Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Haiti in unserer Lügenpresse:
Hellmann 17.01.2010, 15:21 Das Thema Haiti wird unsere Medien wohl noch einige Zeit beschäftigen. Außer Lügen haben wir wieder nichts davon zu erwarten.
Selbst der SPIEGEL macht sich in einem einzigen Artikel selbst lächerlich:
Der ehemalige haitianische Präsident Aristide, einst Hoffnung der Armen und später gefürchteter Despot, plant seine Heimkehr aus dem südafrikanischen Exil...
Zwar löste Aristide das haitianische Militär auf, entpuppte sich aber zunehmend als düsterer Autokrat. Hunderte Millionen Dollar soll er ins Ausland transferiert haben, seinen Gegnern hetzte er die "Chimères" auf den Hals, eine gefürchtete Todesschwadron...
In den folgenden Jahren klammerte sich Aristide an sein Amt und schlug den wachsenden Widerstand mit Terror nieder. Vetternwirtschaft, Korruption, Drogenhandel - vom einstigen demokratischen Idealen ist nicht mehr viel übrig...
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,672138,00.html
Der SPIEGEL erweckt geschickt den Eindruck, als seien "Vetternwirtschaft, Korruption, Drogenhandel" das Werk der Politik von Aristide gewesen.
Natürlich hatten unsere Amifreunde und die CIA mit dem Putsch gegen Aristide nichts zu tun. Laut SPIEGEL:
Anhänger der von den US-Amerikanern abgesetzten Militärdiktatur, ehemaligen Soldaten und Bandenmitgliedern marschierten 2004 auf die Hauptstadt. Angeführt wurden sie vom ehemaligen Polizeichef Guy Philippe, der eine wichtige Rolle im Drogengeschäft spielen soll. "C'est fini", es ist vorbei, sah Aristide ein, floh an Bord eines US-Flugzeugs nach Afrika - und behauptete später, er sei von US-Soldaten entführt worden und bleibe natürlich der "gewählte Staatschef".
Ganz kann der SPIEGEL die Wahrheit nicht unterdrücken. Man tut so, als wären die Anhänger der von der US-Regierung Carter einst abgesetzten Militätrregierung wohl immer noch Gegner der USA, aber dass es sich um Bandenmitglieder handelt, geführt vom einstigen Polizeichef und - nach Gerüchten - Drogenboss, das muss der SPIEGEL doch noch zugeben. Aristide sei nicht entführt, sondern irgendwie ganz durch eigene Initiative an Bord eines US-Flugzeugs gekommen.
Mit Hunderten von Millionen Dollars sollte man erwarten, dass er heute im Exil in Südfrankreich lebt oder in Marbella in Spanien, wie viele Waffenhändler, oder in der Schweiz, um auf sein Geld in den Schweizer Banken ein Auge zu haben.
Komisch also, was wir im SPIEGE gleich lesen müssen:
Mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern lebt Aristide im Exil, in einer von der Regierung bezahlten Wohnung in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Dort beschäftigt er sich mit Sprachen - und seiner erneuten Rückkehr nach Haiti.
Was, ein laut SPIEGEL Multimillionär lebt in Pretoria in einer Wohnung? Lässt sich die von der Regierung bezahlen.
So ein verlogenes Drecksblatt!
Gestern kam in einer Dokumentation über die Goldgräberstadt Virginia City im US-Bundesstaat Nevada auch Mark Twain vor. Der verdiente sich in besagter Virginia City seine Sporen als Journalist und das ging so:
Durch die Stadt laufen, zuhören, was die Leute zu sagen haben und dann Artikel für die Zeitung schreiben. "Mit der Wahrheit nahm er es dabei nicht sehr genau" hieß es in der Doku über den Mark Twain. Der wurde dann ja Schrifsteller :)
Ich denke, beim SPIEGEL ist das Prinzip des Artikel schreiben nicht anders als beim Mark Twain. Man schnappt Informationen auf und fabuliert. Wer von denen stringente Analysen und Erklärungen z. B. darüber erwartet, warum die Menschen in Haiti schon vor dem Erdbeben so bettelarm waren oder warum das Erdbeben zu einem Massensterben geführt hat (das mag mehr an nicht erdbebensicheren Bauten als der Stärke des Bebens selbst liegen), wird enttäuscht werden. Das Käseblatt ist nur dazu gut, im Wartezimmer vom Arzt durchgeblättert, angelesen und wieder weggelegt zu werden. Was neben Restbeständen an Information v. a. auf den Wissenschaftsseiten Gleichgültigkeit, Dummheit oder Vorsatz ist, weiß ich nicht.
Hellmann, du warst schneller :)
Diese gesamte Betroffenheitsduselei wird, wie beim Tod von Enke von der Springerpresse instrumentalisiert und ist nur auf Auflage bedacht. :mad: Da wird das Aufstapeln der Leichen schon mal zu "Strassensperren", um die Leserschaft hier aufzustacheln.
Hellmann 17.01.2010, 16:38 Der Artikel im SPIEGEL erweckt den Eindruck, als sei er von den Gegnern des Aristide bezahlt worden, also von der CIA oder den Drogenbaronen und der herrschenden Oligarchie auf Haiti. Dort gibt es auch Textilfabriken, in denen die Arbeiter vier Dollar am Tag verdienen. Eine Erhöhung auf 5 Dollar wurde abgelehnt.
Hier zum Verfasser des SPIEGEL-Artikels:
Seit Mitte Juli volontiere ich bei Spiegel Online. Studiert habe ich Politikwissenschaft an der Universität Bremen und im Anschluss den Masterstudiengang Journalismus an der Hamburg Media School. Die Studienstiftung der Süddeutschen Zeitung hat mich dabei unterstützt.
-> http://olereissmann.de/vita/
Er schreibt auch für die ZEIT, was niemand zu wundern braucht, aber sogar für "Der Freitag" und die TAZ, diese angeblich "linken" Blättchen, in denen der Nachwuchs der Lügenpresse sich üben darf.
Er wird es noch weit bringen!
Der Artikel im SPIEGEL erweckt den Eindruck, als sei er von den Gegnern des Aristide bezahlt worden, also von der CIA oder den Drogenbaronen und der herrschenden Oligarchie auf Haiti. Dort gibt es auch Textilfabriken, in denen die Arbeiter vier Dollar am Tag verdienen. Eine Erhöhung auf 5 Dollar wurde abgelehnt.
Das die Aristide als bösen Diktator darstellen ist genauso klar, wie sie vom bösen Chavez schreiben müssen.
Wenn ein Präsident für sein Volk Politik macht, dann ist er immer ein böser Diktator in der Presse oder es ergeht ihm wie Aristide oder Zelaya.
Von diesem Erdbeben sind wohl alle betroffen - die Hütten in den Slums genauso wie die Villen. Ich möchte nicht wissen, was die armen Haitianer jetzt so alles machen, was wir nicht in der Presse lesen werden.
Gerade auf Anne Will - Hilfe für Haiti. Möchte nicht wissen in welchen dunklen Kanälen die Spenden versickern..:mad:
Was man den Haitianern so alles angetan hat. Vorsicht, ziemlich böse Bilder:
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=16998
Hellmann 18.01.2010, 09:35 Gerade auf Anne Will - Hilfe für Haiti. Möchte nicht wissen in welchen dunklen Kanälen die Spenden versickern..:mad:
In solchen Ländern wird jeder Straßenzug von Kriminellen beherrscht. Die Chefs der Banden laufen mit Goldkettchen um den Hals und mit Rolex-Uhr rum und fahren einen vollklimatisierten, vierradgetriebenen Geländewagen.
Wenn Du da neben einem Verhungernden stehst, kannst Du dem nicht mal helfen, weil die dem jedes Geldstück wieder abnehmen, sobald Du in der nächsten Straße verschwunden bist.
Selber kommst Du nur deshalb lebend aus der Straße wieder raus, weil Dein Hotel und die Company mit Deinem Fahrer für Dich Schutzgeld zahlen und selber ein Teil der kriminellen Banden sind und sich Geschichten von ermordeten Touristen schlecht auf ihr Geschäft auswirken.
In Haiti befinden sich jetzt mehr US-Soldaten auf die Einwohner pro Kopf bezogen, wie in Afghanistan...
Die USA nutzen das Elend nach der Erdbebenkatastrophe, um ihre Truppen dort zu stationieren, was gegen Kuba und Venezuela gerichtet ist.
Eine interessante Analyse: http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=17000
The main actors in America's "humanitarian operation" are the Department of Defense, the State Department and the U.S. Agency for International Development (USAID). (See USAID Speeches: On-The-Record Briefing on the Situation in Haiti, 01/13/10). USAID has also been entrusted in channelling food aid to Haiti, which is distributed by the World Food Program. (See USAID Press Release: USAID to Provide Emergency Food Aid for Haiti Earthquake Victims, January 13, 2010)
The military component of the US mission, however, tends to overshadow the civilian functions of rescuing a desperate and impoverished population. The overall humanitarian operation is not being led by civilian governmental agencies such as FEMA or USAID, but by the Pentagon.
US Southern Command (SOUTHCOM) with headquarters in Miami is the "lead agency" in Haiti. Its mandate as a regional military command is to carry out modern warfare.
:mad:
Der Eindruck, den die Soldaten vermitteln, deckt sich ein wenig mit der Vorgehensweise bei der "Hilfe". Jedenfalls würde ich erst einmal versuchen, mit diesen Hilfsmitteln die Leut aus den stark zerstörten Zentren heraus zu locken. Dass dort soviele kräftige Männer durch die Gegend "schleichen", vermutlich mit karibischer Gelassenheit, und selbst die Leichen einfach liegen bleiben, will mir nicht in den Kopf.
Gibt es eigentlich eine weitere Entwicklung in Bezug auf das Repatriierungsangebot des senegalesischen Präsidenten?
Hellmann 20.01.2010, 21:48 Auch die Süddeutsche Zeitung stellt den von CIA und Oligarchie weggeputschten ehemaligen Präsidenten als korrupten Despoten dar.
Aristide, der im Februar 2004 nach einem bewaffneten Aufstand und unter massivem Druck der USA zunächst in die Zentralafrikanische Republik und dann weiter nach Südafrika geflohen ist, weiß wohl selbst am besten, dass er besser nicht in seine Heimat zurückkehrt. Auch wenn er sich immer noch als legitimer Präsident Haitis betrachtet. Denn dort würde ihm sicherlich der Prozess gemacht werden. Zum einen wegen seiner Gewaltherrschaft, zum anderen weil der einstige Armenpriester Millionen unterschlagen haben soll.
http://www.sueddeutsche.de/politik/457/500721/text/
Nun fragt sich der Leser, ob jemand seine angeblich unterschlagenen Millionen nicht bei Feten in seinen Villen genießt. Aber der Kerl macht das nicht, sondern lebt auf Kosten der Südafrikaner und besitzt noch die Frechheit, an der Universität dort zusammen mit seiner Frau zu arbeiten, wie die Süddeutsche ganz entrüstet berichten muss:
Doch anders als andere gestürzte Despoten ruht sich Aristide in Südafrika nicht auf zusammengestohlenen Schätzen aus. Er lebt auf Kosten der südafrikanischen Steuerzahler in einem Gästehaus der Regierung in Pretoria. Doch er zeigt auch einen geradezu überbordenden Fleiß.
Einsichten eines Despoten
Sowohl er als auch seine Frau sind als Forscher an der University of South Africa in Johannesburg angestellt.
Wahrlich ein schreckliches Ungeheuer, vor dem die Zeitungsschmierer der Süddeutschen Haiti bewahren wollen.
Denn Aristide könnte die Lage in Haiti zu einer Rückkehr in die dortige Politik benutzen. Vermutlich ist die Zahl seiner Anhänger unter der armen Bevölkerung immer noch groß.
Doch unsere auf dem freien Markt käufliche Presse wird es mit Lügengeschichten über einen angeblich Millionen unterschlagen habenden Schreckensherrscher mit perversen Neigungen zur Arbeit an einer Universität sicher zu verhindern wissen.
Hellmann 20.01.2010, 22:17 Gegen die Lügen in der Süddeutschen haben sich sofort Leser mit Kommentaren gemeldet:
Tatsache ist:
bei den "bewaffneten Aufständischen" handelte es sich um Handlanger der kleinen Oberschicht des Landes und mit ihnen verbündeten Ex-Militärs, die so lange Unruhen gegen den einstigen Armenprediger Jean-Bertrand Aristide - der nach wie vor seine Anhänger in den Armenvierteln hatte - angeheizt haben, bis Amerikaner und Franzosen den Putsch unterstützten und Aristide aus dem Präsidentenamt ins Exil nach Südafrika drängten.
Vergleichbar sind diese "Aufständischen" mit Totschlägertrupps der Nazis, die bezahlt sind von den Gegnern Aristides und die Interessen der reichen Oberschicht vertreten. Sowas nennt man gewöhnlicherweise nicht Aufständische (wie Bitala, der damit an der üblich gewordenen Desinformation mitstrickt) sondern bewaffnete Putschisten, die schliesslich - wie immer in Süd- und Mittelamerika - von den US-Eliten und der alten Kolonialmacht Frankreich militärisch unterstützt wurden....
ganz abgesehen von der zynischen Handschrift Bitalas.
http://www.sueddeutsche.de/politik/457/500721/text/?page=2#readcomment
Immer wieder bin ich fassungslos über unsere Lügenpresse und die Figuren, die sich so etwas trauen. Der Autor des Artikels in der SZ:
Michael Bitala, Jahrgang 1965, arbeitet seit 1992 als Redakteur für die Süddeutsche Zeitung. Seine ersten Stationen waren das Ressort ‚Münchner Kultur' von 1992 bis 1994 und das Ressort ‚Medien' von 1994 bis 1999. Anschließend wurde er für fünf Jahre Afrika-Korrespondent mit Sitz in Nairobi, Kenia. Es folgten zwei Jahre in Kapstadt, Südafrika. Seit August 1996 arbeitet er als Redakteur und Reporter für das Reportageressort der SZ, die ‚Seite Drei'. Seine Spezialgebiete sind Afrika und Reportagen aller Art.
Michael Bitala lehrt an der Deutschen Journalistenschule in München das Schreiben von Reportagen ...
http://www.mare.de/index.php?article_id=110&setCookie=1
Da lernen dann die angehenden Journalisten gleich, dass man für den Job keine Skrupel haben darf und sich auf die Seite der Gangster stellen muss.
Ein Großteil der Spenden wird wohl in die Taschen der Pharmaindustrie fliessen:
http://www.dnews.de/nachrichten/panorama/172256/riesige-impfkampagne-in-haiti-geplant.html
PARIS - UNICEF plant zusammen mit der Regierung von Haiti eine riesige Impfkampagne. Ziel sei es, 600 000 Kinder gegen Masern, Tetanus und Diphtherie zu immunisieren.
Von Schweinegrippe hat man ja noch nichts gehört.
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=17265
Troops under United Nations command have opened fire on crowds of hungry Haitians seeking food, an ominous sign of impending confrontation between the people of the earthquake-wracked country and the armed forces dispatched there under the auspices of the imperialist powers.
On Monday, Uruguayan troops, part of the UN peacekeeping force deployed here since 2004, fired rubber bullets at people who crowded around food trucks, eventually pulling out and leaving sacks of rice to be fought over.
The next day, Brazilian troops proceeded more aggressively, using pepper spray and tear gas to hold off a crowd seeking food at a tent camp on the grounds of the devastated presidential palace. People ran from the spray coughing and with their eyes streaming.
Two tanks were brought up to menace the crowds when they began to reform, although Fernando Soares, a Brazilian army colonel, told the press: “They’re not violent, just desperate. They just want to eat.”
Und da muß man auf die Menschen schießen? :nono:
Massenimpfung in Haitis Erdbebenregion
Drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti haben Hilfsorganisationen eine Massenimpfung gestartet. Etwa 700.000 Menschen, die in provisorischen Lagern leben, sollen gegen Masern, Tetanus und Diphtherie geimpft werden, darunter auch 140.000 Kinder. Die Verteilung von Lebensmitteln läuft nach Informationen aus dem Krisengebiet besser.
Nachrichten auf WDR5
http://188.40.54.73/nachrichten/wdr5-nachrichten/d/03.02.2010-20.00.html
Massenimpfung in Haitis Erdbebenregion
Drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti haben Hilfsorganisationen eine Massenimpfung gestartet. Etwa 700.000 Menschen, die in provisorischen Lagern leben, sollen gegen Masern, Tetanus und Diphtherie geimpft werden, darunter auch 140.000 Kinder. Die Verteilung von Lebensmitteln läuft nach Informationen aus dem Krisengebiet besser.
Nachrichten auf WDR5
http://188.40.54.73/nachrichten/wdr5-nachrichten/d/03.02.2010-20.00.html
Im Impfen sind die aber bestimmt noch schneller, wie im Lebensmittel verteilen?
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