Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Medienkampagne gegen die Linkspartei


Hellmann
21.01.2010, 22:52
Die Massenmedien ahben in den letzten Wochen pausenlos einen Streit in der Linkspartei thematisiert, zwischen angeblichen Fundamentalisten und angeblichen Pragmatikern.

Die angeblichen Fundamentalisten sind Lafontaine und Gysi und werden entsprechend heruntergeschrieben. Pragmatiker ist ein gewisser Bartsch, dem alle Sympathie der kapitalistischen Lügenpresse gilt. Beispielhaft das Geswchmiere der Süddeutschen Zeitung:
Es geht in der Linken seit einigen Jahren nur noch um Prozente, zumindest in der Parteispitze. Der
Erfolg hat trunken gemacht. Und vor allem die Gier nach mehr geweckt...
...An der Spitze stritten Realitätsverweigerer Oskar Lafontaine und Pragmatiker Dietmar Bartsch um
den richtigen Weg. Gewonnen hat jetzt erst mal Lafontaine. Bartsch wird nicht wieder antreten als
Bundesgeschäftsführer.
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/100121_Druckvorlage_neoliberale_Strategie.pdf

Der Link oben führt zu dem pdf der Nachdenkseiten, in dem die Sache einmal gründlich zusammengefasst wird. Es ist sicher beispielhaft, wie hier die einzige noch scheinbar funktionsfähige parlamentarische Oppositionspartei aufgedröselt wird. Wir werden die nächsten Monate den Strang ergänzen können mit dem Fortgang der Kampagne. Hier nur noch ein Zitat eines Thomas Schmid in der Welt vom 16. Januar, der Kerl war mal ein Frankfurter Linker:
So einen wie ihn hatte die PDS und dann die Linkspartei nicht ein zweites Mal: Dietmar Bartsch ist
ein Unikat. Wohl gibt es den schlauen, mit allen Wassern aggressiver Rhetorik gewaschenen Gregor
Gysi: einen Mann, den man vorzeigen, den man in Redeschlachten schicken kann. Und doch war immer
zu erkennen, dass Gysi ein Narziss blieb, ein auf den Effekt orientierter Politiker der Oberfläche,
der Show. Und daneben den grüblerischen Lothar Bisky, der - obgleich Intellektueller - auf seine
Weise die proletarische Tradition der DDR verkörperte: Er war und ist einer, bei dem es denen, die
um die DDR trauern, wohl warm ums Herz wird.

Und weil der gute Bisky wohl auch zu denen gehört, bei denen es den Redakteuren des Springerkonzerns warm ums Herz wird, darf der Soldschreiber Schmid hier sogar unser Mitgefühl für einen von der Linkspartei strapazieren...

Hellmann
21.01.2010, 23:06
Der Gipfel ist dann der Kommentar von Prof. Ernst Elitz in der Bild:
Oskar Lafontaine ist ein Parteizerstörer. ...
http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2010/01/16/kommentar.html#%23

So einer macht in diesem System Karriere und war Intendant des Deutschlandradios. Angefangen hat Elitz als Student bei RIAS Berlin. RIAS heißt Radio Im Amerikanischen Sektor und war mehr oder weniger, eher mehr, eine Veranstaltung der CIA. Wer sich da engagieren wollte, konnte später in seiner beruflichen Laufbahn mit wohlwollender Förderung rechnen. Nur grausen darf jemand sich da vor nichts.

oloool
21.01.2010, 23:25
Das ist typisches Parteien-Politikgeschäft.
Die Medien machen da mit. Der Zuschauer soll schließlich den Eindruck haben, hier wäre was großes in Bewegung: "Die machen das schon..." ;)

In letzter Zeit liest man auch immer öfter über "Sozialismus".
Man etabliert "ihn" längst auch schon..., zumindest im Format der DDR.


Die Partei "Die Linke" in Persona Gysi hat freilich auch den israelischen
Zionismus als kritiklos anerkannt. Ihre Vertreter hetzen hier und da, was das Zeug hält. Brisanten Themen begegnen sie lieber mit Nebelbomben.

Das dunkle Rot war einst das Grün..., war einst etwas Gelb.
Die machen alle den gleichen Mist.

:kopfkratz:

deserd
22.01.2010, 00:03
Das wundert überhaupt nicht und klingt alles relativ schlüssig.

Die Linkspartei wird auf jeden Fall weiter in die Mitte oder Rechts erodieren.- Also, das machen sie schon auch selbst. Das hat sich ja in Berlin auch schon gezeigt.

Übrigens gibt es wahrscheinlich auch mehrere Linke-Aktivisten, die jetzt schon krass neoliberal sind - zumindest einen kenne ich, der war mal mein Chef ..... - und der ist bestimmt nicht er einzige Neoliberale bei denen ... ich hab ja leider noch mit dem zu tun, von "Links" ist bei dem nicht die geringste Rede, denn das, was er auf seinen Funktionärstreffen hochhält, ist das Ideal von "Liberal", damit man keine Steuern zahlen muss .... also nicht, dass du dich wunderst ....

deserd
22.01.2010, 00:10
Der Gipfel ist dann der Kommentar von Prof. Ernst Elitz in der Bild:

http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2010/01/16/kommentar.html#%23

So einer macht in diesem System Karriere und war Intendant des Deutschlandradios. Angefangen hat Elitz als Student bei RIAS Berlin. RIAS heißt Radio Im Amerikanischen Sektor und war mehr oder weniger, eher mehr, eine Veranstaltung der CIA. Wer sich da engagieren wollte, konnte später in seiner beruflichen Laufbahn mit wohlwollender Förderung rechnen. Nur grausen darf jemand sich da vor nichts.

Lafontaine ist überlängst als Parteizerstörer verschrieen, nicht nur bei Bild, sondern in der gesamten Medienöffentlichkeit und fast allen Parteien, die Linke mal ausgeschlossen. Das ist einhelliges deutsches Urteil. 'Populist' wäre dagegen fast schon ein Lob.

Elfer
22.01.2010, 00:12
Diese Partei demontiert sich selber. Dafür ist keine virtuelle kapitalistische Presse notwendig und es ist das Beste, was die Partei der Welt bieten kann.

Bei dem, was aus der Partei kommt ist es eine Schande, dass gerade ehemalige DDR-Bürger noch ein Kreuz neben ihrem Namen machen.

Mich kotzt diese andauernde Propaganda für ..... (Zensur :-)) ebenso an, wie die der ewig rechten.

deserd
22.01.2010, 00:20
Diese Partei demontiert sich selber. Dafür ist keine virtuelle kapitalistische Presse notwendig und es ist das Beste, was die Partei der Welt bieten kann.

Bei dem, was aus der Partei kommt ist es eine Schande, dass gerade ehemalige DDR-Bürger noch ein Kreuz neben ihrem Namen machen.

Mich kotzt diese andauernde Propaganda für ..... (Zensur :-)) ebenso an, die wie die der ewig rechten.

Nee, sorry, das stimmt soo nicht. - Keine Partei demontiert sich freiwillig selber.

Und ein Mutieren bzw Erodieren bzw transformieren nach Mitte, Neoliberal oder gar irgendwie Rechts ist überhaupt keine freiwillige Selbst-Demontage.

Sie sollte Ihre Beobachtungsgabe besser trainieren.

Elfer
22.01.2010, 00:28
Nee, sorry, das stimmt soo nicht. - Keine Partei demontiert sich freiwillig selber.

Und ein Mutieren bzw Erodieren bzw transformieren nach Mitte, Neoliberal oder gar irgendwie Rechts ist überhaupt keine freiwillige Selbst-Demontage.

Sie sollte Ihre Beobachtungsgabe besser trainieren.


Tja, warum macht diese Nachfolgepartei einer menschenverachtenden Einheitspartei dies dann? Vielleicht ist dies auch der Dienst an der Menschheit, den einige Parteigenossen als notwendig erkannt haben. Ich danke ihnen dafür.

"Sie sollte Ihre Beobachtungsgabe besser trainieren."

Würde bedeuten, die Linkspartei. Dann bräuchte ich es nicht weiter zu kommentieren.

Solllte es heißen "Sie sollte(n)...", wäre ich angesprochen. Da frage ich mich natürlich, wie Sie sich ein URteil über meine Beobachtungsgabe machen wollen. LIegt es daran, dass ich anderer Meinung bin. Dies wäre allerdings in der Tradition einiger demokratiefeindlichen DDR-Reste.

deserd
22.01.2010, 00:49
Tja, warum macht diese Nachfolgepartei einer menschenverachtenden Einheitspartei dies dann? Vielleicht ist dies auch der Dienst an der Menschheit, den einige Parteigenossen als notwendig erkannt haben. Ich danke ihnen dafür.

"Sie sollte Ihre Beobachtungsgabe besser trainieren."

Würde bedeuten, die Linkspartei. Dann bräuchte ich es nicht weiter zu kommentieren.

Solllte es heißen "Sie sollte(n)...", wäre ich angesprochen. Da frage ich mich natürlich, wie Sie sich ein URteil über meine Beobachtungsgabe machen wollen. LIegt es daran, dass ich anderer Meinung bin. Dies wäre allerdings in der Tradition einiger demokratiefeindlichen DDR-Reste.


Entschuldigung für meine unscharfe Beschreibung. Ich meinte natürlich die Ihre, wobei, auch der Linken könnte es hier und da nicht schaden.

Hellmann
22.01.2010, 14:28
Solllte es heißen "Sie sollte(n)...", wäre ich angesprochen. Da frage ich mich natürlich, wie Sie sich ein URteil über meine Beobachtungsgabe machen wollen. LIegt es daran, dass ich anderer Meinung bin. Dies wäre allerdings in der Tradition einiger demokratiefeindlichen DDR-Reste.
Wenn Sie meinen, dass die Linkspartei sich selber demontieren würde, dann muss etwas mit Ihrer Beobachtungsgabe nicht stimmen.

Tatsächlich ist es so, dass die kapitalistische Lügenpresse eine pausenlose Kampagne gegen die Linkspartei und dabei vor allem gegen Lafontaine fährt. Das ging ja bis so weit, dass dem Lafo ein Verhältnis mit der Wagenknecht vom Spiegel untergejubelt wurde, kurz bevor es sich dann herausgestellt hat, dass er sich operieren lassen muss.

Beherrscht etwa die Linkspartei die kapitalistischen Medienkonzerne und lässt sich selber dauernd niederschmieren?

Hellmann
22.01.2010, 14:34
Lafontaine ist überlängst als Parteizerstörer verschrieen, nicht nur bei Bild, sondern in der gesamten Medienöffentlichkeit und fast allen Parteien, die Linke mal ausgeschlossen. Das ist einhelliges deutsches Urteil. 'Populist' wäre dagegen fast schon ein Lob.
Das ist nur das Ergebnis einer zerstörerischen Medienkampagne und von der Sache her absoluter Blödsinn. Die SPD hat sich mit ihrer Agendapolitik selbst zerstört und Oskar ist damals rechtzeitig gegeangen. Daraus kann man ihm keinen Vorwurf machen.

Parteizerstörer sind Clement, Schröder, Steinmeier, Müntefering, Gabriel und Konsorten.

jovi
22.01.2010, 16:47
falsch gezählt ist halb gewählt:

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/nachzaehlung104.html

deserd
22.01.2010, 17:00
Das ist nur das Ergebnis einer zerstörerischen Medienkampagne und von der Sache her absoluter Blödsinn. Die SPD hat sich mit ihrer Agendapolitik selbst zerstört und Oskar ist damals rechtzeitig gegeangen. Daraus kann man ihm keinen Vorwurf machen.

Parteizerstörer sind Clement, Schröder, Steinmeier, Müntefering, Gabriel und Konsorten.

Wenn man die aktuellen Parteitage und Aussagen der führenden Chefs ernst nimmt, und das sollte man gefälligst tun, dann war die Parteizerstörung der SPD keine freiwillige, sondern eine unfreiwillige Transformation, die ausschließlich den Machtbegierden der Führungskader dienbar war.

Es wiederum anzumerken:

„Die SPD“, sagt der Chef, „ist keine Regierung im Wartestand.“ Sie wurde brutal abgewählt.

http://www.derwesten.de/nachrichten/...id2398586.html

Kaum selbstverschuldet in die dritte Reihe verwiesen, beginnen die teuflischen Engel ihr verlogenes Hundegeheul.

Nicht die Partei ist zerstört oder demontiert worden, sondern ihre derzeitige Wählbarkeit und die damit verbundene Machtausübung.

Die teuflischen Engel erhoffen, dass Schwarz-Gelb genau jenes selbstverschuldete Schicksal in 4 Jahren (oder gar schneller) ereilt, welches die SPD ins AUS transportiert hat

Aufmerksame Beobachter wissen aber, dass zumindest die CDU, gerade mit Merkel, wesentlich behutsamer in ungefähr der Art vorgeht, die Nahles heuchlerisch-verkürzt als "Haubentaucherin"-Art klassifiziert.

Es ist deutlich spürbar, dass auch in der CDU mit Merkel voran erkannt wird, dass deren Wählbarkeit, die vor allem in den noch bestehenden Rentnergenerationen-Polster der Partei besteht, dessen unweigerlich auch zunehmend beschleunigtes Abschmilzen natürlich an ihrer Substanz nagen, es somit sinnvollerweise plausibel machen glauben, "nach ganz neuen Wähler-Segmenten Ausschau zu halten" (Zitat Merkel ungefähr wörtlich in der Internet-Medien-Sphäre, die letzteren Tage)

Elfer
22.01.2010, 19:07
Nee, sorry, das stimmt soo nicht. - Keine Partei demontiert sich freiwillig selber.
...
Sie sollte Ihre Beobachtungsgabe besser trainieren.

Ich wollte mich noch einmal für den Guten Rat bedanken. Allerdings bin ich dahingehend irritiert, dass meine Beobachtungsgabe untrainiert scheint und ich diesbezüglich von jemandem darauf aufmerksam gemacht werde, er meinen Beitrag offensichtlich nicht wirklich gelesen hat.

Weder in der Intention, noch in Worten habe ich von einer freiwilligen Demontage gesprochen.

So gebe ich gerne und mit freundlichen Grüßen den guten Rat zurück und sehe mich darin bestätigt, dass meine Sinne noch ganz gut trainiert sind.

Wenn Sie meinen, dass die Linkspartei sich selber demontieren würde, dann muss etwas mit Ihrer Beobachtungsgabe nicht stimmen.

Tatsächlich ist es so, dass die kapitalistische Lügenpresse eine pausenlose Kampagne gegen die Linkspartei und dabei vor allem gegen Lafontaine fährt. Das ging ja bis so weit, dass dem Lafo ein Verhältnis mit der Wagenknecht vom Spiegel untergejubelt wurde, kurz bevor es sich dann herausgestellt hat, dass er sich operieren lassen muss.

Beherrscht etwa die Linkspartei die kapitalistischen Medienkonzerne und lässt sich selber dauernd niederschmieren?

Fast hätte ich ein Echo vermutet, aber dem geneigten Betrachter fällt auf, dass in diesem Beitrag nicht von Freiwilligkeit die Rede ist.
Somit werte ich das als neuen Beitrag, wenngleich die allgemeine Sorge um meine Sinne mich doch berührt.
Ich kann an dieser Stelle alle beruhigen. Sie sind gut trainiert, felxibel und wachsam. Darüber hinaus bevorzuge ich den langen Atem. Die Geschichte wird es zeigen, wenn man sie mit offenen Augen und Herzen und nicht mit Verblendung beobachtet.

Sicherlich ist mir auch der ewige Kampf gegen den Klassenfeind bekannt. Wäre bei diesem Kampf nicht alles das auf der Strecke geblieben, hätte sogar etwas aus ihm werden können. Doch welch bekannte Literatur hat dieses Trugbild so treffen dargestellt?

Sind es nicht die ewigen Bekämpfer des Klassenfeindes auch die, die in einem freiheiltichen System lebend, dieses als unfrei zu diffamieren?

Nein sicher, war die internationale Medienmafia, die jene menschenverachtende Politik, der SED-PDS-Linke-??? beendet hat. Unabhängig davon, dass dies Blödsinn sit, hätten sie doch viel Gutes damit getan.

oloool
22.01.2010, 19:27
Beherrscht etwa die Linkspartei die kapitalistischen Medienkonzerne und lässt sich selber dauernd niederschmieren?


Ja also irgendwie muss man den Leuten für die vielen Opfergaben auch mal "Action" bieten. Warum sollte man ausgerechnet die Linke aus der wöchentlichen Schlammschlacht heraushalten, für die doch extra die NPD etabliert wurde, damit die Leute sich fürchten und fetzen können?

:o

Hellmann
22.01.2010, 19:52
Nein sicher, war die internationale Medienmafia, die jene menschenverachtende Politik, der SED-PDS-Linke-??? beendet hat. Unabhängig davon, dass dies Blödsinn sit, hätten sie doch viel Gutes damit getan.
Da bitte ich doch, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass in der DDR nicht der Sozialismus an der Macht war, sondern zunächst einmal Stalin. Dass Stalin an der Macht war, war nicht das Werk der SED, sondern die hatten mit dessen Vorgaben und denen seiner Nachfolger zu leben.

Nun kann man sich ja darüber streiten, was die SED unter den bestehenden Bedingungen in all den Jahren bis 1989 umgesetzt hat. Es ist aber bei der Ausgangslage wenig sinnvoll, darüner zu rechten. Als verbrecherisch würde ich die Politik nur wegen der Mauer und der Stasi nicht bezeichnen.

Im Westen gibt es auch Mauern, zum Beispiel um die Villen der Reichen, und wenn ein armer Hund die Mauer übersteigt, kommt die Polizei und sperrt ihn ein. Wegen "Besitzstörung", wie das in Österreich treffend genannt wird. Als Kommunist finde ich diese Mauern um die Villen der Reichen und die Grundstücke am See auch ganz ungeheuerlich und menschenverachtend. Den Polizeieinsatz zum Schutz derartigen Sondereigentums auch.

Dass der Staat DDR zuletzt beendet wurde, gewaltfrei und mit Einsicht der Kader der SED, das hoffe ich für den Zusammenbruch des Kapitalismus auch, kann es mir aber nicht recht vorstellen. Jedenfalls war es nicht der Sozialismus, der beendet werden musste, sondern der Bolschewismus und Stalinismus, ein Ergebnis der angloamerikanischen Geopolitik. Es hatte damit begonnen, dass zum Ende des Ersten Weltkriegs in Russland mit Finanzhilfe und Waffenhilfe aus Deutschland, England und den USA die Bolschewisten in Russland ihre Diktatur errichten konnten, ihren "Marxismus".

Hellmann
22.01.2010, 19:55
Ja also irgendwie muss man den Leuten für die vielen Opfergaben auch mal "Action" bieten. Warum sollte man ausgerechnet die Linke aus der wöchentlichen Schlammschlacht heraushalten, für die doch extra die NPD etabliert wurde, damit die Leute sich fürchten und fetzen können?

:o
Klar, wer die kapitalistischen Medien noch ernst nimmt und seine Zeit damit vergeudet, ist selber schuld. ;)

Das ist alles ein Affentheater und beim "Kampf gegen Rechts" haut es einem nicht weniger den Vogel raus.

Elfer
22.01.2010, 20:29
Hut ab für eine fast entfesselte Propaganda.

Da bitte ich doch, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass in der DDR nicht der Sozialismus an der Macht war, sondern zunächst einmal Stalin. Dass Stalin an der Macht war, war nicht das Werk der SED, sondern die hatten mit dessen Vorgaben und denen seiner Nachfolger zu leben.


Ein durchgängiger Stalinismus bis 1989, keine Chance den behaupteten realen Sozialismus zu manifestieren und etablieren? Eine Lüge um die eigene Unfähigkeit zu rechtfertigen.

Irgendwo finden sich im Kommunismus und Sozialismus doch gemeinsame Wurzeln. Alles ist irgendwie und irgendwo miteinander vernetzt und das Kind bekommt nur einen eigenen Namen. Kommunismus, Sozialismus, Neostalinismus, Antiimperialismus, Reformkommunismus, Eurokommunismus, Realsozialismus, Marxismus, Leninismus, Neomarxismus, Maoismus, Trotzkismus, Marxismus-Leninismus…..

Benenne mir ein Land, eine Gesellschaft des vorgenannten, wo die Menschen frei und selbstbestimmt leben konnten und nicht zu ihrem „Glück“ gezwungen werden mussten.

Klar, war nötig, weil der Klassenfeind ja immer mit der Flöte vor der Tür stand.


Nun kann man sich ja darüber streiten, was die SED unter den bestehenden Bedingungen in all den Jahren bis 1989 umgesetzt hat. Es ist aber bei der Ausgangslage wenig sinnvoll, darüner zu rechten. Als verbrecherisch würde ich die Politik nur wegen der Mauer und der Stasi nicht bezeichnen.


Nein, weil sie durch und durch korrumpiert war. Natürlich streng sozialistisch. Die Menschen konnten über Jahrzehnte nicht frei leben, was kann menschenverachtender sein, wenn Menschen wie Vieh gehalten werden? Was war zum Wohle der Menschen? Eine nicht funktionierende Planwirtschaft, eine faule Vollbeschäftigung und all die anderen Lügen?


Im Westen gibt es auch Mauern, zum Beispiel um die Villen der Reichen, und wenn ein armer Hund die Mauer übersteigt, kommt die Polizei und sperrt ihn ein. Wegen "Besitzstörung", wie das in Österreich treffend genannt wird. Als Kommunist finde ich diese Mauern um die Villen der Reichen und die Grundstücke am See auch ganz ungeheuerlich und menschenverachtend. Den Polizeieinsatz zum Schutz derartigen Sondereigentums auch.


Um Osten sind die Mauern überall, um die Menschen, die Datschen der Funktionäre und Günstlinge. Dringst du dort ein, wirst du als politischer Verbrecher eingekerkert.
Im Westen schmeißt man dich raus und wenn du ganz viel Pech hast, gibt´s ´ne Anzeige. Das Loch und Folter bleibt dir erspart, die ist nämlich im Westen verboten.


Dass der Staat DDR zuletzt beendet wurde, gewaltfrei und mit Einsicht der Kader der SED, das hoffe ich für den Zusammenbruch des Kapitalismus auch, kann es mir aber nicht recht vorstellen. Jedenfalls war es nicht der Sozialismus, der beendet werden musste, sondern der Bolschewismus und Stalinismus, ein Ergebnis der angloamerikanischen Geopolitik. Es hatte damit begonnen, dass zum Ende des Ersten Weltkriegs in Russland mit Finanzhilfe und Waffenhilfe aus Deutschland, England und den USA die Bolschewisten in Russland ihre Diktatur errichten konnten, ihren "Marxismus".

Die DDR ging wegen des gewaltfreien Protest der Menschen, einer politisch günstigen Situation und dem Bankrott des gesamten ehem. Warschauer Paktes in die Knie.
Nicht die Kader der SED gaben die DDR freiwillig auf oder hatten gar Einsicht. Sie hatten schlicht keine andere Wahl und waren überfordert, eine eigenständige Entscheidung zu treffen.

Die Menschen haben dem System den Gar ausgemacht. Ein Hohn, würden sich die Verbrecher des Systems noch als Retter aufspielen.

Am Ende waren auch die Menschen selber so überfordert, dass viele noch heute glauben, es wäre ihnen in einer DDR besser gegangen. Nein, viele wussten ja schon vor der Wiedervereinigung, dass ihnen schlechtes widerfährt. Gut, wenn man so geimpft ist, dass man selbst in der Freiheit das Elend vorzieht.

Klar, wer die kapitalistischen Medien noch ernst nimmt und seine Zeit damit vergeudet, ist selber schuld. ;)

Das ist alles ein Affentheater und beim "Kampf gegen Rechts" haut es einem nicht weniger den Vogel raus.

Nun, wenn man auf linke Propaganda (egal welcher Ausprägung) fixiert ist und mit all den einfachen und schönen Pseudo-Wahrheiten lebt, ist schwer von dem anspruchvollen Weg zu überzeugen.

Wie schön einfach ist es, wenn einem das Denken und Reden abgenommen wird?!

Seit wann will die extreme Linke überhaupt einen wirklichen Kampf gegen Rechts. Beide brauchen sich als Existenzgrundlage und sind sich doch so ähnlich.

Hellmann
22.01.2010, 21:04
Lieber Elfer,

leider muss ich sagen, dass die Zusammenhänge aber auch sowas von völlig anders waren, dass ich kaum weiß, wo man da anfangen soll.
Ein durchgängiger Stalinismus bis 1989, keine Chance den behaupteten realen Sozialismus zu manifestieren und etablieren? Eine Lüge um die eigene Unfähigkeit zu rechtfertigen.

Irgendwo finden sich im Kommunismus und Sozialismus doch gemeinsame Wurzeln. Alles ist irgendwie und irgendwo miteinander vernetzt und das Kind bekommt nur einen eigenen Namen. Kommunismus, Sozialismus, Neostalinismus, Antiimperialismus, Reformkommunismus, Eurokommunismus, Realsozialismus, Marxismus, Leninismus, Neomarxismus, Maoismus, Trotzkismus, Marxismus-Leninismus…..
Zu Marx habe ich jetzt ein ganzes Buch geschrieben, das Sie zum größten Teil auch im Internet lesen könnten, bei Amazon und über Google Books:

Der preußische Regierungsagent Karl Marx: Wie der Schwager des preußischen Innenministers Ferdinand von Westphalen der berühmte Theoretiker des Sozialismus wurde

www.amazon.de

Am Marxismus waren also nicht die bösen Kommunisten schuld, sondern der Kerl war ein preußischer Agent. Ja, ich weiß, das haben Sie vermutlich noch nirgendwo gehört, so ein Unsinn etc. ...

Jedenfalls wurden die antizaristischen Oppositionellen in Russland von Anbeginn an durch die Briten und die Österreicher und die Preußen unterhalten. Als im ersten Weltkrieg aus unterschiedlichen Motiven die Bolschewiken von Deutschland und durch die Angloamerikaner unterstützt und an die Macht gebracht wurden, wollten weder der Deutsche Kaiser noch die in Deutschland und den USA beteiligten Bankhäuser den Kommunismus fördern. Den Angloamerikanern ging es ganz kurz gesagt um ein möglichst rückständig und totalitär ausgerichtetes Regime als Nachfolger im Zarenreich, um Russland aus der geopolitischen Konkurrenz möglichst herauszuhalten.

Das wir einem im Kapitalismus natürlich nirgendwo erzählt und wenn man seine Informationen nur aus Schule und Uni und Massenmedien hat, meint man sicher, dass in Russland der Kommunismus an der Macht war. Aber die Kommunisten haben mit Stalin so viel zu tun, wie die Sozialisten mit Hitler, nämlich gar nichts,

Seit wann will die extreme Linke überhaupt einen wirklichen Kampf gegen Rechts. Beide brauchen sich als Existenzgrundlage und sind sich doch so ähnlich.
Der "Kampf gegen Rechts" ist eine Veranstaltung von Oben, um Unten zu spalten. Wenn sich jemand mit Polizei- und Agentenarbeit auskennt, lässt sich unschwer feststellen, dass die Drahtzieher von NPD und Antifa ganz gezielt zusammenwirken, um ihre Schützlinge gegegeneinander zu hetzen und dabei eine maximale Wirkung in den Medien zu erzielen. Die Details dazu bitte selber ermitteln.

Elfer
22.01.2010, 21:53
Ich bin nicht nur inhaltlich irritiert, sondern auch wegen der wechselnden Ansprache. Nicht, dass ich nicht aufnahmefähig wäre und fein unterscheiden könnte. Ich finde es nur anmaßend, wenn ich auf einen Beitrag in dem ich gesiezt werde den Gesprächspartner duze und umgekehrt arrogant, wenn ich geduzt werde, den Gesprächspartner zu siezen.

Lieber Elfer,
leider muss ich sagen, dass die Zusammenhänge aber auch sowas von völlig anders waren, dass ich kaum weiß, wo man da anfangen soll.


Am Anfang waren….können wir uns aber sparen, da ich nicht auf konstruierte Geschichte stehe.


Zu Marx habe ich jetzt ein ganzes Buch geschrieben, das Sie zum größten Teil auch im Internet lesen könnten, bei Amazon und über Google Books:

Am Marxismus waren also nicht die bösen Kommunisten schuld, sondern der Kerl war ein preußischer Agent. Ja, ich weiß, das haben Sie vermutlich noch nirgendwo gehört, so ein Unsinn etc. ...


Ist doch blöd, wenn Sie mir die Antwort in den Mund legen. Das ewig nur in der Vergangenheit behaftete ohne jegliche Reflektion des Gegenwärtigen treibt jeden in den Wahnsinn, aber nie zu einem guten Ergebnis. Klar, diese Ergebnisse würden wahrscheinlich auch nur die eigenen Unzulänglichkeiten enttarnen.

Auch ein Symptom, der Agent war´s. Der Banker, der Teufel, der Denunziant, der Agent.
James Bond hat dem Kommunismus den Gar ausgemacht und das mit seinen eigenen Mitteln.


Jedenfalls wurden die antizaristischen Oppositionellen in Russland von Anbeginn an durch die Briten und die Österreicher und die Preußen unterhalten. Als im ersten Weltkrieg aus unterschiedlichen Motiven die Bolschewiken von Deutschland und durch die Angloamerikaner unterstützt und an die Macht gebracht wurden, wollten weder der Deutsche Kaiser noch die in Deutschland und den USA beteiligten Bankhäuser den Kommunismus fördern. Den Angloamerikanern ging es ganz kurz gesagt um ein möglichst rückständig und totalitär ausgerichtetes Regime als Nachfolger im Zarenreich, um Russland aus der geopolitischen Konkurrenz möglichst herauszuhalten.


Ach ja, das hatten wir ja schon…..


Das wir einem im Kapitalismus natürlich nirgendwo erzählt und wenn man seine Informationen nur aus Schule und Uni und Massenmedien hat, meint man sicher, dass in Russland der Kommunismus an der Macht war. Aber die Kommunisten haben mit Stalin so viel zu tun, wie die Sozialisten mit Hitler, nämlich gar nichts,


Mein Rat wäre, dass sie sich nicht ein allzu schnelles Urteil bilden, nur weil ich konsequent kritisiere. Neben dem Lesen (englischsprachiger oder russischer Quellen) gibt es nämlich noch andere, realere Quellen, den Menschen…

Vielleicht lese ich dort mehr, als sie aus Ihren antikapitalistischen Quellen vorgekaut bekommen. Vielleicht sehe ich die vielen verschiedenen Menschen mit ihrer Herkunft und ihrer Geschichte, während sie einem Gespinst hinterher hecheln und versuchen dieses wie ein Barde für ein wenig Anerkennung schön zu reden. Nur haben die Barden zwischen den Zeilen möglicherweise mehr Wahrheit in die Welt getragen, so dass dieser Vergleich hinkt.


Der "Kampf gegen Rechts" ist eine Veranstaltung von Oben, um Unten zu spalten. Wenn sich jemand mit Polizei- und Agentenarbeit auskennt, lässt sich unschwer feststellen, dass die Drahtzieher von NPD und Antifa ganz gezielt zusammenwirken, um ihre Schützlinge gegegeneinander zu hetzen und dabei eine maximale Wirkung in den Medien zu erzielen. Die Details dazu bitte selber ermitteln.

„Wenn sich jemand mit Polizei- und Agentenarbeit auskennt….“ Warum reden Sie dann darüber?

Was das Verhältnis von NPD und Antifa angeht, so haben sie durchaus recht. Dies gilt aber auch für Linksextrem, Rechtsextrem und radikalen Islamismus. Die heutigen Extremisten werden sich morgen formieren und leugnen sich jemals uneins gewesen zu sein. Sie werden die Geschichte bemühen und sie so lange biegen, bis jeder es glauben muss.
Wir hatten sie schon die Geschichtsverdreher. Vor 45 und danach. Sie lebten im Osten und im Westen. Nur ging den meisten Menschen im Westen besser als im Osten. Dort war alles kollektiv und wird es immer bleiben. Vor allem aber das Leid, weil zu etwas anderem war das System und ist der Mensch darin nicht fähig.

Anstatt Bücher zu schrieben sollten sie dahin gehen, wo das Leben ist und den Menschen zuhören und sie kritisch betrachten. Dann erschließt sich ihnen auch ein reales Bild. Nur lässt sich dieses nicht neokommunistisch auf kapitalistischen Plattformen verbreiten.

Hellmann
23.01.2010, 00:11
Ich bin nicht nur inhaltlich irritiert, sondern auch wegen der wechselnden Ansprache. Nicht, dass ich nicht aufnahmefähig wäre und fein unterscheiden könnte. Ich finde es nur anmaßend, wenn ich auf einen Beitrag in dem ich gesiezt werde den Gesprächspartner duze und umgekehrt arrogant, wenn ich geduzt werde, den Gesprächspartner zu siezen.

Das war in Deinem Fall jetzt keine Absicht von mir, sondern ich bin zwischen diversen Foren heute hin und hergehampelt und habe Dich dann versehentlich gesiezt. :)

Die anderen Sachen möchte ich mal so stehen lassen.

Elfer
23.01.2010, 00:29
Das war in Deinem Fall jetzt keine Absicht von mir, sondern ich bin zwischen diversen Foren heute hin und hergehampelt und habe Dich dann versehentlich gesiezt. :)

Die anderen Sachen möchte ich mal so stehen lassen.

OK, dann haben wir es ja. Aber stehen lassen ist langweilig und nicht Sinn des Forums.

Ne, ist schon ok, vielleicht schreib ich mal ein Buch über das reale Leben, da hätten wir bestimmt genug Gesprächsthemen.

Hellmann
23.01.2010, 13:10
Das Schmierblatt TAZ ist auch aktiv in der Kampagne gegen die Linkspartei. Auszüge aus einem Artikel vom 23.1.2010:
Ossis gegen Wessis
Die Angst der Linken vor der Linken
...
Doch zwischen Wessis und Ossis herrscht Misstrauen.
...
Bei der Fraktionsklausur in Rheinsberg im Herbst ging Fraktionschef Oskar Lafontaine an ihm vorbei, drehte sich kurz um und sagte: "Du bist mir aufgefallen. Du sollst ja zusammenhängende Sätze sagen können" - und verschwand.
...
Parteichef Lafontaine passt der Koalitionsvertrag nicht, den die Linkspartei in Brandenburg mit der SPD vereinbart hat. Denn dort steht, dass das Land tausende von Stellen im öffentlichen Dienst einsparen muss.
...
Und immerhin will Rot-Rot 1.200 Lehrer mehr einstellen, die Lage von Asylbewerbern verbessern und einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor schaffen.
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-angst-der-linken-vor-der-linken/

Tausende Leute entlassen, um einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor zu finanzieren? Also darübe könnte man doch inhaltlich diskutieren, statt das Thema nur als typischen Streit von Betonköpfen wie Lafontaine in der Linkspartei abzuhandeln.
Denn Lafontaine hatte SPD-Ministerpräsident Matthias Platzeck angerufen und sich über den Koalitionsvertrag beschwert. Hinter dem Rücken der Brandenburger Genossen. Das zeige, was Lafontaine von seinen Ost-Genossen hält: nichts.
Klar, ein wichtiges Thema, wer mit wem telefoniert, ohne sich vorher mit den Genossen abzusprechen.
Auch wegen solcher Verstöße gegen die politischen Sitten ist Brandenburg zum Gesinnungstest geworden, bei dem es nur Dafür oder Dagegen gibt und kaum verständigen Dialog.
...
Seit ein paar Jahren ist die Redaktion wieder im alten ND-Gebäude untergebracht, hinter dem Ostbahnhof. Es ist ein schlichter, fomenstrenger Bau, in dem es nach DDR förmlich noch riecht. Auch ein Stasi-Traditionsverein, die GHR, die Gesellschaft für rechtliche und humanitäre Unterstützung e. V., ist hier Mieter. Ein Zeichen, dass die PDS die Kontakte zu den Stasi-Seilschaften nie entschlossen gekappt hat.
Leider liest man in der TAZ nie, aber auch wirklich nie dergleichen über die CIA-Seilschaften in den braven Westparteien. Aber die alten Opas von der Stasi muss man der PDS immer wieder und wieder unter die Nase reiben. Inzwischen dürften längst mehr CIA-Leute in der PDS aktiv sein, als Stasi-Genossen.
"Gysi", sagt Reents, "hat gegen diesen Stil verstoßen." Weil er Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch öffentlich als illoyal abgekanzelt hat. Das war ein Affront gegen den ungeschriebenen Code der PDS.
Gysi, genau, der hat in dem Artikel ja noch gefehlt, nach Lafontaine.
Deshalb ist im Osten die Aufregung gewaltig. Parteichef Bisky hat wütend von "Stalinismus durch die Hintertür" geredet.
Was die TAZ aber nicht veranlasst, jetzt wenigstens am Verstand von Bisky zu zweifeln. Denn der gehört inzwischen zu den Guten, siehe SPIEGEL, ZEIT und eben TAZ.
Ulrich Maurer, der Lafontaine-Vertraute, den viele für den Drahtzieher der Kampagnen gegen Bartsch halten, empfahl Abrüstung. Und auch manche Ost-Genossen sehen, nachdem die erste Aufregung verraucht ist, das nüchterne Kalkül, das Gysi antrieb. Sollte Lafontaine als Parteichef zurückkommen, geht es mit Bartsch nicht mehr.
Das sind ja finsterste Machenschaften, soll der Leser glauben.

Den Rest erspare ich uns, man muss die TAZ wirklich nicht lesen. Ein Schmierblatt, ein pseudolinkes, das an jeder Kampagne in den Medien mitgemacht hat, war die TAZ schon bei ihrer Gründung.

Elfer
23.01.2010, 15:57
Wer hat Lafontaine nun aus Amt und Mandat getrieben?

oloool
23.01.2010, 16:26
Vielleicht ist Lafontaines Rückzug auch eine Chance.
Die Linke wird einem ständigen Personal-Kreislauf sich stellen müssen,
damit die Ideale von hinten wenigstens kurz immer mal nach vorn schwappen.

Elfer
23.01.2010, 16:40
...
damit die Ideale von hinten wenigstens kurz immer mal nach vorn schwappen.

Herr bewahre uns...

oloool
23.01.2010, 16:48
Herr bewahre uns...



Der Herr möge uns vor allem vor dem Herren bewahren! ;)

Elfer
23.01.2010, 16:56
Zumindest vor denen, die sich durch ihn rechtfertigen. :D

oloool
23.01.2010, 17:18
Zumindest vor denen, die sich durch ihn rechtfertigen. :D



Man kann das aber auch als phantasievolles Abbild verstehen, das aus dem objektiven Mangel an wirklichen Staatsmännern entstanden ist. War ja auch die Rechtfertigung für viele Könige, ... meinste nicht?

Hellmann
23.01.2010, 18:32
Wer hat Lafontaine nun aus Amt und Mandat getrieben?
Er weiß sicher selber, dass er immer älter und nicht gesünder wird.

Die Medienkampagne gegen Leute wie ihn und Gysi soll halt die Linkspartei mürbe machen.

Elfer
23.01.2010, 19:23
Er weiß sicher selber, dass er immer älter und nicht gesünder wird.

Die Medienkampagne gegen Leute wie ihn und Gysi soll halt die Linkspartei mürbe machen.

Wusste ich´s doch. Natürlich geht der alte Mann nicht, weil er versagt hat. Nein, es siegt die Vernunft und ein bischen Medienhetze darf auch nicht fehlen. Die Medien haben doch in erster und breiter Linie diese Partei so behandelt, wie es sich gehört, sie haben sie ausreichend ignoriert. Leute wie Lafontaine und Gysi können aber ohne Scheinwerfer nicht. Ist einfach so, wenn Eitelkeit über Verstand geht.

otix_
23.01.2010, 21:06
Die Massenmedien ahben in den letzten Wochen pausenlos einen Streit in der Linkspartei thematisiert, zwischen angeblichen Fundamentalisten und angeblichen Pragmatikern.


Mit der Linkspartei wurde versucht den wachsenden Ärger und Unmut in der Gesellschaft auf gütliche Art und Weise, demokratisch zu kanalisieren.
Ein Wählerwille nach Marktgesetzen quasi.

Die bestehenden Machtstrukturen, bestehend aus Hochfinanz und ihren Verlautbarungspolitikern, haben sich mit Medienkampagnen, die gezielt gegen eine Linkspartei gerichtet sind, aber dagegen entschieden. Wofür die Gesellschaft nun in gewalttätigere, nächste Phase eintreten wird. Nicht schön, aber vorauszusehen.

Kommentar zu:
Die Linke und der Abgang ihrer Zampanos (http://schmid.welt.de/die-linke-und-der-abgang-ihrer-zampanos/20100123/comment-page-1#comment-2692)

Elfer
23.01.2010, 21:15
Das einzige was die Linkspartei kanalisiert sind Phrasen und Propaganda. Klar, kann man in Opposition leicht stänkern, vor allem, wenn man weiß, dass man niemals wirklich an die Macht kommen wird, um dort an Taten gemessen zu werden.

Ich hoffe nicht, dass wir, jetzt wo die Partei mal wieder im Gespräch ist (natürlich nicht durch politische Arbeit und Leistung), wieder mehr von ihnen hören müssen.

otix_
23.01.2010, 21:23
Ich hoffe nicht, dass wir, jetzt wo die Partei mal wieder im Gespräch ist (natürlich nicht durch politische Arbeit und Leistung), wieder mehr von ihnen hören müssen.

Wenn wir von ihr nichts hören, werden wir weiter das lästige Jammern und Greinen von Mittelschicht und CDU/FDP-Wählern über Steuererhöhungen, Lobbyarbeit und der Auflösung Ihresgleichen hören :D.
Was ist die lieber?

Elfer
23.01.2010, 22:10
Wenn wir von ihr nichts hören, werden wir weiter das lästige Jammern und Greinen von Mittelschicht und CDU/FDP-Wählern über Steuererhöhungen, Lobbyarbeit und der Auflösung Ihresgleichen hören :D.
Was ist die lieber?

Was würde sie tun, um das zu verhindern? Ich habe in den letzten 20 Jahren keinen Ansatz gesehen. Alles was ich gesehen habe war Blockade und das Unrealisierbare. Als die ersten über gestern sprachen, wurde es unerträglich.

Es erinnert mich an das Kind, dass nach Jahren der Fürsorge und Entbehrung seiner Eltern, der wirtschaftlichen Förderung und der nachdem er dadurch Sicherheit und Lebensgrundlage gewonnen hat, seine verflucht und sie ins Heim steckt.

Wie steht man wohl zu solchen Kindern?

Hellmann
23.01.2010, 22:26
Mit der Linkspartei wurde versucht den wachsenden Ärger und Unmut in der Gesellschaft auf gütliche Art und Weise, demokratisch zu kanalisieren.
Ein Wählerwille nach Marktgesetzen quasi.

Die bestehenden Machtstrukturen, bestehend aus Hochfinanz und ihren Verlautbarungspolitikern, haben sich mit Medienkampagnen, die gezielt gegen eine Linkspartei gerichtet sind, aber dagegen entschieden. Wofür die Gesellschaft nun in gewalttätigere, nächste Phase eintreten wird. Nicht schön, aber vorauszusehen.
Zustimmung.

Gleichzeitig wird der Scharfmacher Koch von der Leine gelassen. Man sollte sich auf einiges gefasst machen.

oloool
23.01.2010, 22:29
Gleichzeitig wird der Scharfmacher Koch von der Leine gelassen. Man sollte sich auf einiges gefasst machen.

Diesen Zusammenhang wollte ich auch schon einbringen.
Es könnte darauf hinaus laufen, ein Chaos anzustiften.

Clara
26.02.2010, 09:28
Gehört hier nicht rein.

oloool
26.02.2010, 10:10
Ich versuche zwar mich dagegen zu wehren, aber ob ich Erfolg damit habe bezweifele ich ein wenig.


Grundsätzlich hast Du da schlechte Karten,
weil der Betreiber des Forums natürlich ein "Hausrecht" hat.

In wenig demokratisch-geneigten Kreisen passiert so etwas bei dem Thema regelmäßig. Die "linkspolitischen" Kreise sind extrem aufgemischt worden. Da tummeln sich inzwischen viele Heuchler und Intriganten, die man ohne Weiteres als zionistische Faschisten bezeichnen kann.

;)

Clara
26.02.2010, 10:17
Xxxxxxxxxx

Clara
26.02.2010, 10:18
@ oloool

Wer ist eigentlich Chef in diesem Forum hier?

oloool
26.02.2010, 10:20
@ oloool

Wer ist eigentlich Chef in diesem Forum hier?



Der Betreiber und Hausherr ist unser lieber Benutzer und Linsenfreund otix_.

;)

Clara
26.02.2010, 10:27
Xxxxxxxxxxx

Hellmann
26.02.2010, 10:50
Ich reg mich jetzt seit 6 Tagen auf deswegen. und zwar extrem.
Der Feind in der eigenen Partei, dass ist doch total ekelig.
Wahrscheinlich muss ich wieder austreten.

Die Grünen haben wirklich viel mehr offene Diskusion zu diesem Thema zugelassen.
Auch noch zu wenig, auch dort wurden regelmässig Threads zu dem Thema geschlossen, aber nicht Texte von einzelnen Usern ohne Erlärung einfach gelöscht.
Bin auch nie Mitglied der Linkspartei geworden, weil ich mir das schon so gedacht habe. Hier ist die Linke in der Hand von so Gewerkschaftsfritzen, von denen ich in den letzten dreißig Jahren nichts gegen die Hochzinspolitik gehört habe. Zum Neoliberalismus fehlen denen auch einfach die Argumente, da nützen noch so viel Gysi und Lafo im Fernsehen nichts. Im Zweifelsfall wollen die lieber für einen "ökologischen Umbau" und "gegen Rechts" und nicht für soziale Sicherheit und schon gar nie nicht gegen das Groß- und Finanzkapital arbeiten.

Bei den Grünen ist es noch schlimmer. Also macht man halt weiter als Einzelkämpfer. :coffee:

Clara
26.02.2010, 12:55
http://www.neues-deutschland.de/artikel/161459.ich-tue-was-linke-tun-ungerechtigkeit-bekaempfen.html

Ein sehr guter Artikel wie ich meine.

Britta
26.02.2010, 17:48
Die Linke ist ....

Den Eindruck hast du, weil du an so einen A... geraten bist, der so komisch daherschwallt wie der N.

Ich denke aber, dass es nicht so schlimm ist.

Clara
27.02.2010, 05:56
Xxxxxxxxxxxx

Britta
27.02.2010, 10:27
Hallo Clara,


http://www.neues-deutschland.de/artikel/161459.ich-tue-was-linke-tun-ungerechtigkeit-bekaempfen.html

Ich denke es ist eine absolute totale Katastrophe, ich kann gar nicht aufhören mich aufzuregen darüber.
Die Partei die ich überall hochgelobt habe, hat eine für mich extrem menschenfeindliche Untergruppe.
Die Grünen haben so etwas nach 30 Jahren nicht und bei ihnen im Forum darf man auch sehr, sehr viel freier schreiben als im Linken Forum.
....
Du darfst aber nicht von 2-3 Forenschreibern, die so laut sind, auf die ganze Partei Rückschlüsse ziehen. Wie viele Leute haben denn diese Diskussion gelesen?

Klar versuchen alle möglichen Organisationen Einfluss auf die Linke zu nehmen. Was aber bei so einer Partei zählt, ist die Basis. Normal interessieren sich die Menschen, die man gerade in der Linken findet, doch gar nicht für solche Intrigen. Denen geht es um soziale Gerechtigkeit. Sie sollten halt ein Auge darauf haben, dass solche 'Politiker' keinen großen Einfluss erhalten. Und schließlich ist es ja die Basis, die wählen geht und darüber bestimmt, wer in der Partei das Sagen hat.

Ich kenne den Bak Shalom seit ca. 10 Tagen, bin aber jetzt schon so sehr angeekelt wie von nichts anderen was politisch in Deutschland geschieh momentan.
Natürlich sind das Menschenfeinde die den Palästinensern alle Schuld geben, wie kann man nur so bösartig einseitig sein.
Solche Leute gibt es halt. Aber sind die auch in der Mehrheit?

Ich hab keine Ahnung wie hoch der IQ von Gregor Gysi genau ist, aber so super niedrig ist er wahrscheinlich nicht.
Es muss ihm also aufgefallen sein, wer sich in diese neue Partei einnistet und er hat es mitgetragen.
Petra Pau hält Vorträge beim Bak Shalom, die Rosa Luxemburgstiftung sagt Veranstaltungen ab, die dem Bak Shalom nicht passen und der Bak Shalom hat die Hoheit über die Internetplattform der Linken.
Das ist zumindest dein Eindruck.

Es ist, glaube ich genauso schlimm wie ich es auch empfinde.
Weil du gerade diesen Stress hattest, empfindest du das so.

Ihr sagt doch so oft, dass man überall nur verarscht wird, ich mag euch das ja nie ganz glauben, weil man dann nichts ändern kann.
Aber wieder mal hattet ihr Recht, alles nur ein Fake.
Ich bin total stinksauer.
Man kann zumindest versuchen, was zu ändern. Da muß jeder seinen eigenen Weg finden. Genau genommen liegt auch viel an uns selbst und wie wir die Dinge sehen.

Gestern war ich kurz im Grünen Forum, was ich aus Ärger über schwarz grün in NRW 2-3 Wochen. gemieden hatte
Es ist überlaufen von seltsam wirkenden Schreiberlingen, die den Faschismus relativieren und Siemens anpreisen.

Man kommt dagegen nicht an, bzw. muss den ganzen Tag am PC sitzen und jeden Eintrag auseinandernehmen, dass schaffe sogar ich mit meinem Wahnsinn nicht über eine längere Zeit.
Das mache ich schon lange nicht mehr. Ist auch reine Zeitverschwendung.

Schau mal in den Antisemitimusthread im linken Forum, wer dort das letzte Wort hat, wer dort beleidigen und lügen darf ohne Ende.
Was ich schreibe wird gelöscht, dass ist die Realität.
Ich habe mich über diese Löschung bei zig Politikern der Linken und bei der anderen Moderatorin des Linken Forums beschwert, keine Reaktion, null.
Auch da kommen die Grünen besser weg, sie reagieren wenn man sie anschreibt und vor allem löschen sie keine kritischen Beiträge ohne Begründung von einzelnen Usern.
Es liegt viel an der Moderation und damit an dem Menschen, der moderiert. Auch daraus kannst du keine Rückschlüsse auf die Partei ziehen. Klar, es ist das Forum 'der Grünen' oder 'der Linken' - aber genau genommen ist es der Mensch und seine persönliche Meinung, der diesen Eindruck hinterläßt.

In den meisten Foren ist gutes 'Personal' Mangelware. :D

tertesu
27.02.2010, 13:06
Das linksaktivforum ist nicht die Welt,
bak-shalom chef krüger jammert hier über Zensur im
Zentralorgan Neues Dutschland:

http://www.benjamin-krueger.net/?p=1346#more-1346



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Von links zu linkisch
Gregor Gysi plädierte für Solidarität mit Israel – er ist grandios gescheitert.
...
Der Autor ist Deutschlandkorrespondent der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.02.2010)

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Die-Linke-Gregor-Gysi-Israel;art141,3041722

Britta
27.02.2010, 14:32
Das linksaktivforum ist nicht die Welt,


Wenn du als User viel Zeit investiert hast und noch nicht diese Erfahrung gemacht hast, dann schon. Ging mir früher auch mal so.

Heute schreibe ich in verschiedenen Foren und kann über sowas lachen. Letzt hat mir ein Moderator in einem Forum gepostet:

Wir haben deine Daten. :nono:
Er hat dann zwar das Post gleich wieder abgeändert, aber ich hatte es schon gelesen. Über soviel geistige Armut kann ich nur noch den Kopf schütteln. Zum Lachen ist das nicht, zumal es Leute gibt, die sich bei sowas erschrecken. Manch einer entwickelt auch daraus seinen Verfolgungswahn.

Darf man alles nicht so ernst nehmen.

Clara
27.02.2010, 14:58
Xxxxxxxxxxxxx

Britta
27.02.2010, 15:08
@ Britta
Diese Organisation ist das Letzte was ich in der Partei die Linke erwartet habe.
Menschenfeinde die den Begriff Shalom verwenden.


Dass ist kein Gefühl, sondern passiert gerade.

Hätte man sich um den Frieden in Israel / Palästina bemühen wollen, hätte man eine israelisch / palästinensische Gruppe gegründet die mit Friedensaktivisten aus Israel zusammenarbeitet.
Aber, man hat eine einseitig pro israelische Gruppe gebildet die Lügen verbreitet, diffamiert und mundtot macht.
Um die Solidarität der Linken mit den Palästinenser abzustellen, was sie auch auch geschafft haben.

Videos mit Angriffen der israelischen Armee auf die Palästinenser werden gelöscht, gefakte Videos die Israelkritikern Antisemitismus unterstellen aber gezeigt.


Geh doch mal davon aus, dass der Gysi gar nicht weiß, was in diesem kleinen Forum so los ist und sich mit anderen Intrigen beschäftigt.

Und wenn in diesem Forum eben so verblendete User und Moderatoren posten, dann suche dir ein anderes. Das ist echt nicht die Welt und steht nicht für die Mehrheit.

Und über diese 'Friedensbewegung' weißt du ja jetzt Bescheid. Ist doch schon mal was. Es gibt noch viel mehr Heuchler.

Clara
27.02.2010, 15:21
Xxxxxxxxxxxx

oloool
27.02.2010, 21:46
Von links zu linkisch
Gregor Gysi plädierte für Solidarität mit Israel – er ist grandios gescheitert.
...
Der Autor ist Deutschlandkorrespondent der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.02.2010)

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Die-Linke-Gregor-Gysi-Israel;art141,3041722


Dass der Gregor ein ganz linker Schelm ist, haben bisher nicht viele bemerken wollen.
Gegenüber ihm ist Westerwelle aber noch ein saftiges Gnadenbrot.

Gysi hat immer nur gepokert: Mit gezinkten Karten. :toben:


PS: Von Anwälten sollte man ganz allgemein nicht viel Fleiß und Intellekt erwarten.
Die kennen nur eine einzige Profession: "Maul aufreißen um zu gewinnen."

Elfer
28.02.2010, 04:56
Gegen die Linken muss man keine Kampagnen führen, es sei denn, man hat Langeweile. :)

Clara
28.02.2010, 06:42
Xxxxxxxxxxx.

Hellmann
28.02.2010, 08:39
Wieso Gregor Gysi solche Menschenfeinde unterstützt, darüber kann ich nur spekulieren, hab ich hier ja schon zur Genüge, sie sind alle nicht nett meine Erklärungen.
Das ist der Preis, den er dafür zu zahlen hat, dass er im Fernsehen auftreten darf und dass sie ihn nicht totschweigen und vorher noch demontieren.

Bei den sonst ganz guten wirtschafts- und sozialpolitischen Standpunkten der Linkspartei fehlt mir immer die absichtliche Veursachung der Wirtschaftskrisen im Kapitalismus. Die wissen das selbstverständlich auch mindestens so gut wie ich. Außerdem machen sie an der Regierung mit der SPD in Berlin eine Sparpolitik nach neoliberalen Empfehlungen. Volkseigentum privatisieren, die S-Bahn und Sozialwohnungen, das hat mit dem linken Programm nichts zu tun.

Nicht umsonst hat Gysi damals wenigstens den Job als Berliner Finanzsenator abgelehnt. Der wusste schon, dass er da nur ein Hampelmann und eine Marionette gewesen wäre. So schaut es aus in unserer Demokratur.

Clara
28.02.2010, 09:49
@ Hellmann

Wenn ich dich richtig verstehe, dann denkst du die Verarmungspolitik wird betrieben, damit die Herrschaft ausgedehnt werden kann.
Wenn man sieht wie die Staaten durch die gigantische Staatsverschuldung immer mehr in die Hand der Banken geraten, wie Mosanto die Samen der ganzen Welt patentieren lassen möchte, wie riesige Konzerne den Markt dominieren usw., usw. dann sieht man, dass du auf jeden Fall nicht ganz falsch liegst mit deiner Einschätzung.

Ich denke halt nicht, dass ein Zusammenschluss einer bestimmten Gruppe diese Entwicklung forciert, sondern das es schon verschiedene Interessengruppen sind, die ihre eigenen egoistischen Interessen vertreten, egal wer darunter leidet.
In der Masse schafft das dann eine gigantische Verarmung und Ausbeutung, aber dieses Ergebnis wird nicht von einer einzigen Organisation erzeugt.

Clara
28.02.2010, 10:04
Xxxxxxxxxxx

Elfer
28.02.2010, 14:47
Die "Linke" demontiert sich offenen Auges selber und beklagt dies als Akt der Kapital-Mafia. Niemand wird in der Lage sein diese undifferenzierten Strömungen, die sich selber „Links“ positionieren, zu bündeln.

„Links“ und „Rechts“ unterschieden sich nicht mehr. Bedient man sich der Natur, geht „Rechts“ die sonne auf und „Links“ die Sonne unter. Schade, da ich immer einer gemäßigten Linken anhing.

Ich habe hier bereits viele „linke“ Philosophien gelesen und hatte vieles zu kritisieren. Manchmal zeigt sich in der öffentlichen Diskussion ganz deutlich, warum der „Sozialismus“ sich rechts und links zu definieren versucht.

Bei dieser Diskussion erinnerte ich mich daran:

http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

Britta
28.02.2010, 16:01
Bei dieser Diskussion erinnerte ich mich daran:

http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

Genau um solche Leute geht es. 2008 gab es die im PF massenweise und wir haben und mit denen rumgestritten und jetzt ist Clara im linken Forum auf solche Leute getroffen.

Elfer
28.02.2010, 16:47
Sind das nur "solche Leute"?

Britta
28.02.2010, 17:13
Sind das nur "solche Leute"?
Nein, natürlich nicht. Aber diese Leute sind der Grund für ihren Ärger.

Hellmann
28.02.2010, 17:43
Die "Linke" demontiert sich offenen Auges selber und beklagt dies als Akt der Kapital-Mafia. Niemand wird in der Lage sein diese undifferenzierten Strömungen, die sich selber „Links“ positionieren, zu bündeln.

...

Bei dieser Diskussion erinnerte ich mich daran:

http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche
Die "Antideutschen" sind hierzu das richtige Stichwort. Dazu noch die Stichwortgeber Gremliza und Pohrt. Deren Lebensläufe sollte man sich dazu ansehen.
Gremliza begann 1966 als Redaktionsassistent und arbeitete zuletzt als „leitender Redakteur“ des Politikressorts des Spiegel. In Folge einer Auseinandersetzung mit dem Herausgeber Rudolf Augstein um redaktionelle Mitbestimmung Ende 1971 verließ Gremliza den Spiegel. Seit 1974 gibt er die Zeitschrift konkret heraus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_L._Gremliza

Als talentierter junger Mann gleich beim SPIEGEL eingestiegen. Wie macht man das? Wer finanziert dem Gremliza sein Konkret?
Von 1980 bis 1987 arbeitete Wolfgang Pohrt als freier Publizist. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Beiträge für Rundfunksender (DLF, WDR, SFB, SWF, NDR) sowie Zeitungen und Zeitschriften (die tageszeitung, konkret, Frankfurter Rundschau, Die Zeit, Der Spiegel, Kursbuch, Die Wochenzeitung /Zürich, Express / Wien, Telos / St. Louis, USA, International Herald Tribune / Paris u.a.)
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Pohrt

Ui, noch so ein Talent, und gleich von allen wichtigen Zeitungen und Sendern gefördert.
Anschließend führte er 1990 bis 1994 im Auftrag der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur (1984 von Jan Philipp Reemtsma gegründet) als „gesellschaftstheoretisierender Privatier“ (Pohrt) ein Forschungsprojekt mit dem Titel Massenbewusstsein in der Umbruchsphase durch; methodisches Vorbild war The Authoritarian Personality von Theodor W. Adorno u.a.
Der Reemtsma ist doch auch so ein "Linker", der sein vieles Geld stiftet um zu forschen und zu forschen, nur geht es irgendwie nie um die sozialen Rechte und Lebensverhältnisse der Arbeiter, oder gar die Verursachung von Wirtschaftskrisen, sondern immer um so Zeugs wie böse Nazideutsche und ihre braven Befreier. Ob die von MI6 und CIA ihn dafür mögen? ;)

Elfer
28.02.2010, 19:43
Nein sicher, das ist mir gar nicht in den Kopf gekommen. Ich Naivling. :D

Clara
01.03.2010, 08:15
Xxxxxxxxxxx

Clara
01.03.2010, 08:18
@ Elfer

Natürlich kann man auch ohne Ende die linken Vordenker kritisieren.
Ich habe sie erst gar nicht gelesen, sondern mir lieber immer meine eigene Meinung gebildet.

Clara
02.03.2010, 10:39
Xxxxxxxxxxxx

Clara
02.03.2010, 10:58
Xxxxxxxxxxxx

Clara
02.03.2010, 11:02
Nicht mehr aktuell erstmal.

Hellmann
02.03.2010, 11:20
Hallo Clara, dieser Autor sieht die Probleme in der Linkspartei so ähnlich. Die wollen sich jetzt koalitionsfähig machen und der Kurs ist von ganz oben so vorgegeben.
Metamorphosen der Linken
Der Grund scheint primär darin zu liegen, daß die aus der PDS erwachsene Partei der Linken offenbar bestrebt ist, sich endgültig von ihrem Status als Randerscheinung der gesamtdeutschen Politlandschaft zu lösen, um mehrheitsfähig, konsensuell wählbar zu werden – kurzum, um zur politischen Mitte zu rücken...

Die Verabschiedung des Sozialismus ist dabei noch das Leichteste: Wenn man im heftiger denn je tobenden Kapitalismus sozial nichts zu bestellen hat, kann man mit dem Lippenbekenntnis zum real ohnehin nicht anstehenden Sozialismus so herumspielen, wie es machtpolitisch und diskurslogisch opportun erscheint...

Der eigentliche Lackmustest bei der deutschen Odyssee zur Ankunft im nationalen Konsens besteht allerdings in der öffentlichkeitsgerechten Beantwortung der neuen Gretchenfrage, wie man zu Israel-Juden-Zionismus-Antisemitismus-und-so-weiter-und-so-fort stehe. Gregor Gysis Vortrag bei der Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung anläßlich des sechzigsten Jahrestags der Staatsgründung Israels im Frühjahr 2008 gab bereits die ideologische Marschroute zur sich zunächst zart andeutenden Gesinnungswende an; ...
http://www.jungewelt.de/2010/03-02/022.php

Mir selber ist das Thema Israel/Palästinenser zu weit weg. Habe auch so schon genug Ärger und will mich nicht verzetteln. Von Nigeria über Kongo bis Somalia müsste man sich da auch noch engagieren; geht halt nicht und hätte keinen Sinn.

Wie die Kräftelage in der BRD so ausschaut, würde ich Dir auch empfehlen, Dich da nicht festzubeißen. Es gibt noch naheliegendere Themen als Israel.

Trotzdem ein lesenswerter Artikel.

Clara
02.03.2010, 12:46
Einen Hauch zu kompliziert formuliert finde ich den Artikel, aber ansonsten gut.

Zitat:
daß das, was man sich gemeinhin unter »Israel« vorstellt, für viele Betroffene bei weitem komplexer ist, als es sich befindlichkeitsgeschwängerte deutsche Ferndiskutanten ausmalen.

Das ist aber doch nicht der Fehler von uns Ferndiskutanten, sondern der Fehler der einzelnen Parteien dort vor Ort die mit den Begriff Israel absolut ideologisierte Vorstellungen verknüpfen.
Eigentlich sollte das nur ein ganz normaler Staat wie jeder andere sein, er muss sich nicht immer heilig verhalten um ein Existenzrecht zu haben, er sollte aber sehr wohl die Rechtsstaatlichkeit prinzipiell anstreben.

Ich bin durch ein Video auf You Tube zum Schreiben gekommen, welches einen Angriff der israelischen Armee im Gazastreifen zeigte.
Man muss sich natürlich auch mit der Problematik in Nigeria, in Somalia und im Kongo usw., usw. vertraut machen.
Fairer Handel, Beteiligung der Bevölkerung an der Ausbeute der Bodenschätze eine Landes, Fischereirechte die nicht an Industrienationen verkauft werden usw., usw., für das alles muss man sich doch einsetzen.

Zitat:
ehemalige SED-treue Antizionisten, die ihre »Jugendsünde« mit umso unverbrüchlicherer Zionismusliebe und Israel-Solidarität meinen »wiedergutmachen« zu sollen.

Damit hat ja auch überhaupt keiner ein Problem, mir ist Israel als Staat auch wichtig, aber wenn man sich wirklich für Israel einsetzen möchte, dann muss das doch für den Frieden dort sein und nicht für die Fortführung der Gewalt.
Die Fortführung der Gewalt dient doch nur den Waffenkonzernen und den Falken die sich mit Hass und Aufhetzung an der Macht halten.

Clara
02.03.2010, 19:23
Xxxxxxxxxxxxx

Britta
03.03.2010, 09:01
Eine Partei die schon zensiert bevor sie an der Macht ist möchte ich nicht fördern.

Clara, zensiert hat der Moderator. Steht der für die ganze Partei?

Clara
03.03.2010, 09:16
Xxxxxxxxxxxx

Britta
03.03.2010, 11:58
Du sagst genau das selbe wie meine beste Freundin.
Das Forum einer Partei ist für mich ihr Aushängeschild.
Wenn dort Zensur betrieben spricht das automatisch für die ganze Partei.
Sie sollen ja nur die Zenusr abstellen und nochmal über Israel / Palästina nachdenken, mehr möchte ich ja gar nicht.
Das Problem ist, ich hab schon wieder das Gefühl das ich Recht habe, wie so oft.

Naja, das Forum ist für dich wichtig und du steckst da im Moment in dieser Diskussion drin. Das ist aber nicht die Welt.

Ich bin in keiner Partei, aber bei den letzten paar Wahlen habe ich die Linke gewählt. Im Bundestag sitzt der Abgeordnete, den ich gewählt habe. Der ist auch in der Gewerkschaft und sitzt als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Firma, bei der ich arbeite. Den sehe ich also auf jeder Betriebsversammlung. Ich höre mir auch, wenn ich Zeit habe, seine Reden im Bundestag an.

Für den ist Israel/Palästina kein Thema und Internetforen auch nicht. ;)

Clara
03.03.2010, 12:12
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Britta
03.03.2010, 12:51
Wir sind aber im Internetzeitalter und Foren könnten sehr effektiv sein.
keine Frage

Was du sagts ist das Meinungsfreiheit im Internet nicht so wichtig ist.
Das habe ich nicht gesagt. Uns ist das sehr wichtig, sogar so wichtig, dass wir dieses Forum gegründet haben.

Wir haben alle ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Mehrheitlich in den Mainstream-Foren.

Falls du liest was ich im Grünen Forum mosere wirst du sehen, dass ich nur die Antideutschen angreife und ein unzensiertes Forum fordere, nicht die Linken als ganzes angreife.
Es hörte sich so an, als würde dich der Vorfall so frustrieren.

Ich war sogar schon 2 mal auf der Kreismitgliederverammlung und war die einzige dort die die Internationale nicht mitgesungen hat :), ich stehe eigentlich wirklich zu den Leuten in dieser Partei solange sie nicht zensieren und Antideutsche sind. Ich finde das schwenken mit diesem riesigen roten Fahnen nicht vorteilhaft, aber irgendwie auch süss.
Das muß ich auch alles nicht haben, weswegen ich auch nicht in eine Partei eintrete.

Bei dir habe ich den Eindruck, dass du noch nicht so ganz weißt, was du eigentlich willst. :kopfkratz:

Clara
03.03.2010, 13:18
Xxxxxxxxxxxxxx

Elfer
03.03.2010, 16:08
@clara
wunderst Du Dich darüber, dass das was man öffentlichkeitswirksam "bekämpft" ein wesentlicher Baustein des eigenen Systems ist?

Es wird nur so lange über die Mißstände geklagt, so lange es die der anderen sind und damit die eigenen Anhänger nicht so schnell bemerken, wie sehr sie immer tiefer in das hereinrutschen, wogegen sie sich eingentlich wehren wollten.

Am Ende ist es zu spät. Wenn wir am Ende eine kommunistische oder sozialistische oder eine kapitalistische oder eine die noch gar keinen Namen hat, damit man sie nicht identifizieren kann, Weltregierung haben, wird diese Diskussion nicht mehr geführt (werden können)

Die Gefahren hierfür sind gleichmäßig verteilt. Die Folgen werden identisch sein.

Britta
04.03.2010, 06:48
Doch ich weiß mal wieder exakt was ich möchte.
Keine Zensur und keine einseitig israelische Untergruppe, ganz simpel.

Danke für dieses Forum !!! :)

Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu

Der Mann wurde für den Nobelpreis nominiert und hat darum gebeten, seinen Namen von der Liste zu entfernen. Er könnte diesen Preis auch gar nicht entgegen nehmen, weil er das Land nicht verlassen darf.

Clara
04.03.2010, 08:25
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Clara
04.03.2010, 08:34
Xxxxxxxxxxx

Britta
04.03.2010, 09:14
Das hab ich auch noch dazu geschrieben, ich setz es auch hier rein.

Die antideutsche Bewegung hat, wenn man mal eine Umfrage in der Parteibasis der Linken machen würde wahrscheinlich so gut wie keinen Rückhalt, da bin ich mir ziemlich sicher.
Sie ist nicht gewachsen aus der linken Szene sondern hat sich breitgemacht und festgesetzt.
Dafür sind sie ziemlich laut.

Auch dieser Bak Shalom hat ja nur sehr wenige Unterstützer.
Deswegen ist es ja um so verwunderlicher, dass ihnen soviel Einfluss innerhalb der Linken zugesprochen wird.
Mehr Schein als sein.

Diese Antideutsche Bewegung ist doch nur gegründet worden, damit wir Deutschen daran erinnert werden, dass wir kein Recht haben Israel zu kritisieren.
Aber, gerade weil wir uns so schuldig gemacht haben, ist es doch unsere Pflicht uns jetzt wenigstens für die Interessen der israelischen Bevölkerung einzusetzen.
In ihrem Interesse ist weder eine Eskalation der Situation in Israel, noch ein Angriffskrieg auf den Iran.
In wessen Interesse ist schon Krieg? Die israelisch Bevölkerung durfte ja schon üben, wie man sich im Falle eines iranischen Vergeltungsschlages verhalten muß, Bunker wurden renoviert. :rolleyes2:

damals nach dem Krieg ging es aber gerade darum militärische Aktionen zu verurteilen und eine Politik anzustreben die sich solcher Mittel erst gar nicht bedienen muss.
Und seit damals sind die Ausgaben für Rüstung und Krieg trotzdem nur gestiegen.
Da ist der Unterschied zwischen der damaligen Antimilitarismusbewegung und den heutigen Antideutschen.
Für mich ist das ein sehr großer Unterschied, den auch andere erkennen können müssten.
Das Problem liegt doch ganz woanders. Wenn man sich die Geschichte der Menschheit so anschaut, so ist es immer wieder dasselbe Spiel. Es gibt immer wieder Krieg und danach sagen alle 'nie wieder' und ein paar Jahrzehnte später ist es wieder soweit. Die Details sind dabei Nebensache.

Clara
06.03.2010, 10:22
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Britta
06.03.2010, 13:20
Du beschreibst das generelle Problem, dass nach Ausbeutung und Verarmung Krieg folgt.
Es gibt ja die Theorie, dass der Kapitalismus alle 50 bis 70 Jahre den Krieg braucht.

Diese Theorie zeigt den Ist - Zustand aber ist meines Erachtens kein generelles Gesetz des Kapitalismus.
Ich finde schon, dass es ein generelles Gesetz des Kapitalismus ist. Durch die negativen Eigenschaften des Menschen, besonders durch die Gier, wird es solange immer wieder dazu kommen, bis die Menschen auf eine höhere, geistige Ebene gelangen. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass sie davon auch mal wieder runter fallen.

Im Gegenteil würde ich sogar sagen, weil man die Gesetze diese an sich logischen Wirtschaftssystems negiert kommt es zu den Zusammenbrüchen mit Kriegsfolgen.
Es wird immer wieder zu Krieg kommen, solange man daran gut verdient oder wenn man es den Menschen unmöglich macht, zu leben. Die 'Gesetze' unseres Wirtschaftssystemes werden immer wieder zum einseitigen Vorteil derer geändert, die schon am meisten haben.
Solange Mist machen bis man alles wieder abreizen und neu aufbauen muss, dass ist der Kreislauf dem wir ausgesetzt sind.
Nach dem 2 Weltkrieg konnte man gut die Nutznießer dieser Methode und ihre Opfer erkennen, so wird das weitergehen, wenn wir nichts daran ändern.
Dabei werden die Waffen immer gefährlicher und die Erde immer dichter besiedelt.

Mir geht es aber hier nur um die Antideutsche Bewegung und den Bak Shalom innerhalb der Linken.

Er zeigt auf, dass auch die SPD und Grünen Stiftung sich noch mehr Gedanken über die Israel Politik machen müssen.

Aber nur bei den Linken gibt es glaube ich eine Organisation die Israel extrem verteidigt und die Palästinenser genauso extrem diffamiert.

Ich möchte das so nicht.
Das ist trotz alledem nur ein Nebenkriegsschauplatz. Derer Grüppchen gibt es viele. Ich habe schon vor langem aufgehört, mich mit allen zu beschäftigen. Es ist sinnlos. Haben die nichts besseres und sinnvolleres zu tun in ihrem Leben? :(

Clara
06.03.2010, 14:18
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bejaka
06.03.2010, 21:54
Du beschreibst das generelle Problem, dass nach Ausbeutung und Verarmung Krieg folgt.
Es gibt ja die Theorie, dass der Kapitalismus alle 50 bis 70 Jahre den Krieg braucht.
Diese Theorie zeigt den Ist - Zustand aber ist meines Erachtens kein generelles Gesetz des Kapitalismus.
Im Gegenteil würde ich sogar sagen, weil man die Gesetze diese an sich logischen Wirtschaftssystems negiert kommt es zu den Zusammenbrüchen mit Kriegsfolgen.


man sieht sich gelegentlich mal wieder, @clara:-)))
mit "krieg...alle 50 - 70 jahre" lieg mer bissl territorial gegrenzt.
wir haben weltkrieg. nix weniger und nix mehr.
dazu haben wir ihn ständig.
nur, um der marxschen theorie mal etwas nachdruck zu verleihen.
krieg ist bestandteil eines ausbeutersystems; und zwar auch des kapitalistischen.
deshalb kann man mit dem system nicht liebäugeln oder gar eine reformierbarkeit suchen. dieses system ist nicht reformierbar.
zudem ist dieses system, von der struktur her, nicht geeignet, alle menschen dieser erde zu ernähren oder zu bedienen. das zeigt allein die struktur des warenkreislaufes.
im gegensatz zu weitläufigen äußerungen, bin ich der meinung, daß sehr wohl die mehrheit der menschen zu kommunistischen idealen stehen und diese umgehend befürworten würden. repression ist das zauberwort der unterdrücker:-)))unsereins würde nötigung und mord dazu sagen.

kh

Elfer
06.03.2010, 22:05
im gegensatz zu weitläufigen äußerungen, bin ich der meinung, daß sehr wohl die mehrheit der menschen zu kommunistischen idealen stehen und diese umgehend befürworten würden. repression ist das zauberwort der unterdrücker:-)))unsereins würde nötigung und mord dazu sagen.

kh

Im Gegnsatz dazu bin ich der Meinung, dass keiner, der nur halbwegs von Vernunft berührt ist, auch nur an Kommunismus denkt.

Würde es auch nur einen Funken Anerkennung geben, gäbe es kommunistische Regiereungen.

Was Nötigung und Mord in der Scheinheiligkeit der Politik bedeutet haben die Brüder und Schwestern des Kommunismus ausreichend belegt.

Ja clara, da versuche lieber die Menschlichkeit im Kapitalismus zu suchen. die Chancen sind größer.

bejaka
07.03.2010, 00:51
in hinreichend, aktuell veröffentlichten iq - tests, sieht das etwas anders aus, @elfer; was man, nebenbei, auch bisweilen bemerkt:-)))

am lächerlichsten finde ich menschen, die jahrzehnte lang ihr system und ihr befinden beklagen, ohne die hintergründe ernsthaft zu befragen. ausgeprägter sadismus gehört zu deren persönlichkeit:-)))

kh

Elfer
07.03.2010, 01:04
in hinreichend, aktuell veröffentlichten iq - tests, sieht das etwas anders aus, @elfer; was man, nebenbei, auch bisweilen bemerkt:-)))

am lächerlichsten finde ich menschen, die jahrzehnte lang ihr system und ihr befinden beklagen, ohne die hintergründe ernsthaft zu befragen. ausgeprägter sadismus gehört zu deren persönlichkeit:-)))

kh

Gibt es da ein paar Probleme mit dem IQ-Test? Was manch einer glaubt zu bemerken, stellt sich bald als Sinnestäuschug heraus, die vor allem im Infaltilismus ihren Ursprung finden.

Meint hier eigentlich jeder persönlich werden zu müssen, wenn ihm die Argumente ausgehen? Ach ne, das täuscht mich bestimmt wieder. Es ist offensichtlich die Argumentationskette der "ups"

Ich bin also ein Sadist?! Was darf ich dann Ihnen entgegnen? Darf ich offen sprechen? ich hoffe es doch, wo Sie so ein weitsichtiger und weltoffener, analytischer und allsehender Mensch sind.

Ich erwarte Ihre antwort, damit ich mich Ihnen gegenüber ausreichend klar ausdrücken kann.

Wird das zum Sport, statt zu argumentieren persönliche Attacken zu fahren?

Ich kann ich gerne auch noch einmal über die verlogenheit des ein oder anderen "Irgendwas-Isten" auszulassen.
Ihnen kann ich nur empfehlen, dass was Sie gerade eingenommen haben in Maßen zu genießen.

Clara
07.03.2010, 09:01
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Britta
07.03.2010, 11:38
Ich darf das ja nirgendwo sagen, aber eigentlich mag ich auch das kapitalistische System irgendwie wegen seiner Logik.
( Dafür werde ich wahrscheinlich gesteinigt hier. )

Es hält sich nur leider keiner daran.
Gesteinigt wirst du hier schon nicht. ;)

Es gab wohl seitdem die Menschen mit dem Tauschen anfingen kein anderes System.

Den Kommunismus hat es nie gegeben. Alle Länder die man als kommunistisch bezeichnete, waren auch nichts anderes wie eine andere Form des Kapitalismus.

Am Anfang eines jeden Systems geht es allen Menschen gut, wir sind jetzt wohl so ziemlich am Ende. Dann gibt es wieder Krieg, alles wird zerschlagen und es geht wieder von vorne los.

Zu was anderem waren die Menschen bisher noch nie fähig - zumindest in der uns bekannten Menschheitsgeschichte. Wir brauchen Geld um unsere Welt am Laufen zu halten und gleichzeitig ist es unser größtes Problem, nicht dauerhaft regeln zu können, dass Vermögen sich zusehr in den Händen von Verbrechern ansammelt und alles Andere - Staaten und Menschen - verschuldet sind. Hat man mal eine passende Regelung dafür gefunden, werden Politiker korrumpiert und diese Regeln wieder abgeschafft. :traurig:

Britta
07.03.2010, 12:38
am lächerlichsten finde ich menschen, die jahrzehnte lang ihr system und ihr befinden beklagen, ohne die hintergründe ernsthaft zu befragen. ausgeprägter sadismus gehört zu deren persönlichkeit:-)))

kh
Wäre das nicht eher Masochismus? :kopfkratz:

http://de.wikipedia.org/wiki/Masochismus

bejaka
09.03.2010, 00:20
in gewisser hinsicht haste schon recht, @britta.
man müßte eine wortpaarung aus sadismus und masochismus bilden, um den wahren zustand zu beschreiben.
sadismus habe ich bewußt gewählt, weil gerade menschen mit alltäglichen ansichten, die eher bürgerliche lebensweisen bevorzugen, damit sadismus als lebensform wählen. es ist ihnen bekannt, daß sie mit ihrem lebensstil anderen schaden zufügen und damit auch zu selbstmitleid neigen (ich denke da in erster linie an die freisprechung in form von spenden etc.).
ich habe aber weder die absicht gehegt, @elfer, persönlich zu werden, noch irgendjemandem damit zu nahezutreten. ihr stichpunkt kam nur recht günstig, um eine kleine philosophische phaselei loszuwerden. dem gesamten thread kann ich mittlerweile kaum noch folgen bzw. ist zuwenig zeit da, den gesamten bestand einzulesen.

der zustand kommunismus war noch nie da, @britta; da geb ich dir (ich erlaube mir mal das du) uneingeschränkt recht. sozialismus hingegen war und ist da. selbst in kapitalistischen staaten - oder solchen, die wir als kapitalistische beschreiben würden. damit ist nicht gesagt, daß den gesellschaften der reibungslose übergang zum kommunismus gelingen würde. dafür gibt es sicher keine garantie. der reine nachteil dieser gesellschaftsform ist nur der, daß die machtausübung von vielen teilnehmern realisiert werden soll/muß/kann. der kluge gegenspieler hat damit auch viele ansprechpartner, um das projekt umzuschmeißen. im laufe der zeit bildet sich trotzdem die entsprechende mehrheit. ist eben, wie in jedem systemwechsel:-))) dazu ist auch sicher, daß der alte part mit seiner permanenten unfähigkeit auf grenzen trifft. ob sie jetzt rein finanziell sind oder mitunter an menschlichen bedürfnissen scheitern, ist mal dahingestellt.
die christliche sicht, @clara, ist an sich fundamental. damit auch der kommunistischen ähnlich. daß sowohl christen und kommunisten/sozialisten an gewissen wirtschaftlichen gegebenheiten hängen bleiben, ist weitläufig ne charakterfrage. unsereiner geht einfach nachschauen. eine lüge kann immerhin ein irrtum sein. nur, wenn von zehn behauptungen, acht sicher gelogen sind, dann ist der wahrheitsgehalt generell anzuzweifeln. und diesem dilemma setzen sich heutzutage bürgerliche vertreter aus. damit ist der "gute wille" und auch "die gute absicht", egal, wie fein verpackt das kommt, schwer zu bezweifeln. das christentum als herrschafts- oder macht-/staatsgefüge ist dem bürgerlichen ähnlich. deswegen gibt es aber keineswegs den grund, die substanz des glaubens in seiner gesetzmäßigkeit zu bezweifeln.

so, jetzt muß er ins bette
kh

Britta
10.03.2010, 21:31
der zustand kommunismus war noch nie da, @britta; da geb ich dir (ich erlaube mir mal das du) uneingeschränkt recht. sozialismus hingegen war und ist da. selbst in kapitalistischen staaten - oder solchen, die wir als kapitalistische beschreiben würden. damit ist nicht gesagt, daß den gesellschaften der reibungslose übergang zum kommunismus gelingen würde. dafür gibt es sicher keine garantie.
Wer will denn eigentlich Kommunismus?

Das was man früher so genannt hat will keiner und dass, was so als wirklicher Kommunismus gilt ist auch totlangweilig. Mir wäre es eigentlich am Liebsten, die Menschen würden erwachsen werden und jeder würde wieder jeden leben lassen.

der reine nachteil dieser gesellschaftsform ist nur der, daß die machtausübung von vielen teilnehmern realisiert werden soll/muß/kann. der kluge gegenspieler hat damit auch viele ansprechpartner, um das projekt umzuschmeißen. im laufe der zeit bildet sich trotzdem die entsprechende mehrheit. ist eben, wie in jedem systemwechsel:-))) dazu ist auch sicher, daß der alte part mit seiner permanenten unfähigkeit auf grenzen trifft.
Immer will irgendwer 'Macht ausüben' und meist sind genau diese Leute unfähige Egoisten. Da brauchts auch immer eine Partei oder einen Verein mit Fraktionszwang, damit die wissen wo es langgeht und nicht ständig selber denken müssen. Das fängt echt schon im Sportverein an, wo immer einer was zu sagen haben will und seine Vorstellungen durchsetzen will. Dann gibt es noch diejenigen, die immer was machen und ohne die nichts läuft und diejenigen, die zwar dabei sind aber sich immer vor Allem drücken.

die christliche sicht, @clara, ist an sich fundamental. damit auch der kommunistischen ähnlich. daß sowohl christen und kommunisten/sozialisten an gewissen wirtschaftlichen gegebenheiten hängen bleiben, ist weitläufig ne charakterfrage. unsereiner geht einfach nachschauen. eine lüge kann immerhin ein irrtum sein. nur, wenn von zehn behauptungen, acht sicher gelogen sind, dann ist der wahrheitsgehalt generell anzuzweifeln. und diesem dilemma setzen sich heutzutage bürgerliche vertreter aus. damit ist der "gute wille" und auch "die gute absicht", egal, wie fein verpackt das kommt, schwer zu bezweifeln. das christentum als herrschafts- oder macht-/staatsgefüge ist dem bürgerlichen ähnlich. deswegen gibt es aber keineswegs den grund, die substanz des glaubens in seiner gesetzmäßigkeit zu bezweifeln.
:kopfkratz:
Irgendwie verstehe ich nicht so ganz, was du genau damit sagen willst.

Elfer
10.03.2010, 21:43
Die Aussage von bejaka ist doch eigentlich klar. Jede Form der Demokratie und Mehrheitsentscheidungen ist anfällig und damit unvollkommen.

Gerade bei der Kirche kann man auf ddiesen Alleinvertretungsanspruch hoffen und ihre Ablehnung war ein Grund für den Niedergang des Sozialismus.

Um zur höchsten Stufe des menschlichen Seins zu gelangen, dem Kommunismus, muss man die bestehenden Hürden geschickt ausnutzen, die Menschen belügen, damit ihnen hinterher der kommunistische Alleinherrscher fest im Sattel sitzen kann (und seine Schergen mit unzählinge Jungfrauen (und Männern) schwelgen können).

Auf diesem Weg nimmt man jede Form des Sozialismus als verdaubare Ideologie in Kauf, die man letztendlich für den Endsieg opfern würde.

Britta
10.03.2010, 21:49
Die Aussage von bejaka ist doch eigentlich klar. Jede Form der Demokratie und Mehrheitsentscheidungen ist anfällig und damit unvollkommen.
Mir nicht, weswegen ich auch lange gezögert habe, darauf zu antworten.
Gerade bei der Kirche kann man auf ddiesen Alleinvertretungsanspruch hoffen und ihre Ablehnung war ein Grund für den Niedergang des Sozialismus.
Die Kirche gehört für mich zu den Jahrtausendverbrechern. Mit Sozialismus hat sie nichts zu tun und der Glaube, den sie predigt ist reine Lüge.

Um zur höchsten Stufe des menschlichen Seins zu gelangen, dem Kommunismus, muss man die bestehenden Hürden geschickt ausnutzen, die Menschen belügen, damit ihnen hinterher der kommunistische Alleinherrscher fest im Sattel sitzen kann (und seine Schergen mit unzählinge Jungfrauen (und Männern) schwelgen können).
Höchste Stufe des menschlichen Seins ist gut. :D

Auf diesem Weg nimmt man jede Form des Sozialismus als verdaubare Ideologie in Kauf, die man letztendlich für den Endsieg opfern würde.
Und was passiert, wenn man den Endsieg erreicht hat? :kopfkratz:

Elfer
10.03.2010, 21:58
Und was passiert, wenn man den Endsieg erreicht hat? :kopfkratz:

Dann hat nur noch einer das Sagen und seine Jünger hoffen auf das Paradies zu Lebzeiten. Kurz, die Prophezeiungen Orwells wären Realität. N ur dürfte dann niemand mehr darüber reden.

Das Forum wäre endgültig Geschichte. :toben:

Das Ziel ist klar. Der Endsieg heisst Kommunismus. Der Weg ist auch klar


der reine nachteil dieser gesellschaftsform ist nur der, daß die machtausübung von vielen teilnehmern realisiert werden soll/muß/kann.

Britta
11.03.2010, 12:01
Dann hat nur noch einer das Sagen und seine Jünger hoffen auf das Paradies zu Lebzeiten. Kurz, die Prophezeiungen Orwells wären Realität. N ur dürfte dann niemand mehr darüber reden.

Das Forum wäre endgültig Geschichte. :toben:

Das Ziel ist klar. Der Endsieg heisst Kommunismus. Der Weg ist auch klar
der reine nachteil dieser gesellschaftsform ist nur der, daß die machtausübung von vielen teilnehmern realisiert werden soll/muß/kann.
Jetzt hast du mich echt dazu gebracht, dass nochmal zu lesen. Hilft aber auch nicht. :D

Was bei soll/muß/kann noch fehlt, ist das /will. So eine Welt kann nicht lange funktionieren.

Clara
12.03.2010, 17:56
Xxxxxxxxxxxxxxx

Clara
12.03.2010, 19:44
Das hat mir gerade die Redaktion der Grünen geschrieben.;( :

Man darf keine Artikel von Medien hier einfach reinkopieren. Da sind Rechte dran gebunden. (Anmerkung der Redaktion)

Und dann meinen Text gelöscht und den Link stehen lassen.
Ich hab doch schon zig mal Artikel kommentiert, ist das wirklich verboten?

Hellmann
12.03.2010, 20:56
Und dann meinen Text gelöscht und den Link stehen lassen.
Ich hab doch schon zig mal Artikel kommentiert, ist das wirklich verboten?
Man darf nicht den ganzen Artikel kopieren, sondern nur einen kurzen Teil, den man kommentiert. Einige Zeitungen sind da inzwischen ganz pingelig, anderen ist es eher egal. Ist für die Moderatoren manchmal ein Problem.

Clara
12.03.2010, 21:21
@ Hellmann

Danke für die Antwort, dass wusste ich nicht.

bejaka
14.03.2010, 11:24
die kirche ist nur, um das mal zu vergleichen, eine gesellschaftsordnung, mit deren hilfe der feudalismus aufgebaut wurde. damit ist auch belegt, wie lange der wandel von einer gesellschaftsform in die nächste dauert. entscheident am sozialismus und der durchsetzung ist die mehrheitsbildung. d.h., wenn sich die mehrheiten einer gesellschaft in die richtung entscheiden. inwiefern, @britta, sich einzelne bestandteile der gesellschaft vom vorgänger kaufen oder beeinflussen lassen, ist dahingestellt. das gibts immer in wandlungsprozessen. wir wissen, daß ganze armeen desserierten und ganze länderregierungen die fahne wechselten, im geeigneten augenblick. der kauf der ´fahnenwechsler´ist aber bestandteil der ´revolution´. zum einen werden die ausgaben für die entpsrechenden personen höher, weil sie mehr werden, zum anderen müssen die aufwendungen für die argumentation deutlich erhöht werden; ganz zu schweigen von den militärischen aufwendungen. verglichen mit der realität, zeigt uns der aktuelle verlauf, daß mittlerweile massiv die butter verkauft werden muß, ohne daß irgendjemand eine entschuldung des negativ - saldos spüren würde. im gegenteil. im effekt müssen die bürgerlichen lager ihre politik so sehr diktieren, daß selbst die müsigsten und bequemsten unterdrückten merken, ´hier stimmt was nicht´. allen muß nur klar sein, daß sie selbst ihre eigene unterdrückung zahlen und, das scheint der gipfel zu sein, sich selbst unterdrücken. in griechenland bekommen wir aber den wahren zustand der gesellschaft gezeigt. das werkzeug der unterdrückung geht gemeinsam mit der bevölkerung auf die straße bzw. applaudiert den demonstraten. die machthaber, nennen wir sie kapitalisten, reagieren mit....einer schnellen, europäischen eingreiftruppe, die dazu noch in meiner neuen heimat stationiert ist. sie möchten also den gesellschaftlichen bezug der sicherheitsorgane des jeweiligen landes, einschränken oder aufheben. in dem spektrum zeigt sich bereits pure diktatur; zu vergleichen mit dem zustand nach dem krieg - siehe ungarn, cssr, ddr usw.. dabei muß aber klar sein, daß alle staaten, die in den jahren sowjetisch besetzt waren, expartner des imperialen faschismus und damit beteiligt am angriffskrieg gegen die su waren. auf deutsch, von bulgarien bis finnland.

kh

Sebastian Hauk
14.03.2010, 12:08
Hallo bejaka,

Sozialismus bedeutet für mich, dass es keine Privatwirtschaft mehr gibt. Es gibt dann keinen Aldi, Lidl oder Rewe mehr die in privater Hand sind. Es gibt dann keinen Kiosk, Bäcker oder Restaurant mehr, dass z.B. von einer Familie geführt wird.

Wikipedia definiert den Sozialismus so:

Ziel des Kommunismus wie des Sozialismus ist die Überwindung des Kapitalismus und die Befreiung des Menschen von der Ausbeutung durch den Menschen. Nach Karl Marx ist die Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln in der Diktatur des Proletariats (Sozialismus) die ökonomische Voraussetzung der klassenlosen Gesellschaft (Kommunismus).

Und nach Karl Marx braucht es dafür die Dikatatur des Proletariats. Hartz4 Emfpänger sollen uns dann also im Auftrag von Revolutionären beherrschen.

Mir gefällt das dann doch nicht so gut. Und das liegt jetzt nicht an den Hartz4 Empfängern.

Gruß

Sebastian

Britta
14.03.2010, 12:59
Hallo bejaka,

Sozialismus bedeutet für mich, dass es keine Privatwirtschaft mehr gibt. Es gibt dann keinen Aldi, Lidl oder Rewe mehr die in privater Hand sind. Es gibt dann keinen Kiosk, Bäcker oder Restaurant mehr, dass z.B. von einer Familie geführt wird.

Wikipedia definiert den Sozialismus so:

Und nach Karl Marx braucht es dafür die Dikatatur des Proletariats. Hartz4 Emfpänger sollen uns dann also im Auftrag von Revolutionären beherrschen.

Mir gefällt das dann doch nicht so gut. Und das liegt jetzt nicht an den Hartz4 Empfängern.

Gruß

Sebastian
Unsere Welt ist so wie sie ist ja eigentlich nicht schlecht. Sie funktioniert jedenfalls. Es müssten nur die Werte etwas korrigiert werden, der Mensch müßte wieder im Mittelpunkt stehen.

Irgendwann hat man angefangen, alles in Warengruppen zu unterteilen und Warengruppe Nr. 1 wurde das Geld. Der Mensch kommt dann irgendwann später. Unter der Warengruppe 'Human Resources' wurde er zum Kostenfaktor, da ja die Wirtschaft glaubt, alles berechnen zu müssen und Allem einen finanziellen Wert zuordnet. Wir sind einen Gesellschaft von Buchhaltern erzogen worden. Dabei gibt es Dinge, die mit Geld nicht zu bezahlen sind und auch vieles, was in der Rechnung der Profitmaximierer gar nicht berücksichtigt wird, wie z.B. das bei totaler Profitmaximierung die Menschheit sich selbst wegrationalisiert hat.

Wenn man nach einer Erklärung für dieses irrationale Verhalten sucht, dann findet man die in der weiteren Profitmaximierungssucht einer kleinen Gruppe von Billionären, die die nächstmögliche Steigerung ihrer Profite und Macht in einer Weltwährung sehen, deren Kontrolle sie natürlich für sich beanspruchen. Um das einen großen Schritt weiter zu bringen, haben die erstmal die jetzige Wirtschaftskrise verursacht und wollen sich hinterher als Retter aufspielen.

Ein Thema, das in den Medien nicht vorkommt und das ich auch bei der Linkspartei irgendwie vermisse. Es wird nicht diskutiert.

Eine Revolution sollte schon stattfinden, aber in den Köpfen.

bejaka
14.03.2010, 17:09
Hallo bejaka,
Mir gefällt das dann doch nicht so gut. Und das liegt jetzt nicht an den Hartz4 Empfängern.

Gruß

Sebastian

die bedingung der klassenlosen gesellschaft und damit des kommunismus ist zunächst der sozialismus. darin, weil es eine übergangsgesellschaft darstellt, ist nicht festgelegt, daß alle produktionsmittel in volkshand sein müssen, @sebastian. entscheident sind die maßgeblichen produktionsmittel. die maßgeblichen produktionsmittel sind zunächst die banken, großindustrie und,
man staune, die grundbedarfindustrie. nach der defi war deutschland, ich rede jetzt von der westseite, praktisch dem sozialismus sehr nahe. dort wurde leider versäumt, wenn schon subventionen in dem umfang ausgereicht werden, wie es im bund durchgeführt wurde, diese als anteile festzuschreiben; mir halber genossenschaftliche o.ä.. im grunde hat das das volk verschlafen. aktuell wird der ruf danach etwas lauter und gelegentlich von spitzenpolitikern angedeutet. das zeigt aber nur, daß sich die ´führung´ dessen bewußt ist und damit versucht, das völkchen einzulullen. sozusagen auf der welle der hoffnung führt.
hartz - empfänger, @sebastian, gibt es erst mal nicht im sozialismus. zunächst ist das mal der wesentlichste unterschied. faule deppen sind damit natürlich nicht weggemacht. die gibt es sehr wohl noch. aber die instrumente der einbindung dieser mitbürger sind andere und, man staune, erfolgreich. was hartzern gern als faulheit unterstellt wird, ist nicht die faulheit an sich, sondern das produkt des auskonkurierens der arbeitnehmer untereinander.
arbeitspolitik ist im sozialismus reine staatsdoktrine. d.h., in der gesellschaft hat keiner das interesse, seinen mitbürger hängen zu lassen, nur weil er, z.b., keine bretter sägen kann. an dem punkt setzt eigentlich auch das fortbildungsangebot der a-agentur an. nur die durchführung ist so grottenschlecht und systembedienend, daß die mittel in der falschen hand somit auch ihren effekt verlieren.
im strengen marxistischen sinn, ist selbst china sozialistisch. nach unserer propaganda käme keiner auf die idee, daß das so wäre. gossweiler, eigentlich ein freidenker, hat china mal in bezug sozialismus untersucht und kam in etwa der einschätzung nahe, die ich hier ´nachsinge´. mußte mal rüberschauen auf seine seite. eine weitere grundbedingung ist, daß sich die kommunistische partei als führung in diesem prozeß hervorhebt. d.h. sicher, in form eines diktates der arbeiter und bauern, sprich, der ausgemachten mehrheit im volk.
das heißt aber nicht, daß andere politische parteien und vereinigungen ihr mitspracherecht oder das recht mitzuregieren, verlören. allgemein hat sich, seit stalin, die sogenannte blockbildung, d.h., alle opposition bildet den oppositionellen block, durchgesetzt. beim aktuellen abgleich, ob in kuba, china oder venezuela usw., kann man genau diese tendenz ausmachen.
nur nebenbei, auch in nordkorea und vietnam ist das so.
@britta ist der meinung, daß die welt, so wie sie ist, eigentlich erträglich wäre oder keiner gröberen veränderung bedürfe. national gesehen könnte man das ohne weiteres unterschreiben. nur, was soll´mer anziehen, ohne zu wissen, daß mer mit seinem hemd drei inder auf dem gewissen hat oder mit jedem handy vier kongolaner umbringt. so einfach kann ich mir das nicht machen. das ist jetzt keinesfalls eine kritik, @britta, eher ein stöner. ich habe fast alle diese länder gesehen, da gearbeitet und mit den menschen gesprochen. das macht im grunde so betroffen, daß mer die ansicht da nicht äußern kann. im grunde gehen unsere regierungen, und zwar geschlossen, da über leichen und völlig skrubellos plündern - ohne zu bezahlen, versteht sich.
auf deutsch heißt das, daß den ländern komplett ihre einnahmen entzogen werden und dazu noch verhindert wird, daß diese länder eigene infrastrukturen aufbauen. das ganze hat nix mit deren angeblicher dummheit zu tun oder mit der medial erzeugten ´bruder´- brutalität, sondern einzig und allein mit deren ausbeutung. das prinzip ist, dem europas oder amerikas völlig gleich. man beschickt ein - zwei prozent der bevölkerung mit reichlich geld und entsprechender unterstützung, und die beuten ihre mitbürger aus.

kh

bejaka
14.03.2010, 17:26
http://die-linke.de/nc/presse/presseerklaerungen/detail/zurueck/aktuell/artikel/banken-vergesellschaften-statt-den-kredithandel-staatlich-absichern/

Ich frage mich wieso sie sich überhaupt die Mühe macht so einen Text zu verfassen;(
Wenn man Börsianer ist oder Banker versteht man das vielleicht, aber für uns normalen Dumpfbacken ist das absolut unverständlich.
Ich ärgere mich darüber.

Allerdings glaube ich mittlerweile auch das die Banken vergesellschaftet werden sollten, Frau Wagenknecht war aber keine besondere Hilfe bei dieser Erkenntnis....
Wichtiger als die Besitzverhältnisse sind aber denke ich logische Regeln.

grundsätzlich verfolgt frau wagenknecht damit rein sozialistische anliegen, die der zeit entsprechend notwendig sind. und sooo kompliziert ist das nicht ausgedrückt, @clara. sie zeigt damit dem eigentümer der banken, denn das volk ist bereits eigentümer aller wirtschaft in deutschland!, daß es zeit wäre, endlich mal seine besitzansprüche anzumelden.
zur (verständnis-) hilfe sage ich mal dazu, daß alle kosten, die ein unternehmen hat, vom volk und damit vom steuerzahler gesamt, getragen werden; sowohl als abschreibung als auch durch normale rückvergütung (einkommensschmälerung) aller ausgaben.
als beispiel:
ich produziere brot.
kosten der maschinen, um teig zu machen, sind zu hundert prozent absetzbar.
bäckergehilfen, wenn ich es allein nich tun kann, sind absetzbar. darlehen, zinsen, verzugszinsen usw., sind absetzbar. rohstoffe werden als kosten gewertet, also absetzbar. verkaufe ich jetzt das brot zu einem euro, gehen von dem erlös alle absetzbaren kosten weg. was übrigbleibt ist der bruttoerlös. dieser wird versteuert und restlich bleibt gewinn. ich hab das bewußt einfach gestaltet, um die übersicht zu gewährleisten. nicht, daß jetzt buchhalterische kritik kommt:-)))) die basis dieser berechnung nennt sich gewinn - überschuß - rechnung. größere unternehmungen müssen bilanzieren, d.h., die salden miteinander vergleichen. das ermöglicht etwas mehr spielraum in der buchhaltung und läßt kreative menschen besser leben:-))) zu denen zählen banken und alle europäischen staats - gmbhs:-)))

kh

Britta
14.03.2010, 17:28
@britta ist der meinung, daß die welt, so wie sie ist, eigentlich erträglich wäre oder keiner gröberen veränderung bedürfe. national gesehen könnte man das ohne weiteres unterschreiben. nur, was soll´mer anziehen, ohne zu wissen, daß mer mit seinem hemd drei inder auf dem gewissen hat oder mit jedem handy vier kongolaner umbringt. so einfach kann ich mir das nicht machen. das ist jetzt keinesfalls eine kritik, @britta, eher ein stöner. ich habe fast alle diese länder gesehen, da gearbeitet und mit den menschen gesprochen. das macht im grunde so betroffen, daß mer die ansicht da nicht äußern kann. im grunde gehen unsere regierungen, und zwar geschlossen, da über leichen und völlig skrubellos plündern - ohne zu bezahlen, versteht sich.
auf deutsch heißt das, daß den ländern komplett ihre einnahmen entzogen werden und dazu noch verhindert wird, daß diese länder eigene infrastrukturen aufbauen. das ganze hat nix mit deren angeblicher dummheit zu tun oder mit der medial erzeugten ´bruder´- brutalität, sondern einzig und allein mit deren ausbeutung. das prinzip ist, dem europas oder amerikas völlig gleich. man beschickt ein - zwei prozent der bevölkerung mit reichlich geld und entsprechender unterstützung, und die beuten ihre mitbürger aus.

kh
Die Ursache für all das was du beklagst, liegt in der Bevorzugung der Wirtschaft und das sich alles um Profit dreht. Wenn man den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt und Geld nur als Hilfsmittel betrachtet, könnten diese Probleme langsam abgearbeitet werden. Das geht aber nicht, wenn Geld und Profitsteigerung das Maß aller Dinge sind.

Man könnte schon mit kleinen Kurskorrekturen unheimlich viel bewegen.

Solange man der Wirtschaft und den Großkonzernen allerdings alle Wege der Ausbeutung ebnet und solange es korrupte Politiker gibt, die nur an ihre Karriere und ihren Geldbeutel denken, statt an die Weiterentwicklung der Menschheit, wird das nicht möglich sein.

In unserer Gesellschaft ist sich jeder selbst der Nächste geworden. Was wir brauchen ist ein Miteinander, statt gegeneinander. Wir können uns auf alle Arten gegenseitig bekämpfen und tun dies zu jeder Gelegenheit. Wahrscheinlich wegen der eigenen Unzufriedenheit und weil wir die Schuld immer nur bei den Anderen suchen. Wir können hetzen, uns aufhetzen lassen und jeden schlecht reden. Wann haben wir eigentlich zum letzten Mal etwas gutes an einem Politiker gefunden? Wir gehen bei allem immer gleich davon aus, dass es nur wieder gegen uns geht. Die Medien nutzen das auch aus.

Das System ist schon seit dem Tauschhandel ein kapitalistisches. Ein anderes gab es nie und es würde auch nicht funktionieren - ausser in den Köpfen einiger komisch denkender Leute. Es geht nur ums Steuern und um die Möglichkeiten, die man schafft. Ist alles von Menschen gemacht, erprobt und bekannt.

Clara
15.03.2010, 10:34
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bejaka
15.03.2010, 18:38
Die Ursache für all das was du beklagst, liegt in der Bevorzugung der Wirtschaft und das sich alles um Profit dreht. Wenn man den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt und Geld nur als Hilfsmittel betrachtet, könnten diese Probleme langsam abgearbeitet werden. Das geht aber nicht, wenn Geld und Profitsteigerung das Maß aller Dinge sind.

Man könnte schon mit kleinen Kurskorrekturen unheimlich viel bewegen.

...

im grunde ist die politik die umgebungstemperatur der jeweiligs herrschenden macht. in unserem fall der firmen. der charakter der ausbeutung hat sich, seit dem es sie gibt, nicht geändert. das stimmt sehr wohl. ist übrigens auch marxistische erkenntnis. sozialismus ist praktisch die erste gesellschaftsordnung, in der diese ausbeutung teilweise abgeschaft ist und im abbau begriffen ist. das konnten sowohl ddr- bürger als auch alle anderen sozialistischen bevölkerungen spüren. auch chinesen. china und indien z.b., haben noch das problem der sehr hohen bevölkerungszahl. sie sind praktisch auf diverse importe und auch ´gut - gesicht´ abhängig. paar embargos und die hütte dieser länder wackelt ungemein. die kommenden fünf bis zehn jahre werden das bestehende system so gewaltig erschüttern, daß eine wiederbelebung aussichtslos wird. die allgemeinen tendenzen sind spürbar schlechter als in vergleichbaren zeiträumen und geschichtsperioden.

kh

Elfer
15.03.2010, 18:52
Der Sozialismus ist die erste Ideologie, wo die kapitalistische Ausbeutung stückweise durch staatliche Ausbeutung ersetzt wird. Eine weitere Form nennt man Marxismus.

Da gehen nicht nur die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Eigeninitiative sondern auch die Freiheitsrechte gänzlich verloren.

Würde China sich nicht so stark auf seinen hochkriminellen Export konzentrieren, hätte es mehr Potential für den Binnenmarkt.

In den nächsten jahren wird sich viel ändern. Sollte sich widererwartend eine sozialistische Tendenz ergeben, können wir endlich sicher sein, dass es mit einer menschlichen Gesellschaft zu Ende geht.

Grüße an Margot :-)

Britta
15.03.2010, 20:43
im grunde ist die politik die umgebungstemperatur der jeweiligs herrschenden macht. in unserem fall der firmen. der charakter der ausbeutung hat sich, seit dem es sie gibt, nicht geändert. das stimmt sehr wohl. ist übrigens auch marxistische erkenntnis. sozialismus ist praktisch die erste gesellschaftsordnung, in der diese ausbeutung teilweise abgeschaft ist und im abbau begriffen ist. das konnten sowohl ddr- bürger als auch alle anderen sozialistischen bevölkerungen spüren. auch chinesen.

Du wirst keinen Sozialismus bekommen, wenn die Menschen nicht 'innerlich' sozial sind. Man kann den nicht einfach per Gesetz verordnen.

Elfer
15.03.2010, 21:47
Du wirst keinen Sozialismus bekommen, wenn die Menschen nicht 'innerlich' sozial sind. Man kann den nicht einfach per Gesetz verordnen.

Dabei stellt sich die Frage, ob Sozialismus und sozial überhaupt etwas gemeinsam haben.

Du hast aber völlig recht, dass Sozialismus erst eine Chance haben kann, wenn der Mensch "sozial" geworden ist. Das ist aber unwahrscheinlicher, als würde der Mesnch endlich ein Demokrat. Sozial hat immer einen aktiven Teil, Demokratie kann man auch passiv erleben.

Das Problem ist aber, dass die Menschen, die heute den sozialismus fiordern, niemals selber dazu in der Lage sind. Das haben viele Menschen des letzten Jahrtausend belegt. Daran hat sich nichts geändert.

Man braucht gar keine Propaganda, um die Lüge zu enttarnen. :D

otix_
15.03.2010, 21:55
Dabei stellt sich die Frage, ob Sozialismus und sozial überhaupt etwas gemeinsam haben.

Du hast aber völlig recht, dass Sozialismus erst eine Chance haben kann, wenn der Mensch "sozial" geworden ist. Das ist aber unwahrscheinlicher, als würde der Mesnch endlich ein Demokrat. Sozial hat immer einen aktiven Teil, Demokratie kann man auch passiv erleben.

Das Problem ist aber, dass die Menschen, die heute den sozialismus fiordern, niemals selber dazu in der Lage sind. Das haben viele Menschen des letzten Jahrtausend belegt. Daran hat sich nichts geändert.

Man braucht gar keine Propaganda, um die Lüge zu enttarnen. :D

Westerwelle, in seiner jüngsten Affäre ist durchaus sozial, aber nur zu, und in seinem engsten Kreis. Für alle Aussenstehenden wirkt das äußerst befremdlich, während für ihn das eine nette Geste war. Das führt zu Wahrnehmungsverschiebungen. Westerwelle der Sozialist :giggle: umgibt sich natürlich eher mit Seinesgleichen was weniger zu Spannungen führt als wenn er andere soziale Schichten beherbergen würde - Ein Grund, weswegen Sozialismus auch eine gewisse Gleichheit anstrebt...AHA! Also eine durchaus nachvollziehbare Vorstellung von sowohl Sozialisten als auch Westerwelle.

Elfer
15.03.2010, 22:01
Westerwelle, in seiner jüngsten Affäre ist durchaus sozial, aber nur zu, und in seinem engsten Kreis. Für alle Aussenstehenden wirkt das äußerst befremdlich, während für ihn das eine nette Geste war. Das führt zu Wahrnehmungsverschiebungen. Westerwelle der Sozialist :giggle: umgibt sich natürlich eher mit Seinesgleichen was weniger zu Spannungen führt als wenn er andere soziale Schichten beherbergen würde - Ein Grund, weswegen Sozialismus auch eine gewisse Gleichheit anstrebt...AHA! Also eine durchaus nachvollziehbare Vorstellung von sowohl Sozialisten als auch Westerwelle.

Ja, Westerwelle ist ein wahrer Sozialist. Er lebt Poltik so selektiv, wie die heutigen Sozialsiten es tun würden.

Daher sagte ich, dass der Sozialismus nciht die falsche Ideologie ist, sondern die Menschen die falschen Sozialisten.

Daran wird sich in absehbarer zeit nichts ändern. Die Sozialisten diskutieren ja noch nicht einmal hier sozial. Sie klagen an, grenzen aus und und und ... was braucht es mehr?

otix_
15.03.2010, 22:07
Ja, Westerwelle ist ein wahrer Sozialist. Er lebt Poltik so selektiv, wie die heutigen Sozialsiten es tun würden.

Daher sagte ich, dass der Sozialismus nciht die falsche Ideologie ist, sondern die Menschen die falschen Sozialisten.

Daran wird sich in absehbarer zeit nichts ändern. Die Sozialisten diskutieren ja noch nicht einmal hier sozial. Sie klagen an, grenzen aus und und und ... was braucht es mehr?

Kapitalismus scheint auch dem falschen Vorbild des Menschen zu erliegen. War es im Sozialismus die Annahme das der Mensch ein guten sozialen Kern hätte, geht der Kapitalismus nun davon aus, dass der Mensch eine betriebsame Arbeitsdrohne wäre. Warum sollte sie das aber sein, wenn sie nicht sozial eingestellt ist :)

Elfer
15.03.2010, 22:17
Kapitalismus scheint auch dem falschen Vorbild des Menschen zu erliegen. War es im Sozialismus die Annahme das der Mensch ein guten sozialen Kern hätte, geht der Kapitalismus nun davon aus, dass der Mensch eine betriebsame Arbeitsdrohne wäre. Warum sollte sie das aber sein, wenn sie nicht sozial eingestellt ist :)

Das geht der Sozialismus, wie wir ihn kennengelernt haben aber auch davon aus, dass der Mensch glücklich und fügsam ist, wenn er Arbeit hat.

Es belegt aber auch, dass der Kapitalismus noch nicht am Ziel ist, da der Mensch nicht pauschla eine Arbeitsdrohne ist. Mir sind da einige bekannt, die gar nicht arbeiten wollen und sich ganz kapitalistisch in die Hängemate legen.

Der Mensch ist nicht sozial, nur weil er arbeitet.

otix_
15.03.2010, 22:23
Das geht der Sozialismus, wie wir ihn kennengelernt haben aber auch davon aus, dass der Mensch glücklich und fügsam ist, wenn er Arbeit hat.

Es belegt aber auch, dass der Kapitalismus noch nicht am Ziel ist, da der Mensch nicht pauschla eine Arbeitsdrohne ist. Mir sind da einige bekannt, die gar nicht arbeiten wollen und sich ganz kapitalistisch in die Hängemate legen.

Der Mensch ist nicht sozial, nur weil er arbeitet.

Eingen wir uns vllt darauf:
Der Mensch ist sozial wenn er mehr hat als ein Existenzminimum.
Essen, Nahrung, etc. also sprich die Grundbedürfnisse.

Britta
15.03.2010, 22:24
Es belegt aber auch, dass der Kapitalismus noch nicht am Ziel ist, da der Mensch nicht pauschla eine Arbeitsdrohne ist. Mir sind da einige bekannt, die gar nicht arbeiten wollen und sich ganz kapitalistisch in die Hängemate legen.

Der Mensch ist nicht sozial, nur weil er arbeitet.
Wenn der Kapitalismus da ans Ziel kommt, dann macht Arbeit überhaupt keinen Spaß mehr und keiner will arbeiten. Wird dann wohl wie im Sklavenlager. Und mit Demokratie ist dann gar nichts mehr, Hängematten gibts dann statt Betten, spart Platz im Arbeitslager und in den Slums.

Elfer
16.03.2010, 09:39
Eingen wir uns vllt darauf:
Der Mensch ist sozial wenn er mehr hat als ein Existenzminimum.
Essen, Nahrung, etc. also sprich die Grundbedürfnisse.

Dann lebt der Mensch sozial, ist es aber nicht zwangsläufig. Wenn der Mensch sich seiner Verantwortung bewußt wird, die er gegenüber der Gemeinschaft hat und sich dort einbringt, ist er sozial.


Wenn der Kapitalismus da ans Ziel kommt, dann macht Arbeit überhaupt keinen Spaß mehr und keiner will arbeiten. Wird dann wohl wie im Sklavenlager. Und mit Demokratie ist dann gar nichts mehr, Hängematten gibts dann statt Betten, spart Platz im Arbeitslager und in den Slums.

Völlig richtig. Nur kann der Kampf gegen den Kapitalismus nicht in der Flucht in den Sozialismus oder Kommunismus oder irgendwo dazwischen enden.

Vollbeschäftigung mündet dort in Arbeitszwang. Was dass dann mit Spaß oder Identifikation zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Die Chinesen machen uns vor wie Spaß und Identifikation am und mit dem täglichen Schaffen ERZEUGT wird.

Ich möchte werder auf dem "freien" chinesischen Arbeitsmarkt, noch in deren Staatsdienst tätig sein. Gleiches gilt auch für die schon erlebten sozialistischen Modelle Europas.

Wir müssen das Boot in der Mitte der Strömung halten, sonst laufen wir Gefahr zu kentern oder auf Grund zu laufen.

Clara
16.03.2010, 11:28
Xxxxxxxxxxxxx

Britta
16.03.2010, 12:37
Stattdessen wird sie bestraft, wenn sie sagt was sie denkt, dass sind doch direkt feudalistische Verhältnisse die rein gar nichts mit Mitbestimmung zu tun haben.
Naja, bestraft nicht. Ich mach mich halt nicht gerade beliebt aber mehr wie rausschmeissen geht auch nicht. ;)

Britta
16.03.2010, 12:45
Nur kann der Kampf gegen den Kapitalismus nicht in der Flucht in den Sozialismus oder Kommunismus oder irgendwo dazwischen enden.
Nein, das wäre Quatsch und vom Regen in die Traufe.

Vollbeschäftigung mündet dort in Arbeitszwang. Was dass dann mit Spaß oder Identifikation zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Spaß und Identifikation ist bereits reichlich geschwunden. Merkt man auch an den Qualitätsproblemen.
Die Chinesen machen uns vor wie Spaß und Identifikation am und mit dem täglichen Schaffen ERZEUGT wird.
So einfach ist das glaube ich nicht. Ich hätte die Möglichkeit, für ein paar Jahre nach China zu gehen. Vielleicht sollte ich das machen. :kopfkratz:

Ich möchte werder auf dem "freien" chinesischen Arbeitsmarkt, noch in deren Staatsdienst tätig sein. Gleiches gilt auch für die schon erlebten sozialistischen Modelle Europas.
Das chinesische System gefällt mich auch nicht. Die sozialistischen Modelle Europas... Hm, in den 70er und 80er Jahren galt in Deutschland noch Leben und Leben lassen. Vielleicht nur um zu zeigen, wie besser doch das System der BRD gegen das der DDR ist. Da ließ man den Bürgern noch mehr Geld in der Tasche, was für eine florierende Wirtschaft sorgte. Geld war ständig im Umlauf und das sorgte für Wohlstand.

Ansonsten hatten wir alles ja schon mal.
Wir müssen das Boot in der Mitte der Strömung halten, sonst laufen wir Gefahr zu kentern oder auf Grund zu laufen.
Wir müssten es erst mal in die Mitte bringen. Gekentert ist es eigentlich schon fast, nur hat es noch nicht jeder bemerkt. Die nächste Pleitewelle ist schon in Sicht.

bejaka
16.03.2010, 15:32
Du wirst keinen Sozialismus bekommen, wenn die Menschen nicht 'innerlich' sozial sind. Man kann den nicht einfach per Gesetz verordnen.

nach ner aktuellen umfrage können sich 75% der deutschen mit dem sozialismus anfreunden. das berichtet ne zeitung unserer nachbarn:
http://kurier.at/nachrichten/1986217.php
(so genau kenn ich die presselandschaft in .de nicht. nach dem zitierten steht offensichtlich ein schmierblättchen hinter der umfrage.)
das heißt nicht, daß sie bereits jetzt innerlich bereit wären, sozialismus auch zu leben. nach unserer erfahrung und auch nach dem eindruck, den wir alle erhalten, gehen die leute, trotz negativer presse, recht offen mit dem thema um. der ältere ostdeutsche, in dem punkt bedeutend erfahrener, weiß sehr wohl, wo die vorteile und nachteile dieser gesellschaft liegen. bis jetzt dachten alle deutschen, die angleichung der lebensverhältnisse (wenn man davon reden möchte) würde so von richtung west nach ost gehen. d.h., die ostdeutschen müßten sich nur ein bißchen gedulden. im ergebnis sieht das jetzt aber eher so aus, daß sich beide in einem niveau wiederfinden, das eher mit dem indiens vergleichbar ist:-)))
der gedanke, in seinem "supermarkt" keine vierzig meter tomatensauce zu haben, erschauert immernoch einige - gewaltig, wie mir scheint.

kh

bejaka
16.03.2010, 15:42
Der Sozialismus ist die erste Ideologie, wo die kapitalistische Ausbeutung stückweise durch staatliche Ausbeutung ersetzt wird. Eine weitere Form nennt man Marxismus.

Da gehen nicht nur die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Eigeninitiative sondern auch die Freiheitsrechte gänzlich verloren.

Würde China sich nicht so stark auf seinen hochkriminellen Export konzentrieren, hätte es mehr Potential für den Binnenmarkt.

In den nächsten jahren wird sich viel ändern. Sollte sich widererwartend eine sozialistische Tendenz ergeben, können wir endlich sicher sein, dass es mit einer menschlichen Gesellschaft zu Ende geht.

Grüße an Margot :-)

die freiheitsrechte der deutschen gingen in folge des zweiten weltkrieges verloren, @elfer. das dürfte man nicht vergessen. die gleiche teilung erlebten vietnam und korea. beides länder, die infolge von fremdinvasionen geteilt waren.
im grunde gehört jetzt mal die defi her, wer und was eigentlich der "staat" ist. ein gebilde kann mich mal nicht ausbeuten. es ist entweder die firma x oder wer? natürlich wurde der ddr- oder der sowjetbürger ausgebeutet. von wem? wer hat die länder zerkloppt? wer hat den schaden gezahlt?

gut?

kh

Elfer
16.03.2010, 23:14
Das Boot „Deutschland“ ist seit langem eher rechts am fahren, in den Niederlanden gibt es seit 30 Jahren einen Mindestlohn.


Das allein ist noch kein vergleichbarer Indikator. Wir müssen uns hierzu auch die Steuergesetze, Zuwanderungs- und Sozialgesetze anschauen.
Diese Vergleiche sind immer problematisch, weil man sich gerne die „Rosinen“ herauspickt, um damit zu argumentieren. Darüber hinaus hat Mindestlohn nichts ausschließlich mit Sozialismus zu tun. Insoweit passt es nicht ganz.


Außerdem kann man nicht den Sozialismus verteufeln und dann aber sagen wir müssen in der Mitte fahren, in der Mitte würde man sich das positive aus beiden Systemen heraussuchen und den Rest nicht übernehmen.
Vor allem gibt es für den Sozialismus mindestens 260 verschiedene Deutungen die auch einen unterschiedlichen Umgang mit den Produktionsstätten beinhalten.


Erst einmal habe ich DEN Sozialismus nicht verteufelt. Ich übe große Kritik an dem, was uns bisher als solcher verkauft wurde und bezweifele, dass der Mensch zu einem menschlichen Sozialismus nicht in der Lage ist.
Warum ich, wenn ich das Boot in der Strömungsmitte halten will, den Sozialismus nicht „verteufeln“ kann, erschließt sich mir nicht.
Genau das, was Du beschreibst ist der Vorteil von der Strömungsmitte, man kann sich mit den besten Eigenschaften ausstatten. Genau diese 260 Deutungen sind übrigens ein guter Grund der Ablehnung.


Eine Vergesellschaftung der öffentlichen Fürsorge finde ich sehr wichtig, dort sollte eine Bereicherung nicht möglich sein, die Tätigkeiten im öffentlichen Dienst sind sowieso vorgegeben, dort sollten keinerlei Gelder abgezweigt werden können.
Eine generelle Kollektivierung aller Produktionsstätten halte ich aber nicht für eine gute Lösung, weil die Menschen einfach egoistisch sind und deswegen fleißiger und innovativer, wenn sie eigene Betriebe haben und in die eigene Tasche wirtschaften können.
Mitbestimmung und anständige Löhne sind allerdings eigentlich sehr wichtig.


Daran gibt es nicht viel auszusetzen.


Wenn Britta auf der Arbeit gefragt wird was ihr passt und was nicht dann sollte ihr Arbeitgeber schon auch versuchen darauf Rücksicht zu nehmen.
Stattdessen wird sie bestraft, wenn sie sagt was sie denkt, dass sind doch direkt feudalistische Verhältnisse die rein gar nichts mit Mitbestimmung zu tun haben.


Ich kenne es auch anders. Nur, wäre es im Sozialismus anders?

Elfer
16.03.2010, 23:21
...Die sozialistischen Modelle Europas... Hm, in den 70er und 80er Jahren galt in Deutschland noch Leben und Leben lassen. Vielleicht nur um zu zeigen, wie besser doch das System der BRD gegen das der DDR ist. Da ließ man den Bürgern noch mehr Geld in der Tasche, was für eine florierende Wirtschaft sorgte. Geld war ständig im Umlauf und das sorgte für Wohlstand.
...
Wir müssten es erst mal in die Mitte bringen. Gekentert ist es eigentlich schon fast, nur hat es noch nicht jeder bemerkt. Die nächste Pleitewelle ist schon in Sicht.

Ich glaube, dass es mit dem Wohlstand in den 80er, ja sogar 70er Jahren nicht wirklich weit her war. Es ging uns zweifelsfrei gut, aber die fetten Jahre waren die 50er und 60er.

Ich glaube aber auch nicht, dass der wirtschaftliche Wohlstand allein ausschlaggebend war. Ich glaube, dass der sozialistische Knast im Westen schon angekommen war.

Elfer
16.03.2010, 23:28
die freiheitsrechte der deutschen gingen in folge des zweiten weltkrieges verloren, @elfer. das dürfte man nicht vergessen. die gleiche teilung erlebten vietnam und korea. beides länder, die infolge von fremdinvasionen geteilt waren.
im grunde gehört jetzt mal die defi her, wer und was eigentlich der "staat" ist. ein gebilde kann mich mal nicht ausbeuten. es ist entweder die firma x oder wer? natürlich wurde der ddr- oder der sowjetbürger ausgebeutet. von wem? wer hat die länder zerkloppt? wer hat den schaden gezahlt?

gut?

kh

Nein klar bejaka, der Osten musste untergehen, da der Westen ihn zerkloppt hat. Auf derartige einlassungen muss ich doch wirklich nicht antworten.
Klar, die Fabriken des ost4ns wurden im Westen abgebaut. Im Westen wurden ebenfalls Produktionsstäten demontiert. Was die reparationszahlungen und Demontagen im Osten angeht, kann sich der real existente Sozialismus in Moskau bedanken.
Abe die Reparaionszahlungen anbgeht, so ist dies ein eingenes Thema. Hat aber ncihts mit dem Niedergang des sozialismus zu tun, denn der ging in ganz Europa dahin, wo er hingehört und die haben nciht alle zahlen müssen.

Die Deutschen im Westen haben nach dem 2. Weltkrieg an Freiheitsrechten hinzugewonnen. Ich glaube auch hier sind weitere ausführungen nicht notwenig, wenn man nicht ganz verblendet die Realität betrachtet.

Korea und Vietnam mit Europa zu vergleichen bezeugt die Leugnung der wirklichen Verhältnisse. auch hier gibt es für den aufgeklärten Menschen wenig Bedarf an Kommentaren.

Clara
17.03.2010, 08:41
Xxxxxxxxxxxxxx

Clara
17.03.2010, 08:56
Xxxxxxxxxxxxxxx

Britta
17.03.2010, 09:12
nach ner aktuellen umfrage können sich 75% der deutschen mit dem sozialismus anfreunden. das berichtet ne zeitung unserer nachbarn:
http://kurier.at/nachrichten/1986217.php
(so genau kenn ich die presselandschaft in .de nicht. nach dem zitierten steht offensichtlich ein schmierblättchen hinter der umfrage.)
Ich halte nicht viel von solchen Umfragen.

das heißt nicht, daß sie bereits jetzt innerlich bereit wären, sozialismus auch zu leben.
Die Meisten wollen doch nur ihr Leben leben. So richtig Sozialismus leben, das interessiert doch gar nicht. Hauptsache es geht ihnen gut. Da ist dann bestimmt auch ein wenig Frust mit schuld an der Meinung dieser 75%
nach unserer erfahrung und auch nach dem eindruck, den wir alle erhalten, gehen die leute, trotz negativer presse, recht offen mit dem thema um. der ältere ostdeutsche, in dem punkt bedeutend erfahrener, weiß sehr wohl, wo die vorteile und nachteile dieser gesellschaft liegen.
Wahrscheinlich haben viele die Nachteile bereits vergessen und erinnern sich nur noch an die guten Sachen. Man behält ja die guten Erinnerungen und verdrängt die schlechten.

bis jetzt dachten alle deutschen, die angleichung der lebensverhältnisse (wenn man davon reden möchte) würde so von richtung west nach ost gehen. d.h., die ostdeutschen müßten sich nur ein bißchen gedulden. im ergebnis sieht das jetzt aber eher so aus, daß sich beide in einem niveau wiederfinden, das eher mit dem indiens vergleichbar ist:-)))
der gedanke, in seinem "supermarkt" keine vierzig meter tomatensauce zu haben, erschauert immernoch einige - gewaltig, wie mir scheint.

Konsum ist halt nicht Alles und die Lebensverhältnisse sehen auf dem ganzen Planeten so aus, dass die Mittelschicht immer weniger wird und die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht.

Manche sind der Meinung, es gäbe zu viel Menschen auf der Welt. Engdahl schreibt daüber, was Gates mal wieder losgelassen hat:

http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Swine_Flu/Gates_Vaccines/gates_vaccines.html

Gates made his remarks to the invitation-only Long Beach, California TED2010 Conference, in a speech titled, “Innovating to Zero!.” Along with the scientifically absurd proposition of reducing manmade CO2 emissions worldwide to zero by 2050, approximately four and a half minutes into the talk, Gates declares, "First we got population. The world today has 6.8 billion people. That's headed up to about 9 billion. Now if we do a really great job on new vaccines, health care, reproductive health services, we lower that by perhaps 10 or 15 percent."1 (author’s emphasis).

In plain English, one of the most powerful men in the world states clearly that he expects vaccines to be used to reduce population growth.
Okay, er hat den Satz selbst vollendet und er könnte ja auch gemeint haben, dass durch die tollen neuen Impfstoffe die Weltbevölkerung noch mehr zunehmen könnte...

bejaka
17.03.2010, 15:26
Nein klar bejaka, der Osten musste untergehen, da der Westen ihn zerkloppt hat. Auf derartige einlassungen muss ich doch wirklich nicht antworten.
Klar, die Fabriken des ost4ns wurden im Westen abgebaut. Im Westen wurden ebenfalls Produktionsstäten demontiert. Was die reparationszahlungen und Demontagen im Osten angeht, kann sich der real existente Sozialismus in Moskau bedanken.
Abe die Reparaionszahlungen anbgeht, so ist dies ein eingenes Thema. Hat aber ncihts mit dem Niedergang des sozialismus zu tun, denn der ging in ganz Europa dahin, wo er hingehört und die haben nciht alle zahlen müssen.

Die Deutschen im Westen haben nach dem 2. Weltkrieg an Freiheitsrechten hinzugewonnen. Ich glaube auch hier sind weitere ausführungen nicht notwenig, wenn man nicht ganz verblendet die Realität betrachtet.

Korea und Vietnam mit Europa zu vergleichen bezeugt die Leugnung der wirklichen Verhältnisse. auch hier gibt es für den aufgeklärten Menschen wenig Bedarf an Kommentaren.

in moskau, @elfer, muß sic h nur einer bedanken. der, dem die befreiung was wert ist. die anderen dürfen ihren träumchen noch etwas hinterherjubeln...oder mitmarschieren!
ich glaube, man muß schon paar zahlen können, ehe man sich hier lächerlich macht.

kh

Elfer
17.03.2010, 19:37
Meines Erachtens ist es unvorteilhaft den Sozialismus zu propagieren, weil die Westdeutschen jahrzehntelang den prokapitalistischen Medienkonzernen ausgeliefert waren und! die DDR auch wirklich kein gutes Beispiel für den Sozialismus gewesen ist.
Je mehr die Menschen aber verarmen, desto eher tendieren sie auch wieder zu einer gerechteren Wirtschaftsform, also wird das was ich heute denke nicht ewig richtig sein, wenn es denn überhaupt richtig ist.


Was du mit Dir und Deinem Gewissen vereinbaren kannst, ist zumindest für Dich richtig. Wer aufmerksam gelesen hat, wird feststellen, dass ich den Sozialismus nicht grundsätzlich verteufele.


Mein Problem bei meiner Einstellung ist, dass mir die Sozialisten und Kommunisten auch sehr lieb sind und ich mich gerne auf ihre Seite stelle und mit ihnen für eine gerechtere Welt kämpfe.
Man kann von diesem Menschen aber nicht erwarten das sie dem Sozialismus abschwören und auf einmal die soziale Marktwirtschaft propagieren, genauso wie es die FDP meines Erachtens unehrlicherweise macht.
Wenn ich mich entscheiden müsste auch den Sozialismus zu propagieren oder ohne sie kämpfen zu müssen würde ich lieber den Sozialismus mitpropagieren.
Trotzdem denke ich, dass dieses unvorteilhaft wäre und genau das ist die Zwickmühle in der sich meine Überlegungen im Moment befinden.


Ich verstehe nicht, warum Deine Einstellung ein Problem für Dich ist. Lass es doch ein Problem für andere sein.
Ich will auch gar nicht, dass die Leute dem Sozialismus abschwören. Nur werde ich sie da kritisieren, wo ich es für nötig halte. Insbesondere, wenn jemand mir erklären will, dass eine menschenverachtende Diktatur besser sei, als Demokratie. Es gibt Menschen die Freiheit und Gerechtigkeit offensichtlich inhaltlich nicht ganz verstanden haben.

Elfer
17.03.2010, 19:40
in moskau, @elfer, muß sic h nur einer bedanken. der, dem die befreiung was wert ist. die anderen dürfen ihren träumchen noch etwas hinterherjubeln...oder mitmarschieren!
ich glaube, man muß schon paar zahlen können, ehe man sich hier lächerlich macht.


Willst Du mich hier mit irgendwas direkt ansprechen?

Vielleicht versuchst du es einfach mal neu, wenn du mal gelesen hast, was ich geschrieben habe. Sollte es nicht verständlich sein, kann ich mit ein paar Erklärungen dienen.

Du glaubst aber doch nicht allen ernstes, dass ich auf so eine dumme Anmache reagiere. Mal kurz zur klarstellung, marschiert wird da, wo die Einpersonenherrschaft gelebt wird, die Du ja bevorzugst.

Was das Lächerlich machen angeht, so gibst Du Dir im Moment wirklich große Mühe. Mach einfach weiter so, irgendwann kommt der Punkt, da kann man nur noch irre kichern:irre:

bejaka
17.03.2010, 20:10
Ich halte nicht viel von solchen Umfragen.

Die Meisten wollen doch nur ihr Leben leben. So richtig Sozialismus leben, das interessiert doch gar nicht. Hauptsache es geht ihnen gut. Da ist dann bestimmt auch ein wenig Frust mit schuld an der Meinung dieser 75%

Wahrscheinlich haben viele die Nachteile bereits vergessen und erinnern sich nur noch an die guten Sachen. Man behält ja die guten Erinnerungen und verdrängt die schlechten.

Konsum ist halt nicht Alles und die Lebensverhältnisse sehen auf dem ganzen Planeten so aus, dass die Mittelschicht immer weniger wird und die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht.

Manche sind der Meinung, es gäbe zu viel Menschen auf der Welt. Engdahl schreibt daüber, was Gates mal wieder losgelassen hat:

http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Swine_Flu/Gates_Vaccines/gates_vaccines.html


Okay, er hat den Satz selbst vollendet und er könnte ja auch gemeint haben, dass durch die tollen neuen Impfstoffe die Weltbevölkerung noch mehr zunehmen könnte...

du meinst eher abnehmen:-))), @britta.
zumindest nach neuen erkenntnissen; z.b. schweinegrippe usw.

bei der bewertung von lebensmustern und -geschichten wird das schlechte, wenn wir es mal so nennen, eher befördert als das gute. vor allem, wenn das gute, ich bewege mich mal in den scharz - weiß - muster, unaufdringlich und fast lautlos läuft. "bei ad... war auch nicht alles schlecht" ist, zwar (bewußt) vergleichend angeführt, der charakter der medienlüge nachvollziehbar. vom volk konnte das keiner bestätigen. also, damit von der mehrheit. umgedreht wird der satz medial auch gern benutzt, um über die ddr zu patrolieren. die satzstellung und annährung ist bewußt gesucht und auch so aufbereitet.
übrigens auch viele andere sätze deutscher politiker und neuerdings auch professoren:-))). der vergleich und die auswertung soll bewußt in diese zusammenhänge gestellt werden.

zu den thesen, es gäbe zuviel menschen auf der welt, kann der reine marxist oder kommunist nur sagen, ´für dieses system zu viele´. die können, und darauf legt sich auch die ´rassendiskussion´rechter und ultrarechter politiker, die menschen nicht organisieren. damit gestehen sie ihre eigene unfähigkeit ein und müssen mit ihrer wirtschafterei zurücktreten. jeder gemeine arbeiter, der nicht in der lage ist, seinen bereich den anforderungen entsprechend zu führen, wird entlassen. leider sind bestimmte ´scheinelitäre´ elemente nicht inder lage, ihre unfähigkeit zu gestehen. das führt bekanntlicherweise zu kriegen, die auch mittlerweile schon voll im gange sind.

kh

Clara
18.03.2010, 08:24
Xxxxxxxxxxxxxxx

Elfer
18.03.2010, 16:51
Mein Problem ist, wenn man den Sozialismusbegriff wegen der Medienhatz ablehnt spaltet man sich selber von einem Teil der Bewegung ab, obwohl man die ja als absolut unterstützenswert empfindet.

Ich denke, dass die bisherige Ausprägung des Sozialismus und die zu recht befürchtete Gefahr einer zunehmend totalitären Ideologie die Leute verschrecken, nicht die angeblich Medienhatz.

Ich würde es auch nicht Hatz nennen, wenn wieder einmal über die Untaten des Dritten Reichs in den Medien berichtet wird.

Clara
19.03.2010, 07:46
Ich nenne es schon Sozialismushatz, wenn die DDR mit dem Nationalsozialismus verglichen wird.

Elfer
19.03.2010, 10:21
Ich denke aber, dass ein ernsthafter Vergleich mit den uns bisher bekannten System durchaus zulässig und notwendig ist.

Immerhin trägt es der Nationalsozialismus im Namen. Aber auch sonst gibt es durchaus Parallelen in den totalitären Systemen. Ich rede nicht von der reinen Lehre.

Clara
19.03.2010, 17:54
Ich rede davon wie viele Tote es durch die DDR und wie viele es durch den Nationalsozialismus gab.
Für mich ist das absolut nicht zu vergleichen.
Stalin und Hitler waren für mich beide Menschenfeinde, darauf könnte man sich einigen, aber ich glaube darum geht es dir gar nicht, du möchtest meines Erachtens den Sozialismus generell in ein schlechtes Licht rücken.

Sozialismus und Kommunismus streben eine Kollektivierung der Produktionsstätten an, der Nationalsozialismus hat die Bevölkerung in Unter und Herrenmenschen eingeteilt, für mich ist das ein extrem großer Unterschied.

Elfer
19.03.2010, 19:12
Ich rede davon wie viele Tote es durch die DDR und wie viele es durch den Nationalsozialismus gab.
Für mich ist das absolut nicht zu vergleichen.
Stalin und Hitler waren für mich beide Menschenfeinde, darauf könnte man sich einigen, aber ich glaube darum geht es dir gar nicht, du möchtest meines Erachtens den Sozialismus generell in ein schlechtes Licht rücken.

Sozialismus und Kommunismus streben eine Kollektivierung der Produktionsstätten an, der Nationalsozialismus hat die Bevölkerung in Unter und Herrenmenschen eingeteilt, für mich ist das ein extrem großer Unterschied.

Genau da liegt der Unterschied. Nein, DEN Sozialismus will ich in gar kein Licht rücken. Den bisherigen sehr wohl.

Vielleicht verstehen wir unter "vergleichen" in diesem Zusammenhang ja etwas ganz unterschiedliches. Ich würde die Dinge in ihrer Ausprägung miteinadner abgleichen. Du meinst, auf eine gemeinsame Stufe stellen.

Sebastian Hauk
19.03.2010, 20:15
Hallo,

im Paradies für Psychopathen hat sich was getan:

http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Hoher-Funktionaer-in-Nordkorea-wegen-Versagens-erschossen/71305

Die Währungsreform war ein Fehlschlag und dafür wurde dann Pak Nam-ki erschossen, weil er wie es im Kölner Stadt-Anzeiger steht ein Sohn der Bourgeoisue gewesen sein soll.

Für die Probleme des Landes ist also der Kapitalismus verantwortlich.

Gruß

Sebastian

Britta
20.03.2010, 00:11
Für die Probleme des Landes ist also der Kapitalismus verantwortlich.

Naja, der Mann war 77 Jahre alt. Da ist man halt nicht mehr so schnell im reformieren. :kopfkratz:

bejaka
20.03.2010, 11:08
Hallo,

im Paradies für Psychopathen hat sich was getan:

http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Hoher-Funktionaer-in-Nordkorea-wegen-Versagens-erschossen/71305

Die Währungsreform war ein Fehlschlag und dafür wurde dann Pak Nam-ki erschossen, weil er wie es im Kölner Stadt-Anzeiger steht ein Sohn der Bourgeoisue gewesen sein soll.

Für die Probleme des Landes ist also der Kapitalismus verantwortlich.

Gruß

Sebastian

über ´die achse des bösen´wird bekanntlich gelogen, bis sich die balken biegen, @sebastian. von diesen nachrichten, siehe auch kuba etc., glaub ich kein wort. bestätigt ist jedenfalls von den quellen, die dort ansässig sind , nix. warum die währungsreform, die rein inländische zahlungsvorgänge betrifft, ein fehlschlag sein soll, kann ich so und so nicht nachvollziehen. die haben neues papiergeld gedruckt - und? nach meinen infos werden dort, wir kennen das aus jugoslawien, die reellen zahlen gezeigt. d.h., es müssen keine zwei nullen mehr weggerechnet werden.
die währungsreform wird, glaub ich, fällig, weil nord- mit südkorea einen gemeinsamen wirtschaftspark planen, der eine konvertible berechnung erfordert. sicherheitsgeber und anreger der wirtschaftsbeziehungen, ist, soviel ich weiß, china und rußland.

die meldung riecht nach einer gewaltigen zeitungsente. internationale konzerne sind von den vergabeausschreibungen komplett ausgeschlossen worden; zu recht, wie scheint. das würde zur genüge die medienenten erklären.
die besten infos über den raum bekommt man immer noch von:
http://german.cri.cn/news08.htm
zudem findet aktuell ein großangelegtes manöver in dem raum statt, daß
auf einige kritische stimmen stößt:
http://www.kcckp.net/de/
unter neueste nachrichten 160310.
im suchregister kann man zudem noch kommentare finden:
http://www.kcckp.net/de/news/news_view.php?19+623
ziemlich weit runterdrehen.

meiner meinung nach sitzen die psychopat(h)en wo anders.

kh

Sebastian Hauk
20.03.2010, 19:20
Hallo bejaka,

meiner meinung nach sitzen die psychopat(h)en wo anders.

und ich weiß auch wo sie sich befinden.

Gruß

Sebastian

bejaka
21.03.2010, 12:31
ich weiß, daß die kccp - seiten etwas blumig und mitunter heroisch klingen.
meiner meinung nach kommt das von der übersetzung. die übersetzer wissen einfach nicht, was bei uns für wörter benutzt werden, um alles bissl normaler darzustellen. ein berufskollege/freund von mir arbeitet da - als chefkoch und pizzaiolo. er ist fasziniert von dem land und von den leuten. auch vom lohn.

kh

Clara
22.04.2010, 08:24
[www.taz.de]

Zitat: Der beste Weg, diesen Wechsel zu verhindern, ist der Einzug der Linkspartei ins Düsseldorfer Parlament. Denn das würde vor allem Jürgen Rüttgers helfen.

Das verstehe ich nicht.
Wenn Grüne und SPD bereit wären mit den Linken zu koalieren, wieso soll dann ihr Einzug Herrn Rüttgers an der Macht halten?
Die Linken haben doch ihre Kompromissbereitschaft wiederholt deutlich gemacht, sie wissen also wie wichtig die NRW Wahl ist.

Gerade ihr Einzug in den NRW Landtag würde doch erst Rot Grün Rot möglich machen und damit auch die Sicherheit geben Herrn Rüttgers in NRW wirklich abwählen zu können.
Das es für Rot Grün nicht reicht vermelden die meisten Umfrageergebnisse nach wie vor.
Ohne den Einzug der Linken gibt es doch nach den Umfrageergebnissen entweder eine große Koalition oder Schwarz Grün, ganz simpel weil sonst nichts anderes möglich ist, nur mit ihnen gibt es die sichere Chance auf einen Regierungswechsel.

Also ist man gar nicht vordergründig an einem Regierungswechsel interessiert, sieht auch nach wie vor FDP und CDU nicht als Hauptgegner, sondern weiterhin die Linken. Am allerwichtigsten ist es den Grünen sie aus dem Landtag herauszuhalten und nicht etwa die FDP oder CDU zu schwächen.

Seltsame Grüne finde ich.

Elfer
22.04.2010, 12:59
Frau Kraft hat sich kompromißlos gegen eine Koalition mit der Partei Die Linken ausgesprochen.

Clara
22.04.2010, 15:26
Sie ist am nächsten Tag nach der Sendung wieder zurückgerudert und Siegmar Gabriel hat seinen freudschen Versprecher auch nicht wirklich revidiert.

Hellmann
22.04.2010, 17:58
Frau Kraft hat sich kompromißlos gegen eine Koalition mit der Partei Die Linken ausgesprochen.
Dafür kriegt sie sicher noch einen guten Job in der Wirtschaft, wenn es mit der Regierung nichts wird.

Clara
23.04.2010, 11:05
Gehört hier doch nicht rein.

Britta
23.04.2010, 12:30
Ich denke, man wird Klassendenken auf absehbare Zeit nicht aus den Köpfen der meisten Menschen herausbekommen, viele messen ihren persönlichen Wert an ihrem Besitz und ihrem gesellschaftlichen Stand.
Die Menschen sind halt geistig noch nicht so weit entwickelt.

Auch ist es ganz wichtig endlich ein Bildungssystem einzuführen, welches jedem die Chance auf Bildung auch wirklich zugesteht, dass haben wir im Moment absolut überhaupt rein gar nicht.
Wir haben auch die Lehrer nicht, die wir für sowas bräuchten.

Wir hätten dann noch immer arme und reiche Menschen, aber die Unterschiede wären nicht mehr so unerträglich groß und ein durchlässiges Bildungssystem würde die Grenzen unter den Menschen wenigstens weichzeichnen.
Das kann man im hier und heute erreichen, dazu muss man nicht noch Jahrhunderte warten, bis man eine Mehrheit für den Sozialismus hat.
Man kann alles, nur es ist doch nicht gewollt.

Kennst du die Geschichte vom Ei des Kolumbus?

Dieser nimmt daraufhin das gekochte Ei und schlägt es mit der Spitze auf den Tisch, so dass sie leicht eingedrückt wird und so das Ei stehen kann. Alle Anwesenden protestieren, das hätten sie auch gekonnt. Kolumbus kontert: "Der Unterschied ist, meine Herren, dass Sie es hätten tun können, ich hingegen habe es getan!"


Durch eine Vergesellschaftung von Energieerzeugern könnte man auch im Kapitalismus sehr wohl weitaus ökologischer agieren. Auch Gesetze zum Umweltschutz kann man sehr wohl auch im Kapitalismus einführen.
Da haben bestimmt die Energieerzeuger was dagegen. Und Umweltschutz 'kostet' - das will auch niemand bezahlen.

Entweder ich liege ganz falsch, oder Frau Buchholz realisiert wie wahrscheinlich viele andere auch nicht, dass unser Programmentwurf zwar dem Kapitalismus an sich die Schuld an fast allem Übel auf diesem Planeten gibt, was auch in weiten Teilen richtig ist, ihn aber dann doch nicht abschaffen möchte.
Schuld sind die Menschen, die wollen doch den Kapitalismus?

Wir wollen die Marktwirtschaft und das freie Unternehmertum behalten und streben nur die Vergesellschaftung der öffentlichen Fürsorge an. Am liebsten wäre mir zusätzlich auch noch eine Vergesellschaftung der Pharmakonzerne, weil sie für mich eigentlich auch nur für die öffentliche Fürsorge da sein sollten, aber besser einen Schritt nach dem anderem machen als gar keinen gehen zu können.
Es sieht bei der Monopolbildung in unserer Welt nicht gerade so aus, als gäbe es noch lange sowas wie ein freies Unternehmertum. Unsere Welt ist profitorientiert, also wird es auch keine Vergesellschaftung der Pharmakonzerne geben. Die arbeiten für ihre Aktionäre und deren Bankkonten und nicht für die Volksgesundheit. Da hast du jetzt schon die Energie- und die Pharmabranche gegen dich - und die haben die Kohle.

Im Grunde streben wir ein ordoliberales System an und wollen das dann Sozialismus nennen, was unsere Mitglieder zufrieden stellt, aber dafür einen Teil der Bevölkerung verschreckt.
Das Anstreben eines ordoliberalen Systems entspricht dem Entwicklungsstand der Menschen denke ich und ist deswegen auch realistisch und mehrheitsfähig.
was ist denn ein ordoliberales System?
Damit würden wir wenigsten zu dem Entwicklungsstand von vielen anderen europäischen Staaten aufschließen können, die im Moment zum Teil viel weiter sind wie wir in dieser Beziehung.
Werden wir radikaler in unserem Auftreten, mindert das nur die Chancen möglichst breite Bevölkerungsschichten von unseren Zielen zu überzeugen, ist also meines Erachtens kontraproduktiv.
Ich kann damit nichts anfangen. Mich interessiert auch nicht der Entwicklungsstand der vielen anderen europäischen Staaten. Die sind auch geistig viel zu rückständig, was nicht zuletzt der geistigen Entwicklung der Bürger zu verdanken ist. Daran müßte erst mal gearbeitet werden, bevor man irgendetwas ändern will. Nur wer weiß wovon er redet, kann auch mitreden. Wenn alle wissen wovon sie reden, dann ist es Demokratie.

Clara
23.04.2010, 12:38
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Britta
23.04.2010, 12:45
Ein System welches der Marktwirtschaft Regeln auferlegt, damit sie im Interesse der Allgemeinheit funktionieren kann.
Man erlässt auch Gesetze gegen Körperverletzungen und wartet nicht bis jeder Mensch friedfertig ist.
Genauso muss man auch der Wirtschaft Grenzen setzen und darf nicht warten bis keiner mehr gierig ist.

Das könnten unsere Politiker auch so - nur, sie tun es nicht.

Ich denke, das Problem liegt ganz woanders. :kopfkratz:

Clara
23.04.2010, 13:02
Xxxxxxxxxxxxx

Britta
23.04.2010, 14:30
Deswegen unterstütze ich die Politiker, bei denen ich davon ausgehe, dass sie nicht käuflich sind.
Viel anderes, außer noch überall rumzumosern bleibt einem meines Erachtens nicht, oder ich habe es übersehen.

Du schreibst aber: Im Grunde streben wir ein ordoliberales System an
Alles was in dem Wiki-Link steht, haben wir schon, brauchen wir nicht neu erfinden - nur anwenden.

das mit dem Ordo...dingsbums, das ist mir einfach zu abgehoben und zeigt mir, dass Die Linke sich immer weiter von dem entfernt, weswegen ich sie wählen könnte.

Früher hätte ich die PDS wählen können - aus Protest, wo ich die WASG aus Sympathie gewählt hätte. Beides zusammen ist nun Die Linke und ich dachte, das wäre Politik von Unten, so eine Bewegung der kleinen Leute, die sich gegen die Politik der Großen zur Wehr setzen und etwas Neues machen.

Jetzt sieht das für mich so aus, als wollte da die Parteispitze auch wieder nur irgendeinen ...ismus, den sich irgendwer ausgedacht hat. Wenn es mit Bezeichnungen anfängt, mit denen der normale Mensch auf der Straße nichts mit anfangen kann, dann sind die doch schon genauso abgehoben wie der etablierte Teil der Parteienlandschaft. Wenn die jetzt schonmal anfangen, keine klare Sprache mehr zu sprechen und irgendwas wollen, was sich irgendwer ausgedacht hat...

Erinnert mich irgendwie an die CDO's - die Frankensteinpapiere von Goldman Sachs. Klang richtig wichtig. Da blickte auch keiner durch, wohin das führen würde.

deserd
23.04.2010, 14:58
Deswegen unterstütze ich die Politiker, bei denen ich davon ausgehe, dass sie nicht käuflich sind.
Viel anderes, außer noch überall rumzumosern bleibt einem meines Erachtens nicht, oder ich habe es übersehen.

Schon auch ein bissel lustig, deine letzten Posts .... = du hast vieles noch nicht erkannt !

1. Wikipedia.de ist gut, aber bestimmt nicht sehr gu oder gar hervorragend. Der Ordoliberalismus-Artikel scheint OK zu sein, aber eben auch nur sehr theoretisch. - Für die politische Realitat ist aus dem nicht so viel rauszuholen.

1b. Nur weil wir hier gerne Wikipedia verlinken, heißt das noch nicht, dass die Artikel "ok" sind, - ok, die schlechten würden "wir" bzw ich auch gar nicht verlinken. Es sollte dir auch klar werden, dass Wikipedia ihre Artikel auch aus bestimmten Sichtweisen filtert und korrgiert - so manches Wissen-Puzzle-Steinchen wird in Wikipedia gar nicht auftauchen, oder extrem gekürzt werden (z.B. Ökofaschismus (IST SOGAR schon länger Total-Lösch-Kandidat !)), oder in neue, bzw andere Sichtweisen gebogen (in Ansätzen 'Neoliberalismus').

2. "käuflich" ... ? aah, ... für dich gibt es also "käufliche" und "nicht-käufliche" Politiker = Ist ja nicht grundfalsch, beschreibt aber die tatsächliche Realität nur in unzureichenden Ansätzen .... demnach wirst du wahrscheinlich noch viele Überraschungen erleben ....
Der Parameter "käuflich - nicht-käuflich" ist eben nur einer von mehreren .... oder vielen ...

Clara
23.04.2010, 17:36
Xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Elfer
23.04.2010, 21:30
Deswegen unterstütze ich die Politiker, bei denen ich davon ausgehe, dass sie nicht käuflich sind.

Es gibt keine Partei ohne käufliche Politiker. :nono:

jovi
23.04.2010, 22:23
Es gibt keine Partei ohne käufliche Politiker. :nono:

vielleicht gibts parteien mit weniger käuflichen politikern? wäre doch mal ein fortschritt.

oloool
24.04.2010, 00:33
vielleicht gibts parteien mit weniger käuflichen politikern? wäre doch mal ein fortschritt.

Entscheided Mann/Frau sich, Politiker(in) zu sein, dann gehört Korruption dazu. Ja, Punkt!.
Aber wir sind ja irgendwie alle korrupt, sogar der Niedriglohn-Maurer von Nebenan, der dem Dödel mit (geklautem) Windows auf Börenkicker-Nivau die Mauer stemmt, die mir sowieso nicht passen würde...

Die 'dummen' Untertanen. Naja, wenigstens haben sie sich zehn Minuten darüber Gedanken gemacht...., ist ein guter Anfang. Und der Linkshänder alias "Stroganov" aus dem Rotkappen-Mileu, der sie versprach auszuzahlen (das Brot des Fremden), der geehrte Nachtbar also, dem katholischen Club mit der unverwechselbaren "jüdischen" Baukunst... ...

...

:D

Elfer
24.04.2010, 09:00
vielleicht gibts parteien mit weniger käuflichen politikern? wäre doch mal ein fortschritt.

Vielleicht sollten wir uns erst einmal über unsere Erwartungen und unseren Anspruch austauschen.

Ich glaube, dass jeder Politiker "käuflich" ist. Bei dem einen sind es finanzielle Zuwendungen, beim anderen Reputation und bei anderen ist es die Ideologie.

Damit beschreibt "käuflich" für mich eine zu große Abhängigkeit von irgendwas. Ein Politiker muss in letzter Konsequenz frei sein.

In jeder Partei finden sich die von mir benannten Typen, da bin ich fest von überzeugt. Wobei auch das was man weitläufig als korrupt bezeichnet, dienlich für die Poltik sein kann.

Britta
24.04.2010, 11:16
Entscheided Mann/Frau sich, Politiker(in) zu sein, dann gehört Korruption dazu. Ja, Punkt!.
Nein, das glaube ich nicht. Wer sich entscheidet Politiker zu werden, muß nicht unbedingt korrupt sein. Nur wenn er/sie es nicht ist, dann kommt er über ein Amt im Gemeindeparlament nicht hinaus. Es kommt nur weiter, wer korrupt und erpressbar ist.

Aber wir sind ja irgendwie alle korrupt,
Nein, sind wir nicht. Ich bin nicht käuflich - aber ich bin ja auch kein Politiker.

Die 'dummen' Untertanen.
...werden hoffentlich langsam schlauer, je schlechter es ihnen geht.

deserd
24.04.2010, 11:22
vielleicht gibts parteien mit weniger käuflichen politikern? wäre doch mal ein fortschritt.

Elfer hat es 2-3 Posts später schon mal ansatzweise gut beschrieben: Es gibt auch den "Käuflichkeitsfaktor via Ideologie", und es gibt bestmmt noch mehr Parameter.

Desweiteren ist sehr wichtig der Weg, wie man überhaupt Politiker werden kann, das funktioniert i. d. R. über die >Toleranz der Herrschaft<, wie das mal zwei Grünen-Aussteiger (Rainer Trampert und noch einer) ungefähr so beim Namen genannt haben - und das kann auf einen einzelnen Politiker gemünzt sein, oder auch auf eine ganze Partei, oder einen >"Zirkel"< eben dieser.

Gehen wir mal etwas näher an diesen Punkt: Es kann sein, dass man unkorrupt, auch "nicht-käuflich" Politiker wird, auch z. B., weil es den sogenannten "Geeigneten-Mangel" gibt, dann wird es aber mit großer Sicherheit irgendwann geschehen, dass der ehrliche, aufrecht handelnde Politiker in Situationen kommt, wo er Aktionen, Entscheidungen etc mittragen muß, die er eigentlich nicht mittragen würde.

Britta
24.04.2010, 11:40
Elfer hat es 2-3 Posts später schon mal ansatzweise gut beschrieben: Es gibt auch den "Käuflichkeitsfaktor via Ideologie", und es gibt bestmmt noch mehr Parameter.

Desweiteren ist sehr wichtig der Weg, wie man überhaupt Politiker werden kann, das funktioniert i. d. R. über die >Toleranz der Herrschaft<, wie das mal zwei Grünen-Aussteiger (Rainer Trampert und noch einer) ungefähr so beim Namen genannt haben - und das kann auf einen einzelnen Politiker gemünzt sein, oder auch auf eine ganze Partei, oder einen >"Zirkel"< eben dieser.

Gehen wir mal etwas näher an diesen Punkt: Es kann sein, dass man unkorrupt, auch "nicht-käuflich" Politiker wird, auch z. B., weil es den sogenannten "Geeigneten-Mangel" gibt, dann wird es aber mit großer Sicherheit irgendwann geschehen, dass der ehrliche, aufrecht handelnde Politiker in Situationen kommt, wo er Aktionen, Entscheidungen etc mittragen muß, die er eigentlich nicht mittragen würde.
Da reden die sich dann raus mit 'Fraktionszwang'.

Solche Politiker entscheiden dann halt nicht mehr nach ihrem Gewissen.

Andererseits gibt es die Medien, die einem Politiker der Politik für's Volk und nicht für die Banken machen würde, immer einen schlechten Ruf anhängen können. Wer das Spiel nicht mitspielt, bekommt seinen Skandal und wenn es nur eine von irgendeiner Firma bezahlte Hotelübernachtung ist, die dann zum Rücktritt führt. Die Medien spielen Kleinigkeiten so hoch und das Volk läßt sich gegen alles und jeden aufbringen.

Wir haben also das Problem, dass unsere Politiker 1. nicht erwachsen sind, 2. einen viel zu kleinen Horizont haben, 3. Egoisten, 4. wenn 1 - 3 nicht zutrifft, dann werden sie von der Presse demontiert.

Kein Wunder, dass es nur noch bergab geht.

Es gibt also gar keinen Politiker auf verantwortungsvollem Posten, der für das höhere Gute arbeitet. :traurig:

Hellmann
24.04.2010, 21:01
Nein, das glaube ich nicht. Wer sich entscheidet Politiker zu werden, muß nicht unbedingt korrupt sein. Nur wenn er/sie es nicht ist, dann kommt er über ein Amt im Gemeindeparlament nicht hinaus.
Es geht im Gemeindeparlament schon los, wo darüber entschieden wird, wessen saure Wiese teures Bauland wird oder Naturschutzgebiet, wer seine Hütte ausbauen und modernisieren darf und wer sie unter Denkmalschutz gestellt bekommt.

Britta
24.04.2010, 21:08
Es geht im Gemeindeparlament schon los, wo darüber entschieden wird, wessen saure Wiese teures Bauland wird oder Naturschutzgebiet, wer seine Hütte ausbauen und modernisieren darf und wer sie unter Denkmalschutz gestellt bekommt.

Es geht eigentlich schon bei Betriebsratswahlen los, wo nach Listen gewählt wird. Diejenigen die oben stehen, kommen auf jeden Fall rein.

Elfer
24.04.2010, 23:20
Hey, da gibt es doch coole Personalratswahlen, wo man vom Gwerkschaftsboss freundlich zur offenen Wahl eingeladen wird. :D

Und da wundert einen, wenn die ein oder andere Durchbrechung der Beurteilungs- und Beförderungsprinzipien einem verdienten Mitglied zur Karriere verhilft. :kopfkratz:

Britta
25.04.2010, 00:13
Hey, da gibt es doch coole Personalratswahlen, wo man vom Gwerkschaftsboss freundlich zur offenen Wahl eingeladen wird. :D

Und da wundert einen, wenn die ein oder andere Durchbrechung der Beurteilungs- und Beförderungsprinzipien einem verdienten Mitglied zur Karriere verhilft. :kopfkratz:

Die Wahlen sind schon geheim. Was mich stört sind die Listenwahlen. Ich würde lieber kummulieren und panaschieren. :giggle: