Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reale Demokratie und Freiheit


ARDO
03.01.2010, 15:08
Hallo Mit-und sonstige Streiter,

ich möchte mittels dieses Forums das dringend notwendige Gespräch, die Auseinandersetzung darüber anstoßen was Freiheit und Demokratie oder zutreffender formuliert, was reale Freiheit und reale Demokratie definiert. Selbstredend ist nicht allein die Begriffsbestimmung von Bedeutung, sondern auch die Beschreibung jenes Prozesses, jener Praxis, die vollzogen werden muss, um die Gestaltung realer Demokratie und Freiheit zu gewährleisten.
Hintergrund des Angebotes ist eine unstrittige Tatsache. Sowohl der Demokratie- als auch der Freiheitsbegriff sind zwar gesellschaftlich omnipräsent, doch in absurder Weise beliebig, neblig, gummiartig, letztlich absichtsvoll unbestimmt. Das gilt übrigens nicht nur für die Beiden, sonder auch für solche Begriffe wie Menschenrechte, Terrorismus und sogar den Friedensbegriff.
Ein aufschlussreicher, persönlicher Test besteht darin, einige Menschen aus dem persönlichen Umfeld nach ihren Beschreibungen des Demokratie- oder Terrorismusbegriffs zu fragen, Parlamentarier eingeschlossen. Das Folgende wird durchweg erschreckend sein und sich, wie eigene, weit reichende Erfahrungen zeigen, im Schwachsinn des Rechts auf den periodischen Zetteleinwurf für vorbestimmten Parteienvertreter, erschöpfen.
Im Fall des Terrorismusbegriffs haben selbst hochrangige Schweizer Juristen und solche des Europäischen Gerichtshofes ihre Kapitulation erklärt. Das ist insoweit interessant und zugleich erschreckend, weil die Administration der BRD, von GB, Frankreich, den USA, letztlich der gesamten NATO und darüber hinaus, auf dieser Grundlage des Nichtwissens, der Nichtdefinition, politisch darüber entscheiden, was Terrorismus ist, wer Terrorist sei. Es werden, darauf aufbauend, Kriege nach innen und außen geführt, der eigenen und anderer Staaten Souveränität beschnitten und dem sozialen (gemeinschaftlichen) Kreislauf offenen und verdeckt gewaltige Ressourcen entzogen und vernichtet. Ich denke das Problem ist auch von Euch erkannt.

Ein weiterer Grund für die Diskussion besteht darin, dass ich an einem Buch arbeite, dass sich mit den Begriffen und der Praxis realer Demokratie und Freiheit tief gehend und offenbarend befasst. Ich sehe die Möglichkeit, dass hier eine Diskussion über reale Demokratie und Freiheit die Arbeit am Buch bereichert.

Ich habe zur Diskussion auch neu eine eigene Seite eingerichtet und bitte deshalb und unentbehrlich darum, auch das dortige Angebot gelegentlich zu nutzen (http://ardo.bplaced.net). Außerdem gibt es dort Downloadmöglichkeiten für einige Textentwürfe zum Thema, über die hier im Forum gemeinsam nachgedacht werden kann.

Danke. Man liest sich.

ARDO

jovi
03.01.2010, 15:38
spontan und frei heraus, für mich ist

demokratie:
es sollten gemeinsame regeln für alle gelten.
sollte auf dem prinzip der gewaltenteilung beruhen (regeln für sich selber machen oder abändern dürfen - gehört verboten).
wenn wir es "repräsentativ" machen, dann sollte man zu jeder zeit seinem repräsentanten die representativität absprechen dürfen und jemand anderes dafür nominieren. vor allem sollte ein repräsentant verantwortung zeigen, das heißt rede und antwort stehen wenn mir an seinen handlungen was grob missfällt.

freiheit:
ich denke damit ist es genauso wie mit dem reichtum - man kann nie genug haben. zu den minimalanforderungen gehört meiner meinung nach:
auf der erde sich frei bewegen können - reisen - muss nicht unbedingt flugzeug sein. alles machen können, was den anderen nicht direkt stört (dazu gehört auch z.b. drogen für eigenverzehr anpflanzen). wahrheit, bzw eigene begründete überzeugung aussprechen dürfen.

deserd
03.01.2010, 17:16
Ideale Demokratie ist (bzw wäre) eigentlich ungefähr vorstellbar.


Zum Terrorismus-Begriff

Vielleicht gibt es zwei, oder mehrere Sichtweisen und "Standorte"

Der erste liegt eher politisch "links", was man vermuten könnte - das st aber inzwischen schwierig deutlich zu sagen - in den 80ern war es meiner Ansicht nach einigermaßen deutlich:
z. B. diese Kette:
(außerparlamentarisch) Opposition (Kampf) - RAF - Terror - (eher) Links

deutlich dagegen war Faschismus eigentlich eher rechts verortet

Das kann man heutzutage nicht mehr so anwenden bzw deutlich classifizieren ... - insofern ist "Nazi-Terror" inzwischen "geläufig" ....

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Ich denke, der Begriff Terrorismus ist sehr stark dehnbar und kann bzw könnte für, auf nahezu ALLES angewendet werden. (z. B. könnte schon eine kritische Äußerung so verstanden werden; Brisante Diskussion)

Ich hatte irgendwo mal hier im Forum geschrieben, das starke (adjektiv: ..., ... ) Kritik als "Frontalangriff" gesehen, besser geschrieben als solcher empfunden werden kann, vor allem Politiker sind da gefährded, denn da spielt eben "Ideologisches" ein wichtige Rolle.

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Alles gute mit deinem Projekt. - Im Prinzip habe ich sowas auch vor ..., als Buch, das weis ich noch nicht ....