser Zeit organisatorische und finanzielle Hilfe aus der DDR. Zehn sogenannte RAF-Aussteiger tauchten mit Hilfe der Staatssicherheit in der DDR unter. Noch vor der Wiedervereinigung wurden sie im Juni 1990 enttarnt, festgenommen und an die Bundesrepublik ausgeliefert."

Sebastian Hauk
25.01.2010, 20:47
Gibt es Gegenbeweise? Warum sollte die niedergehende DDR ehemaligen RAFlern sonst Unterschlupf bieten?

Unter dem Schlagwort 68er-Bewegung werden verschiedene, meist linksgerichtete Studenten- und Bürgerrechtsbewegungen zusammengefasst, die mehr oder weniger zeitlich parallel seit Mitte[1] der 1960er-Jahre aktiv waren. Der Name bezieht sich auf das Jahr 1968, in dem einige der von diesen Bewegungen thematisierten Konflikte eskalierten, insbesondere in den USA in den Antikriegsdemonstrationen und den Folgen der Ermordung Martin Luther Kings, in Europa in diversen intensiven zivilen Auseinandersetzungen.

Die DDR war schon sehr fleißig. Sie war sogar in den USA aktiv.

http://de.wikipedia.org/wiki/68er-Bewegung

Britta
25.01.2010, 20:51
Die DDR war schon sehr fleißig. Sie war sogar in den USA aktiv.

nene, in den USA waren das eher die hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Panther_Party

Mit der RAF nicht zu vergleichen.

Sebastian Hauk
25.01.2010, 20:54
Hallo Britta,

die wurden doch von der DDR erfunden. :)

Also wenn ich mir so Martin Luther King anschaue, dann war der doch bei Honecker in der Lehre.

http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_King

Da spricht doch sehr vieles für.

Gruß

Sebastian

Britta
25.01.2010, 20:56
Hallo Britta,

die wurden doch von der DDR erfunden. :)

Gruß

Sebastian
Ne, wurden sie nicht. Ich war da zwar erst 5 Jahre alt, aber ich hab das hautnah mitbekommen. :(

Und in den USA wurden die Schwarzen damals ziemlich unterdrückt. Es gab da auch noch die Black Legion:

http://en.wikipedia.org/wiki/Black_Legion_%28political_movement%29

Mit den Arbeitern ist man damals nicht gerade nett umgegangen.

Elfer
25.01.2010, 21:02
Die DDR war schon sehr fleißig. Sie war sogar in den USA aktiv.

http://de.wikipedia.org/wiki/68er-Bewegung

Was soll das nun im Zusammenhang mit Deiner Frage und meiner Antwort bedeuten? Wir redeten im Bezug auf die DDR von der RAF nicht von den 68ern.

Was mit denen war, dürfte allerdings auch auf der Hand liegen. War doch auch vollkommen legitim. Warum also leugnen?

Ob es gut war, ist natürlich ne ganz andere Sache. Immer hin hatte Deutschland gerade einen Diktator überstanden, da braucht man meine DDR-Ostblock-Einheitspampe.

Britta
25.01.2010, 21:06
Ob es gut war, ist natürlich ne ganz andere Sache. Immer hin hatte Deutschland gerade einen Diktator überstanden, da braucht man meine DDR-Ostblock-Einheitspampe.

Deine? :kopfkratz:

Die RAF machte damals schon auf die Gefahren des Kapitalismus aufmerksam. Ob das allerdings die richtigen Mittel waren? Hat sich halt so entwickelt. Der Kapitalismus hat sich jedenfalls entwickelt wie erwartet.

otix_
25.01.2010, 21:09
Für die Konservativen unserer Tage sind die "68er" die Wurzel allen Übels und die Urheber von Sittenverfall, Dekadenz und Impotenz.

Dieser platten Sichtweise kann ich mich nicht anschließen. Ich denke, dass viele Ziele der 68er richtig waren und die erstarrte Adenauer-Republik sich ihre Dutschkes selbst züchtete. Wenn überhaupt ist die Kommune 1 den Spießern da nicht oft genug mit dem nackten Arsch ins Gesicht gesprungen.

Andererseits graut mir, wenn ich an gewisse Kader denke, aus denen später Außenminister geworden sind. Weil ich glaube, dass diesen Kadern originäre Ziele völlig wurscht waren. Die konnten da die Sau rauslassen und hätten das unter anderen Umständen auch in einer Bewegung getan, die ganz andere Ziele als die 68er verfolgte.

Den Konservativen, die über die 68er schimpften, habe ich immer entgegen gehalten, dass ehrliche 68er es in der BRD nicht weiter brachten als bis zu mittlerweile pensionierten Lehrern.
Die "Zersetzung" von Seiten der 68er ist meines Erachtens dadurch gekommen, dass viele ihrer Kader ihre Ziele gänzlich aufgegeben haben und nun heute die Positionen vertreten, gegen die sie einst demonstriert haben.

Ich halte die auch für wichtig. Viele die sich jetzt darüber mokieren, wären ohne sie doch gar nicht dort wo sie jetzt sind. Der Demokratie hat es bis in die 90er gut getan. Seit dem geht es aber den Bach runter, was aber nicht den 68ern anzukreiden ist, sondern dem Wirtschaftssystem. Die offenen Lobbyzuarbeit wie wir sie jetzt verstärkt erleben, wird die Republik verändern. Und das muß nicht unbedingt schlecht sein. Wirklich ausbaden tuen es aber die noch ärmeren Länder. Das sollte jedem bewusst sein. Daran ändern wird sich so schnell nichts und viele werden noch über den Jordan gehen für unsere Bequemlich- und Annehmlichkeiten.

Elfer
25.01.2010, 21:14
... Der Demokratie hat es bis in die 90er gut getan. Seit dem geht es aber den Bach runter, was aber nicht den 68ern anzukreiden ist, sondern dem Wirtschaftssystem. ...

Wo wären wir nur ohne Wiedervereinigung? Ich glaube, dass der politische Widerstand oder die politische Äußerung einer breiten Masse bis Anfang der 90er noch ganz gut funktioniert hat und danach einfach nur eine Ansammlung von Absurditäten geworden ist.

otix_
25.01.2010, 21:19
Wo wären wir nur ohne Wiedervereinigung? Ich glaube, dass der politische Widerstand oder die politische Äußerung einer breiten Masse bis Anfang der 90er noch ganz gut funktioniert hat und danach einfach nur eine Ansammlung von Absurditäten geworden ist.

Gute Frage, die fast nur philosophisch beantwortet werden kann. Wo wären die hiesigen Angestellten, wenn der Ostblock nicht zusammengebrochen wäre. Würde sich ein Facharbeiter immer noch nach ein paar Jahren ein Eigenheim leisten können? Heutzutage ist das schon fast völlig abwegig.

Sebastian Hauk
25.01.2010, 21:23
Hallo,

die deutsche Wiedervereinigung war auch so etwas wie die europäische Wiedervereinigung. Es standen sich in Europa zwei Blöcke gegenüber und wenn es Krieg gegeben hätte, dann hätte es Europa sehr schlimm getroffen.

Elfer
25.01.2010, 21:42
Gute Frage, die fast nur philosophisch beantwortet werden kann. Wo wären die hiesigen Angestellten, wenn der Ostblock nicht zusammengebrochen wäre. Würde sich ein Facharbeiter immer noch nach ein paar Jahren ein Eigenheim leisten können? Heutzutage ist das schon fast völlig abwegig.

Alles philosophisch. Ich bin froh über die Wiedervereingung. Ich hasse immer noch die Vereinigungslüge, dass sie uns nichts kostet (auch wenn ich sie nie geglaubt habe, aber leider zu viele, die diese Lüge nicht quittiert haben).

Ich hasse aber auch das dumme Gefasel, in der DDR war alles... und wir würden uns gerne spalten, um neue Ufer zu erreichen.

Klar, erst auf Westkosten die Infrastruktur auf Vordermann bringen, dann abspringen und alles als eigene Leistung erkaufen (ganz nach altem Muster).

Ich war häufig in Ostdeutschland, zur Widervereingung war in in Berlin. Im Osten hat mich ne Frau angequatscht, die schon da wusste, dass alles schlechter werden wird.

Die oft beschworene Solidarität in der DDR ist eben auch keine dortige Erfindung. Ich erinnere mich an eine breite Solidarität in den 60ern und 70ern, auch noch in den 80ern. Komisch, dass es danach fast vorbei war.

Wir haben für den Westen produziert und hatten nichts davon (hab ich auch gehört). Nur, eben diese Produkte waren ich selten auch teuer. Waren sie ein Geschenk? Ich dachte, dass einen die unzähligen Pakete vieler Westverwandeten gewesen.
Hallo,

die deutsche Wiedervereinigung war auch so etwas wie die europäische Wiedervereinigung. Es standen sich in Europa zwei Blöcke gegenüber und wenn es Krieg gegeben hätte, dann hätte es Europa sehr schlimm getroffen.

So ist es.

deserd
25.01.2010, 22:01
Ich halte die auch für wichtig.
.....
Gut, die kurzfristige Horizonterweiterung war eine gute Sache, war aber leider nur kurzfristig ....



Seit dem geht es aber den Bach runter, was aber nicht den 68ern anzukreiden ist, sondern dem Wirtschaftssystem. .....

Das würde so definitiv nicht unterschreiben.

Die größten Alpha-Tiere der 68er-Bewegung sind Teil des Polit-Mainstream geworden und haben eine krasse Repression bewirkt, also eigentlich ziemlich genau das, gegen dass sie eigentlich mal demonstriert haben.

Ich kann das nicht einfach gut finden. -- Und leider ist der Liberalistische Stream, den sie mit eingestrickt haben, definitiv sowas von demokratiezersetzend entwaffnend und die angebotene politische Partizipation ist schlichtweg eine intelligente Verarschung.

Insofern führt die 68er zu einem Elite-Staat, wie er zuletzt vor WW2 bestanden hat, allerdings mit einem Sozialraubbau, der sogar noch in die Zeit vor Bismarck geht.

(Ob und wie die Einführung der Kranken- und Sozialversicherungen unter Bismarck zu sehen und zu werten wären, das ist ein anderes Thema)

Das haben wir eben vor allem auch den 68er zuzuschlagen, und überhaupt akademischen Kreisen.

otix_
25.01.2010, 22:41
Die oft beschworene Solidarität in der DDR ist eben auch keine dortige Erfindung. Ich erinnere mich an eine breite Solidarität in den 60ern und 70ern, auch noch in den 80ern. Komisch, dass es danach fast vorbei war.



Davor lag D ja in Schutt und Asche. Einen Aufschwung daraus zu generieren war also keine Kunst.

Hellmann
26.01.2010, 09:07
Gibt es Gegenbeweise? Warum sollte die niedergehende DDR ehemaligen RAFlern sonst Unterschlupf bieten?
Ja, die Gegenbeweise gibt es längst. Ein Mitarbeiter der West-Dienste hat die ersten 68-er mit Brandsätzen und Waffen versorgt.

Das geschah im Rahmen der bekannten "Strategie der Spannungen", die auch für das Bologna-Attentat verantwortlich war. Danach waren die Zeitungen voll von Berichten über die schrecklichen Kommunisten, die nur unschuldige Leute umbringen wollten in ihrem Wahn.

Zentrum der ideologischen Aktivitäten war Frankfurt, wo sich die CIA-Zentrale befand, und der Umkreis bis Heidelberg (Ami-Stützpunkt!). Mit Stasi und DDR hat das also nichts zu tun, außer dass die DDR dann die Aussteiger aufgenommen hat. Ein rein humanitärer Akt.

Hellmann
26.01.2010, 09:21
Hier einer von den V-Leuten:
Peter Urbach (* 1941), genannt „S-Bahn-Peter”, war ein V-Mann und Agent Provocateur des Berliner Verfassungsschutzes in den späten 1960er Jahren. Er gab sich als hilfsbereiter, politisch links stehender Handwerker aus und führte Arbeiten in linken Wohngemeinschaften wie der Kommune I durch. Auf diese Weise verschaffte er sich das Vertrauen von führenden Mitgliedern der damaligen Studentenbewegung, darunter Dieter Kunzelmann, Fritz Teufel und Rainer Langhans. Urbach spielte eine vielfach kritisierte Rolle als Lieferant von illegalen Materialien für sich radikalisierende Teile dieser Bewegung, aus denen auch die Gründungsmitglieder der Rote Armee Fraktion und der Bewegung 2. Juni hervorgingen. Er lieferte nachweislich Molotow-Cocktails, Bomben und mindestens eine Schusswaffe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach

Oder der hier:
Eine Vorstufe des „Zentralrats der umherschweifenden Haschrebellen“ entwickelte sich aus einem Kommuneexperiment in der Wielandstraße in Berlin-Charlottenburg heraus. Hauptmieter der betreffenden Wohnung war der Rechtsanwalt Otto Schily. Die als "Wielandkommune" bekannt gewordene Gruppe von bis zu 20 Personen, der unter anderem Georg von Rauch und Michael Baumann angehörten, praktizierte dabei nach dem Vorbild der Kommune I einen bewusst antibürgerlichen Lebensstil, wobei man sich als Avantgarde einer grundlegenden gesellschaftlichen Veränderung begriff. Drogen und sexuelle Experimente waren an der Tagesordnung; den Lebensunterhalt erwarb man durch den Druck und Verkauf primär sozialistischer Klassiker und routinemäßigen Ladendiebstahl in Supermärkten ("proletarischer Einkauf").
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_umherschweifenden_Haschrebellen

Die Geschichte mit dem Erwerb des Lebensunterhalt durch den Verkauf sozialistischer Schriften und durch Ladendiebstahl ist natürlich Unsinn. Dann könnten wir ja auch alle von sowas leben und uns noch teure Drogen leisten. :D

Auch die Geschichte von Joschkas Bücherdiebstählen und Weiterverkäufen an Studenten ist so eine Tarngeschichte. Jeder blöde Detektiv würde den ja in einer Woche geschnappt haben für eine Prämie von 1000 Mark. Und es soll ja noch jeder gewusst haben, also mal ein paar Tage beschatten, fotographieren und schon kommt die Polizei.

In Wirklichkeit ist da Geld geflossen und die Büchergeschichte war ein ideales Mittel, um politisch interessante und bedürftige Studenten zu kontaktieren: ich hab da grad ein Buch für Dich, nagelneu zum halben Preis...

Elfer
26.01.2010, 10:23
Davor lag D ja in Schutt und Asche. Einen Aufschwung daraus zu generieren war also keine Kunst.

Nicht Aufschwung, Solidarität! Der Aufschwung war in den 60er und 70er ja schon fast wieder auf dem Rückzug.

Was den Aufschwung angeht, so war dieser nicht imt internationaler Unterstützung möglich. Er war aber auch eine Kraftanstrengung der Menschen in diesem Land.

Elfer
26.01.2010, 10:38
Ja, die Gegenbeweise gibt es längst. Ein Mitarbeiter der West-Dienste hat die ersten 68-er mit Brandsätzen und Waffen versorgt.

Das geschah im Rahmen der bekannten "Strategie der Spannungen", die auch für das Bologna-Attentat verantwortlich war. Danach waren die Zeitungen voll von Berichten über die schrecklichen Kommunisten, die nur unschuldige Leute umbringen wollten in ihrem Wahn.

Zentrum der ideologischen Aktivitäten war Frankfurt, wo sich die CIA-Zentrale befand, und der Umkreis bis Heidelberg (Ami-Stützpunkt!). Mit Stasi und DDR hat das also nichts zu tun, außer dass die DDR dann die Aussteiger aufgenommen hat. Ein rein humanitärer Akt.

Nein klar, natürlich nicht die DDR oder Moskau. Ich vergaß die CIA, die seit 1947 alle Geschicke dieser Welt lenkt und zu verantworten hat.

Ein Mitarbeiter der West-Dienst, nicht die West-Dienste und alles was sonst bekannt ist und nichts mit CIA & Co zu tun hat, ist gelogen.

Was Du hier als Beweis anbringst ist nicht belegt, noch weniger mögliche Zusammenhänge.

Wer führte demnach alle weiteren Attentate und Morde aus? Es gibt einige, hinter denen man die Strategie der Spannung vermutet. Vermutet! Die RAF will es nicht gewesen sein. OK, sie hat sich sonst regelmäßig bekannt. Waren es vielleicht Splittergruppen oder Emporkömmlinge, die sich anbiedern wollten?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass Du vollkommen kritikfrei eine Politik heroisierst, die an sich selber zugrunde gegangen ist.

Nich talles, was in diesem Land läuft und gelaufen ist, ist gut. Das meiste, was in der DDR und dem restlichen Warschauer Pakt gelaufen ist, was menschenverachtend und verbrecherisch. Was hatte das mit einer Politik für Menschen zu tun?

Ich muss mir mein Vaterland und das Leben hier zumindest nicht schönreden. Wer seine Möglichkeiten nicht nutzt, bekommt immer noch die Möglichkeit in die Hand zu beißen, die ihn füttert. In Moskau oder adneren Orten hinter´m Vorhang hätte man ihm alle Zähne ohne Betäubung gezogen, um ihn danach zu töten.

Hellmann
26.01.2010, 11:18
Das ist alles längst bekannt:
Die Strategie der Spannung (nachrichtendienstlicher bzw. politischer Begriff, vom ital. strategia della tensione) ist ein Oberbegriff für einen Komplex aus verdeckten Maßnahmen zur Destabilisierung oder Verunsicherung von Bevölkerungsteilen, einer Region oder eines Staates durch Mitglieder einer nationalen bzw. global agierenden Elite. Die Werkzeuge sind illegale, meist gewaltsame Mittel wie Terroranschläge, Morde, Entführungen, paramilitärische Operationen, ferner psychologische Kriegführung und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, außerdem das Schüren von Unruhen und die zielgerichtete Eskalation von ursprünglich gewaltlosen Konflikten durch Agent Provocateurs. Diese werden typischerweise unter falscher Flagge und in Kombination mit der Verbreitung von Falschinformationen angewendet, um die Urheberschaft einem Dritten anzulasten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung

Nur noch nicht jedem, weil manche sich ja auch was vormachen wollen.
Zahlreiche Terroranschläge der 1970er und 1980er Jahre wurden von rechtsgerichteten geheimdienstnahen Kräften begangen und von offizieller Seite der extremen Linken zugerechnet. Das damit angestrebte und auch teilweise erreichte Ziel war die Diskreditierung der gesamten politischen Linken, speziell der Kommunistischen Partei Italiens.
In Westdeutschland hat man den Popanz der RAF aufgebaut und einige wichtige Leute liquidiert, wozu dann irgendwelche Bekennerbrieflein aufgetaucht sind von der Glaubwürdigkeit der Bin-Laden-Videos.

Es ändert sich hier halt nichts.
Peter Urbach, ein V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes, lieferte Ende der 1960er Jahre Molotowcocktails, Bomben und Waffen an Personen aus der Berliner APO, die später zu den Gründungsmitgliedern der Rote Armee Fraktion (RAF) gehörten. In diesem Zusammenhang wurde spekuliert, ob die Behörden das Abgleiten von Teilen der Studentenbewegung in den Terrorismus bewusst förderten, um damit die Bewegung als Ganzes zu diskreditieren.

Die erste illegale Waffe des RAF-Mitgründers Horst Mahler, eine Browning-Pistole, stammte von einem Mitarbeiter des West-Berliner Verfassungsschutzes1975 fanden in den Städten Hamburg (13. September 1975), Nürnberg (6. Oktober 1975), Köln (12. November 1975) und Bremen (Dezember 1975) Bombenanschläge auf die Hauptbahnhöfe statt, deren Urheberschaft nie geklärt wurde. Die RAF und die Revolutionären Zellen distanzierten sich ausdrücklich in offenen Briefen von den Anschlägen und benannten staatliche Stellen als die eigentlich Verantwortlichen.

Elfer
26.01.2010, 19:00
Sag einmal Herr Hellmann bist Du nur engstirnig oder gar verbohrt?


Das ist alles längst bekannt:
Zitat:
Die Strategie der Spannung …


Ich habe mich genau darauf bezogen. Wundere mich nur, dass Du als Globalkritiker, dich gerade auf Wikipediga berufst.


Nur noch nicht jedem, weil manche sich ja auch was vormachen wollen.
Zitat:
Zahlreiche Terroranschläge der 1970er und 1980er Jahre wurden von rechtsgerichteten geheimdienstnahen Kräften begangen und von offizieller Seite der extremen Linken zugerechnet. ….
In Westdeutschland hat man den Popanz der RAF aufgebaut und einige wichtige Leute liquidiert, wozu dann irgendwelche Bekennerbrieflein aufgetaucht sind von der Glaubwürdigkeit der Bin-Laden-Videos.


Das diese Anschläge von Regierungsseite ausgeführt oder beauftragt worden sind, ist eine Vermutung (auch hier hilft wiki, es sei denn, man liest es nur, wenn es einem in den Kram passt).

Natürlich sind die Al-Quaida Videos nur ein Fake. Ein Produkt der CIA und der westlichen Kriegspropaganda.


Es ändert sich hier halt nichts.
Zitat:
Peter Urbach, ein V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes, lieferte Ende der 1960er Jahre Molotowcocktails, Bomben und Waffen an Personen aus der Berliner APO, die später zu den Gründungsmitgliedern der Rote Armee Fraktion (RAF) gehörten. In diesem Zusammenhang wurde spekuliert, ob die Behörden das Abgleiten von Teilen der Studentenbewegung in den Terrorismus bewusst förderten, um damit die Bewegung als Ganzes zu diskreditieren.

….


Nein, es änderst sich nichts. In Deinen Wunschdiktaturen dürfen die Menschen nicht atmen und Du darfst hier die Luft verpesten. Das allerdings war schn zu Zeiten des Eisernern Vorhangs so. Du bist wahrscheinlich dort stehen geblieben. Besonders in der freien Welt klagten die, die jene totalitäre Welt propagandierten. Dabei beklagten sie gerne die angebliche Unfreiheiten, während in ihrem Utopie die Menschen für ihre Meinung starben.

Du argumentierst mit Geschehnissen aus den 70er Jahren und willst damit belegen, dass sich nichts ändert?!!!!!

Mal auf Deine Bücher bezogen, welche Auflage und welchen Stand haben sie denn? Warum sollte ich für überholte Weisheiten auch noch Geld ausgeben? Nur um den Nicht-Real-Existierenden-Kommu-Sozialismus zu finanzieren?

Es wäre gut, wenn Du in der Realität oder überhaupt in der Gegenwart ankommen würdest.

Du versuchst die Unterstützung der RAF durch die DDR oder Moskau dadurch u belegen, dass ein West-Geheimdienstler, noch vor Grüdnu8ng der RAF, diese unterstützt hat.
Kann das nicht auch ein Beleg für die frühe Unterstützung aus dem Ostblock sein?

Dann suggerierst du, dass damit der gesamte Terror auf Westkosten geht. Zumind4st hälst du dich da gänzlich heraus um Deine Propaganda wirken zu lassen. Das klappt bei dummen Schäfchen, sonst aber auch nicht.

Du sprichst eine Zeit vor der Gründung der RAF an und vergisst dabei die folgenden Generationen. Schau in Wikipedia nach und Deine Quelle wird Dir belegen, wie die DDR und Moskau die RAF und vermutlich andere unterstützt hat.

Ich habe gerade das Bild der Witwe Honecker vor Augen, wie sie im erlauchtern Kreis der Dummen den Geburtstag der DDR feiert, im Exil. Diese dummen Worte solltest Du einmal in aller Muße hören,, damit Du erkennst, welcher Utopie und Ignoranz der Realität Du hinterher rennst.

Du willst mir die Welt erklären, wo Deine Sicht auf einen mickrigen, kleinen Fleck fokusiert ist?

Du kannst es nicht leugnen. Deutschland war ich nur für die CIA interessant. Es litt unter Moskau und damit auch unter Ost-Berlin. Nach Hitler waren die Kommunisten die größte Plage des 20. Jahrhunderts. Ihr Untergang – und hoffentlich gibt auch China bald auf – war nach dem Tod Hitlers der größte weltpolitische Fortschritt.

Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass Du ein Hetzer und Rattenfänger bist. Du hast keine Argumente, da Du nur selektierst, polarisierst und propagierst. Du redest schlechter als jeder Despotenscherge.

deserd
26.01.2010, 19:24
Das ist meist schon gut, was Hellmann so alles rausanalysiert.

Wer das weis, und ich denke, das sind nicht so viele, denjenigen arbeitet Hellmann ein Thema gut auf, nicht nur mit wiki-Einträgen - wobei auch ich dazusagen muß, dass man durch Wikipedia oft nicht alles Thema findet, weil nicht Artikel verlinkt sind.

Das ist mir schon oft aufgefallen.

Diese Arbeit an sich ist schon gut und hat Wert.

btw Elfer, woher nimmst du denn die Sicherheit, dass al-quaida Videos gefakt sind ?
Das ist doch eine Annahme - oder hast du irgendwelche Quellen?

- Und ab und zu haben wir auch Ideen, die wir hier schreiben. Hellmann auch. - und diesbezüglich habe ich von dir auch noch nichts "Handfestes" gelesen, aber jede Menge "a ja, das ist doch klar, und so lala, und ich würde das ganz anders machen (aber wie?) ...."

Elfer
26.01.2010, 19:50
Das ist meist schon gut, was Hellmann so alles rausanalysiert.


Meinst Du, für ich ist bisher kaum mehr als schlichte Propaganda, die gegen den Klassenfeind formuliert, beim Klassenfeind versilbert wird.


Wer das weis, und ich denke, das sind nicht so viele, denjenigen arbeitet Hellmann ein Thema gut auf, nicht nur mit wiki-Einträgen - wobei auch ich dazusagen muß, dass man durch Wikipedia oft nicht alles Thema findet, weil nicht Artikel verlinkt sind.


Was muss einem da auffallen? Er kann nicht den einen Beitrag selektiv für seine vorgefertigte Meinung nutzen und die nächsten ignorieren. Was hat das mit Analyse zu tun. Ich befasse mich mit Analyse, bei Herrn Hellmann ist davon nichts vorhanden. Propaganda und Analyse sind unvereinbar.



Das ist mir schon oft aufgefallen.

Diese Arbeit an sich ist schon gut und hat Wert.


Was ist dir aufgefallen? Das es berechtigte Kritik an den Beiträgen des Herrn Hellman gegeben hat? Wird wohl seinen Grund haben. Was sollte Dir sonst aufgefallen sein?

Ich sehe weder gute noch wertvolle Arbeit. Er belegt nur, was er auch will und setzt sich nicht mit den Fakten auseinander. Er leugnet die Fakten gar.


btw Elfer, woher nimmst du denn die Sicherheit, dass al-quaida Videos gefakt sind ?
Das ist doch eine Annahme - oder hast du irgendwelche Quellen?



Ich frage mich auch, wen man liquidiert hat. Meint Hellmann die, die man in Notwehr erschossen hat oder meint Hellmann, dass Terroristen zuerst schießen dürfen?

Was für eine verlogene Scheiße ist das denn? So ein Mist soll analytisch und wertvoll sein?

Hellmann du bist ein Menschenverachter, mehr nicht!!! So eine totalitäre Selbstgefälligkeit kotzt an.

Das ist alles längst bekannt:
In Westdeutschland hat man den Popanz der RAF aufgebaut und einige wichtige Leute liquidiert, wozu dann irgendwelche Bekennerbrieflein aufgetaucht sind von der Glaubwürdigkeit der Bin-Laden-Videos.


Was ist nun mit El-Quaida? Die Quellen muss Hellmann haben, nicht ich.



- Und ab und zu haben wir auch Ideen, die wir hier schreiben. Hellmann auch. - und diesbezüglich habe ich von dir auch noch nichts "Handfestes" gelesen, aber jede Menge "a ja, das ist doch klar, und so lala, und ich würde das ganz anders machen (aber wie?) ...."

Liegt vielleicht daran, dass bewusst Passagen ignoriert und Quellen überlesen werden. Ich bin bisher auf jeden Beitrag konkret und nicht mit dumpfer Propaganda eingegangen.

Ist natürlich einfach, wenn man zerpflückt und verdreht, Lügen in den Mund legt und…

Stell mir ne Frage und gut ist, dann kriegste auch ne Antwort. Bei den V-Männern sind doch auch alle ins behaupten gekommen und konnten nichts widerlegen. Allein ein Angebot diesen Mythos mal zu erklären wurde ignoriert. Warum wohl?

Hier war ich zumindest klarer als Hellmann. Was mich nicht interessiert sind die merkwürdigen Beurteilungen meiner Beiträge. Aber das ist ein anderes Thema.

Hellmann
26.01.2010, 21:25
Was ist nun mit El-Quaida? Die Quellen muss Hellmann haben, nicht ich.
Die Al_CIAda ist eine Medieninszenierung. Was jeder sofort merken müsste, der nicht völlig verblendet ist.
Lange ist bekannt, dass Al Kaida eine Dachmarke zur Verbreitung von Angst und Schrecken unter Kontrolle von CIA, MI6 und Mossad ist. Wenn westliche Massenmedien wie gleichgeschaltet versuchen, mit “Al Kaida” Kriegsstimmung in der Bevölkerung zu erzeugen, dann sollte jedem sofort klar sein, dass da ein oberfauler Hund begraben ist. Derzeit versuchen die Massenmedien die Bevölkerung der westlichen Welt mit Angstmache vor der Dachmarke “Al Kaida” auf einen Krieg der USA im Jemen einzustimmen. Dabei führen die USA längst Krieg im Jemen, allerdings nicht gegen Al Kaida, sondern gegen die schiitischen Houthis, deren strikter Antiamerikanismus den USA und ihren Lakaien auf der arabischen Halbinsel seit Jahren ein Dorn im Auge ist.
http://www.mein-parteibuch.com/blog/2010/01/03/wie-viele-al-kaida-kaempfer-gibt-es-im-jemen/

Aber unlängst sind ja sogar ganz frische Bilder von Bin Laden in unseren Medien aufgetaucht. Der muss sich in einem Jungbrunnen versteckt halten. Bin Laden war ein von den Amis gegen Russland aufgebauter Terroristenchef in Afghanistan. Hatte große gesundheittliche Probleme und kurz vor dem 11.9.2001 in einem Krankenhaus noch einen CIA-Residenten getroffen. Das suche ich jetzt aber nicht noch in Quellen zusammen, nur um mich beschimpfen zu lassen.
Mit Trainingsbildern von mit Uralt-Schießprügeln bewaffneten angeblichen Al-Kaida-Kämpfern versuchen die westlichen Medien trotzdem die angebliche Al-Kaida-Gefahr in die Köpfe der Leute zu hämmern. Verschwiegen wird, dass die männliche Bevölkerung im Jemen grundsätzlich Waffen trägt. Wüsste man das, würden die Bilder der angeblichen Al-Kaida-Leute wie ein Theater-Zirkus aussehen, wo Zuschauer noch eben ein Photo als Andenken machen. Wer sich im Vergleich dazu mal ein paar Videos von Houthis anschaut, erkennt schnell, wie lächerlich die angeblichen Bilder von Al Kaida dagegen sind. Wohlweißlich verschwiegen wird beim Märchen von der Al-Kaida-Gefahr im Jemen natürlich auch, dass Al Kaida im Jemen Seite an Seite mit der jemenitischen Regierung und den USA gegen die Houthis kämpft, denn wäre das bekannt, würden die Leute für die Kriegspropaganda der westlichen Medien vermutlich auch in Deutschland allenfalls noch ein mitleidiges Lächeln übrig haben.
Wer sich das in den Kopf hämmern lässt, beschimpft natürlich jeden, der ihm mal etwas Frischluft in die Birne pusten möchte. Ich muss Dich nicht überzeugen Elfer. Aber so, wie Du drauf bist, solltest Du besser mit begeisterten Lesern der Massenmedien diskutieren, statt mit uns hier. Dich überzeugen wir nicht und Du überzeugst uns nicht.

Britta
26.01.2010, 22:11
Du argumentierst mit Geschehnissen aus den 70er Jahren und willst damit belegen, dass sich nichts ändert?!!!!!

Natürlich hat sich was geändert. Damals war es die RAF und heute heissen die AlQuaida. :kopfkratz:

otix_
27.01.2010, 07:42
Nicht Aufschwung, Solidarität! Der Aufschwung war in den 60er und 70er ja schon fast wieder auf dem Rückzug.

Was den Aufschwung angeht, so war dieser nicht imt internationaler Unterstützung möglich. Er war aber auch eine Kraftanstrengung der Menschen in diesem Land.

Gut möglich, dass der Aufschwung schon vorbei war, kann ich nicht so beurteilen. Zur Solidarität wurde ja mindestes eine Generation durch Kriegs und Aufbaujahre, fast schon gezwungen.


Er war aber auch eine Kraftanstrengung der Menschen in diesem Land.

Auf jeden Fall. Man möge daran auch denken, wenn es hier irgendwann wieder besser läuft, - also nach Überwindung des derzeitigen geistig-politischen Regimes -, dass es vor allem die armen Leute sind, die mit ihren Entbehrungen dazu beigetragen haben. :)

Beverly
27.01.2010, 07:47
(...)Ansonsten waren die 68er (trotz Fremdsteuereung) ehrlicher als dieser Widerstand der Verlogenen seit den 90ern.

Da hat es seit den 1980ern angefangen mit Ronald Reagan und Margaret Thatcher die Neoliberalen und Neocons gegeben. Als Frontmann des religiösen Fundamentalismus agierte von 1980 bis 1989 der Ayatollah Chomeini. Bei den Grünen machte sich der Arbeitskreis Realpolitik um Joschka Fischer auf, die Partei umzukrempeln. 1982 ff. wollte der Helmut Kohl in Deutschland die geistig-moralische Wende. Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus wurden die "89er" als konservative Antwort auf die "68er" aus der Taufe gehoben.
Diese Gestalten haben in den letzten 30 Jahren aus der Welt das gemacht, was Franz Josef Strauß der sozialliberalen Bundesregierung in den 1970ern vorgeworfen hat: einen Saustall ohnegleichen! Klar, dass da Sündenböcke und Schuldige für das eigene Versagen her müssen. Die 68er halt!
Bezeichnenderweise geht die eine ehrliche Kritik eines Konservativen an den 68ern so: Um ihre Ziele - Sozialismus - zu erreichen, hätten die 68er mit Gewalt die Macht an sich reißen müssen! Alternativ dazu meinte er, der Staat hätte die 68er mit Gewalt niederschlagen müssen. Wie auch immer - klare Verhältnisse und angesichts des entsetzlichen PolCor-Geschwurbels ("Auschwitz-Gedenktag" bis die nächste Generation Antisemiten erfolgreich gezüchtet wird) kann ich ihn sogar verstehen.
Der "Marsch durch die Institutionen", den sie stattdessen angetreten haben, ist auf ganzer Linie gescheitert. Sie haben sich nur zu Geburtshelfern eines entsetzlichen, degenerierten Wohlstandstotalitarismus gemacht.